„Die schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland“

Der Kölner Schriftsteller Ralph Giodano protestiert „aufs Schärfste“ gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die in Tübingen lebende israelische Anwältin und „Menschenrechtsaktivisten“ Felicia Langer. Ein ebenso geehrter israelischer Reiseführer, Motke Schomrat, hat angekündigt, dass er mit Pressebegleitung demonstrativ sein Bundesverdienstkreuz bei der deutschen Botschaft in Tel Aviv zurückgeben wolle…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 20. Juli 2009

Per Fax schrieb Giordano an einige Bekannte, dass die Ehrung Langers ihn in „einen schweren Konflikt“ stürze.

„Niemand hat in den letzten 25 Jahren mit einer an Blindheit grenzenden Einseitigkeit Israel mehr geschadet, als diese angebliche Menschenrechtsanwältin; niemand ist jener verbreiteten Gesinnung, sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten, so weit entgegengekommen, wie sie; niemand hat die ,,Pathologie der Umarmung“ – ,,Hie die bösen Israeli – da die guten Palästinenser“ – so konsequent durchgehalten wie diese schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland“, schreibt Giordano.

Folgt man der Schule Felicitas Langers, so Giordano weiter in seinem Brief, finde der Nahostkonflikt in einem quasi luftleeren Raum statt, einem regionalen Vakuum, ohne feindliche Umwelt. Die Lebensleistung der Multiplikatorin Felicia Langer besteht in der notorischen Täuschung ihres Publikums über Totalität und Kausalität des Nahostkonfliktes.

„Was mich in dieser inzwischen bereits eine Generation andauernden Fehde immer am tiefsten entsetzt hat, ist Felicitas Langers unverbergbare innere Beziehungslosigkeit zur Welt der israelischen Opfer.“

Der 74 Jahre alte israelische Reiseführer Motke Shomrat sagte im Gespräch, dass die Ehrung Langers, die in Israel bis 1990 mit die schlimmsten palästinensischen Terroristen vor Gericht vertrat und auch in der Öffentlichkeit für Partei ergriff, sei „eine Schande für die Bundesrepublik.“

Shomrat hatte das Bundesverdienstkreuz 1995 für seine „Verdienste für die Versöhnung zwischen dem jüdischen und deutschen Volk“ vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog verliehen bekommen. „Es ist mir unbegreifbar, dass die Bundesrepublik sich von ihrer Nazi Vergangenheit befreien will und gleichzeitig eine Jüdin auszeichnet, die den heutigen neuen Hitler (Ahmadinidschad) stützt, der zur Vernichtung des Staates Israel aufruft“, sagt Shomrat, der aus Köln stammt, in einem Kloster nahe dem belgischen Ort Dimant und später im KZ Mechlen in Belgien den Krieg überlebt habe. Sein Vater sei im KZ-Dachau am Tag der Befreiung gestorben.

Ein offenes Protestschreiben verbreitete auch Pastor Albrecht Lohrbächer, Vorsitzender des Freundeskreis Weinheim-Ramat Gan und des Freundeskreises Kirche und Israel in Baden. Der Brief war an Staatssekretär Hubert Wicker gerichtet, der am vergangenen Donnerstag in Stuttgart Langer das Bundesverdienstkreuz überreicht hat, für ihr „Jahrzehntelanges, herausragendes Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Wahrung der Menschenrechte.“

Lohrbächer schrieb: „Ich war bisher stolz auf die klare Linie unserer Kanzlerin in Sachen Israel, ihre Reden und bisherigen Verhaltensweisen sind beispielhaft. Mit der Verleihung und der Laudatio schlagen Sie ihr ins Gesicht und stellen sie als Lügnerin dar – das muss ich so scharf sagen, weil alles, was Langer seit Jahren sagt und tut, gegen den Staat Israel gerichtet ist und Israel delegitimiert.“ Der Pastor fragt den Staatssekretär aus Baden-Württemberg: „Ist es Ihr Ziel, dazu beizutragen, dass Israel endlich beseitigt wird? Anders kann man Ihr Tun und Reden nicht interpretieren. Es ist eine wahre Schande!“
 
© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

85 Kommentare zu “„Die schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland“

  1. Naja, sie unterstellen schon… ich würde “proisraelische Philosophie” nur wegen meiner Neigung zu „antiarabische(r) bzw. antiislamische(r) Hetz-Propanganda.“ betreiben. In ihrem letzten Kommentar bescheinigen sie mir sogar ziemlich direkt unmittelbare Verwandtschaft zum Judenhass.
    Und dies „nur“ wegen meines Vorwurfes, daß Lurchi & Co. ihren Müll ablassen können, Kritik an linksextremen Positionen jedoch häufig zensiert wird…
     
    Dabei stimmen wir mit Sicherheit darin überein, daß der Hass auf jüdische Menschen im Allgemeinen und Israel im Besonderen sehr weit verbreitet ist – und alle Menschen guten Willens etwas dagegen unternehmen müssen. Auch die Tatsache, daß dieser Hass sehr viele Erscheinungsbilder und Entstehungs“fabeln“ – neben dem „christlichen“ und „faschistischen“ Antisemitismus- hat, ist vermutlich unstrittig.
    Einiges davon jedoch möchten sie nicht thematisieren… meinen sie wirklich, daß die jahrhundertelange Judenverfolgung im Namen des Christentums oder die beispiellosen Verbrechen der Nazis dadurch verharmlost oder relativiert werden!?
    Ich stimme ihnen „sogar“ zu, wenn sie darauf hinweisen, daß es sehr viele Überschneidungen zwischen dem Hass auf Juden und allgemeiner Ausländerfeindlichkeit gibt, wobei der Judenhasser neben Menschen mit dunkler Hautfarbe und den Sinti und Roma vor allem die Muslime verabscheut – Keine Frage. (Es sei denn, sie versuchen Juden oder US-Amerikaner umzubringen.)
    Aber sind es wirklich *immer* nur dumpfer Hass und lächerliche Phobien, wenn der Islam -und sein tief verwurzelter Judenhass- kritisiert werden? Sein fehlendes Demokratie- und Menschenrechtsverständniss, seine Frauenfeindlichkeit? Ist die Kritik an Religion/Ideologie für sie untrennbar mit dem Hass auf Menschen verbunden? Und auf das Thema Israel bezogen – ist es wirklich ein unentschuldbares Verbrechen, mehr auf Yaacov Lozowicks Argumente zu geben als auf die Uri Avnerys?
     

  2. Sie unterstellen, …
     
    @Frau willow,
     
    ich unterstelle gar nichts. Habe bloß eine Frage an Sie gerichtet: „Wie kommen Sie eigentlich dazu, solch eine, ja, nicht nur beleidigende, sondern auch sehr verletzende Behauptung hier einzubringen?“
     
    Sie können sich nun dazu erklären oder dieses bleiben lassen.
     
    Kleiner Tipp so unter uns: Recherchieren Sie die Entstehungsgeschichte der Seite, deren Macher Sie hier so unqualifiziert angreifen, das zum Einen.
     
    Zum Zweiten – setzen Sie sich doch mal mit dem Usprung von „Hass“ auseinander. Sobald Sie die unmittelbare Verwandtschaft von Judenhass und dem Hass auf Muslime, auf den Islam an sich erkannt haben, werden Sie nicht nur überrascht sein, sondern auch sehr Vieles an Ihrer Argumentation ändern – versprochen.

  3. @Lurchileinchen bzw. Euer Lordschaft
    hach Gottchen, wenn Boris Palmer mit Kritik nicht umgehen kann und ein allzu zartes Seelchen hat (bzw. Selbstmitleid), so frage ich mich was er dann  in der Politik bzw. im öffentlichen Leben zu suchen hat.  Das Frau Langer einem Menschen wie Ahmadinedschad schöne Augen macht und Israel mit Nazideutschland vergleicht ist aber für Palmer und dich Lurchileinchen  in Ordnung oder was ?
    Naja andererseits:  Wie Ahmadinedschad mit Andersdenkenden umspringt wissen wir ja (Basji Milizen für Grobe, bei Stalin wars halt die OGPU bzw der NKWD) . Ahmadinedschads Groupie Felicia Langer schwieg sich zu der brutalen Niederschlagung der iranischen Protestbewegung aus. Das sagt ja wohl alles.
    Und DU, Lurchi, bis keinen Deut besser als Frau Langer.
    PS: Kanns sein, dass Du evtl. auf Ahmadinedschads Gehaltsliste stehts ?
     
     

  4. @Jim:
    Genau das ist der Punkt… „antiarabische bzw. antiislamische Hetz-Propanganda“

    Sie unterstellen, wer neben den verschiedenen Spielarten des europäischen Judenhasses *auch* eine Gefahr -vieleicht sogar die im Moment größere!- im linksextremen, arabisch-nationalistischen und islamischen Antisemitismus sieht, ist ein pöser Rassist.

  5. Giordanos und des Zentralrates der Juden Hass- und Hetzkampagne gegen Langer scheint bei etlichen zionistischen Rechtsextremisten auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Denn jetzt wird der Tübinger Bürgermeister Boris Palmer massiv bedroht und eingedeckt von einer Flut antisemitischer Hassmails gegen ihn und Langer, nur weil er die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Langer unterstützt hat. Palmer spricht von einer „ganz üblen Kampagne“, mit der eine Kritikerin Israels mundtot gemacht werden solle.
    http://tagblatt.de/3283201/Nachrichten/Thema+des+Tages

    Giordano kann wirklich stolz sein auf seinen tapferen Kampf gegen die Menschenrechte.

  6. @Yael
    Diese Menschen sind das Spiegelbild dieser Gesellschaft und ich hoffe, dass die nicht irgendwann wieder die Mehrheit in Deutschland stellen.
    Leider haben Sie mit dieser Feststellung recht. Die Mehrheit meiner Landsleute ist gegen Israel und gegen Juden. Dennoch dürfen wir (wir, Menschen guten Willens) nicht auf- und kleinbeigeben bzw. diesen Leuten das Feld überlassen.
     
    Jeder weiß auch, dass man Antisemiten nicht argumentativ überzeugen kann, daher müsste man es sogar nur so stehen lassen, aber genau das kann ich nicht.
     
    Verzeihen Sie, aber da bin ich anderer Meinung. Wenn wir noch mehr haGalil-Autoren hätten, die sich der Vor-NS-Judengeschichte Deutschlands bzw. der Nachkriegsantisemitismusgeschichte der BRD annehmen würden, hätten wir noch bessere und noch mehr Argumente, Argumente, die der eine oder andere derer, die wir hier als unsere Gegner ansehen, auch lesen würde. Argumente, die überzeugen helfen könnten, einzusehen, dass wir Deutschen soviel Dreck am Stecken haben, dass wir erst einmal unseren eigenen Schweinestall ausmisten müssen, ehe wir uns um den Mist anderer kümmern.
     
    Wie steht es mit Ihnen Yael, was ist Ihr Spezialgebiet? Worüber könnten Sie schreiben?
    Welches Thema brennt Ihnen schon lange auf den Nägeln? Wetzen Sie Ihren Griffel und dann überraschen Sie uns mit was ganz Besonderem, hm?
    Auch eine Buchbesprechung wäre nicht schlecht.
    Überlegen Sie sich’s!

  7. Typen wie Lord Lurch oder Jochen Kissky scheinen kein Problem für die Admins darzustellen

    Wie kommen Sie eigentlich dazu, solch eine, ja, nicht nur beleidigende, sondern auch sehr verletzende Behauptung hier einzubringen?
    haGalil steht  sowohl für den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus und natürlich auch für Israel. Selbstverständlich schließt solch Engagement ziemlich viel mit ein. Ganz sicher aber auch die konsequente Ablehnung sogenannter,  als „proisraelische Philosophie“ auftretende  antiarabische bzw. antiislamische Hetz-Propanganda.
     
    PS: Bei meim vorhergehenden Beitrag 16:19 sehe ich grade, fehlt bei meim Nick das „j“, sorry.
     
     

  8. Jepp!
    Typen wie Lord Lurch oder Jochen Kissky scheinen kein Problem für die Admins darzustellen … aber Avnery oder gar Carter kritisieren (ohne Beleidigungen und Fäkalsprech) das schreit nach Zensur! Seltsam.
     

  9. Ach je, das hört sich ja dramatisch an, willow. Scheinen echt fiese Typen zu sein, die Admins von hagalil…
    Wenn man das Forum liest und auch die Talkbacks, dann bekomme ich aber einen anderen Eindruck.
    Wie auch immer, der link ins Forum ist ja ganz erhellend zur Thematik, das wurde ja schon alles diskutiert.

  10. Nun Carla, wie ich selbst erleben mußte, werden Freunde und Verteidiger Israels hier regelmäßig zensiert – wenn sie nicht dem linksextremen und/oder „PeaceNow“-Lager angehören. Andererseits werden die Kommentare bekennender Judenhasser und Israelfeinde ganz offensichtlich (als Abschreckung? Demaskierung?) regelmäßig veröffentlicht… iss schon seltsam. Benutzeranmeldung, Abmahnung nach festgeschriebenen (!)  Kriterien und letztlich Moderation und/oder Sperrung sind doch im Netz bewährt… aber bitte transparent! Bittebitte nicht so, daß die Nazis weiter freie Bahn haben, Leute „rechts“ von Meretz  jedoch zensiert werden!
     

  11. „Für die Kommentatoren können ja schließlich die Artikel und auch hagalil nichts…“
    Ich habe nicht behauptet, dass Hagalil etwas dafür kann.  Diese Menschen sind das Spiegelbild dieser Gesellschaft und ich hoffe, dass die nicht irgendwann wieder die Mehrheit in Deutschland stellen.
    Ich weiß, dass es viele solcher Menschen gibt, die tummeln sich ja fast überall. Man kennt das zur Genüge und deswegen habe ich persönlich keine Lust mir die noch anzutun, weil ich Informationen haben will, die man nicht überall in deutschen Medien zu lesen bekommt und keine antisemitischen Statements.
    Jeder weiß auch, dass man Antisemiten nicht argumentativ überzeugen kann, daher müsste man es sogar nur so stehen lassen, aber genau das kann ich nicht. Ich will mich nicht ständig ärgern und mich im Grunde so äußern müssen, wie es diese Menschenhasser verdienen.
    Ich habe keinen Vorschlag außer, dass man solche Leute, die eindeutig antisemitische Statements abgeben, nicht immer wieder zu Worte kommen lässt (Betonung auf immer wieder).
    Es ist doch so, dass durch die Diskussionen auf normalen Niveau nicht mehr möglich sind. Und genau das ist in meinen Augen der Zweck der Übung. Wer seinen Hass auf Juden oder Israel auskippen will, soll das nicht auch noch immer wieder auf jüdischen Seiten tun. Mir fällt auch auf, dass sich Menschen mit anderen Meinungen, als die dieser Spezies,  nur noch selten zu Wort melden. Auch das hat sicher seinen Grund.
     
    Lieber Herr Pfeifer,
     
    ich denke ,  ich lese Ihre Artikel weiterhin. Sie schreiben ja mehr im Thread Deutschland/Europa. Den NahOst-Thread lese ich außer momanten einen Artikel nicht mehr.
     
    „Tatsächlich werden hier Beiträge gepostet, die eher in ein Neonazi-Forum passen.  Und auch die “antizionistischen” Beiträge strotzen nur von Haß und Ignoranz. “
    Leider ist es so, dass jüdische Seiten diese Menschen scheinbar magisch anziehen. Momentan nehmen die leider Überhand. Daran liegt mein Hauptproblem.
     
    Gut Schabbes
     
    Yael
     
     

  12. @ Yael
    Was schlägst Du dann vor, dass keine Talkbacks möglich sein sollen? Für die Kommentatoren können ja schließlich die Artikel und auch hagalil nichts…

  13. Liebe Yael,
    ich hoffe aber, dass Du meine Artikel in Zukunft lesen wirst. Tatsächlich werden hier Beiträge gepostet, die eher in ein Neonazi-Forum passen.  Und auch die „antizionistischen“ Beiträge strotzen nur von Haß und Ignoranz. 

  14. „Ich kann gar nicht sagen wie satt ich euch Antisemiten alle habe (hier: Ben,Jochen Kissly und Lord Lurch).“
    Da geht es nicht nur dir so, Perry. Ich habe es so satt, dass diese antisemitische Bagage in einem jüdischen Blog herumlungert, dass ich nur noch wenige Artikel auf Hagalil lese und es wahrscheinlich in Zukunft ganz einstellen werde. Schade, aber dieses braune Pack ist nicht mehr zu ertragen.
     

  15. „Ich bin kein Antisemit (ich mag Araber)“
    Und wo sind die jüdischen Freunde? Die fehlen noch bei einem Antisemiten.
    Besonders intelligent sind Sie auch nicht oder hat sich es bei Ihnen immer noch nicht herumgesprochen, dass sich Antisemitismus ausschließlich gegen Juden richtet? Der Begriff ist sicher nicht der beste, aber dafür müssen Sie sich bei Ihrem ehemaligen Volksgenossen Wilhelm Marr beschweren (wenn er noch leben würde).
     
    „Ich kann garnicht soviel fressen wie ich kotzen musss“
     
    Wenn schon, nehmen Sie Judenhasser gefälligst nicht auch noch ein Zitat eines Juden in den Mund, der das sagte, als Hitler die Macht in Deutschland übernahm.
    Und gar nicht wird gar nicht zusammen geschrieben.
     
    Erzählen Sie  nicht anderen Sie wären kein Antisemit (Definitionen oben ansehen), Sie strotzen doch nur danach. Und nu geh kotzen, Judenhasser.
     

  16. Lord Lurch, unterstellen kann man viel, wer hier fordert „Israel muss weg“ steht in einer eindeutigen Tradition, wenn also hier ein Rassist wie Jochen Kissly sein Unwesen treibt, dann bekommt er von mir die Antwort, die er verdient. Juden sind keine Rasse und es gibt auch keine semitische Rasse, lediglich semitische Sprachen.
    Von Geschichte haben Sie LL keine Ahnung. Es gab an die 650.000 arabische Flüchtlinge, nachdem Araber die jüdische Gemeinschaft bereits einen Tag nach dem Teilungsbeschluss der UNO Generalversammlung am 29.11.47 angriffen. Während Kampfhandlungen wurden ca 65.000 Araber gezwungen ein paar Kilometer weiterzuwandern.
    Wenn es in Israel Menschenrechtsverletzungen gibt – und ich leugne nicht – dass es solche geben kann, dann gibt es ein Oberstes Gericht und Menschenrechtsverletzer wurden schon von israelischen Gerichten verurteilt.
    Ihre antizionistische Mantra wäre glaubwürdiger, wenn in den Nachbarstaaten Israels und in Gaza sowie Westbank die Menschenrechte nicht so krass verletzt werden würden.
    Und was die Besatzung betrifft, Israel hat einige Angebote gemacht. Z.B. nach dem Sechstage-Krieg, doch die Antwort waren die drei Nein der arabischen Staaten in Khartum. Die beiden Ehuds (Barak und Olmert) haben auch großzügige und weitgehende Angebote gemacht. Doch die andere Seite wollte nicht, weil deren Elite nur ein Ziel hat, weiterhin eine Kleptokratie aufrechtzuerhalten und weiterhin Milliarden in ihre Bankkonten verschwinden zu lassen. Daher auch keine konstruktive Vorlschläge. Daher sind die in dritter und vierter Generation im Libanon geborenen Araber noch immer nicht Staatsbürger, nur weil ihre Großeltern oder Urgroßeltern vor 61 Jahren dorthin als Flüchtlinge gekommen sind.
    Und wie LL steht es mit den Menschenrechten in Gaza und in der Westbank? Sind Sie mit denen zufrieden?  Sind Sie wie es Rassisten immer wieder tun, auch der Meinung, von denen da unten kann man doch nicht verlangen, dass sie Menschenrechte respektieren?
     

  17. Ich kann gar nicht sagen wie satt ich euch Antisemiten alle habe (hier: Ben,Jochen Kissly und Lord Lurch). Ihr steht mir bis obenhin und euer Geschreibsel widert mich an – meist Lügen und Vorurteile gemengt mit ungesundem Halbwissen und eine großer Portion Selbstgerechtigkeit.

    Kissly, dein unkontrollierter Hass auf den Staat Israel scheint dich ja mächtig aufzugeilen (geh mal unter ne kalte Dusche). Die menschenverachtenden Regime dieser Welt (Nordkorea, China, Iran, Sudan, Zimbabwe u.v.a.) scheinen dich ja nicht weiter zu stören. Muß hart für dich sein Kissly, dass das Dritte Reich untergegangen ist, oder ?

  18. Karl Pfeifer schreibt: „Jetzt aber brauchen die Antisemiten jüdische und wenn es geht israelische Kronzeugen, die ihnen bestätigen, dass Israel weg muss. Natürlich beteuern sie, dass das nicht die physische Vernichtung bedeutet.

    An solchen Äusserungen wie hier von Karl Pfeifer wird klar, _warum_ Menschenrechtler wie Langer in diesen Kreisen so verhasst sind wie die Pest.

    Diese Zionisten sind schlicht und ergreifend der (uneingestandenen) Überzeugung, dass die Umsetzung der Menschenrechte einerseits und die Existenz Israels andererseits in einem unauflösbaren Widerspruch stehen und sich gegenseitig ausschliessen.

    Die seinerzeitige Vertreibung von 800.000 Palästinensern, nur um in Israel die demographischen Voraussetzungen für eine _jüdische_ Demokratie herzustellen, ist für sie kein Verbrechen – wohl aber das Menschenrecht auf Rückkehr der Vertriebenen.

    Die jahrzehntelang andauernde Besatzung, Enteignung, Besiedelung, Kolonisierung, Entrechtung, Ghettoisierung, Unterdrückung der Palästinenser durch Israel ist für sie kein Verbrechen – wohl aber jeglicher Widerstand dagegen.

    Das ist also das morsche moralische Fundament, auf dem Israel sich ihrer Ansicht nach gegründet hat: Israels Recht soll es sein, jederzeit Verbrechen begehen zu dürfen, Unrecht dagegen soll es sein, Kritik an Israels Verbrechen zu äussern.

    Wer so wie Karl Pfeifer hier den Untergang Israels alleine schon in der Forderung zu sehen glaubt, dass Israel in Zukunft keine Verbrechen mehr begeht und statt dessen die Menschenrechte achtet, der offenbart damit (ungewollt) den totalen moralischen Bankrott seines Staates Israel.

  19. Was juckt es mich ob es dt. oder österr. Antisemiten weh tut?
    Ich bin kein Antisemit (ich mag Araber) und habe mit diesen Menschen (Antisemiten) nix am Hut.
    Und in diesem Forum rede ich über die Schandtaten von Juden den Palästinensern gegenüber.
    Ein angebl. Kulturvolk plündert, mordet, zerstört, ignoriert UN Beschlüsse und und und   …..  und fordert dann Gerechtigkeit für sich.
    Israel ist der moralisch verkommenste Staat für mich auf Erden.
    Rechte kennt Israel – Pflichten sind für andere da.
    Ich kann garnicht soviel fressen wie ich kotzen musss wenn ich „Israel“ höre!
     
     

  20. Jochen Kissly
    Sie wollen also, dass die Araber das Projekt der nationalsozialistischen deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft vollenden.  Doch vergessen Sie eines nicht dabei, damals glaubten die Objekte Ihres Hasses an die deutsch-österreichische Kultur und Zivilisation und hielten es für unmöglich, dass man sie physisch vernichten will.
    Nun aber wird die Bedrohung, einen Staat – und damit auch die jüdischen Menschen die in diesem Staat leben zu vernichten, ernst genommen.  Das tut deutschen und österreichischen Antisemiten weh. Sie möchten Juden schutzlos und ausgeliefert sehen.
    Vor dem Rückfall der Deutschen und Österreicher in die nationalsozialistische Barbarei brauchten die Nationalsozialisten keine jüdischen Kronzeugen, die ihnen bestätigten, dass die Juden vernichtet gehören. Jetzt aber brauchen die Antisemiten jüdische und wenn es geht israelische Kronzeugen, die ihnen bestätigen, dass Israel weg muss. Natürlich beteuern sie, dass das nicht die physische Vernichtung bedeutet. Doch wer sich im Nahen Osten heute kundig macht, der kann sich ausrechnen, was passieren würde, wenn Tsahal nicht Israel verteidigen würde. Man schaue sich nur an wie Muslime mit anderen Muslimen verfahren, z.B. in Pakistan oder in Darfur (Sudan).
    Geifern Sie nur weiter Jochen Kissly und ärgern Sie sich. Am Israel Chaj, chaj vekajam.
     
     
     
     

  21. Der beitrag vom 22.07., 17:48h wurde zensiert!
    Ich habe geschrieben das Her Sahm nicht einmal den Namen von Frau Langer korrekt wiedergeben kann und sein Artikel an den Stürmer erinnert.
    Und dazu stehe ich – aber die Wahrheit ist den Israelfreunden hier unbequem.
    Weg mit Israel!!!
     

  22. Im Übrigen ist es auch Antisemitismus, wenn man Israel  für die alleinige Ursache der Krise im Nahen Osten hält und somit zum alleinigen Sündenbock erklärt. In dem Sinne sind Langer wie auch der Spezie Kissly (der auch noch das klassische antisemitische Muster vertritt, in dem der die Existenzberechtigung Israels negiert) antisemitisch. Ob dies es kapieren oder nicht, ist dabei völlig unerheblich. Wer darüber hinaus diese TypInnen – auch hier – verteidigt, rechtfertigt deren Antisemitismus.

     

  23. Ben, nur die allerdümmsten Menschen befassen sich nicht mit der Geschichte ihres Landes.  Allein mit diesem Satz haben Sie sich entlarvt. Wenn Sie sich nicht mit der Geschichte Ihres Landes befassen, dann gehen Sie ruhig in ihr Stammlokal, trinken sie ihr Bier und geniessen Sie das Leben, aber posten Sie keine Dummheiten.
    Und erklären Sie uns auch weshalb sie sich als unpolitischer an Geschichte nicht interessierter Deutscher ausgerechnet auf Israel einschiessen?
     

  24. Noch einer für Hagalil für ihre Artikel. Jochen Kissly sabbert ja richtigehend. Naiv und dumm obendrein.
    „ich befasse mich nicht mit dem was vor meiner Geburt war. Ich bin happy “nichts zu wissen”

    Keine Sorge, das hat man sofort gemerkt. Keine Ahnung, aber davon eine ganze Menge. Aber damit auch noch hausieren zu gehen, ist oberpeinlich.

    Nur nebenbei: Das ist ein Blog, in dem man Kommentare schreibt und keine Mails. Das fehlte noch, Mails von Ihnen zu bekommen.

    Auf nimmerwiederlesen, Ben.

    @ Perry,
    „Ben, dass du ne Meise hast, ist dir ja wohl selbst klar – oder ?“
     
    Das bezweifle ich.

     
     

  25. My last mail here!
    Tuebingen ein Sammelbecken….. Ich wuensche euch allen – Den juden in Israel – den Juden auf der Welt eine Befreiung des Antisemitischen wahns der fuer euch aus jedem stein zu kriechen scheint.
    Ich bin 61 – ich befasse mich nicht mit dem was vor meiner Geburt war – und habe keine Mitschuld an dem was vor meiner Geburt war.  Ich plane auch nicht meine galle zu versauern und regelmaessig notizen des ZDJ – oder eines Friedmann zu lesen ( mein gott der auch ..? )  Ich bin happy „nichts zu wissen“ – und unhappy when ich sehe wie Palestina genueppelt wird – und dies hat mit dem jetzigen Presidenten OB endgueltig ein ende. Ob man will oder nicht –  ( ausser jemand plant so etwas krankes wie bei JFK – und das wuerde die Welt wie bei der Iran nuke in den Abgrund stuerzen….
    Die Welt gibst nur einmal…
    Shalom – und by, by auch an meine Kritiker.

  26. Lt. Theodor Heuss wird das BVK u.a. verliehen für „Leistungen, die im Bereich der politischen, und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes liegen“. Wenn Förderung antiisraelischer Stimmung bzw. „Israelkritik“ der geistig- moralischen Erbauung Deutschlands dient, dann hat sich das Bundespräsidialamt mit der Verleihung an die, für viele achso heilige Felicitas ein Armutszeugnis ausgestellt.
    Frau Langer vergleicht Israel immer mal wieder gerne mit Nazi Deutschland und verharmlost so alle deutschen Verbrechen während der Nazizeit. Vielleicht bekommt sie das BVK ja, weil sie einigen Deutschen durch ihren Schwachsinn hilft, sie von ihren so genannten Schuldkomplexen zu befreien (nur eine Vermutung meinerseits).
    Wenn jemand, um nicht mit Langer auf einer Stufe stehen zu müssen, das BVK zurückgibt, so kann ich es sehr gut nachvollziehen.

    Aber in einer Welt wo ein Terrorboss wie Jassir Arafat den Friedensnobelpreis bekommt…was will man da anderes erwarten.
     
    PS: Ben, dass du ne Meise hast, ist dir ja wohl selbst klar – oder ?

  27. Hass auf Juden?
    Das ist diese Volksgruppe nicht wert!
    Eher Liebe für durch Juden geknechtete, geschändete, vergewaltigte, bestohlene , beraubte und entehrte Menschen.
    Und deswegen muss Israel weg – damit endlich Frieden in NahOst einkehrt.

  28. „Ich habe nie gehasst – dafuer seit ihr es mir nicht wert – denn ich habe NIE einen der juedischen Glaubens war – angefasst .Ich bin ueberzeugt das Sie kein Ungeheuer sind“
    Leiden Sie an irgendeiner Krankheit oder sind Juden zunächst erstmal „Ungeheuer“, weil die Ihnen Ihren antisemitischen Spiegel vorhalten? Oh, Glück gehabt, daß der Typ noch keinen Juden angefaßt hat, wahrscheinlich sind wir ihm das noch nicht mal wert.
     
    „nur ist es sehr schwer euch zu verstehen – wenn man auf geklautem Land lebt und dies als Recht anseht!“
     
    Hm, das muß ich meinem Vermieter unbedingt mitteilen. Wagen wir Juden es doch auf geklautem Land und Wohnungen in Deutschland zu leben. Also sowas!
     
    Ich plädieren doch für ersteres bei all dem Irr- und Schwachsinn in zwei Sätzen. (ernsthafte Erkrankung, weiteres bei Ihrem Apotheker oder Arzt zu erfragen).

    „wort von  Herrn  Goetz..?“
     
    Selbiges stecken Sie sich besser selber genau dahin.

    Bitte nicht beschweren, daß man jemanden wie Sie nicht mal im Ansatz für Zurechnungfähig nehmen kann. Einfach nur irre der Mann.
     
     
    @cora
     
    wenn man schon den Namen Oettinger in diesem Zusammenhang bei diesem Skandal hört, weiß man sofort was Sache ist.

  29. „Frau Langer schwimmt mitnichten gegen den Strom, sondern inmitten des zeitgeistigen bundesrepublikanischen “Mainstreams”.“
    So ist es. Und dieser gegen  Israel  motivierte Mainstream versammelt sich wieder einmal auch hier. Die üblichen Judenhasser dürfen da natürlich nicht fehlen. Die geben erst dann Ruhe, wenn Israel verschwinden würde. Nur den Gefallen werden Ihnen die Israelis nicht tun.
     
    Benlein
     
    gute Besserung für Ihren Antisemitismus (wenn das überhaupt noch etwas nützt).

  30. „Ich bin kein Antisemit“
    So fangen Antisemiten bekanntlich immer an.
    „- TUN SIE MIR NUR LEID!“
     
    Und Sie tun mir sicher nicht mal leid, wenn Sie zu böde sind, deutsche Juden oder Juden in Dtl. von Israelis zu unterscheiden und damit einen Beweis anstellen, wie Sie bereits antisemitisch sind.
    Die unteren Definitionen passen zu Ihnen wie die Faust aufs Auge.
     

    Eine Arbeits-Definition von Antisemitismus
    nach der European Union Agency for Fundamental Rights (ehemals EUMC)*
    (Januar 28, 2005)

    Der Sinn dieses Dokuments ist eine praktische Anleitung für das Identifizieren, das Sammeln von Angaben und die Unterstützung der Umsetzung und Durchsetzung von Gesetzen, die vom Antisemitismus handeln.
    Antisemitismus ist eine gewisse Vorstellung zu Juden, die als Hass gegen Juden ausgedrückt werden kann.
    Rhetorische und physische Ausbrüche von Antisemitismus sind gegen Juden und nicht-jüdische Individuen gerichtet, und/oder gegen ihr Eigentum oder gegen Institutionen jüdischer Gemeinden und religiöse Einrichtungen.
    Zusätzlich können solche Ausbrüche auch den Staat Israel zum Ziel haben, wenn er als jüdisches Kollektiv gesehen wird.
    Antisemitismus beschuldigt Juden oft, mit Verschwörungen der Menschheit schaden zu wollen. Oft werden Juden für alles verantwortlich gemacht, “was falsch läuft”. Das wird in Worten, schriftlich, visuell und mit Taten ausgedrückt. Verwendet werden finstere Stereotypen und negative Charakterzüge.
    Zeitgenössische Beispiele von Antisemitismus im öffentlichen Leben, in den Medien, Schulen, am Arbeitsplatz und im religiösen Bereich können folgende Elemente enthalten, unter Berücksichtigung des Kontextes. Die Liste ist allerdings nicht vollständig:

    Im Namen einer radikalen Ideologie oder einer extremistischen religiösen Sicht aufrufen, helfen oder rechtfertigen, Juden zu töten oder ihnen zu schaden.
    Das Äußern verlogener, entmenschlichender, dämonisierender oder stereotyper Vorurteile über Juden, wie etwa die Macht der Juden als Kollektiv, der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung oder Behauptungen über jüdische Kontrolle der Medien, der Wirtschaft, der Regierung oder anderer gesellschaftlicher Einrichtungen.
    Juden als Volk zu beschuldigen, oder Juden für reale oder vermeintliche Vergehen einzelner jüdischer Personen oder Gruppen verantwortlich zu machen oder gar wegen Vergehen zu beschuldigen, die Nichtjuden begangen haben.
    Die Tatsache, den Umfang, die Mechanismen (etwa die Gaskammern) oder die Absicht des Völkermords am jüdischen Volk zu verleugnen, der durch die
    Täterschaft des nationalsozialischen Deutschland, seiner Unterstützer oder Komplizen während des Zweiten Weltkriegs begangen wurde. (Holocaust)
    Die Juden als Volk oder Israel als Staat zu verklagen, den Holocaust erfunden oder übertrieben (dargestellt) zu haben.
    Jüdische Bürger zu beschuldigen, zu Israel oder den vermeintlichen weltweiten Prioritäten von Juden loyaler zu sein als den Interessen ihrer eigenen Nationen.

    Beispiele, wie sich Anti-Semitismus zum Staat Israel manifestiert in einem umfassenden Kontext:

    Dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen, etwa durch die Behauptung, der Staat Israel sei ein rassistisches Vorhaben.
    Die Anwendung eines doppelten Standards, indem an Israel Verhaltensansprüche gestellt werden, wie an keine andere demokratische Nation.
    Eine Charakterisierung Israels oder der Israelis unter Verwendung von Symbolen und Bildern des klassischen Antisemitismus wie dem Vorwurf, Juden hätten Jesus getötet oder Blutslegenden.
    Der Vergleich der heutigen Politik Israels mit der Politik der Nazis.
    Juden kollektiv für das Verhalten des Staates Israel verantwortlich zu machen.

    Allerdings gilt Kritik an Israel, wie sie in vergleichbarer Weise auch gegenüber andere Länder geäußert wird, nicht als antisemitisch.
    *Eine Inoffizielle Übersetzung des englischen Originals von Ulrich W. Sahm.
    Das Englische Original kann auf den Seiten der The European Union Agency for Fundamental Rights (ehemals EUMC) nachgelesen werden, unter:
    WORKING DEFINITION OF ANTISEMITISM (PDF)
     
    Antizionismus kann als Antisemitismus gebrandmarkt werden,

    a) wenn nicht zwischen Zionist (oder Israeli) und Jude schlechthin unterschieden wird; Ein typisches Beispiel für bereits ungetarnten Antisemitismus, in dem Zionisten und Juden undifferenziert in den selben Topf geworfen werden,
     

    Sekundärer Antisemitismus
     
    Juden als „Störenfriede“ einer nationalen Normalität

    Juden wird als Kollektiv von vielen Deutschen unterstellt, sie seien „nachtragend/unversöhnlich“ oder „empfindlich“. Denn sie stören mit ihrer Forderung nach dem Erinnern an die Verbrechen des Holocaust die Sehnsucht nach dem Vergessen eben dieser Verbrechen. Das gilt ähnlich für den Wunsch nach einem „Schlussstrich“ unter die Vergangenheit oder nach einem „normalen“ Verhältnis zwischen jüdischen und nichtjüdischen Deutschen.

     
    Auch die Abwehr der Wiedergutmachung oder der Vorwurf, die Juden zögen Vorteile aus der NS-Vergangenheit, finden sich in diesem Komplex. Gerade letzterer Vorwurf verbindet sich öfter mit alten antisemitischen Klischees einer „jüdischen Geschäftstüchtigkeit“, eines angeblich großen „jüdischen Einflusses“ oder der „jüdischer Rachsucht“ (,Auge um Auge …‘). Dieses Grundmisstrauen findet seine scheinbare Bestätigung immer dann, wenn tatsächlich von jüdischer Seite Forderung nach dem Erinnern an die Vergangenheit oder nach materieller Entschädigung gestellt werden.

     
    http://www.bpb.de/themen/6SQ26W,2,0,Sekund%E4rer_Antisemitismus.html

    Aber wahrscheinlich alles eine jüdische Weltverschwörung. 😀

  31. Hallo,
    Tübingen scheint sich zu einem Sammelbecken des friedensbewegt-linksalternativen Antizionismus und Antisemitismus entwickelt zu haben. Nicht nur die ordensgeaschmückte Frau Langer ist hier (und anderswo) hofierte „Zeugin“ wider Isreal und dessen angeblich verlängerten Arm, den Zentralrat. Auch die Linke-Abgeordnete Heike Hänsel gibt weiterhin ihre Propaganda für Hamas und Hisbollah als legitime „Widerstandsbewegungen“, mit denen das Gespräch zu suchen sei, zum Besten. Und über dem tübinger Arsenal-Filmverleih wird ein Film vertrieben und beworben(Heart of Jenin), der nach der zutreffenden Abnalyse Ulrich Sahms den Hass auf die Juden schürt. Dieses Tübinger Netzwerk gegen Israel, gegen Zionismus, gegen Emanzipation und Humanität, für Intifada, für Hamas und für Ahmadinidschad erfährt durch die Ordensverleihung an Frau Langer nur die staatliche Anerkennung, die es hinter den Schönwetterreden der PolitikerInnen immer gespürt hat. Insofern irrt Zeev. Frau Langer schwimmt mitnichten gegen den Strom, sondern inmitten des zeitgeistigen bundesrepublikanischen „Mainstreams“.

    Grüße

    VgA

  32. Natürlich darf Israel kritisiert werden. Auch dann, wenn die üblichen Verdächtigen hier es mal wieder nicht wahr haben wollen und diese Kritik um jeden erdenkbaren Preis verhindern wollen.

    Und natürlich muss Israel kritisiert werden. Denn die israelische Siedlungs-, Annektions- und Besatzungspolitik ist nicht nur ein Verbrechen gegen die Palästinenser, sondern ein Verbrechen gegen die Werte der gesamten menschlichen Zivilisation. Kein einzige Jude möchte unter solch elenden menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen, wie Israel sie mit seiner Unterdrückungspolitik den Palästinensern zumutet. Also ist Israel ganz klar im Unrecht, und dafür muss Israel kritisiert und auch verurteilt werden.

    Und schliesslich sind die heftigsten Kritiker Israels selbst Israelis und Juden. Und da ist es doch bezeichnend, dass ausgerechnet diese hier dann von nationalzionistischer Seite regelmässig als jüdische Judenhasser diffamiert werden und mit den üblichen Nazi- und Antisemitismuskeulen zum Schweigen gebracht werden sollen. Man fragt sich ja, was das für eine kranke, bösartige und hässliche Geisteshaltung ist, die einerseits vollkommen blind ist gegenüber all den israelischen Menschen- und Völkerrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen, andererseits aber jeden Kritiker daran mundtot machen will.

    Giordano, Friedman, Knobloch, und mit ihnen die ganze Schar ihrer Gleichgesinnten sollten jetzt den Anstand haben, in einer gemeinsamen konzertierten Aktion ihr unverdientes Verdienstkreuz zurückgeben. Damit dann auch der letzte hier in DE begreift, was das für fragwürdige Gestalten sind, die in der Vergangenheit damit ausgezeichnet wurden, und wofür sie es denn eigentlich erhalten hatten.
    Wer jedenfalls so wie diese „Ausgezeichneten“ ein Engagement für die Menschenrechte nur deswegen verurteilt, weil es sich bei den Menschen um Palästinenser handelt, der handelt moralisch verkommen, und der hat diese Auszeichnung definitiv nicht verdient.

    Für das Bundesverdienstkreuz selbst wäre es jedenfalls eine längst überfällige (Wieder)-Aufwertung, wenn mit solch einer Aktion die Spreu sich selbst freiwillig vom Weizen trennen würde.

  33. http://thinkexist.com/quotes/david_ben-gurion/
    for Yael! And Eva!
    read – understand – then talk
    “If I were an Arab leader, I would never sign an agreement with Israel. It is normal; we have taken their country. It is true God promised it to us, but how could that interest them? Our God is not theirs. There has been Anti – Semitism, the Nazis, Hitler, Auschwitz, but was that their fault ? They see but one thing: we have come and we have stolen their country. Why would they accept that?”
    —————————-
    I believe I know more about your History as you!

     

  34. To Yael  to answer his mail from:
    21. Juli 2009 um 23:38
    Ich bin ueberzeugt das Sie kein Ungeheuer sind – ( vielleicht werden wir persoenlich Auge in Auge hitzige Diskussionen haben – und Rotwein trinken –  aber direkt auf anti .. zu schalten das ist zu einfach – zu simple und ueberzeugt nur Idioten….

    Wir alle in dieser Welt machen Erfahrungen – Meine ist nur eine Meinung – Deine ist nur eine Meinung – wir sind aber beide – Teil des Ganzen.  Es gibt nicht nuer eine Wahrheit – es gibt wohl EINEN GOTT – aber tausend wege zu ihm!

    Shalom to you!

    Daher eine andere mail von mir in diesem Forum zu der ich stehe!

    Ben
    21. Juli 2009 um 18:10
    zu Karl Pfeifer
    20. Juli 2009 um 07:58
    ER sagt:
    “Zur Zeit des ersten Golfkrieges öffnete sich eine Marktlücke in Deutschland und Österreich, wo doch viele eine Umschuldung eine Opfer-Täter-Umkehr wünschen und diese bedient Felicia Langer”
    Meine Antwort:
    Sie meinen das es wirtschaftliche Gruende sind die Fr. Langer zu solchen Aussagen veranlasst?
    Das ist zu einfach!!!!
    Ich glaube das ihr in vielen Faellen – mit Hilfe der USA – die Sache mit Palestina sagenhaft uebertrieben habt – und euch in eurer naeheren Umgebung mit der fanatischen Siedlungspolitik die von dem jetzigen Presidenten UNTERSTUETZT wird – absolut nur Feinde gemacht habt die Nachbar laender zu Antisemitischen ausagen hinreissen.  Eure aktionen werden weltweit verfolgt und eine Unterstuetzung einer siedlungspolitik trift auf unverstaendniss. 
    Sagte nicht Ben Gurion – er verstehe den Zorn der Araber – zu seinem Freund??
    Es wird mit dem Iran – / und Israel – Wortwechsel zu einer weltweiten Katastrophe kommen – wenn nicht endlich der intelligentere einlenkt und Taten fuer Palestina zeigt – die selbst die USA verlangt.
    Ihr habt einen Staat geschaffen der als Schalter fuer die Konflikte in der welt steht.  911 – war das Werk von verblendeten idioten und einiger Anfuehrer – aber gemeint war die USA und deren ( neidvolle) Unterstuetzung eures Staates.  Ihr wisst genau das Agypten nur deshalb ruhig ist,  weil diese auch Geld aus den USA bekommen.
    Ich bin kein Antisemit – ich bin Deutscher – geboren direkt nach 1945,  hatte aber immer in meinem Leben das Gefuehl mir wird eine Mitschuld am Holocaust gegeben. Und dies aufgrund der manchmal inquisitorischen Meinung eines ZdJ in Deutschland – der meiner Meinung nach den Blickwinkel verloren – und Mitschuld fuer ein europaweites wiederaufleben der rechten scene sorgt- die ich persoehnlich verdamme.
    Es liegt in eurer Hand 65 jahre nach einem abscheulichem Verbrechen- nicht mehr Geld dafuer zu verlangen,  sondern  euch einbettet in die Welt gemeinschaft wo es immer andere Meinungen geben wird – die manchmal gar nicht verkehrt sind – ( dies meine ich NICHT auf Fr. Langer bezogen) – aber masslos uebertrieben sein koennen.
    Wir haben 2009 und eine gewaltige islamische Welle von Gewalt und Verblendung und totalles unwissen kann dieser heutigen Welt die Revelation zeigen….
    Ich wuensche uns allen das Glueck das in 10 jahren noch eine intelligente seele im Iran oder nahem Osten lebt.

    Shalom to all of you – also my critics.

     

  35. ANTWORT:
    Mein Gott – was lehrt euer Talmud – Vergebung – Vergessen – endlich neu anfangen – oder nur:  Noch n’en shekel rausschlagen???”
    SOOOO – ich bin Anti.. was auch immer – dann bin ich auch anti….. den Krieg in iraq – anti….. das abschlachten von soldaten ( Koepfen  durch Taliban und / oder Al kaida)
    Anti …..usw.  Ja ich bin ANTI – ich schwimme lieber gegen den Strom als zu Ungerechtigkeit – JAWOHL zu sagen!
    Wenn sie nicht wissen welche Siedlungspolitik gemeint ist – TUN SIE MIR NUR LEID!
    Ich habe nie gehasst – dafuer seit ihr es mir nicht wert – denn ich habe NIE einen der juedischen Glaubens war – angefasst – nur ist es sehr schwer euch zu verstehen – wenn man auf geklautem Land lebt und dies als Recht anseht!
    Wenn sie alles als Anti….ansehen was hinterfragt – dann wird diese Welt nie die Revelation erleben
    Und nun- kennen Sie persoehnlich das wort von  Herrn  Goetz..?
    Shalom… auch fuer meine Kritiker…
     
    PS: Wenn man Hass sehen will – sieht man es   – wenn man vergessen sucht – findet man es.
    Sie tun mir nur leid in allem etwas Anti ….. zu sehen…,

    Sie wollen nur ihr alleiniges Recht ihrer Meinung vertreten – und dafuer ist die WELT UND DAS INTERNET zu komplex geworden – um zu gewinnen!

  36. Ach das übliche bla bla bla – alle Israelkritisierer sind Antisemiten – das klappt bei Frau Langer nicht, da wird Sie halt zur Nestbeschmutzerin erklärt.
    F.Langer macht nur nicht mit bei der offiziellen israelischen Menschenrechtsverletzungs-, Vernebelungs- und Abstreitpolitik zB den Palästinensern gegenüber sondern nennt die Regierungsverbrechen die zT an Naziverbrechen erinnern beim Namen.
    Das ist unbequem – und weil F.Langer Angst vor ShinBeth hat fürchtet Sie um ihr Leben und zieht es vor im sicheren Deutschland zu leben.
    Verkehrte Welt – eine Jüdin flüchtet nach Deutschland weil Sie in Israel um ihre Sicherheit und Leben fürchtet.
     

  37. „Die Nazis von einst die verblendete Fanatiker waren – leben heute mit total  umgekehrtem vorzeichen – Hass gegen alles was euch kritisiert weiter….
    Mein Gott – was lehrt euer talmud – vergebeung – vergessen – endlich neu anfangen – oder nur:  Noch en shekel rausschlagen???“
     
    Na, mal wieder ein klassischer Antisemit. Geld und Juden dürfen mal wieder nicht fehlen und natürlich nicht der übliche Nazivergleich. Wer hier hasst, ist wohl eindeutig. Dieser Widerling, der sich nicht zu schade ist, von we are the world zu lamentieren.
     
    „eurer Siedlungspolitik“
     
    Wo siedeln wir denn in Deutschland? 😀
     
    @eva
     
    den könnt ihr gleich für einen der nächsten Teile verwenden:  „antisemitischer Emails an das jüdische Internetportal haGalil.com“

  38. an hagail
    Ich habe nun den 3ten mail teil in eurer Zeitung gelesen.
    Mir ist bitter klar geworden das nur Hass – auf alles was nicht zu eurer Siedlungspolitik oder Weltanschauung JAWOHL!! sagt – regiert.
    An Haaren herbeigezogene und steinalte Argumente euren Hass auf alles was irgendwo einen Fehler in eurer politik – anzeigt, wo ihr selber aber gegen den rest der welt angeht um eure eigene Meinung zu verkaufen.
     
    Die Nazis von einst die verblendete Fanatiker waren – leben heute mit total  umgekehrtem vorzeichen – Hass gegen alles was euch kritisiert weiter….
    Mein Gott – was lehrt euer talmud – vergebeung – vergessen – endlich neu anfangen – oder nur:  Noch en shekel rausschlagen???
    Nein ich habe keine Schuld am Holocaust – und ich habe auch keine Verantwortung die ihr mir einreden wollt – Ablassbriefe gab es gestern – heute gibt es die die Welt wie sie durch Hass geschaffen wird!
    Ob Juden – Franzosen oder Afrikaner – oder Deutsche – We are the world – how we make it.
    Denkt mal drueber nach!

  39. Pingback: Verteidigt Israel!
  40. Bei dem ganzen nationalistischen Schmonzes den hier die üblich Verdächtigen mal wieder über alle Jüdinnen und Juden auskippen, die in Opposition zur gleichgeschalteten israelischen Regierungslinie und ihrer Repräsentanten in der Galluth stehen – Herzlichen Glückwunsch an Felicia zu dieser Verleihung.

    Gegen den Mainstream zu schwimmen ist nie einfach.

    Die hysterischen Reaktionen auf die Verleihung bei einigen WENIGEN unserer „eigenen“ Leute zeigt immerhin, dass das jüdische Volk nicht besser oder schlechter als jede andere Nation – und damit „normal“ – ist. So wie die Deutschen, Franzosen oder Araber sich kit ihrem nationalistischen und rassistischen Pack rumschlagen müssen, so haben wir Juden genau dieselben Strömungen unter uns. Felicia nennt dies beim Namen, dafür wird sie für vogelfrei erklärt…

    Zeev (Köln)

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