Als Emma Beigel vor 15 Jahren aus der Ukraine nach Deutschland übersiedelte, hätte sie sich niemals vorstellen können, in der KZ-Gedenkstätte in Dachau zu arbeiten. Dachau – für viele Menschen lediglich ein abstrakter Begriff, ein Ort des Grauens, dem man sich nicht zu nähern vermag. Es war reiner Zufall, der Emma Beigel unmittelbar mit dem grausamen Schicksal der ehemals in Dachau inhaftierten Häftlinge konfrontierte – eine Übersetzungstätigkeit für die Überlebenden aus der Ukraine, aus Russland und Weißrussland. Jährlich kommen diese zu der Befreiungsfeier nach Dachau…
Stark berührt von den Augenzeugen, die ihre Erinnerungen über ihre persönlichen Erlebnisse in Dachau schildern, absolviert Emma Beigel eine Ausbildung, um Rundgänge in der Gedenkstätte zu machen. Seit etwa einem Jahr führt sie nun regelmäßig Gruppen durch das ehemalige Konzentrationslager. Vor allem über das schwere Schicksal der jüdischen Häftlinge in Dachau zu berichten, liegt ihr besonders am Herzen – insgesamt waren es etwa 50.000 Juden, die in Dachau gefangen waren. Ein großer Teil von ihnen kam durch die unmenschlichen Lebensumstände im Lager um.
Insgeamt dauert die Führung etwa 2,5 Stunden. Neben einem Rundgang auf dem Gelände der ehemaligen Häftlingslagers beinhaltet sie auch eine Besichtigung des jüdischen Mahnmals. Die Anmeldung erfolgt über die Gedenkstätte Dachau mit dem Vermerk Referentin Emma Beigel.
http://www.kz-gedenkstaette-dachau.de
Aus Tschechien nach Dachau Verschleppte
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