Kategorien, Themen

Werbung

haGalil Shop

Israelis wollen deutschen Pass

„Jetzt können Sie ganz legal nach Beirut fahren“, gratulierte die Konsularbeamtin der deutschen Botschaft einem jungen Israeli, als sie ihm einen deutschen Pass überreichte. „Ach das ist überflüssig, da fahre ich im Panzer hin“, witzelte der Israeli…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 31. Mai 2011

Der Wartesaal im 19. Stock des Tel Aviver Hochhauses in der David Frisch Straße ist meist gut gefüllt. Zwischen der Sicherheitsschleuse mit Panzerglas zu den Räumen der Botschaft und dem Saal für Pass- und Visumsangelegenheiten steht ein Sicherheitsmann, der jedem erst einmal das Handy abnimmt. Die Umgangssprache ist Hebräisch, obgleich die meisten Antragsteller „Deutsche“ sind.

Gemäß einer neuen Studie von Dr. Sima Salzberg von der Bar Ilan Universität haben etwa 100.000 israelische Staatsbürger einen deutschen Pass in der Tasche. Jährlich beantragen rund 7000 Israelis einen deutschen Pass, seit dem Jahr 2000 insgesamt etwa 70.000. Andere europäische Länder wie Polen oder Rumänien hätten im gleichen Zeitraum jeweils nur etwa 6000 Pässe für Israelis ausgestellt.

Ein Recht auf einen Pass haben deutsche Juden (und deren Nachkommen), denen von den Nazis widerrechtlich die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden ist.

Nach dem Krieg und teilweise bis heute gibt es deutsche Juden, darunter auch Holocaustüberlebende, die sich geschworen haben, niemals mehr deutschen Boden zu betreten. Aber ihre Kinder und Enkel haben gemäß der Studie die „Scham der Eltern“ überwunden und sehen eher die Vorteile eines EU-Passes: keine Visumspflicht für die USA, freie Reisemöglichkeiten in Länder, die Israelis nicht einlassen, Studienstipendien und unbeschränkter Aufenthalt in jedem EU-Land.

Eine Konsularbeamtin der Österreichischen Botschaft in Tel Aviv sagte, dass es insgesamt nur etwa 6000 österreichische Passinhaber in Israel gebe, „weil die jüdische Gemeinde viel kleiner war, als in Deutschland“. Gemäß Paragraf 58d aus dem Jahr 1992 könne jeder Österreicher, der seinen Pass in der Nazizeit verloren, und 1948, bei der Staatsgründung Israels automatisch und „ohne Willenserklärung“ Israeli geworden sei, einen österreichischen Pass beantragen. „Das ist ihr Recht und deshalb fragen wir nie nach den Motiven. Aber aus Gesprächen geht hervor, dass die Kinder und Enkel einen Kreis schließen wollen, also den Pass wegen eines emotionalen Gepäcks beantragen.“ Ein historisches Kuriosum gibt es im 18. Stock des Hochhauses in der Frisch-Straße, in der spanischen Botschaft. Marie Carmen der Konsularabteilung bestätigt, dass sephardische Juden, deren Vorfahren nachweislich im Rahmen der Inquisition 1492 aus Spanien vertrieben worden sind, bei der Beantragung der spanischen Staatsbürgerschaft bevorzugt werden. Während Bürger anderer Länder bis zu ihrer Naturalisierung zehn Jahre in Spanien leben müssen, wird sephardischen Juden schon nach zwei Jahren Aufenthalt in Spanien ein Pass verliehen. „Natürlich ist es schwierig, die spanische Herkunft nachzuweisen, weil es damals noch keine Register gab“, sagt Carmen. Gleichwohl leben in Israel viele sephardische Juden, die Ladino (mittelalterliches jüdisch-spanisch) sprechen und ihre alte spanische Kultur pflegen.

Während Europa die Doppelstaatlichkeit grundsätzlich ablehnt, gibt es noch eine weitere kleine Gruppe von Israelis mit zwei Pässen. Wer einen deutschen Vater hat, erbt automatisch dessen deutsche Staatsbürgerschaft. Seit dem 1.1.1975 (in Österreich seit 1983), gewährt das Gesetzt Gleichberechtigung von Mann und Frau. Seitdem darf auch die Mutter ihre Staatsbürgerschaft vererben. Dov E. aus Oldenburg, vor 1975 geboren und inzwischen nach Israel ausgewandert, ist in Deutschland als Staatenloser aufgewachsen. Seine Mutter ist zwar eine Deutsche, aber sein Vater ist Norweger. Deshalb verweigerten ihm die Behörden deutsche Papiere.

Deutsche Bürger mit israelischem Pass dürfen in Israel sogar Wehrdienst leisten, ohne die deutsche Staatsbürgerschaft zu verlieren. „Sie dürfen nur den dreijährigen Pflichtdienst leisten, sich aber nicht zu Offizierskursen oder einer Verlängerung ihres Militärdienstes freiwillig melden“, bestätigte auf Anfrage die Konsularabteilung der deutschen Botschaft.

Die neue Studie zu der durchaus umstrittenen Akzeptanz deutscher oder österreichischer Staatsangehörigkeit durch Israelis soll in der Zeitschrift „Jakinton“ aus dem Anlass „75 Jahre Einwanderung aus Deutschland nach Palästina“ veröffentlicht werden. Die „Jekkes“, wie die aus Deutschland stammenden Juden in Israel genannt werden, haben einen eigenen Verein und sind bemüht, ihre deutsche Kultur in Israel zu propagieren. Reuven Merchav, ex-Botschafter und heute Vorsitzender der „Vereinigung von Israelis aus Zentraleuropa“, oder kurz „Jeckes-Organisation“ ist ein entschiedener Gegner der Beantragung eines europäischen Passes: „Für mich gibt es nur einen blauen Pass mit dem Wappen unseres Staates. Und nur damit sollten wir uns im Ausland identifizieren.“

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

20 comments to Israelis wollen deutschen Pass

  • jango-jack

    Ich weiß was die Türkei gemacht hat und noch heute bei den Kurden macht. Ich weiß was Syrien mit seinen Leuten macht. Und ich weiß was Israqel mit den Palästinensern macht.
     
    Aber es ist erschreckend, dass Israel sich auch noch als Demokratie bezeichnet angesichts der unten angegebenen Links. Es ist ein Witz sich selber als Staat mit der “moralischten Armee” zu bezeichenen angesichts der Videos. Zum Glück gibt es in Israel eine aufrichtige – dazu gehört ein Karl “the freedommachine” Pfeifer ganz sicher nicht – Zivilgesellschaft, die über das was ma “Moral” nennt verfügt. Und auch eine Presse, die demokratische Werte ( Menschenrechte ) hoch halten.
    Und was Israel sich um Berichte schert, das wissen wir “spätestens” seit dem Goldstonebericht, zuerst war er falsch und Goldstonewar  ein Verräter und sonst noch was, aber als er – im Übrigen als einziger aus der Untersuchungskommission – seine Ergebnisse revidierte war er wieder “beachtenswert”.
    Also, zeigen sie mir Videos, oder Bilder, ich mache mir meine Meinung. Hier habe ich noch welche für euch lieben fundamentalistischen Zionisten, die nicht bergreifen wollen warum die Palästinenser angesäuert sind. Schaut her, das verteidigt ihr Radikalen!
     
    http://www.youtube.com/watch?v=0bdbA2Ka3Bo
     
    http://www.dailymotion.com/video/xehvfv_israel-media-publish-new-facebook-s_news
     
    http://www.youtube.com/watch?v=Oouncw3jCCQ
     
    http://en.gloria.tv/?media=19230

     
    Ich könnte euch jeden Tag 5 neue reinstellen, aber aber vermutlich könnte ich genauso gut Ku-Klux-Klan Mitgliedern das Video mit Rodney King zeigen. Irgentwie wird es schon begründet gewesen sein. So nennt Baruch Zion Bespuckungen, Beleidigungen, Bewerfungen mit Steinen die auf eine Palästinenserin gerichtet sind und zwar unter den Augen von Israels “moralischer Armee” einen “normalen” Nachbarsschaftsstreit, der überall mal vorkommt.
     
    Und mich nennt man einen Antisemiten, Ignoranten und Neonazi. Schaut euch die Videos an, und seit ehrlich zu euch selbst und “ignoriert” nicht, wie einem Palästinenser von “moralischen” Soldaten fixiert die Armee gebrochen werden, ist alles auf dem Video zu sehen!

  • Schulz

    Jeder Mensch muss nicht ueberall leben,
    aber es liegt im Blut, staendig nach dem besten
    im Leben Ausschau zu halten.
     
    Jeder wuenscht, in Frieden leben zu koennen.
    Ganz wenige sehen im Beruf eines Soldaten
    das —- Ultimative Beste.
    Eigentlich niemand.
     
     

  • Karl Pfeifer

    Lestroi,
    also da treffen sich auf hagalil Sebaldius und Lestroi.
    Ihre paranoide Verkennung der deutschen Realität ist nicht mehr zu überbieten.
    Sie sehen schon Deutschland als ein neues Israel. Aber da wetteifern diese Nazi mit ihren ungarischen Kameraden, die das gleiche über Ungarn phantasieren.
     
     

  • lestroi

    @Baruch Zion
    … wenn man keine vernünftigen Gegengargumente darbringen kann, begibt man sich auf diese primitive Schiene, nicht wahr?

    @Sebaldius:Ich setze sogar noch Eines drauf…
    hier in Deutschland lässt es sich doch wunderbar leben: Kapital, kein Krieg, viele dumme Nazis, die für die Juden arbeiten könnten (veralgemeinerung: ich lese hier immer nur wie übel und asozial wir Deutschen sind), ein, wohl bald, entvölkertes Ostdeutschland. Alles beste Voraussetzungen für ein neues Israel, und zwar im Herzen Europas.

  • Karl Pfeifer

    Klar doch, wer nicht wie der Ignorant JJ denkt ist ein Fundamentalist.
    Nun, gab es auf Zypern eine ethnische Säuberung vollbracht von Türken.
    Hier ein Bericht über das Ethnic cleansing der Türken:
    ‘The case of Cyprus and Turkey’s application of such policy and methods against Greek Cypriots as an ethnic and religious group. The concept and practice of ‘ethnic cleansinng has been recently associated in the situation prevailing in the former Yugoslavia, and especially in Bosnia and Herzegovina and has been condemned by the International Community. The methods applied to achieve the aim of the policy of ethnic cleansing have been described as follows:

    Forcible mass displacement, deportation, expulsion, and forced evacuations of persons from their homes in flagrant violation of their human rights, aimed at the dislocation or destruction of national, ethnic, racial or religious groups through indiscriminate bombing, destruction of homes and killings of civilians as well as other forms of intimidation. Victims of ethnic cleansing are forced to flee their homes and seek rescue in areas not affected by attacks. Shelling of churches, hospitals, population centres, shooting at innocent civilians, cutting off of supplies of food and other essential goods as well as wanton devastation and destruction of property are methods of intimidation used.
    Detention of both combatants and civilians in concentration camps, schools, factories and other unrecognized detention facilities. Civilians are detained in order to force them to leave their homes as part of the policy of ethnic cleansing.
    Systematic execution of prisoners and innocent civilians, torture and mistreatment including rape of persons belonging to a certain ethnic group.
    Massive occurrence of disappearances of persons belonging to a certain ethnic group.
    Creation of ‘faits accompliss by the use of force against members of a certain ethnic group, division on ethnic basis.
    Racial discrimination practiced against members of a certain ethnic group, and fostering of hatred and violence.
    In Cyprus, the same policies of ethnic cleansing have been applied by Turkey against the Greek Cypriot community resulting in the massive violation of human rights, the forcible division of the country and its people, the colonization of the occupied areas by ethnic Turks, the forcible displacement of one third of the population, disappearances etc. By her invasion and occupation of 37 percent of the territory of Cyprus, Turkey has committed and continues to commit grave violations of the human rights of the Greek Cypriots manifested in the following methods of ‘ethnic cleansing.
    In the course of the military operations and occupation, Turkish armed forces have, by way of systematic conduct adopted a practice of ‘ethnic cleansing, caused deprivation of life, including indiscriminate killings of civilians, by bombing of civilian targets and hospitals and cold blooded murders. They have subjected persons of both sexes and all ages to torture, inhuman degrading treatment or punishment, including commission of rapes, they have detained arbitrarily and with no lawful authority hundreds of persons in Cyprus and in Turkey, subjecting the said persons to forced labour. They have forcibly displaced thousands of persons from their homes and they have refused to allow them to return thereto; they have caused separation of families and other interferences with private life; they have caused destruction of property and obstruction of free enjoyment of property. All the above acts have been directed exclusively against Greek Cypriots because of their national origin, race and religion.
    In the course of the continuing military occupation of 37 percent of the territory of the Republic of Cyprus, the Turkish army, under the actual and exclusive authority and control of the government of Turkey, committed and continues to commit the following atrocities and crimes:
    Murders in cold blood of civilians, including women and old men as well as children between 6 months and eleven years. Hundreds of killings of Greek Cypriots by Turkish forces have been reported.
    1,619 persons who disappeared are still missing. These persons, 993 soldiers and 626 civilians, amongst them 112 women and 26 children under the age of 16, have been missing since the Turkish invasion of Cyprus in 1974 and as a direct consequence of it. Most of these persons were arrested by Turkish soldiers and were known to be alive in the occupied area or in detention in Turkey long after the cessation of hostilities. Despite the adoption of a number of United Nations resolutions and the establishment of a Committee on Missing Persons in 1981, the fate of the 1,619 missing persons has not yet been ascertained because of obstacles put forward by the Turkish side and because of lack of any cooperation on its part.
    Wholesale and repeated rapes.
    Forcible eviction and diplacement of persons from their homes and land. The nearly 200,000 Greek Cypriots who were forcibly expelled from their homes by the Turkish invading forces in 1974, are still being prevented by the Turkish occupation army of returning to their homes in the occupied area and are destitute refugees in their own country. It should be recalled that all relevant United Nations resolutions call for the instituting of urgent measures for the voluntary return of the refugees to their homes in safety. Twenty years have elapsed since then and Turkey arrogantly refuses to implement these resolutions that would enable the refugees to return to their homes and lands. Turkey’s 40,000 strong occupation army continues to occupy nearly 37 percent of Cyprus’ territory and forcibly prevents any movement of Greek Cypriots to the occupied area.
    Expulsion of the enclaved. Out of the 20,000 Greek Cypriots, who remained enclaved in the occupied area after the invasion only a few hundred remain now in the Karpass peninsula, at the Eastern corner of Cyprus. This is the result of a sustained campaign of harassment, discrimination and oppression by the occupation forces which led to outright expulsion and gradual deterioration of the living conditions of the enclaved. Inhuman methods used to force the remaining Greek Cypriots to leave the occupied area included: killings, looting, restrictions on movement, religion, education and work, threats, violence, intimidation, harassment, forced labour e.t.c. Under international pressure, the Turkish Cypriot side agreed in Vienna, in August 1975, that Greek Cypriots in the occupied area would be free to stay and that their families would be free to join them. The agreement known as the Vienna III agreement, also stipulated that the enclaved ‘be given help to lead a normal life including facilities for education and for the practice of their religion, as well as medical care by doctors of their own community. Despite the agreement reached, the regime in the occupied area has applied racist and inhuman policies against the Greek Cypriot enclaved in order to force them to leave their lands and make room for imported settlers from Turkey.
    Looting of houses and business premises belonging to Greek Cypriots.
    Seizure, appropriation, exploitation and distribution of land, houses, enterprises and industries belonging to Greek Cypriots. The Greek Cypriots who were forcibly expelled from their homes, continue to be arbitrarily deprived of their properties in the occupied area. Such properties are being illegally distributed by the Turkish occupation forces to persons other than their legal owners, including members of the Turkish occupation army and to Turkish mainland settlers.
    Thousands of Greek Cypriot civilians of all ages and both sexes were arbitrarily detained by the Turkish military authorities in the occupied areas under inhuman conditions. Concentration camps were established. Greek Cypriot detainees and inhabitants of the Turkish occupied area fell victims of systematic torture and of other inhuman or degrading treatment.
    Forced labour. A great number of detainees, were made during their detention, to perform forced and compulsory labour. Even today the few Greek Cypriot men residing in the Karpass peninsula in the occupied area, are forced to clean every Friday the ‘Police station’ of the village of Rizokarpasso.
    Separation of families. Many families are still separated as a result of some of the crimes described above, such as detention and forcible eviction. It should be mentioned in this respect that due to the refusal of the Turkish occupation authorities to allow the operation of Secondary Schools for the Greek Cypriot enclaved children, the latter, when they reach the age of 12 and wish to pursue secondary school studies, they have no choice but to go to the government controlled area to attend school there. These children are not allowed by the Turkish occupation regime to visit their parents in the occupied area, except at Christmas, Easter and during summer vacations. When boys reach the age of 16 and girls the age of 18 they are not allowed to return to the occupied area even to visit their parents during holidays. Relatives of enclaved living in the government controlled area are not allowed to visit them in the occupied area, even in case of deaths and funerals of relatives. The separation of families under such inhuman policies, is a method of ‘ethnic cleansing used to force the few remaining in the occupied area Greek Cypriots to leave their homes and flee to the government controlled area to join their relatives.
    The occupying forces continue to plunder and systematically destroy the Cypriot cultural heritage in the occupied part of the island. Religious property is a particular target in an attempt to destroy the cultural identity of the occupied area. Greek Orthodox churches continue to be converted into mosques, vandalized or turned into entertainment centres, livestock pens, barns, pubs and clubs. Antiquities, mosaics and even frescoes are being removed and smuggled to international dealers. The aim: to eradicate the 9,000 year old cultural heritage in the occupied area and create an artifical one ‘ethnically cleansed, suitable to the political designs of the occupying power. The aforementioned atrocities and criminal acts were and continue to be directed against Greek Cypriots because of their ethnic origin, race and religion. The purpose has been to destroy and eradicate the Greek Cypriot population of the occupied areas so as to move therein Turks, thus changing the demographic structure of Cyprus and creating by artificial means a Turkish populated area in furtherance of Turkey’s policy for the geographical separation of the two communities, the secession of the occupied part and its ultimate annexation to Turkey.
    It is estimated that more than 80,000 Turkish mainland settlers were transferred to the occupied area and were given the homes and properties belonging to the Greek Cypriots who were expelled therefrom. Such settlers were given ‘citizenship and ‘voting rights in an attempt to adulterate the will of the Turkish Cypriot community and provide support to the occupation regime.
    The colonization policy of Turkey was fully confirmed and exposed by a Parliamentary Assembly of the Council of Europe mission, conducted by Spanish parliamentarian Alfons Cuco, who visited Cyprus and reported about the extensive colonization of the occupied area with mainland Turks, a policy which he characterized as an obstacle to the finding of a solution to Cyprus problem. The Parliamentary Assembly, based on the report submitted by Mr. Cuco, condemned such colonization by recommendation 1197 adopted on 7 October 1992.
    The Commission of Human Rights of the Council of Europe having examined the three recourses of the Cyprus government against Turkey for multiple violations of the European Convention of Human Rights (Applications Nos: 6780/74, 6950/75 an 8007/77 in the cases Cyprus against Turkey), adopted two reports on 10 July 1976 and 4 October 1983 respectively. The Commission, an impartial international judicial tribunal, having carefully evaluated evidence, has found Turkey guilty of grave violations of human rights in Cyprus from 1974 onwards.
    The conclusion arrived at by the European Commission in its two reports mentioned above, are analyzed below in section 5 (and are reproduced in Annexes I & II for easy reference). It suffices to emphasize in this respect that one of the conclusions reached by the Commission in both reports reads as follows: ‘Having found violations of a number of Articles of the Convention, the Commission notes that the acts violating the Convention were exclusively directed against members of one of the two communities in Cyprus, namely the Greek Cypriot community. It concludes by eleven votes to three that Turkey has thus failed to secure the rights and freedoms set forth in these Articles without discrimination on the grounds of ethnic origin, race and religion as required by Art. 14 of the Convention. A policy of ‘ethnic cleansing implemented by Turkey against the Greek Cypriots was confirmed and recorded as such by one of the most impartial judicial bodies, the European Commission of Human Rights.Quelle:http://www.kypros.org/Cyprus_Problem/hr/hr_5.htm

     

  • jango-jack

    @ ronit
     
    “”
    Beigemischt wird dann stets das -Motiv. JJ verdrängt, dass Israel allenthalben kritisiert wird, was nicht automatisch immer in antisemitischen Ausfällen endet (ich glaube dieser „kleine“ Unterschied ist ihm einfach nicht zu vermitteln). Dass er es mit Reflexion nicht so hat, sagt er ja auch selbst gerne…
    “”
    Ich wurde zunächst als “vermutlicher” Antisemit und “Neonazi” bezeichnet,, weil ich Israel kritisiere. Dann erst kam dieser Satz:
    „Wenn man Israel kritisiert, wird man als Antisemit beschimpft“
    Man muss schon von links nach rechts und von oben nach unten lesen, sonst passiert einem das was ihnen passiert.
     
    @ Rest der fundamentalistischen Zionisten
    Der Nahe Osten geht mir tierisch auf den Senkel. Klar wollen viele, dass man nach Syrien, Zypern und sonst wo hin schaut, wollte Guttenberg auch als man seinen “Dekodoktor” enttarnte.  Mir soll einer Videos von Zypern zeigen wo Griechen die Türken, oder die Türken die Griechen so behandeln wie es Siedler bzw. die Schutzsoldaten es mit den Palästinensern machen, in den Autonomiegebieten.
    Jemand soll mir sowas von dort zeigen.
    http://www.youtube.com/watch?v=KNzkFVtOjY0
    ( Das ist die STAATSMACHT)
     
    oder sowas
     
    http://www.youtube.com/watch?v=XHhECvN2kQI&feature=related
     
    Diese Bilder sind mir kein Baum im Auge, sie sind mir ein Eifelturm im Auge!!!
     
    Wenn es schwierig wird solche Videos zu finden, dann beruhige ich mich langsam, aber es gibt einfach sooooo viele davon. Zeigen sie mir eines von den Türken auf Zypern!
     
    Schauen sie sich die Videos genau an, dass sind die Dinge die ihr Fanatiker verteidigt. Und darauf reite ich solange herum, bis dass Ross beruhigt wird!
     

  • Karl Pfeifer

    Ronit, vielen Dank für Ihre wertvollen Anmerkungen. Tatsächlich glaubt JJ es mit Lesern zu tun zu haben, die man mit Propagandasprüchen überfluten muss. Zunächst neige ich dazu an Aufklärung zu glauben und an rationale Diskussion. Ich habe wirklich geduldig mit JJ diskutiert. Doch er kompensiert seine Ignoranz durch Aggression. Und da hört dann auch meine Geduld auf.
    Es gibt glaube ich kein zweites Land auf Erden mit derart selbstkritischen Medien wie Israel. Und das ist gut so, denn es gibt natürlich in Israel und selbstverständlich auch in den besetzten Gebieten genug zu kritisieren. Doch wenn dies nicht mit rationalen Argumenten, sondern mit sinnlosen Zuschreibungen wie Apartheid erfolgt, sieht man den Pferdefuß und merkt, dass hinter dieser “Kritik” Ignoranz und Böswilligkeit stecken.
     
     
     
     

  • ronit


    Herr Pfeifer, leider haben Beiträge, wie die von jj stets den Effekt, dass irgendwann das eigentliche Thema in den Hintergrund tritt, da stets die bekannte Leier abgespult wird, ob sie nun passt oder nicht. An dem Vulkanausbruch wäre wahrscheinlich dann auch irgendwie Israel, die Tsahal oder die Siedler Schuld. Beigemischt wird dann stets das „Wenn man Israel kritisiert, wird man als Antisemit beschimpft“-Motiv. JJ verdrängt, dass Israel allenthalben kritisiert wird, was nicht automatisch immer in antisemitischen Ausfällen endet (ich glaube dieser „kleine“ Unterschied ist ihm einfach nicht zu vermitteln). Dass er es mit Reflexion nicht so hat, sagt er ja auch selbst gerne…

    @bla
    Sie meinen wahrscheinlich die al-izb as-Sūrī al-Qawmī al-‘Ijtimāʕī (oder الحزب السوري القومي الاجتماعي‎). Ich bitte die Haarspalterei zu entschuldigen, aber da Sie es mit den Sprachen sehr genau zu nehmen scheinen, war ich doch recht verwundert, dass Sie die eingedeutschte Bezeichnung für die „korrekte“ halten. Übrigens, ganz so marginal wie Sie es darstellen, würde ich den Einfluss dieser Partei auch nicht sehen.

    Ich denke, dass es in diesem Zusammenhang genügend Untersuchungen gibt, deren Verfasserinnen und Verfasser selbstverständlich die arabischen Quellen im Original berücksichtigen (neben denen bereits von Herrn Pfeifer genannten sei hier auch noch auf die Veröffentlichungen von Wolfgang G. Schwanitz verwiesen, dessen Name in diesem Zusammenhang bereits von A.mOr genannt wurde, etwa Germany and the Middle East 1871 – 1945).

    @jango-jack
    zu einer Kritik des von Ihnen so geliebten Apartheid-Analogie verweise ich an dieser Stelle erneut auf die Veröffentlichungen von Khaled Abu Toameh, Irshad Manji oder der anti-apartheids Akktivistin Rhoda Kadalie. Anscheinend sind Sie aber unwillig zu lesen…

    Ansonsten, ist es meinerseits Ihr Ton, der Sie völlig diskreditiert. Da Sie mich ja als „Fanatikerin“ mit „Doppelzunge“ einstufen, hat anscheinend auch jede Form der Argumentation bei Ihnen keinen Sinn. Ergehen Sie sich eben weiter in Beschimpfungen… Viel Spaß dabei.

  • Karl Pfeifer

    JJ hat nichts zum Thema zu sagen, warum junge Israelis EU-Staatsbürgerschaft beantragen. Kaum anzunehmen, dass sie es wagen, mit solch einem Pass, der in Tel Aviv ausgestellt ist, nach Beirut, Damaskus oder Teheran zu fahren. Viel wahrscheinlicher ist der Grund, dass man als EU-Bürger einfacher herumfährt in Europa und dass man da auch einfacher einen Job kriegt. So prosaisch ist es. JJ hat nur eine Mantra, die er anbringt, auch wenn man über den Ausbruch des Vulkans in Island sprechen würde, JJ würde auch dann über die jüdischen Siedler schreiben. Über die türkischen Siedler in Nordzypern hat er noch nicht geschrieben. Aber die interessieren ja auch nicht, sind keine Juden. Nun braucht man nur israelische Medien konsumieren, in denen sehr zu Recht, diejenigen Siedler kritisiert werden, die andere mißhandeln. JJ sagt uns nichts Neues. Nicht alle Juden sind Engel. Ich habe das Gerücht gehört, dass auch nicht alle Deutschen das sind und insbesondere, dass Deutsche ganz andere Verbrechen begangen haben als diese Siedler. Ich kann mich gut erinnern, an die Zeit als Asylantenheime abgefackelt wurden und die Bevölkerung rings herum jubelte. Also merkt JJ den Splitter im Auge der Juden, nicht aber den Balken im eigenen Auge.
    Sebaldius ist unverschämt. Wieso wirft er mir vor, seit 60 Jahren in meinem Geburtsland zu leben, dessen Bürger meine Eltern waren?

  • Aureliano

    Anspruch auf deutsche Staatsangehörigkeit hat jeder Nachfahre von deutschen Vorfahren, die freiwillig keine andere Staatsangehörigkeit angenommen haben.
    Kinder erben von Ihren Eltern deren Staatsangehörigkeit und können daraufhin mehrere Staatsangehörigkeiten haben, was regelmäßig der Fall ist, wenn nur ein Elternteil deutsch ist. Warum sollten Menschen in Israel diesen Rechtsanspruch nicht geltend machen? Es ist egal ob Jude, Moslem, Katholik, Protestant oder Buddhist, bzw.ob arabischer oder jüdischer Israeli mit deutschen Vorfahren. Was soll die Polemik?
     

    • mfb

      Ihre Aussage ist faktisch falsch.
      Ein Schulfreund von mir wurde in Österreich geboren. Neben der deutschen seiner Eltern hatte er damit BIS ZUR VOLLJÄHRIGKEIT die österreichische. Dann musste er sich für EINE entscheiden.
      Ein Bürokollege von mir ist mit einer Niederländerin verheiratet. Die Tochter hat beide Staatsangehörigkeiten. Sie wird sich aber mit 18 für eine entscheiden MÜSSEN.
      Mein Krankengymnast ist selber Niederländer – mit einer Britin verheiratet. Da die Söhne in Deutschland geboren wurden haben sie sogar drei Staatsangehörigkeiten. Und ihm ist auch klar, dass seine Söhne sich mit 18 für denDeutschen als alleinigen oder für die beiden anderen Pässe entscheiden MÜSSEN.
      Ja – gleichen Rechtsanspruch für die Menschen in Israel – nicht weniger aber auch nicht mehr.

  • jango-jack

    @ ronit
    Bei ihnen finde toch auch nie eine “reflektierte” Artikulation statt.
    Im Westjordanland, und im behördlichen Umgang in Israel wird nach “Rasse” vorgegangen. Kein israelischer Soldat würde es wagen einen jüdischen Siedler zu erschiessen ( Räumung Gaza). Handelt es sich um Palästinenser, kann man für die Presse immer noch schnell sagen, es war ein radikaler islamistischer fundamentalistischer Palästinenser, ein Mitglied der Kassam, Al Aksa, Märtyrer Brigaden, der grade dabei war Israel zu zerstören. Oder man schiesst ihm “nur” mit Gummigeschossen und in “Notwehr” ans Bein!

    http://www.youtube.com/watch?v=e2RiEXrJ69o
     

    Ich könnt hier soviele Videos reinstellen, die haben alle nichts mit Notwehr zu tun, aber wo ist euer Aufschrei, ihr feinen Demokraten, die nicht verstehen wollen warum die Palestinenser schwer verärgert sind?!?!

    Es fängt bei Araberjagd durch Siedler an, es hört bei Kleinkinder schlagen durch Soldaten auf.

  • Baruch Zion

    @Sebaldius

    wer ist uns ?  etwa ihre Kumpels mit dem Hauptschulabschluss

  • ronit

    @mfb
    … eigentlich hatte ich gehofft, das Gerede von Apartheid würde irgendwann einer reflektierten Artikulation weichen, offensichtlich umsonst.

    Doppelte Staatsbürgerschaften sind keine Seltenheit und vielleicht ein weg der interkulturellen Verfasstheit moderner Nationalstaaten einen juristischen Ausdruck zu verleihen.

    • mfb

      Doppelte Staatsbürgerschaften sind in Deutschland bei Erwachsenen eben nicht üblich. Wenn sie denn üblich wären sollten Israelis da natürlich auch wie alle anderen bahendelt werden.

  • Sebaldius

    Und Sahm will uns jetzt tatsächlich weismachen. die hätten sich alle nur deswegen einen deutschen Pass besorgt, um nach Beirut, Teheran oder Riad reisen zu können? Da lachen ja die Hühner! Oder heissen die vielleicht alle Uri Brodsky?
     
    Denen geht es wohl eher darum, beizeiten das sinkende Schiff verlassen zu können, wenn es denn absehbar untergeht. Und sie sind ja schon lange hier, siehe Karl Pfeifer, Dieter Graumann, H.M. Broder und wie sie alle heissen, die gewaltig grosse Schar der jüdischen “Heimkehrer” ins Land der Täter. Hier an der Heimatfront dürfen sie dann tapfer kämpfen für das System, in dem sie selber doch lieber nicht leben möchten.
     
    Aber dumm sind die ja nicht, denn langfristig sieht die Zukunft ja wirklich düster aus für Israel.
     
    Israel will keine Zwei-Staaten-Lösung. Also keinen Frieden, keinen Saudi-Plan, keinen freien, unabhängigen und souveränen Staat Palästina in den Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt. Das hat die ‘jüdische Demokratie’ Israel unmissverständlich klar gemacht, allein schon durch die fortgesetzte Politik der rein jüdischen Besiedelung der besetzten Gebiete. “Wer baut, der will bleiben”, pflegte Charlotte Knobloch immer zu sagen.
     
    Und was bleibt? Es bliebe dann noch die Ein-Staaten-Lösung, also ein binationaler Einheitsstaat mit allen Palästinensern und allen Juden zwischen Meer und Jordan als vollkommen gleichberechtigten Bürgern ein- und desselben Staates, nach dem Prinzip ‘one man one vote’. Aber das wollen sie ja auch nicht, die zionistischen Machthaber in Israel. Denn Israel müsse unbedingt eine ‘jüdische’ Demokratie sein, sagen sie, und fordern die Anerkennung Israels als “Judenstaat”. Nur, wie macht man sowas, wenn in einem binationalen Einheitsstaat alle Bürger dieselben verfassungsmässigen Rechte haben und somit alle dasselbe Recht auf “Heimkehr” haben und die Juden dann in der Minderheit sind? Darüber schweigt des Zionisten Höflichkeit, da beisst er sich lieber die Zunge ab, bevor er antwortet.
     
    Und, was bleibt dann noch übrig? Eigentlich doch nur noch der Untergang. Wer jetzt glaubt, die fortgesetzte jüdische Besiedelung der besetzten Gebiete würde irgendwann dazu führen, dass die dort lebenden einheimischen Palästinenser sich mal abfinden könnten mit der ihnen zugedachten Rolle, als minderwertige Menschen für alle Ewigkeit rechtlos und unfrei in Ghettos und Bantustans hinter Stacheldraht und israelischen Checkpoints ihre Existenz fristen zu müssen, der ist dumm und hat absolut nichts begriffen von den Werten und den zivilisatorischen Kräften der Menschheit.
     
    Und wer glaubt, das Problem der rein jüdischen Besiedelung der besetzten Gebiete liesse sich lösen durch ethnische Säuberung und durch Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat, oder dadurch dass die ‘jüdische Demokratie’ Israel jordanische Pässe druckt und sie verteilt an die nichtjüdischen Palästinenser in den besetzten Gebieten zum Zweck ihrer Ausbürgerung, der ist ebenfalls dumm und hat nichts begriffen. Ein System, dass seine Existenz begründet auf der Unterdrückung und der Entrechtung eines ganzen Volkes, das ist identitär rassistisch und hat keine Chance auf ein langfristiges Überleben. Solche Systeme sind unweigerlich zum Untergang verurteilt, über kurz oder lang. Und da helfen dann auch keine Atombomben und auch keine überlegene Militärtechnologie. Siehe das Beispiel Apartheids-Südafrika.
     
    Intelligent dagegen sind diejenigen Juden in Israel, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und die sich beizeiten einen deutschen Pass besorgen und die ihren gepackten Koffer schon unterm Bett liegen haben.
     
     
     

  • Schulz

    Es ist nicht notwendig, viele Staatsbuergerschaften zu haben,
    obwohl ich selbst emotional natuerlich sage, je mehr Staatsbuergerschaften,
    umso besser.
     
    Ein Recht fuer alle? Leider sind wir davon noch so weit weg…
    wie verschiedene Universen… oder Himmel und Hoelle.
     
     

  • Ronald

    “Während Europa die Doppelstaatlichkeit grundsätzlich ablehnt,…”
    Stimmt garnicht, als z. B. Franzose oder Brite kann man ohne Probleme eine 2. Staatsbuergerschaft annehmen.

    • mfb

      Deutschland hat da aber nun mal eine eindeutige Meinung zur doppelten Staatsbürgerschaft: Mit 18 jahren muss mensch sich entscheiden – entweder oder ..
      Ich fände es gut und richtig, wenn dies auch auf Israelis zuträfe.
      Ja – jedem, dem oder dessen Vorfahren die deutsche Staatsbürgerschaft wegen seiner jüdischen religion aberkannt wurde, bekommt sie wieder – und wenn er 18 oder älter ist entscheidet er sich für Deutschland oder für Israel oder einen anderen Staat.
      Die deutsche Staatsbürgerschaft sollte allerdings nicht als Pseudobürgerschaft für visumfreies Reisen oder gar als Rückfahrschein beim “Apartheitsexperiment Israel” mißbraucht werden.

  • Justice

    Ja, da sieht man mal, wie erfolgreich die deutsche Propaganda ist. Der geballten deutschen Medien Propaganda Macht, die genauso schnell Positionen wechselt, wie, zwei Bits brauchen, in nem Gigahertz Prozessor, kann man doch nur “Glauben” schenken. Allein auf weiter Flur. Hahaha ;-).