Inakzeptable politische Stoßrichtung

Ein Kommentar zum vielgelobten Dokumentarfilm „Töte zuerst“…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 6. März 2013

Schon der deutsche Titel des Films „Töte zuerst“ des israelischen Regisseurs Dror Moreh, wie er bei der ARD ausgestrahlt worden ist, stimmt nachdenklich. Erstmals melden sich sechs ehemalige Chefs des Inlandsgeheimdienstes „Schin Beth“ vor der Kamera zu Wort, um über ihre Fehler und die moralische Problematik ihrer Teils schmutzigen und moralisch umstrittenen Arbeit zu sprechen. Ursprünglich hieß der Film auf Englisch „The Gatekeepers“ (Torwächter). Der Koproduzent NDR beschloss jedoch, ein halbes Zitat von Geheimdienstchef Avi Dichter als Titel zu verwenden. Wie Andrea Lauser vom DIG Freiburg in einem Briefwechsel mit dem NDR richtig feststellte, lautet das komplette Zitat aus dem Talmud: „Wenn jemand kommt, dich zu töten, steh auf, und töte ihn zuerst.“

Das ist die klassische Definition von Notwehr, wie sie auch im deutschen Grundgesetz verankert ist und für jeden deutschen Polizisten gilt. Gleiches gilt auch für Militär und Geheimdienste. Sie haben die Aufgabe die Bürger ihres Staates zu beschützen. Und wenn die mit Gewalt angegriffen werden, ist es oft unumgänglich, selber Gewalt anzuwenden.

Neben diesem verkürzten und deshalb verfälschenden Titels des für den Oskar vorgeschlagen „Dokumentarfilms“ muss man sich fragen, was der Film bezweckte. Jenen, die fern von Israel leben und den israelischen Geheimdienst wohl für eine Verbrecherorganisation halten, liefert der Film eine billige Bestätigung für Israel als Staat, der vermeintlich palästinensischen Terror provoziert und selber schuld am mangelndem Frieden und den eigenen Toten trägt. Doch zeigt dieser Film eher einen Staat mit Geheimdienstchefs, für die Moral der höchste Wert ist und gerade deshalb kehren sie die eigenen Fehler hervor.

Wer die mit manipulierten historischen Filmdokumenten dargestellten Ereignisse verfolgt oder gar miterlebt hat, erfährt nichts Neues über die gezielt herausgepickten Pannen und Skandalaffären des Geheimdienstes.

So ist willkürlich 1967 als Ausgangspunkt ausgewählt worden. Geschickt wird ausgeblendet, dass palästinensischer Terror und arabische Kriege gegen Israel und seine jüdische Bevölkerung schon vor 1967 existierten. Im Vorspann werden nur Gaza und das Westjordanland thematisiert, obgleich Israel 1967 auch die ägyptische Sinaihalbinsel und die syrischen Golanhöhen eroberte, wo auch Menschen leben. Gar kein Thema sind die in Israel lebenden Araber, die heute zwanzig Prozent der Bevölkerung ausmachen. Wiederholt stellten auch sie ein akutes „Sicherheitsproblem“ dar, indem sogar arabische Knesset-Abgeordnete wie Asmi Bischara gemeinsame Sache mit dem Feind machten. Ebenso blendet der Film den weltweiten Antisemitismus und islamistische Vernichtungsaufrufe und Träume gegen Israel aus.

Der Film enthält sogar faktische Ungenauigkeiten. Im dramatischen Ton eines historischen Nachrichtensprechers von 1967 wird da verkündet: „Plötzlich gelangten eine Million Palästinenser unter israelische Kontrolle“. Das ist eine anachronistische Formulierung, denn diese Araber wurden frühestens ab 1968 als „Palästinenser“ bezeichnet.

Die Geheimdienstchefs beklagten mit politisch gefärbter Kritik an der Regierung und dem Parlament, dass „alle“ Mitglieder eines rechtsgerichteten jüdischen Terrorrings vorzeitig begnadigt worden seien. So soll dem ahnungslosen Zuschauer weiß gemacht werden, dass die israelischen Regierungen selbst mit Verbrechern unter den Siedlern gemeinsame Sache machen. Doch auch das ist faktisch falsch. Nicht nur sitzt der Rabinmörder weiterhin im Gefängnis. Auch Ami Popper oder Jona Abrushmi, die aus politischen Motiven Araber ermordet haben, sitzen weiterhin hinter Gittern, während der Staat Israel Hunderte arabische Massenmörder, teilweise nach nur kurzer Haftstrafe freiließ, im Rahmen von Gefangenenaustauschs. Darüber fällt in dem Film kein einziges Wort.

Regisseur Dror Moreh hatte die sechs noch lebenden Geheimdienstchefs zu Pannen befragt, die in Israel längst bis ins letzte Detail diskutiert worden sind. Ein klassisches Beispiel ist die Tötung von zwei Terroristen, die einen Bus der Linie 300 entführt hatten. Beide Männer waren lebendig gefangen worden, was Pressefotos belegten. Nach ihrer Festnahme sind sie von Geheimdienstagenten ermordet worden.

Im Film werden Peinlichkeiten thematisiert, wie Soldaten, die  mangels Arabischkenntnissen während einer Volkszählung den Arabern an der Haustür erklären: „Wir sind gekommen, Euch zu kastrieren“, anstatt korrekt zu sagen: „Wir wollen euch zählen.“ Ein wenig Humor heitert so das ernste Thema ein wenig auf.

Gewiss ist es pikant, mit Geheimdienstchefs über Moral und „Grenzen der Legalität“ zu philosophieren. Andererseits ist die Masche der Geheimdienstler etwas plump, die Fehler und Missstände auf ihre ehemaligen Vorgesetzten, nämlich die jeweiligen Regierungschefs abzuschieben. Das ist billige politische Polemik, die in einem vermeintlichen „Dokumentarfilm“ nichts zu suchen haben sollte.

Natürlich ist es positiv, wenn Geheimdienstagenten über „außergerichtliche Hinrichtungen“ nachdenken.

Am Ende muss man sich fragen, was die selbstkritischen Geheimdienstchefs bezweckten, wenn sie mit ihren Vorgesetzten, den Ministerpräsidenten, abrechneten, die Pannen und eigenen Fehler hervorkehrten und dann auch noch politische Ratschläge erteilten.

Die Antwort dazu ist einfach. Die Interviewten sind heute allesamt Privatleute. Einige sind Politiker geworden. Der Film war für sie eine billige Methode, sich zu profilieren und mit Ruhm zu bekleckern. Sie haben nichts Neues erzählt und nur alte Kamellen aufgewärmt. Und weil auch die moralischen Fragen längst ausdiskutiert sind, wird der Film in Israel gar nichts bewirken, zumal er populistisch und mit billigen Mitteln seine private politische Meinung des Regisseurs hinausposaunt. Das ist sein gutes Recht und in Israel ein verbreitetes Phänomen.

Eine andere Frage ist, wie der Film im Ausland und besonders in Deutschland aufgenommen wird. Da hat allein schon der vom NDR (im Einvernehmen mit dem Regisseur) ausgewählte Titel „Töte zuerst“ dem Film eine inakzeptable politische Stoßrichtung zuerteilt.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

http://youtu.be/Y_UByKo6dfk

157 Kommentare zu “Inakzeptable politische Stoßrichtung

  1. Jakobo, es ist sicher richtig, dass der deutsche Einfluss auf die Palästinenser nicht dramatisiert werden darf. Es wäre aber nett, wenn z.B. deutsche NGOs, Friedensinitiativen oder die Kirche es sich auch mal zur Aufgabe machen würden, mäßigend auf die palästinensischen Eliten einzuwirken.

    • „Es wäre aber nett, wenn z.B. deutsche NGOs, Friedensinitiativen oder die Kirche es sich auch mal zur Aufgabe machen würden, mäßigend auf die palästinensischen Eliten einzuwirken.“

      ja, nett waere so einiges. 😉

      ich verstehe schon was sie meinen. aber wie gesagt, die araber
      wissen genau welchen diskurs sie nehmen muessen um bei der oder
      der gruppe anzukommen. es ist auch nicht allzu schwer, sie
      koennen die selben ziele einem rechten auf eine weise
      begruenden, und einem linken auf eine andere weise. ein und
      das selbe ziel auf zwei verschiedene weisen erklaert, und
      es wird gut ankommen.

      nur israel stellt sich etwas schlapp an. in der christlichen
      welt kommt es gut an, wenn man bedauert wird, und in der
      arabischen welt kommt es gut an wenn man keine schwaeche
      zeigt. israel schafft es leider immer wieder vor der westlichen
      welt als bestie und vor der arabischen als schwach darzustehn.
      genau umgekehrt sozusagen.

      ich faende es nett wenn die palaestinensichen eliten es sich
      zur aufgabe machen wuerden, maesigend auf die
      „friedensinitiativen“ einzuwirken.

      J

  2. Wer die Bezeichnung ‚Palästina‘ verwendet – gerade im Zusammenhang mit existenziell-politischen Fragen – , sollte schon die genaue Definition dessen auch kennen und NICHT so TUN, als dass es sich dabei ausschliesslich lediglich nur um das Gebiet des heutigen Jüdischen Staates Israel handle, evtl. gar damit zu suggerieren versuchen, sog. ‚Palästina‘ sei ‚den Arabern‘ …besser deren ‚Eliten‘ quasi WEGgenommen worden!

    Wer, Wann, Wie …’völlig gewaltfrei‘ …blutig …unter welchen Umständen auch immer …Was abtrennte, schuf, …ändert an der definierten ‚Masse‘ NIX! …liesse diese ‚undebattiert‘ um ergebliche Anteile einfach so wegschwinden

    Kaum jemand mag z. B. in solch einem Zusammenhang die Bezeichnung ‚Mesopotamien‘ für das heutige Gebiet des Irak oder gar ‚Deutsches Reich‘ für das Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland verwenden.

    Wie ich hier einmal gelesen habe, handelt es sich vielmehr seit der Wiedergründung Israels um eine gezielte Verwendung des Begriffes ‚Palästina‘ als arabischen KampfCodeBegriff – zahlreich belegt durch mörderische Aggressionen, Terror und Krieg.

  3. @Jakobo

    Antisemitismus ist eine Freie Entscheidung ueber das Bewusstsein.

    Wer Antisemitisch sein will der ist es auch aus Freiem Willen und hat sich dafuer entschieden.

    Das gleich gilt fuer die Deutschen Linksextremen Antisemiten die schon zu RAF Zeiten den PA Terroristen im nichts nachstanden.

    • „Das gleich gilt fuer die Deutschen Linksextremen Antisemiten die schon zu RAF Zeiten den PA Terroristen im nichts
      nachstanden.“

      da stimmen wir ueberein.

      „Antisemitismus ist eine Freie Entscheidung ueber das Bewusstsein.

      Wer Antisemitisch sein will der ist es auch aus Freiem Willen und hat sich dafuer entschieden.“

      das schliesst sich ja nicht aus, und wenn es das wuerde, das aendert gar nichts an den tatsachen selbst, also am
      antisemitismus.

      J

  4. “efem 17. März 2013 – ו׳ בניסן תשע״ג at 13:14

    @ riciano

    Und wenn du es noch so oft wiederholst: es stimmt einfach “nicht“, was du über 1948 erzählst:

    “the RESULT:

    78 % der Fläche sog. Mandats’palästina‘: ARABISCHES Reich”

    1948 war längst KEINE REDE MEHR davon, s. z.B. Wikipedia:

    “Während des Ersten Weltkrieges hatten die Briten sowohl Juden als auch Arabern Gebiete im Nahen Osten zugesagt. … …

    AUF dem MandatsGEBIET entstanden später das heutige Israel UND JORDANIEN, der Gazastreifen und das Westjordanland. 1923 wurde das Emirat Transjordanien abgetrennt, welches 1946 unabhängiges Königreich wurde. Im eigentlichen Sinne erstreckte sich das Mandatsgebiet daher bis 1948 nur noch zwischen Jordan und Mittelmeer (das heutige Israel und die palästinensischen Gebiete) … …

    Artikel 25 erlaubte es Großbritannien, die Mandatsgebiete ‘zwischen dem Jordan und der endgültig festgelegten Ostgrenze PALÄSTINAs’ von der Durchführung von wesentlichen Mandatsbestimmungen, wie denen zur Errichtung einer jüdischen nationalen Heimstätte, vorläufig (eher ENDGÜLTIG) auszunehmen. Damit wurde die Voraussetzung (FAKTEN) für die 1923 erfolgte Einsetzung des halbautonomen Emirats Transjordanien (des Vorläufers des heutigen Staates Jordanien) durch die Briten geschaffen, so dass der Raum für die Errichtung einer nationalen Heimstätte in Palästina auf das Gebiet westlich des Jordan (Cisjordanien) BESCHRÄNKT wurde.”

    Also: Transjordanien stand ab 1923 nicht mehr zur Debatte, weil die Britische Regierung resp. der Völkerbund es vom britischen Mandat lösten (sog. Palästina (ungleich) TEILTEN!), was völlig gewaltfrei verlief. Es wurde zusätzlich zudem 1946, nicht 1948, völlig selbständig.

    Nachstehendes samt Folgerungen ist kein verfrühter Aprilscherz:
    Im gleichen Wikipedia-Artikel steht etwas, das zum NACHDENKEN reizt:

    “Der Völkerbund legitimierte das alliierte Übereinkommen von San Remo, indem er Britannien 1 9 2 2 NEUNZEHNHUNDERTZWEIUNDZWANZIG das Mandat für “sog.“ P a l ä s t i n a erteilte. DIE GENAUE DEFINITION des Mandats folgte bei dieser Gelegenheit.
    P a l ä s t i n a meinte demnach A L L jene Gebiete, aus denen später der Staat Israel hervorgehen sollte, außerdem den Gazastreifen, das Westjordanland, Teile der Golanhöhen, S O W I E das Königreich (Trans-)Jordanien.“

    Lieber efem, wenn Du Deine ‚vorwurfsvoll‘ tradierten Ausführungen inkl. all den darin zitierten Geschichtsdaten ‘wiederholend‘ noch einmal genauer liest, wirst Du feststellen – vllt. bestätigen – , dass ‘es einfach stimmt‘, was ich ‘noch so oft‘ versuchte, zum Konflikt verdeutlichend anzumerken.

    1.

    Begriff: “Palästina“

    Bezeichnung für “ALL jene Gebiete …“ wiki VOLLSTÄNDIG nach dem 1.WELTKRIEG 1918 und dem Zerfall des osmanischen Reiches (kein anderes ist historisch belegbar …hat es NIE gegeben)

    2.

    “…zum Nachdenken:

    “Der Völkerbund legitimierte das alliierte Übereinkommen von San Remo, indem er Britannien 1 9 2 2 NEUNZEHNHUNDERTZWEIUNDZWANZIG das Mandat für “sog.“ P a l ä s t i n a erteilte. DIE GENAUE DEFINITION des Mandats folgte bei dieser Gelegenheit.“ … DEFINIERTE TATSACHE!

    3.

    “wurde zusätzlich zudem 1 9 4 6 , nicht 1948, völlig selbständig“ – vollkommen korrekt, so hatte ich es stets zitiert! …unmittelbar vor ENDE des Mandates.

    “the RESULT:
    78 % der nach 1918 als sog. ‘Palästina‘ KLAR DEFINIERTEN Fläche: ARABISCHES Reich” …Was denn sonst???

    Wo wir doch allesamt immer so sezierend korrekt bis nahezu ‘kleinlich‘ daher kommen müssen, finde ich es durchaus sehr wichtig, diese TATSACHEN und FAKTEN zur Entstehung des Konfliktes der Vollständigkeit halber in all jene hitzig ‘blutigen Debatten‘ mit einzubeziehen, so es doch in der Betrachtung der komplexen Gesamtheit den Blick erweitert. Genau deshalb ist es unredlich …FALSCH zu behaupten, allein Israel trägt ‘Schuld‘ …hat die arabischen Seelen ihres Landes beraubt – KEINESWEGS!

    “ …nicht mehr zur Debatte“ komfortabel, a bissle mager und relativ “preiswert“?

    “ …was völlig gewaltfrei verlief.“ – LEIDER reichte solches für den eigentlich definierten Inhalt des einstigen Mandatsauftrages …für Israel NICHT 🙁

    so what

  5. PS: ich denke dass der antisemitismus in europa aehnlich ist
    wie die angst vor spinnen oder maeusen. manche haben sie
    einfach nicht, aber bei einigen schlummert sie einfach nur
    tief im unterbewussten vor sich hin und wartet auf den moment.
    2000 jahre antisemitismus auf spirituellen niveau in europa ist
    eine lange zeit.

    J

  6. Die christliche Welt mit über 40.000.000 km² hat die Juden vor den deutschen Verbrechen nicht schützen können (mit Ausnahme der wunderbaren Vereinigten Staaten von Amerika):

    http://www.religionsunterricht-pfalz.de/bibliothek/bilder/christentum-weltkarte.jpg

    Die moslemische – arabische Welt mit über 14.000.000 km² verweigerte sich bis heute, über 700.000 muslimisch-arabischen Flüchtlinge und deren Nachkommen zu integrieren und anständig zu behandeln (was den deutschen „Freunden“ der Palästinenser völlig wurscht ist):

    http://lhg-bw.de/heidelberg/files/2010/09/arabische-welt.jpg

    Die palästinensische Bevölkerung wird von angeblichen deutschen „Freunden“ der Palästinenser gegen Juden in Israel in Stellung gebracht, (was der H.B. Stiftung mit ihrer Schrift „Palästina und die Palästinenser: 60 Jahre nach der Nakba“ auf perfide Weise gelungen ist). Dass die gebeutelte palästinensische Bevölkerung von ideologisch verblendeten palästinensischen Eliten für deren Kampf gegen die Juden missbraucht wird, ist den deutschen „Freunden“ der Palästinenser nicht nur wurscht, die heizen das an, wo sie nur können.

    In den o.g. Links sehen wir die christliche- und die arabische – muslimische Welt, in der die jeweiligen Religionen dominant sind. Aber nicht nur die H.B. Stiftung hat in ihrem o.g. Pamphlet eine andere Perspektive. Die suchen sich den jüdischen Staat mit dem Vergrößerungsglas raus und präsentieren mit geschickt aufgearbeitetem Kartenmaterial und Zahlen die deutsche Sicht der Verhältnisse. Da werden dann solche Sätze hingeschmiert wie:

    Zitat

    „Landkauf und Vertreibung“ (S.65)

    „Was die zionistische Politik betraf, so zielte diese von Anfang an auf den Boden Palästinas „(S.68)

    „Das sich herausbildende Muster war jedoch, dass die Etablierung einer neuen jüdischen Kolonie…“ (S.66)
    [Und viele Ungeheuerlichkeiten mehr]

    Zitate Ende.

    Wenn man so sehr von ideologischer Wut vollgesogen ist, dann kann man es einfach nicht wahrnehmen, dass sechsmillionen Mal die gleiche Frage gestellt wird:
    „ABER WO HÄTTEN UNSERE LIEBEN DENN SONST HINGEHEN SOLLEN? WIR HATTEN ES NICHT MEHR GESCHAFFT !!“

    Ob die Juden in der Diaspora leben oder sich auf ein winzig kleines Fleckchen Erde im Nahen Osten zurückgezogen haben; wohin immer sich die Juden zurückziehen, ihnen wird von Teilen meiner deutsch christlichen Community immer und überall die Schuld an allem Übel, so auch am Elend der Palästinenser, zugewiesen. Der Hass mancher Deutscher verfolgt die Juden von Worms über Auschwitz nach Palästina bis an den Rand des Universums und über den Tod hinaus. Nicht einmal der Bericht von Christoph Diekmann kann manche Deutsche zum Nachdenken darüber bewegen, weshalb, Israel den Juden als jüdischer Staat zusteht. Das Geschwätz von der israelischen (jüdischen) Lobby oder von dem Vorwurf der ethnischen Säuberung, den ausgerechnet Deutsche gegen die Juden kehren, um etwas in die „Waagschale“ zu werfen, den Holocaust aufzuwiegen, all das ist nicht weniger, bis in den Abgrund verdorben, wie das Verbrechen selbst.

    Über 40.000.000 km² auf denen die Christen dominant sind. Über 14.000.000 km² auf denen die arabischen Muslime dominant sind, aber einen winzigen Bruchteil dessen, auf dem sich die Verfolgten vor dem Holocaust geretteten Juden zurückgezogen haben, können viele Deutsche nicht ertragen. Wilde „Zahlen- und Kartenwerke“ werden stereotyp, hingeschmiert und Israel vor die Füße geworfen (vgl. „Palästina und die Palästinenser: 60 Jahre nach der Nakba“). Sie geben keine Ruhe. Der immer währende Trieb vieler deutscher Christen, auch nach 1945, den Juden selbst in dem kleinen Haus Israel die Hölle heiß zu machen, ist nichts besser als die SS, die die Juden aus ihren Häusern in den Tod getrieben hat. Am Ende rechnen, schmieren und brüllen solche Leute so lange bis man die Juden selbst in ihrem kleinen Israel wieder aus ihren Wohnungen wirft, wie damals die SS in Berlin, Warschau, Krakow und allen anderen europäischen Städten. Wie damals, als die Nazis über ihren „Vervielfältiger“ Amin al Husseini den Judenhass den Arabern erst so richtig eingebimst haben und den „letzten Schliff“ gaben, sind es heute wieder die Deutschen, die sich als „Freunde“ der Palästinenser tarnen, und dabei nichts unversucht lassen, den Hass der Araber gegen die Juden anzuheizen. Nach dem unaussprechlichen Mord an den europäischen Juden treiben solche Leute heute, durch ihre Hetze, mit ihrem antisemitischen Müll auch noch die gebeutelte palästinensische Bevölkerung in`s Verderben.

    Am Ende bleibt der Satz von Karl Pfeifer:

    „Der Mechanismus und die Stereotypen, die sie dabei anwenden stammt meistens aus dem klassischen “alten” Antisemitismus.“

    • „Die palästinensische Bevölkerung wird von angeblichen deutschen „Freunden“ der Palästinenser gegen Juden in Israel in Stellung gebracht,“

      ich glaube sie ueberschaetzen die deutschen etwas.

      es ist wohl im allgemeinen eher so, dass die palestinensische
      fuehrung weis wie sie reden muss, um bei den linken gut
      anzukommen. und die laufen denen dann auch brav hinterher.

      unter arabern wird dann eben ein anderer ton angeschlagen der
      halt dort besser ankommt.

      J

  7. GENF, 17. Maerz – Morgen ist Hass Israel Day bei der UNO

    In dem dystopischen Universum des UN Human Rights Council – wo Slave-holding Mauretanien Vorsitz die Debatten der letzten Woche hatte, wo Kasachstan, Pakistan und Venezuela neu gewaehlten Mitglieder sind, und wo eine kubanisch-led Deklaration besagt, Krieg ist Frieden – den eingebaut -im Zeitplan jeder Sitzung enthaelt 1 Tag ausschließlich gewidmet der Hass gegen den juedischen Staat.

    Headliner das Programm dieses Mal wird die Vorlage eines Berichts von einer „Fact Finding Mission“ sein, das die israelischen Siedlungen zur unmittelbare Ursache aller palaestinensischen Uebels macht.

    Ebenfalls auf dem Programm werden drei zusaetzliche Berichte der Vereinten Nationen sein um Israel zu verurteilen, darunter eine, die sich mehrere Seiten widmet Anschuldigungen von Kuba und Syrien, dass Israel grob die Menschenrechte in den Golanhoehen verletzt.

    Die weltweit schlimmsten Taeter haben das Wort in der UN Human Rights

    Das ist das gleiche als ob Verbrecher und Ganoven in einem Vorstand eines Sicherheitsunternhmen sitzen wuerden und zusaetzlich im Vorstand fuer „Schuetzt unsere Kinder vor Verbrechern“

    http://www.unwatch.org/cms.asp?id=3877423&campaign_id=63111

  8. Pfeifer,

    den „Israelbashing-Block“, sofern es den denn je gegeben haben sollte, postet hier nicht (mehr).

    Auf diesen Seiten sehe ich fast nur sich selbst auf die Schultern klopfende ‚old boys‘ mit betonierter Perspektive.

    Hmm… sofern also dieser >>I.B.B<< mal mitdebattiert haben sollte – eigentlich sehe ich davon nur die vermeintlich Eine – scheinen die womöglich in einem anderen Diskussionsportal abgewandert zu sein. Hier ist doch eher eine recht sparsame Gedankenfluktuation festzustellen…

    • „den “Israelbashing-Block”, sofern es den denn je gegeben haben sollte, postet hier nicht (mehr).

      Auf diesen Seiten sehe ich fast nur sich selbst auf die Schultern klopfende ‘old boys’ mit betonierter Perspektive.“

      ihre kriterien scheinen mir „etwas“ verschoben zu sein…..

      J

  9. „Am Ende muss man sich fragen, was die selbstkritischen Geheimdienstchefs bezweckten, wenn sie mit ihren Vorgesetzten, den Ministerpräsidenten, abrechneten, die Pannen und eigenen Fehler hervorkehrten und dann auch noch politische Ratschläge erteilten.

    Die Antwort dazu ist einfach. Die Interviewten sind heute allesamt Privatleute. Einige sind Politiker geworden. Der Film war für sie eine billige Methode, sich zu profilieren und mit Ruhm zu bekleckern. Sie haben nichts Neues erzählt und nur alte Kamellen aufgewärmt. Und weil auch die moralischen Fragen längst ausdiskutiert sind, wird der Film in Israel gar nichts bewirken, zumal er populistisch und mit billigen Mitteln seine private politische Meinung des Regisseurs hinausposaunt. Das ist sein gutes Recht und in Israel ein verbreitetes Phänomen.“

    „Regisseur Dror Moreh hatte die sechs noch lebenden Geheimdienstchefs … “ und wieder:

    „Der Film war für sie eine billige Methode, sich zu profilieren und mit Ruhm zu bekleckern. Sie haben nichts Neues erzählt und nur alte Kamellen aufgewärmt“

    Wie in jedem Staat üblich sind die „Geheimdienstchefs“ so ausgewählt, daß diese nach Beendigung ihrer Amtszeit „sich profilieren und mit Ruhm bekleckern“

    Entweder sind die Israelis zu blöde sich verantwortliche „Geheimdienstchefs“ auszuwählen, oder der Autor ist zu blöde, deren überraschend öffentlich gemachte Meinung zu kapieren.

    Ich persönlich glaube nicht, daß die Israelis zu blöde sind, prinzipiell unfähige Leute in die Führung Ihrer Geheimdienste zu setzen..

    • Hm. Willst du mit dem letzten Satz sagen, dass „die Israelis“, womit du wohl die jeweiligen Regierungen von IL meinst, mit voller Absicht Unfähige zu Chefs der Geheimdienste machen?

      Also ich empfand die Herren nicht als unfähig, im Gegenteil, jedoch durchaus in bestimmter Lage als mit voller Absicht ausgebremst, selbst wenn das zum Schaden Israels geschieht, wie ja im Film erläutert. Politiker sind häufig kurzsichtig, und die Geheimdienstchefs nicht als Optiker eingestellt, das machen andere.

      Im Amt dürfen sie sich nicht an die Öffentlichkeit wenden, wie gut oder auch nicht sie auch sein mögen: Geheimhaltung aller Vorgänge und Erkenntnisse, seien es auch die größten Banalitäten, ist oberstes Gebot bei Schlapphut & Co. Sch….job.

  10. Israel reicht den Palaestinensern die Hand und die haben nichts anderes im Kopf ausser Terror.

    Hier wieder ein aktuelles Beispiel das guter Wille gegenueber den Palaestinenser mit Terror der Palaestinenser beantwortet wird.

    Nach Jahren des sicheren Fahren israelischer Autofahrer auf der alten Tel Aviv-Jerusalem Autobahn wurde die Strasse auch fuer PA arabischen Verkehr als „Geste des guten Willens“ zur Stuetzung der Ramallah-basierte PA Regierung Fatah-Fuehrer Mahmoud Abbas geoeffnet, trotz zahlreicher Appelle an die Israeliche Regierung von den Bewohner der Region es nicht zu tun.

    Samstag Abend wurde ein Rabbiner aus Modi’in auf dem Hihgway 443 Richtung Jerusalem von Palaestinensischen Terroisten mit Steinen Angegriffen.

    Ein Polizeisprecher , der Rabbi Navon Auto überpruefte sagte ihm, dass er nicht der erste Fall der Polizei an diesem Tag war. Und das der Stein, das den Rabbiner fast traf besonders groß war.

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/166293

    Die Konsequenz wird sein das diese Strasse wenn der Terror weiter geht fuer den Arabischen Verkehr wieder geschlossen wird.

    In der Europaeischen Presse und besonders bei den Linken Antisemitischen und Anti Israelischen Organisationen wird es wieder heissen das Israel Schuld ist.

  11. Und noch einer, die Menschenrechte stehen dem Prinzip der „universellen Liebe“, welche die Stärkste Kraft des Universums ist, nahe. Eine Religion, die keine „Liebe“ hat, ist schwach und wird unterliegen, und Liebe, heisst nicht, nur den einen lieben, sondern alle lieben, erst dann ist Liebe universell, da sieht es in einigen Religionen doch sehr „düster“ aus.

  12. Ach so Mist und noch Nachtrag, also in Afrika da werden Homosexuelle ermordet, STGB, Mord 15-25 Jahre Haft. In Afrika werden 500.000 Frauen zwangsbeschnitten unter gräulichen Umständen. In Afrika ist die Frau total unterdrückt. In Afrika werden Frauen als Hexen gejagt. In Afrika ist die Frau dem Mann total untertan, wie in Indien, werden die Frauen fürchterlich behandelt. Nun kommt nicht wieder mit euren deutschen erlogenen Vergewaltugungslügen, wenn ich einen erwische dann hat er Knast verdient, mindestens 10 Jahre für diese Propaganda, und eines Tages erwischt es euch grausam STGB §. Also in patriarchalischen Gesellschaften wird die Frau fürchterlich unterdrückt. Als Massstab für diese grausame Unterdrückung setzt die UN heute „Menschenrechtsmaßstäbe“ an und nicht „Religionen“ als Maßstab, und zwar muss man sagen „Gott sei Dank“, denn die Kirche hat sich immer gegen die Menschenrechte ausgesprochen sowie alle Religionen. Nun lesen sie sich die Menschenrechte an ? Diese sind das Wort Gottes, und nichts anders, sie sind das wahre Wort Gottes, und können aus Jesus Christus direkt abgeleitet werden, wenn sie ableiten können, formallogisch ? Und daher werden diese Menschenrechte auch den Frieden bringen, denn dazu wurden sie geschaffen, entgegen den Hetzlügen von so vielen falschen Priestern. Diese Menschenrechte werden den Krieg auf diesem winzigen Planete beenden, und nichts sonst !

  13. Mist, jetzt hab ich die Hälfte wieder vergessen. Also der moderne Mensch der Aufklärung, vergleicht die Religionen mit den Menschenrechten. Der moderne Mensch glaubt nicht an den Teufel. Der moderne Mensch ist nicht „abergläubisch“ sondern aufgeklärt, die Kirchen werden sich leider mit „Bazillen“ auf dem Mars auseinander setzen müssen, genau wie mit der Evolutionslehre. Der modernde Mensch der französischen Revolution analysiert und erhält als Ergebnis die Lügen und Wahnvorstellungen der unzähligen Meinungsgebilde auf dem Tisch serviert. Aus der Sicht eines aufgeklärten Menschen, welche sämtliche heute existierenden Menschenrechte und Humanen Strömungen sowie alle Friedensbildenden Gesetzte, wie z.B. Gewaltfreiheit in Europa durchsetzten, nach Jahren der Barbarei der Religionen, Inquisitionen, dreissigjährigen Krieg, u.s.w. ist ein Bürger mit welcher Religion oder Philosophie auch immer, ein gleichberechtigter Bürger, und sonst nichts. Diese sogenannte Religionsfreiheit führe zum Frieden und nichts anderes, diese Gesetze machen Europa, entgegen den Deutschen aus, und sie haben sich in der Praxis bewährt.

    • „Der modernde Mensch der französischen Revolution“

      So gemeint oder Tippfehler? Also so, wie es da steht, hat es schon was für sich – bloß was? Jedenfalls erweckt es auf den ersten Blick Heiterkeit.

    • „Diese sogenannte Religionsfreiheit führe zum Frieden und nichts anderes, diese Gesetze machen Europa, entgegen den Deutschen aus“

      Was meinst du damit? Der Antisemitismus der Nazis wandte sich im Gegensatz zu seinem Vorläufer, dem Antijudaismus, nur am Rande gegen die jüdische Religion (soweit man davon sprechen kann, aber das ist ein anderes Thema), sondern, was eigentlich bekannt ist, gegen eine im 19ten Jahrhundert erfundene Menschen-„Rasse“, nämlich „die jüdische R.“.

      Zur Zeit der Inquisition und auch später noch konnten Jüdinnen und Juden sich vor der Verfolgung retten, wenn sie sich taufen ließen. Im „III. Reich“ bot das keinen Schutz. Auch vor der Nazizeit aus sonst was für Gründen zum Christentum konvertierte Jüdinnen und Juden wurden gnadenlos ins Gas geschickt. Höherrangiger SS-ler konnte nicht werden, wessen einer Ur-urgroßelternteil jüdisch war, wel damit die geforderte Reinrsssigkeit nicht gegeben war. Christ war so einer wenigsten dem Taufschein nach schon, obwohl er gehalten war, sich davon zu distanzieren, möglichst zu Gunsten einer Verehrung der „nordischen“ Götterwelt und anderer esoterisch angehauchter Geisteshaltungen a la Himmler.

  14. Wir können gerne falsifizieren lassen, was wirklich stimmt. Wahr ist, das die jüdischen Bürger schon vor einigen Tausend Jahren diese ganze Region komplett besaßen, und auch Jordanien. Wahr ist, das die Israeliten doch aus „Ägypten“ kamen, oder nicht ? Wahr ist auch, dass sämtliche „islamischen“ Gebiete erobert wurden und sie heute ein Gebiet so groß wie Afrika besitzen. Wahr ist, dass in komplett all diesen Gebieten absolut keine Religionsfreiheit nach modernem Standard existiert. Wahr ist, dass in vielen Staatsislamschen Gebieten, das Händeabhacken, Steinigen, Todesstrafe für Ehebrecher, Auspeitschungen, Folter, Zwangsheirat(jetzt endlich international anerkannt, Geichberechtigung von Mann und Frau vor der UN), die Scharia (welche sämtlichen Grundsätzen der Deklaration der allgemeinen Menschenrechte widerspricht und sogar Mord STGB erlaubt), vorherscht. Nun kommen da irgendwelche Leute und sagen, dass Israel „gestohlen“ wurde. Nein, Fakt ist, es war faktisch falsifizeirbar und 100% genau, genau andersherum. Die ursprünglich in der ganzen Region ansässigen Israeliten und Judäer, wurden vom Römischen Reich entrechtet und dann in die Diaspora geschickt, durch 2000 Jahre Progrome, und den letztendlich von Deutschland ausgeführten totalen Genozid an Juden und vielen anderen, sowie den stalinistischen Verbrechen an den Juden in der Sowjetunion, beschlossen die restlichen Juden wieder in ihr angestammtes, biblisches Land zurückzukehren. Während islamische Bürger international Ländereien wie Afghanistan, Pakistan, Albanien, Tunesien, Ägypten, Saudi Arabien, Sudan, Marokko, Algerien, u.s.w. kriegerisch überwältigten und eroberten, und sämtliche Andersdenkenden bis heute allmählich aus den Ländern entfernte, im Irak ist es für Christen lebensgefährlich, in der Zwischenzeit sind hundert tausende Christen ermordet worden, jüngster Anschlag war in Pakistan, Kongo, u.s.w. An Zahlen belegbar. Für einen echten „Linken“ also nicht die aus Deustchland (sind Imperialisten), also einen echten Linken, einen ehrlichen Humanisten, sieht das so aus, dass die Palästinenser dort in den Gebieten, diese Gebiete vor einigen hundert Jahren eroberten und besetzten, weil die Juden während dieser Zeit um die ganze Erde gehetzt wurden, und sich durch ein Progrom und dem nächsten Progrom gezwungen sahen, immer wieder umzusiedeln. Damals galt noch der althergebrachete Slogan, Juden sind Christusmörder. Das hat sich heute unter moderner Forschung als Lüge herausgestellt, wird aber immer noch als Schlagwort (genetisch manifestiert ?), angewendet. So, die aktuelle Lage in Ägypten sieht man ja ? Syrien, auch klar ? Also das Ziel eines aufrichtigen Linken wäre die Ursachen Bekämpfung, wo wurzelt der Konflikt, wo entstehen neue Konflikt Herde, wie kann man sie „lösen“ ? Glasklare Antwort, durch die Einsetzung und volle Akzeptanz der Deklaration der Menschenrechte und ihre Durchsetzung in aller Hinsicht. Nun sieht es in komplett allen „Staatsislamischen Ländern“ so aus, dass es noch eine langwierige Entwicklung ist, bis sich auch nur Ansatzweise Menschenrechte durchsetzen, und so „geostrategische Interessen“ der USA oder anderer Konzernchefs die Lage ausnutzen können. Also warum geht man nicht hin und versucht im Gaza Streifen, im Westjordanland, und im Libanon, sowie in Syrien, Ägypten, Marokko, und ganz besonders im Iran, Irak, und als wichtigsten Kandidaten, in Saudi Arabien, die Menschenrechte durchzusetzen, es warten doch noch viel mehr Kandidaten, Nord Korea, China, viele grausame Diktaturen in Afrika, und sogar neu entstehende Diktaturen mitten in Europa.

    • Es heißt „Pogrom“, nicht Progrom (was beispielsweise Herr Hitler in „Mein Kampf“ auch falsch schrieb: das „r“ fehlte ihm daher im Buchtitel, die Schwarte muss nämlich eigentlich „Mein Krampf“ heißen), russisch für Aufruhr u.ä., teilweise verengt auf Auschreitung bis hin zu Mord nicht gegen die Regierenden, was der ursprüngliche Sinn ist, sondern gegen schutzlose Minderheiten, vor allem jüdische Menschen.

  15. Jawohl da kann der hier postendene Israelbasherblock zufrieden sein. Syrien ist Mitglied in der UNO Menschenrechtskommission und unterbreitete eine Resolution, um Israel zu verurteilen, weil es die Kinder am Golan angeblich nicht gut behandelt.
    http://hurryupharry.org/2013/03/15/news-from-the-un-syria-and-egypt/

    Vielleicht sollte die UNO einen Beschluss fassen, ein Regime, das nicht wenigstens 70.000 seiner Bürger massakriert sollte nicht in die Menschenrechtskommission der UNO zugelassen werden.

    • Israelbasher…

      Wieso das syrische Regime solche Töne spuckt, sollten sich die Fragen, die es dem allein schon von der Bevölkerungsanzahl etwa vierfach größeren Iran in die offenen Arme getrieben haben. Ist es ein Wunder, dass es gezwungen ist, dessen Hasstiraden nachzubeten, von der bisher +/- konstant verfolgten Linie des feindseligen Schweigens abzurücken, wenn es nicht der Hilfe des in realiter ungeliebten Gottesstaates, der happy ist, endlich einn Fuß in arabischem Land zu haben, verlustig gehen will?

      Was ists eigentlich mit Syrienbashing? „Der Diktator schlachtet sein eigenes Volk“. Vermutlich hat er die bisher etwa 12.000 toten Soldaten, Polizisten und Sicherheitskräfte, die mit bei den von der in London sitzenden „Rebellen“zentrale behaupteten 70.000 Toten sind, auch geschlachtet.

      Es steht aber die Frage im Raum, wieso eigentlich in einem Land, in dem sich eine kämpferische, militante Opposition gebildet hat, die auf Polizei und Streitkräfte schießt, diese Angegriffenen sich nicht zu verteidigen suchen sollten, ihrerseits alle Anstrengungen zu unternehmen haben, die Militanten zurückzudrängen. Dass diese Militanten ihre Gefallenen als Zivilisten – die sie ja auch sind – und nicht als Kämpfer ausweisen – also das sollte jemand, dem die gleiche Taktik bei etwa der Hamas bekannt ist, schon in Rechnung ziehen.

      Was es zur „Befreiung des syrischen Volkes“ beiträgt, wenn archäologische Ausgrabungsstätten ausgeraubt werden (ein weltberühmtes römisches Mosaik ist verschwunden), wenn die fast ebenso berühmte Pferdezucht edelster Araber statt aus über 700 Pferden nur noch aus ein paar besteht, wenn Ölförderanlagen über die Türkei nach Katar geschafft werden, weil „die syrische Regierung sie dort gestohlen hat“, wenn Baumwollsammlungen (Syrien exportiert Baumwolle) von bis zu 500 Tonnen ohne Grund in Brand geschossen werden von den „Rebellen“, wenn Getreidesilos ausgeräumt und Wasserleitungen gekappt und Gasleitungn gesprengt werden genau wie die Stromversorgung unterbrochen und Umspannwerke ebenfalls demontiert und in die Türkei geschafft werden, wenn sich die „Rebellen“ nun in eine Stadt begeben wollen, die bisher verschont blieb, um die syrische Armee von dort anzugreifen, was zwangsläufig zur Verwüstung beim Häuserkampf führen muss, wenn Krankenhäuser überfallen, ausgeräumt und anschließend in Brand gesteckt werden, wenn schiitische Moscheen platt gemacht werden genau wie Kirchen jeder Konfessionsvariante und und und, wenn das so ist, ist es jedenfalls nicht der Regierung anzulasten, genausowenig wie die gewollte Zerstörung der übrigen Infrastruktur und unzähliger Wohnungen. Ganze Viertel gleichen Geisterstädten – mit aber meist intakten Dächern, was also nicht von den ständig behaupteten Luftangriffen herrühren kann, bei denen, seit Guernica ist das bekannt, kaum ein Dach heile bleibt.

      Assads Armee versucht noch immer verzweifelt, das alles irgendwie zu unterbinden: Nein, sagt die davon unbetroffene westliche Welt samt den arabischen Golfstaaten – was tut ihr denn da, das dürft ihr aber nicht! Wir schicken euch solange Freiheitskämpfer aus aller Welt auf den Hals und rüsten sie dazu mit unseren guten Waffen auf und schulen sie daran in Jordanien und in der Türkei, bis euer geliebtes Syrien aus der Zeit davor nur noch eine Fata Morgana ist. Jawoll!

      Und sich Israel dann mit der Muslimbruderschaft, die damit wieder ein Land mehr erobert hat nach Libyen und wohl auch Ägypten, nicht nur im Süden, sondern auch im Osten und Nordosten herumbalgen darf. Am Golan dürfte es dann die längste Zeit ruhig geblieben sein. Wie schön.

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