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Zur Islamisierung des Antisemitismus

Von Thomas Schmidinger
Aus: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hg.), Jahrbuch 2008, Wien u. a. 2008, S. 103–139

Forschungsstand

In den seriösen Forschungsarbeiten zum Antisemitismus in arabischen und islamischen Gesellschaften unterscheiden sich grob zwei Tendenzen. Während Autoren wie Bernard Lewis oder Shlomo Dov Goitein[01] bezüglich des Antisemitismus in der arabischen Welt eher von einem modernen Import aus dem Westen ausgehen, der nur wenig mit den mittelalterlichen Diskriminierungen gegen Angehörige von nichtislamischen Buchreligionen zu tun habe, legen Frederick M. Schweitzer und Marvin Perry[02] größeren Wert auf die antijüdischen Passagen im Quran und in den Hadithen, den Aussprüchen des Propheten, von denen sie eine eigenständige Kontinuität antisemitischer Traditionen im Islam herleiten. Die Frage nach dem Import oder der eigenständigen Entwicklung des arabischen und islamischen Antisemitismus ist bis heute umstritten, jedoch letztlich auch eine Frage der Gewichtung.

Zwei ebenfalls unterschiedliche Argumentationslinien zeichnen sich bei Autoren wie Bernard Lewis oder Shlomo Dov Goitein und Claude Cahen ab. Während Lewis die vormodernen Diskriminierungen gegen Juden in der islamischen Welt primär als Teil der allgemeinen Diskriminierungen der Angehörigen von Buchreligionen wahrnimmt und sich damit auf den Status als Dhimmis, als Schutzbefohlene, konzentriert, fokussieren Goitein und Cahen eher auf spezifisch gegen Jüdinnen und Juden gerichtete Diskriminierungen.

Diese unterschiedlichen Tendenzen sind auch Folge verschiedener Forschungsschwerpunkte. Während einer der Schwerpunkte der Forschungen Goiteins bei den Jüdinnen und Juden in Jemen lag, wo es bereits seit Jahrhunderten keine ChristInnen mehr gab, arbeitete Lewis primär zu Regionen, in denen die jüdischen Gemeinden neben christlichen Minderheiten lebten.

Die leidenschaftlichsten Debatten um den arabischen und islamischen Antisemitismus fanden an US-amerikanischen Universitäten statt. Hier standen sich auch Bernard Lewis und sein schärfster Kritiker, der 2003 verstorbene palästinensische Literaturwissenschafter Edward Said gegenüber, der an der Columbia University lehrte. In Saids Standardwerk „Orientalism“[03] finden sich nur spärliche Referenzen auf den arabischen Antisemitismus, wiewohl er einer der wenigen arabischen Intellektuellen seiner Zeit war, die das Phänomen zumindest nicht völlig leugneten. Trotzdem wirft Said Bernard Lewis vor, wenn er vom arabischen Antisemitismus spreche, „a kind of fantasy element“ zu pflegen, „in which Palestinians are a gratuitous ideological fiction created to harass the Israelis and therefore avatars of anti-Semitism“.[04]

Während im anlgo-amerikanischen Wissenschaftsdiskurs das Thema des arabischen und islamischen Antisemitismus schon jahrzehntelang präsent ist, stellt es unter deutschsprachigen WissenschafterInnen ein neues Phänomen dar. Dies liegt nicht zuletzt an der deutsch-österreichischen Vergangenheit selbst. Während sich in Großbritannien und den USA eine Tradition der Orientalistik bzw. der Middle East Studies erhalten und entwickeln konnte, die als Basis für solche Debatten diente, erfuhr die deutschsprachige Orientalistik von 1933 bis 1945 einen Einschnitt, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat. Bis dahin hatte die deutschsprachige Orientalistik weltweit führende WissenschafterInnen hervorgebracht. Die Österreichisch-Ungarische Monarchie, die als einzige Großmacht Westeuropas seit der Annexion Bosniens über eine größere eigene muslimische Bevölkerung verfügte, legte wesentlich mehr Wert auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Region als viele andere Staaten Europas. Unter den deutschsprachigen Orientalisten waren vor der Machtübernahme der Nazis noch sehr viele, die – oft selbst jüdischer Herkunft – auch auf Fragen des Antisemitismus sensibilisiert gewesen wären. Diesen erlebten sie damals jedoch in Europa und nicht im Nahen Osten.

Was an Professoren der deutschsprachigen Orientalistik nach 1945 noch übrig geblieben war, waren primär jene, die als überzeugte Nationalsozialisten oder zumindest als „arische“ Opportunisten vor 1945 genau jene Allianzen mit arabischen Nationalisten zu schmieden versucht hatten, die wesentlich zum Transfer des modernen Antisemitismus in die Region beigetragen hatten. Zu ihnen zählten Professoren wie Helmuth Scheel, der als Amtsrat im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Universitätsprofessor, Geschäftsführer der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft und Herausgeber deren Zeitschrift „nach 1945 in Mainz nahezu die gleichen wissenschaftlichen Positionen bekleidete wie zuvor in Berlin“[05], oder der ehemalige SS-Oberscharführer und NSDAP-Mitglied Prof. Viktor Christian[06], der als „Ahnenerbe“-Obmann[07] 1945 zwar entlassen wurde, aber bald wieder Bezüge erhielt und seine wissenschaftliche Karriere so weit fortsetzen konnte, dass er schließlich zu seinem 70. Geburtstag von Unterrichtsminister Dimmel geehrt und zum Ehrenmitglied der Österreichischen Anthropologischen Gesellschaft ernannt wurde[08]. Auch der spätere Mitbegründer der Österreichischen Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall, Herbert Jansky, konnte – obwohl seit 1938 NSDAP-Mitglied – seine wissenschaftliche Karriere fortsetzen. Seine Professur wurde nur wenige Jahre unterbrochen, die er als Gerichtsdolmetscher beim Oberlandesgericht Wien überdauerte, ehe er an die Universität Wien zurückkehren konnte.[09] Die Orientalistik des Deutschen Reiches beteiligte sich nicht zuletzt auch an der Ausbildung von islamischen Militärgeistlichen für die muslimischen Hilfstruppen der Nazis, die unter Leitung des im deutschen Exil lebenden Mufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini, im sächsischen Guben ein eigenes „Imamen-Institut“ aufbauten.[10]

Anstatt die noch lebenden vertriebenen OrientalistInnen nach 1945 zurückzuholen, machten in der deutschsprachigen Orientalistik nach 1945 schließlich IslamwissenschafterInnen wie Annemarie Schimmel[11], die bis Kriegsende als Übersetzerin im Auswärtigen Amt tätig war, Karriere und sorgten damit für Kontinuität, wo ein Bruch notwendig gewesen wäre. So konnte die „Nachkriegsorientalistik an die NS-Orientalistik direkt anknüpfen. Dieselben Personen, die inhaltlich, organisatorisch und institutionell den orientalistischen Diskurs der Jahre 1933–45 bestimmt hatten, besetzten auch nach 1945 die relevanten Stellen des Lehr- und Forschungsbetriebs an den Universitäten und Akademien sowie den Vereinen.“[12]

Von diesen Orientalisten war nach 1945 keine Beschäftigung mit dem arabischen und islamischen Antisemitismus zu erwarten. Den deutschsprachigen wissenschaftlichen Diskurs erreichte das Thema so erst in den letzten Jahren über den Umweg des anglo-amerikanischen und französischen Diskurses, wobei anzumerken ist, dass es sich dabei im Wesentlichen um eine wissenschaftliche Beschäftigung in Deutschland handelte. In Österreich wurde das Thema mit der Ausnahme kleinerer Arbeiten von John Bunzl[13] und dem Autor dieses Beitrags[14] nie wissenschaftlich aufgegriffen. In Deutschland stellte der Islamwissenschafter Michael Kiefer mit seinem 2002 erschienenen Buch „Antisemitismus in den islamischen Gesellschaften“[15] das Thema erstmals in einer eigenständigen Publikation zur Debatte. Das noch im gleichen Jahr erschienene Buch des Politikwissenschafters Matthias Küntzel[16] erregte zwar größeres publizistisches Aufsehen und wurde in der so genannten „antideutschen“ Szene und anderen proisraelischen Gruppierungen begeistert rezipiert, blieb jedoch in der wissenschaftlichen Debatte weniger beachtet. Parallel publizierten auch die Islamwissenschafter Götz Nordbruch und Jochen Müller[17], der Islamwissenschafter Ralph Ghadban und die Arabistin Claudia Dantschke immer wieder zum Thema. In den letzten zwei Jahren haben sich mit jüngeren IslamwissenschafterInnen und OrientalistInnen wie Johannes Grundmann oder Claudia Preckel noch weitere WissenschafterInnen verschiedenen Teilaspekten des Themas gewidmet.[18] Erstmals rückt so das Thema des islamischen und arabischen Antisemitismus zumindest in Deutschland in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses von OrientalistInnen und IslamwissenschafterInnen.

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  1. Shlomo Dov Goitein, Jews and Arabs. Their Contacts Through the Ages, New York 1955. []
  2. Frederick Schweitzer / Marvin Perry, Anti-Semitism: Myth and Hate From Antiquity to the Present, New York u. a. 2002. []
  3. Edward W. Said, Orientalism, New York 1979; Sadiq al-Azm, Orientalism and Orientalism in Reverse, in: Jon Rothschild (Hrsg.), Forbidden Agendas: Intolerance and Defiance in the Middle East, London 1984. []
  4. http://www.zmag.org/ZMag/articles/dec00barsamian.htm. Abgefragt am 15. 12. 2007. []
  5. Ekkehard Ellinger, Deutsche Orientalistik zur Zeit des Nationalsozialismus: 1933–1945, Edingen–Neckarhausen 2006, S. 437. []
  6. Peter Linimayr, Wiener Völkerkunde im Nationalsozialismus, Ansätze zu einer NS-Wissenschaft, Frankfurt/M.–Wien u. a. 1994, S. 51 f. []
  7. Michael H. Kater, Das „Ahnenerbe“ der SS 1935–1945. Ein Beitrag zur Kulturpolitik des Dritten Reiches, München 2006, S. 274. []
  8. http://homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/ChrChristian.pdf. Abgefragt am 15. 12. 2007. Cristians Mitschuld an der Deportation des jüdischen Albanologen und Kollegen Norbert Jokl wurde erst lange nach Christians Tod thematisiert. Siehe dazu: Albert Ramaj, Jüdischer Albanologe: Norbert Jokl, in: David, Jüdische Kulturzeitschrift, Nr. 73, Juni 2007, S. 35–37. []
  9. Vgl. Ellinger, Deutsche Orientalistik, S. 495; Karl Pfeifer, Zum Feier- und Bedenkjahr 2005: Patriotische Einleitung, auf: http://www.hagalil.com/archiv/2005/01/einleitung.htm. []
  10. Klaus-Michael Mallmann / Martin Cüppers, Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina, Darmstadt 2006, S. 230 f. []
  11. Ellinger, Deutsche Orientalistik, S. 525. []
  12. Ebenda, S. 435 f. []
  13. John Bunzl, Juden im Orient, Jüdische Gemeinschaften in der islamischen Welt und orientalische Juden in Israel, Wien 1989; ders., Gratwanderungen. Die Araber und der Holocaust, in: Rainer Zimmer-Winkel (Hrsg.), Die Araber und die Shoa. Über Schwierigkeiten dieser Konjunktion, Trier 2000, S. 49–53. []
  14. Thomas Schmidinger, Importing the protocols of the elders of Zion, Anti-Semitism in islamic Societies, http://www.doew.at/aktuell/aktion/schmidinger.html; ders., „Unser Kampf mit den Juden“. Zum erfolgreichen Antisemitismus-Import in die arabisch-islamische Welt, in: Gerald Lamprecht (Hrsg.), Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik, Graz 2007, S. 31–54. []
  15. Michael Kiefer, Antisemitismus in den islamischen Gesellschaften. Der Palästina-Konflikt und der Transfer eines Feindbildes, Düsseldorf 2002. []
  16. Matthias Küntzel, Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg, Freiburg 2002. []
  17. Jochen Müller war bis zur Schließung des Berliner MEMRI-Büros Leiter der deutschsprachigen Dependance dieses von Yigal Carmon gegründeten Übersetzungsinstituts. []
  18. Vgl.: Götz Nordbruch, Antisemitismus als Gegenstand islamwissenschaftlicher und Nahostbezogener Sozialforschung, in: Werner Bergmann, Mona Körte (Hrsg.), Antisemitismusforschung in den Wissenschaften, Berlin 2004; Jochen Müller, Von Antizionismus und Antisemitismus. Stereotypenbildung in der arabischen Öffentlichkeit, in: Dirk Ansorge (Hrsg.), Antisemitismus in Europa und der arabischen Welt, Paderborn 2006, S. 163–182; Ralph Ghadban, Tariq Ramadan und die Islamisierung Europas, Berlin 2006; Claudia Dantschke, Islamistischer Antisemitismus, in: Bulletin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Zentrum Demokratische Kultur (Hrsg.), „Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Monde sicher“ – Antisemitismus und Antiamerikanismus in Deutschland, Stuttgart 2004, S. 24–34; Johannes Grundmann, Islamische Internationalisten. Strukturen und Aktivitäten der Muslimbruderschaft und der Islamischen Weltliga, Wiesbaden 2005; Claudia Preckel, Ahmadiyya – Zionisten – Freimaurer: Verschwörungstheorien indischer Islamisten seit dem 19. Jahrhundert. Referat auf dem 30. Deutschen Orientalistentag am 28. September 2007, Freiburg i. Br. []

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47 comments to Zur Islamisierung des Antisemitismus

  • Jane

    @Simcha – ‘ich brauche dazu keine fremden quellen wie sie, sondern weiß es direkt’

    Schön – das wäre ja noch ein Grund mehr zu erzählen.

  • Robert Schlickewitz

    @Jane

    Nachdem Sie uns wieder eingedeckt haben mit Ihren Worten und Sätzen, mit Ihren sehr persönlichen Aussagen und Meinungen, mit Ihrem Dafürhalten und Ihren Mahnungen, möchte ich gerne Eines von Ihnen wissen:

    Was motiviert Sie, Jane?

    Sie geben offen zu, dass Sie über die eigene (deutsche) Geschichte zu wenig wissen, aber Sie fühlen sich berechtigt und in der Lage, Israel und der Welt gute Ratschläge zu erteilen, Kritik zu üben und Sie hegen den Anspruch sich zu einer Art moralischer Instanz zu erheben.

    Was ist der Impetus dahinter?

    Welche persönlichen Bezüge hat der Mensch Jane zum Judentum, zu Israel, zum Geschehen im Nahen Osten?

    Haben Sie je Auschwitz besucht? Waren Sie schon einmal in Israel? Haben/hatten Sie israelische oder jüdische Freunde, Verwandte, Bekannte, Nachbarn? Spielen christliche Beweggründe bei Ihnen eine große Rolle?

    Oder gab es in Ihrer Familie eine oder zwei Generationen vor Ihnen solche Bezüge?
    Waren etwa Ihr Vater, Großvater, Onkel etc. bei der Wehrmacht, bei der SS oder gehörten sie dem T4-Komplex an?

    Verzeihen Sie meine möglicherweise als unangenehm empfundenen Fragen, aber, wenn sich ein Mensch (wie Sie) derart Mühe, Arbeit, Aufwand für eine Sache macht, dann muss ihn doch, nach allem menschlichen Ermessen, irgendetwas sehr Starkes dazu motivieren. Und so ist es doch nur natürlich, dass Ihre Leser darüber gerne Bescheid wüssten.

  • Jane

    ‘Sie geben offen zu, dass Sie über die eigene (deutsche) Geschichte zu wenig wissen’

    Unsinn – bzgl. der Vertreibung der Ostdeutschen bin ich freilich nicht gerade ein Experte und nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt. Über Nazi-Deutschland im Allgemeinen bin ich durchaus ganz gut informiert.

    ‘aber Sie fühlen sich berechtigt und in der Lage, Israel und der Welt gute Ratschläge zu erteilen, Kritik zu üben und Sie hegen den Anspruch sich zu einer Art moralischer Instanz zu erheben ‘

    Ist es nicht das, was hier mehr oder weniger alle tun?

    Meine persönlichen Bezüge – ich habe verwandschaftliche Bezüge nach Israel, ein guten Freund, der in der West-Bank groß wurde, eine Halbjüdin in meiner Familie, einige Freunde die einen jüdischen Elternteil haben und darüberhinaus mehrere europäische Nationen in der Familie, deutsche Großeltern, die man wohl eindeutig als Mitläufer in NaziDeutschland klassifizieren sollte und ein anderes Großelternpaar, das jüdische Freunde hatte und unvoreingenommen Juden gegenüber war – soweit möglicherweise der große Rundumschlag, der hier für viele nur schwer nachzuvollziehen ist.

    Meine Gesinnung ist aber auch keine andere, als die jüdischer Dissidenten, die sich dringend deultichere Kritik wünschen und denen fühle ich mich verwand im Geiste, genauso wie es solche in muslimischen Ländern oder sonstwo gibt – dafür gibt es keine nationalen, religiösen oder andere rassistische Demarkationslinien.

    Darüberhinaus finde ich die angebliche Unlösbarkeit des Nah-Ost-Konflikts absurd und falsch und frage mich wieviele Generationen noch geboren und sterben werden, ohne dass es hierbei zu einem Ende kommt. In meinen Augen knickt der Holocaust die Optik allzu sehr und es sollte möglich sein die israelische Politik angemessen (und das ist in meinen Augen durchaus scharf) zu kritisieren, ohne deshalb den Holocaust zu relativieren, was überhaupt nicht meine Absicht ist und was ich auch nicht tue, auch wenn einem dass dann in einem nur scheinbar logischen Schluss dauernd unterstellt wird.

    Ich finde das westliche Projekt im großen und ganzen vergleichsweise gut, aber fürchte, dass wir unsere Chance durch unsere doppelten Standards und auch durch Doppelzüngigkeit möglicherweise verspielen werden – das finde ich sehr schade.

    Ach noch was – was ist denn ein T4- Komplex?

    Christliche Bezüge – ich mag Jesus, aber aus der Kirche bin ich ausgetreten. Die Grenzen die die Religion zwischen den Menschen zieht sind mir suspekt, ganz egal welche.

  • simcha

    “was ist denn ein T4- Komplex”

    ich denke sie sind gut informiert? googeln sie mal: tiergartenstraße 4 in berlin während der nazizeit.

    “Halbjüdin”

    sie entlarven sich immer mehr.

  • Reinhard D.

    @Robert Schlickewitz
    @simcha

    Ist es nicht auffallend, dass besonders viele von den aktiven Antisemiten große Mengen an “jüdischen Freunden” vorweisen können?
    Dadurch sollen ihre Gehirnabsonderungen den kaschrut-Zertifikat bekommen.
    “halbjüdin” klingt gut. So ein Nazisprach. Aber Fünfachteljude wäre natürlich viel lüstiger. Ich kenne einen dreiviertel Buddhisten. Ich kann daher ohne weiteres mich als Buddhismusexperte bezeichnen und die Vorgänge im Thailand zu kritisieren. Und weil ich einen Halbmoslem zu meinem Bekanntenkreis zähle, bin ich fähig das Handeln von PA in Rammalah besonders kritisch zu beurteilen. Tue ich das aber nicht. Ich bin nämlich weder bescheuert noch bekloppt.

  • simcha

    Reinhard D.

    ja, es ist auffällig. ich stelle mir vor, in ihrer familie gäbe es “halb”kirgisen, was da wohl los wäre. :D
    die ohne hemmungen verwendete nazidefinition “halbjüdin” hat aber letztendlich alles klar gemacht. “ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.”