Preisverleihung des Georg Stefan Troller Preis

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Mit dem Georg Stefan Troller Preis gibt es erstmals im deutschsprachigen Raum einen Journalistenpreis für herausragende Berichterstattung über jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus. Die FAZIT-STIFTUNG,  Mehrheitsgesellschafterin der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, und der Jüdische Journalistenverband JJJ haben ihn initiiert. Er ist 2026 mit 12.000 Euro dotiert.

Der erste Georg Stefan Troller Preis wird zu gleichen Teilen verliehen an:

Nicholas Potter: „Die neue autoritäre Linke“ (Deutscher Taschenbuch Verlag)
Thorsten Schmitz: „Wer ein Warum hat, erträgt jedes Wie“ (Süddeutsche Zeitung)
Mascha Malburg/Joshua Schultheis: „Worüber Juden reden“ (Hentrich & Hentrich Verlag)
Sharon On/Dirk Laucke: „Auch wenn es dunkel ist“ (Hörspiel, Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Eine Lobende Erwähnung erhält Anetta Kahane für ihre Kolumnen in der Frankfurter Rundschau.

Die Jury aus 16 unabhängigen Persönlichkeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Vorsitz von Gabriela Hermer (Rundfunk Berlin-Brandenburg) und Werner D’Inka (ehemals Frankfurter Allgemeine Zeitung) war von vielen der 133 eingereichten Werken extremst beeindruckt. Neun kamen in die engere Auswahl. Jeder von ihnen hätte den Preis verdient.

Die Shortlist möchten wir daher ebenso erwähnen. Es handelt sich um
Alexander Estis: „Haben Juden ein Recht auf Döner?“ (DIE ZEIT Online)
David Hadda: „Zweiflers Delikatessen oder Was ein Pastrami-Sandwich mit Erinnerung und Gegenwart zu tun hat“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Magazin)
Silvio Duwe/Katja Hackmann/ Markus Pohl: „Hat die Linke ein Antisemitismus-Problem? sowie Silvio Duwe/Markus Pohl: „Israel-Hass: Zwischen ‚Solidarität‘ und Terror“ – (beide ARD Kontraste)
Julia Czabai: Mein Berlin – Ein Ort mit Gedächtnis? – Wie sechs Jüdinnen und Juden die Hauptstadt im Jahr 2025 erleben – Dokumentarfilm (Teil des gleichnamigen, crossmedialen Projekts unter Leitung von Gabriella Valaczka. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte 2025)

Die Schirmherrschaft über den Georg Stefan Troller Preis hat Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernommen. 

Weitere Informationen unter www.trollerpreis.org.