Merkel empfängt Netanyahu

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Zwei Monate nach dem Israel-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu heute Berlin. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten beide die freundschaftlichen und vertrauten Beziehungen zwischen Deutschland und Israel… 

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Entwicklungen im arabischen Raum. Merkel erklärte, dass angesichts der Umbrüche ein Fortschritt im israelisch-palästinensischen Friedensprozess dringender denn je sei. Beide waren einig darüber, dass die Wiederaufnahme von Verhandlungen der einzige Weg zu einer Lösung des Konflikts sei: „Israel sehnt sich nach Frieden“, sagte Netanyahu. „Wir wollen Verhandlungen anstoßen, um endlich Frieden, Sicherheit und Stabilität zu erreichen“, fügte er hinzu. Auch beim Thema Iran herrschte Einigkeit, dass alles daran gesetzt werden müsse, um den Iran daran zu hindern, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Im Zuge dessen wiesen Merkel und Netanyahu auf die katastrophale Situation der iranischen Opposition hin.

Angesprochen auf die Ankündigung der Palästinenser, im September bei den UN die Anerkennung eines eigenen Staates zu beantragen, antwortete die Bundeskanzlerin, dass sie keine einseitigen Schritte unterstützen werde. „Wir sind einig darüber, dass nur durch Verhandlungen Frieden und Sicherheit erreicht werden können“, sagte Merkel.

Auf die Frage nach Deutschlands Engagement für die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit, der vor fast fünf Jahren von der Hamas entführt wurde und seitdem in Geiselhaft gehalten wird, sagte Merkel, dass sie sich sehr wünsche, dass Shalit so schnell wie möglich freikommt, und dass Deutschland alles in seiner Macht stehende tun werde, um das zu erreichen. Merkel hatte vor geraumer Zeit die Angehörigen des entführten Soldaten persönlich getroffen. Netanyahu sagte dazu, dass Israel den Beitrag Deutschlands in dieser Angelegenheit sehr zu schätzen wisse.

„Wir in Israel sehen Frau Merkel als enge Freundin Israels. Ich kenne kaum einen anderen Politiker der sich so der Sicherheit Israels verpflichtet gezeigt hat“, so Netanyahu.

Ministerpräsident Netanyahu wird anschließend nach Prag weiterreisen um sich mit dem tschechischen Präsidenten, Vaclav Klaus, und Ministerpräsidenten Petr Necas zu treffen. Israels Außenminister Avigdor Lieberman begleitet Netanyahu in Berlin, aber nicht in Prag. Bei Merkels letztem Besuch in Israel traf sie auf Netanyahu und Oppositionsführerin Tzipi Livni. Ihr Besuch war überschattet von den Unruhen, die zu dem Zeitpunkt im Nachbarland Ägypten begannen.

Außenministerium des Staates Israel, 07.04.2011, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

3 Kommentare

  1. Einen Tag nach der sogenannten grossen Rede von Obama in Kairo ( in der die Siedlungspolitik der Israelis kritisiert wurde) hat die deutsche Kanzlerin Merkel ebenfalls die Siedlungen und die Politik kritisiert.
    Ich hatte daraufhin eine E-Mail gesendet mit den Worten, das ihre Karriere in der deutschen Politik zu ende ist. Wer unaufgefordert und Grundlos die Siedlungspolitik Israels kritisiert, dessen Politische Karriere ist zu Ende. Letzte Woche trat die Kanzlerin mit Krücken vor die Kamera um die Situation mit der FDP zu erklären, ein Bild spricht Bände über den Stand der Karriere. Westerwelle und FDP waren im Gaza Streifen und haben die Hamas hofiert ohne Grund und unaufgefordert hat man die Siedlungspolitik kritisiert. Westerwelle und FDP fallen jeden Tag tiefer in der deutschen Politik und die Kanzlerin verliert an allen Fronten und macht Entscheidene Fehler.

    Selbst der Versuch mit deutscher Hilfe den Israelischen Soldaten Galid Shalit zu befreien ist gescheitert. Die Hamas hat die Verhandlungen abgebrochen und den deutschen gesagt man braucht sie nicht mehr.

    Deutschland ist gut beraten wenn es vor seiner eigenen Haustür kehrt und nicht ständig Israel zur Ablenckung seiner eigenen Unfähigkeit benutzt. Die deutsche Innen und Aussenpolitik war schon zu Bismarck Zeiten Antijüdisch und hat sich bis heute nicht geändert.

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