Das Wiesenthal Center diskreditiert sich endgültig

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Wieder einmal ist es soweit. Das in den USA ansässige Wiesenthal Zentrum veröffentlicht seine jährliche Antisemiten-Hitliste. Dabei waren schon so manch seltsame Vertreter dabei, aber in diesem Jahr muss man sich schon in den Arm kneifen, um aus einem vermeintlich schlechten Traum zu erwachen. Mit auf der Liste steht nämlich ein deutscher Antisemitismusbeauftragter.

Und zwar nicht irgendeiner der mittlerweile zahlreichen Antisemitismusbeauftragten in Deutschland, sondern Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter in Baden-Württemberg. Er landete auf Platz 7 der Liste, mit dem Verweis: „A GermanAntiSemitism Commissioner who „likes“ social media comparisons of Israel to Nazis.“

Nicht irgendeiner, denn das ist nicht die erste Hetzkampagne gegen seine Person, die Michael Blume erleben muss. Dahinter dürften wohl dieselben Personen stehen, die auch in der Vergangenheit schon entsprechend gewütet haben.

Nicht nur die jüdischen Gemeinden in Baden-Württemberg, auch der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und viele weitere Organisationen und Einzelpersonen haben sich mittlerweile hinter Michael Blume gestellt.

Ein Armutszeugnis für das Wiesenthal Center, das sich ohne Absicherung, ohne Kenntnis vor Ort offensichtlich beeinflussen ließ. Wie soll man den Kampf gegen Antisemitismus bei solchen Fehlgriffen ernst nehmen? Wie soll man die Grundsätze von Antisemitismusbekämpfung vermitteln? Ein wahrer Bärendienst.

Alles Gute für Michael Blume, der unsere volle Solidarität hat!

Bild: Michael Blume (2017) beim Europarat in Straßburg / CC BY 3.0