1945 – 2002: Die Schoah im Bewusstsein der Israelis

Für die Tausenden jüdischen Häftlinge, die den Tag der Befreiung aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern erlebten, endete die Shoah nicht mit dem Tag des Kriegsendes im Mai 1945. Diese Leute mussten jetzt ein neues Kapitel in ihrem Leben beginnen. Sie sind jeder für sich alleine geblieben, mit dem Schmerz, mit dem Verlust, mit dem Waisendasein und mit dem Vakuum, das die Shoah hinterlassen hat…

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Überzogene Stärke und verzweifelte Schwäche: „Der starke Samson, dieser Schwächling“

Nur unsere Generation kann die ironische Genialität, dieses Ausspruchs von Israels Premier Eschkol verstehen, meint Avraham Burg, geboren 1955 in Jerusalems Rehavia-Viertel, – also fast in Deutschland, wie er im 1. Kapitel seines Buches „Hitler besiegen“, das gerade in deutscher Übersetzung erschien, beschreibt…

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Platz 9 der Liederbestenliste: Nizza Thobi und der sprechende Koffer

Zu den kreativsten deutschsprachigen Künstlern gehört auch die Münchnerin Nizza Thobi. Bekannt in erster Linie für ihre Interpretationen oder auch Kreationen jiddischer Chansons, vertonte sie in ihrer neuesten CD deutschsprachige Gedichte von Ilse Weber, Peter Ginz oder auch Jehudah Amichaj und Selma Meerbaum Eisinger…

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Der „Winton Train“ auf Gedenkfahrt von Prag nach London

Vor genau 70 Jahren ist mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Mit den ebenso bekannten wie erschütterten Fakten. Auch in der Tschechoslowakei waren nach dem Einmarsch der Nazi-Truppen in die so genannte „Rest-Tschechei“ im März 1939 Tausende Menschen wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer politischen Ansichten bedroht. Engagierte Menschen boten ihnen Unterschlupf oder organisierten ihre Flucht. Einer von ihnen war der Brite Nicolas Winton, der Hunderte Kinder mit Sonderzügen nach Großbritannien schickte. Der bisher größte dieser Transporte sollte am 1.September 1939 abfahren, doch schon wenige Stunden nach Kriegsbeginn waren die Grenzen dicht, und der Zug blieb in Prag. Am Dienstag gedachten auf dem Prager Hauptbahnhof Politiker und Zeitzeugen dieses Ereignisses…

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Gedenken: Kommunismus ist nicht gleich Nazismus

Am 1. September begeht Europa den 70. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkriegs, der den alten Kontinent und die ganze Welt mit unvergleichlicher Gewalt und Zerstörung überflutete. Der Einfluss dieses schrecklichen Kriegs ging weit über seine sechs tödlichen Jahre hinaus. In Europa schaffte er z.B. den Eisernen Vorhang, der über 40 Jahre zwischen dem demokratischen und kapitalistischen Westen und dem kommunistischen Osten trennte…

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Zum Gedenken an die Vernichtung des Theresienstädter Familienlagers in Auschwitz-Birkenau vor 65 Jahren

Das Dritte Reich war eine unbegreifliche Erscheinung, in der das Theresienstädter Ghetto ein eigentümliches Phänomen und ein jüdisches Familienlager in der Hölle von Auschwitz unvorstellbar waren. Das Familienlager für 17.528 Theresienstädter Juden 1943/44 in Auschwitz-Birkenau war einmalig im Holocaust, hervorgerufen durch den Kriegsverlauf und die geheimen Verhandlungen höchster SS-Führer und des Auswärtigen Amtes…

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GEW: „Die Verantwortung aber bleibt“

„Im Focus unserer gemeinsamen Seminare steht der Holocaust in allen seinen Aspekten. Es war und bleibt das Ziel, mit Unterricht und Erziehung dazu beizutragen, dass so ein Ereignis nie wieder geschehen kann. Der Holocaust ist Teil der europäischen Geschichte und muss deshalb auch im Curriculum aller Länder vorkommen,“ führte Dr. Avraham Rocheli im Januar 2008 auf einem internationalen Gewerkschaftssymposium zum Holocaust-Gedenktag in Krakau aus. Avraham Rocheli ist langjähriger Leiter einer pädagogischen Vereinigung in Israel, die im Namen der israelischen Lehrergewerkschaft Histadrut Hamorim gemeinsame Seminare mit der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft“ (GEW) durchführt – seit 40 Jahren. Nun hat die GEW einen umfangreichen, gut gestalteten Reader über diese langjährigen Seminare vorgelegt…

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