Internationales Jahrestreffen der Jerusalem Foundation 2011

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Unter einem besonderen Vorzeichen stand diesmal die Internationale Jahreskonferenz der Jerusalem Foundation vom 30.5.-2.6.: Teddy Kolleks 100. Geburtstag…

Vor 45 Jahren rief der legendäre Bürgermeister Jerusalems seine Stiftung ins Leben. Seither konnte die Foundation in seinem Sinne mehr als 4.000 Projekte in allen Stadtteilen und für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen verwirklichen – zur Förderung von Koexistenz, Kultur und kommunaler Wohlfahrt. Kollek, geboren am 27.5.1911, wuchs in Wien auf. Anfang 2007 starb er in Jerusalem, der Stadt, der er sein Leben gewidmet hatte. Bis heute gilt er als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der modernen Geschichte Israels.

Unter den zahlreichen Besuchern aus dem Ausland befand sich auch eine Delegation aus den deutschsprachigen Ländern. Sie besuchten u.a. das Gehörlosenzentrum MICHA in Begleitung von Gabriele Appel, Deutschlanddirektorin der Stiftung.

MICHA ist eine Einrichtung in Jerusalem, die umfassende Betreuung für gehörlose und gehörgeschädigte Kleinstkinder und deren Angehörige bietet. Das Projekt soll mit Hilfe von Stiftungsfreunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz umfassend aufgewertet und ausgebaut werden, damit ein ganzheitliches Zentrum entstehen kann.

Im Mittelpunkt des Foundation-Treffens unter der Leitung von Stiftungspräsidentin Ruth Cheshin und des Internationalen Vorsitzenden Sallai Meridor stand eine Sonderveranstaltung im Jerusalemer Konrad Adenauer Konferenzzentrum mit Ausstellung und Gesprächen über Teddy Kollek und seine Vision.

Ehrengast der deutschsprachigen Abteilung war der Zweite Vorsitzende der Jerusalem Foundation Deutschland e.V., Matthias Platzeck. Der Brandenburger Ministerpräsident überreichte einen Scheck – bereits im dritten Jahr unterstützen er und sein Bundesland Ferienlager für sozial benachteiligte und behinderte jüdische und arabische Kinder. Weiter dabei waren Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen, Tobias Kurzmaier, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Dr. Thomas Goppel, MdL Bayern, sowie die Unternehmer Dr. Christine Kreiner und Stephan Goericke. Unter der Schirmherrschaft Platzecks hatten die beiden Letztgenannten im Dezember 2010 drei Konzerte des Jerusalemer Ankor Chors in Brandenburg ermöglicht – eine Spendenaktion für die Sommerlager. Symbolisch überreichten auch sie einen Scheck.


Ministerpräsident Platzek (l.) und Bürgermeister Barkat


Scheckübergabe für die Sommerlager

An der Spitze der Schweizer Delegation stand Erika Gideon-Wyler, Vizepräsidentin der Jerusalem Foundation Switzerland, langjährige Gönnerin von Stiftungsprojekten und Trägerin des Teddy Kollek Preises. Krönender Abschluss des Treffens war ein großes Freiluftkonzert in Jerusalems Sacher Park mit klassischer und moderner Musik.

Im Zusammenhang mit dem Gedenktag veröffentlichte das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels eine Erinnerung an den Friedenspreis, mit dessen Dotierung Teddy Kollek seinerzeit die Arabische Zentralbibliothek in Jerusalem einrichtete.