Exodus: Ein Staat / Zwei Staaten

Seit den 1960er Jahren hat der arabisch-israelische Konflikt amerikanische Präsidenten und Regierungen weit über seine tatsächliche Bedeutung hinaus beschäftigt. Daran dürfte sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Die Ursachen hier für sind nicht ohne weiteres verständlich, denn eine besondere strategische oder wirtschaftliche Bedeutung hat die Region nicht…

Benny Morris und die Aussicht auf einen Frieden im Palästina-Konflikt.

Von Walter Laqueur

Was die Zahl der Opfer angeht, die dieser Konflikt gefordert hat, so liegt er damit weit hinter zahlreichen zwischen- und innerstaatlichen Auseinandersetzungen in den letzten Jahrzehnten zurück. So wurden im algerischen Bürgerkrieg ebenso Hunderttausende von Muslimen getötet, wie im Konflikt zwischen dem Irak und dem Iran. Dazu kommen viele mehr in Darfur, Somalien, den Philippinen, Tschetschenien, Pakistan, Jemen, im libanesischen Bürgerkrieg und so fort. In den letzten Jahrzehnten ist dagegen nur eine recht kleine Zahl israelischer Juden in Kriegen getötet worden. Daher drängt sich die Frage nach anderen Gründen für die erhöhte Bedeutung gerade diesen Konfliktes auf: Spielen Palästina und Jerusalem nicht ein besondere, hochemotionale Rolle für die Religion der Muslime und Juden? Nicht so schnell: Jerusalem (genauer: ein bestimmter Ort dort, die al-Aqsa Moschee) wird nur einmal im Koran genannt. Zudem datiert der Konflikt vor dem Aufschwung des islamischen Fundamentalismus.

Man könnte stattdessen argumentieren, dass es sich um eine innere Angelegenheit handelt, wenn Araber andere Araber töten und dass die Sache zu einem internationalen Problem von weit grösserer Bedeutung wird, sobald Nicht-Araber ins Spiel kommen: Islamophobia, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aber auch das erklärt die besondere Aufmerksamkeit der westlichen Medien für den arabischen Konflikt nur unzureichend. Als der damalige syrische Präsident Hafez al-Assad 1982 den Aufstand der Muslimbruderschaft in der Stadt Hama niedergeschlagen hat, kamen dabei viel mehr Menschen um, als in sämtlichen Intifadas, den letzten Kriegen im Libanon und der israelischen Invasion in Gaza zusammengenommen. Aber die westlichen Medien schenken all diesen Ereignissen deutlich weniger Aufmerksamkeit, als zuletzt der israelischen Invasion in Gaza. Kameraleute und Korrespondenten lassen sich dagegen nicht in Afrika, Asien oder Nahost blicken, wenn dort Millionen zu Opfern von Massenverbrechen werden.

Könnte dies mit der Befürchtung zu tun haben, dass der Konflikt zwar vorerst nur eine kleine Zahl von Menschen betrifft, aber eventuell einen Flächenbrand auslösen könnte, wie das Attentat von Sarajewo im Jahr 1914? Im Zeitalter der Massenvernichtungsmittel ist Alles möglich. Aber wir haben ein solches Stadium noch nicht erreicht und derartige Ängste können die Aufmerksamkeit für Palästina in der Gegenwart und der Vergangenheit nicht erklären. Pakistan ist derzeit wesentlich gefährlicher und für den Iran gilt das gleiche.

Bislang fehlt eine zufriedenstellende Antwort auf die Frage nach der überproportionalen Aufmerksamkeit für diese winzige Region in Nahost, von der angeblich die schlimmste Bedrohung für den Weltfrieden ausgeht. Vom Kalten Krieg vielleicht abgesehen hat kein Konflikt ein grösseres Volumen an Liteartur produziert als der zwischen Israeli und Palästinensern. Allein im vergangenen Jahr sind dazu Dutzende schwerer Bände erschienen und die meisten Protagonisten der Friedensverhandlungen haben inzwischen ihre Version der Geschichte in Büchern veröffentlicht. Den Anfang hat Shlomo Ben-Ami, der israelische Aussenminister während der Verhandlungen in Camp David im Jahr 2000, mit „Scars of War, Wounds of Peace“ gemacht. Die amerikanischen Unterhändler Dennis Ross („The Missing Peace“), Martin Indyk („Innocent Abroad“), Aaron David Miller („The Much Too Promised Land“) und der ehemalige US-Botschafter in Israel Daniel Kurtzer folgten ihm nach – ganz zu schweigen von ex-Präsident Jimmy Carter („We Can Have Peace in the Holy Land“).

Dazu kamen umfassende, analytische Untersuchungen wie Lawrence Freedmans „A Choice of Enemies“; Bücher über die Kriege von 1948, 1967 und 1973; die erste und die zweite Intifada; die israelischen Siedlungen (Gershom Gorenberg mit „The Accidental Empire“, sowie Idith Zartal und Akiva Eldar mit „Lords of the Land“); über die Israel-Lobby in den USA und über Hamas. Von arabischer Seite meldeten sich Parteigänger wie der Historiker Rashid Khalidi und der Intellektuelle Edward Said. Aber es liegen weit weniger Bücher von arabischen Politikern oder Diplomaten vor. In der Region fehlt die westliche Tradition, dass sich führende Persönlichkeiten zu Ereignissen äussern, an denen sie beteiligt waren (Saddam Hussein war eine Ausnahme, aber er hat Romane geschrieben). Es gibt Ausnahmen, aber diese leiden an dem, was der ägyptische Autor Tarek Heggy „unsere Kultur der Realitätsverweigerung“ genannt hat. Dabei mag Furcht eine Rolle spielen. Wir sollten nicht vergessen, dass der ehemalige ägyptische Minister Yousef el-Sebai allein dafür ermordet wurde, dass er Anwar Sadat auf seinem Flug nach Jerusalem begleitet hat.

Natürlich leiden Autoren von Memoiren mitunter an Gedächtnislücken. Präsident Carter betrachtet die israelischen Siedlungen jenseits der Grenzen von the 1967 als das wesentliche Friedenshindernis. Aber er übergeht, dass zahlreiche dieser Siedlungen gerade während seiner Amtszeit gegründet oder rasant ausgebaut worden sind. Um noch genauer zu sein: ebene jene Siedlungen mitten in arabischem Territorium wie Ariel, Elon Moreh, Bethel, Kfar Adumim, Karnei Shomron und so weiter. Dennoch sind die Memoiren und andere Werke auf diesem Gebiet insgesamt nützlich zum Verständnis der letzten Phase in diesem stürmischen Konflikt. Sie handeln die verschiedenen Anläufe zu einer Friedenslösung oder zumindest einem langwährenden Waffenstillstand in den letzten Jahrzehnten ab: die Gipfeltreffen in Camp David, Taba und Annapolis, sowie die zahllosen kleineren Treffen.

Doch kaum eines dieser Bücher bietet über technische Vorschläge hinaus wirkliche Lösungen an. Eine Ausnahme und noch dazu eine höchst bemerkenswerte, stellt das neue Buch von Benny Morris dar: „One State, Two States: Resolving the Israel/Palestine Conflict“. Morris ist der führende, produktivste und mit Sicherheit der am meisten diskutierte israelische Historiker seiner Generation. Man darf ihn auch gerechterweise mit den umstrittensten nennen. Geborenen in einem Kibbutz im Jahr der Staatsgründung, wurde Morris der erste und prominenteste der neuen, post-zionistischen Historiker und brach bestimmte Tabus der offiziellen Geschichtsschreibung der jüdischen Nationalbewegung. Statt die offizielle Version nachzubeten, nach der die Palästinenser ihre Heimstätten 1948 allein auf Drängen arabischer Führer verlassen hätten, sagte Morris, das Flüchtlingsproblem sei aus einer Kombination von Gründen entstanden: teils aus Panik, teils auf den Rat arabischer Führer zur Flucht, teils aber auch, weil israelische Streitkräfte Araber vertrieben haben. Er hielt Israel Grausamkeiten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Als Mann von Prinzipien weigerte er sich aus Protest gegen die israelische „Besetzung“ seinen Dienst als Reservist auf der Westbank zu leisten. Er wurde dafür 1988 verhaftet. Morris wurde damals zur Lieblingsquelle linker und palästinensischer Autoren.

Aber wie jeder gute Wissenschaftler war er willens, seine Argumentation neuen Erkenntnisen anzupassen. Im Lauf seiner Recherchen wurde Morris deutlich kritischer gegenüber den Palästinensern, die 1948 versucht hatten, den neuen Staat Israel zu zerstören. 800 von ihnen waren damals exekutiert oder massakriert worden (doch so war es auch Hunderten jüdischen Zivilisten ergangen). Diese Zahl liegt weit unter denen aller vergleichbaren Konflikte. Im Gegensatz zu seinen ersten Ergebnissen fand Morris nun, Palästinenser seien zwar in Einzelfällen vertrieben worden, eine systematische Politik der ethnischen Säuberungen habe Israel jedoch nicht verfolgt.

Morris ging noch weiter: Hatte er zunächst die von ihm vermutete Vertreibungspolitik Israels abgelehnt, so dachte er nun, es sei ein Fehler gewesen, auf diese zu verzichten. Ethnische Säuberungen (im Sinne von Populations-Transfers oder deren Austausch wie in Osteuropa, dem indischen Subkontinent und anderen Regionen) haben Konflikte mitunter entschärft und Situationen stabilisiert. Hätte dies nicht auch in Palästina der Fall sein können? Der zunehmende Extremismus auf palästinensischer Seite Israel existentiell gefährdet, erschien deren vollständige Vertreibung für Morris nun absolut gerechtfertigt.

Derartige, unorthodoxe Überlegungen, die er nach der zweiten Intifada entwickelt hatte, brachten Morris massive Angriffe seitens seiner ehemaligen Weggefährten und Unterstützer ein. Der Liebling der radikalen Linken wurde zum Verräter an der guten Sache und als Rassist, Chauvinist, wenn nicht sogar als Faschist beschimpft. Die Kreise, die ihn zuvor am leidenschaftlichsten unterstützt hatten, boykottierten ihn nun. Aber Morris liess sich nicht beirren: Während er zur friedlichen Beilegung des Konfliktes weiterhin israelische Kompromisse bevorzugte, erkannte er dafür auf der Gegenseite keinerlei Bereitschaft. Beruhend auf einer Kultur der Vergeltung und religiösen Überzeugungen, blieb die palästinensische Ablehnung der Existenz Israels in den Augen von Morris fundamental und total. Kurz: Er sah keine Chance mehr für den Frieden – und schon gar nicht mehr zu seinen Lebzeiten. In seinem jüngsten Buch haben sich die Gedanken von Morris indes erneut weiterentwickelt.

In „One State, Two States“ diskutiert Morris zeitgenössische und historische Ideen zur Zukunft Palästinas sowohl von Juden, als auch von Arabern: Soll es einen Staat beherbergen oder zwei – und wie soll dieser gestaltet werden? Nach einer langen (vielleicht überlangen) Diskussion diverser Zeitschriften aus Grossbritannien und den USA – meist von jüdischen Autoren mit sehr dezidierten Ansichten (wenn auch mit unterschiedlichem Kenntnisstand Palästina betreffend) – wendet sich Morris den Ursprüngen der Konzepte eines und zweier Staaten zu. Damit macht er verständlich, wie sich Israeli und Palästinenser überhaupt in diesen vertrackten Konflikt manövriert haben.

In den 1880er Jahren dachten die ersten Siedler im heutigen Israel wie Theodor Herzl, der Gründer des modernen, politischen Zionismus, dass ihnen allmählich immer mehr Juden folgen und Land erwerben würden. Am Ende dieses Prozesses erwarteten diese Pioniere das Entstehen eines jüdischen Staates. Dieser Gedanke wurde später als ebenso naiv, wie chauvinistisch verurteilt, da er anscheined die Präsenz und die Rechte der (arabischen) Bewohner des Landes ignorierte.

Angesichts der demographischen Realitäten jener Tage war eine solche Überzeugung jedoch nicht wirklich utopisch. Als Teil des Osmanischen Reiches war Palästina nicht menschenleer, aber auch nicht überbevölkert. Der den Zionisten zugeschriebene Slogan „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ stammt tatsächlich von christlichen Intellektuellen im England des frühen 19. Jahrhunderts. Die Schaffung eines jüdischen Staates in einer weitgehend unterbevölkerten Region schien ebenso realistisch wie gerecht. Als Herzl 1896 sein Buch Der Judenstaat publizierte, lebten in Palästina halb so viele Menschen wie in Wien und keineswegs nur Araber. Es erschien durchaus möglich, eine Situation zu schaffen, in der alle Völkerschaften in einem solchen Staat miteinander auskommen würden. Schliesslich koexistierten nationale Minderheiten in dieser Epoche mehr oder weniger friedlich in anderen multinationalen Staatswesen. Als traditioneller Liberaler glaubte Herzl an Gleichberechtigung für alle Bürger. Daher würden die nicht-jüdischen Bürger in dem von ihm erdachten Staat nicht nur wirtschaftlich Fortschritte machen, sondern auch in jeder Hinsicht gleiche Rechte geniessen.

Die wahre Genesis des Ein-Staat-Konzeptes

Mit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg wurde Palästina ein britisches Mandat unter dem Völkerbund. Gleichzeitig schien Herzls Traum mit der Balfour Deklaration von 1917 zur Schaffung einer nationalen, jüdischen Heimstatt der Erfüllung nahe zu sein. Aber die jüdischen Massen machten sich nicht auf den Weg in die nationale Heimstatt. Und als sie dies nach Hitlers Machtergreifung tun wollten und in verzweifelte Not gerieten, dorthin zu gelangen, hatten die britischen Behörden den Zugang nach Palästina drastisch reduziert. Zudem hatte die arabische Opposition gegen neue jüdische Einwanderer ein enormes Ausmass erreicht und 1921, sowie 1929 zu Unruhen geführt. Im Jahr 1936 brach darüber ein Aufstand aus, der nur mit Beginn des Zweiten Weltkrieges abklang. Die Briten hatten zahlreiche Aufständische gewaltsam entwaffnet, inhaftiert und in einigen Fällen auch hingerichtet. Unter diesen Umständen waren die Bemühungen kleiner jüdischer Gruppen um eine Versöhnung mit den palästinensischen Arabern und letztlich für die Schaffung eines binationalen Staates zum Scheitern verurteilt.

Die Führung der Araber in Palästina lehnte nicht nur die jüdische Immigration ab, sondern auch die Anwesenheit der nach dem Ersten Weltkrieg eingewanderten Juden. Damit lief die Entiwcklung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zu. Aber diese war dennoch weder die naheliegendste, noch die beste Wahl.

Von den Revisionisten (den Vorläufern des Likud) abgesehen, blieben die Ideen der zionistischen Parteien über die Zukunft der nationalen Heimstatt vage. Als die britische Peel-Kommission 1937 erstmals einen Teilungsvorschlag ins Spiel brachte, war selbst die zionistische Linke gespalten. David Ben-Gurion, der erste Premier Israels, machte sich den Plan nur nach grosser Überwindung zu eigen und es gelang ihm nur unter enormen Schwierigkeiten, andere Zionisten von der Notwendigkeit der Teilung des Landes zu überzeugen. Der Peel-Report sah den Transfer von etwa 250.000, im zukünftigen jüdischen Staat lebenden, palästinensischen Arabern in benachbarte Länder vor. Morris zufolge wurde eine solche „ethnische Säuberung“ damals nicht als unmoralisch betrachtet, sondern vom Völkerbund etwa im Fall des Bevölkerungsaustausches zwischen Griechenland und der Türkei nach dem Ersten Weltkrieg befürwortet. Nach damaligem Dafürhalten war dies der beste und vermutlich auch der einzige Weg, die Verfolgung von Minderheiten, sowie irredentistische Bürgerkriege auszuschliessen. Darüberhinaus gab es Vorschläge etwa zur Kantonisierung Palästinas, doch diese wurden nie ernsthaft diskutiert, geschweige denn akzeptiert.

Aber der Peel-Report blieb totes Papier. Es gab keine arabische Umsiedlung und Israel wurde nicht zu einem lebensfähigen Staatswesen. Danach kam das von Ben-Gurion und anderen zionistischen Führern entwickelte Biltmore-Programm von 1942. Dieses sah einen jüdischen Staat in Teilen Palästinas vor und führte schliesslich zu der Erklärung vom November 1947, welche die Fundamente für die Staatsgründung Israels gelegt hat. Ein ebenfalls von den Vereinten Nationen beschlossener palästinensisch-arabischer Staat kam jedoch nicht zustande. Die palästinensisch-arabischen Gebiete wurden bis zum arabisch-israelischen Krieg 1967 von Jordanien und Ägypten regiert. Damit war einer chronischen Auseinandersetzung die Bühne bereitet.

Dazu einige persönliche Erinnerungen: Das Konzept eines einzigen, binationalen Staates erschien nicht immer so absurd wie in der heutigen Zeit. Gründe dafür braucht es angesichts des kleinen Umfangs der umstrittenen Territorien und der zur Frage stehenden Populationen eigentlich nicht. Ich habe vor der Gründung Israels an einen binationalen Staat geglaubt. Meine Überzeugung wurde erschüttert, als ich binnen eines Jahres zweimal Opfer ethnischer Säuberungen wurde: Zunächst in dem Dorf Issawiya nahe Jerusalem, dann im Dezember 1947, aus der deutschen Kolonie in Jerusalem. Aber haben die Bewohner von Issawiya nicht ein viel schlimmeres Schicksal erlitten als ich, nachdem sie selbst aus ihren Häusern vertrieben worden sind? Nicht wirklich. Als ich dort lebte, hatte das Dorf tausend Einwohner, heute sind es vierzehntausend.

Ich habe 1947 das UNSCOP-Kommitte der Vereinten Nationen begleitet, das die Haltung der Bevölkerung zur Zukunft Palästinas erforschen sollte: Überall schlug der Delegation von arabischer Seite die totale Ablehnung eines binationalen Staates entgegen. Es war ihr Land, die Juden waren die Eindringlinge und hatten keinen Anspruch darauf, als gleichberechtigte Partner anerkannt zu werden. Die wenigen, zumindest zu einem Dialog mit den Juden bereiten Araber wie der Politiker Fakhri Nashashibi, der Gewerkschafter Sami Taha in Haifa und sogar ein Mitglied der traditionell einflussreichen Husseini-Familie wurden ermordet. Als junger Journalist habe ich diese Persönlichkeiten kennengelernt.

Diese Tradition der Ermordung zum Dialog mit den Zionisten bereiter, palästinensischer Aktivisten besteht fort. Ihr fielen der Londoner PLO-Repräsentant Said Hammami ebenso zum Opfer, wie der PLO-Führer Issam Sartawi. Unter diesen Umständen brach die ohnehin nie sonderlich starke Unterstützung für eine Zweistaatlichkeit auf zionistischer Seite in sich zusammen. Ohnehin war das Schicksal binationaler Staaten weltweit nicht ermutigend, höchstens einem oder zweien davon war Erfolg beschieden. Hat es in den formativen Jahres Chancen für einen Frieden gegeben, so wurden diese mit dem Sechstage-Krieg beerdigt. Es wäre wünschenswert, dass Morris den Konsequenzen der Schlachten von 1967 und ihres unseligen Nachspiels in der israelischen Politik mehr Aufmerksamkeit schenkt. Der Sechstage-Krieg war ein grosser Sieg. Aber Nietzsche hatte recht mit seinem Ausspruch, dass es der menschlichen Natur schwerer fällt, einen grossen Sieg auszuhalten, als eine grosse Niederlage.

1967 war der grosse Wendepunkt für Israel – oder hätte es zumindest sein können. Es hielt nun fast das ganze Land westlich des Jordan besetzt und war erstmals in der Lage, wesentliche Zugeständnisse zu machen, da es nun über die für Friedensverhandlungen notwendigen Territorien verfügte. Israel wartete auf einen Anruf arabischer Regierungen, der Friedensbereitschaft signalisiert hätte. Aber der Anruf kam nie. Und so wurde Israel mit der Westbank belastet (oder wie die in das neue Territorium strömenden Siedler sagten: mit Judäa und Samaria). Israel hatte jedoch auch Gaza erworben. Einige israelische Politiker wie der verstorbene Knesset-Abgeordnete Israel Galili sagten, Israel könne nicht ohne Gaza existieren. Zunächst nur eine Handvoll, wuchs die Zahl der Siedler in die Hunderttausende. Viele (aber beileibe nicht alle) von ihnen waren von dem messianischem Eifer erfüllt, der damals Mode wurde: Gott selbst hatte dem Volk Israel ebenso das ihnen versprochene Heimatland zurückgegeben, wie das Heilige Jerusalem, das niemals wieder geteilt werden würde.

Die Ereignsse von 1967 haben in Israel eine Welle mystischer Trancezustände und messianischer Hoffnungen ausgelöst. Es gab Petitionen mit massenhafter Unterstützung, keinen Zentimeter der eroberten Territorien aufzugeben. Lange eine der moderatesten Kräfte, wurde die National-religiöse Partei zu einer der fanatischsten. Ihre Führer Zerah Warhaftig erklärte sofort nach Kriegsende, man solle sich umgehend der nicht-jüdischen heiligen Stätten in Jerusalem entledigen, da die israelische Kontrolle über sie massive Probleme zeitigen würde. Aber der Vorschlag wurde rasch vergessen und die Knesset verabschiedete ein Gesetz, das verkündete, Jerusalem solle nie wieder geteilt werden – dabei ist das heutige Jerusalem de facto eine geteilte Stadt.

Ich habe im August 1967 in einem Artikel für die Zeitschrift Commentary mit dem Titel „Israel, the Arabs, and World Opinion“ geschrieben, die meisten Israeli seien sich nicht der gewaltigen Dimension der vor ihnen Probleme bewusst:

„Die Verwaltung und die Polizeikontrolle grosser Regionen mit arabischer Bevölkerung würde zwangsläufig albtraumartige Probleme produzieren. Mit an Sichehreit grenzender Wahrscheinlichkeit lässt sich eine zunehmende Zahl von Sabotageakten vorhersagen, auf welche die israelischen Behörden scharf werden reagieren müssen. Und die Reaktion auf derartige Vorkommnisse lässt sich leicht vorhersagen…

Israel stehen jetzt schwere Zeiten vorher. Es gibt massive Propaganda-Angriffe… über die neuen Hitleristen und ihre barbarischen Greueltäten; wir haben schon von israelischen `Gauleitern´ und `Lebensraum´gehört, als nächstes … dürften israelische Vernichtungslager kommen.

Ich kam zu dem Schluss: „Der Ruf nach Rache gegen Israel wird überwältigend werden… ein neues militärisches Abenteuer ist nicht innerhalb der nächsten zehn oder 20 Jahre ist höchst wahrscheinlich, sondern sehr viel früher.“

Diese Vorhersage war akkurat: Der Jom Kippur-Krieg vom Oktober 1973 kam nur sechs Jahre später. Um nach ihrer schockierenden Niederlag im Sechstage-Krieg ihr Prestige wiederherzustellen, lancierten Ägypten und Syrien einen Überraschungsangriff auf Israel. Obwohl sie am Ende keine substantiellen Geländegewinne erzielen konnten, wurde der arabische Stolz doch zu einem gewissen Mass wiederhergestellt. Von heute aus gesehen, war der Krieg von 1973 für Israel nicht nur eine Katastrophe. Ohne den Krieg hätte es weder den Besuch von Sadat in Jerusalem gegeben, noch den Frieden mit Ägypten. Die politische Klasse eingeschlossen, haben die meisten Israeli die demographischen Konsequenzen ihres Festhaltens an den besetzten Gebieten ignoriert: Angesichts der sehr viel höheren arabischen Geburtenrate würde die Zahl der Araber in Gross-Israel in naher Zukunft so gross, wenn nicht grösser, als die der Juden werden.

Neben der mystischen Stimmung gab es auch rationale Argumente für das Festhalten an den neuen Grenzen. Die schwer zu verteidigenden Grenzen von 1948 sind nicht sakrosankt gewesen. Und es ist recht zweifelhaft, ob die Aufgabe der eroberten Gebiete das Aufkommen des islamischen Fundamentalismus in irgendeiner Weise beeinflusst haben würde. In den 1950er Jahren gegründet, stand die Fatah-Bewegung für die Befreiung Palästinas vom Mittelmeer bis zum Jordan. Fatah hat ihre Haltung erst nach dem Krieg von 1973 und den diversen Missgeschicken der PLO etwas gemildert und zumindest eine gewisse Kompromissbereitschaft ausgedrückt.

Es gab zumindest die Chance, dass die Aufgabe der besetzten Gebiete eine gewisse Wirkung entfalten würde, während das Festhalten an ihnen zum Verschwinden eines Staates führen musste, der sowohl jüdisch, als auch demokratisch ist. Und da auf der Hand lag, dass ein Grossteil der Gebiete früher oder später sowieso aufgegeben werden müsste, wäre es da nicht klüger gewesen, dies von einer Position der Stärke aus zu tun, als von einer der Schwäche?

Dies führt uns zu einem kardinalen Versäumnis der israelischen Politik in den vergangenen Jahrzehnten: Israel hat nicht akzeptiert, dass ein kleines Land mit sieben Millionen Einwohnern (von denen 20 Prozent Araber sind) sich entsprechend seines Ranges in der Welt und seiner beschränkten Macht verhalten muss. In Israel existiert der naive, und nur langsam schwindende Glaube, dass es auf internationaler Ebene eine Gerechtigkeit für Alle gibt, dass sich auch kleinere Staaten Morde (auch im Wortsinn) erlauben können, wenn dies Grossmächten möglich ist. Kurz: Die meisten Israeli verstehen nicht, was von Anbeginn der Zeiten an selbst kleinen Mafiosi offensichtlich war: Wer sich einer grossen, feindseligen Allianz gegenüber sieht, sollte vernünftigerweise versuchen, diese zu spalten. Der kleine Staat braucht alle ihm erreichbaren Abschreckungsmittel. Um zu überleben, tut er aber auch gut daran, sich in Zurückhaltung zu üben. Die Vorteile einer solchen Strategie hätten angesichts der zahlreichen Konflikte in der arabischen Welt offensichtlich sein sollen, aber sie wurden über Jahrzehnte ignoriert. Verschlimmert wurde die Situation durch die stetige Radikalisierung der palästinensischen Seite.

Morris behandelt die zwei Intifadas von 1988 und 2000, sowie den Aufstieg von Hamas und Hisbollah im Libanon. Am Gründungsmanifest der Hamas lässt sich eine Radikalisierung im arabischen Lager ablesen, welche die Ablehnung der staatlichen Existenz von Israel zum fundamentalen Prinzip erklärt. Morris glaubt, der Fatah-Slogan eines säkularen und demokratischen Palästina sei nicht ernst gemeint, sondern nur Propaganda zum Konsum der Liberalen im Westen gewesen. Aber auch hier trägt Morris der Radikalisierung auf israelischer Seite, der vermutlich unausweichlichen Vertiefung von Hass, nicht ausreichend Rechnung. Anfänglich hat es den Arabern gegenüber Misstrauen gegeben, aber keinen Hass. Der einzige offene Araber-Hasser, der mir in Palästina je begegnet ist, hatte seine Familie 1929 in dem Pogrom an der nicht-zionistischen jüdischen Gemeinde von Hebron verloren.

Aber dies hat sich nach Jahren der Intifada und häufiger, grosser und kleiner Attacken wie der Bomben-Selbstmorde geändert. Dadurch haben sich anti-arabische Stimmungen verbreitet. Diese wurden meist von Einwanderern aus dem Nahen Osten getragen – ein Ergebnis der Misshandlungen, die sie und ihre Vorfahren in ihren Ursprungsländern erfahren hatten. Das Gefühl „die Araber sind unsere Erzfeinde“, die „uns niemals akzeptieren werden“, machte sich breit – dass weder Kompromisse, noch gute Taten unserer Seite etwas ausrichten würden, dass Gewalt die einzige Sprache ist, die Araber verstehen. Die Stimmung im Lande drehte sich und nahm in Wahlen Gestalt an, die rechte Parteien an die Macht brachten. Es stimmt, dass die meisten Israeli die wahllose Besiedlung der Westbank ablehnten, aber keine Regierung wagte es, dagegen vorzugehen.

Seit 1967 hat sich jeder Anlauf zum Frieden auf die Gewinne Israels konzentriert: Auf den Status Jerusalems, Gaza und Gebiete auf der Westbank, die Siedler, die sich weiterhin in diesen umstrittenen Gebieten niederliessen und die damit einhergehende Radikalisierung der Palästinenser. Morris diskutiert die diversen Friedensverhandlungen unter US-Präsidenten und israelischen Premierministern im Detail. Einige der nicht von Aussen vermittelten Friedensgespräche waren erfolgreich, etwa die Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien. Aber in den Gesprächen mit den Palästinensern gab es vom Oslo-Abkommen abgesehen keinen Fortschritt. Und diesen war offensichtlich keine Dauer beschieden.

Hat es bei der palästinensischen Führung einen Sinneswandel gegeben, eine grössere Bereitschaft zur Zusammenarbeit in Folge der traurigen Geschichte ihres Volkes seither? Dieses hat alle nur denkbaren Wege beschritten – Proto-Faschimus, quasi-marxistischen Anti-Imperialismus, Nasseristischen Pan-Arabismus und zuletzt islamischen Fundamentalismus. Doch keiner hat spürbaren Erfolg gebracht. Und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass sich eine Radikalisierung und keine grössere Kompromissbereitschaft entwickelt hat.

Es stimmt, dass einige Unterstützer der Hamas im Westen denken, dass die Bewegung moderater wird, sofern der Westen nur einen Dialog mit ihr aufnimmt. Das könnte zutreffen. Aber dafür müsste die Forderung der Hamas nach der Auslöschung des Staates Israel akzeptiert werden. Doch auf diesem Wege lässt sich ein dauerhafter Frieden in absehbarer Zeit nicht erreichen.

Der Konflikt war unvermeidlich, da zwei Völker das gleiche Land begehrten. Doch wie aus der derzeitigen, verfahrenen Situation herauskommen? Morris lehnt einen binationalen Staat mit politischer Parität für beide Gemeinschaften als unrealistisch ab. Aber eine Einstaatenlösung liesse sich nur nach der Vertreibung von 4 bis 5 Millionen Araber (einschliesslich derjenigen auf der Westbank) als ein jüdischer Staat ohne arabische Minderheit, oder in Folge der Vertreibung von Millionen Juden als arabischer Staat erreichen und scheint daher ebenfalls unmöglich. Die Aussichten auf eine Zweistaaten-Lösung (mehr oder weniger entlang des von Bill Clinton und Ehud Barak erzielten Übereinkommens) erscheinen ebenfalls düster. Auf arabischer Seite ist die Zustimmung dafür stetig zurückgegangen.

So kommt Morris ohne erkennbaren Enthusiasmus zu der Schlussfolgerung, dass die Idee einer Konföderation unter Einschluss von Transjordanien, wie sie der britische Hochkommissar Viscount Herbert Louis Samuel zuerst 1920 formuliert hat, noch die realistischste Lösung ist. Während ein aus der Westbank und Gaza bestehender palästinensischer Staat wirtschaftlich nicht lebensfähig wäre, könnte er dies in Kombination mit Jordanien durchaus sein. Dieses Konzept könnte auch eine Lösung für die palästinensischen Flüchtlinge darstellen, die sich in Gaza drängen und als Staatenlose im Libanon leben. Ob dieser Plan umsetzbar ist, lässt sich nicht sagen. Aber mit Sherlock Holmes lässt sich feststellen, dass alle anderen Möglichkeiten für eine Konfliktlösung noch unrealistischer sind. Damit bliebe nur die von Morris vorgeschlagene.

Von Viscount Samuel einmal abgesehen, ist die Idee nicht eben neu. Sie wurde von dem verstorbenen israelischen Minister Yigal Alon ebenso vorgetragen, wie vom ehemaligen Premier Ariel Scharon. Und nun taucht sie wieder auf bei einem Historiker, der sich mit der Vergangenheit und dem gegenwärtigen Stand des Konfliktes besser auskennt, als die meisten Politiker.

Doch die von Morris umrissene Könföderation ist nicht realistisch. Es ist unklar, warum die in Jordanien herrschenden Haschemiten und ihre Unterstützer ihre Macht aufgeben würden. Es ist auch unwahrscheinlich, dass eine solche Konföderation die Bevölkerungen des übersiedelten Gaza-Streifens und der Flüchtlingslager im Libanon aufnehmen könnte. Als ich Gaza kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges erstmals besucht habe, war der Ort eine verschlafene Kleinstadt mit vielleicht 25.000 Einwohnern und Khan Yunis war noch kleiner. In wenigen Jahren jedoch dürfte die Einwohnerzahl des Gaza-Streifens 2,5 Millionen erreichen. Es stimmt, dass die sehr hohe palästinensiche Geburtenrate zurückgeht, aber dies wird in den kommenden Jahrzehnten kaum Auswirkungen haben. Gaza wird künstlich mit ausländischem Geld am Leben erhalten. Etwa 90 Prozent davon kommt aus westlichen Ländern. Der Landstrich wäre niemals lebensfähig, selbst wenn Israel nicht existieren würde. Gaza wird niemals ein zweites Singapur werden. Die humanitäre Hilfe des Westens macht das Problem nur noch unlösbarer und verlängert das Leiden. Dies erinnert an einen Chirurgen, der vor einer notwendigen Operation zurückscheut, weil der Patient leiden würde. Aber das Ergebnis der Untätigkeit ist viel grösseres Leid in der Zukunft. Die einzig realistische Lösung ist Auswanderung: In andere Teile der arabischen Welt wie die Golfstaaten, sowie andere Regionen rund um den Globus.

Das Problem der Siedlungen auf der Westbank liegt teilweise ähnlich. Selbstverständlich kann es Verhandlungen über Grenzänderungen und Gebietsaustausch geben, aber Israel wird die meisten Siedlungen aufgeben müssen, wenn es überleben will. Dass dies nicht alle Probleme löst, liegt auf der Hand, aber es bleibt eine notwendige Bedingung. Gleiches gilt für einen Kompromiss über Jerusalem. Es ist nicht sicher, ob sich die Grosszahl der Siedlungen friedlich schleifen lässt. Dies könnte durchaus zu einem begrenzten Bürgerkrieg führen. Einige wird dies vor eine schwierige Entscheidung stellen: Die Wahl zwischen Überleben und dem Festhalten an Judäa und Samaria, sowie der Verweigerung eines Kompromisses über Jerusalem. Manche Israeli könnten an ihrer Überzeugung festhalten, dass die Demokratie nicht das höchste Gut ist und ein Staat keinen Wert hat, wenn er nicht alle Teile des Heiligen Landes umfasst. Diese Leute hoffen auf die Intervention Gottes, um die Träume der Siedler zu verwirklichen. Die Mehrheit der Israeli teilt diese Überzeugungen nicht. Aber in der Geschichte ist es entschlossenen und fanatischen Minderheiten oft genug gelungen, ihre Wünsche einer zögerlichen Mehrheit aufzuzwingen, die an die Möglichkeit glaubt, sich durchzuwursteln, ohne schmerzhafte Entscheidungen zu fällen.

Zum heutigen Zeitpunkt stehen die Chancen auf einen dauerhaften Frieden zwischen den Israeli und den Palästinensern bei Null. Natürlich dauert kein Konflikt ewig und im Lauf der Zeit pflegen sich Umstände fast immer zu ändern. Der Fanatismus verliert seine Stosskraft gewöhnlich im Lauf von ein, zwei Generationen. Weitreichende Veränderungen in den internationalen Beziehungen und im Gleichgewicht der Mächte weltweit sind ebenso möglich, wie die Schwächung einer (oder beider) Konfliktparteien, die einer Friedenslösung den Weg ebnen könnte. Darüberhinaus sind Veränderungen jenseits unseres Vorstellungsvermögens möglich – so könnte eine globale Katastrophe einer Beilegung des israelisch-palästinensischen Konfliktes die Dringlichkeit nehmen. Die Welt hätte dann andere, drängendere Herausforderungen. Und wie sehen die Chancen für eine von Aussen auferlegte Lösung aus? Dies ist nicht völlig auszuschliessen. Aber wer sollte dies tun? Wer sollte bereit sein, die notwendigen Streitkräfte dafür bereitzustellen – nicht nur Blauhelme und UN-Beobachter?

Während die Fortführung eines „Friedensprozesses“ entlang vertrauter Linien vermutlich eine Zeitverschwendung darstellt, wird dieser dennoch weiter betrieben werden. Mit ein bisschen Glück könnte dies zu Waffenstillständen und von Kampfhandlungen unterbrochenen Perioden relativer Ruhe führen. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie lange dieser Prozess fortdauern wird.

Benny Morris, One State, Two States: Resolving the Israel/Palestine Conflict (New Haven: Yale University Press, 2009), 256 S.

Walter Laqueur ist der Verfasser von über 20 Büchern, die in zahlreiche Sprachen übersetzt worden sind. Er hat an den Universitäten Georgetown, Chicago, Harvard, Johns Hopkins, Brandeis und Tel Aviv unterrichtet und lebt in Washington, DC. Die englische Originalfassung erscheint in der Ausgabe März-April der Zeitschrift The National Interest.

6. März 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 10, tachles, Rubrik: International