seret

Filmfestival Seret International

Das SERET INTERNATIONAL Film Festival kommt nach Berlin – nach fünf erfolgreichen Jahren in London und viel versprechenden Starts in Amsterdam und Santiago de Chile im letzten Jahr. Vom 17. bis 20. September 2016 zeigt SERET INTERNATIONAL Spielfilme, Dokumentar- und Kurzfilme in den Kinos Hackesche Höfe, Filmkunst 66 und Moviemento: aktuelle Arbeiten aus der innovativen, dynamischen und leidenschaftlich kreativen Filmindustrie Israels…

SERET ist das hebräische Wort für „Film“, SERET INTERNATIONAL ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der weder politisch noch religiös gebunden ist. Er präsentiert die Vielfalt des israelischen und jüdischen Lebens in Film und Fernsehen.

Die Regisseurin Tova Ascher und die Regisseure Uri Barbash und Alon Newman, der Produzent Matan Melech sowie der Schauspieler Roy Assaf werden nach den Vorstellungen ihrer Filme Fragen beantworten.

Informationen und Tickets unter: www.seret-international.org

Das Programm und die Filme:

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17. September 2016, Samstag, 20.00 Uhr, Kino Hackesche Höfe
The kind words, 2015, 118 Minuten, Regiesseur: Shemi Zarhin
Deutsche Premiere

Nach dem Tod ihrer Mutter entdecken drei jüdisch-israelische Geschwister, dass der Mann, den sie ihr ganzes Leben Vater genannt haben, gar nicht ihr biologischer Vater ist. Quer durch Europa machen sie sich auf die Suche nach dem muslimischen Geliebten ihrer Mutter. Was ist nun die Wahrheit, was ist Lüge? Alles, was sie über ihre Mutter wussten, erscheint in einem neuen Licht, auch sich selbst müssen sie neu (er)finden.

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18. September 2016, Sonntag, 20.00 Uhr, Filmkunst 66
A.K.A. Nadia, 2015, 115 Minuten, Regisseurin: Tova Ascher (anwesend)
Deutsche Premiere

Etwa 60.000 Palästinenser leben in Israel unter falscher Identität – sie leben als israelische Juden. Sie spüren das Anders-Sein in einer oft intoleranten Gesellschaft als ständige Herausforderung. Nadia ist eine palästinensische Muslima, die seit 20 Jahren als Maya Goldwasser gelebt hat, als liebende jüdische Ehefrau und Mutter. Es bleibt ihr Geheimnis, bis ihre Vergangenheit sie einholt.

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18.9.2016, Sonntag, 17.30 Uhr, Kino Hackesche Höfe
Kapo in Jerusalem, 2015, 98 Minuten, Regisseur: Uri Barbash (anwesend)
Deutsche Premiere

1946 erreichen zwei Auschwitz-Überlebende Jerusalem. Bruno ist Arzt, Sarah Pianistin. Sie versuchen ihr Leben und ihre Liebe im belagerten Jerusalem während des israelischen Unabhängigkeitskrieges aufrechtzuerhalten. Es geht das Gerücht um, Bruno sein ein sadistischer „Kapo“ in Auschwitz gewesen, der Gefangene misshandelt und getötet habe. Bruno muss um seine Reputation kämpfen und um die menschlichen Werte, die sein Leben auch im Lager bestimmt haben. Uri Barbash’s nuancenreicher Film basiert auf einer wahren Geschichte.

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18.9.2016, Sonntag, 20.00 Uhr, Kino Hackesche Höfe
Wounded land, 2015, 80 Minuten, Regisseur: Erez Tadmor,
Hauptdarsteller: Roy Assaf (anwesend)
Deutsche Premiere

Dieser temporeiche Krimi wendet und hinterfragt Loyalitäten, Prioritäten und Werte in Haifas Polizei-Apparat. Der Polizeioffizier Kobi (Roy Assaf) und sein Vorgesetzter Yehuda Neumann (Dvir Benedek) sind seit Jahren beruflich Partner. In einer dramatischen Nacht vollzieht sich ein Bruch in ihrer Beziehung. In einer menschlich-beruflichen Zerreißprobe stehen sie plötzlich auf verschiedenen Seiten.

moon

19. September 2016, Montag, 20.00 Uhr, Filmkunst 66
Moon in the 12th house, 2015, 110 Minuten,
Drehbuch und Regisseurin: Dorit Hakim
Deutsche Premiere

Die beiden Schwestern Mira und Lenny werden unter tragischen Umständen als Kinder getrennt. Als junge Frauen treffen sie sich wieder. Diese Wiederbegegnung führt sie auf eine Reise, auf der sie erwachsen werden und ihr Schuldgefühl überwinden. Der Film ist das Kinodebüt der preisgekrönten Fernsehregisseurin und –Autorin Dorit Hakim, mit einer erstklassigen Besetzung, darunter den vielversprechenden jungen Schauspielerinnen Yuval Scharf und Yaara Pelzign.

antivirus

19.9.2016, Montag, 18.00 Uhr, Moviemento
Antivirus, 2015, 60 Minuten, Regisseur: Alon Newman Newman (anwesend), Produzent: Matan Melech (anwesend)
Deutsche Premiere

Die auf innovative digitale Medizin spezialisierte Firma Pathogen steckt in der Krise. Das Gesundheitsministerium verbietet ihr, ein erfolgversprechendes Antivirus an Menschen zu testen. Micah, der Erfinder des neuen Impfstoffes, feuert den Geschäftsführer, Ram. Um Pathogen zu retten, verabredet Rams Assistentin einen Deal mit einem mysteriösen Investor. Es entspinnt sich ein spannendes Spiel mit gezinkten Karten, in dem auch Micahs Freundin, eine Polizistin, kräftig mitmischt.

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19. September 2016, Montag, 20.00 Uhr, Moviemento
Women in sink, 2015, 36 Minuten, Regisseurin: Iris Zaki

Dies ist die Geschichte eines kleinen christlich-arabischen Frisiersalons, der Koexistenz zwischen arabischen und jüdischen Frauen, und von Iris, der Filmemacherin. Sie hatte sich im letzten Sommer dort ihre Haare waschen lassen und erwartete, von den arabischen Kundinnen vor allem Klagen über ihre Schwierigkeiten als Minderheit in Israel zu hören. Nur, die Wirklichkeit sieht anders aus. Der Salon ist ein freundlicher Treffpunkt für jüdische und arabische Frauen, die sich über das Leben austauschen. Der Film porträtiert zehn jüdische und arabische Frauen anhand der Gespräche mit Iris über Liebe, Politik und ihren Alltag sprechen, während ihnen die Haare gewaschen werden.

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19. September 2016, Montag, 20.00 Uhr, Moviemento
Almost friends, 2014, 60 Minuten, Regisseur: Nitzan Ofir
Deutsche Premiere

Gibt es so etwas wie ein echtes Verständnis zwischen den Kulturen? Kann Freundschaft entstehen, wenn man sich auf zwei Seiten der großen politischen Trennung befindet? Dieser Dokumentarfilm präsentiert uns zwei Mädchen, die sich online getroffen haben. Samar (12) hat eine arabisch-israelische Mutter und einen palästinensischen Vater von der West Bank. Sie wohnt in Lod, einer gemischten Stadt, die durch Armut und Kriminalität gekennzeichnet ist. Linor, 11 Jahre alt, ist in Gush Katif im Gaza-Streifen geboren, aber lebt jetzt in Tlamim, einer religiösen Siedlung. Nur 67 Kilometer trennen Lod von Tlamim voneinander, aber die Mädchen sind vor allem getrennt durch eine tiefe nationale, kulturelle und ideologische Kluft.

tikun

20.9.2016, Dienstag, 20.00 Uhr, Moviemento,
Tikkun, 2015, 120 Minuten, Regisseur: Avishai Sivan

Avishai Sivans kontroverser Film setzt einprägsame Bilder ein, um uns die konfliktreiche Geschichte von Haim-Aaron, einem ernsthaften ultra-orthodoxen Religionswissenschaftler in Jerusalem näher zu bringen. Nach einem selbst auferlegten Fasten kollabiert Haim-Aaron und verliert sein Bewusstsein. Sein Vater rettet ihn. Nach diesem Ereignis kann sich Haim-Aaron nicht mehr auf seine Studien konzentrieren. Er fühlt sich überwältigt vom plötzlichen Erwachen seines Körpers.

barash

20.9.2016, Dienstag, 18.00 Uhr, Moviemento
Barash, 2015, 85 Minuten, Regisseurin: Michal Vinik

Barash ist ein sensibler und realistischer Debutfilm von Michal Vinik. Barash beschreibt das frühe Erwachen einer lesbischen Liebe, es berührt Familienleben, Erwartungen ans Leben und Erwachsenwerden, bei dem das Ringen um sexuelle und ethnische Identität konfliktreich sein können.