Der Bischof von Aachen und die Wahrheit

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Heinrich Mussinghoff, Bischof zu Aachen, stellte sich im Juli dem Bochumer „NRW-Israel-Forum“ vor etwa 500 Gästen einer Diskussion mit diesem Korrespondenten über die Lage der Christen im Heiligen Land. Nach dem Luxemburger Außenminister und Israels Vizeaußenminister Danny Ayalon sollte er über die Lage der Christen im Heiligen Land reden…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 22. November 2011

Mussinghoff  behauptete, dass Araber in Israel erst ab dem 20. Lebensjahr zum Studium zugelassen würden, aus Rücksicht auf die Militärdienst leistenden jungen Juden. Diese willkürliche Zurücksetzung zwinge junge Araber zur Auswanderung und sei eine klare Form der Diskriminierung von Arabern. Trotz Widerspruchs gegen diese abstruse Behauptung, ließ der Bischof nicht locker.

Am 14. Oktober 2011 schrieb er in einem per Post nach Jerusalem geschickten Brief, dass Sozialwissenschaften bei gewissen Universitäten erst ab dem 19. oder 20. Lebensjahr belegt werden könnten. Das wisse er aus „Unterlagen“ der Universitäten. „Mir und meinen Gewährsleuten ist klar, dass der Grund darin liegt, dass arabische Abiturienten/innen nicht eher ins Studium kommen sollen, als jüdisch-israelische junge Leute, die nach dem Abitur erst drei bzw. zwei Jahre Militärdienst ableisten müssen.“ Der Bischof fühlte sich durch den Einspruch „düpiert“, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass ein in Jerusalem lebender Journalist nicht sachkundig sei. „Wie steht es mit Ihrem Umgang mit der Wahrheit? Ich finde das bedenklich. In Sorge um Sie, Ihr Heinrich Mussinghoff“ Noch ehe das Bischofsamt in Aachen auf elektronischem Weg jene „Unterlagen“ geschickt hat, ergab eine Umfrage bei mehreren Universitäten genau das Gegenteil dessen, was Mussinghoff „klar“ war.

Wie bei anderen Universitäten in der Welt verlangen israelische Universitäten das Abitur oder Aufnahmeprüfungen.

Der Sprecher des Sapir College fügte seiner Email eine Namensliste aller arabischen Studenten unter 20 bei. Elana Oberlander, Sprecherin der Bar Ilan Universität in Ramat Gan, wies darauf hin, dass Archäologie-Studenten zusätzlich ein Ärztezeugnis vorweisen müssten, wegen der anstrengenden Feldarbeit. Allein die Schule für Sozialarbeit habe ein Mindestalter von 19 Jahren für alle Bewerber festgelegt. „Die Studenten müssen reif genug sei, um verantwortungsvoll Begegnungen mit der Klientel der Sozialdienste zu bewältigen.“ In den USA sei für Sozialarbeit ein Mindestalter von 20 Jahren festgelegt. In Österreich kann dieses Fach ohne Matura studiert werden, aber erst ab 22.

Die vom Aachener Bischofsamt geschickten Unterlagen stellten sich als hebräische Internetseiten der Universitäten heraus. Der Bischof und seine Gewährsleute hatten übersehen, dass es kein Mindestalter bei sämtlichen Fächern gibt, mit Ausnahme der Sozialarbeit. Die Hebräische Universität in Jerusalem, die Ben Gurion Universität in Beer Schewa und ausgerechnet die Ariel-Universität in der Siedlerstadt Ariel im besetzten Westjordanland fordern nicht einmal bei Sozialstudien ein Mindestalter.

Mit kurzer Recherche hätte Mussinghof zudem herausfinden können, dass jeder zweite jüdische Israeli vom Militärdienst freigestellt wird, darunter schwangere, verheiratete und fromme Frauen, ultraorthodoxe Juden, Vorbestrafte und gesundheitlich Geschädigte. Ebenso hätte der Bischof wissen müssen, dass Drusen genauso wie Juden wehrpflichtig sind und dass sich viele muslimische Beduinen freiwillig zum Wehrdienst melden. Bekannt ist auch, dass sich in den letzten Jahren zunehmend mehr israelische Araber, Moslems wie Christen, freiwillig melden. Dafür gibt es „gute“ Gründe: Weil das Militär in einigen Fällen das Studium finanziert und Militärdienst im späteren Berufsleben Türen öffnet.

Mussinghoffs Behauptungen beim NRW-Israel-Forum in Bochum und sein ehrverletzender Brief wären eigentlich keine öffentliche Gegendarstellung wert. Aber bei dem Bischof zu Aachen, dem Vorsitzenden der Unterkommission „Fragen des Judentums“ in der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, dem Prior der rheinisch-westfälischen Ordensprovinz des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und dem  Autor mehrerer Bücher über das Heilige Land sind solche Ignoranz und zudem sein beleidigender Brief eine unfassbare Peinlichkeit. Anstatt über die Christen zu reden, ging es ihm offensichtlich allein darum, den jüdischen Staat wegen vermeintlicher Diskriminierung zu diffamieren und des Rassismus zu bezichtigen. Ausgerechnet die Tausenden arabischen Studenten an israelischen Universitäten, viele von ihnen jünger als 19 oder 20, belegen genau das Gegenteil dessen, was der Bischof und seine Gewährsleute in ihre „Unterlagen“ hineingelesen haben.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

Der Originalbrief des Bischofs an mich:

„Sehr geehrter Herr Sahm!
Am 06. Juli 2011 waren wir beide beim NRW-Israel-Forum in Bochum. … Ich hatte behauptet, dass arabische junge Leute nach dem Abitur nicht sofort und unmittelbar ein Studium aufnehmen könnten und dass sie dann an ausländische Universitäten gehen und oftmals in den dortigen Ländern bleiben und Arbeit suchen. Sie haben das rundweg bestritten.
Ich habe mich kundig gemacht und habe Unterlagen einiger israelischer Universitäten, besonders aus Haifa; Safir College, Bar Elan – University, Tel Aviv – University, Biology Oranim College. Danach stellt sich mir die Lage so dar: Nur einige Fächer können mit 19 Lebensjahren belegt werden; die meisten Fächer aber können erst mit 20+ belegt werden, also erst nach dem zwanzigsten Lebensjahr (z. B. Speach Therapy, Socialworker, Physio Therapy, Nursing).
Mir und meinen Gewährsleuten ist klar, dass der Grund darin liegt, dass arabische Abiturienten/innen nicht eher ins Studium kommen sollen, als jüdisch-israelische junge Leute, die nach dem Abitur erst drei bzw. zwei Jahre Militärdienst ableisten müssen.
Ich kann mir nicht denken, dass Sie diese Zusammenhänge nicht gekannt haben, und fühle mich durch Ihren Einspruch düpiert. Denn jeder Mensch wird den Journalisten, der in Jerusalem lebt, eher für sachkundig halten, als einen Christen, der eher Dinge aus Büchern kennt oder Falschmeldungen aufsitzt. Wie steht es mit Ihrem Umgang mit der Wahrheit? Ich finde das bedenklich.
In Sorge um Sie, Ihr
Heinrich Mussinghoff“

PS Auf Wunsch schicke ich Ihnen gerne die „Unterlagen“ und anderes Material zu.

15 Kommentare

  1. Judenmission: Dummes Zeug, ist überflüssig und nach Römer 9-11 auch theologisch nicht geboten. Es ist, als ob Kinder die Eltern Umerziehen wollten. Eine Familie, aber Eltern (Juden)) und Kinder (Christen) gehen eigene Wege. Sicher etwas schief, die Metapher, aber mir fällt nichts besseres ein. Christen in Israel: es ist auch das Heilige Land für Christen, Jesus war nun mal Galiläer und seine ersten Jünger auch, und in Jerusalem ist sein leeres Grab, da ist der Ort seiner Vergottung. Die vielen einheimischen arabischen Christen versch. Richtungen sind Schwestern und Brüder und haben es schwer zwischen nationalreligiösen Juden, von denen es viele gibt und den immer fundamental. Moslems und Hamassympathisanten. Sitzen zwischen den Stühlen im eigenen zu Hause. Israel mag jüd. Staat sein, ist jedoch auch Heimat für diese Christen. Der Aachener Bischof scheint insgeheim aber noch ein Christentum zu fühlen, das mehr will: ein kath. Jerusalem wie zu Kreuzfahrerzeiten. Jesus war aber von seiner Menschheit her Jude, nicht katholisch, Petrus auch nicht.

  2. mfb, mach das mal vor, in einem Haufen von verstörten Entnazifizierten – mit dem hatte „Conny“ es zu tun – genau die zu finden, denen es Ernst ist mit der Abkehr. 

    Er hat Hervorragendes geleistet: Kontakt zu Israel + Beginn der sog. Wiedergutmachungszahlungen, Freundschaft mit dem „Erbfeind“, mit den Siegermächten (klappte nicht so richtig bei der gottlosen SU und ihren Vasallen, er erreichte aber zehn Jahre nach Kriegsende die Freilassung aller Kriegsgefangenen  aus sowjetischem Gewahrsam).

    Anderes war nicht so schön, ernnert sei an Gehlen etc., an die Wiederbewaffnung usw., und mit allem, was östlich von Bonn lag, hatte er es auch nicht so, am wenigsten mit den „neuen Preußen“. 

    Viele mochten ihn nicht, es gab drei Attentate auf ihn (mindestens eins von Menachem Begin getriggert). 

    Man kann ihn loben – wie wegen des genannten Briefes – und tadeln, aber dass er zwangsläufig mit früheren Nazis zusammenarbeiten musste, ihm kaum als Fehlentscheidungen vorwerfen, obwohl es nicht unter den Teppich gekehrt werden darf. Es waren ja nicht viele politisch Aktive da, die nicht „dabei gewesen waren“, und von denen saß zudem eine Menge bei SPD, KPD usw. und war für Adenauer nicht greifbar. 

    Immerhin gehörte er einer Partei an, in deren Ahlener Programm folgende Aussage stand:

    Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein.


    War zwar nur ein Versuchsballon, aber wurde mal gesagt. Von der CDU.

    Die Kanzler nach ihm, nach 1963, hatten es leichter, auf ehemalige Nazis zu verzichten, aber auch sie arbeiteten noch mit welchen zusammen, und auch ein früherer Oberleutnant der Hitler-Wehrmacht hatte  das Amt inne.

    Zu deiner Kritik an R.S. kann ich nur sagen: missfällt dir sein Appell an das Gewissen derjenigen, deren Lehre mit dazu beitrug, dass die überwiegende Zahl ihrer Anhänger, als Soldat noch 1933 mit dem „Gott mit uns“ auf dem Kopppelschloss herumlaufend, bis zum 8.5.1945 fest hinter dem „uns von Gott geschenkten Mann“ stand, der die umfangreichsten Verbrechen der Weltgeschichte angeordnet hatte, die viele von ihnen „gehorsam und treu“ ausführten? Kann doch wohl nicht sein. 

  3. @ R. Schlickewitz,

    Ihre letzten beiden Kommentare sind sogar für Ihren Verhältnisse grotesk.
    K.Adenauer zu loben hat aber schon was. Kein Bundeskanzler ging so locker mit Alt-Nazis um  bzw. stützte sich so stark auf Alt-Nazis ab wie Adenauer. Es belsutigt mich, Sie hier als seinen Fan zu sehen. <LOL>

  4. Entweder Mission – dann müssen alle dran glauben, oder eben keine, dann macht Christ sich aber schuldig gegenüber dem Missionsauftrag.
     
    Die Schuld dem Missionsauftrag nicht (mehr) nachzukommen dürfte, unter Berücksichtigung der Verbrechensgeschichte des Christentums, geringer ausfallen als die Schuld, die die Kirchen auf sich laden, indem sie heute noch, und nach all den vorliegenden historischen Erkenntnissen, weiterhin (juden-)missionarisch tätig bleiben.
     
    Die Gläubigen haben es in der Hand. Die Kirchen zittern vor den hohen Austrittsziffern – nur noch jeweils 29,5 % der Deutschen blieben den beiden Staatskirchen erhalten. Die Kirchen könnten sich einer Mehrheitsbewegung aus ihrem Innern heraus nicht verschließen, sie wären gezwungen ein neues Konzil (o.ä.) einzuberufen und den Missionsaufrag neu zu bewerten.
     
    Es kommt also auf die Christen an der Basis an. Fordern die einsichtig und klug ein Ende der Missioniererei, dann werden sich ihre Kirchen beugen müssen.
     
    Evangelische und katholische Christen, es liegt an Euch, aktiv zu werden und Euch für Menschlichkeit, für Anstand und ein reines Gewissen sowie gegen Dogmen zu entscheiden!
     
    Entscheidet mit den Herzen.

  5. Eine Antwort, zur Mission.

    Ausnahmen kann es nicht geben, weil es rassistisch wäre. Schon garnicht bei den verstockten Juden, das wäre purer kirchlicher Philosemitismus = Antisemitismus.  

    Entweder Mission – dann müssen alle dran glauben, oder eben keine, dann macht Christ sich aber schuldig gegenüber dem Missionsauftrag.

    Allerdings: wem wurde der denn eigentlich gegeben? Den Aposteln, niemandem sonst (war ja auch niemand anders dabei).

    Die sich etablierenden Gemeinden wurden denn auch nicht gewaltsam „bekehrt“ noch bekehrten sie, sondern schlossen sich freiwillig zusammen – wobei es garnicht so einfach war, mitzumachen, nicht jede/r wurde genommen, es gab ja auch Spitzel  – besonders in hellenistisch-polytheistischen oder derartig  beeinflussten Gegenden, so etwa Rom.

    Erst später, mit wachsender Macht des Christentums, glaubte man, es existiere ein Befehl bzw. konstruierte ihn zum Zweck der Machtgewinnung, den neuen Glauben mit allen Mitteln durchsetzen zu müssen. Da wurde also gnadenlos der Wille des Begründers verfälscht, und so blieb es. Erst nachdem deshalb jahrhundertelang Ströme von Blut geflossen waren, mäßigte man sich und suchte allein zu überzeugen. 

    Nach wie vor alle. Anders gehts nicht, es sei denn, christ besinne sich darauf, wem der Befehl erteilt wurde. 

  6. Einer aus der oben stehenden Liste der modernen „Ordensritter“ hat die Wahrheit erkannt und sie in passende Worte gekleidet:
     
    „Nach meiner Meinung trägt das deutsche Volk und tragen auch die Bischöfe und der Klerus eine große Schuld an den Vorgängen in den Konzentrationslagern. Richtig ist, daß nachher vielleicht nicht viel mehr zu machen war. Die Schuld liegt früher. Das deutsche Volk, auch Bischöfe und Klerus zum großen Teil, sind auf die nationalsozialistische Agitation eingegangen. Es hat sich fast widerstandslos, ja zum Teil mit Begeisterung gleichschalten lassen. Darin liegt seine Schuld.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adenauer
    (Konrad Adenauer in einem Brief vom Februar 1946 an einen katholischen Geistlichen)
     
    Warum haben nur heutige Kleriker solche Schwierigkeiten damit die immense Schuld ihrer Kirchen anzuerkennen und warum schieben sie (fast) sämtliche Verantwortung allein auf die „gottlosen Nazis“ ab? 
     
    Warum erleben wir keinen Aufstand anständiger Kleriker ‚von unten‘ gegen die sittlich und moralisch in jeder Hinsicht verwerfliche Judenmission? Vor allem die Katholiken wollen von einer grundsätzlichen Regelung in dieser Hinsicht nichts wissen. Wo bleibt da der Aufschrei der Anständigen in Christenland?
     
    Hat Christ möglicherweise Angst davor, sich in dieser Sache an seinen Ortsgeistlichen, Bischof oder Papst zu wenden und mit Nachdruck ein Missonierungsverbot zu fordern, oder ist Christ das vollkommen egal und er vermag hier überhaupt kein ‚Problem‘ zu erkennen?
     
    Antworten willkommen.

  7. Was erwartet ihr auch von den christlichen Kirchen, die sind doch der Brutkasten des Antisemitismus gewesen. Ja, die wollten damit eine Missionierung erreichen, mir auch bekannt. Guter Wille führt halt mal zu schlimmen Dingen, wenn es etwas angreift wie den Freien Willen, Gott sein großes Geschenk an die Menschen und Fluch zu gleich.

  8. Ein weiterer der Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem:
    Lorenz Kardinal Jaeger.  Für ihn waren Russen und andere Völker der Sowjetunion „zu Tieren entartet“ und Juden („Judas“) an allem Schuld:
     
    „Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wirkte er ab 1933 als Studienrat am Dortmunder Hindenburg-Gymnasium. 1934 trat er der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) bei, da es Priestern nach dem 1933 abgeschlossenen Reichskonkordat untersagt war, in eine Partei einzutreten.
    Während des Zweiten Weltkriegs wirkte er zunächst als Divisionspfarrer, ehe er im Jahre 1941 zum Erzbischof von Paderborn ernannt wurde.
    Im Fastenhirtenbrief von 1942 verkündete er mit Bezug auf Russland:
    „Ist jenes arme unglückliche Land nicht der Tummelplatz von Menschen, die durch ihre Gottfeindlichkeit und durch ihren Christenhaß fast zu Tieren entartet sind? Erleben unsere Soldaten dort nicht ein Elend und ein Unglück sondergleichen? Und warum? Weil man die Ordnung des menschlichen Lebens dort nicht auf Christus, sondern auf Judas aufgebaut hat.“ Insbesondere diese Äußerung wurde Jaeger als anbiedernde, die Terminologie der Nazis übernehmende Rhetorik vorgeworfen. Ãœbersehen wurde hierbei allerdings, dass sich Äußerungen dieser Art eher aus einem damals im Klerus verbreiteten Antikommunismus, denn aus einer Befürwortung des Nationalsozialismus erklären lassen. Tatsächlich übernahm Jaeger damit Ideen und Sprache von Musterpredigten der Militärseelsorge bzw. der Hirtenworte des Militärbischofs Franz Justus Rarkowksi.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_Jaeger
    (Die verharmlosende Wikipediainterpretation kann man nur schwer teilen. Wer solche Worte so öffentlich ausspricht, steht auch dahinter. Ferner ist bekannt, dass der klerikale Antikommunismus sehr häufig die Verantwortung für alles Ãœble dem „Weltjudentum“ zuschob.)
     
    Mir stellt sich die Frage, wie wohl sich ein Politiker, noch dazu ein amtierender bayerischer Innenminister
    http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Herrmann_%28CSU%29
    in einer solchen Gesellschaft von Rassisten, Antisemiten und Menschenfeinden fühlen muss. Weiß er nichts über seine anderen Ordensbrüder, will er nichts davon wissen, ist es im gar ‚wurscht‘?
     
    Man wundert sich.

  9. Auch den einen (von zwei) Protestanten im Ritterorden vom heiligen Grab wollen wir nicht vergessen, jenen der schon sehr früh Gas gegen Juden und Mücken empfahl („the best would be gas“):
     
    „Wilhelm II., mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen (* 27. Januar 1859 in Berlin; † 4. Juni 1941 in Doorn, heute Utrechtse Heuvelrug, Niederlande) entstammte der Dynastie der Hohenzollern und war von 1888 bis 1918 letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen.“
    „Eine der umstrittensten Bereiche in der Einordnung der politischen Meinung des Kaisers ist seine Beziehung zum Judentum und zum Antisemitismus. Wilhelm II. pflegte engen und freundschaftlichen Kontakt zu vielen prominenten Juden. Zu den später von Chaim Weizmann teils anerkennend, teils verächtlich „Kaiserjuden“ genannten Politikern, Industriellen, Bankiers und Intellektuellen gehörten wie Albert Ballin, James Simon, Emil und Walther Rathenau, Eduard Arnhold, sowie Carl Fürstenberg. Die Einschätzung der Historiker gehen hier weit auseinander:

    „Aber selbst hochangesehene deutsche Historiker scheinen das Ausmaß des Antisemitismus‘ Kaiser Wilhelms II. schwer einschätzen zu können. Sie weisen darauf hin, daß Wilhelm mit Männern wie Albert Ballin und Walter Rathenau – den sogenannten „Kaiserjuden“ – befreundet war und zahlreiche jüdische Wissenschaftler zum Professor ernannt hat, und folgern daraus, daß er deshalb kein Antisemit gewesen sein kann. Sie übersehen dabei, daß der Kaiser mehrmals erklärt hat, er sehe Ballin nicht als Juden an, daß er Rathenau als „gemeinen, hinterlistigen, niederträchtigen Verräter“ beschimpfte, der zu dem „inneren Ring“ der zweihundert Juden gehört habe, die die Welt regierten, und der mit Recht ermordet worden sei, […]“
    – Wolfgang Benz, Werner Bergmann: Vorurteil und Völkermord. Entwicklungslinien des Antisemitismus.

    Bei den Reichstagswahlen 1880 zogen zum ersten Mal mehrere antisemitische Parteien in den Reichstag ein. Mit fünf Abgeordneten bildeten sie die „Fraktion der Antisemiten“. Grund für den gestärkten Antisemitismus waren wohl die „Gründerkrise“ und die als relativ stark empfundenen wirtschaftlichen Erfolge jüdischer Unternehmer. Die Juden waren im 1871 gegründeten Deutschen Reich zum ersten Mal freie und gleiche Bürger. Die Einschränkungen waren aufgehoben, die sie, von Land zu Land unterschiedlich, teils zu Schutzbefohlenen eines Herrschers machten und ihnen wirtschaftliche Beschränkungen auferlegten oder ihnen bestimmte Berufsverbote erteilten. Auch der Dienst bei Militär, in Schulen oder der Justiz stand ihnen jetzt offen. Bei seiner Integrationspolitik kam Kaiser Wilhelm II. der Parlamentarismus im Reich entgegen. Die Wahl wurde in Einmannwahlkreisen mit absolutem Mehrheitswahlrecht durchgeführt. So hatten Dänen (ein bis zwei Abgeordnete), Elsass-Lothringer (acht bis 15 Abgeordnete) und Polen (13 bis 20 Abgeordnete) von 1871 bis zur letzten Wahl 1912 stets ihre Fraktion im Reichstag. Juden organisierten sich nicht in einer eigenen Partei. Dies widersprach ihrem Selbstverständnis, deutsche Staatsbürger zu sein, welches durch lange Tradition besonders in Preußen sehr stark ausgeprägt war. Das Wahlsystem grenzte aber auch politische Minderheiten nicht aus. Dies sorgte dafür, dass sich auch die preußenfeindlichen Welfen, aber vor allem die Antisemiten aus der Christlichsozialen Partei und der Deutschen Reformpartei organisieren konnten. Die Zahl ihrer Abgeordneten überschritt aber nie die Zahl der Abgeordneten aus den Parteien der ethnischen Minderheiten.
    Trotz dieser Unterstützung gibt es von Wilhelm II. mehrere Zitate, die einen antisemitischen Ton haben: „Ich denke gar nicht daran, den Thron zu verlassen wegen ein paar hundert Juden, den paar tausend Arbeitern!“ (Während der Novemberrevolution.) Ob er allerdings auf die Juden als Kollektiv schimpfte oder einzelne meinte, wie die ihn oft kritisch betrachtenden jüdisch geleiteten Zeitungskonzerne, ist unklar. In einem Brief an seinen amerikanischen Freund Poultney Bigelow schrieb Wilhelm II. am 15. August 1927: „Die Presse, die Juden und Mücken sind eine Pest, von der sich die Menschheit so oder so befreien muß – I believe the best would be gas.““
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._%28Deutsches_Reich%29
     
    Die Toleranz des Staates Israel ist geradezu als bewundernswert einzuschätzen.
     
    Man stelle sich bildlich nur einmal vor – in Deutschland gäbe es einen ausländischen Orden, der den Deutschen systematisch und mit viel Power dahinter die angestammte Religion madig machen würde, der sich ferner aus zahlreichen Deutschenhassern formierte und der noch dazu eine uralte deutschenfeindliche Tradition aufweisen würde!
     
    Nein, eigentlich doch unvorstellbar, oder?

  10. @Divara
     
    Wollen Sie nun suggerieren, dass Mussinhoff zum Massaker an den Juden anstichelt?
     
    Nein, lediglich darauf hinweisen in welcher Gesellschaft sich der katholische Geistliche befindet und welche durchaus auch unlauteren Absichten sein Piesepampelverein („Orden“) verfolgt.
     
    Oben gebe ich die Liste einiger bekannter Mitglieder des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“  http://www.ritterorden.de/
    wieder.
     
    Schauen wir uns doch einmal einige dieser ehrenwerten und hoffentlich doch vorbildlichen Leute etwas näher an, z.B.
     
    Hermann Josef Abs
    „Abs war als Vorstand der Deutschen Bank für die „Arisierung“ (Zwangsverkauf) von jüdischen Unternehmen und Banken mitverantwortlich. Zu nennen sind hier das Bankhaus Mendelssohn und der Lederproduzent Adler & Oppenheimer. Die moralische Bewertung der Vorgänge ist bis heute umstritten.“
    „Eine internationale Historikerkommission beschäftigte sich im Auftrag des Historischen Instituts der Deutschen Bank Ende der 1990er Jahre mit der Frage, ob Abs in der NS-Zeit Kenntnis über die Herkunft bestimmter Goldbestände hatte, welche die Deutsche Bank von der Reichsbank laufend erwarb: Es handelte sich dabei um von der Degussa umgeschmolzenes Gold ermordeter Juden aus den Vernichtungslagern im Osten.“
    „Abs hat stets verneint, ein Teil des Widerstands gegen Hitler gewesen zu sein, auch wenn er Kontakte zu Personen des Widerstands hatte“
    „Ab 1937 war Abs unter anderem auch Mitglied im Aufsichtsrat der I.G. Farben. 1941 wurde er Mitglied des Aufsichtsrates der Kontinentale Öl AG und Aufsichtsratsvorsitzender der Pittler Werkzeugmaschinenfabrik AG, einer Maschinenbaufirma in Leipzig-Wahren für die Produktion von Waffensystemen und Munition. Ende 1942 bestand hier die Belegschaft zu einem Drittel aus Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Josef_Abs
     
    Oder Joachim Kardinal Meisner:
    „Zur Dreikönigspredigt am 6. Januar 2005 deutete Meisner eine Parallele zwischen Schwangerschaftsabbruch und dem Holocaust am jüdischen Volk an:

    „Es ist bezeichnend: Wo der Mensch sich nicht relativieren und eingrenzen lässt, dort verfehlt er sich immer am Leben: zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht. Abtreibung und Euthanasie heißen die Folgen dieses anmaßenden Aufbegehrens gegenüber Gott. Das sind nicht soziale Probleme, sondern theologische. Hier kommt das erste Gebot ins Spiel: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“, d. h. du sollst dich nicht selbst zum Gott machen, der sich Verfügungsrecht über seinen eigenen Leib und über das Leben anderer anmaßt. „Das Licht leuchtet in die Finsternis“ (Joh 1,5), das ist kein harmloses Geschehen. Entweder nehme ich es auf, dann gehe ich erleuchteter durch die Welt oder ich verschließe mich ihm und werde noch dunkler als bisher.“

    Während das Forum Deutscher Katholiken erklärte, der Kardinal verharmlose oder mindere in keiner Weise die Verbrechen der Nationalsozialisten an den Juden, sondern bringe vielmehr das millionenfache Unrecht der Ermordung von Menschen nachdrücklich ins Bewusstsein, erregte die Ansprache den Unmut der breiten Öffentlichkeit und brachte Meisner den Vorwurf der Verharmlosung des Holocaust ein. Er nahm seine Äußerung daraufhin teilweise öffentlich zurück.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Meisner
     
    Oder Bischof Walter Mixa:
    „Auf einer Veranstaltung der Dinkelsbühler CSU zum Politischen Aschermittwoch am 25. Februar 2009 verursachte Mixa wiederum Diskussionen, als er zwar zunächst mit Blick auf den Bischof der Pius-Bruderschaft Williamson den Völkermord an den Juden in Europa als „entsetzliches Verbrechen“ bezeichnete, dem er die Anzahl vorgenommener Schwangerschaftsabbrüche der vorangegangenen Jahre gegenüberstellte. In der Folge kam es zu Kritik insbesondere seitens jüdischer Organisationen in Deutschland.
    Im März 2007, während des Besuchs des Ständigen Rats der Deutschen Bischofskonferenz in Israel, sprach er von einer „ghettoartigen Situation“ in den besetzten Gebieten, die „fast schon Rassismus“ sei. Dieser Vergleich löste in Deutschland und Israel Empörung aus.“
    „In seiner Osterpredigt im Jahr 2009 wandte sich Mixa gegen atheistische Tendenzen innerhalb der Gesellschaft und nannte eine gottlose Gesellschaft „die Hölle auf Erden“. Diese These sieht Mixa durch totalitäre Ideologien und Regime wie den Nationalsozialismus und den Kommunismus bestätigt, die die „Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus […] im vergangenen Jahrhundert […] mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen [haben]“. Ebenso würden in der Gegenwart Menschen „durch gottlose Verhaltensweisen wirtschaftlich und moralisch ausgebeutet.“
    Diese Äußerungen führten zu teils heftiger Kritik von Atheisten und Konfessionslosen, u. a. wurde Mixa Geschichtsfälschung vorgeworfen. Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung kritisierte den Bischof: „Wenn man weiß, dass in der Nazizeit gerade den Juden Gottlosigkeit vorgeworfen wurde, erkennt man, wie perfide die Argumentation Mixas ist.“ Vielmehr seien „Freidenkerverbände von den Nazis aufgelöst, bekennende Atheisten verfolgt worden“. Der Vorsitzende des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten, Rudolf Ladwig, erklärte, die Behauptung des Bischofs, aus dem Glauben erwachse automatisch Humanität seien „völlig unhaltbar“ und „Teil einer langfristigen Kirchenstrategie, die Geschichte der eigenen Institution hinsichtlich des Faschismus historisch unkorrekt zu entlasten““
    http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Mixa
     
    Oder „Ordensritter“ Franz von Papen
    „Papen gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen. Er wurde am 1. Oktober 1946 in allen Anklagepunkten freigesprochen. In einem anschließenden Spruchkammerverfahren wurde er zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt.“
    „Hitler sah Papen zunächst als Rivalen um die Macht. Nachdem er ausgeschaltet worden war, zollte er ihm Anerkennung: So erblickte er 1942 sein großes „Verdienst“ darin, dass dieser 1932 durch die Absetzung der preußischen Landesregierung „den Einbruch in die heilige Verfassung vollzogen“ und so den ersten Schritt zur Beseitigung des „Weimarer Systems“ getan habe.“
    „Aus Hitlers Händen nahm Papen im August 1944, nach seiner Rückkehr aus der Türkei, das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz für seine angeblichen diplomatischen Erfolge in der Türkei entgegen.“
    „Die historische Forschung malt in ihrer Mehrheit ein ausgesprochen negatives Bild von Person und Wirken Papens. Geflügelte Worte, die beinahe formelhaft benutzt werden, wenn von ihm die Rede ist, sind zwei Spottnamen, die ihn als „Herrenreiter“ und als „Hitlers Steigbügelhalter“ benennen. Die darin enthaltene Schuldzuweisung, Papen sei ein Hauptverantwortlicher dafür, dass Hitler den letzten Schritt zur Macht gehen konnte, wird bis heute von einer großen Zahl von Historikern vertreten. Der Papen-Biograf Joachim Petzold deklariert Papen bereits im Untertitel seiner Studie als Ein deutsches Verhängnis.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Papen
     
    Das sind nur vier von zahreichen, mehrheitlich katholischen (gern bayerischen bzw. rheinländischen) Rittern eines Ordens, der sich auf ein extrem judenfeindliches Erbe zurückführen lässt und der heute noch offen zugibt, dass ihm die Missionierung in Israel („Heiliges Land“) ein oberes Ziel ist.
     
    Sollten uns diese Tatsachen nicht zu denken geben?
     
    Sollte nicht Bürgermeister Nir Barkat Lishka@jerusalem.muni.il darüber informiert werden, welch zersetzendes Potential sich da vor seinen Augen, in seinen Mauern, vor der Welt ein ausgesprochen zweifelhaftes Stelldichein gibt?
    Wäre es nicht angebracht jährlich die Grundsteuer des Ordens um, sagen wir 25%, zu erhöhen – immerhin handelt es sich um Immobilien in absoluter Bestlage, die auch anderweitig genutzt werden könnten.
     
    Hier die Emailanschriften der Jerusalemer Verwaltung:
    http://www.jerusalem.muni.il/jer_main/defaultnew.asp?lng=2
     

  11. @Schlickwitz.
    Wollen Sie nun suggerieren, dass Mussinhoff zum Massaker an den Juden anstichelt?

     Zum ersten Kreuzzug wurde aufgerufen, weil die Muslime den Christen den Zugang zu deren Pilgerstätten nicht mehr gestatteten. Ohne Zweifel ist er völlig entartet. Aber das ist über 1000 Jahre her. Mussinghoffs dreiste Attacke auf Ulrich Sahm zum Anlass für eine Generalattacke auf Katholiken zu nehmen ist genauso unqualifiziert.

  12. „Mit den Worten Deus lo vult (spätlateinisch für „Gott will es!“) antwortete die Menschenmenge, als Papst Urban II. am 27. November 1095 auf der Synode von Clermont in einer Predigt zur Befreiung Jerusalems aufrief. Damit begründete er den ersten Kreuzzug, der zur Befreiung der Heiligen Stätten beitragen und den einzelnen Teilnehmern helfen sollte, ihre Sünden abzubüßen.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Deus_lo_vult
     
    „Der Erste Kreuzzug war ein christlicher Kriegszug zur Rückeroberung Palästinas von den Muslimen, zu dem Papst Urban II. im Jahre 1095 aufrief. Er begann im darauf folgenden Jahr und endete 1099 mit der Einnahme Jerusalems durch ein Kreuzritterheer.“

    „Durch die Kreuzzugspredigt des Papstes veranlasst, brach im Frühjahr 1096 eine unorganisierte Volksmasse in Richtung Palästina auf. Dieses Kreuzfahrerheer bestand in erster Linie aus einfachen Menschen, Bauern und ihren Familien, weshalb man auch vom Volkskreuzzug spricht. Allerdings waren auch niedriger Adel und einzelne Ritter unter den Kreuzfahrern. Geführt wurde der Zug von Predigern wie Peter von Amiens. Seine ersten Opfer fand dieser voreilige Kreuzzug bereits in Ostfrankreich und im Rheinland (Köln, Mainz, Worms), wo es zu Massenmorden an der jüdischen Bevölkerung kam (siehe Deutscher Kreuzzug von 1096/Gezerot Tatnu).“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Kreuzzug

  13. „Von 1999 bis 2011 war er stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2006 ist Mussinghoff Vorsitzender der Unterkommission „Fragen des Judentums“ in der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz. Er ist Mitglied des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur und der römischen Kleruskongregation. Er ist der Prior der rheinisch-westfälischen Ordensprovinz des Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Mussinghoff
     
    „Das Leitmotiv des Ritterordens lautet Deus lo vult (de: Gott will es).“
    „Aufgaben
    Der Orden hat seine Hauptaufgabe in der Unterstützung der Christen im Heiligen Land sowohl in Hinsicht auf Förderung des katholischen Glaubens im Heiligen Land als auch in finanzieller Hinsicht. So unterstützt der Orden in Israel/Palästina durch materielle Hilfe eine Vielzahl von Kirchen, Schulen und sozialen Einrichtungen. Weiterhin sollen die Treue zu Kirche und Papst, Spiritualität, eine christliche Lebensführung und vor allem Nächstenliebe gefördert werden.“

    „Bekannte Mitglieder im deutschen Sprachraum

    Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens, Erzbischof Reinhard Kardinal Marx (München-Freising) 2009

    Hermann Josef Abs (Kollarritter), Deutsche Bank AG
    Konrad Adenauer, Bundeskanzler
    Heinz-Josef Algermissen, Bischof von Fulda
    Aloys Prinz zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (Großkreuzritter)
    Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn
    Bernhard Blaszkiewitz, Direktor Zoologischer Garten Berlin und Tierpark Berlin
    Hubertus Brandenburg, Bischof von Schweden
    Wilhelm Cleven, Weihbischof in Köln
    Johannes Joachim Kardinal Degenhardt, Erzbischof von Paderborn
    Johannes Dyba, Titularerzbischof, Bischof von Fulda
    Franz Ferdinand, Prinz von Joinville, Sohn des Bürgerkönigs Louis Philippe
    Franz Josef I., Kaiser von Österreich, König von Ungarn
    Joseph Kardinal Frings, Erzbischof von Köln
    Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg-Stuttgart
    Edwin Gräupl, Ehrenstatthalter von Österreich
    Lorenz Kardinal Jaeger, Erzbischof von Paderborn und Ökumeniker
    Hans-Jochen Jaschke, Weihbischof und Bischofsvikar im Erzbistum Hamburg
    Gundolf Keil, Medizinhistoriker
    Franz Kardinal König, Erzbischof von Wien
    Leopold II., König der Belgier
    Franz Liszt, Komponist
    Anton Losinger, Weihbischof in Augsburg
    Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising
    Maximilian I., Kaiser von Mexiko
    Anton Ernstberger, (Komtur) Vorstand der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank
    Gustav Meinertz (Großkreuzritter), Priester in Köln,
    Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln
    Walter Mixa, emeritierter Bischof von Augsburg
    Gerhard Ludwig Müller, Bischof von Regensburg
    Manfred Müller, Bischof von Regensburg
    Robert Nünlist (Komtur), Kommandant Päpstliche Schweizergarde
    Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen
    Franz von Papen, Reichskanzler und Vizekanzler
    Anton Schlembach, Bischof von Speyer
    Michael Spindelegger, Vizekanzler von Österreich
    Karl Josef Kardinal Schulte, Bischof von Paderborn, Erzbischof von Köln
    Bernhard Stein, Bischof von Trier
    Werner Thissen, Erzbischof von Hamburg
    Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer
    Wilhelm Schraml, Bischof von Passau
    Kaiser Wilhelm II., einer von zwei Protestanten, die Mitglied des Ordens waren
    Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg
    Joachim Herrmann, CSU, Bayerischer Staatsminister des Innern“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ritterorden_vom_Heiligen_Grab_zu_Jerusalem

  14. Vielleicht lügt Mussinghoff nicht. Man hat ihn ganz einfach falsch informiert, so wie es von interessierter Seite immer wieder geschieht. Warum aber schlägt er sich kritiklos auf die arabische Seite? das gibt zu denken. Und sehr viel mehr: Was bezweckt er mit dem beleidigenden Anhang an seinen Brief? Ganz offensichtlich ist er nicht in der Lage, eine sachliche Auseinandersetzung zu führen. Und DAS ist in seiner Position nun wirklich schockierend.

  15. Nun ja, wenn die Wahrheit zu israelfreundlich ist, dann wird eben gelogen … dabei hat *Jeder* die Möglichkeit, sich in israelischen Hochschulen umzusehen und dabei zu erkennen, daß sie voll sind mit sehr jungen arabischen Studenten. Aber warum sollten sich die als „Antizionisten“ getarnten Judenhasser durch soetwas wie Argumente von ihrer Hetze abbringen lassen, das hat ja auch in der Geschichte nur in seltenen Ausnahmefällen funktioniert …
     
     

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