„Seltsame“ Forderung: „Hitler wach auf“

Wenn Neonazi mit der Forderung „Hitler wach auf“ durch Wien marschieren würden, dann würde die Wiener linksliberale Wochenzeitung Falter dies mit Sicherheit  beanstanden, wenn die Polizei nicht intervenieren würde…

Von Karl Pfeifer

Ganz andere Maßstäbe gelten für den Falter aber, wenn „Aktivisten“, die hinter türkische und palästinensische Fahnen aufmarschieren, die Forderung „Hitler wach auf“ stellen. Da wird diese lediglich als „seltsam“ qualifiziert. Offensichtlich sollen in so einem Fall die österreichischen Gesetze keine Geltung haben.

Das darf uns nicht wundern, denn in Wien äußerten sich SPÖ Mandatare so:

„Beschluss- (Resolutions-) Antrag

der GemeinderätInnen Omar AL-RAWI, Dr. Harald TROCH, Nurten YILMAZ (SPÖ)… zur Dringlichen Anfrage der Grünen, eingebracht in der Sitzung des Wiener Gemeinderates am 31. Mai 2010.

Mit Schock und Entsetzen die Welt heute die Nachrichten erhalten über das Vorgehen der Israelische Marine gegen den humanitären Einsatz einer internationalen Hilfsflotte für die Bevölkerung im Gazastreifen mit mindestens 10 Toten und mehreren Verletzten.“

Wenn man dann den SPÖAbg. Omar al Rawi bei einer Demonstration sieht, bei der Israel als Kindermörder angeprangert und der Davidstern mit einem Hakenkreuz gleichgesetzt wird, dann ist das eine vollständig neue Interpretation der alten sozialdemokratischen Forderung nach internationaler Solidarität.

Diese scheint Omar al Rawi  lediglich für die Terrororganisation Hamas zu empfinden, deren Charta auch folgendes beinhaltet:

Artikel 7

…Der Gesandte Gottes […]  sagt: „Die Stunde (der Auferstehung) wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen. Die Muslime werden sie töten, bis sich der Jude hinter Stein und Baum verbirgt, und Stein und Baum dann sagen: >>Oh Muslim, oh Diener Gottes! Da ist ein Jude hinter mir. Komm töte ihn<<.“

Artikel 13 „… Eine Lösung für die palästinensische Frage gibt es nur durch den Dschihad. Was die Initiativen, Vorschläge und internationalen Konferenzen betrifft, so sind sie Zeitverschwendung und unsinniges Spiel.“

Artikel 22 über Juden  „… So erlangten sie durch das Vermögen die Kontrolle über die internationalen Medien – Nachrichtenagenturen, Presse, Verlage, Rundfunk und andere. Durch das Vermögen lösten sie Revolutionen in verschiedenen Teilen der Welt aus, um ihre Interessen zu verwirklichen und Gewinne zu erzielen. Sie standen hinter der Französischen Revolution, den kommunistischen Revolutionen und den meisten Revolutionen hier und da, von denen wir gehört haben und hören.“

Und im Wahlprogramm der Hamas 2006: „Immunisierung der Bürger, insbesondere der Jugend, gegen Korrumpierung, Verwestlichung, geistige Invasion und kulturelle Normalisierung [Anmerkung des Übersetzers: der Beziehungen mit Israel]“

Die Hamas hat sich geweigert die Hilfsgüter, die von Israel kontrolliert worden sind, über den Landweg anzunehmen. Aus den Reden und den mitgetragen Transparenten geht eindeutig die Sympathie mit Hamas hervor. Da sich an dieser Demonstration Omar al Rawi beteiligt hat, sollte die SPÖ Wien bekannt geben, ob sie diese Unterstützung für eine Terrororganisation billigt.

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