Weihnachtliche Propaganda

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Bethlehem steht im Mittelpunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten. Doch das Licht von Bethlehem, die Friedensbotschaft der Geburtsstadt Jesu werden heute politisch missbraucht. Glaubt der Papst ernsthaft daran, dass auch heute noch „der messianische Frieden von Bethlehem seinen Ausgang nimmt“, obgleich die Kleinstadt zu 80 Prozent aus Moslems besteht, die radikal-islamische Hamas im Stadtrat eine Mehrheit hat und Bürgermeister Victor Batarse zu den Terrorakten der PFLP in den siebziger Jahren steht?…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 20. Dezember 2009

Mit reiner Geschichtsklitterung werden da in besinnlichen Vor-Weihnachtsgeschichten die Sitten und Gebräuche im „Palästina vor 2000 Jahren“ beschrieben. Das Land Kanaan, die römische Provinz Judäa, wo laut Lukas „Kyrenius Landpfleger von Syrien“ war, wurde erst 130 Jahre nach der Geburt Jesu von Kaiser Hadrian in „Palästina“ umbenannt. Niemand käme auf die Kateridee zu behaupten, dass vor 2000 Jahren Germanen in der „Bundesrepublik Deutschland“ gelebt hätten. Genauso falsch ist die Behauptung, dass Jesus der „erste Palästinenser“ war. Weil Nazareth heute eine rein arabische Stadt ist, übrigens mit muslimischer Mehrheit, verbreiten manche Autoren die Ansicht, dass Maria und Josef, aus heutiger Sicht, von den Israelis unterdrückt worden wären. Wer schon so klittert, sollte konsequent Jesus auch zum „ersten Moslem“ machen.

Dann wird die Gelegenheit genutzt, auf das „völlig eingemauerte Bethlehem“ hinzuweisen, freilich erst seit dem Jahr 2003, denn vorher gab es weder Mauer noch Zaun. Abgesehen von der Tatsache, dass die Mauer bei Bethlehem nur etwa ein Kilometer lang ist und in einer fast geraden Linie zwischen Jerusalem und Bethlehem trennt, während es nach Süden und Osten hin weder Mauer noch Zaun gibt, wären Maria und Josef tatsächlich nicht nach Bethlehem durchgekommen: weil sie Juden waren! Araber, auch aus Nazareth, können problemlos nach Bethlehem einreisen. Nur Juden ist der Besuch in Bethlehem strikt verboten, wegen Mordfällen während der Intifada. Dank der Kooperation zwischen Israel und der palästinensischen Polizei werden heute „versehentlich“ oder leichtsinnig nach Bethlehem verirrte jüdische Israelis nicht ermordet, sondern von der palästinensischen Polizei festgenommen, zur Grenze gebracht und israelischen Behörden übergeben.

Manche Autoren haben offenbar Probleme mit der Tatsache, dass Jesus, Maria und Josef Juden waren. Selbst der Papst könnte so nicht den Bogen zu den in Bethlehem leidenden Palästinensern schlagen, um sich mit ihnen zu solidarisieren. Also beschreiben manche Autoren die Heilige Familie als „Semiten“. Die Bild-Zeitung schrieb über Maria: „Ihre Haare und Augen waren vermutlich dunkel, wie die der meisten semitischen Frauen.“ Wer die Rassenideologie der europäischen Aufklärung heranzieht, sollte konsequent die Palästinenser als „Arier“ bezeichnen, solange die sich als Nachkommen der Philister bezeichnen, die Namensgeber für den Landstrich „Palästina“. Denn die Philister waren weder Araber noch „Semiten“. Sie waren ein „Seevolk“ aus Griechenland, also „Arier“. Die bodenstämmigen heutigen Palästinenser wechselten erst mit der arabischen Eroberung im sechsten Jahrhundert, ihre genetische Zusammensetzung, nachdem sie vorher Byzantiner, Griechen, Römer, Juden wie Maria, Josef und Jesus oder Nachkommen sonstiger untergegangener biblischer Völker waren. Außer Juden waren da keine „Semiten“ unter ihnen.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

26 Kommentare

  1. Bethlehem und auch alle anderen Gebiete der Palaestinensischen Authoritaet sind keine von Israel besetzten Gebiete !
    Wenn die Palaestinenser nicht selber untereinander zerstritten waeren gaebe es vieleicht endlich einen palaestinensichen Staat .
    Arafat selbst hat dies jahrzente lang verhindert unter anderem um so besser Gelder die seinem Volk zustanden auf die Seite zu bringen , Gelder von denen heute nur seine Witwe und seine wunderhuebsche Tochter profitieren .
    Aber natuerlich ist es einfacher immer Israel zu beschuldigen , das kennen wir noch aus dem Mittelalter
    Shabt Shalom

  2. „Wer ist es denn da, wer die Augen verschließt?“

    Na wer wohl, Sie „dumme Nuss“?

    Ach noch was. Beschäftigen Sie zur Abwechslung mal mit der Verfolgung von Christen in den Palästinensergebieten, damit Ihre Sehfähigkeit des einen Auges vielleicht mal irgendwann besser wird.
     
    Unterdessen leben auch Christen anderswo im Mittleren Osten, etwa im Libanon oder in den Palästinensergebieten, unter ständigem Druck. Fälle von Entführung christlicher Mädchen berichtet auch David Parsons aus den „territories“, etwa den der 16jährigen Adriana Sabat aus Bethlehem.4 Eine geradezu selbstverständliche Einrichtung sei das gewaltsame Eintreiben von Schutzgeld durch Hamas- oder Fatah-Leute, das zahlreiche christliche Geschäftsleute zur Auswanderung zwinge. Bereits 2003 berichtete die amerikanische Zeitschrift Newsweek, die christliche Bevölkerung in den „territories“ sei auf diese Weise von 110 000 (vor dem Oslo-Abkommen) auf weniger als 50 000 geschrumpft. Noch deprimierender sind die Zahlen, die Parsons zitiert, aus einem Bericht der palästinensischen Behörde selbst: zwischen 1997 und 2002 sei die Zahl der dort lebenden Christen auf 25 000 gesunken (–). Die meisten palästinensischen Christen flohen ins Ausland, da Arafats Funktionäre ihr Land konfiszieren oder andere gewalttätige Ãœbergriffe gegen ihr Eigentum und ihre Familien begehen. Ein christlicher Geschäftsmann in Beit Sahur belegte 34 ihm bekannte Fälle illegalen Landraubs durch Vollstrecker der palästinensischen Autonomiebehörde, oft unter lachhaften Vorwänden, die fast immer zur Emigration der enteigneten Christen geführt hätte. „Es gibt eine klare Absicht, Bethlehem zu islamisieren“, bestätigte ein Sprecher des Lateinischen Patriarchen in Jerusalem.5 Gegenüber der Mailänder Zeitung Corriere della Sera erklärte Pater Pizzaballa, Prior der auf palästinensischem Gebiet lebenden Franziskaner: „Fast jeden Tag, ich wiederhole, jeden Tag wird unsere Kongregation von muslimischen Extremisten in den ‚Gebieten’ attackiert (…) Es ist vorgekommen, dass solche Angriffe von Mahmud Abbas’ Polizisten vorgenommen werden, von denen, die eigentlich dazu da sind, uns zu schützen.“6

    Solche Äusserungen sind relativ selten. Zum Schaden der palästinensischen Christen halten sich die offiziellen Vertreter der Kirchen meist bedeckt und vermeiden ein offenes Wort. Für dieses Verhalten hat David Parsons eine einleuchtende Erklärung: „The historic explanation for the silence of Arab Church leaders in the face Muslim persecution is well known. It stems from their long, sad status in dhimmitude – a survivalist mentality passed down through the generations that conditions them to never say anything bad about their Muslim neighbors – since it could prove deadly.”7

    Es fällt schwer, über die Verfolgung der Christen im Mittleren Osten zu schreiben, da dieses Thema in einer Grauzone der offiziellen Berichterstattung liegt. Weder im Irak noch im Libanon oder in den Palästinensergebieten gibt es unbehinderte journalistische Recherche. Die Arbeit von Journalisten, Filmleuten oder Autoren ist lebensgefährlich und ständiger Überwachung ausgesetzt. Immer wieder werden Journalisten entführt oder getötet. Zudem ist die Auskunftswilligkeit der dort Lebenden, sogar derer, denen die Verfolgung gilt, aus Furcht vor Vergeltung stark behindert. 

    http://www.compass-infodienst.de/Chaim_Noll__Menetekel_fuer_Europa_-_Christenverfolgungen_im_Mittleren_Osten.6165.0.html
    Sie werden noch weiter fündig, wenn sie zwischendurch ihren Judenhass kurz ablegen würden.

  3. @Jane
     
    sie haben sich schon durch ihr dummes Geschwätz von einem Genocid genug blamiert und vor allem als Judenhasserin disqualifiert.  Die Arierin in ihnen lässt wohl grüßen.

  4. …nur ein Wort zur Frage, ob denn der Papst selber an die These glaube, daß der messianische Friede von Bethlehem aus gehen wird. 

    Der Friede Gottes und unseres Herrn Jesus WIRD VON BETHLEHEM ausgehen – ganz einfach deshalb, weil Jesus der Christus in Bethlehem geboren ist.

     Man sollte wirklich Glauben und Kultur nicht immer wieder mit Bethlehem, Palästinser- und sonstigen politischen Problemstellungen verkleistern. Säkularisation ….. 

  5. Was ist denn mit Leser140 los? „Antizionist“? Hat man Ihnen verboten, andere Leute als Antisemiten zu beschimpfen? Oder haben Sie mittlerweile selber gemerkt, daß die Schärfe dieser Vokabel durch inflationären Gebrauch gänzlich verschwunden ist? Das können Sie nicht mehr rückgängig machen, also können Sie ganz ungeniert weiterpöbeln.

  6. Sollten sie etwa statt “Hebron 29″ eigentlich “Hebron 94″ gemeint haben?
    Äh… nein?
    29 war eines der vielen Massaker an Juden…
    Weiß ich? Daß es auch Leute gibt, die nicht bedingungslos loyal zu einer „Seite“ stehen, und die deshalb Verbrechen, egal, von wem sie verübt wurden, ohne Relativierung verurteilen, liegt wohl außerhalb Ihrer „Denk“-Möglichkeiten.


     

  7. Nun hat Koshiro seine Weihnachts-Speckknödel verspeisst und aus Langeweile bei hagalil vorbeigeschaut um den Überschuß an antizionistischen Gift abzusondern.Dabei schließt eine unheilige Allianz mit einem dummen Nuß, der Judenchristen im Israel ausmachte. Sehr witzig. Fast so witzig wie die Absonderungen vom Demmenz zerfressenen Gehirns   der Poetin des Grauens Frau  Ellen Rohlfs.
    Hagalil überrumpelt immer wieder seine Leser mit Alliens wie Jane und ihr Tarzan Koshiro.

  8. @Koshiro
     
    Sollten sie etwa statt „Hebron 29“ eigentlich „Hebron 94“ gemeint haben? 29 war eines der vielen Massaker an Juden…
     
    Aber ich habe schon begriffen, eine Handvoll unentschuldbare Verbrechen der jüdischen Seite sind für Leute wie sie weitaus schlimmer, als hunderte und aberhunderte Verbrechen der arabischen Seite – sie können nicht aus ihrer Haut.
     

  9. Wieso böse Unterstellung? Sie regen sich doch auch permanent darüber auf, daß den palästinensischen Terroristen durch Mauer und Zaun die Möglichkeit genommen wird, Juden zu ermorden!?
    =

    „Wieso böse Unterstellung? Schließlich bringe ich hier noch eine böse Unterstellung. Die beweisen sich gegenseitig.“
    Tun Sie sich einen Gefallen, Jane, und verabschieden Sie sich von der Vorstellung, daß hier mit Tatsachen, Logik oder allgemein einem Denkprozeß zu rechnen ist. Bei Leuten wie willow hat die Orthodoxie das Denken ersetzt.
    Machen Sie einfach, wenn Sie Diskussionspartner suchen, bei denen nicht jeder Rest intellektueller und geistiger Integrität durch Gefolgschaftstreue ausgelöscht wurde, folgenden Test: Reden Sie über ein absolut brutales historisches Massaker, wie zum Beispiel Kfar Qasim 56 oder Hebron 29. Diejenigen, die dann mit allerlei Entschuldigungen oder Relativierungen ankommen, können Sie als brauchbare Gesprächspartner gleich aussortieren.

  10. Wieso böse Unterstellung? Sie regen sich doch auch permanent darüber auf, daß den palästinensischen Terroristen durch Mauer und Zaun die Möglichkeit genommen wird, Juden zu ermorden!?
     
    Und wenn sie schon „Kirche in Not“ zitieren, dann sollten sie auch den offiziellen Länderbericht zur Kenntniss nehmen… fällt ihnen aber vermutlich schwer, zuwenig Judenhass http://www.kirche-in-not.de/was-wir-tun/laenderschwerpunkte/asien/israel-palaestina

  11. Jaja Jane, Judenhasser wie sie darüber ärgern sich natürlich darüber, daß es 48/49 nicht gelang, alle Israelis “ins Meer zu treiben”

    Was für böse Unterstellungen für die es keinerlei Grundlage gibt. Das ist strukturell genauso, wie wenn kompromissbereite Palästinenser von Extremisten kalt gestellt werden. Das gleiche geschieht in Israel. Tatsache ist, dass viele Israelis heute einfach mit den Realitäten kurz vor ihrer Haustür nicht konfrontiert werden möchten und jeden  verleumden, der es dennoch wagt. Die Mauer ist ein in Zement gegossenes Monument für diese Geisteshaltung. Man kann unbequeme Wahrheiten nicht aus der Welt schaffen, indem man dem Überbringer finstere (und glänzlich unwahre) Motive unterstellt. Möglicherweise hat man, ob begründet oder unbegründet damit Erfolg, die Realitäten jedoch bleiben.

    Geschichtsklitterung bei Ulrich W. Sahm: Mit reiner Geschichtsklitterung werden da in besinnlichen Vor-Weihnachtsgeschichten die Sitten und Gebräuche im „Palästina vor 2000 Jahren“ beschrieben. Das Land Kanaan, die römische Provinz Judäa, wo laut Lukas „Kyrenius Landpfleger von Syrien“ war, wurde erst 130 Jahre nach der Geburt Jesu von Kaiser Hadrian in „Palästina“ umbenannt. Niemand käme auf die Kateridee zu behaupten, dass vor 2000 Jahren Germanen in der „Bundesrepublik Deutschland“ gelebt hätten.

    Es wäre in der Tat albern zu behaupten die Germanen hätten vor 2000 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland gelebt, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Kaiser Hadrian die Region nach der Niederschlagung des 3. jüdischen Aufstands  in Philistäa umbenannte, was auf die Philister zurückgeht und worauf sich der Name Palästina ethymologisch auch zurückführen lässt.

    Die Bezeichnung ist auch wesentlich älter, assyrische Texte des 8. Jahrhundert vor Christus bezeichneten die Region als ‚Palastu‘, der griechische Geschichtsschreiber Herodot im 5. Jahrhundert vor Christus bezeichnete es als ‚Syria Palaistine‘. Das ist also geschichtlich ganz akkurat und in keiner Weise mit dem albernen Vergleich Sahms zu verballhornen.

    Die Christen in Betlehem hatten ja nicht geschrieben, dass die Palästinenser im 3. Jahrundert den Staat Palästina ausriefen. Gleiches versucht Ulrich W. Sahm allerdings zu unterstellen und betreibt damit selbst eine völlig unangebrachte Textklitterung.

    „in Israel sind Christen “Bürger 2.Klasse” der ist noch ein Stück bescheuerter als seine Gesinnungsgenossen
    “ Ein US-Bericht kritisiert erstmal die Lage von Juden-Christen in Israel –

    Der Bericht der US-Regierung zur Religinsfreiheit führt 2005 erstmals Beschwerden messianischer Juden (Judenchristen) über Diskriminierungen auf. Diese Kritik erregt Aufmerksamkeit, weil die USA als treueste Freunde Israels gelten. Nach dem Bericht beklagkten sich Judenchristen darüber, daß Mitgliedern die Einreise nach Israel verwehrt werde und daß Gruppen, die gegen christliche Aktivitäten eingestellt seien, messianische Gemeinden belästigten, heiß es darin. Dem Bericht zufolge werden nicht-jüdische Bürger nach wie vor benachteiligt, etwa bei der Arbeit, Ausbildung und Wohnung. Betroffen davon seien meist Christen und Muslime.   ..Bei den in dem Bericht genannten „antimissionarischen Gruppen“ handelt es sich laut Pülz um die Antimissionsligen „Yad le-Achim“ und „Lev le-Achim“, die sich für die Schließung messianischer Zentren und die Ausweisung der Christen einsetzten.

    Bekenntnisgemeinschaft: In Furcht
    Nach seinen Angaben führen an Jesus Christus glaubende Juden in der israelischen Gesellschaft ein Schattendasein. Sie müßten ständig fürchten, „von den Behörden benachteiligt und als ‚Missionare‘ schimpflich behandelt zu werden“.

    http://www.zelem.de/aktuelles/ideaspektrum.html

    Arabische Christen Isrels in Not
     Die arabischen Christen im von den Kämpfen betroffenen Norden Israels erhalten vom israelischen Staat im Gegensatz zu den jüdischen Bürgern keine Entschädigung. Darauf wies der melkitisch-katholische Erzbischof von Galiläa, Elias Chacour, bei einem Gespräch mit dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ hin. Anders als die jüdischen Glaubensgeschwister hätten sie in ihren Dörfern keine Bunker, in denen sie Schutz suchen könnten. Auch sei es ihnen nicht möglich nach Tel Aviv zu flüchten, bedauerte der Erzbischof.

    Erzbischof Chacour bat „Kirche in Not“ um Soforthilfe für dreißig besonders stark betroffene Familien. Wie der Geistliche dem Hilfswerk weiter berichtete, sei eine Reihe der Dörfer, die von der christlichen Minderheit bewohnt werden, von Raketen getroffen worden. Bei den Angriffen wurden bereits einige Menschen verletzt. Die ganze Region sei durch den Konflikt praktisch lahm gelegt, sagte der Erzbischof. „Die Menschen können nicht zur Arbeit und warten in ihren Häusern auf Rettung.“

    Erzbischof Chacour, das Oberhaupt von rund 70.000 griechisch-katholischen Christen in Israel, gilt als Leitfigur des christlich-jüdisch-islamischen „Trialogs“. Wegen seines Einsatzes für die Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern wurde er mehrfach für den Friedensnobelpreis nominiert. „Ich hätte niemals gedacht, dass der Tag kommen würde, dass ich einen derartigen Hilferuf für die Christen in Galiläa aussprechen würde“, sagte der Erzbischof. „Wir möchten aber die Tränen der Kinder und Eltern in dieser schwierigen Zeit wegwischen.“ 
    http://www.katholisch.de/8024.html

  12. Jaja Jane, Judenhasser wie sie darüber ärgern sich natürlich darüber, daß es 48/49 nicht gelang, alle Israelis „ins Meer zu treiben“ und freuen sich über jeden Fehler, den die Juden in ihrem verzweifelten Ãœberlebenskampf begangen haben… wer aber tatsächlich behauptet, in Israel sind Christen „Bürger 2.Klasse“ der ist noch ein Stück bescheuerter als seine Gesinnungsgenossen… schauen sie sich einfach mal die Seite von Open Doors an, vielleicht erkennen sie ja, wer Christen verfolgt… vielleicht kommen ja auch sie zu Weihnachten in die Gnade einer Erleuchtung, ich wünsche es ihnen!
     

  13. Sicher gibt es bedauerliche Vorfälle, Extremisten bei den Palästinensern, bei den Israelis usw. – aber die Regel ist das hinsichltich des Zusammenlebens zwischen Muslimen und Christen in der Region nicht.

    Was sagt ein christlicher Palästinenser über die Amtskirche zum Film Schneiders über die verfolgten Christen und die Situation der Christen in Israel/Palästina?

    Um Christi willenwird niemand verfolgt, weder in Israel noch in den besetzten Gebieten, aber Christen in Israel sind als Nicht-Juden Bürger zweiter Klasse und in den besetzten Gebieten leiden sie genauso unter den Repressalien der Besatzung wie die Muslime. Die arabischen Christen fordern Gleichberechtigung in Israel und ein Ende der Besatzung.

    Sie leiden auch unter Übergriffen muslimischer Extremisten, da es den Autoritäten in den besetzten Gebieten nicht gelungen ist für Recht und Ordnung zu sorgen und eine zivile Infrastruktur einzurichten. Weder die palästinensischen Behörden, noch Israel verfolgen Christen, aber in beiden Gebieten gibt es anti-christliche Splittergruppen. Das trifft auf rechts-radikale jüdische, wie muslimische Gruppierungen zu.

    Wichtig ist es die unterschiedlichen Ebenen auseinanderzuhalten, die politische offizielle, die rechts-radikalen religiöse (islamisch und jüdisch) und die persönliche.

    ..Es gibt noch eine weitere eine vierte Ebene…Darunter fällt auch die derzeitige, ideologisch gesteuerte Kampagne, die von ‚Christenverfolgung‘ seitens der palästinensischen Autorität spricht. Dies geschieht keineswegs aus Sorge für die palästinensischen Christen, sondern stellt eine Instrumentalisierung palästinensischer Christen in der Propagierung eines anti-islamischen Feindbilds dar.

    Die palästinensischen Christen werden zunehmend zum Streitobjekt für pro-israelische, anti-israelische und anti-islamische Ideologien. Diese Leute haben kein wirkliches Interesse an uns christlichen Palästinensern…

    Der Film von Uri Schneider ist ein Beispiel wie verschiedene Ebenen vermischt werden und so keineswegs zur Deeskalation beitragen. Warum hat ein jüdischer Israeli in den besetzten Gebieten jetzt so einen Film gemacht?  Hätte er nicht ebenso viele oder mehr Beispiele in Israel finden können?

    auf Seite 11 von http://www.berliner-missionswerk.de/uploads/tx_bmwpublications/ilb_2006-2.pdf

  14. Wenn du die Augen aufmachen würdest, dann könntest du sehen, daß die christlichen Araber nicht von den “jüdischen Besatzern” gequält und vertrieben werden, sondern von deinen “lieben Palästinensern”.
    … fragen wir doch einfach zu diesem Thema den Bürgermeister von Bethlehem:
    http://rhein-zeitung.de/on/09/12/24/rztt/t/rzo654364.html
    Hm, klingt irgendwie nicht so wie das, was Sie erzählen. Nun gut, diskriminiert wird in Betlehem, das kann man nicht abstreiten. Schließlich ist in den Gesetzen der PA festgelegt, daß der Bürgermeister immer ein Christ sein muß. Irgendwie seltsam… ich dachte immer, in muslimischen Gebieten gibt es für Christen nur ein elendes Dhimmi-Dasein und keine trotz Minderheitenstatus garantierten hohen Regierungsämter?
    Bevor Sie jetzt übrigens (weil Ihnen ja sowieso keine Gegenargumente dafür einfallen) über die angebliche Vertreibung loszetern, zwei Denkanstöße (nicht, daß Sie damit was anfangen können):
    1. Sind die Lebensbedingungen, die aufgrund der Besatzung und des anhaltenden Konfliktes im Westjordanland herrschen, wohl eher geeignet, Auswanderung oder Einwanderung zu fördern?
    2. Wer kann es sich wohl eher leisten, auszuwandern, und wer findet im Ausland eher Aufnahme? Ein durchschnittlich relativ wohlhabender Christ oder ein durchschnittlich relativ armer Moslem?

  15. „Im Jahr 1948 lebten in Jerusalem etwa 26 000 arabische Christen. Hochgerechnet mit der durchschnittlichen Geburtenrate müssten es heutzutage etwa 90 000 Christen sein. Tatsächlich aber sind es nur mehr ca. 7500. Das bedeutet einen Rückgang um rund 90 Prozent“, berichtet der Pfarrer.
    Tja, da hat der „gute“ Pfarrer wohl die 20 Jahre jordanischer Besetzung „vergessen“… aber „böse“ sind ja immer nur die Juden – zumindest in ihrem Kopf. Oder wie erklären sie sich, daß auch (und gerade!) in nicht jüdisch besetzten arabischen Ländern die Christen systematisch ausgerottet werden – genau wie im Gazastreifen oder den Autonomiegebieten? Ein gesegnetes Weihnachtsfest!
    http://www.opendoors-de.org/index.php/de/weltverfolgungsindex_2007_kurz.html

  16. Kleine Korrektur – das Wahlprogramm der Arbeiterpartei (nicht Kadima) wurde  Mitte der 90er dahingehend geändert, dass die Verhinderung eines palästinensischen Staats nicht mehr Bestandteil des Parteiprogramms war.

  17. Als im Jahr 2000 in Camp David augenscheinlich um eine endgültige Lösung gerungen wurde, war es zuvor von palästinensischer Seite sehr ruhig und es gab lange keine Anschläge mehr (nach dem Scheitern eskalierte dann die Gewalt von beiden Seiten massiv) , statt dessen gab es Probleme von jüdischer Seite: Inzwischen warnten die Chefs der israelischen Geheimdienste vor Mordanschlägen rechtsextremistischer israelischer Gruppen auf Barak und Arafat. Auf der wöchentlichen Kabinettsitzung in Jerusalem sagten sie, die Bedrohung für die beiden politischen Führer bestehe unabhängig vom Ausgang des Nahost-Gipfels.
    Vor wenigen Tagen waren im Internet erstmals Seiten rechtsextremistischer jüdischer Organisationen aus den USA aufgetaucht, auf denen Barak mit Adolf Hitler gleichgesetzt wurde. Ein spezielles Online-Spiel erlaubte es, den Ministerpräsidenten elektronisch zu erschießen. Diese Seiten wurden inzwischen auf Intervention der Behörden geschlossen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,86470,00.html

    Politische Morde haben auch in Israel eine gewisse Tradition und die Adressaten solcher Drohungen müssen sich vorsehen, vor allem dann wenn sie Ausgleich und Kompromiss mit den Palästinensern suchen. So wurde seinerzeit Graf Bernadotte, der seinerzeit die größte Rettungsaktion für die Opfer des Holocaust organisierte und 10 Tausende aus den Lagern Bergen Belsen und Ausschwitz rettete, von jüdischen Terroristen ermordet, 
    Den Killern waren Bernadottes Friedenspläne zuwider.
    Schockierend: Sein Tod wurde allgemein begrüßt. „Es gibt keinen Zweifel, dass er notwendig war. Wir hätten ansonsten Jerusalem verloren.”, erinnert sich eine ehemalige Knesset-Abgeordnete im Interview mit der britischen Zeitung „The Independent”.

    Für Holocaust-Überlebende wie Miriam Akavia (81), die wie ihr Mann und über 10 000 weitere Juden von Bernadottes Mission aus dem Konzentraionslager gerettet wurden, ist die Missachtung seines Andenkens blanker Hohn.

    http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/09/19/israels-vergessener-held/vor-60-jahren-starb-graf-bernadotte.html

    Auch Rabin wurde von einem jüdischen Eretz Israel Anhänger ermordet und es scheint, dass jeder israelische Politiker, der ernsthaft Konzessionen an die Palästinenser macht, auch ihre Rechte anerkennt oder gar ernsthaft eine Lösung auf Grundlage des internationalen Rechts anstrebt eines gewaltsamen Todes sterben wird oder zumindest vor seinem Volks als Verräter dasteht und entmachtet wird.

    So kann das ja nichts werden.

  18. Auch die böseböse Mauer hat dient auch nicht der “Christenverfolgung” – sie schützt ziemlich erfolgrei gegen Terroranschläge – nur wegen dieser Anschläge wurde sie errichtet – schon vergessen?

    Sicher verhindert die Mauer Anschläge und natürlich wünsche ich nicht, dass irgendjemand durch Gewalt stirbt – NIEMAND, aber eine Lösung ist sie natürlich nicht, sondern eine Zementierung der Feindschaft für weitere Dekaden und eine weitere nachhaltige Abkehr jeglicher echten Lösung.

    Ein Ende des Konflikts kann nur in der Gründung eines palästinensischen Staats auf Grundlage sämtlicher UNO-Resolutionen und es internationalen Rechts erfolgen. Dagegen stemmt sich Israel erfolgreich seit 40 Jahren. Es ist doch grotesk, dass allzuviele Menschen demokrtische Werte propagieren und dafür Millionen Menschen unterdrücken und entrechten.

    Wer weiß denn schon, dass bis Mitte der 90er die Verhinderung eines palästinensischen Staats sogar im Parteiprogramm der Kadima stand. Worin unterscheidet sich das von Hamas-Statuten die einem israelischen Staat den Garaus machen wollen? Es ist der gleiche Unwille zum Kompromiss und diser Unwille nimmt Tag für Tag größere Gestalt an, in der Ausdehnung der Siedlungen.

    In den 9 Monaten vor dem Scheitern der Verhandlungen von Camp David 2000 gab es einen einzigen Terroranschlag (lt. Shin Bet), obwohl es keine Mauer gab. Die Palästinenser dachten sie bekämen endlich ihren Staat und glaubten, dass gewaltsame Aktionen nicht mehr nötig seien, um ihre elementarsten Menschenrechte durchzusetzen.

    Leider hatten sie sich geirrt. Aber das kann den Israelis ziemlich egal sein,  denn auf diesem Feld sind sie ganz klar im Vorteil.

  19. Wie seltsam nur, dass die Zustände in den besetzten Gebieten und die Lebensbedingungen der Palästinenser hier bei vielen Postern einfach gar kein Thema sind, obwohl sie glänzlich unter dem Diktat Israels stehen. Wer ist es denn da, wer die Augen verschließt? Aber es ist natürlich alles ‚böse Propaganda‘. Seit Kerry in Gaza war, dürfen die Menschen dort sogar wieder Nudeln essen. Kerry hatte sich bei der israelischen Regierung erkundigt warum Nudeln nicht nach Gaza eingeführt werden dürfen und seit er das tat dürfen die Menschen in Gaza wieder Nudeln essen. Die Israelis behandeln die Palästinenser doch wirklich nett.

    In den besetzten Gebieten ist es für viele Menschen sehr schwer geworden überhaupt zu überleben und Bethlehem hat natürlich lange vom Tourismus gelebt. Der liegt natürlich seit dem Mauerbauer und den verschärften Bedingungen seit 2000 darnieder. Daher geben viele Menschen in den besetzten Gebieten auf und suchen bessere Lebensbedingungen wo anders. Das ist ja auch der eigentliche Sinn dieser Besatzung, die Menschen zu zermürben und zu vertreiben und natürlich trifft diese die Christen mit der gleichen Härte wie die Muslime. Da gibt es ja keine Vorzugsbehandlung. Auch wenn es mitunter Probleme zwischen Muslimen und Christen gibt, so wie es sie auch andernorts auch in Israel zwischen verschiedenen Richtungen gibt, ist die Besatzung der Grund für den Niedergang christlicher Gemeinden in den besetzten Gebieten. Alle christlichen Autoritäten der Region stehen mit den Muslimen im Bestreben die Besatzung loszuwerden in aller Deutlichkeit ihren muslimischen Nachbarn in nichts nach und daher auch besagter Appell christlicher Führer der Region. Das macht sich natürlich nicht gut für Israel, dass auf Unterstützung des zumeist christlichen Auslands angewiesen ist und so wird jetzt immer wieder von den angeblichen Gräueln zwischen Muslimen und Christen geredet, die angeblich diese vertreiben würden. 
    Es ziehen übrigens auch Muslime weg. Für die Nicht-Juden ohne jüdischen Pass in den besetzten Gebieten ist das Leben sehr sehr schwer. Pfarrer Kajnath auf Gräfelfing wohnt derzeit im Bethlehem Bible College, der einzigen Ausbildungsstätte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der christlichen Gemeinden in der Westbank
     
    Pfarrer Axel Kajnaht zum Schwund palästinensischer Christen:
    Denn Palästina war und ist auch die Heimat vieler Christen, die unter den Folgen der Vertreibung genauso zu leiden haben wie ihre arabischen Landsleute. „Im Jahr 1948 lebten in Jerusalem etwa 26 000 arabische Christen. Hochgerechnet mit der durchschnittlichen Geburtenrate müssten es heutzutage etwa 90 000 Christen sein. Tatsächlich aber sind es nur mehr ca. 7500. Das bedeutet einen Rückgang um rund 90 Prozent“, berichtet der Pfarrer. ..Der Anteil der Christen unter den auswanderungswilligen Palästinensern ist auffallend hoch“, berichtet der Besucher aus Grafing. Sie seien im Durchschnitt besser ausgebildet als ihre muslimischen Mitbürger und leiden deshalb besonders unter der politischen und wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit ihrer Heimat. „Seit mehr als 40 Jahren sind die arabischen Christen Teil des israelisch-palästinensischen Konfliktes. Mit ihrer Heimat haben sie auch ein wesentliches Stück ihrer Identität verloren.“ Die Christen lebten ebenso wie ihre arabischen Nachbarn unter israelischer Besatzung – und seien Teil des Widerstandes dagegen. 

    Kajnath zitiert Michael Sabbah, der 1987 als erster Palästinenser Lateinischer Patriarch und Erzbischof von Jerusalem wurde: „Die Besatzung ist eine Ungerechtigkeit, die beendet werden muss. Deshalb ist Widerstand dagegen eine Pflicht, wie auch ein Recht. Als Christen rufen wir zu einem gewaltfreien Widerstand auf. In unseren Augen sind alle Menschen von gleicher Würde.“

    Seine Eindrücke des Lebens in Bethlehem schildert der Pfarrer aus Gräfelfing auf seiner Homepage, wo man sich ein genaueres Bild machen.

    http://www.grafing-evangelisch.de/index.php?menuIndex=0&submenuIndex=9

    So schreibt er:  Als nächste Erinnerung habe ich den oftmals gehörten Satz der Menschen hier im Ohr „Kommt und seht selbst!“ Er ist auf dem Hintergrund des Eindrucks gesprochen, von der weltweiten Kirche Jesu Christi weitestgehend vergessen zu sein. „Kommt und seht selbst!“, was es heißt mehr als 40 Jahre unter einer Besatzung zu leben, die von den christlichen Kirchen im Westen oftmals sogar mit Verständnis geduldet wird.
    Mit ihren muslimischen Nachbarn haben auch die arabischen Christen den Eindruck, dass ihnen Unrecht widerfahren ist. „Weshalb müssen wir für etwas büßen, das wir nicht zu verantworten haben?“ Sie meinen damit den Holocaust und die daraus folgende Gründung des Staates Israel auf ihrem Grund und Boden. „Warum erleiden wir solches Unrecht und keiner tut etwas dagegen?“, sagen sie und meinen die damit verbundene Vertreibung aus ihrer Heimat. Solche Fragen stürzen die arabischen Christen bis heute in eine große Glaubens- und Identitätskrise.

  20. Na klar, alle Israelis sind dumm und ignorant – nur du hast den totalen Durchblick. Dabei bist du dijenige, die vor allem, was nicht ins Weltbild paßt, die Augen verschließt – Palästinaportal und Co. projizieren den Hass ihrer Macher, nichts anderes. Wenn du tatsächlich „sehen“ möchtest, dann lies -wegen mir „progressive“- israelische Zeitungen, oder, besser noch: mach dir selbst vor Ort ein Bild. Aber vermutlich hast du ja Angst, daß Informationen schlecht sind für deine Vorurteile…
     

  21. @jane
     
    Wenn du die Augen aufmachen würdest, dann könntest du sehen, daß die christlichen Araber nicht von den „jüdischen Besatzern“ gequält und vertrieben werden, sondern von deinen „lieben Palästinensern“. Informiere dich einfach über die Bevölkerungsentwicklung nach den Osloverträgen… inzwischen ist der Gazastreifen fast vollständig von Christen „gesäubert“ und auch aus „Judäa und Samaria“ sind mindestens 80% der bis 1990 dort lebenden Christen vertrieben worden – wie gesagt, nachdem die Autonomieregeln dies den palästinensischen Machthabern „erlaubten“.
     
    Auch die böseböse Mauer hat dient auch nicht der „Christenverfolgung“ – sie schützt ziemlich erfolgrei gegen Terroranschläge – nur wegen dieser Anschläge wurde sie errichtet – schon vergessen? Oder wünschst du dir endlichendlich wieder „erfolgreich“ gesprengete Schulbusse und Diskotheken?
     
    Und, zuletzt, wenn du schon die israelischen Ansprachen der orientalischen Bischöfe erwähnst … kannst du dir die „palästinensische“ Reaktion vorstellen, wenn sie es tatsächlich wagen würden, die Zustände zu thematisieren, unter denen die orientalischen Christen leben müssen!? Oder auch nur zu erwähnen, daß die israelischen Christen (wie auch Moslems und Andere) volle Religionsfreiheit genießen? Auch hinter dem eisernen Vorhang mußten die Christen (und Juden!) die stalinistischen Machthaber preisen – oder die schlimmen Konsequenzen tragen…

  22. Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Menschen in Bethlehem wird andernorts so dargestellt, wer hat nun Recht?

    Die israelischen Sperranlagen haben das Leben in Bethlehem verändert. Die 16 Quadratkilometer große Stadt mit ihren 28.000 Einwohnern ist umgeben von 50 Kilometern Mauern und Zäunen, Wachtürmen, Gräben und elektrischem Stacheldraht. Über weite Strecken bildet ein stark gesicherter Zaun, begleitet von einer Militärstraße, diese Trennlinie, in dicht besiedelten Gebieten steht eine etwa acht Meter hohe Betonwand ähnlich der Berliner Mauer. Die Grenzanlagen trennen Bethlehem von Jerusalem und kleineren palästinensischen Dörfern wie Walaja und Jaba.

    Für die Bewohner Bethlehems sind die Checkpoints ein Ort der täglichen Demütigung und Demoralisierung. Die Mauer zerreißt Familien und Nachbarschaften, sie hält Schüler und Studenten von ihren Schulen und Universitäten ab, Arbeiter kommen nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle, Bauern werden an der Bestellung ihrer Äcker und Olivenhaine gehindert.

     


    Ein normales Leben ist unter diesen Umständen nicht möglich. Pfarrer Axel Kajnath aus Grafing bei München befürchtet, dass Bethlehem zu einem »großen Freiluftgefängnis« zu werden droht.

    Israelis und Palästinenser sind getrennt, »aus Sicherheitsgründen« ist israelischen Staatsbürgern der Zutritt ins Westjordanland untersagt. »Sie könnten dabei ja entdecken, dass der jeweils andere gar nicht so schlimm ist, wie ihn die offiziellen Medien beider Seiten gerne darstellen«, gibt Kajnath zu bedenken.
    Oder soll mit diesem Verbot verhindert werden, dass israelische Bürger erfahren, was ihre Regierung in der Westbank tatsächlich anrichtet?

    http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2009_51_01_01.htm

  23. Die Christen in den besetzten Gebieten sind Palästinenser, weil sie keine Juden sind und Einheimische, ansonsten wären sie Israelis. Als solche erleiden sie das gleiche Schicksal eines Lebens unter Militärbesatzung wie ihre muslimischen Nachbarn. Da ist kein Unterschied.

    Der lateinische Patriarch Michel Sabbah gehört zu der Gruppe palästinensischer Christen und Christinnen aus mehreren Kirchen und kirchlichen Organisationen, die in diesem Monat einen leidenschaftlichen und vom Gebet erfüllten Aufruf zur Beendigung der Besetzung Palästinas durch Israel veröffentlicht haben.

    Das Dokument fragt die internationale Gemeinschaft, die politischen Verantwortlichen in der Region und die Kirchen in aller Welt nach ihrem Beitrag zur Unterstützung der Freiheitsbestrebungen des palästinensischen Volkes. Der Aufruf will selbst inmitten „unserer Katastrophe“ als ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe verstanden werden.

    Es ist müßig darüber hinwegzusehen, da ja Jesus Jude gewesen wäre und nicht Christ. Tatsache ist, dass das Judentum ihn als Messias nicht anerkannte und das Christentum zunächst eine jüdische Sekte war, die sich dann auch Nicht-Juden öffnete, woraus dann was Neues mit jüdischen Wurzeln entstand. Aus diesem Grund sehen Christen Jesus natürlich als den Ihren und Juden tun dies in aller Regel nicht, jedenfalls steht das Judentum seiner Botschaft ganz und gar ablehnend gegenüber, auch wenn Jesus unbestreitbar Jude war und selbst keine neuen Religion gründete.  Sollte dies dann den Schluss nahe legen, dass Jesus ja heute ganz sicher in einer privelegierten Situation wäre, da er ja Jude ist und daher das Glück hätte in einem Rechtsstaat und nicht in einer Militärdiktatur zu leben?  Oder sollte man dann den Schluss ziehen, dass alle Kritik der Juden an den Kirchen eine Kritik an sich selbst darstellt, weil das ja eigentlich eine jüdische Splittergruppe ist?

    Inwieweit sollten diese Haarspaltereien, mit denen man sich zweifelsohne endlos aufhalten kann, irgendwie hilfreich sein die Besatzung zu rechtfertigen? Jesus hätte darunter nichts zu leiden gehabt, er war ja Jude, also brauchen sich die Christen in Betlehem nicht auf ihn berufen. Macht das die Sache irgendwie besser? Tatsache ist Palästinenser leiden an dieser Besatzung, ob sie nun Muslime oder Christen sind – da alle Menschen der Region, die in besetzten Gebieten leben kollektiv bestraft werden für die Landnahme zu Gunsten des israelischen Staats an dem sie keinen Anteil haben und  ein eigener ist längst nur noch eine Fata Morgana.

  24. Unbedingt lesen, lieber Uli: Shlomo Sand,
    מתי ואיך הומצא העם היהודי?
    Dann klappt das auch mit dem Kommentar – nächstes Jahr.

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