Neve Shalom/Wahat al Salam: Trauer über den Tod von Ahmad Hijazi

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Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Ahmad Hijazi erfahren, der durch einen tragischen Verkehrsunfall am 20. August 2012 aus dem Leben gerissen wurde. Der Direktor der Friedensschule war mit seiner Frau Maram und seinem Sohn Adam auf der Insel Sansibar im Urlaub. Bei dem Unfall kam auch der neunjährige Junge ums Leben, die Mutter überlebte den Unfall mit Verletzungen. Der achtzehnjährige Sohn Hissam war nicht mit nach Sansibar geflogen…

Ahmad war am 6. 2.1967 im Dorf Tamra in Westgaliläa geboren, wo er auch die Schule besuchte. 1985 kam er als Volontär in einer kleinen Gruppe arabischer und jüdischer Teenager, die zu Gruppenleitern ausgebildet wurden, für ein ganzes Jahr nach Neve Shalom. Sein Studium in Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem schloss er 1991 ab. Auch seine Frau Maram hatte als Studentin an Seminaren der Friedensschule teilgenommen. Als sie 1992 heirateten, zogen sie ins Friedensdorf und Ahmad übernahm dort nach und nach wichtige Aufgaben, z. B: für Jugendbegegnungen in der überregionalen Bildungsstätte Friedensschule, in der Abteilung ,Kommunikation und Entwicklung‘, welche für die internationalen Beziehungen verantwortlich ist, usw. Von 1995 bis 1997 kümmerte er sich als Bürgermeister um die Entwicklung des Dorfes. Bei den jährlichen Konferenzen der internationalen Freundeskreise, die die „Oase des Friedens“ unterstützen, gab er klare Rechenschaft von der Arbeit der pädagogischen Einrichtungen. Für unsere Bruno-Hussar-Stiftung war er auch der Vermittler humanitärer Aktionen für palästinensische Opfer von Krieg und Besatzung. Wir haben einen wichtigen Partner in unserer Unterstützung der Friedensarbeit in der „Oase des Friedens“ und durch sie und von ihr ausgehend in und für Israel und Palästina verloren. Dies trifft nach dem plötzlichen Tod von Abdelsalam Najjar am 22. 3. 2012, von dem wir in unserem April-Rundbrief berichteten, als zweiter heftiger Verlust das Friedensdorf und seine internationale Gemeinschaft.

Ahmad war wiederholt in Deutschland, u. a. nahm er an einem Deutschkurs des IJAB für ausländische Mitarbeiter der Jugendhilfe teil. Bei Einladungen des Komitees für Grundrechte betreute er Gruppen von jüdischen und palästinensischen Jugendlichen aus Israel auf der Reise nach Deutschland und wirkte hier an den Programmen mit. Er kam zu Vorträgen in verschiedene Städte. In seinen unterschiedlichen Funktionen war er auch im Dorf ein beliebter Gesprächspartner für Delegationen und Besucher aus Deutschland.

Seine Frau Maram Massarwi M. A., Dozentin am David-Yellen-College für Sondererziehung, war vom 7.-8.Oktober 2005 als Referentin bei unserer Jahrestagung in Königswinter und referierte vorher und nachher noch in einigen Städten in Deutschland. Wir wünschen baldige Genesung. Ihr und ihrem Sohn Hissam gilt unser tiefes Mitgefühl in dieser schweren Zeit.

Die Beerdigung von Ahmad und Adam Hijazi wird am Donnerstag 23. August 2012 um 11 Uhr auf dem Friedhof von Neve Shalom/Wahat al Salam stattfinden. Anschließend werden Beileidsbekundungen empfangen.

Das Friedensdorf hat ein Fotoalbum über Ahmad und seinen Sohn Adam veröffentlicht: https://plus.google.com/photos/107602597228763455665/albums/5779001279494308993?banner=pwa

Hermann J. Sieben,
in Trauer als Vorsitzender des Vereins „Freunde von Neve Shalom/Wahat al Salam“ in Deutschland.

In der Oase des Friedens in Israel leben und arbeiten Juden, Muslime und Christen zusammen für Frieden und Gleichberechtigung. Mehr unter www.nswas.com .

99 Kommentare

  1. efem, bei Hysterie im psychoanalytischen Kontext ist, genau so wie ich es schon gesagt habe, nicht von Gebärmüttern, sondern von einem Krankheitsbild die Rede, keine Ahnung, warum Du immer wieder auf Dingen herumreitest, …

    …, nun ja.

    Buchempfehlung sinnlos, efem, ohne google bist Du nicht. Also Suchbegriff: Psychoanalyse Hysterie, okay?!

    Erster relevanter Treffer:
    Hysterie РKonversionssțrung
    Symptomatik und mögliche Ursachen

    […]„Hysterie beschreibt eine bestimmte Abwehrformation, nicht die Einheit von spezifischen, genetisch ableitbaren psychischen Konflikten und bestimmten Verarbeitungsformen“ (Rudolf, 1996, S.197). Es handelt sich dabei um eine bestimmte Form des Selbst, auf Belastungen in verschiedenen Entwicklungsphasen zu reagieren und wird von Frauen wie von Männern eingesetzt.[…]

    .

    Nun noch kurz aus dem Dir empfohlenen Buch zitiert, bereits auf S 11ff würdest Du fündig:

    „Die vorwissenschaftliche Begriffsbildung hat mit der Bezeichnung Hysterie (aus dem altgriechischen Hystera = Gebärmutter) eine bemerkenswerte intuitive Leistung vollbracht, die die Beibehaltung des einmal geprägten Terminus rechtfertigt. Sie konnte eine bunte Fülle Körperlicher und psychischer Störungen sowie auffällige Verhaltensweisen zusammenfassen, die tatsächlich seehr oft mit Konflikten aus dem sexuellen Bereich zusammenhängen, wenn auch nicht gerade direkt mit der Gebärmutter – und nicht nur bei Frauen.“

    Denke, das müsste jetzt ausreichen.

  2. Jane hat doch Recht. Es klingt wie blanker Hohn, wenn hier die Muslimkritiker und zionistischen Kriegstreiber ihre Trauer bekunden. „ein tragischer Unfall“ eine Phrase die schon öfter missbraucht wurde. Wie viele Friedensaktivisten sind schon durch „tragische Unfälle“ gestorben worden?

    @udosefiroth

    Sie meinen also man hätte in Zeiten schlimmsten Terrors und Chaos in 1948, als es noch kaum arabische Organisationen gab, die Briten gerade rausgebombt waren, noch so viel eigenen Mut, Kraft und vor allem juristisches Know-How, aus einer Welt die man bisher nicht kannte, haben müssen, um sofort einen Staat zu gründen? (d.h. die Ziegenhirten waren zu dumm und das haben sie nun davon!?)

    Da fragt man sich doch, warum hat man sich nicht von zionistischer Seite darum bemüht? Da war kein Wille zum Frieden seitens des Zionismus, bis heute nicht. Man hat die Unwissenheit und das selbst mit zu verantwortende Chaos gnadenlos ausgenutzt und tja, was soll man von solchen Menschen auch halten? Nichts gutes jedenfalls. Da gehört ein gesunder Antizionismus mittlerweile zum guten Ton eines jeden wahrheits- und friedliebenden Menschen. Die Geschichte des Zionismus ist eine Geschichte der Propaganda, der Lüge und Heuchelei, des Terrors und Krieges. Deswegen glaube ich einem Zionisten nicht ein Wort, nicht mal wenn er „guten Tag!“ und schon gar nicht „herzliches Beileid!“ sagt.

    @riciano

    Jaja, „man muss auch mal Kriegsergebnisse akzeptieren“, hm schon klar, Israel ist das zweite und letzte mal vor ca. 2000 Jahren durch Krieg verlustig gegangen, wer kann denn hier nicht akzeptieren und fängt immer wieder damit an? Hat man immer noch nicht verstanden, dass Israel, gerade Israel, sich durch sein kriegerisches, terroristisches Verhalten, schon lange vor der Gründung, selbst delegitimiert hat? Nicht vor den Menschen, sondern vor Gott und damit hat es seinen jüdisch/religiösen Charakter nur noch auf der Fahne, aber nicht im Herz. Es wird schon einen Grund für die Diaspora gegeben haben. Ich betrachte Israel als zionistischen Staat, aber Zionismus nicht als jüdisch.

    „welch vorbildlich friedbringendes Lösungsgebahren“ diese Bringschuld hat aber weder Jane, noch ich oder andere Europäer oder Amerikaner oder wer auch immer, diese Schuld haben die Vertreter des Zionismus und die der arabisch/palestinensischer Seite und es ist schon bezeichnend, dass es Initiativen fast nur von Privatleuten und zivilen Organisationen gibt.

    @Jane

    Ich weiß, ich brauche Dir das nicht sagen, aber dennoch, diese Antisemitismus Konstruktionen sind nur noch lächerlich und die meisten Leser lassen sich auch nicht mehr davon beeindrucken. Vor allem sehr entlarvend ist die Aussage man könne nichts dagegen tun, es ist ewig und „systemisch“ (jim). Das grenzt schon an Volksverhetzung, es ist nichts anderes als negativierter Antisemitismus, das gleiche Gezeter nur mit anderen Vorzeichen. Außerdem ist es eine Bankrotterklärung der sog. Antisemitismusforschung. Was nützt denn eine Psychologie, die Probleme konstruiert und dann als unlösbar darstellt? Das ist ja ein wesentliches Konzept des Zionismus, den Antisemitismus zu erhalten und ggf. zu fördern, um als armes Opfer siegreich aus der Geschichte hervorzugehen. „Das arme Opfer hat den Krieg gewonnen, es gibt ja doch einen Gott. Wir müssen unseren Sieg verteidigen, um nicht nochmal Opfer zu werden!“ (klingt komisch, ist aber der Kern der Aussagen, bei dem weggelassen wird, dass man hier Opfer und dort Täter war. Weder das eine noch das andere rechtfertigt das eine oder das andere!)

    Lass Dich davon nicht beirren, Jane, wer lesen kann merkt, dass Du – wie ich auch – nicht etwa eine Auflösung Israels, sondern Frieden und Sicherheit für die Menschen dort, wie auch überall, willst. Und vor allem lehnst Du – wie ich auch – jede Form von Rassismus ab. Du hast damit schon Recht, wenn man die „anti-antisemitische“ Art der Deutung von Texten auf Texte zB. von jim, riciano oder Karl Pfeifer anwenden würde…. Aber bitte, manche denken ja tatsächlich, dass sie den anderen Schaden, wenn sie sie hassen, man schadet sich nur selbst damit, wird blind und rasend, bis man irgendwann daran zerschellt, an seinen eigenen, inneren Mauern.

    Zitat Karl Pfeifer: „Natürlich will Jane hier alles kaputtmachen mit ihrer Mantra.“

    Du böse, böse Jane, willst Du „hier alles“ kaputtmachen! 🙂

    Wo „hier“ und was „alles“? Hier auf Hagalil die traute, ungestörte Runde oder in Israel die jüdische Vormachtstellung oder etwa in Österreich, die gute Freundschaft zwischen Juden und Österreichern? Natürlich, Herr Pfeifer, muss man, damit was neues entstehen kann, auch etwas kaputtmachen, das müssten Sie doch selbst am besten wissen. Schön wäre es die Feindseligkeiten kaputtmachen zu können, aber dazu müsste man jedes einzelne Ego der selbsternannten „Volksvertreter“ kaputtmachen, das ist sehr schwierig, wenn bei den Betroffenen der innere Wille zur Selbstkritik und Einsicht fehlt. Das letzte Mittel bei anhaltendem Misserfolg, wäre dann die Ignoranz.

  3. „Israel ist ein ANERKANNTER Staat. Dass die Staatsgründung für die arabische Welt ein UNRECHT war, kann ich in jeder Hinsicht nachvollziehen.“

    Jane – Sie illustrieren bei jeder Gelegenheit das genaue Gegenteil! …“arbeiten“ mit Nachdruck an einer „schuldzuweisenden Aufpolierung“ eines unerträglichen „Schmuddel-Images“ für die nachweislich EINZIGE Demokratie in middle east – welch vorbildlich friedbringendes Lösungsgebahren???

  4. Herr Pfeifer

    sowohl: Hier die englischsprachige Transskription eines Teiles des antisemitischen Iranischen Filmes

    als auch: solidarisiert sich mit den extremsten Palästinenser, was auch als Schuldabwehr, also sekündärer Antisemitismus qualifiziert werden kann.

    Judenhaß nach Auschwitz, Hans Mayer, Außenseiter, S 457

    „Wer den Zionismus angreift, aber beileibe nichts gegen die ‚Juden‘ sagen möchte, macht sich oder anderen etwas vor. Der Staat Israel ist ein Judenstaat. Wer ihn zerstören möchte, erklärtermaßen oder durch eine Politik, die nichts anderes bewirken kann als solche Vernichtung, betreibt den Judenhaß von einst und von jeher. Wie sehr das auch am Wechselspiel der Außenpolitik und der Innenpolitik beobachtet werden kann, zeigt die Innenpolitik der dezidiert antizionistischen Staaten: Sie wird ihre jüdischen Bürger im Innern virtuell als ‚Zionisten‘ verstehen und entsprechend traktieren.“

  5. toda ADMIN 😐 geb mer Mühe

    Jane windet sich schlangenartig ignorant um sämtliche FAKTEN herum – „spuckt Gift“ auf ihr vermeintlich ungelegen erscheinende Informationen u. – sQuellen und führt authistisch Ihre Delegitimationskampgne der Rechtsstaatlichkeit Israels fort – solch sollte keineswegs unentgegnet so stehenbleiben dürfen – weiter zunehmender Hass auf Israel und seine Menschen werden ungerechterweise immer weiter fortstilisiert. Gelaber von „Kolonialismus“ zeugt komplett von hilfloser argumentativer „Fehlanzeige“!

    „Als KolonialZEIT bezeichnet man heutzutage gemeinhin die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus, der mit dem Ãœbergreifen von Portugal und Kastilien/Spanien auf Afrika und Südamerika gegen Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts einsetzte und B I S zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1 9 4 5 andauerte, obwohl es zu allen Zeiten Kolonialzeiten gab (vgl. die römische Kolonialzeit, ARABISCHE Kolonialzeit etc.). “ wiki

    Verklärung ins Gegenteilige sozusagen – „SchuldAbwehr“ – Karl’s Einschhätzung hierzu auf’n PUNKT!

    Jane hat ein richtiges Akzeptanzproblem …scheint als freiheitlich demokratisch tolerant „aufgeklärte“ Rechtlerin weder dem Staat Israel, noch seinen administrativen politischen Organen, seinen Sicherheitskräften …NICHT zuletzt den Menschen „erlauben“ können zu dürfen, für deren EXISTENZ …Ãœberleben eintreten dürfen zu wollen –
    nein – sie befürwortet vielmehr sanktionierbar durchzusetzende Zwangdoktrien zur Errichtung weiterer unschuldiges Menschenleben AUSLÖSCHENDER arabischer ABSCHUSSbasen – DAS ist es zumindest bislang als Ergebnis – scheint NICHT in der Lage, ein Mindestmass Toleranz …vor allem Verständnis für aus gutem Grunde REAL existierende Ängste und Befürchtungen der Menschen in Israel entwickeln zu wollen …gar nachvollziehen zu können. Jane – QUESTION: W E R – meinen Sie! – GARANTIERT in vollumfänglichster KONSEQUENZ für die Sicherheit Israels??? WO finden Sie belastbar ganz Konkretes dazu im „modernen“ Völkerrecht …in UN-Resolutionen, „gemüssendem Pragmatismus usw.??? WER korrigiert möglicherweise gewaltsam evtl. gescheiterte EXPERIENCE??? ..schauen Sie nach Hamastan – WOOO ist die Bundeswehr, die US-armee,…wenn nahezu wöchentlich …täglich „palästinensische“ Friedenstauben im bislang Süden Israels einschlagen – möglicherweise dann zahlreich mahnende Apelle an „VERNUNFT???“ zur Zurückhaltung – Verurteilungen der Gewalt – Bestürzung und leidteilende Trauerbekundungen gemordeten Opfern und deren Familien u.u.u. dieses ganze hinlänglich genug bekannte dipllmatisch corectness-TränendrüsenGeseusel-Zeugs …da lachen „die“ sich dann vermutlich krumm und scheckig drüber (schaue man arab. Frühling) – Jane – W E R in diser Welt würde im Ernstfalle einer existenzbedrohlichen Eskalation (sog. militärischen Flächenbrand) – und da sollten Sie sich einmal geographisch ganz GENAU die „Vielfalt“ an sich für bietenden Möglichkeiten anhand „Ihrer“ grünen Linie anschauen – für den Jüdischen Staat Israel bereit sein, in absoluter Konsequenz auch sein Leben riskieren …geben??????

    Was schrüb’n wer denne??? …dumm gelaufen??? …Israel war Schuld??????

    Mir – ehrlich bemerkt – zu mager an „Ausstattung“ – enorm hohes R I S I K O – blicke „man“ einmal objektiv reflektierend zurück!

    Jane …Ihnen fällt ganz SUCHER noch was zu den Grundlagenwerken – Charta FATAH …Hamas … ein??? Ging dies umdeutend auch zu relativieren …wär’n diese als märchenhafte Mythen vernachlässigbar??? …dies da agendierte Zeugs NICHT wirklich ernst gemeint?

  6. Jane solidarisiert sich mit den extremsten Palästinenser, was auch als Schuldabwehr, also sekündärer Antisemitismus qualifiziert werden kann. Sie möchte auf Seiten der Opfer stehen und kann so Juden als Täter wahrnehmen.
    Ihre Solidarisierung geht mit einer Selbststilisierung als Opfer einher. Sie geht von der falschen Prämisse aus, dass der Schwächere immer Recht und der Stärkere immer Unrecht habe.
    Was sie ausklammert:
    Zweite Intifada: Ab September 2000
    Der bedingungslose Rückzug Israels aus dem Südlibanon im
    Mai 2000 bestärkte die extremistischen Araber in ihrem Glauben, mit Terror – Vorbild HizbAllah – könnten die Israelis aus besetzten Gebieten und schließlich aus dem gesamten Land vertrieben werden. Der Besuch von Ariel Sharon am Tempelberg diente als Anlass zu Unruhen. Die zweite Intifada begann. Auf die zunehmenden Selbstmordanschläge der Terroristen gegen die israeliche Zivilbevölkerung kam die harte Reaktion Sharons.
    Bis heute sind die terroristischen Strukturen innerhalb der arabischen Gesellschaft des Landes nicht aufgelöst.

  7. „…kritisch die PA verurteilt? Natürlich gibts auch dort vieles zu krtisieren“

    u. a. grosszügige finanzielle „Belohnung“ für begangene Mehrfach-Morde UNschuldiger Zivilisten

    “Palästinensische Terroristen kriegen Rekordlöhne
    Mittwoch, 5. September 2012 | Michael Selutin

    Trotz der schwierigen finanziellen Lage der Palästinensischen Autonomiebehörde werden monatlich mehrere Millionen Schekel für die „Gehälter“ von palästinensischen Gefängnisinsassen in israelischen Haftanstalten ausgegeben. Diese Gefangenen sind wegen Terrorismus gegen den israelischen Staat verurteilt, einige von ihnen sind Massenmörder. Dabei bekommen nicht nur Mitglieder der regierenden Fatah-Bewegung diese Gelder, sondern auch deren bittere Feinde von der Hamas und anderen Terrororganisationen….

    RICIANO: Bitte keine ganzen Artikel und schon gar nicht ohne Quellenangabe hier einstellen!!!
    ADMIN

    Jane – SPENDEN immer willkommen!

  8. Riciano – wir haben seit 1948 ein modernens Völkerrecht.Die Zeiten des Kolonialismus wurden damit ein für alle mal beendet.

    Was mir da noch einfällt ist China und Tibet. Das findet auch eine große Missbilligung. Wäre China und in seiner Existenz so verquickt mit westlichen Staaten – hätte man wahrscheinlich längst Sanktionen beschlossen.

    China ist allerdings zu mächtig und zu groß – und es lässt sich vom Westen nichts sagen. Richtig findet man dennoch nicht was in China und auch im Zusammenhang mit Tibet passiert.

    Ich wäre schon froh, wenn man aufhören würde Israel zu unterstützen, so lange es sich nicht an das Völkerrecht hält.

  9. Riciano – um meine Zielvorstellung ganz klar darzustellen – ich bin für die ZweiStaatenLösung. Israel ist ein anerkannter Staat. Dass die Staatsgründung für die arabische Welt ein Unrecht war, kann ich in jeder Hinsicht nachvollziehen. Ich kann genauso nachvollziehen, dass viele Juden ihre Hoffnungen auf einen jüdischen Staat setzten.

    Und da es um des lieben Friedens Willen auch ein Stück weit Pragmatismus geben muss, ist die Zwei-STaatenlösung auf Grundlage der UNO-Resolutionen, der Grünen Linie etc. eine vernünftige Sache.

    Gescheitert ist sie an Israel, nicht an den Palästinensern und nicht an der arabischen Welt.

    Insofern wird es wohl bald um die Ein-Staaten-Lösung und das Ende der Apartheid in Israel gehen.

    • „Gescheitert ist sie an Israel, nicht an den Palästinensern und nicht an der arabischen Welt“.

      Nein, gescheitert ist Sie 1948, an der Chance ebenfalls
      einen Staat zu gründen; aber da war das „Die Juden ins Meer“
      weitaus populärer.

  10. Jane – Ihren Ausführungen ist chronologisch zu entnehmen, dass Sie in keinsterweise auch nur ein Fünkchen Akzeptanz für den Jüdischen Staat Israel je zubilligend zu entwickeln in der Lage wären. Sie sezieren unter in “Diebstahlvorwurfsmomenten“ formuliert all sich blutig zugetragene Geschichte rückwärts abwickelnd – gepaart mit Hasstiraden ohne jegliche historische Grundkenntnisse. “ …das von den Juden als Tempelberg bezeichnet wird.” Alleinig solches unqualifiziertes Zeugs disqualifiziert Sie in höchstem Maße von wahren ernstzunehmenden “Interessenten“ zu middle east – ausschliesslich plumpe Propaganda auf niederem Niveau! Fragen Sie doch einmal in Ihrer badischen Heimat christlich-katholisch gläubige Mitmenschen, was diese evtuell zu mount Moriah so für (UNverfälschte) Kenntnisse haben – egal – es wird aller Wahrscheinlichkeit nach nix nützen.

    “Und jeden der das nicht hinnimmt – den werden Sie als ANTISEMITEN diffamieren – unisono – wie ein Automat – ein Israel-Verteidigungs-Automat.“ Jane – solche Slogans sind mir ehrlich a wing zuu billig – nie habe ich jemandem hier derartiges je vorgeworfen – welch “hässliche“ Begrifflichkeiten, der/-ie’s erfunden? …argumentativ in der Sache belegt mit FAKTEN viel zielführender – find ich jedenfalls! Jane, auch Sie werden es vllt. irgendwann schaffen, noch GENAUER hinzuschauen: “Dies unterscheidet Ahmad Hijazi von “Euch“ KrawallPatriots – er liess sich V E R M U T L I C H viel weniger instrumentalisiert zum Kampf missbrauchen“ …damit meinte ich BEWAFFNETEN Kampf …MORDEN unschuldiger Menschen – ich konnt nix finden, dass er Anschlagsversuche unternahm – vllt. sind Sie ja bei Ihren “ausführlichen“ Recherchen dahingehend “fündig“ geworden! Desweiteren gilt festzuhalten, dass Sie ebenfalls mangelnd nur sehr dürftige Kenntnisse von “Islam“ haben, schaue “man“ sich die “forsche“ Verwendung “islamophobem“ in Ihren posts an. “ob es ihnen GEFÄLLT oder nicht“ …nun ja – typisch “gutmenschendeutsch“ – als wenn es in Israel um solch banale GefälligkeitsProblemchen ginge! Jane – Sie zeichnen ein “Bild“, welches so NICHT real existiert – Sie erheben Anschuldigungen gegen Israel, welche Sie nicht besonders glaubhaft belegen können – oder waren Sie evtl. einmal hingegen, wenn der Terrorist Jassir Arafat seine sogenannten “friedlichen Zugeständnisse“ zum Ausdruck brachte??? …von ernstzuinehmenden VERLÄSSLICHEN Ansätzen NIE ein Funke – Sie kennen doch die selbstgegebenen Grundlagenwerke von PA, Fatah, Hamas und Co. – sind dies etwa “Märchen aus tausend und einer Nacht“??? “Du musst sie an ihren TATEN messen“ – derlei soo mordblutig VIELE! Ihr schwadronierendes RELATIVIERUNGsgesülze ((Juden wurden in großer Zahl Opfer eines mörderischen Rassismus und das war ein fruchtbares Verbrechen.
    Nichts kann die Toten wieder beleben. Heute A B E R leben Juden in Deutschland natürlich gleichberechtigt mit allen anderen Menschen und genießen besonderen Schutz und eine größere Fürsorge als andere Minderheiten. Auf Grund der schrecklichen Geschichte, befürworte ich das A U C H Z U M T E I L (zum Teil, weil auch andere Minderheiten ein Recht auf angemessene Wahrnehmung ihrer Belange haben sollen)“ schürt weiteren Hass – scheint KEINESWEGS zu irgendwelchen Lösungsansätzen tauglich.

    “Dass DIE GRÜNDUNG Israels Feindseligkeit und Gegenwehr zur Folge hatte, war sie doch auf Kosten der einheimischen Bevölkerung begründet, der gewaltsamen Vertreibung von Hunderttausenden Palästinensern, der Zerstörung von 400 palästinensischen Dörfern, kann nicht weiter verwundern.“

    WIEVIELE Staaten dieser Welt wurden nach Beendigung von Kriegen “waren sie doch auf Kosten der einheimischen Bevölkerung“ UND aber Millionen gemordeten, vertriebenen und flüchtenden UNschuldigen Menschen gegründet worden???

    Bei Israel stellt Jane ganz BESONDERS eine sog. “Un“Rechtmässigkeit heraus – WARUM eigentlich??? WARUM stellt sie die Rechtmässigkeit anderer im Umfeld nahezu zur gleichen Zeit von Siegermächten “begründeten“ Staaten NICHT in Frage??? Despoten wurden installiert, denen es NICHT gehörte!

    Palästina – hat es historisch nachweislich so NIE igegeben – die Machthaber des einstigen Römischen Reiches verwendeten vermutlich dereinst diesen Begriff zu “die EINHEIMISCHE Bevölkerung demütigende“ Provinzbezeichnung für JUDAH – – neuzeitlich wurde dieser Begriff nach dem Zerfall des osmanischen Reiches für danach eingerichtetes MANDATSGEBIET verwendet! Dieses war NACHWEISLICH nicht NUR das Gebiet des heutigen Staates Israel (lediglich 22% der „neuzeitlich“ SO bezeichneten Fläche …Region …! …der korrekten Vollständigkeit halber bemerkt, SO „man“ diese Bezeichnung zu verwenden gedenkt …und um es in Jane’s Wortgebrauch zu formuliert abzuschliessen: “ob es ihr nun gefällt/passt oder nicht“ – SO sind die FAKTEN – es widerlege, WER sich dazu in der Lage zu fühlen meint!

  11. Sie schreiben: Arafat zeigte auch keine Bereitschaft, Teilabkommen zu vereinbaren und später zu verhandeln.

    Das ist aber v̦lliger Unsinn РArafat lehnte lediglich in Camp David ein schlechtes Angebot ab Рund verhandelte weiter.

    So war man sich wenige Tage vor Sharons Wahl in den meisten Punkten bei den Verhandlungen in Taaba einig geworden. Arafat hat auch Barak vor Sharons Templegang eindringlich darum gebeten, weil er Unruhen fürchtete und die Gefahr sah, dass ihm die Dinge entgleiten könnten – was dann auch geschah.

    „..Zweifellos war Barak in Camp David von Arafats ablehnender Haltung überrascht. Da für Barak nicht das Völkerrecht der entscheidende Maßstab war, sondern die Haltung der politischen Klasse in Israel, musste er seine Vorschläge für sehr weitgehend halten und erwarten, dass sich die Palästinenser dem Druck wieder einmal beugen würden. Arafat dagegen war sich über eines im Klaren: Auf Konzessionen hinsichtlich eines Interimsabkommens konnte er sich einlassen, doch die „endgültige Lösung“ musste unbedingt die Vorgaben der Resolution 242 des UN-Sicherheitsrats erfüllen, in der die Beendigung der Besetzung des Westjordanlands, des Gazastreifens und Ostjerusalems gefordert wird.(3 ) Doch in Camp David waren die Israelis offenbar so überzeugt von ihrer Ãœberlegenheit, dass sie dafür kein Verständnis aufbrachten . . .“

    Zu den nachfolgenden Verhandlungen in Taaba schrieb Alain Gresh:

    „Die Verhandlungen in Taba bestätigen seine Einschätzung. Man war sich einig, dass eine gerechte Lösung nach Maßgabe der UN-Resolution 242 zur Umsetzung der Resolution 184 der UN-Vollversammlung führen müsse, und hatte auf dieser Grundlage konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet. Den Flüchtlingen sollten fünf Alternativen angeboten werden: Rückkehr nach Israel, Rückkehr in an die Palästinenser abgetretene israelische Gebiete, Rückkehr in den Palästinenserstaat, endgültige Ansiedlung am derzeitigen Wohnort (Jordanien, Syrien usw.), sowie Ausreise in ein anderes Land (einige Staaten, darunter Kanada, signalisierten ihre Bereitschaft, größere Kontingente palästinensischer Einwanderer aufzunehmen). Die Vertreter der palästinensischen Seite bestanden auf dem freien Entscheidungsrecht der Palästinenser, machten aber zugleich deutlich, dass sie den jüdischen Charakter des Staates Israel nicht in Frage stellen wollten. Diese Zusicherung war bereits 1988 bei der Unabhängigkeitserklärung gegeben worden.

    Nach Aussage von Jossi Sarid hatte die palästinensische Seite sogar zugestanden, dass „die letzte Entscheidung über die Rückkehr von Flüchtlingen nach Israel bei den israelischen Stellen liegt“. Israel erklärte sich bereit, zusätzlich zu den „Familienzusammenführungen“ weitere 40.000 Rückkehrer innerhalb von fünf Jahren aufzunehmen. Den Palästinensern jedoch erschien jedes Angebot unterhalb von 100.000 Flüchtlingen inakzeptabel. Wie der palästinensische Informationsminister Jassir Abed Rabbo berichtet, war die Einigung über diese Zahl tatsächlich die letzte Hürde vor einer Vereinbarung. Beide Seiten waren sich auch einig darüber, dass die Hilfe für die Flüchtlinge im Libanon oberste Priorität hatte. Im dem bereits zitierten israelischen Dokument heißt es sogar: „Der Staat Israel erkennt seine moralische Verpflichtung an, an einer baldigen Lösung für die schwierige Lage der Flüchtlinge in den Lagern Sabra und Schatila mitzuwirken.

    Geplant war auch die unverzügliche Einrichtung eines internationalen Hilfsfonds und einer internationalen Kommission, um die Entschädigung der Flüchtlinge in die Wege zu leiten. Zudem einigte man sich darauf, dass die Frage der Entschädigung jener Juden, die aus arabischen Ländern nach Israel ausgewandert waren, nicht Gegenstand dieser bilateraler Verhandlungen sein solle.(11)

    Doch bei allen Fortschritten wussten beide Seiten, dass die Zeit abgelaufen war: die israelischen Wahlen waren bereits entschieden. „Hätten die Wahlen erst im Mai stattgefunden, wären wir innerhalb von zwei oder drei Wochen zur Unterzeichnung gekommen“, meint Jassir Abed Rabbo. Jeder wusste, dass nach einer zu erwartenden Wahlniederlage Baraks alle Vereinbarungen, die man in Taba treffen konnte, zurückgenommen werden würden.“

    http://www.nahost-politik.de/friedensverhandlungen/camp-david.htm

    Und so war es – mit der Wahl Sharons hatten die Israelis einen palästinensischen Staat, auf den man sich schon in fast allen Punkten geeinigt hatte, abgewählt.

  12. Aber was kann man tun?

    Im Gegensatz zum realen Leben, Sebastian, nichts.

    Was gibt es besseres für Zwangsneurotiker mit ausgeprägt antijüdischer Grundtendenz, als ihre Aggression zielgerichtet projizieren, ausleben zu können, noch dazu, gewinnmaximierend – völlig ungehindert auf einer jüdischen Webseite.

    Insbesondere dieser Umstand wirkt legitimierend und wird vor allem als Bestätigung aufgefasst, deshalb – keine Chance.

    Bleibt nur eines: scrollen und aus.

    • Hier die englischsprachige Transskription eines Teiles des antisemitischen Iranischen Filmes

      http://www.memri.org/clip/en/0/0/0/0/0/0/3560.htm

      Following are excerpts from an Iranian movie titled „Saturday Hunter.“ The movie was broadcast on Channel 1, Iranian TV, on August 17, 2012.

      A young boy, Benjamin, is brought to Israel by his mother, to be raised by his „blind“ grandfather Hanan. He is awaited by a group consisting mainly of ultra-Orthodox Jews and armed uniformed soldiers.
      The group exchanges greetings with Hanan:

      Hanan: Shalom.
      Man: Shalom.
      Hanan: Shalom.
      Man: Shalom.
      An Arab man called Matin holds out a box with a pair of scissors to Hanan
      Matin: It is ready, sir.
      Hanan: Take this, Benjamin.
      Benjamin takes the pair of scissors.
      Hanan: When a person lives outside his homeland, he faces the energies and filth of evil Satanic spirits. In order to mark your magnificent return to your home and state of cleanliness, your soul must be purified.
      Go and cut the ribbon.

      Benjamin cuts a ceremonial ribbon, and immediately is showered with water from all sides as a sign of celebration.

      Against the background sounds of Hasidic music, the crowd claps and celebrates.
      Hanan: This is the beginning of the purification of the soul of a young Jewish man. Clothe him in the garments of the righteous believers.

      Hanan removes Benjamin’s baseball cap, and his jeans, red T-shirt, and sneakers are replaced by the black garments of the ultra-Orthodox. Hanan places a black hat on Benjamin’s head.

      […]

      The scene takes place in Hanan’s home. Voices are heard from a room outside which Hanan stands.

      Hanan: He is absolved.
      Benjamin to Jacqueline the nurse: What are they doing?
      Jacqueline: The sinners come here to be absolved of their sins.
      Benjamin: How are they absolved?
      Jacqueline: They pay indulgences. They pay money to your grandfather.
      Benjamin: Can they be absolved of any sin?
      Jacqueline: Yes, your grandfather can cleanse them of any sin.
      Benjamin: Does my grandfather penalize them?
      Jacqueline: No. He collects their money as a representative of God.
      Inssde the room, Hanan and two other men sit at a table, and several people await their turn to be judged.
      Hanan: This is the penalty for those who ridicule the laws of Moses. You have to pay these indulgences. In order to escape the law of God, you must pay this money.
      The God of the Jews is too lenient with you. If I were in His shoes, I would take your lives, not just your money.
      Hanan holds up some money in one hand and rings a bell with his other hand.
      Hanan: Absolved!
      A man comes to the table to be judged.
      Hanan: What has this one done wrong?
      One of the men on the committee whispers in his ear: He skipped some of his prayers, didn’t fast, and drank alcohol. He went to the Temple of Solomon and cursed the rabbis.
      Hanan: He’s done wrong! He’s done wrong!
      Hanan holds up some money in one hand and rings a bell with his other hand.
      Hanan: Absolved!
      Next idiot!

      […]

      Matin is teaching Benjamin how to fire a gun. Hanan, Jacqueline, and others sit nearby.
      Benjamin: This way?
      Matin nods, and Benjamin takes aim at targets in the shape of women and children.
      Benjamin: should I shoot now?
      Martin nods
      Benjamin shoots and falls backward from the force of the recoil. Matin runs to inspect the targets.
      Matin: It didn’t hit the target. Never mind. Better luck next time! Never mind.
      Matin returns running to Benjamin’s side, and hands him another gun.
      Now shoot with this one. Hold it tight.
      Benjamin shoots, and Matin runs toward the targets.
      Matin: It hit the target.
      Hanan: Very good. There you go.
      Benjamin: Grandfather, I’m tired.
      Hanan: You will get used to it, my child. Shoot again. Shoot.
      Benjamin: I don’t like it.
      Hanan: That doesn’t matter. God will be pleased. Shoot, my son. Shoot.
      Matin! Come and load the gun.
      Benjamin shoots again, and Matin runs toward the targets. Benjamin shoots again and again and again, hitting the targets.

      […]

      Hanan stands at the head of a table of ultra-Orthodox Jews.
      Hanan: This is good soil. How much of this land can you give to God?
      Man: As much as He wants.
      Hanan: God is not strict with the Jews. How about going 50-50?
      Man: We thank God for blessing us with Hanan’s kindness.
      Men: Amen.
      Hanan: Amen.
      Men: Amen.
      Hanan: Amen.
      Benjamin walks in carrying cups of coffee.
      Benjamin: Shalom.
      Men: Shalom.
      Benjamin: Shalom.
      Men: Shalom.
      Benjamin: Shalom, Grandfather.
      Hanan: Shalom, Benjamin. Jacqueline, bring the Book of God. Benjamin, take care of your eyes. Watching God’s military campaign is very enjoyable.
      Jacqueline: Here is the Book of God.
      Jacqueline hands it over to Hanan.
      Today is Saturday.
      Hanan: Yes, that’s right. Indeed, today is Saturday, but in order to satisfy God, we are permitted to exert efforts even on the Saturday.
      […]

      Scene takes place in a field. Hanan is riding in a car and taking shots at the Arabs, who are fleeing for cover.
      Hanan: I spit on the terrorists! Damn the infidels! I spit on them! Damn you terrorists! I will destroy you all. I will kill you all. I will destroy all of you.

      […]

      Outside a house, Hanan and Benjamin stand together with several Arabs.
      Hanan to the Arabs: You have three minutes to leave.
      Matin!
      Matin: Yes, sir?
      He takes Hanan’s arm and leads him to the vehicle
      Old man: We will never leave our land.
      Hanan to Benjamin: Never look back.
      Hanan’s car careens through the land, and Arabs flee. Soldiers shoot at everybody.
      Hanan to Matin: Drive through their land.
      Fire rages through the home and the land.

      […]

      A group of blind ultra-Orthodox Jews, led by Hanan with his hand on Benjamin’s shoulder, goes down underground, whether ancient books are being forged.
      Hanan to Benjamin: Now we are inside the luminous rock. Here God talks to me and reveals all the secrets and the new laws. He reveals them all here. The kohanim have the duty to write, and they fulfill this duty.
      This new book will be the latest book written by God and myself, and it will contain all the laws and principles for the new Israel. Nothing will be left out. Very soon, you will be the new prophet.
      Devout believers have the duty… for those still seeking old and dilapidated papers, our new book will be made to look old through and through. It will be as old as Creation itself.
      Benjamin, do you know the latest good news from God?
      Benjamin: No.
      Hanan: „God and sow corruption among them, until men become women, and women become men.“ Then, no more children will be born, and the lineage of Jesus and Muhammad will cease to exist.

      […]

      Scene takes place outside, where Hanan is driving through the land.
      Hanan: I spit on the infidels. I spit on you infidels. Damn the terrorists. I spit on you. I spit on the damned infidels. Get lost. This is the Jewish homeland.
      Elderly Arab man: Hanan, for many years you have been serving the children of Satan, not the children of Abraham.
      Hanan slits the man’s throat.
      Hanan: „I will make the people who have been cruel to you eat their own flesh, and I will make them drunk on their own blood. At that moment, humanity in its entirety will know that I am the God who will set you free.“
      Hanan raises the Book of God high.
      Carry out the law of God.
      As Hanan and Benjamin leave, soldiers and ultra-Orthodox Jews fire at the house and then set fire to it.

      […]

      Benjamin, dressed in army fatigues, is shooting his gun.
      Hanan: Shoot, shoot. Don’t be afraid. Shoot. Don’t be a stupid idiot. You stupid idiot, shoot again. Shoot.
      Benjamin: Grandfather, I can’t do it.
      Hanan: Don’t be afraid. If god didn’t want you to shoot, He would stop you right now. Shoot. Shoot.
      Benjamin: The Torah says that murder is forbidden.
      Hanan: You idiot. Only the murder of a Jew is forbidden. Nothing will happen to a Jew, even if he does not follow the laws of the Torah and the Talmud, and does not adhere to the Ten Commandments of Moses, or to the laws of God Himself. So shoot!
      Benjamin shoots
      Benjamin: I can’t do it, Grandfather. In the name of God, let me go.
      Hanan: Benjamin, are you shooting into the air? The whole world is waiting for you in silence. God Himself waits for you in silence, and you go and shoot into the air? Kill! Kill them before they kill you. Kill them, Benjamin!
      Benjamin, crying, runs away
      Hanan: In the name of God, I beg you…
      Benjamin obeys his grandfather, and shoots again and again

      […]

      An Arab boy, formerly a friend of Benjamin, approaches him
      Arab boy: Benjamin, what are you doing here?
      Benjamin slowly raises his head and shoots him.

      […]

      Scene takes place within the ruins of a house
      Benjamin to Hanan: I’ve killed them all.
      Hanan: Well done.
      I could see that my grandson would be able to do it.
      Benjamin: So you are able to see, right?
      Hanan: I can see much better than anyone with eyes can see. When people face somebody who is blind, they show their true colors more clearly, because they think that he cannot see them.
      Sometimes you should let people think that you are deaf. Sometimes you should let them think that you are crazy. Then they reveal their true nature. You watch, you listen, and you understand.
      These people are in a slumber, believing in what was promised to them.
      Hanan throws the Book of God down into the water, then removes his hat, and his coat and throws them away too
      One day, you will get rid of all of this, but you must never reveal what’s within you to anyone, not even to me.
      Trample on anything – even on me. As long as I live, you cannot be me.
      Benjamin takes aim at his grandfather
      Hanan: So trample on me too.
      Benjamin hesitates
      Hanan: Go ahead!
      Benjamin shoots Hanan
      Cut to the dead bodies lying outside the house

  13. Herr Pfeifer – was Sie da über Camp David 2000 von sich geben, das ist die PR Version.

    „Der Mythos von Camp David ist Teil einer amerikanisch-israelischen Desinformationskampagne

    ..Erst ein knappes Jahr später, als der Konflikt schon zehn Monate lang tobte, erschienen mehrere Artikel, welche die Propaganda der Zionisten widerlegten. Als erster ergriff Robert Malley das Wort, unter Clinton Nahost-Experte im Nationalen Sicherheitsrat der USA und Mitglied des amerikanischen Teams in Camp David.

    Malley schrieb: „Es stimmt, was auf dem Tisch lag, war weitreichender als alles, was ein israelischer Führer in der Vergangenheit diskutiert hatte – ob nun mit den Palästinensern oder mit Washington. Aber es war nicht das Traumangebot, als das es dargestellt wurde, zumindest nicht aus palästinensischer Sicht…

    Um die Siedler zu beruhigen, sollte Israel neun Prozent der Westbank annektieren, als Ausgleich sollte der Palästinenserstaat Souveränität über Teile des israelischen Kernlandes bekommen, von einem Neuntel der Größe des annektierten Landes. Ein Palästinenserstaat mit 91 Prozent der Westbank und Gaza war mehr, als die meisten Amerikaner und Israelis für möglich gehalten hätten, aber wie hätte Herr Arafat seinem Volk den Landtausch im Verhältnis neun zu eins erklären sollen?

    In Jerusalem hätte Palästina Souveränität über viele arabische Viertel im Ostteil der Stadt sowie moslemische und christliche Viertel in der Altstadt erhalten. Während es den Haram al Scharif verwalten sollte, in dem die drittheiligste moslemische Stätte [die Al Aqsa Moschee] steht, hätte Israel die Oberhoheit über dieses Gebiet behalten, das von den Juden als Tempelberg bezeichnet wird.“

    Malley gab auch zu, dass die Palästinenser größere Zugeständnisse gemacht hatten:

    „Die Palästinenser traten für einen Palästinenserstaat ein, der in den Grenzen vom 4. Juni 1967 neben Israel bestehen sollte. Sie akzeptierten, dass Israel das Territorium der Westbank mit Siedlungsblöcken annektieren würde. Sie akzeptierten das Prinzip der israelischen Souveränität über die jüdischen Viertel in Ostjerusalem – Viertel die vor dem Sechstagekrieg von 1967 nicht Teil des Staates gewesen waren. Und während sie darauf bestanden, dass das Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr anerkannt wird, waren sie bereit, es in einer Weise umzusetzen, die Israels demographische Zusammensetzung und Sicherheitsinteressen berücksichtigt, und deshalb die Anzahl der Rückkehrer zu beschränken. Keine andere arabische Partei, die mit Israel verhandelt hatte – Ägypten unter Anwar el-Sadat, Jordanien unter König Hussein, ganz zu schweigen vom Syrien Hafez el-Assads – kam je auf die Idee, solche Kompromisse auch nur in Erwägung zu ziehen.“…

    Was die Angebote von Barak angeht, so weisen die Verfasser darauf hin, dass er nie etwas schriftlich niederlegte. Tatsächlich seien die Palästinenser aufgefordert worden, sich mit einigen vagen Versprechungen zufriedenzugeben, die jederzeit wieder zurückgenommen werden konnten. Die Autoren schreiben: „Strenggenommen gab es niemals ein israelisches Angebot.

    Baraks Vorschläge waren alles andere als „unglaublich großzügige“ Zugeständnisse an palästinensische Forderungen. Sein Angebot wäre keine lebensfähige Grundlage für einen Palästinenserstaat, sondern für ein von Israel abhängiges und ihm untergeordnetes arabisches Ghetto gewesen.

    Zu den wichtigsten Punkten seines Angebots gehören die folgenden:
    *

    Baraks Vorschlag teilte Palästina in vier voneinander getrennte Kantone, die von Israel eingeschlossen sind: die nördliche Westbank, die zentrale Westbank, die südliche Westbank und Gaza. Ein Netzwerk von israelisch kontrollierten Straßen und Militärposten sollten diese Kantone wiederum unterteilen. Kein Teil Palästinas sollte an den anderen angrenzen, und die Israelis sollten die Bewegungen der Bewohner und Güter kontrollieren, im Inneren wie nach außen. Dadurch wäre sichergestellt worden, dass die palästinensische Wirtschaft ihrem mächtigeren Nachbarn vollständig unterworfen ist.
    *

    Israel sollte fast neun Prozent der besetzten Gebiete annektieren und bot im Austausch dafür nur ein Prozent von seinem eigenen Territorium an.
    *

    Israel sollte die Kontrolle über weitere zehn Prozent der besetzten Gebiete in der Form einer „langfristigen Pacht“ von unbestimmter Dauer erhalten…..

    http://www.wsws.org/de/2002/apr2002/camp-a25.shtml

    Herr Pfeifer – woher haben Sie denn die Behauptung, Barak hätte im Rahmen der Familienzusammenführung auf das Rückkehrrecht für einen Teil der Flüchtlinge zugestimmt. Erstens habe ich das noch nie gehört, aber vielleicht ist es auch einfach das Recht der Israelis Familienangehörige ins Land zu holen, dass Staatsbürger ja normalerweise ohnehin haben.

    Nach meinen Informationen, und lt. dem amerikanischen Unterhändler Malley, sollten die Palästinenser auf das Rückkehrrecht gemäß den entsprechenden UNO-Resolutionen schlicht und ergreifend verzichten.

  14. @Efem – da hast Du jetzt aber mal aus einer Zeit von 40 Jahren ein paar Sachen zusammengekleistert.

    Tatsache ist – in den Wirren der Revolution flohen sehr viele Iraner, Juden und Nicht-Juden, gerade solche, die dem Shah-Regime nahe standen oder sonst eine allzu repressive Entwicklung fürchteten. Es gab damals, wie auch in der Zeit nach Israels Staatsgründung Spannungen,die auch zu anti-jüdischen Konflikten führten. Das hat aber keine allzu große Dimension angenommen und wurde auch schnell wieder beendet.

    KOhmeine, erließ kurz nach seiner Machtübernahme eine Fatwah zum Schutz der Juden und das war dann das Ende der Konflikte.

    Tatsache ist, Juden sind heute im Iran den Muslimen gleichgestellt und sie leben dort gerne und wollen trotz lukrativer Lockangebote nicht nach Israel. Sie genießen sogar Sonderrechte, wie das Trinken von Wein.

    Ahmadinedjad selber spendet selbst regelmäßig für das jüdische Krankenhaus und zweifelhafte Äußerungen Ahmadinedjads riefen offenen und lauten Protest der jüdischen Gemeinde hervor und wurde auch in den iranischen Medien nicht unkritisiert stehen gelassen – das hatte für niemanden negative Folgen.

    Hier ein ausgezeichneter und differenzierter Artikel, der die Lage der Juden im Iran im Wandel der Zeit beleuchtet:

    http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20090305

    Die Leute wollens einfach nicht wahrhaben, dass Juden gerne im Iran leben; deshalb wird der Vertreter der Juden im Iran nicht mal vom Zentralrat empfangen – das ist bezeichnend.

    • Unterhalte dich mal mit Iranischstämmigen. Da bekommst du, je nachdem mit wem du sprichst, alles zu hören – von (ultra-)links bis (ultra-)rechts. Die „Ablehnung“ nach weit verbreiteter orientalischer Sitte, um es moderat auszudrücken, von Menschen, die zufällig jüdisch sind, ist sehr selten, und wenn, dann verhalten, nur in Einzelfällen schroff – so jedenfalls meine Erfahrung.

      Der Trend aber, dem Iran den Rücken zu kehren, dürfte in einem Land, in dem SA- und SS-ähnliche „Revolutionswächter“ strengstens darauf achten, dass alle sich der Ideologie des „islamischen Gottesstaates“ anpassen, verständlich sein, nicht nur bei jüdischen Menschen. – Die Zahl der iranischen Jüdinnen und Juden im Iran hat sich seit 1979 mehr als halbiert, das heißt schon was.

      Ãœbrigens leben in Kalifornien mehr iranischstämmige Jüdinnen und Juden als wie im Iran…

      Dein verlinkter Artikel arbeitet trotz bemühter Objektivität mit schrägen Setzungen: z.B. ist die Zahl jüdischer Staatsangehöriger in Türkei und Iran derzeit in etwa gleich, und nicht, wie behauptet: „… die Islamische Republik Iran immer noch die Heimat für die größte jüdische Minderheit im gesamten Nahen und Mittleren Osten …“

      Weiterhin widerspricht er sich selbst derart, dass er unverständlich wird, z.B. hier:

      „Erst als die Revolution einen zunehmend islamischen Charakter annahm und als sowohl Revolutionsführer Khomeini selbst … antisemitische … Kaum kehrte der im Triumph aus dem Pariser Exil nach Teheran zurück, kam es zu einem Treffen zwischen ihm und Vertretern der jüdischen Gemeinde. In diesem Treffen …“

      Fakt ist auf jeden Fall, dass die Revolution nicht das brachte, was viele der IranerInnen sich von ihr erwarteten, aber die von ihnen, die nicht ausweichen konnten, arrangierten sich notgedrungen und werden sich hüten, sich dem Unwillen des Regimes auszusetzen. Status quo.

      Sachverhalte nicht so zu schildern, wie sie sind, beklagte in seinem Buch „Im Dienste meines Landes“ schon Reza Pahlevi, der zu Recht entmachtete und geflohene Herrscher, bei seinen Landsleuten. Dieses Vorurteil scheint keins zu sein…

      Aufschlussreich für die Gefahr, die in dem „islamischen Gottesstaat“ imminent lauert für alle, die nicht schiitisch sind, sind z.B. Informationen über eine Glaubensgemeinschaft, die, fast unglaublich für Unbedarfte, in Israel Zuflucht findet (was der „Freundschaft“ des offiziellen Iran zu Israel nicht unbedingt förderlich sein dürfte):

      „Ãœber 300.000 Bahá’í leben im Iran. Sie bilden die größte religiöse Minderheit des Landes. Ihre Verfolgung setzte mit Beginn der Bahá’í-Religion in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein und dauert bis heute an. In der Islamischen Republik Iran werden die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen an den Bahá’í systematisch durchgeführt.“ http://iran.bahai.de/

      Verlautbarungen des Iran und von ihm abgesegnete Aussagen von seinem Wohlwollen Abhängiger sind mit gebührender Skepsis zu beurteilen.

    • Jane lobt den Iran, wie gut es dort die Juden haben.
      Doch wie schaut die Wirklichkeit aus?
      Nun hat der erste iranische TV Kanal am 17. August einen antisemitischen Film gezeigt.
      Memri bringt einen Auschnitt, mit iranischem Ton und englischen Untertiteln.

      http://www.memri.org/clip/en/0/0/0/0/0/0/3560.htm

      Wir haben immer wieder insbesondere in der Süddeutschen Zeitung gelesen, dass doch der iranische Präsident nicht Israel bedroht hat mir der Vernichtung, dass die Übersetzung falsch sei. Damit projizieren die iranischen Fanatiker ihre Vorgangsweise auf andere. Bei der NAM Konferenz in Teheran haben sie sowohl die Rede des UNO Generalsekretärs als auch die des ägyptischen Präsidenten mit Absicht falsch übersetzt.
      http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/6649.htm

    • @Janes:

      „Hier ein ausgezeichneter und differenzierter Artikel, der die Lage der Juden im Iran im Wandel der Zeit beleuchtet:

      http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20090305

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  15. Zur Erinnerung: A, 17. Mai 1999 übernahm Ehud Barak die Regierung. Barak ging den Palästinensern so weit entgegen wie nie zuvor ein isr. Spitzenpolitiker.
    Während der Friedensgespräche ein Jahr später schlug Barak den völligen Rückzug Israels aus 92% des Westjordanlands und Gaza vor.
    Als erster Regierungschef zeigte er sich bereit, über die Teilung Jerusalems in einen jüdischen und einen arabischen Teil zu verhandeln. Zur Flüchtlingsfrage lautete sein Vorschlag: Beide Seiten erkennen das Recht auf Rückkehr „ins historische Palästina“ bzw. „in ihr Heimatland“ an. Im Rahmen der Familienzusammenführung war Israel bereit, auch Flüchtlinge aufzunehmen. Doch Arafat bestand auf dem Rückkehrrecht aller 3,6 Millionen palästinensischen „Flüchtlinge“ – nicht nur in einen zukünftigen pal. Staat, sondern auch nach Israel.Diese Forderung hätte die Juden zu einer Minderheit gemacht. Arafat zeigte auch keine Bereitschaft, Teilabkommen zu vereinbaren und später zu verhandeln. Die Gespräche endeten am 25. Juli 2000 ohne Ergebnis. Barak trat am 10.12.2000 zurück. Ariel Sharon gewann am 6. Februar 2001 die Wahl. Die Palästinenser verpaßten nicht zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine historische Chance und setzten wieder wie schon so oft zuvor auf Gewalt.

  16. Um UdoSefiroth zu antworten – ‚Warum gründeten die Palästinenser nicht ihren Staat?‘

    Sie haben ihn längst gegründet. Das war 1988 – da hat Arafat den palästinensischen Staat JENSEITS der international anerkannten isr. Grenze, der Grünen Linie ausgerufen – und etwa die Hälfte der Länder der Welt hat ihn anerkannt.

    1994 hat Arafat Israel schriftlich anerkannt –

    was fehlt ist die israelische Anerkennung umgekehrt.

    Die verweigert Israel nicht nur in Wort, sondern auch tätig, indem es eigene Bevölkerung auf Gebiet ansiedelt, das Israel nicht gehört und eigentlich die Grundlage des pal. Staates sein soll und nach dem Willen aller Völker dieser Erde, inkl. entsprechender UNO-Resolutionen, die Israel schon seit den 60ern zum Rückzug auffordern, auch sein soll.

    Schon verrückt in welche Art der Realitätsleugnung sich die Zeloten seit zig Jahren hineinmanövriert haben.

    So lange allerdings Israel Palästina nicht anerkennt, halten sich leider seine Verbündeten zurück – obwohl dieser Staat Palästina jenseits der Grünen Linie auch die Zielsetzung des Westens, basierend auf den Grundlagen des internationalen Rechts darstellt – eines Rechts, dem sich die Palästinenser um des Friedens und einer besseren Zukunft willen gebeugt hatten – Ihr Großmut und ihre Hoffnungen wurden schändlich zerstört.

    • „Um UdoSefiroth zu antworten – ‘Warum gründeten die Palästinenser nicht ihren Staat?’

      Sie haben ihn längst gegründet. Das war 1988 – da hat Arafat den palästinensischen Staat JENSEITS der international anerkannten isr. Grenze, der Grünen Linie ausgerufen – und etwa die Hälfte der Länder der Welt hat ihn anerkannt“.
      ________________________________________________________

      !948 war DIE CHANCE…

  17. Riciano – ob es ihnen gefällt oder nicht Ahmad Hijazi hatte viel Verständnis für die bedrängte Situation der Palästinenser und ihren Kampf; er hatte kein Verständnis für die agressive Kriegspolitik Israels und hat das auch klar zum Ausdruck gebracht, z.Bsp. in dem Text zum Libanonkrieg, den ich verlinkte.Er hatte heftige Kritik am islamophobem und israelischem Rassismus, der maßgeblich den Konflikt steuert und für den SIE ein gutes Beispiel geben.

    Zeigen Sie mir doch die Texte, in denen Hijazi islam-kritisch die PA verurteilt? Natürlich gibts auch dort vieles zu krtisieren – aber Hijazi sah nicht in den Palästinensern die Ursache für den Konflikt – das machen seine Texte ziemlich deutlich – und die von Neve Shalom auch.

    Die Textbelege hierfür habe ich schon mehrfach verlinkt und eingestellt – auch wenn Ihnen das nicht passt – So geben Sie doch gerade hier ein beredtes Beispiel für die Art der unpassenden Vereinnahmung von der ich hier rede.

    „Dies unterscheidet Ahmad Hijazi von “Euch“ KrawallPatriots – er liess sich vermutlich viel weniger instrumentalisiert zum Kampf missbrauchen – NEIN – zog “sein eigenes Ding“ UNbeeindruckt jener zwingenden lebensallumfassenden IdeologieMACHT der FÃœHRER Arabiens – unbeirrt, ungeachtet jeglicher Realitäts- und Erfolgsaussicht.“

    Ahmad Hijazi – das geht aus den paar Texten die ich veröffentlichte schon sehr deutlich vor – hat diese Art der Vereinnahmung im Dienste einer anti-muslimischen und Groß-Israel Propaganda schlicht weg nicht verdient.

    Zunächst hat Ahmad Hijazi Glück, dass er einen israelischen Pass hat und in jungen Jahren auf Neve Shalom – ein Ausnahmeprojekt an dem sich idealistische Muslime und idealistische Juden beteiligen (alle haben in Israel einen schweren Stand und mit Ressentiments für ihr Engagement zu kämpfen, auch die idealistischen Juden, denen man kürzlich noch die Reifen zerstochen hat und antimuslimische Propaganda auch auf ihren Häusern hinterließ).

    Auch in den besetzten Gebieten gibt es mutige und bewundernswerte Palästinenser, die sich auf friedlichem Weg für ein besseres Leben und so etwas wie Rechte für Palästinenser einsetzen, wie z.Bsp. die Organisatoren und Teilnehmer der allwöchentlichen, friedlichen und gewaltfreien Demonstrationen in Bilin. Gewaltfrei ist allerdings nur die pal. Seite. Die israelischen Sicherheitskräfte schießen immer wieder scharf; per Video-Beweis konnten mittlerweile die IDF selbst nicht mehr leugnen, dass sie Agent Provocateurs unter die demonstrierenden schickten, um dafür einen Vorwand zu haben. Der Organisator sitzt unter fadenscheinigen Begründungen, die Israel ja niemals transparent darlegen muss, im Gefängnis.

    Hätte Ahmad Hijazi keinen israelischen Pass und wäre er auf der ‚falschen‘ Seite geboren – dann würde er für sein Engagement möglicherweise in einem israelischen Gefängnis darben.

    Von all den bewundernswerten pal. Friedensaktivisten werden Sie sicherlich nie hören, und falls doch, wird es sie nicht interessieren –

    weil sie keinen israelischen Pass haben.

    Mit etwas ‚Pech‘ – werden sie in einem israelischen Gefängnis darben und vielleicht als Teilnehmer des gegenwärtig statt findenden Hungerstreiks dem Tode nahe sein.

    Aber es wird Sie alle hier nicht interessieren.

    Und jeden der das nicht hinnimmt – den werden Sie als Antisemiten diffamieren – unisono – wie ein Automat – ein Israel-Verteidigungs-Automat.

    Sie werden ihnen ihre guten Absichten, ihre Redlichkeit absprechen und alles akzeptieren, was der israelische Staat auch an unrechtmäßigem und grausamen aufbieten wird, sie mundtod zu machen.

    Ahmad Hijazi war mit sowas überhaupt nicht einverstanden und hat seine Kritik daran klar formuliert –

    die Art der Vereinnahmung die hier statt findet – hat er einfach nicht verdient.

  18. Lieber Herr Pfeifer, lieber jim,

    es ist wie Sie sagen Herr Pfeifer, man muss dem etwas entgegenstellen. Alles andere wäre Resignation.

    Dein Hinweis jim –Hysterie- trifft genau ins Schwarze. Aber was kann man tun?

    Leider ist zu vermuten, dass das was Jane hier postet ziemlich verbreitet ist. Wie kann man sich sonst die pogromartigen Zustände in Deutschland vom Januar 2009, erklären? Hier nochmal zur Erinnerung:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/demo-in-duisburg-polizei-stuermt-wohnung-und-haengt-israelfahne-ab-a-601058.html

    Gestern hörte ich in den Nachrichten, dass der vergangene Monat August, mit über 5400 Toten, wohl der schlimmste Monat, seit Ausbruch des Krieges in Syrien sei. Mittlerweile über 25000 Tote in Syrien kümmern in Deutschland niemanden. Außer ein paar öffentliche Stellungnahmen maßgeblicher Politiker, keine Demo gegen das Morden in Syrien, nichts. Im Gegensatz zum Januar 2009, heute über 25000 Tote in Syrien und nichts los hier in Deutschland.

    Was für ein Abgrund an Heuchelei!

    Hab auch noch mal bei den „Friedensfreunden“ vom Bremer Friedensforum unter der Rubrik Naher und Mittlerer Osten nachgeschaut, ob die sich kümmern. Bin dann zu dem Schluss gekommen, dass Syrien vermutlich in Südamerika liegt, zumindest nicht im Nahen und Mittleren Osten der „Bremer Friedensfreunde.“
    Über die „Mahnwache gegen den Israeltag an Bremer Schulen“, den die gemacht haben, kann man dort freilich noch nachlesen. Das ist nichts besser, als das was Jane hier postet.

  19. “Palästinenser wollte jüdische Familie vergiften

    Dienstag, 4. September 2012 | Michael Selutin

    Ein palästinensischer Mann hat vor einigen Tagen gestanden, für den Vergiftungsangriff auf eine jüdische Familie verantwortlich gewesen zu sein. Am 2. September hat ein israelisches Gericht Details des Mordversuchs veröffentlicht, der im vergangenen Jahr im Oktober in der Stadt Raanana stattgefunden hat.

    http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/24853/Default.aspx

    + + + Im Gazastreifen und in den palästinensischen Autonomiegebieten brodelt es. Palästinenser wollen Demonstrationen gegen ihre F Ü H R E R abhalten und gegen die durch Korruption verursachten Verteuerungen der Grundlebensmittel protestieren. Sie fordern auch die Absetzung des palästinensischen Premierministers Salam Fayyad. + + +“

    …die „einfachen“ Menschen werden sich irgendwann ihrer ihnen aufdoktrinierten HetzMordTerrorPeiniger (Arafat & Consorten) entledigen …Bildung …Bildung …Bildung …Information

  20. Unfälle – unvorhersehbar – grausam – schrecklich – löschen Leben von jetzt auf gleich einfach aus – Mitgefühl der Familie, den Angehörigen und allen Trauernden von Ahmad Hijazi und den 9jährigen Adam. Keiner vermag zu wissen, wann und wie sein Leben einst enden wird – was? bleibt – ein Stein, Fotos, zahlreich dutzende Erinnerungen an hoffentlich erfüllt gelebtes Leben, vllt. ein Werk, eine Idee,…

    🙁

    jedoch allzu oft keine Zeit, sich zu verabschieden.

    Jane – Sie sprüdeln ja “gewaltig“ vulkanisch anmutend – schlechts timing – und wieder mal zum falschen Inhalt eines hier veröffentlichten Artikels – ich überschätzte Ihre Bildungs- u. Lernfähigkeit enorm – schlicht wie hinlänglich genug bekannt – agressives Ausstossen von geballt angestauten Anschuldigungen – substanzlos in Quantität und Qualität – einfach plumpe Propaganda. Abu Mazen und seine PA-maschinerie freuen sich sicher über Unterstützung auf annähernd gleich“geartetem“ Niveau??? Dies unterscheidet Ahmad Hijazi von “Euch“ KrawallPatriots – er liess sich vermutlich viel weniger instrumentalisiert zum Kampf missbrauchen – NEIN – zog “sein eigenes Ding“ UNbeeindruckt jener zwingenden lebensallumfassenden IdeologieMACHT der FÃœHRER Arabiens – unbeirrt, ungeachtet jeglicher Realitäts- und Erfolgsaussicht.

    Jane “wirbt“ – mehr oder weniger erfolgreich – versuchend mit ihren fanatischen “ProArabPropagandaMaterial“ für eine schrittweise politisch-ideologisch-mediale DelegitimierungsKampagne i. S. Rechtmässigkeit der Existenz des Jüdischen Staates Israel – zuweilen gradezu von tiefem Hass und “anklagender“ persönlicher Verbitterung zerfressen – und eher weniger glaubwürdig, da sie sich sooo oft bei argumentativen Auseinandersetzungen konkret in der Sache unfähig von FAKTENresisdenz geplagt einfach ignorierend davonschleicht. Inwieweit “solches“ graduierte Verhalten ernstnehmbar erscheint – naja – äusserst fraglich.
    Jane „müht“ sich – ATTENTION – Abnutzungsgefahr!

    am israeli chai

  21. Jim und andere. Jane würde auch wenn ihr nicht entgegenhalten wird hier ihre lange Mantra posten. Sie fühlt sich als tadellose Kämpferin für das Gute und im Besitze der Wahrheit. Eingehen braucht man nicht auf ihre z.T. antisemitischen Tiraden. Doch sollte man hier auch lesbares posten. Natürlich will Jane hier alles kaputtmachen mit ihrer Mantra. Das sollte nicht zugelassen werden.

  22. Hallo Sebastian,

    Karl Pfeifer hat einmal geschrieben (die Adressatin war glaube ich Jane), dass er nicht schreibt, weil er glaubt Jane überzeugen zu können, sondern weil er dem, was Jane schreibt, etwas entgegenstellen will.

    Habe Herrn Pfeifer wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass man es hier mit einem speziellen Fall zu tun hat, denke da an Hysterie. Jede Reaktion auf den von ihr produzierten Schwachsinn ist insofern kontraproduktiv, als dass man damit unweigerlich einen neuerlichen Schwall an geradezu klischeehaft antisemitisch durchsetzten Pamphleten lostritt, wie sich auch hier, für jeden nachlesbar, einmal mehr bewiesen hat.

    Die Frau ist draußen, und zwar schon lange, jahrelang, um genau zu sein. Wer das nicht schnallt, handelt zumindest fahrlässig, um nicht zu sagen infantil.

    • Wie schön, dass ich infantil bin, und z.B. nicht kapiere, welche Physik es mir erlaubt, mit „produziertem Schwachsinn“ einen Schwall loszutreten, und auch so infantil, dass ich vergeblich daran herumrätsele, mit welchen ferndiagnostischen Methoden mensch einen von der WHO ad acta gelegten, z.T. sexistisch angetörnten „Krankheitszustand“ feststellen kann.

      Denn:

      “ In 1980, the American Psychiatric Association officially changed the diagnosis of „hysterical neurosis, conversion type“ to „conversion disorder“. “

      “ Conversion disorder is where patients suffer apparently neurological symptoms, such as numbness, blindness, paralysis, or fits, but without a neurological cause. “

      (Beides nachlesbar in Wikipedia)

    • Hysterie ist nicht weiblich, die Verwendung dieses in der Psychoanalyse nach wie vor geltenden Begriffes ist also nicht sexistisch.

      Hier, aktuell, eine Buchempfehlung: Stavros Mentzos: Hysterie. Zur Psychodynamik unbewusster Inszenierungen

      In der Umgangssprache wird das Wort »hysterisch« abwertend für alles Unechte, Theatralische, haltlos Übertriebene benutzt. Die Psychiatrie und die Psychologie belegten mit dem Terminus Hysterie eine Fülle von körperlichen und seelischen Symptomen und Störungen, die erst durch die Psychoanalyse Sigmund Freuds eine einheitliche Bedeutung und Erklärung erhielten. Zwar sind die damals beschriebenen klassischen hysterischen Krankheitsbilder im Lauf des 20. Jahrhunderts immer seltener geworden; die Auffassung des Hysterischen als Reaktion auf eine längst überwundene repressive Sexualmoral ließ das Freud sche Konzept als obsolet erscheinen. Stavros Mentzos weist jedoch mit zahlreichen eindrucksvollen Beispielen nach, dass der hysterische Modus der Konfliktverarbeitung mittels unbewusster Inszenierungen relevant bleibt nicht nur zum Verständnis psychopathologischer und psychosomatischer Dynamik, sondern überhaupt menschlichen Verhaltens und Interagierens.

    • Tja… hinzugehen und zu behaupten, ein nicht nur in allen Mammalia, und da ausschließlich im weiblichen Körper, vorzufindendes Organ sei garnicht ausschließlich weiblich – das würde, publiziert in den relevanten Fachblättern sowohl der Biologie als auch der Humanwissenschaften ein Hohngelächter sondersgleichen hervorrufen:

      „Die Bezeichnung Hysterie (von altgriechisch ὑστἐρα (hystera) = Gebärmutter, verwandt mit lateinisch uterus) als psychologischer Fachbegriff für eine neurotische Störung gilt inzwischen als veraltet“ (Wikipedia)

      Schuster, bleib bei deinen Leisten.

  23. „In our day-to-day lives, we regularly participate in events that take on significance only when we analyze them in retrospect.

    I have attempted here to examine the structures that make up Jewish—Arab relations by focusing on the routine and norms of our daily reality, consisting of seemingly insignificant events and interactions, of which we are either unaware or to which we generally pay no attention.

    These interactions and events that make up our lives contain within them power structures that are stronger than the ideology, desires or good intentions of individuals. In the words of Whitney Young (1970),

    „Racism is not a desire to wake up every morning and lynch a black man from a tall tree. It is not engaging in vulgar epithets. These kinds of people are just fools. It is the day-to-day indignities, the subtle humiliations that are so devastating. Racism is the assumption of superiority of one group over another, with all the gross arrogance that goes along with it.“ “

    Aus – Working While Arab: Stories of Daily Routine

    von Ahmad Hijazi

    http://dwij.org/pathfinders/steve_olweean/hijazi.html

    • “Racism … is the day-to-day indignities, the subtle humiliations that are so devastating. Racism is the assumption of superiority of one group over another, with all the gross arrogance that goes along with it.”

      Was, leider, auch hier seine Bestätigung findet. Jane, take it easy 🙂

  24. Ja, ja Sie Person – dies ist eine öffentliche Nachrichtenplattform – und da geht auch um Hijazis politische Arbeit und das, was ich als die umgehend einsetztende Vereinnahmung derselben bezeichnen würde.

    Ich finde es z.Bsp. abstoßend, wenn er hier zu einer der wenigen ‚Vorzeige-Palästinenser‘ stilisiert wird, welche beweisen, dass Juden und Israelis doch nur friedlich mit den Muslimen zusammen leben wollen, wenn es denn mal einen so netten gibt. Das diskreditiert natürlich nicht diejenige,die hier ihrer ganz persönlichen Trauer Ausdruck verleihen, weil sie ihn kannten und mochten – ich gehe aber davon aus, dass das hier bei einigen Kandidaten eher nicht der Fall ist. Wenn dann auch noch Herr Pfeifer mit seinen Tiraden gegen die Palästinenser kommt, dann ist das in meinen Augen in der Tat fehl am Platz. (wogegen Sie natürlich gar nichts einzuwänden haben)

    Nach allem was ich jetzt von ihm perönlich gelesen habe, wäre diese Art der Vereinnahmung gar nicht in seinem Sinn und steht seiner Analyse der verfahrenen Situation in NahOst völlig entgegen. Darüber hinaus ist dies kein offizieller Kondolenzthread.

    Aber wenn Sie nach einer Möglichkeit suchen Ihrer Trauer gebührend Ausdruck zu geben, frei von politischen Diskussionen, dann habe ich hier den offiziellen Kondolenzlink für Sie:

    http://nswas.org/spip.php?article1029

  25. Lieber Uri Degania,

    aber es ist wohl vergeblich, wie jim sagt. Karl Pfeifer hat einmal geschrieben (die Adressatin war glaube ich Jane), dass er nicht schreibt, weil er glaubt Jane überzeugen zu können, sondern weil er dem, was Jane schreibt, etwas entgegenstellen will. Das ist wohl das Einzige aber auf jeden Fall das Beste was man tun kann. Wie Du am Anfang und jim grade noch einmal darauf hingewiesen hat, kommt es hier auf die Trauer um Ahmad Hijazi an.

  26. .

    Neve Shalom/Wahat al Salam: Trauer über den Tod von Ahmad Hijazi

    Hier geht es um den tragischen Tod eines ganz besonderen Menschen, hier geht es um Trauer.

    Das Verhalten dieser Person ist unerträglich, der Strang sollte endlich geschlossen sein.

  27. Nicht zu vergessen die Ermordung des UN-Gesandten Graf Bernadotte,der im 2. Weltkrieg 15-20 Tausend Juden das Leben gerettet hatte, im Auftrag Yitzak Shamirs.

    “ Eines der ersten Verbrechen der zionistischen Bewegung an der UNO war die Ermordung des Grafen Folke Bernadotte am 17. September 1948.

    …Bernadotte (geb. 1895) war ein schwedischer Diplomat, der Neffe von König Gustav V., und hatte sich als Vizepräsident des Schwedischen Roten Kreuzes im Zweiten Weltkrieg Anerkennung erworben. Er nutzte diese Position, um mit Nazi-Führer Himmler zu verhandeln und 15.000 bis 20.000 Juden und andere Personen, vorwiegend Skandinavier, vor dem Konzentrationslager zu retten.

    Anfang Juli drohten die Stern-Leute bereits mit der Ermordung Bernadottes. Der Kolumnist der New York Times C.L. Sulzberger berichtete über sein Treffen mit zwei Mitgliedern der Stern-Bande am 24. Juli, bei dem sie erklärten: ‚Wir haben vor, Bernadotte zu töten, wie auch jeden anderen uniformierten UN-Beobachter, der nach Jerusalem kommt‘. Nach dem Grund gefragt, ‚antworteten sie, ihre Organisation sei entschlossen, ganz Jerusalem für den Staat Israel in Besitz zu nehmen und würde keinerlei Einmischung eines nationalen oder internationalen Gremiums dulden‘.“

    Der eigentliche Mörder Bernadottes, Yehoshua Cohen, wurde dann Leibwächter des Ministerpräsidenten David Ben Gurion. Erst 1977 wurde erstmals öffentlich die Verwicklung der Stern-Bande in den Mord zugegeben…“

    http://www.wsws.org/de/2006/aug2006/bern-a05.shtml

    Später fälschten Zionisten einen Brief, welcher Bernadotte als vorgeblichen Antisemiten diffamieren sollte.Der Brief rief vehementen Protest der mosaischen Gemeinde in Dänemark hervor und wurde zweifelsfrei als Fälschung entlarvt.

    „Gegen Nadels Behauptung, der Schwede sei Antisemit gewesen, erhob Stockholms Mosaische Gemeinde prompt Protest, ebenso Direktor Gilel Storch, der den Jüdischen Weltkongreß und das Jüdische Rettungskomitee in Schweden vertritt. Mit Storch hatte Bernadotte bei der Rettung jüdischer KZ-Insassen 1945 eng zusammengearbeitet. Proteste hagelte es auch gegen ein den Grafen belastendes, ominöses Papier, das Nadel dennoch als Beweis präsentiert: die angebliche Kopie eines angeblichen Bernadotte-Briefes an den Reichsführer-SS Heinrich Himmler. Datum: 10. März 1945…“

    http://www.wsws.org/de/2006/aug2006/bern-a05.shtml

    • @Janes: Ihr müsst Euch schon mal entscheiden:

      „Jane
      13. Juni 2012 – כ״ג בסיון תשע״ב at 14:47 · Reply
      Wohlweislich fängt der Artikel nicht mit Israels Überfall auf Ägypten an. Dass Jordanien eingreifen würde war klar, hatten Ägypten und Jordanien doch gerade einen Verteidigungspakt geschlossen, was Israel wohl auch bekannt gewesen sein dürfte.

      Dass Israel von “angriffsbereiten arabischen Armeen eingekreist” und Angst um seine Existenz haben musste, gehört somit ins Reich der Mythen. “

      „Der Krieg, der im Juni 1967 zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn ausbrach, folgte auf eine Periode eskalierenden Konflikts zwischen Israel und Syrien. Aber ausgelöst wurde er dadurch, dass der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser die UN-Streitkräfte aus dem Gaza-Streifen – den Ägypten damals kontrollierte – und aus Sharm el Sheik – wo sie die Straße von Tiran bewachten – vertrieb und die Wasserstraße für die israelische Schifffahrt schloss.“

      auch aus der weltbewegenden, gern zitierten, Zeitschrift des Komitees der vierten Internationalen, deren deutsche Sektion über sage und schreibe 270 Mitglieder verfügt.

      Aber vielleicht findet ihr auch hier etwas:
      http://www.baerwurzerei-hieke.de/body_wolp.htm

  28. „alle terroristischen Zionisten die ins Heilige Land kamen“

    Ja Herr Pfeifer, sowas sagte man 1948 nicht so ganz ohne Grund:

    1937, March 2 Arabs killed on Bat-Yam beach. [12]

    1937, November 14 10 Arabs killed by Irgun units launching attacks around Jerusalem, („Black Sunday“) [13][14]

    1938, April 12 2 Arabs and 2 British policemen were killed by a bomb in a train in Haifa. [14]

    1938, April 17 1 Arab was killed by a bomb detonated in a cafe in Haifa [14]

    1938, May 17 1 Arab policeman was killed in an attack on a bus in the Jerusalem-Hebron road.

    1938, May 24 3 Arabs were shot and killed in Haifa.

    1938, June 23 2 Arabs were killed near Tel-Aviv.

    1938, June 26 7 Arabs were killed by a bomb in Jaffa.

    1938, June 27 1 Arab was killed in the yard of a hospital in Haifa.

    1938, June (late) Unspecified number of Arabs killed by a bomb that was thrown into a crowded Arab market place in Jerusalem.

    1938, July 5 7 Arabs were killed in several shooting attacks in Tel-Aviv.

    1938, July 5 3 Arabs were killed by a bomb detonated in a bus in Jerusalem.

    1938, July 5 1 Arab was killed in another attack in Jerusalem. [14]

    1938, July 6 18 Arabs and 5 Jews were killed by two simultaneous bombs in the Arab melon market in Haifa. More than 60 people were wounded. [14][16][17]

    1938, July 8 4 Arabs were killed by a bomb in Jerusalem. [14]

    1938, July 16 10 Arabs were killed by a bomb at a marketplace in Jerusalem. [14]

    1938, July 25 43 Arabs were killed by a bomb at a marketplace in Haifa. [14][18]

    1938, August 26 24 Arabs were killed by a bomb at a marketplace in Jaffa. [14]

    1939, February 27 33 Arabs were killed in multiple attacks, incl. 24 by bomb in Arab market in Suk Quarter of Haifa and 4 by bomb in Arab vegetable market in Jerusalem. [19]

    1939, May 29 5 Arabs were killed by a mine detonated at the Rex cinema in Jerusalem. [14]

    1939, May 29 5 Arabs were shot and killed during a raid on the village of Biyar ‚Adas. [14]

    1939, June 2 5 Arabs were killed by a bomb at the Jaffa Gate in Jerusalem. [14][20]

    1939, June 12 1 British bomb expert trying to defuse the bombs killed, during a post office in Jerusalem was bombing [14]

    1939, June 16 6 Arabs were killed in several attacks in Jerusalem. [14]

    1939, June 19 20 Arabs were killed by explosives mounted on a donkey at a marketplace in Haifa. [14][21]

    1939, June 29 13 Arabs were killed in several shooting attacks around Jaffa during a one-hour period. [14][22]

    1939, June 30 1 Arab was killed at a marketplace in Jerusalem. [14]

    1939, June 30 2 Arabs were shot and killed in Lifta. [14]

    1939, July 3 1 Arab was killed by a bomb at a marketplace in Haifa. [14][23]

    1939, July 4 2 Arabs were killed in two attacks in Jerusalem. [14]

    1939, July 20 1 Arab was killed at a train station in Jaffa. [14]

    1939, July 20 6 Arabs were killed in several attacks in Tel-Aviv. [14]

    1939, July 20 3 Arabs were killed in Rehovot. [14]

    1939, August 27 2 British officers were killed by a mine in Jerusalem. [14]

    1944, September 27 Unknown number of casualties, around 150 Irgun members attacked four British police stations [24]

    1944, September 29 1 Senior British police officer of the Criminal Intelligence Department assassinated in Jerusalem. [24]

    1945, November 1 5 locomotives destroyed in Lydda station. Two staff, one soldier and one policeman killed. [25]

    1945, December 27 3 British policemen and 4 Basuto soldiers killed during the bombing of British CID headquarters in Jerusalem; 1 British soldier killed during attack of British army camp in north Tel Aviv [26][27]

    1946, February 22 Destroyed 14 aeroplanes at 5 RAF stations. [28]

    1946, July 22 91 people were killed at King David Hotel Bombing mostly civilians, staff of the hotel or Secretariat, 41 Palestinian Arabs, 15-28 British citizens, 17 Palestinian Jews, 2 Armenians, 1 Russian, 1 Greek and 1 Egyptian. [29][30][31]

    1946, October 30 2 British guards killed during Gunfire and explosion at Jerusalem Railway Station. [32]

    1946, October 31 Bombing of the British Embassy in Rome. Nearly half the building was destroyed and 3 people were injured. [33]

    1947, January 12 4 killed in bombing of British headquarters. [34]

    1947, March 1 17 British officers killed, during raid and explosion. [35]

    1947, March 12 1 British soldier killed during the attack on Schneller Camp. [35]

    1947, July 19 4 locations within Haifa are attacked, killing a British constable and injuring 12. [36]

    1947, July 29 2 kidnapped British sergeants hanged. [37]

    1947, September 26 4 British policemen killed in Irgun bank robbery. [34]

    1947, September 29 13 killed, 53 wounded in attack on British police station. [34]

    1947, December 11 13 killed in attack on Tireh, near Haifa [38]

    1947, December 12 20 killed, 5 wounded by barrel bomb at Damascus Gate. [39]

    1947, December 13 6 killed, 25 wounded by bombs outside Alhambra Cinema. [40]

    1947, December 13 5 killed, 47 wounded by two bombs at Damascus Gate. [40]

    1947, December 13 7 killed, 10 seriously injured in attack on Yehudiya. [40]

    1947, December 16(ca) 10 killed by bomb at Noga Cinema in Jaffa. [41]

    1947, December 29 14 Arabs killed by bomb in Jerusalem. [34][42]

    1947, December 30 6 Arabs killed and, 42 injured by grenades at Haifa refinery, precipitating the Haifa Oil Refinery massacre, which lead to the Balad al-Shaykh massacre. [43]

    1948, January 1 2 Arabs killed and 9 injured by shooting attack on cafe in Jaffa. [44]

    1948, January 5 14 Arabs killed and 19 injured by truck bomb outside the 3-storey ‚Serrani‘, Jaffa’s built Ottoman Town Hall [45]

    1948, January 7 20 Arabs killed by bomb at Jaffa Gate. [46][47]

    1948, February 10 7 Arabs killed near Ras el Ain after selling cows in Tel Aviv [48]

    1948, February 18 12 Arabs killed and 43 wounded at a marketplace in Ramla [49]

    1948, March 1 20 Britons killed and 30 wounded in the Bevingrad Officers Club bombing [50]

    1948, April 9-April 11 107-120 Palestinians killed and massacred (the estimate generally accepted by scholars, instead the first announced number of 254) during and after the battle at the village of Deir Yassin near Jerusalem, by 132 Irgun and 60 Lehi fighters. [51][52][53][54][55]

    1948, April 6 7 British soldiers, including Commanding Officer, killed during an arms raid on Pardes Hanna Army camp.

    Liste mit Referenzen unter:

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Irgun_attacks

    November 25, 1940. S.S.Patria was blown up by Jewish terrorists in Haifa harbour, killing 268 illegal Jewish immigrants (see below).

    November 6, 1944. Zionist terrorists of the Stern Gang assassinated the British Minister Resident in the Middle East, Lord Moyne, in Cairo

    ……..
    April 9, 1948. A combined force of Irgun Zvai Leumi and the Stern Gang, supported by the Palmach forces, captured the Arab village of Deir Yassin and killed more than 200 unarmed civilians, including countless women and children. Older men and young women were captured and paraded in chains in the Jewish Quarter of Jerusalem; 20 of the hostages were then shot in the quarry of Gevaat Shaul.

    …..April 16, 1948. Zionists attacked the former British army camp at Tel Litvinsky, killing 90 Arabs there.

    ….May 3, 1948. A book bomb addressed to a British Army officer, who had been stationed in Palestine exploded, killing his brother, Rex Farran

    …..November 25, 1940. In September, 1940, around 3,000 Jewish refugees from Vienna, Prague and Danzig were attempting to reach Palestine. In a convoy of four river steamers, they set sail down the Danube and reached the Romanian port of Tulcea where they transferred to three Greek cargo ships named Atlantic, Pacific and Milos. Conditions on board these three ships were horrendous, reminiscent of Japanese hell-ships later in the war. Eventually the ships reached Palestinian waters, but the British Colonial Office refused them permission to land. It was finally decided to deport the refugees to the island of Mauritius where a special camp was to be built. The three ships were then brought into Haifa harbour where the liner Patria was berthed. The refugees were then embarked on the Patria and as the last passengers from the Atlantic were coming on board, a tremendous explosion ripped the liner apart. The death toll amounted to 267 refugees killed. The explosion was the work of the Jewish underground army, the Haganah, who had meant only to damage the ship to prevent it sailing but had miscalculated the amount of explosives needed to disable the ship. Many say that this was no miscalculation and was deliberate murder of Jews by Jews, in an attempt to influence British immigration policy to Palestine.


    The first act of air piracy in the history of civil aviation was carried out by Israel, in Dec. 1954, when a civilian Syrian airliner was forced down in Tel Aviv and its passengers and crew held for days, despite international condemnation.

    In 1968, Israeli commandos blew up 13 civilian airliners at Beirut airport in Lebanon.

    The first deliberate shooting down a civilian airliner was carried out by Israel, when a Libyan airliner was shot down by Israeli jet fighters over Sinai, in Feb. 1973, on the direct orders of Israeli Prime Minister Golda Meir, killing all 107 of its passengers and the entire French crew.

    http://guardian.150m.com/palestine/jewish-terrorism.htm

  29. „…Pervers, wie die Themen hier missbraucht werden, besonders arg beim gegenständlichen.“

    „…Deshalb bitte ich Sie, lassen Sie den Namen meines Großvaters aus der Gedenkstätte entfernen, die an die Grausamkeiten gegen die Juden erinnern soll, weil damit nicht die Grausamkeiten zu rechtfertigen sind, die an den Palästinensern begangen werden“ Jean-Moïse Braitber

    „..Der Schaden beläuft sich auf 42 Millionen Dollar: In den USA ist ein groß angelegter Betrug mit deutschen Holocaust-Entschädigungsgeldern aufgedeckt worden. Den Betrügern drohen hohe Gefängnisstrafen

    Ermittlungen in New York ergaben, dass in den letzten 16 Jahren insgesamt 42 Millionen Dollar (rund 30,5 Mio Euro) an unrechtmäßige Empfänger überwiesen wurden. Laut Staatsanwaltschaft haben angebliche Holocaust-Opfer durch «gefälschte Ausweise, getürkte Behördenunterlagen und guten Kenntnissen des Holocausts» die Entschädigungen erschlichen. ..Laut Staatsanwaltschaft wurden inzwischen insgesamt 17 Personen angeklagt, unter ihnen sechs feste Angestellte der Holocaust-Fonds und auch ein früherer Stiftungsdirektor. “

    http://www.news.de/politik/855080991/millionenbetrug-mit-holocaust-fonds/1/

    „..The Rome Statute of the International Criminal Court (ICC) defines apartheid as “systematic oppression and domination by one racial group over any racial group or groups” and the United Nations’ definition is effectively the same. Israel practices apartheid policies toward Palestinians and other minority groups, particularly in the Occupied Territories, but don’t believe it’s true because I say so. Don’t believe critical Israeli journalists like Amira Hass, Gideon Levy, or Danny Rubinstein. Don’t believe Nobel Prize winners Jimmy Carter or Desmond Tutu or UN representatives Richard Falk and John Dugard. Believe Israel’s ruling elite. Believe Shulamit Aloni, a former Minister of Education in Israel, that “The state of Israel practices its own, quite violent form of apartheid with the native Palestinian population.” Believe Ami Ayalon, former head of the ShinBet, Israel’s domestic intelligence service, who says that Israel is “guilty of apartheid policies.”…

    …You may not believe me that this adds up to apartheid.

    But believe Michael Ben-Yair, Israel’s former attorney general, who points out:

    “We enthusiastically chose to become a colonial society, ignoring international treaties, expropriating lands, transferring settlers from Israel to the Occupied Territories, engaging in theft….We developed two judicial systems: one—progressive, liberal in Israel. The other—cruel, injurious in the Occupied Territories. In effect, we established an apartheid regime in the Occupied Territories.”

    http://canadiandimension.com/articles/3819/

  30. Jane kann Ihre Mantra bis geht nicht mehr hier schmieren. Jetzt macht sie sogar für das iranische Regime Propaganda.
    Um was geht es all diesen „Antizionisten“? Das drückte am besten der Vertreter der palästinensischen Araber 1948 aus:
    Am 22. November 1948 fand in Paris die 207. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen statt. Henry Cattan, Vertreter des Arabischen Komitees (AHC) sprach im Namen der palästinensischen Araber und machte sich lustig über die Vorschläge des Vermittlers Ralph Bunche, die „auf die politische und ökonomische Vernichtung der Araber Palästinas abzielen zugunsten einer fremden Minderheit“. Der Krieg der jetzt in Palästina gekämpft wird, kann nur gestoppt werden, wenn seine Ursachen beseitigt werden, argumentierte er, nämlich in dem das Prinzip der Teilung verworfen und anstatt des künstlichen Staates Israel („der größte Verrat der Weltgeschichte“) ein vereinter arabischer Staat in ganz Palästina etabliert und „alle terroristischen Zionisten die ins Heilige Land kamen“ ausgewiesen werden. „Der arabische Widerstand gegen die Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina folgt einem Gesetz der Natur, das man vergleichen kann dem Widerstand des menschlichen Körpers gegen ein Krebsgeschwür“, Cattan resümierte: „Dieser Widerstand wird fortgesetzt bis das Krebsgeschwür vernichtet ist.“

    Auch Jane möchte zur Vernichtung des „Krebsgeschwürs“ ihren Beitrag leisten.

  31. „…Dr. Siamak Morsadegh sitzt nicht nur als Vertreter der jüdischen Minderheit des Iran im Hohen Hause der Republik sondern ist obendrein Chefarzt des Jüdischen Krankenhauses Teherans, dessen Budget erst kürzlich vom iranischen Präsidenten Ahmedinedschad großzügig bezuschußt wurde…

    Wie die meisten iranischen Juden blickt auch der Politiker auf eine lange Ahnenreihe persisch-stämmiger Juden zurück und dementsprechend tief mit seiner Heimat verwurzelt präsentiert er sich mir gegenüber. Schließlich gehört die jüdische Gemeinde des Landes von Mordechai dem Gerechten, Königin Esther und dem Propheten Daniel mit einer über 2700 Jahre anhaltenden jüdischen Präsenz zu den ältesten der Welt und – sehr zum Leidwesen der Zionisten – immer noch zu den größten des Mittleren Ostens.

    So sind die jahrhundertealten Gräber der Morsadegh-Familie in verschiedenen Gegenden des Iran verteilt und zeugen davon, daß ein Teil seiner Vorfahren auch zu den von allen religiösen Bevölkerungsgruppen geschätzten jüdischen „Mullahs“, den rabbinischen Autoritäten des Landes, gehörte.

    Dr. Siamak Morsadegh wirkt sympathisch-hemdsärmelig in seiner legeren, den brennenden Berliner Sonnenstrahlen angepaßten Kleidung. Er weiß genau wovon er spricht, wenn er mir mit Bestimmtheit und absoluter Ãœberzeugung erklärt, Antisemitismus sei eine „europäische Erfindung“, die es im Orient und vor allem in Iran, so nie gegeben hätte und heutzutage – Baruch Hashem – auch nicht existiere.

    Alles, was zu einem jüdischen Leben gehöre, so erklärt der Teheraner Arzt bei Tee und Kaffee, sei in Hülle und Fülle vorhanden. Alleine in der Hauptstadt existierten neben der unter jüdischer Leitung befindlichen Klinik ungefähr 30 Bethäuser, eine große Bibliothek, ein Altersheim, mehrere Kosher-Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. „Bis hin zum kosher geschochtenen Fleisch ist alles da. Als Juden sind wir respektiert und geachtet“, fügt er selbstbewußt an, „davon könnt Ihr hier in Europa nur träumen“.

    …Klarstellen will er bei solchen Konsultationen, daß das iranische Volk und seine Regierung keinerlei aggressive Absichten hege und die persischen Juden nicht nur hinter ihrer Regierung stünden sondern vor allem auch ein tiefes Mitgefühl für die Leiden des palästinensischen Volkes habe. Mit dem Hinweis darauf, daß das Jüdische Krankenhaus in Teheran im letzten Gaza-Krieg auch viele palästinensische Verwundete medizinisch versorgt habe, schließt sich der Kreis unseres Gesprächs.

    Daß er – trotz einer rechtzeitig gestellten Anfrage – von den selbsternannten offiziellen Vertretern des Zentralrats – noch nicht einmal eine Antwort erhielt, ob man sich mit ihm treffen wolle oder nicht, wirft abermals ein grelles Licht auf die angebliche Liebe zu Juden, die diese Clique fortwährend für sich in Anspruch nimmt. Geht es ihnen doch in Wahrheit nur um die Unterstützung eines fremden Staates von deutschem Boden aus – egal wieviele persische Juden bei einem zionistischen Angriff auf Teheran als „Kollateralschäden“ ihr Leben lassen müßten….“

    http://www.derisraelit.org/2012/07/ein-gesprach-von-jid-zu-jid.html

    Und hier noch ein langer detaillierter Artikel zur Lage der Juden in Iran, der sich auch mit phasenweise aufkommenden Spannungen, beschäftigt.

    „…Im Juli 2007 machte ein Angebot Schlagzeilen, das die israelische Hebrew Immigrant Aid Society allen iranischen Juden unterbreitet hatte: Jeder jüdischen Familie wurden 5.000 Dollar im Gegenzug für die Auswanderung aus dem Iran versprochen. Für die Schlagzeilen vor allem in der englischen und amerikanischen Presse sorgte jedoch nicht so sehr das Angebot selbst, sondern vielmehr die empörte Reaktion der iranischen Juden. Der englische Guardian zitierte ein öffentliches Statement der „Society of Iranian Jews“: „Die Identität iranischer Juden kann nicht ge- oder verkauft werden. Iranische Juden leben seit Urzeiten in Iran. Sie lieben ihre iranische Identität und ihre Kultur; weder Drohungen noch dieser unreife politische Bestechungsversuch werden ihr Ziel erreichen, die Identität iranischer Juden auszulöschen.“

    http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20090305

    Bleibt hinzuzufügen, dass die Juden des Iran jederzeit nach Israel auswandern könnten, so sie wollen.

    Sie wollen aber nicht.

    Stellt sich die Frage, welchen Motiven, dieser dauernde Tunnelblick auf alles Negative, was man möglicherweise ausmachen kann, gedankt ist. Keine Frage, man findet Beispiele von Diskriminierung, von Konflikten und Spannungen. Das findet sich aber überall und betrifft genauso andere Menschen und in diesen Szenarien sind Juden genauso Opfer wie Täter, so wie andere Menschen auch.

    Wie kommt es, dass der Zentralrat der Juden, den Vertreter der Juden im Iran auf seiner Auslandsreise nicht mal empfangen will? Stört er das Generieren eines stringenten Feindbildes?

    So denke ich mittlerweile, dass Wiedergutmachung einer gigatinschen Tragödie nach nunmehr über70 Jahren nur ein Teil der Begründung ist, der andere ist auch, dass die Kultivierung einer solchen Haltung auch viele Vorteile bietet. Die psychologischen Grundlagen kann man auch im individuellen studieren und in gewisser Hinsicht, denke ich, dass sich dieses Muster bei den Juden Europas (nicht so bei den Sephardim) schon vor dem Holocaust ausgebildet hat; das hat zwar auch reale Hintergründe, ist jedoch auch zu einer ‚Ãœberlebensstrategie‘ geworden, die ihrerseits über das Ziel hinausschießt zu Ungerechtigkeit und Einseitigkeit und einer verzerrten Wahrnehmung, zumindest bei Teilen der Juden führt, einer Haltung, die in Israel auch im Bildungssystem und auf politischer Ebene kultiviert wird:

    “ Emotionale Erpressung durch Schuldgefühle

    Grundsätzlich möchte ich sagen, dass ich Schuldgefühle nicht nur für überflüssig, sondern auch für schädlich halte. Ich weiß, dass ich bei dem einen oder anderen von Ihnen durch diese Äußerung starken Protest auslöse. Meine Erfahrung ist jedoch, dass Schuldgefühle uns weder zu einem besseren Menschen machen noch uns daran hindern, das Verhalten, wegen dem wir uns Schuldgefühle machen, in Zukunft zu unterlassen. In meinen Augen reicht es völlig, sich einen Fehler einzugestehen und diesen, wenn möglich, zu korrigieren…

    ..Schuldgefühle können ein machtvolles Instrument sein, um Menschen zu manipulieren. Kaum etwas macht gefügiger als der Hinweis, man habe an etwas Schuld. ..

    …Andere setzen Schuldgefühle meist dann ein, wenn sie sich verletzt fühlen oder es „uns heimzahlen“ wollen – als Rache oder Bestrafung. Sie treibt die Hoffnung, dass wir uns ändern, weil wir uns schlecht fühlen. Häufig verwenden sie dabei das Wörtchen „man“: „Man tut nicht oder man tut“, um sich quasi noch Rückendeckung von der Allgemeinheit zu holen. Sie tun so, als ob sie allgemeingültige Regeln vertreten, in Wirklichkeit sind es meist jedoch nur ihre eigenen.

    Schuldgefühle werden von den Eltern, vom Freund, Partner und den Kindern eingesetzt, um uns zu von ihm erwünschtem Verhalten zu bewegen und sich durchzusetzen…“

    Dr. Doris Wolf, Diplom-Psychologin

    http://www.partnerschaft-beziehung.de/Emotionale-Erpressung.html

    Ungeachtet der Tatsache, dass die Generation der heute alten Juden in Europa furchtbares erlebt hat und Anspruch auf Wahrnehmung und Würdigung ihrer Geschichte haben, stellt sich dennoch die Frage, wie und wofür diese schreckliche Geschichte so alles herhalten muss.

    Ich bin jedenfalls mit der Art und Weise dieser Einseitigkeit nicht einverstanden und glaube auch nicht, dass da langfristig irgend was gutes bei raus kommt – für niemanden, auch nicht für Juden.

    In diesem Sinn kam es auch schon vor, dass Juden darum baten, dass die Namen ihrer ermordeten Angehörigen aus der Liste der Toten in Yad Vashem wieder gelöscht werden.

    „Jean-Moïse Braitberg, ein französischer Autor jüdischer Herkunft, bittet den Präsidenten des Staates Israel, den Namen seines Großvaters Moshe Brajtberg in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem löschen zu lassen…

    ….Bedenken Sie, dass ich seit meiner Kindheit von Ãœberlebenden der Vernichtungslager umgeben bin. Ich habe die auf die Arme tätowierten Nummern gesehen, ich habe die Berichte über die Folterungen gehört, ich habe ihre tiefe Trauer und ihre Albträume geteilt.

    Man hat mich gelehrt, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen dürfen; dass Menschen nie wieder andere Menschen wegen ihrer Herkunft oder ihrer Religion verachten dürfen, dass man Menschen die elementaren Rechte auf ein Leben in Würde und Sicherheit und ohne Einschränkungen und die Hoffnung auf ein ferne Zukunft in Zufriedenheit und Wohlstand nicht nehmen darf.

    …Herr Präsident, ich muss nun aber feststellen, dass trotz vieler UN-Resolutionen, trotz des schreienden Unrechts, das dem palästinensischen Volk seit 1948 angetan wird, trotz der in Oslo genährten Hoffnungen und trotz der mehrfach wiederholten Anerkennung des Rechts der israelischen Juden auf ein Leben in Frieden und Sicherheit durch die Palästinensische Autonomiebehörde, alle bisherigen Regierungen Ihres Landes immer nur mit Gewalt, Blutvergießen, Inhaftierungen, endlosen Kontrollen, Kolonisierung (durch immer neue israelischen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet) und Landraub geantwortet haben. (In dem so genannten Oslo-Abkommen von 1993 hatte Israel mit der PLO Arafats Grundlagen für eine künftige Zwei-Staaten-Lösung vereinbart.)..

    …Herr Präsident, Sie werden mir sicher antworten, Ihr Land habe das Recht, sich gegen diejenigen zu schützen, die Raketen auf Israel abschießen oder als Selbstmordattentäter schon zahlreiche unschuldige Israelis getötet haben. Darauf erwidere ich Ihnen, dass mein menschliches Mitgefühl allen Opfern gilt – unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft.

    Deshalb bitte ich Sie, lassen Sie den Namen meines Großvaters aus der Gedenkstätte entfernen, die an die Grausamkeiten gegen die Juden erinnern soll, weil damit nicht die Grausamkeiten zu rechtfertigen sind, die an den Palästinensern begangen werden…“

    http://duckhome.de/tb/archives/5542-Offener-Brief-Loeschen-Sie-den-Namen-meines-Grossvaters-in-Yad-Vashem!.html

    • Ganz so schön, wie Dr. Siamak Morsadegh es beschreibt, ist es wohl doch nicht:

      http://test.hagalil.com/99/06/iran.htm

      Der Artikel besteht aus einem deutsch- und einem englischsprachigen Teil, Letzterer von Ha’aretz.

      Zitate:

      „Im Iran droht 13 unter Spionageverdacht festgenommenen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde die Todesstrafe.“

      „Die jüdische Minderheit im Iran, dessen Bevölkerung zu 99 % dem Islam angehört, ist seit der Machtübernahme der moslemischen Fundamentalisten im Jahr 1979 von 62 000 auf etwa 25 000 gesunken.“

      „This minority group – Iran’s 30,000 remaining Jews – made haste, through its representatives in parliament, to declare that it enjoys all the rights to which it is entitled under law, and has no complaint against the government.“

      Remember: Als die Nazis begannen, die deutschen Jüdinnen und Juden zu drangsalieren, gab es Ergebenheitsadressen öffentlicher jüdischer Stellen an sie. Letztlich erfolglos, aber angesichts der sich ständig verschlechternden Situation ein durchaus ehrenwerter Versuch zur eventuellen Beeinflussung der Verantwortlichen.

  32. Lieber Sebastian,
    was Du schreibst ist alles vernünftig, fundiert, zutreffend. Dafür braucht es keiner weiteren Worte.

    • Aber vergeblich, die Adressatin ist vollkommen vernagelt in ihrem obsessiven antijüdischen Hass, …

      Natürlich ist auch Diskriminierung und Vertreibung, Holocaust etc. Realität jüdischer Geschichte

      Holocaust etc. …

      … unter ferner liefen also, unkommentierbar.

      .

      Pervers, wie die Themen hier missbraucht werden, besonders arg beim gegenständlichen.

      Die Frau ist schon lange draussen, nur haben einige hier die Tragweite noch immer nicht kapiert.

  33. Sebastian – ich ’schwärme‘ nicht davon wie gut es Juden geht, sondern mache darauf aufmerksam, dass es für Juden nicht immer und überall schlecht läuft und lief, mitunter ist auch ganz das Gegenteil richtig – in den USA gehören die Juden zu der erfolgreichsten ethnischen Minderheit – und dennoch sucht die Anti-Defamation-League unentwegt nach Möglichkeiten dem Rest der USA die antisemitische Gesinnung vorzuhalten und registiert akribisch alles, was in dieser Hinsicht die Statistik aufpolieren könnte.

    Wenn eine Minderheit in einem Land es zu erheblichem Wohlstand und Ansehen bringt, ist es schlichtweg unsinnig, von allgemein verbreiteter Ausgrenzung zu reden.

    Natürlich ist auch Diskriminierung und Vertreibung, Holocaust etc. Realität jüdischer Geschichte – aber dies ist sehr viel mehr in Europa als in den arabischen Ländern der Fall gewesen und andere Minderheiten leiden auch an Diskriminierung – übrigens auch in Israel, und übrigens auch israelische Juden, wenn sie eine schwarze Hautfarbe haben z.Bsp. . Zudem bin ich genauso für den Schutz von Juden, wie für den Schutz von Palästinensern und allen anderen Menschen. Es ist ja nicht so, dass ich das nicht befürworten würde, nur weil ich der Ansicht bin, dass AUCH Palästinenser ein Recht auf Leben in Frieden und Sicherheit haben.

    Die Belange der Juden haben ein Recht auf Wahrnehmung und Berücksichtigung – die anderer auch.

  34. Das Thema wäre längst erledigt, wenn Israel sich dazu durchringen könnte das Völkerrecht zu achten und das Recht auf ein Leben in Frieden und Sicherheit gleichermaßen für seine Bewohner UND die Palästinenser und seine Nachbarn glaubwürdig ernst nehmen würde.

    Dass die Gründung Israels Feindseligkeit und Gegenwehr zur Folge hatte, war sie doch auf Kosten der einheimischen Bevölkerung begründet, der gewaltsamen Vertreibung von Hunderttausenden Palästinensern, der Zerstörung von 400 palästinensischen Dörfern, kann nicht weiter verwundern. Dies im Kontext des Holocaust zu rechtfertigen, istletztendlich einem selbstgerechten Gesinnungswandel zu danken (auch auf Seiten der Deutschen), die sich eben NICHT mit den tiefen Ursachen für Rassismus, Antisemitismus und Faschismus auseinandersetzen wollen.

    Aber dessen ungeachtet macht ein genauer Blick auf die Geschichte recht deutlich, dass Israel das Projekt der Landnahme eben auch nie beendet hat, weshalb es immer wieder vor klaren, verbindlichen Abmachungen, Grenzziehungen etc. aus dem Weg geht. Das war schon in den 50er Jahren mit Ägypten so, wo man sehr bewusst den Konflikt im Köcheln hielt und jeglichen verbindlichen Abkommen von Israelischer Seite aus dem Weg ging. Ahmad Hijazis Text zum Libanon macht dies auch in diesem Fall deutlich,

    „…renewed fighting perhaps inevitable if the cease-fire is not accompanied by agreements that respect Lebanese sovereignty, Lebanese human life and the Lebanese people; the existing cease-fire does not address the unresolved issues I have raised in this article. Israel continues to openly abrogate the cease-fire, morning, noon and night, sending its planes into Lebanese airspace with no interference – and certainly without any loud and clear international protest – and violating Lebanon’s territorial waters, all without serious opposition from the Lebanese government or any demand for international sanctions…“

    Bezeichnend ist völlig einseitige Wahrnehmung, welche die Gewalt lokaler Freiheits- und Widerstandsbewegungen dramatisiert, die israelische Missachtung der Souveränität anderer, und die israelischen Menschenrechtsverletzungen aber ausblendet, bagatelisiert und oft ohne angemessene Gründe legitimiert.

    Daher kann die Region nicht zur Ruhe kommen.

    Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen.

    Juden wurden in großer Zahl Opfer eines mörderischen Rassismus und das war ein fruchtbares Verbrechen.

    Nichts kann die Toten wieder beleben. Heute aber leben Juden in Deutschland natürlich gleichberechtigt mit allen anderen Menschen und genießen besonderen Schutz und eine größere Fürsorge als andere Minderheiten. Auf Grund der schrecklichen Geschichte, befürworte ich das auch zum Teil (zum Teil, weil auch andere Minderheiten ein Recht auf angemessene Wahrnehmung ihrer Belange haben sollen). Allerdings kann man die Geschichte nicht ohne Ende dazu ausnutzen, um die Verbrechen des israelischen Staates auf Dauer zu ignorieren und zu legitimieren.

    Man kann auch nicht die Schuld Deutschlands damit wieder gutmachen, indem man den zionistischen Rassismus gegenüber den Muslimen gut heißt und sich daran beteiligt.

    Leider geschieht genau das schon sehr sehr lange.

    The Easy Way Out – aber was ist das für eine Moral, die wieder mal Rassismus und oft genug grausames Unrecht rechtfertigt, wieder mal, um auf der vermeintlichen Seite der Stärkeren, wieder mal, um sich als Herrenmenschen verstehen zu können.

    Faust sagte seinerzeit: Das also ist des Pudels Kern – was heißen soll, das Böse nimmt immer wieder neue Formen an.

    Natürlich sind ‚die Juden‘ nicht die Bösen, aber die Agenda Israels, der dauernden Landnahme, des kultivierens einer Grauzone, nur um sich nie und nirgendwo festlegen zu müssen, sei es hinsichtlich einer eigenen Verfassung, sei es hinsichtlich Grenzabkommen, sei es der Achtung von Völkerrecht und UNO-Resolutionen, setzt gezielt auf Unfrieden, da dieser für Israel in Anbetracht der militärischen Ãœberlegenheit und der fortwährenden Unterstützung der USA, Gewinn verspricht. Trotz der eindeutigen Rechtslage, welche deutlich macht, dass sich Israel seit über 40 Jahren selbst ins Unrecht setzt, kann es auf die Unterstützung des Westens zählen.

    Das ist die Realität hinter diesem angeblich unlösbaren Konflikt. Es ist keine Frage, dass die arabischen Länder in einer schlechten Verfassung und oft genug rückständig sind, das rechtfertigt aber keineswegs solch ruchloses Handeln.

    So lange da keine Ehrlichkeit einkehrt und so lange die Israelis sich darin als Kriegsgewinner sehen können, wird das auch so bleiben. (Jedenfalls glaube ich nicht MEHR daran, dass sich Israel auf absehbarer Zeit alleine und selbst von dieser Politik, ohne Druck von außen, lösen wird).

    • Zitat…
      Jane
      3. September 2012 – ט״ז באלול תשע״ב at 09:19 · Reply
      Das Thema wäre längst erledigt, wenn Israel sich dazu durchringen könnte das Völkerrecht zu achten und das Recht auf ein Leben in Frieden und Sicherheit gleichermaßen für seine Bewohner UND die Palästinenser und seine Nachbarn glaubwürdig ernst nehmen würde.

      Dass die Gründung Israels Feindseligkeit und Gegenwehr zur Folge hatte, war sie doch auf Kosten der einheimischen Bevölkerung begründet, der gewaltsamen Vertreibung von Hunderttausenden Palästinensern, der Zerstörung von 400 palästinensischen Dörfern, kann nicht weiter verwundern. Dies im Kontext des Holocaust zu rechtfertigen, istletztendlich einem selbstgerechten Gesinnungswandel zu danken (auch auf Seiten der Deutschen), die sich eben NICHT mit den tiefen Ursachen für Rassismus, Antisemitismus und Faschismus auseinandersetzen wollen.

      ________________________________________________________

      Manschmal frage ich mich, ob Sie überhaupt wissen, was
      Sie da posten! Aber… andersrum.., warum gründeten die
      Palestinser nicht auch Ihren Staat, eben!

  35. @Jane

    Sie schwärmen davon, wie gut es den Juden im Iran geht.
    Die Realität darüber berichtet Arye Sharuz Shalicar in seinem Buch „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“
    Seine Verwandten, die aus dem Iran in die USA geflohen sind berichten ihm:

    „Wir Juden im Iran waren sehr traditionsbewusst. Wir fasteten natürlich auch zum Jom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstag. Diesen höchsten jüdischen Feiertag kannten die Muslime sehr gut und wir wurden absichtlich an diesem Tag nicht vom Schuldienst befreit, um in die Synagoge gehen zu können. Dass wir fasteten, mussten wir geheim halten, sonst hätte man uns Essen in den Mund gestopft. An unserem Pessach-Fest bekamen wir natürlich auch nicht frei. So waren wir gezwungen unsere Mazzot in der Schule zu essen. Muslimische Mitschüler verfluchten dieses Brot, da sie der Meinung waren, es sei aus dem Blut getöteter Muslime gebacken. Das hatten sie vom Christentum übernommen. Im Mittelalter in Europa hatte man auch behauptet, dass Juden das Pessach-Brot mit dem Blut getöteter Christen herstellen.“

    Zitat Ende

    Lesen sie das Buch doch selbst: http://www.amazon.de/%C2%BBEin-nasser-besser-trockener-Jude%C2%AB/dp/3423247975

  36. Die Mantra der „Antizionisten“: An allem Bösen ist Israel schuld, an Israel sind die Juden schuld, ergo an allem Bösen sind die Juden schuld. Weil aber das an die Nazi erinnert, sagen die verschämten Antisemiten: an allem Bösen sind die Zionisten schuld.

    • Zitat… Karl Pfeifer
      3. September 2012 – ט״ז באלול תשע״ב at 07:53 · Reply
      Die Mantra der “Antizionisten”: An allem Bösen ist Israel schuld, an Israel sind die Juden schuld, ergo an allem Bösen sind die Juden schuld. Weil aber das an die Nazi erinnert, sagen die verschämten Antisemiten: an allem Bösen sind die Zionisten schuld.
      ____________________________________________________________

      Das ist nichts Neues Herr Pfeifer, NEU aber ist die wach-
      sende Basis dieser ANTIZIONISTEN.

  37. „die linken Antisemiten, denen jeder Verbündete recht ist, auch wenn er noch so reaktionär, noch so menschenfeindlich ist,“

    Ja da haben’s Sie selbst bestätigt, dass Sie die Äußerungen Butlers, so wie auch die SPME als ‚Unterstützung‘ verstehen.

    Obwohl das ganze unter einem wissenschaftlichen Aspekt im Rahmen eines Kolloqiums so analysiert wurde – und das ist keine Unterstützung. Da haben Sie wohl wieder die Replik der SPME vergessen – ‚die hatten das ja gar nicht so gesagt oder gemeint‘.

    @Sebastian – wir reden von der Gegenwart – nicht von der Vergangenheit – und alle Menschen sollten ein Recht auf ein Leben in Frieden haben unter Wahrung ihrer Menschenrechte – auch die Palästinenser.

    Darüberhinaus leben Juden nicht nur schlecht, sondern auch gut – so wie andere Menschen auch.

    Tatsache ist, dass das Existenzrecht der Palästinenser absolut gefährdet ist, seit zig Jahren – und dafür gibt es weder Veranlassung noch Rechtfertigung.

    @Herr Pfeifer

    In Israel kann auch kein Jude einen Christen heiraten. Und auch wenn in vielen arabischen Ländern Rückständigkeit herrscht, so können Sie doch nicht alles über einen Kamm scheren – diese Art der Verallgemeinerung ist es, die man Rassismus nennt. Im Iran z.Bsp. sind Juden den Muslimen gleichgestellt und genießen sogar Sonderrechte, um ihre Religion ausüben zu können, wie z.Bsp. das Trinken von Wein. Vor der zionistischen Intervention in der arabischen Welt lebten viele Juden in arabischen Ländern sehr gut, waren angesehene Bürger und gehörten sogar nicht selten zur Oberschicht – ein Zeichen, dafür, dass es mit der ‚rassischen‘ Diskriminierung wohl doch eher nicht so weit her war.

    Und die arabischen Länder hatten und haben massiv unter Interventionen des Westens, der zuvor diese LÄnder ausplünderte zu leiden. Dass der Iran sich bedroht fühlt, kann man gut verstehen, er wid bedroht und wenn man sich die Karte amerikanischer Militärbasen in der Region anschaut, dann weiß man auch warum:

    http://www.juancole.com/2011/12/iran-has-us-surrounded-all-right.html

    Wenn dann Israel Iran als eine Gefahr für den Weltfrieden darstellen will, dann ist das schon reichlich grotesk.

    Der Iran hatte übrigens schon einmal 10 Jahre lang unter einem Angriffskrieg zu leiden, den die USA maßgeblich mit angezettelt hatten und in welchem die USA und Israel beide Seiten mit Waffen belieferten – noch zynischer kann man auf dem Leben der Menschen in der Region nicht herumtrampeln.

    Ich wünsche mir, dass in dieser Region mal Ruhe einkehren kann.

    Mit den fadenscheinigen Unterwerfungsbegründungen Israels und des Westens wird das aber nie geschehen.

    Einer kann jedenfalls überhaupt keinen Frieden machen – und das ist Israel.

    Das Angebot der Arabischen Liga für volle Anerkennung Israels im Rahmen der Grenzen, welche international anerkannt sind, auf Grundlage des Völkerrechts und der UNO-Resolutionen, mit besonderem Entgegenkommen hinsichtlich der Flüchtlingsfrage unter Berücksichtigung von Israels demographischen Interessen liegt jedenfalls seit Jahren auf dem Tisch –

    Israel will aber Land, auf das es nun einmal lt.Völkerrecht keinerlei legitimen Anspruch hat, und daher kann es so ein Friedensangebot nicht gebrauchen und sabotiert damit das Lebensrecht von Millionen Palästinensern – aus diesem Grund für Israel einen Dauerkrieg – und das ist kein legitimer Grund.

    So lange das nicht aufhört, hat Israel keinen Grund sich zu beklagen – die Palästinenser allerdings schon und die Nachbarn, so wie die Libanesen, deren Land schon zwei mal in israelischen Angriffskriegen zerstört wurde – wissen auch, warum Sie SO mit Israel nicht gut leben können.

    Im Irak war zuvor zumindest Ruhe – die internationale hat mit ihrer Destabilisierung des Landes daraus eine Drehscheibe des Terrorismus gemacht und ähnlich verheerend sehen all die Kriegszüge des Westens und auch der Sowjetunion (Afghanistan) in diesen Ländern aus. Afghanistan war mal ein multikulturelles Land, der Schador war unbekannt – es hatte eine reichhaltige Musikkultur – und was haben die Kriegszüge der Großmächte und die von ihnen aufgerüsteten Schergen (die Taliban) – daraus gemacht?

    Die Gründe für all das sind geheuchelt – es ging und geht niemandem um bessere Lebensbedingungen für die Menschen in den islamischen Ländern – es geht und Land, es geht um Wasser, es geht um Öl.

    Und hierfür paktiert der Westen und auch Israel mitunter mit den übelsten Diktatoren – führt zuweilen rücksichtlose Kriege, die kaum Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nehmen und versucht sich letztendlich nur eigene Vorteile zu verschaffen.

    Das ist natürlich nicht der Weg in eine bessere, friedlichere Welt und die Feindseligkeit aus der arabischen Welt, die so nur schwer gedeihen kann, ist durchaus nachvollziehbar.

  38. @Jane

    Wer sich ein wenig damit befasst hat, wie die Juden in den vergangenen Jahrhunderten (Jahrtausenden)es immer wieder versucht haben in der Diaspora zu einem gleichberechtigten und friedvollem Leben zu finden und wie sie immer wieder durch Pogrome und Morde zurückgewiesen wurden, dem fällt es leicht, die Bedeutung des Jüdischen Staates zu verstehen, wenn er nur will. Auch in Deutschland haben Juden, bis zur kulturellen Selbstaufgabe versucht, sich zu assimilieren. Es hat ihnen nichts genützt. Wenn man sich in die Lektüre des Buches von Marcel Reich-Ranicki „Über Ruhestörer Juden in der deutschen Literatur“ vertieft, taucht man in eine Welt ein, die es nicht mehr gibt, die in Deutschland ein für allemal durch das Morden der Nazis verloren ist. Ähnlich wie vor dem Holocaust in Europa, versuchen Juden nunmehr alles, um den Hass gegen sie im Nahen Osten zu bezähmen. Insbesondere auch durch Einrichtungen wie die Friedenschule von Ahmad Hijazi, die, wie Karl Pfeifer sagt, nur im demokratischen und Jüdischen Staat Israel möglich ist.

    Aber der Hass deutscher Antisemiten heftet sich wie Pech an das Ziel ihrer Obsession und verfolgt sie auch in den Nahen Osten. Gideon Böss hat es einmal auf den Punkt gebracht, indem er formulierte: „Wenn die Juden einen Teil der Antarktis besetzt hätten, würden sich die Deutschen mit den Pinguinen solidarisieren”.

    Es ist perfide, dass grade Antisemiten meiner deutsch christlichen Community leugnen, wie sehr Juden noch heute, weltweit, Drangsalierungen und Vernichtungsdrohungen ausgesetzt sind. Die Situation, dass Juden sich mit dem Staat Israel aus ihrer eigenen Community heraus gegen diese Drangsalierungen und Vernichtungsdrohungen zur Wehr setzen können, ist für deutsche Antisemiten, ob es Nazis oder andere sind, unerträglich.

    Das neue Buch von Matthias Küntzel „Deutschland, Iran und Die Bombe“ deckt die Verlogenheit vieler Deutscher gegenüber dem jüdischen Staat auf. Er beschreibt, wie die Vernichtungsdrohungen gegen Israel mit dem Gerücht der Übersetzungsfehler weggewischt werden, um sich damit nicht weiter zu befassen, wie Küntzel sehr richtig sagt. Küntzel erläutert, dass der Sprachendienst des Deutschen Bundestages die Formulierung „wipe Israel from the map“ bestätigte.

    Küntzel schreibt:
    „Die Chiffre „Übersetzungsfehler“ ist bis heute das Allheilmittel geblieben, das zahllose „aufgeklärte“ Köpfe von der Zumutung befreit, die Parole von der Auslöschung Israels ernst oder doch wenigstens zur Kenntnis zu nehmen“.
    Zitat Ende

    Matthias Küntzel hat auf ein Interview hingewiesen, dass er mit Fanny Englard gehalten hat.
    Siehe hier:

    http://jungle-world.com/artikel/2012/14/45183.html

    Dort heißt es unter anderem:
    „Fanny Englard wurde am 6. Dezember 1941 als 16-jährige von Hamburg nach Riga deportiert und am 8. März 1945 von der Roten Armee befreit. Ihr Vater starb im Warschauer Ghetto, ihre Mutter und ihr zehnjähriger Bruder Arnold wurden gemeinsam mit der Großmutter sowie Tanten und Cousinen in Belzec vergast. Ihre Brüder Leo und Isi wurden im Alter von 15 und 13 Jahren bei Minsk erschossen. Fanny Englard kam 1947 nach Israel und heiratete, wie sie sagt, »um eine neue Familie zu gründen, als Ersatz für die ermordete Familie, die dem Judenhass zum Opfer gefallen war.“
    Meine deutsch christliche Community bezichtigt Israel immer wieder, Kriege angezettelt zu haben. In dem Interview sagt Fanny Englard dazu:

    „Sagen Sie nicht Krieg. Sagen Sie Lebenskampf. Es ist ein Unterschied, ob man einen Krieg führt oder ob man um sein Leben kämpft. Wir haben es mit dem Judenhass von Hitlers islamistischen Erben zu tun. Wenn Israel gegen die angeht, die es auslöschen wollen, ist das nicht Krieg, um andere zu töten, sondern ein Kampf ums Leben.“

    Der Satz von Fanny Englard „Wir haben es mit dem Judenhass von Hitlers islamistischen Erben zu tun“ ist freilich für viele „progressive“ deutsche 68-ger eine Zumutung. Von Wissenschaftlern wie Klaus-Michael Mallman und Martin Cüppers wollen die 68-ger schon mal gar nichts wissen. Wie sehr die 68-er sich mit der Selektion von Entebbe den 33-ern genähert haben wird bis heute totgeschwiegen. In dem Interview wird die unterschiedliche Auslegung des „Nie Wieder“ herausgearbeitet. Das deutsche „Nie wieder“ meint nie wieder Krieg und setzt damit den Krieg der Nazis auf perfide Weise mit den Kriegen, die Israel aufgezwungen wurden gleich, um ohne zu zögern den Juden die Schuld daran zu geben.
    Fanny Englard sagt in dem Interview dazu:

    „Wer unseren Überlebenskampf kritisiert, greift uns an. Denn wenn wir angegriffen werden und in Notwehr handeln, sind wir doch keine Kriegsverbrecher. Wir haben »Nie wieder!« geschworen und Israel ist als Staat für unseren Schwur verantwortlich. In Deutschland heißt es: »Nie wieder Krieg«. Für uns heißt es: Niemals wieder werden wir erneut wehrlose Opfer des Judenhasses sein. Das müssen auch die Deutschen akzeptieren.
    Weil sie diejenigen waren, die uns zu Opfern gemacht haben. Die besondere historische Verantwortung verpflichtet die Deutschen, sich für die Verteidigung Israels einzusetzen.“

    Aber der deutsche Hochmut ist unersättlich und empört, dass die Juden das „Nie Wieder“ anders auslegen wie es die Herrenrasse vorschreibt und für Leute manche Deutsche sind und bleiben die Juden immer die Schuldigen. Ob es das eigene Leiden oder das Elend der Anderen ist.

    Abschließend empfehle ich das Auschwitz Album:
    http://www1.yadvashem.org/yv/en/holocaust/index.asp

  39. Jane hat es erfasst, die linken Antisemiten, denen jeder Verbündete recht ist, auch wenn er noch so reaktionär, noch so menschenfeindlich ist, wenn es nur gegen Israel geht, die werden Opfer einer diffamierenden Rhetorik.
    Hier ein bemerkenswerter Artikel aus Jerusalem Post zu Judith Butler

    Jerusalem Post Thursday Aug 30, 2012

    Judith Butler and the politics of hypocrisy
    by Petra Marquardt-Bigman
    German prize award committees seem to have a weak spot for outspoken Jewish critics of Israel:… Now it is the turn of Judith Butler, an American philosopher and professor in the Rhetoric and Comparative Literature departments at the University of California, Berkeley, who will receive the prestigious Theodor Adorno Prize on September 11 in Frankfurt.

    To be sure, the Adorno Prize is awarded to “acknowledge outstanding performances in the fields of philosophy, music, theatre and film” – which is to say that it is Butler’s academic work, and not her political activism that are being honored with the prize. However, it is obviously Butler’s academic fame and her status as the “reigning queen” of Queer Studies that make her activism very valuable to her political allies in the BDS-movement that targets Israel. Critics who argue that it is therefore disingenuous to pretend that Butler’s contribution to philosophy can be honored irrespective of her political activism obviously have a point.

    There are indeed several problematic political implications of honoring Butler with the Adorno Prize. First and foremost, it has to be noted that, while we cannot know how Adorno would feel about Israel now, we do know that he was very concerned about the antisemitic and anti-Zionist tendencies that became acceptable and even fashionable on the left in the 1960s. At the beginning of the Six-Day-War in 1967, Adorno expressed great alarm about the danger Israel faced and explicitly stated that he hoped that Israel would prove militarily superior to the Arabs. Shortly before his death in 1969, he worried that the open hostility to Israel displayed by the student movement might indicate fascist tendencies. [See: Stephan Grigat, Befreite Gesellschaft und Israel: Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Israel; a shorter version is: Kritische Theorie und Israel: Adorno, Horkheimer und Marcuse über den Zionismus]

    It is therefore hard to imagine that Adorno would have been anything but horrified by Judith Butler’s view that “understanding Hamas, Hezbollah as social movements that are progressive, that are on the Left, that are part of a global Left, is extremely important.” While Butler also emphasized that there were “certain dimensions of both movements” that were problematic and that she herself was firmly committed to “non-violent politics,” she also eventually clarified that in her view, Hamas and Hezbollah qualified as “left” because “they oppose colonialism and imperialism.”

    How completely inane this view is will be readily apparent to anyone who has ever glanced at the Hezbollah or Hamas Charters, and there is arguably a strong case to be made that somebody who is able to see anything “progressive” in groups that define themselves in the most reactionary religious terms and advocate an unbridled Jew-hatred should automatically be disqualified from winning a prize named after Adorno.

    Unsurprisingly, Butler has reacted to criticism of her views regarding Hamas and Hezbollah by complaining that her remarks “have been taken out of context.” She mainly emphasizes now that she has “always been in favor of non-violent political action” and explicitly declares: “I do not endorse practices of violent resistance and neither do I endorse state violence, cannot, and never have.”

    But it is arguably revealing that Butler chose the Mondoweiss website to publish her most recent rebuttal. Surely an academic of her standing had many other choices and did not have to turn to a site that has often been criticized for hosting antisemitic posts and comments as well as antisemitic cartoons? On such a site, it is somewhat strange to read Butler’s lament:

    “For those of us who are descendants of European Jews who were destroyed in the Nazi genocide (my grandmother’s family was destroyed in a small village south of Budapest), it is the most painful insult and injury to be called complicitous with the hatred of Jews or to be called self-hating.”

    And how come that somebody who evokes such a family history has nothing to say about the Jew-hatred espoused by Hamas and Hezbollah, and their acknowledged ideological sponsors, the Muslim Brotherhood and the Iranian regime?

    How come that somebody who evokes such a family history would eloquently speak out in favor of boycotting Israeli universities, but would have no problem to lecture at Birzeit University, which has a well-earned reputation for fostering extremism? One former student of Birzeit University is Ahlam al-Tamimi, the exceedingly proud collaborator in the Sbarro restaurant suicide bombing whose release in exchange for Gilad Shalit was publicly celebrated by the Islamic bloc at the University of Birzeit.

    Adorno prize winner Judith Butler can only imagine to speak at Tel Aviv university once it is a “fabulous bi-national university,” but she has no problem lecturing at Birzeit University, where Ahlam al-Tamimi* is a much admired celebrity.
    http://blogs.jpost.com/content/judith-butler-and-politics-hypocrisy

    Die Terroristin Ahlam al-Tamimi bekennt sich zu ihrem Anschlag in Jerusalem

    * http://www.youtube.com/watch?v=UFgF6AZvZ6M

    12. Febr. 2012 – 2 Min. – Hochgeladen von ziadzoubier
    Released Terrorist Ahlam Tamimi, Takes Pride in the Casualties She Causedby MEMRITVVideos6,860 views ..

  40. @Herr Pfeifer

    diese sogenannten ‚Scholars for Peace‘ (sehr witzig)

    Die Replik von SPME ist schon reichlich spitzfindig.

    Wenn SPME zum Beispiel schreibt, Frau Butler hat die Hamas und die Hisbollah als Linke, soziale Bewegungen benannt, dann zielt der Vorwurf darin natürlich darauf, dass Sie Hamas und Hisbollah unterstützt. Hinterher zu sagen, das haben wir aber nicht gesagt – na gut – dann wurde halt klar gestellt, dass Frau Butler die als Philosphin in Kategorien denkt, die wahrscheinlich reichlich abstrakt sind, dies eben auch nicht getan hat etc. etc.

    Frau Butler bekommt den Preis – da kann auch der Zentralrat und alle anderen Adepten der jüdischen Vorherrschaft im Nahen Osten greinen was sie wollen.

    (und ums mal klar zu stellen – mit ‚jüdischer Vorherrschaft‘ meine ich auf gar keinen Fall ‚die Juden‘ – denn die finden das auch nicht alle toll, siehe Frau Butler oder die Bewohner von Neve Shalom – oder die zahlreichen israelischen-jüdischen IsraelPreisträger, die öffentlich für einen palästinensischen Staat innerhalb der Grenzen von 67 eintreten). Aber natürlich gibt es in Israel auch eine nicht unwesentliche Fraktion, die sich zwar davor hüten würde das so zu bennen, aber natürlich geht es genau darum, im Verhältnis mit den Palästinensern und mit den umliegenden Staaten.

    Die israelische Politik auf Dominanz und nicht auf Frieden und das bekommen nicht nur die Palästinenser, sondern auch die Nachbarn Israels zu spüren, deren Souveränität seltsamerweise routinemäßig verletzt wird, wie z.Bsp.die isr Drohne, welche vor ein paar Tagen über dem Sinai flog und einen vermeintlichen Djihadisten erschoss – oder die Beispiele aus Ahmad Hijazis Artikel hinsichtlich des Libanon, oder die seit Jahren anschwellenden Kriegsdrohungen gegen Iran.

    “You can’t draw comparisons between Israeli blood and Lebanese blood.”

    Dieser rassistische Grundtenor – war auch Teilen des Zionismus von Anfang an inne, auch wenn natürlich nicht jeder, der sich nach Israel aufmachte, eine solche Gesinnung hatte, aber wie überall – die Agressiven reißen halt zumeist schnell die Vorherrschaft an sich, das liegt in der Natur der Sache, sie haben weniger Skrupel – und so war es auch mit dem jüdischen Terrorismus, mit einer Politik, die schon in den 20ern die einheimischen Muslime diskriminierte und so ist es bis heute; ob nun Vertreter der Tea-Party, Islamophobe aus Europa ob mit oder ohne Doktortitel – oder Scholars for Peace etc. – Sie alle denken so, sie halten Muslime für Barbaren und geben dauernd beredtes Zeugnis davon ab, so wie auch Sie – deshalb können Sie nicht sehen, was Israel den Menschen in den besetzten Gebieten antut – un deshalb können Sie die Kritik nicht verstehen.

    Ob man das verstehen kann oder nicht, das hat nichts damit zu tun, ob man jüdisch ist oder nicht, oder ob der oder die Kritisierten Juden sind oder nicht.

    Das hat was mit einem ‚erweiterten Ich‘ mit einem ‚Wir’zu tun, das sich nicht auf die ein oder andere Gruppe beschränkt, Juden, Christen, Israelis, Deutsche etc. – sondern das wir und in jedem schlichtweg den Menschen sieht – die überall nur auf dem Weg sind – und so wie die Dinge stehen – bleibt nichts übrig als Israel deutlich zu kritisieren.

    Wär schön, wenn man die zeitlich gegebenen Vorteile, wie die der Pressefreiheit, die eines Rechtsstaats, die eines mehr oder weniger, aber doch ausreichenden Wohlstands dazu nutzt, Gutes zu Wirken für die,die bislang nicht das Glück haben.

    Die allgemein diffamierend Rethorik, der Kolonialismus, der Post-Kolonialismus, die israelische Dominanz – all das tut das Gegenteil.

    Irgend wann wars das dann mit dieser Chance – schade.

    In Israel k̦nnte es jedenfalls problemlos viele NeveShaloms geben Рwarum ist das nicht so?

  41. @Uri Degania

    ja und – nett – ich finde Neve Shalom/Wahat Al Salam auch ganz prima.

    Meinen Sie etwa ich hätte ein Problem damit?

    Das ist absurd. Ich finde das prima und wie ich eingangs schon sagte, die Bewohner und ihr Projekt (ganz gleich ob nun jüdisch oder muslimisch, denn GOTT SEI DANK spielt das dort eine nicht so übergeordnete Rolle) machen das gut so, und das hat meine volle Sympathie und meinen Respekt und es ist mir völlig gleich wer muslimisch oder jüdisch oder sonstwas ist – das spielt bei mir hinsichtlich Kritik, Sympathie, Abneigung oder Einverständnis überhaupt keine Rolle. Ich sehe nur Menschen.

    Würde ich gerne mal hinfahren.

    Meinen Sie denn, dass Ihre Videos irgend eine ‚Antithese‘ zu dem sind, was ich sagte.

    Mal unabhängig vom friedlichen Zusammenleben, was in einem demokratischen, modernen Rechtsstaat eigentlich nicht so eine Sensation sein sollte, wie es leider in Israel ist – lebt man ja auch in Neve Shalom nicht in einer abgeschlossenen Monade des Friedens sondern ist auch darüberhinaus in Sachen Besatzungspolitik und Friedensarbeit unterwegs.

    Und dazu gehört auch Kritik an der israelischen Politik.

    Hätte ich Ahmad Hijazis Text kopiert und fälschlich mit meinem Namen ettikettiert – dann würden Sie alle wieder im Chor ‚Antisemitismus‘ und ‚Lügen‘ schreien.

    Sie sind es,die voller Ressentiments sind, die sich ihre Welt in ein paar Schubladen eingerichtet haben und dann auf Knopfdruck reagieren und alles schön praktisch ettiketiert haben, damit blos keine Irritation aufkommt, ganz unabhängig davon was tatsächlich drin ist. Damit wollen Sie sich dann doch lieber nicht ernsthaft auseinandersetzen.

    Man macht ein bischen in Frieden (damit meine ich jetzt Sie)- aber man rüttelt nicht am Status Quo, blos keine Kritik an Israel – das verschafft einem zumindest ein Stück weit Wohlgefühl und man ist immer schön im Konsens – ändert nichts an den Verhältnissen, die alles andere als friedlich sind – und schuld sind immer die Anderen.

    Na ja – gemütlich – nennt man das wohl.

  42. Ok, zwangskranke Antisemitinnen brauchen ihren Raum, um ihren destruktiven Wahn immer wieder neu auszuleben…

    Nun ein paar Filme über Neve Shalom:

    http://www.youtube.com/watch?v=3MnB1piaDHw (ab Minute 4:30)

    http://www.youtube.com/watch?v=dbGShNurVPc

    http://www.youtube.com/watch?v=KHdMpOKnzLg

    http://www.youtube.com/watch?v=tIDe_uPe67I&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=q6KhloixHGc&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=XwhGkN7CYEI&feature=related

    Und hier noch eine acht Jahre alte haGalil-Rezension zum Buch von Evi Guggenheim-Shbeta und Eyas Shbeta: Oase des Friedens. Wie eine Jüdin und ein Palästinenser in Israel ihre Liebe leben. München 2004 (Heyne Verlag). Evi (eine gebürtige Schweizer Jüdin) und ihr Ehemann Eyas (ein palästinensischer Israeli) gehören zu den Begründern von Neve Shalom:
    http://test.hagalil.com/01/de/index.php?itemid=1341
    Das Buch sei weiterhin empfohlen.

  43. AKADEMIKER FÃœR FRIEDEN IM NAHEN OSTEN –
    SEKTION DEUTSCHLAND SPME-GERMANY e.V.
    STELLUNGNAHME
    Prof. Butlers Erwiderung auf SPME spricht für sich
    SPME Germany, die deutsche Sektion der „Akademiker für Frieden im Nahen Osten“ (Scholars
    for Peace in the Middle East ) veröffentlichte am 15. August 2012 unter der Überschrift:
    „Wer Israel boykottiert, kann nicht Adorno-Preisträgerin sein“ eine Stellungnahme, die die
    geplante Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an Prof. Dr. Judith Butler kritisiert.1 Am
    26. August 2012 zitierte die “Jerusalem Post“ aus unserer Erklärung; am 27. August 2012
    veröffentlichte Prof. Butler eine Erwiderung, in der sie besonders SPME für unwahre Behauptungen
    über ihre Person verantwortlich macht. Die ZEIT hat in ihrer jüngsten Ausgabe
    diese Antwort dokumentiert.2 Hierzu stellt der Vorstand von SPME Germany fest:
    1. SPME Germany begrüßt die öffentliche Diskussion, die die geplante Verleihung des
    Adorno-Preises an Prof. Butler ausgelöst hat. In Deutschland muss die Verleihung einer hohen
    öffentlichen Auszeichnung an eine Person, die sich für den Boykott jüdischer Institutionen
    in Israel engagiert, Widerspruch auslösen. Wir wünschen uns, dass diese Diskussion
    nicht auf Grundlage von Unterstellungen sondern auf der Basis nachprüfbarer Fakten geführt
    wird.

    2. Prof. Butler schreibt: „Mir wird vorgeworfen, dass ich Hamas und Hisbollah unterstütze
    (was nicht stimmt), dass ich die Kampagne ‘Boycott, Divestment and Sanctions‘, kurz BDS,
    unterstütze (was mit Einschränkungen stimmt) und dass ich antisemitisch bin (was völlig
    falsch ist).“ Es findet sich in unserer Erklärung keine Zeile, die Prof. Butlers Anschuldigung,
    wir hätten sie als Antisemitin bezeichnet, stützt. Wir haben auch nicht geschrieben, dass
    Prof. Butler die Hamas und Hisbollah unterstützt, sondern erklärt, dass sie diese als „linke
    Bewegungen“ betrachtet, wenngleich sie deren Taktiken „nicht unterstütz(t)“. Prof. Butler
    präsentiert sich als Opfer von Vorwürfen, die SPME niemals erhob.
    Es geht uns nicht darum, Kritiker der israelischen Regierungspolitik mundtot zu machen, wie
    Prof. Butler unterstellt. Es geht uns darum, dass eine Professorin, die dazu aufruft, Universitäten
    und andere staatliche Einrichtungen in Israel zu boykottieren, keinen Adorno-Preis erhält.

    3. Prof. Butler behauptet, dass unsere Stellungnahme „Teil einer innerjüdischen Auseinandersetzung“
    sei und schreibt: „Wenn eine Gruppe Juden eine andere Gruppe Juden als ‘antisemitisch‘
    bezeichnet, dann versucht sie, das Recht, im Namen der Juden zu sprechen, zu
    monopolisieren.“ Tatsache ist, dass der Vorstand von SPME Germany derzeit ausnahmslos
    aus nichtjüdischen Akademikerinnen und Akademikern besteht. Auch die übrigen Aussagen,
    die Prof. Butler über SPME macht, treffen nicht zu. SPME ist weder eine rechtslastige noch
    eine australische oder kalifornische Organisation und auch keine, die den Islam für antisemitisch
    erklärt. Wir fragen uns, was Prof. Butler dazu veranlasst, mit derart ungeprüften Aussagen
    an die Öffentlichkeit zu gehen.

    4. Wir bedauern, dass es Prof. Butler trotz vielfach geäußerter Kritik unterließ, ihre Positionen
    zum Nahostkonflikt zu überprüfen. Stattdessen betont sie in ihrer Erklärung, auch künftig
    die „Boykott, Divestment, and Sanctions“ – Bewegung gegen Israel „in einer sehr bestimmten
    Weise“ zu unterstützen. Erneut bezeichnet sie auch die Hamas und die Hisbollah, die sie
    weder unterstütze noch akzeptiere, als „Teil der globalen Linken“. Frau Butler beteuert, als
    Nahost-Aktivistin „zu keiner der beiden Organisationen je Stellung bezogen“ zu haben. Wer
    als prominente Nahost-Aktivistin zum Antisemitismus und zum Terror dieser Gruppen
    schweigt, hat einen wesentlichen Aspekt der Philosophie Theodor W. Adornos nicht verstanden.
    Prof. Butler hat sich mit ihrer Erwiderung weiter diskreditiert. Wir fordern die Stadt Frankfurt
    auf, ihre Entscheidung, den Adorno-Preis an eine Wissenschaftlerin zu verleihen, die den
    Boykott Israels unterstützt, zu überdenken.
    Prof. Dr. Ralf R. Schumann, Dr. Matthias Küntzel, Dr. Nikoline Hansen
    für den Vorstand von SPME Germany
    Berlin, den 31.8.2012

    1 http://spme.net/articles/8815/7/27/SPME-ERKL%C3%84RUNG-ZUR-VERLEIHUNGDES-
    ADORNO-PREISES-AN-JUDITH-BUTLER.html
    2
    http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-­‐08/judith-­‐butler-­‐kritik-­‐israel-­‐antwort
    .
    Die
    englische
    Orginialversion
    des
    Artikels
    erschien
    hier:
    http://mondoweiss.net/2012/08/judith-­‐butler-­‐responds-­‐
    to-­‐attack-­‐i-­‐affirm-­‐a-­‐judaism-­‐that-­‐is-­‐not-­‐associated-­‐with-­‐state-­‐violence.html
    Promoting Academic Integrity and Honest Debate
    1. Vorsitzender und Sprecher des Vorstands:
    Prof. Dr. med. Ralf R. Schumann
    Institut für Mikrobiologie und Hygiene
    Charité-Universitätsmedizin Berlin
    Hindenburgdamm 27, 12203 Berlin

  44. Stellungnahme der jüdischen Philosophin Judith Butler zum Vorwurf durch den Zentralrat, sie sei eine Antisemitin und ‚moralisch verderbte‘ Israelhasserin:

    Es ist falsch, absurd und schmerzlich, wenn irgendjemand behauptet, dass diejenigen, die Kritik am israelischen Staat üben, antisemitisch oder, falls jüdisch, voller Selbsthass seien. Man versucht, diejenigen, die eine kritische Auffassung vorbringen, zu dämonisieren und so ihre Sichtweise zu diskreditieren. Es handelt sich um eine Taktik, die darauf abzielt, Menschen zum Schweigen zu bringen: Was immer man sagt, es ist von vornherein abzulehnen oder so zu verdrehen, dass die Triftigkeit des Sprechakts geleugnet wird….

    Es hat mich alarmiert, wie viele Juden in den Vereinigten Staaten versuchen, ihr Judentum zu leugnen, weil sie über die israelische Politik bestürzt sind, zu der etwa die Besetzung, die Praxis der Haft auf unbestimmte Zeit und die Bombardierung ziviler Ziele im Gazastreifen gehören. Diese Juden glauben irrtümlicherweise, dass der Staat Israel das Judentum unserer Zeit repräsentiert und dass man, wenn man sich als Jude begreift, Israel und seine Vorgehensweise zu unterstützen hat….

    Auf der einen Seite also glauben Juden, die Israel kritisieren, womöglich, dass sie keine Juden mehr sein können, wenn Israel für das Judentum steht. Auf der anderen Seite setzen auch jene, die jeden Israelkritiker niederzuringen versuchen, Judentum und Israel gleich, was zu dem Schluss führt, dass der Kritiker antisemitisch oder, falls jüdisch, voller Selbsthass sein muss. Mein wissenschaftliches und öffentliches Bestreben ist es immer gewesen, diese Fessel abzustreifen….

    Mir ist klar, dass die Wogen der Erregung, die in diesen Fragen so leicht hochschlagen, es sehr schwer machen, miteinander zu reden und einander zuzuhören. Ein paar Worte werden aus dem Zusammenhang gerissen, ihre Bedeutung wird verdreht, und dann etikettiert man ein Individuum oder brandmarkt es sogar.

    Das geht vielen so, die Israel kritisieren – man brandmarkt sie als Antisemiten oder gar als Helfershelfer der Nazis; eine Form der Anschuldigung, die dazu dienen soll, die beständigsten und giftigsten Formen von Stigmatisierung und Dämonisierung zu zementieren….

    Man nimmt den Kritiker ins Visier, indem man seine Worte aus dem Zusammenhang reißt und ihre Bedeutung auf den Kopf stellt. Man erklärt seine Auffassungen ohne Rücksicht auf deren Inhalt für nichtig…

    Es ist nur umso schwerer, den Schmerz einer solchen Anschuldigung auszuhalten, wenn man zu bekräftigen versucht, was am Judentum von höchstem Wert für das Nachdenken über die zeitgenössische Ethik ist – einschließlich des ethischen Verhältnisses zu jenen, denen Grund und Boden und das Recht auf Selbstbestimmung vorenthalten werden, zu jenen, die versuchen, die Erinnerung an ihre Unterdrückung lebendig zu erhalten, zu jenen, die ein Leben zu leben versuchen, das es wert ist und sein muss, betrauert zu werden…

    Ich behaupte, dass sich all diese Werte von bedeutenden jüdischen Quellen ableiten, was nicht heißen soll, dass sie sich nur von diesen Quellen ableiten. Angesichts meines geschichtlichen Hintergrunds ist es mir als Jüdin wichtig, mich gegen Ungerechtigkeiten auszusprechen und alle Formen von Rassismus zu bekämpfen. Das macht mich nicht zu einer jüdischen Selbsthasserin. Es macht mich zu jemandem, der ein Judentum bejahen möchte, das sich nicht mit staatlicher Gewalt, sondern mit dem Kampf um soziale Gerechtigkeit auf breiter Basis identifiziert….“

    vollständig unter:

    http://mobil.zeit.de/kultur/literatur/2012-08/judith-butler-kritik-israel-antwort

  45. Etwas möchte ich noch hinzufügen, wenn ich von unehrlicher Verhandlungsführung Israels, der Zionisten spreche, dann meine ich damit die maßgebliche politische Führung, die nicht nur die Welt, sondern auch die eigene Bevölkerung in vielerlei Hinsicht hinters Licht führte.

    Die Heraufbeschwörung einer Bedrohungssituation und die ‚Kunst‘ handfesten Abmachungen aus dem Weg zu gehen, waren Teil des Handwerkszeugs, welches darauf abzielte eine permanente Situation der Spannung zu schaffen und Israel in jeder Hinsicht ‚Handlungsspielraum‘ ermöglichte.

    Dass Juden nicht per se darauf aus waren, ihr Land immer weiter zu vergrößern, sondern viele vor allem in Frieden leben wollten (jedenfalls früher) ist mir auch klar – aber die politische Klasse, nicht wenige Repräsentanten in den 50ern ehemalige Terroristen, trieb diesen Plan von Anfang an voran – und das ist mittlerweile sehr gut belegt.

  46. „welche islamophobe Hetze werfen Sie mir denn vor?
    Werden Sie doch konkret, wenn Sie das können.“

    Beispiele:

    „Es sind nicht die Siedlungen das Problem, sondern die Tatsache, dass man auf der arabischen Seite auf eine verlogene “Narrative” besteht, wonach die Juden das einzige Volk auf Erden sind, die kein Recht auf Selbstbestimmung haben, deren Staat, der im Nahen Osten als Muster eines Erfolgs gelten könnte, prinzipiell delegitimiert wird.“ (verlogen ist das zionistische Narrativ und dass auch isr.Historiker dazu beitrugen, dass diese mehr und mehr aufgedeckt werden und wurden macht deutlich, dass vieles jahrzehnte lang in einem falschen Licht dargestellt, und die palästinensische Sicht der Dinge unterdrückt und kaum gehört wird)

    „weil die Annäherung nur in Israel oder in Gebieten stattfinden kann, die von der israelischen Armee kontrolliert werden “ (Diese Art der Anmaßung und der Missachtung z.Bsp. der Arabischen Friedensinitiative, diese Art Bevormundung in einer Art Eltern/Kind, Lehrer/Schülerverhältnis ist ein grundlegendes Problem im isr. Mindset, ohne Anerkennung der Muslime ist eine Annäherung völlig unmöglich und im Kontext der Bevormundung wird sie niemals irgend welche Früchte tragen)

    „If you put in the context of the one-hundred-year-old Arab war against Zionism and the culture of anti-Semitism and fomenting of hatred against Israel that is mainstream culture among Palestinians as well as other Arab countries like Egypt or Muslim lands like Iran, it is hardly surprising that a small minority of Israelis would wind up mirroring those deplorable sentiments.“ (Ohne den Kontext der israelischen Gewalt gegen Muslime, die ethnische Säuberungen, ohne den jüdischen Terror seit 1936, der sich jahrelang gegen muslimische Zivilisten richtete, ist das natürlich ‚gar nicht zu verstehen‘)

    „The real story here is not that a minority of Jews have fallen prey to the same sort of hatred that predominates the mainstream discourse among Arabs but that most have not“ (die Menschen sind seltsamerweise tatsächlich nicht dankbar dafür, keinerlei Rechte zuhaben und bestohlen zu werden)

    „Let’s also remember that violence against Jews in the West Bank is routine. Stone throwing at cars (which sometimes result in fatal crashes), shooting incidents and stabbing attacks are the stuff of everyday life there. Arab neighborhoods in Jerusalem or Israeli Arab towns and villages are often no-go zones for Jews in a way that most Jewish cities and towns are not for Arabs.“ (Sie gehen trotzdem gerne hin,mit ihren Schießgewehren, die Siedler tragen dürfen und Palästinenser nicht, geschützt von einem Militär, dass sie, aber nicht die Palästinenser schützt, ja tatsächlich eine alltägliche Bedrohung für Palästinenser darstellt, darüberhinaus sind alle Siedlungen illegal und stehen zu einem guten Teil auf gestohlenem Land, es ist schon sehr dreist sich dann auch noch über mangelnde ‚Gastfreundschaft‘ zu beklagen)

    “ Die Christen in den Gebieten werden – auch wenn ihre Vertreter das nicht wagen zuzugeben – diskriminiert und verdrängt von der muslimischen Mehrheit und wer kann verläßt das Land.“ (ist sehr viel mehr Folge der harten Lebensbedingungen, welche durch die Besatzung alle Palästinenser gleichermaßen trifft, Muslime und Christen, und auch zahlreiche musl. Palästinenser zum Wegzug bewegt/was wohl Sinn der alltäglichen Schikanen durch die IDF ist/ siehe Kairos Dokument)

    „Es gab während der britischen Mandatszeit nicht nur jüdische Einwanderung, sondern auch eine arabische und zwar in der Höhe von einigen Hunderttausenden. Palästinenser sind stolz auf den großen “Märtyrer” Scheich Qassam. Der eine Bande von Räubern und Mördern 1936 anführte.“

    Womit Sie wahrscheinlich mal wieder den alten zionistischen Mythos vom Land ohne Volk für ein Volk ohne Land wiederbeleben möchten, der natürlich völliger Unsinn ist.

    “ Arafat wurde in Camp David und der PA von Olmert weitgehende Friedensangebote gemacht. Die wurden abgelehnt.“

    Arafat hat aber weder Frieden noch eine Lösung, noch Verhandlungen abgelehnt, wie es wohl Ihr Statement fälschlicherweise intendiert – es war einfach ein schlechtes Angebot und natürlich kann er das ablehnen. Handelt es sich um Verhandlungen oder um ein Diktat? Der Umstand, dass die Isrealis daraus Arafats ‚große Verweigerung‘ und die Lüge in die Welt setzten, er hätte die Intifada geplant, verschleiert das dahinter stehende Motiv, dass die Israelis es aus welchen Gründen auch immer, für ihr Vorrecht halten, dem palästinensischen Volks eine sehr schlechte Lösung aufzwingen zu können, welches UNO-REsolutionen und Völkerrecht missachtet und unfaire GEbietstausche 9:1 beinhaltet, sich die Kontrolle über alle möglichen Belange der Palästinenser vorbehalten soll etc. etc. etc. – natürlich ist so ein Angebot ein richtig mieses Angebot und natürlich konnte Arafat das nur ablehnen. Das ist sein gutes Recht.

    „Und es gab eine zweite Intifada, die den Bau eines Sicherheitszauns notwendig machte.“

    Ausgelöst durch die brutalen Niederschlagung palästinensischer unbewaffneter Proteste durch die IDF, die mit dieser Machtdemonstration den blutigen Kreislauf auslöste. Diese blutige Machtdemonstration, die damals den Weltsicherheitsrat auf den Plan rief und in einer Resolution mündete, welche Israel dazu aufrief, das massive Blutvergießen unbewaffneter Protestler einzustellen. Hiermit wollten die Israelis den Palästinenser klar machen, dass sie ihr Angebot anzunehmen haben, auch wenn es grundlegende Merkmale des Völkerrechts und der OsloVereinbarungen missachtete.

    “ Wer jeglichen Kompromiß 1947 ablehnte“

    Den Teilungsplan kann man kaum als ‚Kompromiss‘ bezeichnen, zum einen wurde die palästinensische Seite gar nicht in den Vorgang einbezogen, zum anderen war er auch demographisch, geographisch nicht gerecht – der ganze Vorgang an sich war völlig fragwürdig. Allerdings hätte Israel nach der Niederlage auf Grundlage des Teilungsplanes Frieden mit König Abdullah haben können – Israel wollte aber nichts mehr von dem Teilungsplan wissen. Daher folgten bis zum nächsten Beutezug 18 weitere Jahre in einer reichlich unklaren Situation.

    Es führt zu weit den ganzen historischen Kontext ihrer einseitigen, und verzerrten Darstellung, verzerrt vor allem deshalb, weil Sie die israelische Gewalt und die unehrliche und bevormundende Verhandlungsführung komplett ausblenden, auch die zionistischen Motive werden nicht ehrlich dargelegt, die von Anfang an auf Expansion gerichtet waren und es den Nachbarn bis heute leider völlig verunmöglicht mit Israel in Frieden zu leben. Allen Angeboten von arabischer Seite geht Israel nämlich selbst konsequent aus dem Weg, obwohl diese schon seit den 80ern die Anerkennung Israels innerhalb seiner inernational anerkannten Grenzen vorsehen.

    Wie auch immer – für mich ist es sehr seltsam, wenn ich diese Anteilnahme von Jim und Uri Degania lese, die mich jahrelang auf das allerübelste beleidigen, mit dermaßen viel Dreck bewerfen, dass man wahrscheinlich schon eine ganze Jauchegrube damit füllen könnte, während Ahmad Hijazi in der Grundlage seiner Friedensarbeit und in seiner Anschauung des Konflikts eine Weltsicht zeigt, die meiner in jeder Hinsicht entspricht.

    Ich lese seinen Text über den Libanonkrieg und der könnte in seinen grundlegenden Betrachtungen genauso von mir stammen.

    Wirklich – alles sehr seltsam.

    Hier übrigens das ‚Mission Statement‘ des israelisch-palästinensischen Friedensforums, welchem auch Neve Shalom angehörte und für welches Ahmad Hijazi Ansprechpartner war:

    1) Full respect and implementation for international law which, through the resolutions of the United Nations, has allowed for the birth of the State of Israel and called for the establishment of the State of Palestine;

    2)Respect for and implementation of the peace accords signed since 1993 which permitted the creation of the Palestinian Authority;

    3)Support for the “Two States for Two Peoples” solution with the creation of an independent, viable and sovereign Palestinian State based on the boundaries preceding the 1967 war – including East Jerusalem, an end to all forms of violence, and security for all*;

    4)A balanced and mutually agreed-upon solution to the Palestinian Refugee problem.

    Dem ist nichts hinzuzufügen und entspricht auch voll und ganz meiner persönlichen Zielsetzung in diesem Konflikt, der zu beheben wäre, wenn sich nicht nur Palästinenser dem internationlen Recht beugen (Haben Sie bereits gemacht), sondern auch die Israelis.

    Davon sind wir heute weiter entfernt denn je. Den Israelis ist das Völkerrecht egal.

    • Das was Sie vorbringen Jane ist alles an den Haaren herbeigezogen.

      Das Friedensangebot der arabischen Liga hätte ich übersehen. Wieso das Islamophobie sein soll, das kann nur Jane erklären mit ihrem Axiom: Israel schlecht, Araber gut.
      Warum ist diese arabische Liga nicht fähig einen Frieden im Irak und in Syrien herbeizuführen? Was ist deren Garantie wert?

      Wollen Sie behaupten, dass für das Abfackeln von Kirchen in Ägypten Israel und/oder Zionisten verantwortlich sind?

      Ist Israel für das Abfackeln von Kirchen im Irak verantwortlich?

      In Wirklichkeit stört es Jane, dass ich darauf hingewiesen habe, dass im Nahen Osten vielfach Apartheid herrscht, weil eine Muslima nicht einen Juden oder Christen heiraten darf, der nicht zum Islam konvertiert ist.

      Und weil sie das nicht dementieren kann und dazu auch keine Stellung nimmt kommt sie mit der hanebüchenen Beschuldigung der „Islamophobie“

      Auf Hebräisch gibt es einen Spruch Chaval al hasman. Schade um die Zeit. Und man bräuchte wirklich viel Zeit um jeden Punkt ihrer Mantra hier zu widerlegen. Diese Zeit habe ich nicht.

  47. Jane welche islamophobe Hetze werfen Sie mir denn vor?
    Werden Sie doch konkret, wenn Sie das können.

  48. Was hier geschieht Uri Degania,ist die indirekte und sehr pathetische Instrumentalisierung des Todes eines offenkundig sehr sympathischen, muslimischen Friedensaktivisten und seines Sohns zu dem falschen Eindruck:

    a)Es hätte sich bei ihm um einen der ganz wenigen gehandelt, die friedlich mit Israelis zusammen leben können und wollen, im Gegensatz zu all dem anderen angeblich ‚mordlustigen, arabischen‘ Volk.

    (und nach allem was ich bisher von und über ihn gelesen habe ist dieser Widerspruch absolut in seinem Sinne, was schon aus dem kleinen von mir verlinkten Text hervorgeht, dessen zugrunde liegende Wahrnehmung übrigens in jeder Hinsicht der meinen entspricht).

    und

    b) die übliche islamophobe Hetze gegen Muslime und gegen alle, die sich mit ihnen solidarisieren, der weder Sie noch Jim widerpsrechen möchten und der Sie natürlich nichts anderes als Antisemitismus sehen wollen und können.

    Ich gehe auch mal davon aus, dass Sie mit ‚Instrumentalisierung‘ nur mich, nicht aber die islamophobe Hetze des von Ihnen geschätzten Herrn Pfeifer meinen,die ich eben auch nicht so stehen lassen mag und zwar auch aus Gründen der Pietät.

    Wer sich alleine den kleinen Text durchliest, mal abgesehen von dem Link zum vollständigen Text von Ahamd Hijazi, dem sollte klar sein, dass DAS mehr als unpassend ist und sicher nicht in seinem Sinne ist.

    Dass Hijazi seine Arbeit eine Herzensangelegenheit war, ist klar – in einem Artikel, der über seinen Tod und den seines Sohnes informiert, indirekt wieder den üblichen anti-muslimischen Ressentiments mehr (Uri Degania) oder weniger subtil (Herr Pfeifer) Raum zu geben – finde ich zum …

    Ansonsten gibts wohl nichts besseres womit Sie den Toten ehren können, so Sie wollen, als sich mit seiner Arbeit auseinander zu setzen. Dazu gibt es Material von Neve Shalom, von Ahmad Hijazi und anderen…

    Ich wünsche viel Erfolg beim lesen der Lektüre und dem vielleicht doch irgend wann mal einsetzenden Vermehren der Erkenntnisse

    http://nswas.org/spip.php?article675

    Und bitte schieben Sie jetzt nicht wieder ein Kind vor.

  49. Herr Pfeifer -ich habe hier ein paar Links reingestellt, die ähnliche Arbeit wie Neve Shalom leisten – Arbeit die notwendig ist, von der es zu wenig, aber doch mehr, als Sie sich einreden wollen gibt, und zwar genauso auf palästinensischer Seite.

    Das rief mal wieder all die üblichen Leute mit all ihren üblichen Gehässigkeiten auf den Plan –

    Es gibt auch andere Friedensaktivisten wie ihn, einen fraglos progressiven, sympathischen Mannes und seinem niedlichen leider viel zu früh verstorbenen Sohns.

    Hätte er keinen israelischen Pass, er würde möglicherweise unter irgend einem fragwürdigen Vorwand in einem israelischen Gefängnis darben, so wie es anderen auch gewaltlosen Friedensaktivisten aus Palästina geht.

    Ich habe all die islamophobe Hetze gelsen, die Sie bei dieser Gelegenheit wieder verbreiteten, was ich schon ziemlich unpassend finde.

    Was dazu wesentlich ist,habe ich hier gesagt und es ist schon kurios worin Sie darin irgend eine ‚Lüge‘ sehen wollten.

    Ansonsten immer gerne wieder – in einem anderen Thread.

  50. Selbst den Tod von zwei Menschen dazu instrumentalisieren, um antisemitische Propaganda zu betreiben. Wie abstoßend:

    29. August 2012 – י״א באלול תשע״ב at 14:45 · Reply
    حزنت كثير عندما سمعت ان ادم وابيه قد مات. انا كنت معه في الجان نحن كنا اصدقاء .اتمنى للام الحياه الطيبة
    لسعيدة والطويلة لانني حزنت على الام لانى فقد الجوز ولاابن صعب كثير.لحظة نسيت ان اقول من انا انا لارا براون صديقة ادم وعمري 8 سنين

    Lara Braun ist acht Jahre alt.

    Schade, dass selbst ein so tragischer Unfall und die damit verbundene Trauer um teure Menschen fuer manche Kommentatoren nur als Plattform fuer politische Agitation dient.
    Wir trauern um Adam und seinen Vater

    (Tatjana und Alex, Laras Eltern)

  51. Jane hören Sie doch auf uns hier zu erklären, wie schlecht die arabische Minderheit in Israel integriert ist.
    Übelegen Sie einmal all die Lügen, die auch Sie hier verbreitet haben über die ethnische Säuberung.
    1) Es gab während der britischen Mandatszeit nicht nur jüdische Einwanderung, sondern auch eine arabische und zwar in der Höhe von einigen Hunderttausenden. Palästinenser sind stolz auf den großen „Märtyrer“ Scheich Qassam. Der eine Bande von Räubern und Mördern 1936 anführte. Der kam aber als 38 jähriger Syrer in das britische Mandatsgebiet.
    2) Während kein einziger Jude, auch kein orthodoxer, antizionistischer im von Arabern verwalteten Gebiet des Landes bleiben konnte, blieben im jüdischen Staat 150.000
    Heute sind mehr als 20 Prozent der Bevölkerung Israels Araber.
    3) Wer jeglichen Kompromiß 1947 ablehnte, und noch nach dem Sechstagekrieg 1967 auf die drei NEIN von Khartum bestand und noch heute den jüdischen Staat delegitimieren möchte, darf sich nicht über das Mißtrauen der israelischen Bevölkerung wundern.
    4) Nach all dem Terror gegen Israel, bei all der antijüdischen Hetze, wobei die intelligenteren das Wort Juden mit Zionist ersetzen, ist es ein Wunder, dass in Israel Juden und Araber friedlich zusammenleben.
    5) Arafat wurde in Camp David und der PA von Olmert weitgehende Friedensangebote gemacht. Die wurden abgelehnt.
    Und es gab eine zweite Intifada, die den Bau eines Sicherheitszauns notwendig machte.
    6) Die Christen in den Gebieten werden – auch wenn ihre Vertreter das nicht wagen zuzugeben – diskriminiert und verdrängt von der muslimischen Mehrheit und wer kann verläßt das Land.
    7) Man muß nur ein Blick in die arabischen Länder werfen und man weiß was Juden passieren würde, wenn sie eine Minderheit wären wie die Kopten in Ägypten, die Christen in Syrien und im Irak.
    8) Und selbstverständlich haben so gute Menschen wie Jane kein Wort dazu verloren, dass die Muslime es einer Muslima im Nahen Osten nicht gestatten einen Juden oder Christen zu heiraten, bzw mit einem nicht konvertierten Juden oder Christen zusammenzuleben. Doch all diejenigen, die sich den Mund über israelisches Apartheidsystem zerreissen schweigen dazu, warum wohl?

  52. Bei dieser Gelegenheit, ist es wohl kaum unangebracht,auf dieser öffentlichen Plattform, an die politische Arbeit von Ahmad Hizaji zu erinnern:

    „..Finally, I would like to address a speech made by John Bolton, [then] US Ambassador to the United Nations, in a debate on the Second Lebanon War. Bolton said: “You can’t draw comparisons between Israeli blood and Lebanese blood.” When I heard this, I thought – in my innocence, and despite my acquaintance with US and Western policy on the Israeli-Arab question – that this repulsive and racist statement by Bolton would create a furor, an uproar, and possibly lead to his resignation or his being fired from his post. But no. No uproar, no resignation, no firing. What was said, was said, and was heard, and met with silent assent.

    That statement, for me, sums up the essence of the conflict in the Middle East and the policy of the West toward it. Arab blood, Arab lives, and Arab deaths are worth less.

    This is the policy of the United States in the region, and the policy of its allies and delegates among the Arab leaders and the other Arab countries, with minor differences. Try to imagine what would happen if some leader were to come out with a statement saying the same thing in reverse.

    This is the thread that ties together Gaza and Beirut, Iraq and Syria, the Gulf and Mauritania.

    The Arabs – who, unlike their leaders, are not dependent on or propped up by the West, or led by the US – the Arabs see, feel, and pay the price for this duality. The Arab nation sees the double standard, in general and in moral terms, of the rest of the world’s leaders with regard to the Arab-Israeli question“

    Ahmad Hijazi – 10. April 2007 – vollständig unter:

    http://nswas.org/spip.php?article675

  53. حزنت كثير عندما سمعت ان ادم وابيه قد مات. انا كنت معه في الجان نحن كنا اصدقاء .اتمنى للام الحياه الطيبة
    لسعيدة والطويلة لانني حزنت على الام لانى فقد الجوز ولاابن صعب كثير.لحظة نسيت ان اقول من انا انا لارا براون صديقة ادم وعمري 8 سنين

    Lara Braun ist acht Jahre alt.

    Schade, dass selbst ein so tragischer Unfall und die damit verbundene Trauer um teure Menschen fuer manche Kommentatoren nur als Plattform fuer politische Agitation dient.
    Wir trauern um Adam und seinen Vater

    (Tatjana und Alex, Laras Eltern)

  54. Herr Pfeifer –

    die Separation in den besetzten Gebieten ist der israelischen Besatzungspolitik und der israelischen Verwaltung geschuldet,die konsequent Menschen muslimischen Glaubens enteigent und vertreibt und durch jüdische Ansiedlung ersetzt; großzügig völkerrechtswidrig Baugenehmigungen an Juden erteilt, und sie der einheimischen Bevölkerung, selbst auf eigenem Grund, vorenthält.

    So lange Israel Palästinenser vertreibt und enteigent, wäre es auch verfrüht zu erwarten, dass Palästinenser zusätzlich auf dem wenig verbliebenen Grund noch mehr Israelis dulden sollten.

    Dies kann kein Thema sein, bevor es einen palästinensischen Staat gibt.

    Tatsache ist, Arafat hat in Erwartung eines palästinensischen Staates den jüdischen Siedlern angeboten im zukünftigen Palästina zu bleiben, und dann Palästinener zu werden. Damals waren es aber nicht so viele wie heute.

    Unerstellen Sie mir auch nicht, ich würde die Menschenrechtsverletzungen in den arabischen Ländern nicht sehen – natürlich sehe ich sie, ich weiß nur nicht aus welchem Grund sie die Besatzung und Besiedelung legitimieren sollten.

    Tatsache ist – Israel hat 20% muslimische Bürger, aber die sind im eigenen Land nicht wirklich gut integriert.

    Es gibt kaum gemeinsame Schulen für Araber und Juden, daher war NeveShalom/Wahat Al Salam ja etwas besonderes.

    In Israel gibt es immer mehr Initiativen, die jüdische Mädchen davor warnen mit arabischen Israelis auszugehen, es gibt Kamapgnen nicht an Araber zu vermieten, Avigdor Lieberman, der Außenminister möchte die Araber gerne komplett separieren,. Ein Richter veruteilte einen Araber, der mit einer Jüdin einvernehmlich geschlafen hatte zu einer Gefängnisstrafe wegen Vergewaltigung, weil er ihr vorgegaukelt hatte er sei Jude.

    „Der 34-jährige Autor und Satiriker Sayed Kashua – ein israelischer Araber, der sich in Büchern, Artikeln und TV-Shows an ein mehrheitlich jüdisches Publikum wendet – machte sich schon 2009 im profil-Interview Sorgen: „Ich glaube, die Israelis werden auch deshalb rassistischer, weil sie frustriert sind. Es wird immer deutlicher, dass es zu keiner friedlichen Lösung mit den Palästinensern kommen kann … Je mehr Siedlungen gebaut werden, umso kleiner wird die Chance auf Frieden.““

    http://www.profil.at/articles/1101/560/285921/kein-platz-araber-der-rassismus-staatsbuerger

    Dass es so zu keiner friedlichen Lösung kommen kann ist nicht weiter schwer nachzuvollziehen, das war schon lange abzusehen und so lange immer neue Baugenehmigungen für Isrealis in den besetzten Gebieten ausgestellt werden, braucht man in Israel über eine Friedensperspektive gar nicht nachdenken.

    Wer selbst das nicht kritisiern mag, dem steht dies frei – das ist nicht jedermans Sache; wer sich allerdings agressiv daran beteiligt jene zu diffamieren, die klar und deutlich die Destruktivität dieses Kurses aufzeigen, arbeitet demselben letztendlich zu.

    Mit Geduld, Nachsicht, Diplomatie und netten Reden ist dieser Politik nicht beizukommen.

    Dafür hat sie sich schon allzu lange, allszu sehr etabliert und die Internationale Gemeinschaft hat es damit schon lange versucht. Es nützt aber nichts.

    Daher bleibt letztendlich nicht viel übrig, als die verfehlte Politik und die systemimmanenten Missstände, die sich für die Palsätinesner grausam und grotesk gestalten, klar zu benennen und gegebenenfalls Konsequenzen daraus zu ziehen. Das ist nicht nett, das ist nicht schön, es ist beschämend für Israel – es ist aber alles was da zu tun bleibt und es war in der Geschichte eben mitunter immer wieder auch hilfreich klar Stellung zu beziehen – so ist die Apartheid in Süd-Afrika auch nicht durch nette Worte, sondern durch Sanktionen und deutliche Kritik und die damit einhergehende Ausgrenzung zu Fall gekommen, natürich nicht Süd-Afrika selbst, sondern das Apartheid-REgime und heute ist Süd-Afrika ohne Apartheid ein anders und ein international sehr beliebtes Land. Da konnte sich was entwickeln – ohne die deutliche Kritik und die damit einhergehende Ausgrenzung, hätte sich das Apartheids-Regime sicherlich noch sehr viel länger halten können.

    Übrigens lebten Juden und Muslime vor der Gründung des israelischen Staates weitgehend friedich miteinander. Im Iran tun sie dies auch noch heute (sehr zum Verdruss Israels, in dessen Anti-Iran-Propaganda dieser Umstand leider so gar nicht passt).

    Die Behauptung, das gäbe es nur in Israel, bei allen mitunter schrecklichen Fehlentwicklungen z.Bsp. im Irak, die den endlosen Kriegszügen und der damit einhergehenden Destabilisierung geschuldet sind, ist schlicht weg Quatsch.

    Die vielen Kriegszüge des Westens, Israels und die Besatzungspolitik werden allerdings mehr und mehr schon seit längerer Zeit zu einer schweren Hypothek in den Beziehungen der islamischen Welt und des Westens, in den Beziehunen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen – zum Nachteil für alle.

    Übrigens hier ein Jude, der von israel die Nase voll hat und nach Betlehem zog. Das wurde im nicht von Arabern, sondern von Israel verboten. Jetzt will er Palästinenser werden:

    “ ..Ein israelischer Ex-Soldat will einem Bericht der Zeitung „Haaretz“ zufolge Palästinenser werden – doch das ist gar nicht so einfach.

    …Sein Leben bei den Palästinensern endete vorerst, als ihn die palästinensische Polizei auf Gesuch der israelischen Behörden festnahm und nach Israel abschob. Polizei und Geheimdienst verhörten den jungen Mann. Vor Gericht wurde ihm vorgeworfen, ein Terrorist zu sein, der die Zerstörung Israels beabsichtige, dann aber wurde er freigelassen.

    …Es kommt sehr selten vor, dass Israelis freiwillig unter palästinensischer Verwaltung leben wollen. Nur einige wenige Fälle sind bekannt, in denen jüdische Israelis diesen Schritt getan haben, die meisten davon haben einen Palästinenser oder eine Palästinenserin geheiratet. Aber auch ein Redakteur der „Haaretz“ selbst ist umgezogen – nach Ramallah, er berichtet von dort.

    ..Abd al-Fatah Hamajel, der palästinensische Gouverneur von Betlehem, sagte, im Prinzip spreche nichts dagegen, Pschenitschnikow die palästinensische Staatsbürgerschaft zu geben. Dies müsse dann aber auf dem üblichen Weg über die Behörden geschehen…, andernfalls könne man nicht für seine Sicherheit garantieren “

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israelischer-ex-soldat-will-palaestinenser-werden-a-839018.html

  55. Die Hasserin Jane macht sich wieder einmal lächerlich. Also so ein Dorf wäre auch dort möglich, wo das israelische Militär das Sagen hat.
    Fakt ist es gibt in den besetzten Gebieten kein gemeinsames Dorf. Fakt ist weiter, während ein Moslem oder ein Christ mit einer Jüdin, die nicht zur Konversion zum Islam gezwungen wird, leben kann, erlauben die Moslems im Nahen Osten nicht, dass ein Christ oder ein Jude, der nicht zum Islam konvertiert, mit einer Muslimin leben kann. Das bedeutet muslimischen Apartheid.
    Christen im Nahen Osten, zum Beispiel Kopten in Ägypten leiden auch deswegen. Weil es oft genug zu Entführungen von koptischen Frauen kommt und weil jährlich tausende koptische Hochschul-Absolventen zum Islam konvertieren, weil sie sonst keinen Posten bekommen würden.
    Aber Jane kennt nur einen Staat im Nahen Osten, wo nichts in Ordnung ist und die Menschenrechte nicht beachtet werden: Israel. Während doch die arabischen Staaten und Gesellschaften Musterbeispiele demokratischer Kultur sind. George Orwell hätte seine Freude mit Jane.

  56. „Und wir sollten dabei auch daran denken, dass solch ein Dorf nur im demokratischen und jüdischen Staat Israel möglich ist.“

    Da stellt sich doch die Frage, warum ein solches Dorf in Israel nicht normal ist, wo der jeder 5. Israeli ein Muslim ist. Und soweit ich weiß, gabs noch nie einen Bürgerkrieg, bestenfalls einen Konflikt mit extremistischen Siedlern.

    Da sollte doch das Zusammenleben von Muslimen und Juden das normalste auf der Welt sein, genauso wie gemeinsame Schulen usw. wie es dies überall auf der Welt in vielen Ländern gibt.

    Die arabischen Staatsbürger Israels sind jedenfalls größtenteils loyale Staatsbürger – auch wenn sie die Besatzung mehrheitlich sicher sehr viel kritischer sehen, als ihre jüdischen Mitbürger.

    Gemeinsame Erziehung der Kinder in gemeinsamen Kindergärten und Schulen, gemischte Viertel und Ortschaften wären jedenfalls ein Schritt hin zu Coexistenz und einer neuen Mentalität, die Frieden den Weg bereiten kann, sollte eigentlich im demokratischen Israel kein Problem sein.

    Neve Shalom sollte ein Beispiel sein, für das was eigentlich als Normalität sein sollte.

    Aus den Rundbriefen von Neve Shalom:

    “Am Samstag, 24.6.12 fuhr eine Delegation von Neve Shalom/Wahat al Salam in das Dorf Jaba bei Ramallah, dessen Moschee bei einem Ãœberfall in Brand gesetzt worden war, um den Dorfbewohnern ihre Solidarität auszudrücken. Durch den nächtlichen Angriff auf den Schule des Friedensdorfes vor kurzem war das Mitgefühl besonders wach. Auch in Jaba hatten die Aggressoren ihre Handschrift mit den gleichen Hassparolen wie an der Schule von Neve Shalom hinterlassen: „Rache für Ulpana, Price Tag“. Der Solidaritätsbesuch einer Gruppe von Juden und Arabern aus Israel, die versuchen miteinander in Gleichberechtigung zu leben, machte in Palästina großen Eindruck.

    (Ja und stellen Sie sich vor:)

    Auch das palästinensische Fernsehen berichtete.“

    (Merke – selbst palästinensische Medien haben ein Interesse an friedlichen israelichen Initiativen und tragen dazu bei, die palästinensische Bevölkerung darüber zu informieren)

    Und weiterhin:

    “Das Gefühl für Mitmenschlichkeit mit den Palästinensern, die unter Besatzung leiden, wurde auch in der Einladung von palästinensischen Kindern aus Hebron zu einem Sommerlager vom 8.- 12. Juli ausgedrückt. Wir hoffen, dass alle Kinder von der Besatzung dazu die Reisegenehmigung erhalten. Die Einwohner der Stadt Hebron leiden unter den sehr aggressiven Siedlern, die sich mitten in der arabischen Bevölkerung niedergelassen haben..“

    Ja – wünschen wir uns doch, dass Neve Shalom Schule macht!

    Dem kann ich mich gerne, mit bestem Gewissen und von ganzem Herzen nur anschließen.

  57. „Let’s also remember that violence against Jews in the West Bank is routine. Stone throwing at cars (which sometimes result in fatal crashes), shooting incidents and stabbing attacks are the stuff of everyday life there. Arab neighborhoods in Jerusalem or Israeli Arab towns and villages are often no-go zones for Jews in a way that most Jewish cities and towns are not for Arabs.“

    Die armen, armen Siedler, hilflos der ‚mörderischen Gewaltkultur‘ der Palästinenser ausgesetzt.

    Die Realität ist eher umgekehrt.

    ‚Breaking the Silence report details soldiers humiliating and torturing Palestinian children and using them as human shields…

    The Israeli veterans‘ organization Breaking the Silence released a shocking new report this morning on the abuse of Palestinian children in the occupied territories.

    The Independent’s report includes many testimonies, devastating stories of incomprehensible humiliation. They open featuring one young man, Hafez Rajabi, 21, who was taken hostage by Israeli soldiers in 2007 when he was a teen.

    Beaten into submission fearing for his life he succumbed to confessing to ’stone throwing‘.

    The report also features a soldier from Breaking the Silence describing the same episode although Hafez had never heard the soldier’s account.

    „We had a commander, never mind his name, who was a bit on the edge,“ the soldier, a first sergeant, testifies. „He beat the boy to a pulp, really knocked him around. He said: ‚Just wait, now we’re taking you.‘ Showed him all kinds of potholes on the way, asked him: ‚Want to die? Want to die right here?‘ and the kid goes: ‚No, no…‘ He was taken into a building under construction. The commander took a stick, broke it on him, boom boom. That commander had no mercy. Anyway the kid could no longer stand on his feet and was already crying. He couldn’t take it any more. He cried. The commander shouted: ‚Stand up!‘ Tried to make him stand, but from so much beating he just couldn’t. The commander goes: ‚Don’t put on a show,‘ and kicks him some more.“

    http://mondoweiss.net/2012/08/shocking-breaking-the-silence-report-details-soldiers-humiliating-palestinian-children-beating-them-using-them-as-human-shields.html

    Hier noch zahlreiche Aussagen israelischer Soldaten, über die willkürliche Gewalt, die die IDF Tag für Tag über Palästinenser ausüben, offensichtlich eine ihrer maßgeblichen Aufgaben (in Anbetracht der Fülle des Materials, und der Kultur der Straflosigkeit, kann man zu keinem anderen Schluss kommen):

    http://www.breakingthesilence.org.il/testimonies/videos/?ci=188

    Schade, dass solch eine tragische Meldung so vielen Zeloten,die doch dauernd in Wort und Tat der Aufrechterhaltung einer Politik zuschreiben, sich an der Dehumanisierung der Palästinenser dauerhaft beteiligen, die den freundlichen und mutigen Absichten der Bewohner des Friedensdorfes, jüdischen, wie muslimischen, doch völlig zuwider sind, solch verlogene Trittbrettfahrer auf den Plan ruft.

  58. „Sie schreiben: “Und wir sollten dabei auch daran denken, dass solch ein Dorf nur im demokratischen und jüdischen Staat Israel möglich ist.“

    @Uri Degania : Falsch –

    sowas ist auch unter Palästinensern in den besetzten Gebieten möglich, und das obwohl die Palsätinenser sehr unter der Besatzung leiden.

    Wie ich schon sagte – gehen Sie doch mal hin – damit Sie dann nicht mehr solche falschen Behauptungen aufstellen.

    Den Link hatte ich Ihnen ja schon zuvor mitgeteilt.

    http://www.tentofnations.org/

    Mit solch diffamierender Parteilichkeit kann man kaum für sich in Anspruch nehmen, ernsthaft an solchen Friedensinitiativen interessiert zu sein.

    Ich halte das eher für Imagepflege. ‚Wir wollen uns doch auch alle mal ein bischen wohl fühlen‘ und uns die rosa Brille nicht von der Nase reißen lassen.

    Die Juden und Araber, die in diesem Dorf zusammenleben sehe ich mit großer Sympathie und mit Respekt.

    Ihre Teilnahme halte ich jedoch für die Heuchelei eines unwürdigen Trittbrettfahrers.

    „Wenn jedoch jemand versucht die Lage so darzustellen, wie das leider viele Linke tun, auf der einen Seite das rassistische Israel auf der anderen Seite die guten arabischen Palästinenser“

    @Herr Pfeifer

    Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass sie das Engangement ‚Linker‘ gar nicht begreifen. Die immer wieder, auch von Ihnen(und von fast allen Zeloten) argumentativ angeführte Behauptung Israelis seien eben ‚gute‘ Menschen, und Palästinenser eben mehrheitlich ’schlechte‘ um nicht zu sagen ‚minderwertige‘ Menschen, ist ein gängis Muster in der Argumentation der Zeloten-Fraktion.

    Aber es ist natürlich ein zutiefst rassistisches Argument.

    Da israel-kritische LInke natürlich einen völlig anderen STandpunkt einnehmen als Sie, erliegen Sie dem Fehlschluss, dass diese Kritik auf der gegenteiligen Annahme, nämlich ‚böses Juden‘ und ‚gute Muslime‘ basiert. Aber das ist Blödsinn. Ãœberhaupt in solchen Kategorien zu denken ist schon der erste Kardinalfehler, der ursächlich ist, für Diskriminierung, Gewlat und Konflikt.

    Als humanistisch denkender Mensch verbieten sich solche Abwägungen von vornherein.

    Worum es geht ist Verantwortung. Und die Verantwortung für eine völlig verfahrene Situation, die unendlich viel Leid über die palästinensische Bevölkerung, aber letztendlich auch über Israelis, bringt – trägt Israel tatsächlich maßgeblich die Verantwortung. Niemand zwingt Israel die WB und Gaza zu besetzen. Es wurde auch nicht von Palästinensern angegriffen und niemand zwingt Israel die Palästinenser permanent zu enteignen, zu vertreiben und einem straflos, anarchistisch agierendem Militär und einer Justiz auszusetzen, die internationalen STandards in keiner Weise genügt und zudem ebenfalls das Völkerrecht missachtet. Israel hat das Gewaltmonopol in diesem Konflikt. Israel ist an Gewaltanwendung alles erlaubt und davon macht es nicht leider wenig Gebrauch. Mit dem Finger auf die Beispiele palästinensischer Gegenwehr zu zeigen ist lächerlich, in Anbetracht der umfassenden Gewalt und Kontrolle, die Israel über die Menschen in den besetzten Gebieten ausübt.

    Es gibt zwei Möglichkeiten – entweder erhalten alle Palästinenser in Gaza und in der West-Bank alle Bürgerrechte und werden israelische Staatsbürger – also die Einstaatenlösung. Oder Israel hört auf die bis dato anvisierte Friedenslösung, basierend auf dem internationalen Recht, im Einklang des Westens, der UNO und der Arabischen Liga (deren Einverständnis ist da, inklusive Iran und PA), die Zweistaatenlösung, zu sabotieren – und macht endlich Platz für einen Staat Palästina NEBEN dem Staat Israel.

    Ohne die ein oder andere Lösung kann Frieden unmöglich entstehen, da die grundlegenden Voraussetzungen dafür fehlen.

    All die Ausreden nützen nichts, die Wiederherstellung einer menschenwürdigen Situation für die einheimische Bevölkerung in Gaza und der WB kann nur ein Anfang für eine Entwicklung hin zum Frieden sein – nicht das Ende, wie es Israel perfiderweise fordert, um jede Lösung auf den SanktNimmerleinstag zu verschieben und sich Dunum um Dunum daran zu bereichern.

    Wenn Sie an Frieden aufrichtig interessiert sind, dann können Sie dies nicht, ohne auch an Gerechtigkeit interessiert zu sein und nicht ohne einen ernsthaften Sinn für Integrität.

    So lange Sie sich nicht dafür einsetzen, dass Israelis UND Palästinenser in Frieden und Sicherheit leben können, nicht dagegen, dass die einen gar keine und die anderen alle Rechte haben, ist dieses ganze Friedensgesäusel hier in diesem Forum doch nichts als Heuchelei, dem eigentlichen Bedürfnis entspringend, sich doch mal selbst auf die Schulter zu klopfen.

    Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an die anti-arabische Grafitti, mit der noch vor kurzer Zeit das Friedensdorf Neve Shalom ‚beehrt‘ wurde.

    Da war dann über Nacht auf vielen Wänden Dinge zu lesen wie:

    ‚Tod den Arabern‘, ‚Rache‘ ‚Grüße aus Uplana‘.

    Slogans solcher Art befanden sich auf zahlreichen Häusern und Autos.

    Ich hoffe, Sie scheuen auch nicht davor zurück, die geistige Strömung, welcher diese Art von Aktivitäten entsprungen sind, beim Namen zu nennen und ihre geistigen Redelsführer klar zu verurteilen. (was ohne klare Konsequenzen durch den israelischen Staat allerdings auch letztendlich nicht viel Wirkung zeigt)

    Aber was soll man von einem Staat erwarten, dessen hochgerüstete Armee sich Tag für Tag, in klarem Bruch mit dem Völkerrecht und den Menschenrechten vor allem so betätigt:

    “Israeli soldiers destroyed, on Tuesday morning, five wells and three tents used by local residents of Zannouta area, in addition to removing two tents in a Khirbit Susya village, south of the southern West Bank city of Hebron.“

    http://www.imemc.org/article/64136

    • „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, der kleine Prinz, „das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Wir Erwachsene, können von der kleinen Lara Braun sehr viel lernen, Uri. Ahmad Hijazi ist zu beneiden, solch eine liebe Freundin zu haben, denke, er war auch so ein besonderer, seltener Mensch.

  59. حزنت كثير عندما سمعت ان ادم وابيه قد مات. انا كنت معه في الجان نحن كنا اصدقاء .اتمنى للام الحياه الطيبة
    لسعيدة والطويلة لانني حزنت على الام لانى فقد الجوز ولاابن صعب كثير.لحظة نسيت ان اقول من انا انا لارا براون صديقة ادم وعمري 8 سنين

    Schade, dass selbst ein so tragischer Unfall und die damit verbundene Trauer um teure Menschen fuer manche Kommentatoren nur als Plattform fuer politische Agitation dient.
    Wir trauern um Adam und seinen Vater

    (Tatjana und Alex, Laras Eltern)

  60. Rassismus ist durch nichts zu rechtfertigen und sollte nicht nur aus zweckmäßigkeitsgründen abgelehnt und bekämpft werden. Das gilt für alle. Wenn jedoch jemand versucht die Lage so darzustellen, wie das leider viele Linke tun, auf der einen Seite das rassistische Israel auf der anderen Seite die guten arabischen Palästinenser, die lediglich Opfer des jüdischen Staates sind, wenn dazu noch Vergleiche mit dem III. Reich oder/und Apartheid-Südafrika kommen, dann hört der Spaß auf.

  61. Ein ergänzender Nachtrag:
    Dieser anrührende Bericht aus Österreich über das diesjährige Peacecamp (eine wunderbare Tradition!)
    http://test.hagalil.com/2012/08/27/peacecamp-4/
    sollte uns ermutigen, Ahmad Hijazis Engagement fortzutragen. Einige der Initiativen dieses Projektes sind übrigens österreichisch-jüdische Psychotherapeuten.

  62. „Jews should do all they can to educate their kids to turn away from hate. But until their Arab neighbors emulate this practice, we shouldn’t be“

    Genau: die Völker des Buches!

    „Bei Kritik an Israel sei der Verweis auf die schlimmeren Zustände in Kairo oder Damaskus der falsche Weg, so der Botschafter in dem Interview: „[W]ir sollten den Vergleich mit Westeuropa nicht scheuen, das sind unsere Partner auf Augenhöhe, deren demokratischen und zivilgesellschaftlichen Kriterien wir uns stellen“.“ Botschafter Hadas-Handelsman

    Und nochmal und nochmal!

  63. Peace Education Must Occur on Both Sides
    Jonathan S. Tobin | @tobincommentary 08.22.2012

    Israelis and Jews around the world are rightly outraged about an attack on Arab teenagers by a group of Israeli Jewish teenage thugs on Monday. The attack is being described as a lynching and the fact that one 15-year-old suspect said of a 17-year-old victim who remains unconscious and hospitalized, “For my part he can die, he’s an Arab” has shocked many Israelis and friends of the Jewish state. The incident, which took part in Jerusalem’s Zion Square and was reportedly witnessed by hundreds of onlookers who were apparently too afraid or too indifferent to intervene has garnered international press coverage and set off a round of soul searching by many who wonder how the seeds of hate could have infected Jewish youth in this manner.Israelis do well to worry about such violence, just as they should be deeply concerned about so-called “price tag” attacks on Arabs by Jews living in the West Bank. But those who are now openly indulging in speculation about Israel’s lost soul or its descent to barbarism need to take a deep breath before jumping to such conclusions. The incident and any such occurrence in which Arabs are subjected to violence in Israel is deplorable and must be punished severely. But the outsized interest in the story has all the hallmarks of the traditional journalist’s dictum about what sells: man bites dog, not dog bites man. Arab violence against Israelis is so common that it takes a horrific mass slaughter or a dramatic attack involving borders and third parties (such as the recent terror attack that came from Egyptian-controlled Sinai) in order for anyone, even Israelis themselves, to take much notice. But the infrequent instances when Israelis succumb to the atmosphere of hatred with which they have been surrounded for a century are treated as not only a very big deal but also a cause for the entire Jewish people to take stock of their moral compass.

    If you put in the context of the one-hundred-year-old Arab war against Zionism and the culture of anti-Semitism and fomenting of hatred against Israel that is mainstream culture among Palestinians as well as other Arab countries like Egypt or Muslim lands like Iran, it is hardly surprising that a small minority of Israelis would wind up mirroring those deplorable sentiments.

    Israelis are, after all, only human. When placed in terrible confrontations or difficult circumstances, it is only natural to lash out at violent enemies or to dehumanize the foe. If you think Americans are immune to such feelings, take a look at any popular American film produced during World War Two and see the way the Japanese are portrayed.

    The real story here is not that a minority of Jews have fallen prey to the same sort of hatred that predominates the mainstream discourse among Arabs but that most have not.

    Let’s also remember that violence against Jews in the West Bank is routine. Stone throwing at cars (which sometimes result in fatal crashes), shooting incidents and stabbing attacks are the stuff of everyday life there. Arab neighborhoods in Jerusalem or Israeli Arab towns and villages are often no-go zones for Jews in a way that most Jewish cities and towns are not for Arabs.

    To state these facts is to neither excuse nor rationalize the Jerusalem attack. Israeli schools already emphasize peace education but that message is often undermined by the knowledge that no such programs are being taught in the West Bank while the Arab media both in the Palestinian areas and in supposedly civilized countries like Egypt are drenched in anti-Semitism. Jews should do all they can to educate their kids to turn away from hate. But until their Arab neighbors emulate this practice, we shouldn’t be http://www.commentarymagazine.com/2012/08/22/peace-education-must-occur-on-both-sides-jewish-israel-violence-arabs/

  64. Lieber Herr Pfeifer,
    wie Sie gewiss bereits vermuten: Meine Grundhaltung ist eine sehr persönliche. Es ist prima, wenn sich „dennoch“ Menschen – wie Sie – finden, die sich immer wieder auf offenkundigen fanatischen Antisemitismus argumentativ beziehen. Ich persönlich finde, dass dies hier ausführlich und oft genug geschehen ist. Das Leben ist kurz. Destruktive Menschen haben häufig die Neigung, ihre eigene Destruktivität in den Seelen anderer Menschen zu implantieren. Nicht jeder Mensch hat ausreichend seelische „Reserven“, sich dies immer wieder „anzutun“.
    Ich beschäftige mich lieber mit konstruktiven, netten Menschen.

  65. Lieber Uri Degania, Sie haben Recht, man wird Leute mit zwanghaften Vorstellungen nicht mit rationalen Argumenten von diesen abbringen k̦nnen. Nur sollte man Рwenn irgendwie m̦glich Рdoch diese rationale Argumente bringen, denn es gibt Leser, die man mit diesen doch zum Nachdenken bewegen kann.
    Israel ist sicher kein perfektes Land wie es Herzl erträumt hatte, aber es ist auch nicht die Hölle, als die uns einige Poster bemüht sind dieses Land vorzustellen.
    Das Problem einer langfristigen Milderung scheitert eben deswegen, weil die Annäherung nur in Israel oder in Gebieten stattfinden kann, die von der israelischen Armee kontrolliert werden und sonst in der arabischen und muslimischen Welt der Antisemitismus und oft auch die Holocaustleugnung aus der Mitte der Gesellschaft kommen.
    Erst unlägst wies ich darauf hin, dass ein von Daniel Barenboim dirigiertes jüdisch-palästinensische Orchester nicht bei einem von der UNO organisierten Konzert in Ostjerusalem auftreten konnte, wegen der Drohungen. Bezeichnend auch für die UNO, die für jeden F… Israel veurteilt, dass sie nicht das Konzert durchführen ließ.
    Es sind nicht die Siedlungen das Problem, sondern die Tatsache, dass man auf der arabischen Seite auf eine verlogene „Narrative“ besteht, wonach die Juden das einzige Volk auf Erden sind, die kein Recht auf Selbstbestimmung haben, deren Staat, der im Nahen Osten als Muster eines Erfolgs gelten könnte, prinzipiell delegitimiert wird.
    Schauen Sie sich an wie eine Karikatur in einer PA Tageszeitung Israel demonisiert
    PA daily cartoon demonizes Israel as a bloodthirsty Jew
    by Itamar Marcus Aug. 24, 2012

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    PA daily cartoon demonizes Israel
    as a bloodthirsty Jew

    by Itamar Marcus

    The official Palestinian Authority daily published a cartoon yesterday that depicts Israel as a demonized religious Jew holding a knife dripping with blood.

    Palestinian Media Watch has documented the ongoing PA policy to demonize and promote hatred of Israel.

    [Al-Hayat Al-Jadida, Aug. 23, 2012]

    The message of the cartoon is to criticize the United States. President Obama is shown reading a newspaper and reassures the Jew that the American media has not reported on the crime he must have committed with the bloodied knife.

    Text on sleeve of Jew: „Israel“
    Text on newspaper: „American media“

    Obama to Jew (Israel) holding a knife dripping with blood:
    „Don’t be afraid. There are no pictures or articles about you.“
    http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=7285

    The cartoon originally appeared in the Al-Khaleej newspaper (United Arab Emirates).

    Ein Blogger hat diese Karikatur ins Englische übersetzt
    http://elderofziyon.blogspot.co.at/2012/08/anti-semitic-cartoon-in-pa-newspaper.html

    Wer eine derartige Hetze betreibt, will keinen Frieden.

  66. @ Uri Degania : völlig passend:: „Ich bin der festen Ãœberzeugung, auch als Psychologe, dass eine langfristige Milderung des “Nahost-Konfliktes” nur über persönliche Begegnungen gelingen kann.“

    hat er doch, persönlich, nochmals gratulierend:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Pfeifer

  67. Lieber Herr Pfeifer,
    Sie schreiben: „Und wir sollten dabei auch daran denken, dass solch ein Dorf nur im demokratischen und jüdischen Staat Israel möglich ist.“
    Wie Sie wissen, sind wir uns da ganz einig. Auch ich weise immer wieder auf die gesellschaftlichen Hintergründe, demokratischen Traditionen hin, die ein solches wegweisende „Experiment“ zur Voraussetzung haben. Aber es ist für mich nicht notwendig, dies an jeder Stelle zu wiederholen. (Wie Sie wissen diskutiere ich, im Gegensatz zu ihnen, nicht mit zwanghaften Antisemitinnen). Ich bin der festen Ãœberzeugung, auch als Psychologe, dass eine langfristige Milderung des „Nahost-Konfliktes“ nur über persönliche Begegnungen gelingen kann. Der leider kürzlich verstorbene große israelische Psychologe Dan Bar-On – an dessen Wirken die von mir geschätzte Alexandra Senfft kürzlich in angemessener Weise erinnert hat (http://www.juedische-allgemeine.de/article/print/id/2152), hat dies in seinen Dialoggruppen immer wieder aufgezeigt.
    Die Bewohner von Neve Shalom/Wahat-al Salom verdienen höchsten Respekt. Der plötzliche, erschütternde Tod
    Ahmad Hijazis – der mitten im Leben stand und als Leiter der Friedensschule immer wieder Brücken geschlagen hat – ist eine fürchterliche Tragödie. Wir sollten dieses mutigen Mannes und seines unschuldigen kleinen Sohnes mit Mitleid gedenken. Wir hätten ihn so sehr gebraucht.

  68. Lieber Herr Pfeifer,
    Sie schreiben: „Und wir sollten dabei auch daran denken, dass solch ein Dorf nur im demokratischen und jüdischen Staat Israel möglich ist.“
    Wie Sie wissen, sind wir uns da ganz einig. Auch ich weise immer wieder auf die gesellschaftlichen Hintergründe, demokratischen Traditionen hin, die ein solches wegweisende „Experiment“ zur Voraussetzung haben. Aber es ist für mich nicht notwendig, dies an jeder Stelle zu wiederholen. (Wie Sie wissen diskutiere ich, im Gegensatz zu ihnen, nicht mit zwanghaften Antisemitinnen). Ich bin der festen Ãœberzeugung, auch als Psychologe, dass eine langfristige Milderung des „Nahost-Konfliktes“ nur über persönliche Begegnungen gelingen kann. Der leider kürzlich verstorbene große israelische Psychologe Dan Bar-On – an dessen Wirken die von mir geschätzte Alexandra Senfft kürzlich in angemessener Weise erinnert hat (http://www.juedische-allgemeine.de/article/print/id/2152), hat dies in seinen Dialoggruppen immer wieder aufgezeigt.
    Die Bewohner von neve Shalom/Wahat-al Salom verdienen höchsten Respekt. Der plötzliche, erschütternde Tod
    Ahmad Hijazis – der mitten im Leben stand und als Leiter der Friedensschule immer wieder Brücken geschlagen hat – ist eine fürchterliche Tragödie. Wir sollten dieses mutigen mannes und seines unschuldigen Sohnes gedenken. Wir hätten ihn so sehr gebraucht.

  69. Wissen Sie Uri Degania, Sie treten mir gegenüber immer als dermaßen strammer Zionist auf, das hättte ich Ihnen ja gar nicht zugetraut.

    Dann können Sie sich sicher auch für andere ähnliche Friedensinitiativen begeistern –

    z.Bsp. das ‚Tent of Nations‘

    „Der palästinensische Christ Daoud Nassar bietet Muslimen und Juden auf seinem Hügel südwestlich von Bethlehem einen Ort der Begegnung. Der aber ist ständig von den Expansionsplänen der Siedler bedroht. Von Peter Münch..“

    „Dr. Mazin Qumsiyeh lehrt und forscht an den Universitäten von Bethlehem und Birzeit im besetzten Palästina. Er ist Vorsitzender des Palästinensischen Zentrums für die Versöhnung der Völker und Koordinator des Volkskomitees gegen Mauer und Siedlungen in Beit Sahour. Unter seinen zahlreichen Publikationen sind insbesondere „Sharing the Land of Canaan: Human Rights and the Israeli/Palestinian Struggle“ und „Popular Resistance in Palestine: A History of Hope and Empowerment“ hervorzuheben–“

    http://www.zeltdervoelker.ch/

    Wenn Sie in Israel sind, dann können Sie das Zelt ja mal besuchen (falls es dann hoffentlich noch steht). Jeder ist willkommen.

    Oder der ‚Parent’s circle‘:

    „Bereaved Families Supporting Peace, Reconciliation and Tolerance

    Parents Circle – Families Forum (PCFF) is a grassroots organization of bereaved Palestinians and Israelis. The PCFF promotes reconciliation as an alternative to hatred and revenge.“

    http://www.theparentscircle.org/

    “Die KAS Ramallah richtete in Kooperation mit IPCRI die Präsentation der Israelischen Friedensinitiative (IPI) aus. Diese von einer Gruppe israelischer ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, Militärangehöriger, Diplomaten sowie Künstler, Unternehmer und Intellektueller unterstützte Initiative bezeichnet sich als der Versuch einer Antwort auf die Arabische Friedensinitiative (API) von 2002, die sie explizit als Verhandlungsrahmen akzeptiert…“

    http://www.kas.de/palaestinensische-gebiete/de/publications/22786/

    Die israelisch-palästinensische Initiative ‚Combatants for Peace‘

    „Die Mitglieder der Organisation ‚Combatants for Peace‘ waren als israelische Soldaten oder palästinensische Befreiungskämpfer Teil der Spirale der Gewalt in Palästina und Israel. Gemeinsam wenden sie sich nun gegen Gewalt und für ein Ende der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete. .“

    http://cfpeace.org/

    „Aus einem Dorf nahe Jenin, dass an der Grenze auf der Linie 1967 liegt, haben am Samstag in Israel palästinensische OneVoice Jugendaktivisten und Einheimische Hunderte von Heliumballons freigelassen, die den Text der arabischen Friedensinitiative tragen, um die Aufmerksamkeit auf diese historische Gelegenheit zu lenken.

    Hunderte von Einheimischen, die Mützen mit Flaggen der Länder, die den regionalen Friedensplan befürworten, beteiligten sich an der Aktivität, die von Jenins Gouverneur und der Gemeinde mitfinanziert wurde, um das Dokuments anlässlich des zehnjährigen Bestehens zu markieren. Sie appellierten an alle Israelis, ihre Politiker dazu zu drängen, die Initiative als Rahmen für die ernsthaften regionalen Verhandlungen zu akzeptieren, um die Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen und zur Beendung des arabisch-israelischen Konflikts. Jenins stellvertretender Gouverneur Ahmad al-Qassam, der Minister für Strafgefangenen-angelegenheiten Ashraf al-Ajrami, Fatah-Sprecher Mahmoud Labadi und andere kommunale Beamte, nahmen ebenfalls an der schlagzeilenträchtigen Veranstaltung teil.“

    http://www.prnewswire.com/bloggers/news-releases/?nrId=149426525

    Gerade auch friedliche, palästinensische Friedensaktivisten werden von Israel oft sehr unter Druck gesetzt und unter fadenscheinigen Begründungen verhaftet. So fordert die ‚Internationale Vereinigung zu einer Verhütung des Atomkriegs‘

    „Offener Brief: Palästinensische Friedensaktivisten freilassen

    …….Uns drängt sich der Verdacht auf, dass Israel mit diesen Verhaftungen das Ziel verfolgt, den Widerstand der palästinensischen Bevölkerung gegen die Siedlungspolitik und den Mauerbau und ihren Einfluss auf internationale politische Entscheidungen zu schwächen. Wer gewaltfreie Demonstrationen militärisch bekämpft, verhindert selbst Alternativen zur Gewalt. Ein dauerhaftes Zusammenleben
    von Israelis und Palästinensern ist nur in gegenseitiger Kooperation und Frieden möglich.“

    http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/brief211209.pdf

    „Das West-Eastern Divan Orchestra

    …1999 richtete Daniel Barenboim auf Einladung des Kunstfestes Weimar zusammen mit dem verstorbenen Palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said einen Workshop für junge Musiker aus Israel, Palästina und verschiedenen Staaten des Nahen Ostens ein, um einen interkulturellen Dialog zu ermöglichen und die Erfahrung einer Zusammenarbeit auf gemeinsamer Grundlage zu unterstützen.“

    http://www.west-eastern-divan.org/d/das-orchester/

    „..Tagtäglich leisten Palästinenser im Alltagshandeln aktiven gewaltlosen Widerstand. Sie gehen zur Schule, betreuen kranke Verwandte oder bearbeiten ihr Feld. Gewaltfreies Handeln kann zum Beispiel auch beinhalten, daß Menschen ihre zerstörten Häuser reparieren, Straßensperren mit bloßen Händen beseitigen oder in ihren Häusern den Androhungen und Schikanen der israelischen Armee trotzen. Sind solche Alltagshandlungen auf Widerstand ausgerichtet, wird das Ohnmachtsgefühl dadurch überwunden. Es existieren viele Bestrebungen, die das Ziel des gewaltfreien Widerstands verfolgen. Dazu zählen unter anderen das „Palestinian Center for Peace and Democracy“ (PCPD), „The Palestinian Center for Rapprochment between People“, „The Peace Research Institute in the Middle East“ (PRIME), „Wi’am-Palestinian Conflict Resolution Center“, „Badil“ („Resource Center for Palestinian Residency and Refugee Rights“), „MEND“, „The Palestinian Human Rights Monitoring Group“, „Passia“, „PENGON“ („The Palestinian Environmental NGOs Network“), „Holy Land Trust“, „B’Tselem“, „Al Haq“, „Addameer“, „Jerusalem Center for Women“.

    Zwei Gestalten seien hier im Kontext ihrer Aktionsfelder herausgehoben: Das „Jerusalem Center for Women“, die palästinensische Schwesterorganisation von „Bath Shaloms“, agiert ähnlich wie diese und hat ihren Sitz seit 1994 in Ost-Jerusalem. Ganz bewußt wurden zwei örtlich voneinander getrennte Zentren eingerichtet. Sumaya Farhat Nasser, seit 1997 Leiterin des „Jerusalem Center for Women“, kommentiert dazu, beide Seiten wollten in Unabhängigkeit und Freiheit arbeiten. Es sei ihnen wichtig, die jeweilige politische und kulturelle Identität zu erhalten…“

    http://www.con-spiration.de/texte/2006/initiativ.html

  70. Und wir sollten dabei auch daran denken, dass solch ein Dorf nur im demokratischen und jüdischen Staat Israel möglich ist.

  71. Dies ist ein sehr traurige Nachricht. Sie erinnert uns an das mutige Wirken einiger außergewöhnlich mutiger Menschen – zu denen Ahmad Hijazi gehörte – , die sich unbeirrbar für eine Verständigung zwischen diesen beiden Völkern einsetzen.
    Sein Wirken sollte uns ein Vorbild bleiben.

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