Ein Staat in der Seifenblase

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Wenn ich mich nicht irre, war es der israelische Journalist und Autor Dahn Ben-Amotz, der fragte: „Was ist besser, eine rutschige Straße oder eine unebene Straße?“ Diese hypothetische Frage rief viele Antworten hervor…

Kommentar von Yoel Marcus, Ha’aretz, 12.07.2013
Übersetzung von Daniela Marcus

Die beste unter ihnen lautete: „Es hängt davon ab, ob man den Fahrer oder den Reifen fragt.“ In beiden Fällen ist die Lage sowohl für den Reifen als auch für den Fahrer schlecht. Aber die Verantwortung liegt allein beim Fahrer, der der Wahrheit nicht ins Angesicht schaute, bevor er sich auf die gefährliche Straße begab. Der Fahrer und die Straßenbaubehörde hätten wissen müssen, dass dabei nichts Gutes herauskommen würde.

Es gibt eine alte Redensart, die besagt, man solle „vor der Katastrophe den Mut zur Veränderung haben“. So lautete auch die Überschrift eines Artikels, den der linksgerichtete Politiker Yitzhak Ben-Aharon 1963 schrieb. Er rief darin die Arbeiterorientierten Parteien auf sich zu vereinen, damit die Arbeiterbewegung nicht den Bach hinunterginge. Die politischen Führer von damals mögen eingefleischte Funktionäre gewesen sein, aber dumm waren sie nicht. Ein Land braucht einen Weg, ein definiertes Ziel, nach dem es streben muss, ein wachsames Auge, das nach den Gefahren am Horizont Ausschau hält und sich darauf vorbereitet.

Warum diese Einleitung? Wir haben hier in Israel das Gefühl, in einer Seifenblase zu leben. Als ob wir so besonders wären, dass uns nichts passieren könnte. Zehntausende von Cafés und Restaurants in diesem Land sind überfüllt mit Menschen, die sich blendend amüsieren. Wolkenkratzer verwandeln Tel Aviv und seine Umgebung in ein kleines New York. Und obendrein haben wir eine arrogante politische Führungsriege, die denkt, sie sei beides: der Reifen und der Fahrer.

Was um uns herum geschieht, kann aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden. Wir können über Frieden reden und dabei keinen Finger rühren, um ihn herbeizuführen. Es ist möglich, dass Premierminister Benjamin Netanyahu einen persönlichen Brief an US-Außenminister John Kerry schrieb, in dem er Kerrys Frau eine baldige Genesung wünschte. Doch hinter geschlossenen Türen hofft er, Kerry wird seine anstehende Reise nach Israel verschieben. Und Kerry scheint nicht einmal besonders bedrohlich für Netanyahu zu sein.

Einerseits haben wir uns keinen Millimeter in Richtung Frieden vorwärts bewegt – und das ist gut für die Siedler und für die Verfechter eines vollständigen Landes Israel und für die Orthodoxen. Andererseits ist das sehr schlecht für den Staat. Denn die Zukunft ist nicht statisch. Sie hängt nur von der Perspektive ab, davon, ob man sie aus der Sicht des Fahrers oder aus der Sicht des Reifens sieht.

Die Wahl eines vermutlich moderaten iranischen Präsidenten hat den Ton der israelischen Ultimaten gegen den Iran gedämpft. Nicht dass die Drohung, das iranische Atomprogramm zu zerstören, praktisch umsetzbar war – angesichts der wiederholten Warnungen der USA, dies nicht zu tun. Aber die Tatsache, dass die israelische Drohung verblasst ist, lässt die Frage aufkommen, bis zu welchem Grad unsere Drohungen wirklich überzeugend oder wohlüberlegt sind.

Unsere Haltung gegenüber dem, was in Ägypten geschieht, ist wie eine Beethoven-Partitur, die fortissimo beginnt. Zuerst warnten wir, dass wir angesichts dessen, was geschieht, nicht untätig danebenstehen würden. Nun sind wir erleichtert durch die Tatsache, dass die ägyptische Armee die Kontrolle hat. Oh, diese Armee? Das ist in Ordnung. Warum? Weil diese Armee gut mit Israel steht. Woher wissen wir das so genau? Wer griff uns denn 1973 an Jom Kippur und davor und danach an? Die Moslembruderschaft? Oder das ursprüngliche ägyptische Regime?

Unser Problem ist nicht die Moslembruderschaft – weder in Ägypten noch in irgendeinem anderen Land – sondern die islamischen Extremisten, die uns angreifen, weil sie unsere Zerstörung wollen, sind unser Problem. Vierzig Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieg werden die Golanhöhen wieder zur Front. Auch der Libanon ist dabei, zur Front zu werden, weil die Hisbollah und der Iran dort mehr Kontrolle haben. Wir haben einen großen Bruder, US-Präsident Barack Obama, der in keiner Position ist, uns einen freundlichen Ratschlag zu erteilen, geschweige denn einen Vorschlag zu geben, der schwer zurückzuweisen ist.

Das Problem ist, dass wir der Wahrheit nicht ins Angesicht schauen. Aufgrund dessen, was in Ägypten geschieht, könnte die Halbinsel Sinai als Quelle für tödlichen Terror zur Bedrohung werden. Judäa und Samaria könnten erneut das Zentrum palästinensischer Gewalt werden, die sich nach Israel ausbreitet. Und unser alter Freund Jordanien könnte ein feindliches Land werden und uns in Zeiten zurückversetzen, an die wir uns lieber nicht erinnern.

Das Problem der Regierung ist, dass sie gern über imaginäre Gefahren spricht, jedoch nicht über die Gelegenheiten, die sie versäumt – wie z. B. ein mutiges Abkommen mit den Palästinensern. Wo ist der Fahrer, der uns sagt, wir sollten Mut zur Veränderung haben, bevor die Seifenblase in unserem Gesicht zerplatzt?

29 Kommentare

  1. Eine prima Idee. Karl Pfeifers: »Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg« ist eine prima Sommerlektüre. Und ergänzt werden kann sie durch den weiterhin erwerbbaren feinbaren Film von Thomas Schmidingers et. al.: „Zwischen allen Stühlen – Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer“ http://test.hagalil.com/2011/04/06/pfeifer-3/
    „Zwischen Allen Stühlen – Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer“

  2. @ Jane @ Heron I`m sry! Ihr schafft es auch nicht in der leichten Sommerpause, zumindest nicht bei mir:

    http://www.youtube.com/watch?v=JVXs4QHkODk

    Für die Anderen:

    Bis zum Geburtstag kann man es gelesen haben:

    Karl Pfeifer: »Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg«
    Edition Steinbauer, Wien 2013, 176 S, 22,50 €

    Karl Pfeifer: Einmal Palästina und zurück
    Broschiert: 176 Seiten
    Verlag: Edition Steinbauer; Auflage: 1 (März 2013)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 390249462X
    ISBN-13: 978-3902494627

    Meiner Meinung nach.
    :

  3. Jane das ist wichtig fuer ihre Zukuenftige Propaganda

    Stymied by PA, Kerry Goes Home

    „PA member of parliament Mustafa Barghouti said „most factions“ within the PLO had rejected Kerry’s proposal.

    US Secretary of State John Kerry was preparing to leave the Middle East on Friday as Palestinian Authority (PA) leaders rejected his plan to resume the stalled peace talks.“

    .
    PA-Abgeordnete Mustafa Barghouti sagte „die meisten Fraktionen“ innerhalb der PLO hatten Kerrys den Vorschlag abgelehnt.

    .

    Als US-Außenminister John Kerry sich anschickte, den Nahen Osten am Freitag verlassen, die Palestinensischen Autonomiebehoerde (PA) Fuehrer lehnten seinen Plan die festgefahrenen Friedensgespraeche wieder aufzunehmen ab.

    Der Rueckschlag fuer die US-Plan kam aus der regierenden Revolutionaeren Rates vom eigenen palaestinensischen Presidenten Mahmud Fatah Abbas Bewegung, die geforderten Aenderungen die obwohl berichtet dass Israel hatte zugesagt mit der PA auf der Grundlage der stillschweigenden Vereinbarungen, dass die israelischen Nationalisten finden schwer zu schlucken wuerde zu verhandeln.

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/170071

    So damit sind Friedensverhandlungen gestorben unteranderem weil die EU der PA den Ruecken gestaerkt hatte.

    Die Konsequenz aus dem Verhalten der EU und der PA heisst hoffentlich das Israel jetzt verstaerkt Siedlungen baut und noch neue Siedlungen gruenden wird.

  4. Uri,

    hier fühlt sich niemandInnen angesprochen. Sie sind der Gedankenprolet in Lackschuhen, der jedem männlichen Rechtsextremisten in diesem Forum durch „dezentes“ und beredtes Stillschweigen Recht gibt, der hämisch formuliert, man müsse die Araber ins Meer werfen.
    Durch einen intellektuellen Widerspruch zu Unrecht und Rassismus in Israel sind Sie noch NIE aufgefallen.
    Es gibt den schönen wahren Spruch: keine Zähne im Maul, aber La Paloma pfeifen wollen.

  5. Die Jerusalem Post Berichtet ueber die Vorgespraeche der Friedensgespraeche und schon jetzt zeigt sich wieder einmal das die PA unter Abbas ob wohl sie gruenes Licht von der Arabischen Liga hat “ Ja “ zu sagen zu Gespraechen mit den Israelis.

    Die Palestinenser offensichtliche Unfaehigkeit am Donnerstagabend zu sagen „Ja“ zu US-Außenminister John Kerrys Bemuehungen um israelisch-palestinensischen Friedensgespraeche neu zu starten.

    Die Arabische Liga und Kerry haben in Amman gute Angebote entwickelt die wiederum von den Fuehrern der Palestinenser nicht weiter getragen werden.

    Kerry dachte, dass die Arabische Liga wuerde die Palestinenser beeindrucken. Aber diese Unterstuetzung von Laendern wie Aegypten, Syrien, Irak, Libyen, Tunesien und Jemen beeindruckt niemanden bei der PA. Der PA ist es einfach egal.

    http://www.jpost.com/Middle-East/PAs-hesitance-reveals-Arab-Leagues-loss-of-clout-320367

    Die Palestinensische Fuehrung unter Abbas wie schon unter Arafat beweist wieder einmal das sie kein wirkliches Interesse an Verhandlungen mit Israel haben.

    Die PA ist beobachter in der UNO und die EU hat einen Tag vor den Verhandlungen Israel ein Messer in den Ruecken gestossen, so das die PA gar keine Notwendigkeit hat mit Israel Verhandeln zu muessen.

    Die PA das lieblings Kinder der Antisemitischen Welt getragen von der Hoffnung das der Iran Atomwaffen entwickelt und die Hizbollah endlich den Erzfeind Israel vernichtet.

  6. Es war nicht anders zu erwarten die Palestinenser erfuellen immer die Erwartung generell Friedensgespraeche zu Torpedieren.

    Fatah – die Partei des Presidenten der Palestinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas und der dominanten Fraktion innerhalb der PA – hat effektiv US-Außenminister John Kerrys Plan fuer die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Israel und der Palestinensischen Autonomiebehoerde torpediert, zeigt ein Bericht von AFP.

    Laut dem Bericht, forderte Fatah am Donnerstag, dass Aenderungen an Kerry Nahost-Friedensplan gemacht werden, nach einem Treffen in Ramallah.

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/170048

    Wie es bei Abbas ueblich ist werden immer mehr Forderungen gestellt wie einem Flughafen in Ramallah, Hotels am Toten Meer, zusaetzliche Arbeitserlaubniss in Israel Erdassuch vor Gaza.

    Und wahrscheinlich ist Abbas auf dem Weg von Jordanien nach Ramallah noch was ein gefallen was er Fordern koennte von den Israelis.

    Aber auch bei Karry wird die Gedult bei den staendigen Arabischen Forderungen eine Grenze haben denn schon Tony Blair der mal sehr Optimistisch angefangen hatte hat kein Bock mehr auf die Araber.

    Die Palestinenser leben in einer Seifenblase unterstuetzt von Europaeischen Antisemiten die in den naechsten Tagen in 100 meter hoehe Platzen wird und beide EU und Palestinenser werden hart auf dem boden der Realitaet aufschlagen.

    • Und was sind die israelischen Forderungen?

      Sie dürfen weiter Palästinenser vertreiben und auf ihrem Land bauen – ohne das wollen sie nicht verhandeln – und dann noch Fördergelder von der EU.

  7. orginal Jane
    „Sie irren – besonders mag ich die Hamas nicht – aber ich habe etwas gegen unrealistisch, homogene Feindbildkonstruktionen.“

    Genau das wird auch der Grund sein warum Sie geschrieben
    „besonders mag ich die Hamas nicht “

    In diesen Satz zeigt sich das Sie im Prinzip mit Feinbild der Hamas und ihrem Feindbild uebereinstimmen und nur vieleicht nicht im Umgang der Hamas mit anderen Muslimen.

    Antisemiten wie Sie Jane erkennt man unteranderem auch daran was sie nicht schreiben.

  8. orginal Jane
    „Darüberhinaus – in Sachen Syrien hat sich selbst die Hamas gegen Assad und gegen die Komplizenschaft der Hisbollah mit Assad öffentlich ausgesprochen“

    Ich weiss das Sie die Hamas moegen aber ihre Lieblingsorganisation wird langsam aber sicher der Arsch aufgerissen durch die Aegypter 🙂

    First Time Since 6-Day War: Egypt Helicopter Over Gaza

    „One Egyptian army officer died and five soldiers were wounded
    Wednesday in ongoing battles with Islamist terrorists in Sinai.“

    Ueber eine Stunde flog zum ersten mal seit 1967 ein Aegyptischer Kampfhubschrauber uber dem Gebiet von Gaza. Unter anderem ueber Khan Younis, Rafiah und anderen Bereichen der Islamistischen Hamas.

    Es ist nur eine Frage der Zeit das die Aegyptische Armee die noch einige Rechnungen mit der Hamas offen haben die Hamas direkt in Gaza angreifen wird.

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/170001#.UeZUFI21G0c

  9. Berichte über brutale Offensive von Assads Bruder

    „Syrische Aufständische berichten, die Republikanische Garde unter Maher al-Assad sei tief in das Viertel al-Kabun nahe Damaskus vorgedrungen.

    Sie habe Kinder als „lebende Schutzschilder“ benutzt.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article118089531/Berichte-ueber-brutale-Offensive-von-Assads-Bruder.html

    Ja das kennt man in Israel auch von der Hizbollah und der Hamas denn die nehmen sich auch gerne Schulen und Krankenhaeuser als Schutzschilder um dann mit Raketen auf Juedische Zivilisten und Kinder zu schiessen um sie zu toeten.

    Scheint ein Arabische Tradition zu sein den schon Sadam Hussein hatte Kinder als Schutzschild benutzt.

    Aber ich gehe mal davon aus das den selbsternannten Antisemitischen Gut Menschen das Schiksal der Arabischen Kinder in Syrien nicht Tangiert weil sie den Juden nicht verantwortlich machen koennen.

    Denn ansosnten wuerde es ja seit Monaten Friedensdemos in Deutschland geben fuer den Schutz von Kindern und Zivilisten in Syrien oder in Mali oder im Irak.

    • Scheint auch israelische Tradition zu sein – denn wie wir wissen nehmen auch die immer wieder gerne arabische Zivlisten, selbst Kinder als menschliche Schutzschilde.

      Darüberhinaus – in Sachen Syrien hat sich selbst die Hamas gegen Assad und gegen die Komplizenschaft der Hisbollah mit Assad öffentlich ausgesprochen.

  10. Und wie soll dieses „mutige Abkommen“ mit der Kleptokratie in Ramallah, die beim ersten Windhauch von den Islamisten weggeblasen werden kann, aus?

    • Lieber Karl Pfeifer, es gibt – meiner Meinung nach- ab und zu Fenster innerhalb der internationalen Entwicklungen. Das Letzte (kleinere) ist 13 Jahre her!
      Z.Zt: Iran, Syrien, Libanon, Ägypten, Katar (in der Menge noch nie da gewesen)

      Höchste Zeit zu agieren!

      Verlasse mich durchaus auf die Fähigkeiten der demokratischen Führungen!

    • „Und wie soll dieses “mutige Abkommen” mit der Kleptokratie in Ramallah, die beim ersten Windhauch von den Islamisten weggeblasen werden kann, aus?“

      Zum einen Herr Pfeifer – die Kleptmonanen in diesem Szenario sind die Isrealis – und das muss erst mal aufhören. Vorher mag verständlicherweise kein Palästinenser mehr mit ihnen verhandeln – Stichwort – Siedlungsstopp (und zwar Stopp – nicht Pause – und zwar richtig – und nicht nur so als ob).

      Zweitens – Akzeptanz der arabischen Friedensinitiative – gekoppelt an eine stufenweise Rückführung der meisten israelischen Siedler nach Israel mit einem festgelegten Zeitplan.

      Dem zuvor, geht die rückhaltslose Anerkennung des israelischen und palästinensischen Staats.

      Über die Grenzen wird man sich sicher einigen können, wenn Isael einsieht, dass Ost-Jerusalem zu Palästina gehört und die meisten Siedlungen aufgelöst werden müssen.

      Die palästinensische Führung hat oft genug die Bereitschaft zu Konzessionen an der ein oder anderen Stelle signalisiert – sprich – den ein oder anderen Siedlungsblock – im Tausch gegen gleichgwertiges Land – und eine solide Transitlösung – wird sicher drin sein – wie auch der freie Zugang zur Klagemauer und die Hoheit über den Tempelvorplatz.

      Die Verhandlung über die Flüchtlingsfrage, welche bis auf ein kleines symbolisches Kontigent, weitgehend mit finanzieller Abfindung befriedet wird – die Bereitschaft hierzu wurde von arabischer Seite und der PA bereits lange signalisiert und auch in Camp David wäre dies nicht das Problem gewesen – Barak wollte überhaupt nicht darüber verhandeln – das war das Problem.

      So – auf dieser Grundlage könnte es schon lange Frieden und zwei Staaten geben. Israel muss natürlich auch WIRKLICH die Kontrolle über Palästina aufgeben – also nix mit Hoheit über den Luftraum, Außengrenzen, Gewässer etc. . Israel kann und darf und soll seine Grenzen schützen – und das wars.

      Ein israelischer Ex-General, Shaul Mofaz, hat ähnliches vorsichtig übrigens in den letzten Jahren schon mal vorgedacht – blöd nur, dass sie dann eingestehen müssen eine ganze Generation in eine vollkommen schizophrene Situation hineinmanövriert und vollkommen gehirngewaschen zu haben – ich weiß nicht, ob Sie damit klar kommen – aber das sind nun mal innerisraelische Probleme, die ihnen in diesem Fall nicht erspart blieben (mal abgesehen von den fanatisierten, radikalen Siedlern, die vermutlich einen Bürgerkrieg anzetteln und massiven Terror gegen Palästina verüben werden) – vielleicht auch mit ein nicht unwesentliches Moment, warum in Israel noch kaum jemand über einen anderen Weg nachzudenken wagt.

  11. „wie z. B. ein mutiges Abkommen mit den Palästinensern. Wo ist der Fahrer, der uns sagt, wir sollten Mut zur Veränderung haben, bevor die Seifenblase in unserem Gesicht zerplatzt?“

    Am 22.01.2013 waren Parlamentswahlen in Israel, da hatten die Israelischen Linken und Ha’aretz leser ihre grosse Chance fuer Veraenderungen.

    Aber es hat kaum jemand die Linke Meretz Partei gewaehlt am 22.01.2013 sondern andere Parteien die Realistischer und besser sind fuer Israel und fuer die Zukunft Israels.

    Genau 4,5% der Israelischen Staatsbuerger haben Merez gewaehlt und das ist ca 1% mehr als die taeglichen Auflage der Ha’aretz in Israel.

    Das heisst gerademal ca 3,5% der Israelis kaufen sich jeden Tag die Ha’aretz Zeitung!

    .

    Wer wissen will wie Israel denkt und was in Israel los ist,
    muss entweder Yediot Achronot lesen oder die englische Version im Internet http://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-3083,00.html

    oder die Jerusalem Post http://www.jpost.com/

    • Genau:
      Ohne „Bild“ ist das Leben hier auch nicht lebenswert!
      Wie blöde, andere Ideen verbreiten zu wollen. Wenn die jetzt nicht gewählt wurden, sollte man diese Vergessen, Grundidee jeglicher Demokratie!
      Heron for Präsident!

      • Und außerdem gilt die Formel Abonnentenzahl = Zahl der Lesenden nicht bei anspruchsvolleren Blättern, die nicht nur von so gut wie allen in der Familie außer Kleinkindern gelesen, sondern auch noch weitergegeben werden an Freunde und Verwandte, und online Lesende gibts ja auch. So isses.

        Was zum Schmunzeln (englischsprachiges Wikipedia zu Ha’aretz) mit boshaft-spöttischem Unterton:

        Despite its relatively low circulation in Israel, Haaretz is considered Israel’s most influential daily newspaper. Its readership includes Israel’s intelligentsia and its political and economic elites.

        Surveys show that Haaretz readership has a higher-than-average education, income, and wealth; most are Ashkenazim. Shmuel Rosner, the newspaper’s former U.S. correspondent, told The Nation that „people who read it are better educated and more sophisticated than most,

        but the rest of the country doesn’t know it exists 🙂

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