Knobloch begrüßt die Auslieferung Demjanjuks

6
20

Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, begrüßt die Auslieferung des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers John Demjanjuk nach Deutschland. „Jetzt gilt es, alles juristisch Mögliche zu unternehmen, um Demjanjuk schnellstmöglich vor Gericht zu stellen. Es geht hier um einen Wettlauf gegen die Zeit“…

Mit der Auslieferung Demjanjuks habe die Staatsanwaltschaft München einen ersten wichtigen Erfolg erzielt, um vermutlich einen der letzten noch lebenden mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher vor einem deutschen Gericht zur Rechenschaft zu ziehen. Für den unnachgiebigen Einsatz im Fall Demjanjuk sprach die Zentralratspräsidentin der Münchner Staatsanwaltschaft ihren Dank aus.

Die Zentralratspräsidentin betont, dass der Prozess gegen Demjanjuk auch einen hohen symbolischen Stellenwert habe. „Es geht nicht um Rache, sondern um Gerechtigkeit für jene Verbrechen, die dem mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher von der Staatsanwaltschaft München zur Last gelegt werden“, sagt Charlotte Knobloch. „Gerade für Überlebende der Shoa ist es unerträglich mit ansehen zu müssen wie mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher, die keine Gnade für ihre Opfer kannten, Mitleid für sich einfordern oder gar eine Auslieferung mit Folter gleichsetzen. Ein Vergleich, der völlig unzulässig ist.“

Mit der Auslieferung Demjanjuks habe die Staatsanwaltschaft München ein Zeichen gesetzt. „Alle noch lebenden NS-Kriegsverbrecher sollen wissen, dass es für sie keine Gnade geben kann, egal in welchem Alter. Sie müssen zur Verantwortung für ihr unmenschliches Handeln gezogen werden. „Denn Verbrechen gegen die Menschlichkeit verjähren niemals.“

PM von Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, 12.05.2009

6 Kommentare

  1. Yael
    5. Juni 2009 um 14:01

    Mit keinem Argument auf den Massenmöder Morel einzugehen, das bezeichne ich als Verharmlosung!

    „Hier will jemand ganz deutlich Naziverbrecher verharmlosen.“
    Armer Tor!

    Aber wie schon bekannt- immer schön abwiegeln, keine Argumente , dafür aber andere beschuldigen.
    Alles nach dem Motto: „Haltet den Dieb…“ .
    Argumentiere oder schweig! Solltest Du es natürlich nicht nachvollziehen können, dann werde ich auf eine eventuell vorhandene Fehlentwicklung in Deiner Komunikationsmöglichkeit gern Rücksicht nehmen.

  2. Ach, Frau Knobloch… lesen Sie doch Ihre Statements mal durch, bevor Sie diese veröffentlichen:
    „Gerade für Ãœberlebende der Shoa ist es unerträglich mit ansehen zu müssen wie mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher, die keine Gnade für ihre Opfer kannten, Mitleid für sich einfordern oder gar eine Auslieferung mit Folter gleichsetzen. Ein Vergleich, der völlig unzulässig ist.“Was stimmt hier nicht? Richtig: Entweder Sie meinen das „mutmaßlich“ ernst, dann ist  der zweite markierte Teil eben auch nur mutmaßlich, oder sie meinen den zweiten Teil ernst, dann können Sie sich das Feigenblatt-„mutmaßlich“ schenken. Und wieso Vergleich? Hat Demjanjuk sich mit irgendwem verglichen?

  3. @ Thomas: bei Ihnen ist anscheinend die Erde eine Scheibe. 
    Haben Sie je mit einem Ãœbelebenden gesprochen? Egal aus welchem K.Z oder Todeslager? Haben Sie auch nur den Hauch einer Ahnung, was diese Menschen erlebt und erleiden mussten. Sie leben in einer funktionierenden Demokratie, in der auch Ihr Blödsinn veröffentlicht wird. Diese Menschen waren völlig rechtlos – was das bedeutet, können Sie nicht einmal ansatzweise erahnen. Dass Sie hier, und anderswo eine dicke Lippe riskieren können, haben diese Menschen mit ihrer Gesundheit oder gar Leben bezahlt. Auf  ihren Knochen ist Ihr Wohlstand und Ihre Meinungsfreiheit aufgebaut worden.

  4. Als es um die Auslieferung des Massenmörders Shlomo Morel ging, waren keine Beifallsbekundungen ersichtlich.
    Natürlich verlief alles im Sande und der Massenmörder durfte bis zu seinem Ableben sorgsam behütet in Tel Aviv leben.
    Es ist bezeichnend, was immer für Unterschiede gemacht werden…

Kommentarfunktion ist geschlossen.