Al-Arakib: Die Wüste blüht

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Al-Arakib ist ein Dorf in Israel nordöstlich von Beer Sheba. Ein Dorf, das auf keiner Karte erscheint, die in diesem Land veröffentlicht wurde. Es ist ein Dorf, dessen Existenz die Regierung Israels nicht anerkennt und die alles in ihrer Macht tut, um sicher zu sein, dass es nicht länger da bleibt – und doch, trotz allem, was die Regierung auch macht, das Dorf ist sehr lebendig…

von Adam Keller

Das Dorf Al-Arakib bestand in der Negevwüste unter ottomanischer Herrschaft, lange bevor der Wiener Jude mit Namen Theodor Herzl eine Konferenz in Basel/ Schweiz zusammenrief, um zur Schaffung eines jüdischen Staates aufzurufen. Scheikh Mohammed Sohn von Salem al-Okbi besaß 6000 Dunum Land bei Al Arakib. Er beschäftigte zwölf Arbeiter, die in jedem Jahr pflügten, säten und ernteten. Er verkaufte den Überschuss an Händler von Gaza, Jordanien und im Sinai. Die ottomanische Regierung tat tatsächlich nichts für die Dorfbewohner, mischten sich aber auch nicht ein und versuchten sicher nie, sie von ihrem Land zu vertreiben.1917 kamen die britischen Soldaten vom Süden, um das Land zu erobern. Sie kamen nahe an Arakib vorbei und eine Artilleriegranate der sich zurückziehenden Ottomanen traf das Haus von Scheikh Mohammed und zerstörte es. Aber mit der Konsolidierung der britischen Mandatsherrschaft wurde das Haus wieder aufgebaut. Auch die britische Regierung mischte sich nicht viel in das Leben der Leute ein und ließ sie ruhig auf ihrem Lande leben. 1948 kam wieder eine neue Regierung, die Herrschaft des neu errichteten Staates Israel. Und zuerst dachten die Leute von Al-Arakib, dass sie auch unter diesem Regime leben könnten, wie sie all die Jahre unter früheren Herrschern gelebt haben.Während der ersten zwei Jahre sah es so aus, als würde das Leben der Dorfbewohner berücksichtigt. Tatsächlich wurde das Haus von Scheikh Suleiman, Sohn von Muhammad al-Okbi vom Staat Israel als Gerichtsraum des Stammes benützt, wenn es Probleme zwischen den Beduinen des Gebietes gab. Dann wurde die Nationalflagge Israels auf dem Dach des Hauses gehisst.

Diese Illusion wurde an einem einzigen bitteren Tag 1951 zerstört. Soldaten der IDF kamen im Auftrag der Militärregierung, unter der die arabischen Bürger Israels lebten, und befahlen den Bewohnern von Al-Arakib, sofort ihre Häuser zu verlassen. Nach sechs Monaten könnten sie wieder zurückkehren, wurde ihnen gesagt. Aber es vergingen Jahre an ihrem Exilort und der Tag der Rückkehr kam nie. Als 1954 Scheikh Suleiman zurückzukehren versuchte, kamen sofort Soldaten und nahmen ihn nach Beer Sheba in Gewahrsam.

Die Häuser des Dorfes wurden zerstört, auch das Haus, das der Staat Israel als Gerichtshof benützte und das Haus, in dem 1949 die 1. Wahl für die Knesset stattfand. Und im Landregister von Israel wurde notiert, dass dieses Stück Land ein „unbebauter und unbesetzter Besitz“ sei und deshalb Besitz der „Entwicklungsbehörde“ sei, also Staatsland. Und als die Al-Okbis wieder versuchten, zurückzukommen und 1973 ihr Land zu bearbeiten versuchten, wurden sie angeklagt, sie hätten widerrechtlich Staatsland betreten. Dasselbe geschah mit Nuri Al-Okbi, dem Enkel von Scheikh Mohammad, der selbst kein Scheikh ist , sich aber als Aktivist für die Rechte seines Volkes, die Beduinen, einsetzt. Er stellte ein Zelt auf ein kleines Stück Land seiner Vorfahren und lebte mehrere Jahre darin Tag und Nacht, bis die Polizei kam und ihn verhaftete, weil er Staatsland betreten habe. Ein Gericht warnte ihn streng, eine Wiederholung brächte ihm eine lange Gefängnisstrafe ein.

Und nicht nur ihm. Hunderte der Al-Turis, Nachbarn der Al-Okbis, die auch 1951 vertrieben worden waren, kehrten in organisierter Weise zum Land ihrer Vorfahren bei Al-Arakib zurück, neben dem Friedhof, wo ihre Familienmitglieder seit Hunderten von Jahren begraben lagen – Land, von dem der Staat während der Jahrzehnte, die es in seinem Besitz hatte, keinen Gebrauch machte. Sie bauten ihre Hütten wieder auf und bearbeiteten die Felder und pflanzten Olivenbäume und brachten wenigstens in einem Teil des Landes des Al-Arakib-Dorfes das Leben wieder zurück.

Die Behörden waren alles andere als erfreut. Zerstörungs- und Vertreibungsbefehle wurden den Bewohnern mitgeteilt. Die Kornfelder wurden aus der Luft mit Gift besprüht. Nachdem das Oberste Gericht das Giftsprühen aus der Luft verboten hatte, begann die israelische Landverwaltung, neu keimendes Getreide unterzupflügen. Doch die unerschrockenen Bewohner bearbeiteten weiter ihr Land und säten noch einmal.

Genau vor einem Jahr am 27.Juli 2010 mobilisierten die Polizei, die Grenzpolizei und Israels Landverwaltung nicht weniger als 1300 bewaffnete Männer, die von Bulldozers und schwerer Ausrüstung begleitet waren, um das Dorf zu überfallen und es von allen Seiten zu umgeben. Sie zerstörten alles, rissen die Olivenbäume bis zum letzten aus. Nun war es wieder „unbearbeitet und unbewohnt“ wie es war, als der Staat es auf seinem Namen registrierte.

Aber dies waren nicht die 50er-Jahre und dieses Mal ließ man das Land nicht jahrzehntelang ungenutzt liegen. Die Bewohner gaben nicht auf, sie kamen zurück und bauten am nächsten Tag ihre Hütten wieder auf, um Schutz vor der Wüstensonne und den kalten Nächten zu haben. Und wieder kam die Polizei und zerstörte alles und wieder bauten die Bewohner auf. So ging es das ganze Jahr – mindestens 24 mal. Die Gewalt der Polizei nahm bei den Verhaftungen der Dorfbewohner, der jüdischen und arabischen Freiwilligen, die ihnen zur Hilfe kamen, zu. Und wieder wurde das Dorf noch in derselben Nacht aufgebaut und so ging es weiter …

Unterdessen erhielt der Jüdische National Fond eine Direktive von der Regierung, einen Wald dort anzupflanzen, wo die Häuser von Al-Arakib standen und die Olivenbäume von den Bewohnern gepflanzt waren. (Die Bäume, die der JNF an ihre Stelle zu pflanzen plante, tragen keine Früchte..) „Die Wüste zum Blühen bringen!“ ist der alte Slogan von JNF scheint jetzt ein bisschen weniger attraktiv. Die Dorfbewohner appellierten ans Distriktgericht. Der Richter ermahnte den JNF, vor Ort keine neue Fakten zu schaffen, solange die umstrittenen Besitzrechte des Al-Arakib Landes noch nicht entschieden worden sind.

Die Aktivitäten der JNF-Bulldozer in Al-Arakib wurden sogar jenseits der israelischen Grenze gehört und das britische Fernsehen brachte eine Sendung darüber. Der britische Ministerpräsident David Cameron verkündete das Ende seiner Position als „Ehrenschirmherr des JNF“. Der JNF war eine von mehreren registrierten Wohltätigkeitsvereinen, in denen der britische Ministerpräsident diese Position inne hat. Aber es wurde etwas peinlich im Lichte der wenig karitativen Aktivitäten in Al-Arakib.

Tatsächlich sollte das Problem schon seit Jahren gelöst sein, als die Regierung Israels eineErmittlungskommission ernannte, die vom früheren Richter Eliezer Goldberg geleitet wird, um das Problem mit den Beduinen zu lösen. Die Regierung überlegte länger als ein Jahr, hörte Zeugnisse, schloss die Beduinen sogar selbst mit ein. Ihre Empfehlungen gingen dahin, die „nicht anerkannten“ Beduinendörfer im Negev anzuerkennen, was dann auch für El-Arakib gegolten hätte. Aber viele einflussreiche Leute in der Regierung und der Knesset mochten diese Empfehlungen gar nicht. Ein neues Komitee wurde ernannt, dem Ehud Praver, aus dem Büro des Ministerpräsidenten, vorstand. Dieses 2. Komitee hat die Meinung der Beduinen gar nicht erst gehört und entschied, dass die meisten nicht anerkannten Dörfer zerstört und etwa 30 000 Menschen in Townships ( mit großer Arbeitslosigkeit) umgesiedelt werden sollen…

Unterdessen geht das Leben in Al-Arakib wie üblich weiter. Die letzte Zerstörung fand am letzten Donnerstag statt. Gestern kamen Dutzende von Aktivisten aus Tel Aviv und Jerusalem und aus den Dörfern Galiläas, die ein Sommerlager im Negev abhalten , um an den Jahrestag der Zerstörung von 2010 zu gedenken, ja sogar amerikanisch-christliche Aktivisten von CPT, die gewöhnlich in Hebron sind, kamen, um Al-Arakib zum 25. ( manche sagen zum 27.) Mal wiederaufzubauen. Zwölf feste und solide Hütten wurden errichtet. Am Freitagnachmittag wurde ein allgemeines Gebet für Muslime, Juden und Christen gehalten. ….

Es ist nicht so, dass sich jemand Illusionen macht. Die Polizei wird wiederkommen und die errichteten Hütten wieder zerstören, die wieder durch neue ersetzt werden. Die Regierung Israels hat ihre Absicht nicht aufgegeben, Al-Arakib von der Erdoberfläche zu tilgen – aber die Bewohner werden nicht aufgeben.

Epilog der Übersetzerin: Die Geschichte ist nicht zu Ende: heute – am 27.7.11 – steht in Haaretz, dass Israel die Beduinen für die Unkosten wiederholter Zerstörungen ihrer Hütten verklagt. Ein noch nie da gewesener Rechtsstreit bemüht sich, 1,8 Millionen NIS (isr. Schekel) von den Negevbeduinen zu bekommen. Die israelische Landverwaltung sagt, die Angeklagten hätten Häuser auf Land gebaut, das dem Staat gehört. ( meine Meinung: sollten nicht die Beduinen 1,8 Mill. Wiedergutmachung bekommen für die 25fache Zerstörung ihrer Hütten ???)

Auch Beduinengemeinschaften am Rande Jerusalems droht Vertreibung

ICAHD

Eine neue Welle von Zerstörungsordern, Baustoppordern, Enteignungen, Siedlerschikanen und vielfache Warnungen vor drohender Vertreibung durch die israelische Zivilverwaltung hat Beduinengemeinschaften in Jerusalems Peripherie ans Ende ihrer Möglichkeiten gebracht. Sie bitten jetzt dringend um internationalen Schutz, um gewaltsamer Vertreibung und Umsiedlung zu widerstehen.

In letzter Zeit wurde der Druck intensiviert und betrifft vor allem die Gemeinden Khan al Ahmar und Wadi Abu Hindi ( die beide nahe Maale Adumin liegen). Ab Mai 2011 darf in Wadi Abu Hindi nichts gebaut werden und die Gemeinde wurde daran erinnert, dass das Land, auf dem sie leben, für den Bau der Mauer konfisziert worden ist. In dieser Woche hat die Gemeinde von Khan al Ahmar vier neue Baustopporder und Benachrichtigungen mit Zerstörungsordern erhalten für 10-12 Wohnhäusern, die jetzt ausgeführt werden.

Die wohl bekannte Gemeinde-Schule von Khan al-Ahmar, die aus Autoreifen aufgebaut wurde, hatte zahlreiche ranghohe Offizielle zu Gast. Es wurde sogar in der internationalen Presse über sie geschrieben. Mit zu wenig weiterem rechtlichen Schutz sind sich die Jahalin-Beduinen bewusst, dass dies die letzte Orderrunde auslösen könnte: die drohende Zerstörung ihrer Dorfgemeinschaft. Sie bitten um eure Unterstützung.

Hintergrund:
Die Peripherie Jerusalems ist eine der strategischsten Gebiete der Zone C für Entwicklung.
Die Mauerbau- und Erweiterungspläne von Maale Adumin, Kfar Adumin und andere Siedlungen in der Nähe werden durch die Präsenz von über 2300 Beduinen in 20 Gemeinden behindert. Die Ausführung der vorgeschlagenen israelischen Entwicklungspläne in einem Gebiet, das auch für die palästinensische Entwicklung wichtig wäre, würde tatsächlich die nördliche Westbank von der südlichen trennen. Mit dem Druck der israelischen Zivilverwaltung auf viele dieser Gemeinschaften gehen parallel mündliche Angebote an die Beduinen, sie in speziell gebaute Dörfer mit halbstädtischem Umfeld umzusiedeln. Solche Vorschläge für Pauschal-Umsiedlung werden von der Beduinenbevölkerung mit Skepsis betrachtet. Viele von ihnen haben schon mit mehrfachen Umsiedlungen ihre Erfahrungen.
Viele Gemeinden berichten, dass die augenblicklichen und zunehmenden israelischen Praktiken das tägliche Leben in ihren augenblicklichen Örtlichkeiten in Zone C unerträglich machen und könnte die Gemeinden dahin bringen, den Deal mit der Umsiedlung anzunehmen.

Bilder: Silvia Boarini
Quelle: http://adam-keller2.blogspot.com, ersch. am 23/07/2011, übersetzt v. Ellen Rohlfs, Übersetzernetzwerk tlaxcala-int.org…

7 Kommentare

  1. Ich glaube, in Al-Arakib findet die wahre „Tentifada“ statt… Wo sind die Fernsehteams?
    Aber vielleicht schreibt ja David Altman einen Artikel darüber, wie häßlich deine Zelte sind, Ismael.

  2.  
    hier der Link dazu, fm, …
     
    http://forum.hagalil.com/board-a/index.htm
     
    es ging um die Partei „Die Linke“, zumindest war sie Auslöser – könnte durchaus amüsant sein, das Ganze, auch jetzt noch im Nachhinein, wenn es nicht so traurig wäre.
     
    Nun gut, trotzdem halte ich Deinen hier gebrachten Vergleich, nach wie vor …
     
    Erinnert irgendwie frappant an die Beharrlichkeit jüdischer Bevölkerung in Europa, die immer wieder und immer wieder vertrieben wurde (allerdings meist mit viel brutaleren Methoden) und dennoch unbeirrt und hartnäckig immer wieder und immer wieder zurückkehrte.
     
    … nicht nur für unangebracht, irgendwie, sondern aus vielerlei Gründen für höchst bedenklich – und genau dieser Vergleich ist auch der eigentliche Grund für meinen Ärger.
     
     

  3. Nix zur Sache, kein Mitgefühl mit den Entrechteten, keine wie auch immer geartete Stellungnahme Pro oder Kontra für die eine oder andere Seite, keine Ergänzung, aber hämische,  persönliche Angriffe auf einen den Artikel aufnehmend Kommentierenden: wer macht sowas? 

    So einer, in seiner selbstgewählten Rolle spottend verulkt in einem Eintrag im „Alten Forum“ haGalils (2007) durch ein anderes Forenmitglied:

    Alles was sich über diesen anonymen Noname sagen lässt, ist, dass er notorisch das letzte Wort haben muss, auch wenn er nichts zu sagen hat. 

    xxx, deiner Einschätzung, Jim sei „entweder zu dumm oder es ist Taktik“ kann ich nur beipflichten..

    „xxx“ ersetzt den Nick einer anderen Teilnehmerin in der damals zu Grunde liegenden Diskussion.
     
    efem





  4. Disclaimer: Irony ON
    Das Geschenk könnte bestehen in einer Mitteilung: “Liebe stolze beduinische Soldaten des untadeligen Staates Israel, wir sind glücklich, ein besonderes Geschenk für speziell euch zu haben: Gestern wurde Al-Arakib zum 26sten Mal plattgemacht. Freut euch mit uns und auf die Zahlung der Kosten dafür bis zur letzten Agora durch eure Leute!”
    Disclaimer: Irony Off
     
    Wo bekommt man denn solch infantile Sicht der Dinge reingedrückt? Etwa bei der VVN-BdA?
     
    Nun ja.

     
    Erinnert irgendwie frappant an die Beharrlichkeit jüdischer Bevölkerung in Europa, die immer wieder und immer wieder vertrieben wurde (allerdings meist mit viel brutaleren Methoden) und dennoch unbeirrt und hartnäckig immer wieder und immer wieder zurückkehrte.
     
    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich!
     
     

  5. Passt! zu meinem vorstehenden Kommentar:

    Aus dem Newsletter der Botschaft des Staates Israel in Berlin vom 17.08.2011:

    * * *

    Ramadan bei ZAHAL
    ______________________________________

    Auch viele Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), in der Regel Beduinen, begehen den muslimischen Fastenmonat Ramadan. Beduinen sind bei ZAHAL besonders als Fährtenleser und in der militärischen Aufklärung aktiv.

    In diesen Einheiten wird während des Ramadan darauf Wert gelegt, dass Veranstaltungen nicht in die Zeit des Fastenbrechens fallen.

    „Unserer Kommandanten achten darauf, dass während des Ramadan abends eine warme Mahlzeit für die Beduinen bereit steht, die tagsüber fasten“, so Oberst Yossi Hadad. Auch würden andere Soldaten darauf achten, tagsüber nicht neben solchen Soldaten zu essen und zu trinken, die den Ramadan begingen.

    „Wir stellen sicher, dass jedem einzelnen fastenden Soldaten das Fasten so leicht wie möglich gemacht wird. Zum Feiertag erhalten die Soldaten ein Geschenk“, fügt Hadad hinzu.

    (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 15.08.11)

    * * *

    Disclaimer: Irony ON

    Das Geschenk könnte bestehen in einer Mitteilung: „Liebe stolze beduinische Soldaten des untadeligen Staates Israel, wir sind glücklich, ein besonderes Geschenk für speziell euch zu haben: Gestern wurde Al-Arakib zum 26sten Mal plattgemacht. Freut euch mit uns und auf die Zahlung der Kosten dafür bis zur letzten Agora durch eure Leute!“

    Disclaimer: Irony Off

  6. Erinnert irgendwie frappant an die Beharrlichkeit jüdischer Bevölkerung in Europa, die immer wieder und immer wieder vertrieben wurde (allerdings meist mit viel brutaleren Methoden) und dennoch unbeirrt und hartnäckig immer wieder und immer wieder zurückkehrte.

    – – –

    Hat ZAHAL nicht beduinischen Freiwilligen die Möglichkeit gegeben, für die Sicherheit Israels sich mit Leib und Leben einzusetzen? Und tut das nicht eine nicht zu kleine Zahl dieser Loyalen, denen sogar höhere Dienstgrade offenstehen, wobei also Beduinen – Muslime und auch Christen – Befehlsgewalt über jüdische Armeeangehörige haben?

    Ihre Knochen für den Staat hinhalten und evtl. auch für ihn sterben dürfen sie also gerne und sind willkommen. Da wohnen bleiben, wo Teile von ihnen schon immer arbeiteten und lebten und auch ihre Toten begruben jedoch längst nicht immer.

    Israel ist schon lange Mitglied der UN. Das bedeutet, dass es sich einverstanden erklärt hat mit der Charta. In der steht in Artikel 55:

    „With a view to the creation of conditions of stability and well-being which are necessary for peaceful and friendly relations among nations based on respect for the principle of equal rights and self-determination of peoples, the United Nations shall promote:“

    Absatz c:

    „universal respect for, and observance of, human rights and fundamental freedoms for all without distinction as to race, sex, language, or religion.“

    Jaja, sagen die israelischen Regierungen offensichtlich, das zu beachten ist uns selbstverständlich – nur, bei solch störrischen Beduinen wie in A-Arakib, das es gar nicht gibt und seiner näheren Umgebung: da haben wir eigene Vorstellungen und niemand soll sich da eimischen. Und von wegen

    „respect“, „observance of human rights“? Wir sind die einzige Demokratie im Nahen Osten und handeln dementsprechend. Merkt euch das!

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