Mr. Ghadaffi Junior will die Schweiz zerschlagen

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„Wenn ich eine Atombombe hätte, würde ich die Schweiz von der Landkarte fegen“, soll laut der Sunday Times Hannibal Ghadaffi, Sohn des libyschen Diktators, am G-8 Gipfel in Tripolis vor der arabischen Presse gesagt haben…

Von Benji Epstein

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen spitzen sich weiter zu. Nachdem Hannibal Ghadaffi vor einem Jahr in Genf verhaftet wurde, weil er zusammen mit seiner Frau zwei Bedienstete verprügelte, folgte eine Welle von Schikanen. Öllieferungen wurden kurzerhand gestoppt, Flugverbindungen zwischen der Schweiz und Libyen unterbrochen und Muhammar Ghadaffi zog sein Vermögen von vier Milliarden Euro von den Schweizer Banken ab. Zudem wurden zwei Schweizer in Libyen verhaftet und wegen „illegaler Einwanderung“ festgehalten. Der Grundstein für diplomatische Spannungen wurde nicht nur gelegt sondern auch regelrecht zugemauert.

Der Mafiastaat

Nach dem sich die ganze Affäre ein wenig gelegt hatte, nun das: Hannibal Ghadaffi soll sich laut der Sunday Times am vergangenen G-8 Gipfel in Tripolis alles andere als freundlich gegenüber der Schweiz geäussert haben. Der „Mafiastaat“ sollte aufgeteilt werden. Der italienisch sprechende Teil sollte zurück zu Italien gehen und die französisch- und deutschsprachigen Gebiete zwischen den Deutschen und den Franzosen aufgeteilt werden. Doch das ist noch nicht alles. „Wenn ich eine Atombombe hätte, würde ich die Schweiz von der Landkarte fegen“, soll er gegenüber arabischen Medien gesagt haben.

Ahmedinejad-Beta für die Schweiz

Auch der iranische Präsident Ahmedinejad will Israel von der „Landkarte wegradieren“. Nun hat auch die Schweiz ihren „Ahmedinejad-Beta“. Die „neutrale“ Schweiz, die durch ihre Aussenpolitik versucht, Konflikte zu schlichten, statt Konflikte zu verschärfen, hat wohl zu wenig Erfahrung in der Lösung eigener, bilateraler Auseinandersetzungen. Diplomatische Krisen, die mit Kriegsdrohungen enden, hat die Schweiz fast nie erlebt. Es wird wohl darauf hinauslaufen, der Appeasment Politik zu verfallen und die Schweiz wird versuchen, sich ein weiteres Mal für die Unannehmlichkeiten gegenüber der Diktatorfamilie zu entschuldigen. In wie fern die Drohung jedoch wirklich ernst zu nehmen ist, sei dahingestellt.

Der Superman der Stunde

Schafft es die Schweizer Regierung nicht, den Konflikt zu lösen, muss ein Superman für die Verhandlungen nach Libyen geschickt werden. Für den Genfer Anwalt der libyschen Regierung, Charles Poncet, ist laut swissinfo Jean Ziegler der Mann der Stunde. Der Soziologie Ziegler kennt den libyschen Staatschef Muhammar Ghadaffi seit über 40 Jahren und steht im sehr nahe. Poncet begreift es demnach nicht, warum sich die Schweizer Regierung in der Krisenbewältigung nicht an Ziegler wendet.

Gegenüber dem Westschweizer Radio sagte Ziegler jedoch, die Angelegenheit sei komplizierter als sie scheint und unterstützt das Vorgehen der Schweizer Regierung ohne ihn. Calmy-Rey setze sich mit voller Kraft für eine Lösung ein und hätte in Tripolis den Durchbruch in den Gesprächen fast erreicht. Vor rund drei Wochen hatte Calmy-Rey verlauten lassen, die Lösung des Konflikts sei nur noch „zwei Millimeter“ entfernt. Die zwei Millimeter sind jetzt wohl eher zwei Kilometer.

5 Kommentare

  1. atombombenangriff und länder auslöschen…das sind gründe, warum solche menschen wie ghadaffi und co. immer unter kontrolle gehalten werden müssen. grosse worte, arrogantes verhalten und sonst rein gar nichts auf der platte. das sind menschen, die keine daseinsberechtigung haben…

    im grunde genommen wissen die ghadaffi’s dass sie in der welt kaum unterstützung und rückhalt haben und müssen sich auf solche art und weise hin und wieder in den mittelpunkt rücken. solche terroristen sollten schon grundsätzlich keine möglichkeit haben, dem eigenen volk gestohlenes geld hier in der schweiz anzulegen.

  2. Na es wird schon seinen Grund haben warum die Schweiz sich nicht weiter an diese Diktarorenfamilie wendet da tun es auch nicht die Milliarden die er auf der Schweizer Banken hatte.Es gibt genügend Leute die ihre Moneten in der Schweiz lassen da ist dem sein Geld pillepalle gegen.So klein die Confederation Helevetia ist in Sachen sich drohen lassen oder mit dem rückholung seines Geldes damit hat man noch keine Kuh von einer Schweizer Alp bekommen.Na und in Sache der Behauptung Mafiastaat na Familie Ghadaffi euer bester Freund Berlusconi kann euch in Intrigen und anderen Mauscheleien gerne weiterhelfen , die Schweiz hingegen hat nur ein der von der Mafia sie schweigen und lassen sich nicht unterbuttern.

  3. Ich halte diesen Artikel von Benji Epstein für eine Frechheit!
    Die Ãœberschrift sagt durch die Wortwahl „er will …“,
    aber in den Belegen heißt es lediglich „… soll gesagt haben“.

    Ja, was denn nun: hat er es gesagt, oder nicht?
    Wenn die Unterstellung oder Vermutung, dass er es gesagt habe, nicht belegbar ist, ist der Artikel eine Zumutung.
    Auch wenn sich herausstellt, dass Hannibal Ghadaffi (von dem ich mir vorstellen kann, dass er einen an der Waffel hat) das tatsächlich gesagt hat, verbessert sich nicht die Qualität des Artikels.

    Benji Epstein: Belege oder Finger still halten!
    Das ist hier nicht die B***-Zeitung, sondern ein Portal, wo man politisch zuverlässig informiert werden möchte.
    (Vielleicht tue ich Hr. Epstein aber unrecht: möglicherweise ist die Übersetzung schuld für meinen Ärger.)

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