Jüdischer „Elvis“ im Juni live in Deutschland

Neil Diamond mit vier spektakulären Shows…

Von Markus Aigner

Neil Leslie Diamond (70), als Sohn russisch-polnischer Emigranten im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, hat in seiner musikalischen Karriere, die sich über fünf Jahrzehnte erstreckt, fast alles erreicht: 128 Millionen verkaufte Alben weltweit, 37 Top-10-Singles und 16 Top-10-Alben. Publikumsmagnet Neil Diamond kommt nun im Juni zu vier ausgewählten Konzerten nach Deutschland. Vom 7. bis 22. Juni präsentiert der legendäre Performer seine Bühnenshow, in der er Hit an Hit reiht, in Berlin, Mannheim, Oberhausen und Hamburg. Das Publikum darf sich auf eine Vielzahl von Softrock-Klassikern freuen, zu denen „Sweet Caroline“, „I Am… I Said“, „Song Sung Blue“ und „Holly Holy“ gehören.

http://www.youtube.com/watch?v=nfbOHebiBgw

Der Sänger, Interpret und Songschreiber, der mit seinem bürgerlichen Namen Noah Kaminsky heißt, startete seinen kometenhaften Aufstieg bereits Mitte der 60er Jahre als Hitkomponist. 1966 verzeichnete er mit „Cherry Cherry“, „Girl, You’ll Be A Woman Soon“ und „Solitary Man“ erste wichtige Charterfolge, während die Monkees mit Diamonds „I’m A Believer“ die Spitze der Hitparaden erklommen.

Diamond’s Poprockstil mit Country- und Gospeleinflüssen fasziniert die Massen. Deren bleibende Anerkennung gewinnt er auch mit den Filmmusiken von „Jonathan Livingston Seagull“ („Die Möve Jonathan“, 1973) sowie „The Jazz Singer“ (1980). Hier spielte Diamond auch die Hauptrolle neben Laurence Olivier. Während der Film floppte, war das Soundtrack-Album enorm erfolgreich und erreichte Platz 1 der Billboard Charts. Darüber hinaus waren Neil Diamond’s Lieder bei vielen anderen Filmmusiken vertreten, ob bei „Pulp Fiction“ mit John Travolta und Bruce Willis oder dem Animationsfilm „Shrek“.

Dabei fing alles mit einer Gitarre an, die Neil Diamond als Geschenk zu seinem 16. Geburtstag erhielt. Er besuchte die Abraham Lincoln High School und sang dort Seite an Seite mit Barbara Streisand im All City Chor. Barbara coverte später Neil’s Song „You Don’t Bring Me Flowers“ auf ihrem Album „Songbird“, indem sie zur Aufnahme Neil Diamonds eine zweite Stimme sang. Dieses „virtuelle“ Duett wurde so populär, dass Diamond und Streisand 1978 selbiges real aufnahmen. Beide Aufnahmen wurden gigantische Welterfolge.

Diamond wurde 1984 in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. In den späten 80er und 90er Jahren wurde es etwas ruhiger um den Künstler. Im Jahr 2000 erhielt Diamond den Sammy Cahn Lifetime Achievement Award. Das Studioalbum „Home Before Dark“ erreichte 2008 auf Anhieb die Nummer 1 der US-Charts. Anfang dieses Jahres wurde Diamond auch in die Rock ‚n‘ Roll Hall of Fame aufgenommen.

Diamond war von 1963 bis 1969 mit seiner High-School-Jugendliebe Jayne Posner verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Im Dezember 1969 heiratete Diamond Marcia Murphey, mit ihr hatte er auch zwei Kinder, beides Söhne. Diamond’s zweite Ehe endete 1995. Von 1996 bis 2008 war er mit der Austalierin Rachel Farley liiert.

Nach den Erfahrungen von Neil Diamond‘s letzter Europa-Tournee in 2008 dürften die Karten schnell vergriffen sein. Die gute Nachricht dabei: Der Grammy- und Golden Globe-Gewinner tritt unter anderem auch in Antwerpen, Rotterdam und Zürich auf.

Ein Kommentar zu “Jüdischer „Elvis“ im Juni live in Deutschland

  1. Liebe Leute,
    Neil Diamond heißt mit bürgerlichen Namen Neil Diamond. Punktum. Noah Kaminsky war mal eine seiner Überlegung für ein mögliches Pseudonym. Könnte man heute alles recherchieren, aber abschreiben ist halt leichter, dass wissen wir ja mittlerweile alle.
    Schöne Grüße noch
    Carola Kieras

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.