Zentralrat der Juden begrüßt Eckpunktepapier zur Beschneidung

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Das Bundesjustizministerium hat Eckpunkte für einen Gesetzentwurf zur Beschneidung von Jungen vorgelegt…

Dazu erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann:

„Aus unserer Sicht ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Es handelt sich zwar bisher nur um ein gutes Diskussionspapier, das in Einzelfragen noch des Feinschliffs bedarf. Aber der Entwurf geht auf viele Wünsche der Juden in Deutschland ein. Besonders ist zu begrüßen, dass die Beschneidung nicht im Strafrecht, sondern im Familienrecht geregelt werden soll. Ebenso ist für uns wichtig, dass Mohalim weiterhin auch die Möglichkeit haben, Beschneidungen vorzunehmen. Sie brauchen ebenso Rechtssicherheit wie Ärzte. Das Bundesjustizministerium verdient Respekt und Anerkennung, dass es einen solch klugen Vorschlag vorgelegt hat. Den weiteren Gang der Gesetzgebung werden wir genau beobachten. Ich bin zuversichtlich, dass der Deutsche Bundestag die Eckpunkte als Grundlage für eine gute gesetzliche Regelung nehmen wird. Dann wäre endlich wieder Rechtssicherheit hergestellt. Die Debatte muss nun endlich sachlich geführt werden. Jetzt geht es darum, auch die Gegner der Beschneidung mit ins Boot zu nehmen und zu überzeugen.“

In den Eckpunkten bleibt nach den Vorschlägen des Ministeriums eine Beschneidung, die mit Einwilligung der Eltern und nach den Regeln der ärztlichen Kunst vorgenommen wird, zwar eine Körperverletzung, ist aber nicht rechtswidrig und damit nicht strafbar. Zu den Regeln der Kunst gehöre im Einzelfall die gebotene und wirkungsvolle Schmerzbehandlung. Die Beschneidungsregeln sollen nicht in das Strafrecht stehen, sondern im Kindschaftsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Der Entwurf stellt ausdrücklich nicht auf eine religiöse Motiviation der Eltern ab.Die Neuregelung enthält auch eine besondere Regelung für Beschneider, die keine Ärzte sind: In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen sie die Beschneidung vornehmen, „wenn sie dafür besonders ausgebildet sind und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind“.Mit den Eckpunkten reagiert das Bundesjustizministerium auf ein Urteil des Landgerichts Köln vom Mai. Darin hatte das Gericht Beschneidungen von Jungen aus rein religiösen Gründen als strafbare Körperverletzung gewertet. Der Bundestag hatte im Juli mit breiter Mehrheit einen Antrag angenommen, wonach die Bundesregierung bis zum Herbst eine gesetzliche Grundlage für religiöse Beschneidungen schaffen soll.

14 Kommentare

  1. Wo bitte gibt es für diese Bürokratie noch mehr ungelegte Eier? – Seit Jahrtausenden wird eine rituelle Handlung an den männlichen Nachkommen des Volkes, das in der weltweiten Diaspora lebt vorgenommen. – Und urplötzlich hat jemand lange Weile bekommen und stößt ganz normale Mitmenschen einfach so vor den Kopf! – „Es Stinkt im Staate Dänemark!“ – Und in Deutschland sowieso! – Nach Ignoranz und
    Fremdenfeindlichkeit!
    Allen selbsternannten Menschen-und Kinderschützern ins Stammbuch:
    „Handle so, daß die Maxime Deines Handelns als Grundlage für eine allgemeingültige Gesetzgebung Wirksamkeit erlangen kann!“ Immanuel Kant(1724 – 1804)
    „Der kategorische Imperativ“

    • „Seit Jahrtausenden wird eine rituelle Handlung an den männlichen Nachkommen des Volkes, das in der weltweiten Diaspora lebt vorgenommen. – Und urplötzlich hat jemand lange Weile bekommen und stößt ganz normale Mitmenschen einfach so vor den Kopf!“

      Das ist kein Argument. Seit Jahrtausenden war es auch völlig normal, dass der Mann als „Herrscher im Haus“, Frau und Kinder nach Belieben „Züchtigen“ durfte. Falls Sie das noch nicht wissen: Das ist „urplötzlich“ auch verboten!

      “Handle so, daß die Maxime Deines Handelns als Grundlage für eine allgemeingültige Gesetzgebung Wirksamkeit erlangen kann!” Immanuel Kant(1724 – 1804)

      Ich geh mal davon aus, dass diejenigen, die gerade juristisch gegen die Beschneidung vorgehen, ihre inder auch nicht beschnitten haben. 😉

  2. Nagel Nagel ,sie sind eine einzige Beleidigung sowie sie hier pöbeln ,machen sie doch etwas aus ihren restlichen Leben und sammeln Briefmarken denn man lebt nur einmal , also viel Spaß und viel Erfolg bei den Briefmarken, und für den Rest ihrer Zeit.
    MfG J.Z.

  3. Nun ja, jetzt kann wenigstens mit Fug und Recht behauptet werden dass im Judentum Kinderquälerei, Kinderverstümmelung und Körperverletzung an Kindern legal ist.
    Ich kann nur noch kotzen was Juden unter dem Deckmäntelchen der abartigen Religion ihren Kindern antun-.
    Dieses Pack an Kinderquälern sollte in zivilisiertes Land wie Deutschland schnellmöglichst verlassen und sich in Pissrael ihrer kranken Religion widmen.

    • Schaun wir mal, was passiert.

      Und auch wenn was passiert – ob es „Recht“ ist .. ?

      Ich war letztens ein bisken in Südfrankreich .. wohlverdienter urlaub .. 😀 .. „Beschneidung ist ein deutsches Thema!“ .. in St. Remy wurden wir von Nordafrikanern (? .. die Haut war jedenfalls ziemlich dunkel) zwegs einer Unterschriftenaktion angehalten .. es war eine Aktion GEGEN Beschneidung ..

      NEIN .. ich hab nicht unterschrieben .. hab mich jedoch gewundert, dass es offensichtlich nicht ein eindeutiges deutsches Problem ist!

    • mfb, also irgendwelche „ziemlich dunkelhäutigen“ Leute haben für irgendwas Unterschriften gesammelt, interessant.

      Komisch nur, aber in Frankreich gibt es keine Initiative gegen Circumcision. Was es gibt, sind Initiativen gegen die Verstümmelung der Genitalien von Frauen und Mädchen.

      Nordafrikaner sind übrigens nicht „dunkelhäutig“.

    • Frau Chaval,

      also aus meiner hellhäutigen Sicht sind Marrokaner, Algerien etc. schon ziemlich dunkelhäutig. Ich will mich abba auch nicht festlegen, woher die Männer kamen. Jedenfalls haben sie in gutem Französisch (sagt meine Frau – ich kann keine 3 Worte), passablem Englisch und halbverständlichem Deutsch Unterschriften GEGEn Beschneidung männlicher Knaben gesammelt – und dies mit eindeutigen, für jeden verständlichen Gesten, unterstrichen. Ob und wenn welche Organisation dahinterstecht, weis ich nicht.
      Ich wollte nur darauf hinweisen, wie verwundert ich war, dass dieses Thema offensichtlich nicht nur in Deutschland diskutiert wird.

    • Nachtrag:

      Aufgrund Ihrer Aussage, es gäbe in Frankreich keien initiative, hab ich mal kurz gegooglet:

      „Seit zwei Jahren mobilisiert ein winziger Verein in Frankreich gegen die männliche Beschneidung, getreu dem Vorbild der immer breiter werdenden Bewegung in den Vereinigten Staaten. Auf seiner Webseite präsentiert er das jüngste amerikanische Kampagnenposter. Es zeigt einen grimmig dreinblickenden Säugling. Umrahmt von den Worten: „Ihr wollt mir was wegschneiden? Da ziehe ich nach Deutschland um!““

      Sicher findet sich da noch mehr, hab abba leider keine Zeit.

      Insgesamt finde ich den Artikel als ganzes durchaus lesenswert:
      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1816833/

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