Kritik der deutschen Erinnerungskultur: Ritualisiertes Gedenken

Die deutsche Erinnerungskultur beanstanden Dana Giesecke und Harald Welzer in ihrem gemeinsamen Buch: „Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur.“ Henryk M. Broder geht noch weiter: Eine ritualisierte Erinnerung ist oft nicht mehr als eine Ablenkung von der Gegenwart, meint er. Er hat ein Buch vorgelegt mit dem provozierenden Titel: „Vergesst Auschwitz“…

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Antisemitismusbericht: Expertenkommission beklagt schlichtes Unwissen über Juden und Judentum

Während in den letzten Jahren viele Initiativen und Organisationen, die sich mit Antisemitismus und Antizionismus auseinandersetzen, ihre Achtsamkeit vor allem auf Linke und Migranten gelegt haben, ist, so der aktuelle Bericht einer staatlich beauftragten Expertenkommission, das rechte Lager noch immer – mit weitem Abstand – Hauptträger des Antisemitismus in Deutschland.
Trotzdem befasst sich auch der nun vorliegende Bericht vornehmlich mit muslimischen und linken Antisemiten.
In der Evaluation von Initiativen und Organisationen, die sich mit Abwehr und Prävention von Antisemitismus befassen, finden im Bericht nur staatlich geförderte Maßnahmen Berücksichtigung. Dass es auch ein nicht vom deutschen Staat alimentiertes Engagement geben könnte, das die staatlich geförderten Programme an Effektivität schon oft genug in den Schatten gestellt hat, scheint niemandem im hochdotierten Expertenkreis bekannt zu sein…

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Antisemitismus und Antizionismus: Neue Studie

Wilhelm Kempf ist Professor für Psycho­logie an der Universität Konstanz und dort Leiter der Projektgruppe Friedens­forschung. Vor drei Jahren bewilligte ihm die Deut­sche Forschungsgemein­schaft (DFG) Gelder für ein Projekt zur empirischen Erforschung des Zusam­menhangs von „Israelkritik“ und „Anti­semitismus“ im heutigen Deutschland, also des Zusammenhangs zwischen kri­tischer Einstellung zu Israels Politik und Abneigung gegen Juden…

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Wenn Goliath gesiegt hätte

In der endlosen Diskussion über das negative Image Israels in den internationalen Medien wird immer wieder die Behauptung wiederholt, dass Israel einst als David betrachtet wurde und die Palästinenser als Goliath, während sich die Darstellung in den letzten Jahren umgekehrt hat – die Palästinenser werden als kleines und tapferes Volk gezeichnet, das mit Steinen und primitiven Granaten gegen den mit Atomwaffen und F16-Jets ausgerüsteten israelischen Riesen um seine Freiheit kämpft…

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Deutschland hat Probleme mit Israel

Israels Massenblatt Jedijot Achronot veröffentlichte am Mittwoch eine scharfe Kritik an der Haltung deutscher Politiker und der deutschen Medien zu Israel. Aktueller Anlass ist der erste Solidaritäts-Kongress mit Israel am 31. Oktober in Frankfurt, wo sich jene treffen werden, „die es heute noch wagen, öffentlich ihre Freundschaft zu Israel“ zu bekunden…

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