Hat Freiburg schon einen Mahnmal-Streit?

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Am 9. November 2009 verteilte die Initiative „Freiburg braucht eine Mahn- und Gedenkstätte“ bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht Flyer, um für den Bau einer Mahn- und Gedenkstätte in Freiburg zu werben. Die Jüdische Gemeinde Freiburg, sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg reagierten darauf in Pressemitteilungen ablehnend. Nun liegt eine Stellungnahme der Initiative „Freiburg braucht eine Mahn- und Gedenkstätte“ dazu vor…

Pressemitteilung Initiative ‚Freiburg braucht eine Mahn- und Gedenkstätte‘

In einer uns zufällig bekannt gewordenen Pressemitteilung nimmt die Jüdische Gemeinde Freiburg zu dem Projekt unserer Initiative zur Einrichtung einer Mahn- und Gedenkstätte in Freiburg Stellung. Sie lehnt eine solche Mahn- und Gedenkstätte, wie es sie bereits an vielen Orten in Deutschland gibt, für Freiburg ab. Damit stellt sie sich leider in eine Reihe mit denen, die das schreckliche Geschehen unter der NS-Diktatur verdrängen und vergessen wollen.

In ihrer ablehnenden Stellungnahme schreckt sie bedauerlicherweise auch nicht vor einer persönlichen Diffamierung der Initiatoren zurück. Auch werden bewusst Unwahrheiten gestreut. So hat z. B. die Jüdische Gemeinde in Freiburg dem Projekt „STOLPERSTEINE für Freiburg“ im Jahre 2002 ausdrücklich zugestimmt! All dies empfinden wir als Unverschämtheit und Diskreditierung unserer jahrelangen ehrenamtlichen erfolgreichen Gedenkarbeit, deren Beurteilung sich der Jüdischen Gemeinde ganz offensichtlich entzieht.

Das Vorgehen unserer Initiative als „Provinzposse“ zu bezeichnen spricht für sich. Die Angriffe gegen uns lassen darüber hinaus jegliches Einfühlungsvermögen in die schwierige Aufgabe der scham- und schuldbesetzten Aufarbeitung vermissen und drücken völliges Unverständnis für unser Engagement aus.

Die inakzeptable und unangemessene Reaktion auf unser Projekt seitens der Jüdischen Gemeinde in Freiburg können wir uns nur mit dem immer noch wirksamen Trauma aus der erlittenen Verfolgung in der Vergangenheit erklären, das ausgerechnet an uns abreagiert wird. So fühlen wir uns von den Anwürfen auch nicht persönlich betroffen. Doch wünschen wir uns in Zukunft eine sachbezogene Auseinandersetzung um die geplante Mahn- und Gedenkstätte in Freiburg!

Marlis Meckel – Peter Künzel – Andreas Meckel

13 Kommentare

  1. Als jemand. der sich in den Freiburger Verhältnissen nicht auskennt, tendiere ich spontan ebenfalls zu der Annahme, daß die „inflationäre Besetzung des öffentlichen Raumes“ mit Mahn- und Gedenkstätten irgendwann einen Sättigungsgrad erreicht haben könnte, der gegenwarts- und zukunftsbezogene „lebendigere“ Projekte sinnvoller erscheinen läßt. Merkwürdig ist im übrigen die Reaktion der Initiatoren des Mahn- und Gedenkstättenprojekts, Juden aufgrund ihres historischen Traumas für unzurechnungsfähig zu erklären, weswegen Angriffe und Ablehnung ihrerseits einen nicht persönlich träfen. Tatsächlich vertreten letztere einfach nur ihre eigenen Interessen, wenn sie z.B. nicht ständig auf die Opferrolle fixiert werden wollen…

    Seltsam sind jedoch auch Zeitpunkt und Form der Ablehnung der Mahnmal-Initiative durch die Jüdische Gemeinde und die DIG Freiburg: Nachdem sie sich bisher offensichtlich zahlreiche Mahnmale und Veranstaltungen für jüdische Opfer „gefallen“ ließen, lehnen sie nun ausgerechnet die erste und einzige gemeinsame Gedenkstätte für alle ab – um stattdessen noch ein Museum oder Projekt für die Vor- bzw. Nachfahren der jüdischen Opfer zu fordern. Natürlich ist die Vertretung egoistischer Gruppeninteressen (im Verhältnis zu anderen Opfergruppen) legitim… Ebenso legitim ist es aber, wenn die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz dafür nur eingeschränkt vorhanden ist!

  2. in ihrer “scham- und schuldbesetzten Aufarbeitung”


    Gerüchte über die Juden:
    Antisemitismus, Philosemitismus …

    Richard Bartholomew prangert „Eine seltsam kalte Zuneigung“ an:

    „Solange Juden bloße Figuren in jemandes anderen Geschichte bleiben, kann es keinen wirklichen Dialog und keine wirkliche menschliche Begegnung zwischen Juden und Christen geben. Doch wirkliche menschliche Begegnung ist der einzige Weg, auf dem Antisemitismus endlich ausgetilgt werden kann.“
     
    Yves Kugelmann:

    „Juden können wählen zwischen Antisemitismus, Philosemitismus und Gleichgültigkeit. „

  3. Da hat sich in Freiburg eine Initiative gebildet „Freiburg braucht eine Mahn-und Gedenkstätte“, wohlig eingebettet in die kuschelige Mahn-und Gedenkszenerie der lokalen Betroffenheitsschickeria, deren Mitglieder sich abwechselnd und gegenseitig loben und preisen – und ausgerechnet die Jüdische Gemeinde in Freiburg stört und spielt nicht mit! Böse Welt!
    Sind doch die Initiatoren Marlis Meckel, Peter Künzel und Andreas Meckel laut Berichterstattung der Badischen Zeitung schon als „namhafte Mahner“ in Erscheinung getreten – und vielleicht gibt es ja noch den Ehrentitel eines „Obermahners“ zu verdienen; darf man sie dieserhalb etwa schelten?
    Eher sollte sich doch mal die Jüdische Gemeinde Gedanken machen, denn sie hat die Spielregeln offensichtlich nicht verstanden, die da lauten: „Mahner mahnen – Juden freuen sich darüber und danken den Mahnern und zeigen sich mahnerfreundlich und öffentlichkeitswirksam bitte zutiefst dankbar!“ Doch nicht so schwer zu kapieren, oder?! Und jetzt hat diese Jüdische Gemeinde die Chuzpe und fordert allen Ernstes, nicht nur informiert, sondern bei bestimmten Themen auch um ihre Meinung gefragt zu werden!! Wo käme man denn hin, wenn die Akteure der „Tätervolksarbeit“ (siehe Berichterstattung der Badischen Zeitung vom 16.12.2009) in ihrer „scham- und schuldbesetzten Aufarbeitung“ auch noch mit hier und heute lebenden Juden das Gespräch suchen sollten?
    Im Ãœbrigen scheint es sich bei den Mahnern doch um nette Vertreter ihrer Spezies zu handeln, schreiben sie doch in ihrer Pressemitteilung, dass sie sich von „Anwürfen“ der Jüdischen Gemeinde auch nicht „persönlich betroffen fühlen“ – das grenzt doch wahrlich schon an Selbstverleugnung, da wird einem warm ums Herz und da fließen auch bei mir die Rührungstränen!
    Marianne

  4. Danke, Alles klar. Die am 10.11.1938 gebrandschatzte und am nächsten Tag gesprengte Synagoge lag am „Theaterplatz“, der wurde 1996 umbenannt, also liegt das Theater am „Platz der Alten Synagoge“. Auch eine Symbolik…

    ego

  5. @ego
     
    Mein Kommentar bezieht sich auf einen einzigen Text (kursiv wiedergegeben) und wo der nachzulesen ist, habe ich angegeben.
     
    RS

  6. @ RS:

    falls Sie den Gedenktafeltext meinen: die jedenfalls künstlerisch gut gestaltete, zu einer Zeit, als Computer noch kaum eine Rolle für Textbearbeitung spielten aufgestellteTafel samt Text hat augenscheinlich mitnichten der Magistrat der Stadt auf dem Gewissen.

    s. http://www.alemannia-judaica.de/freiburg_synagoge_n.htm :

    „Ende 1945 konstituierte sich eine jüdische Religionsgemeinde, die zunächst die Bezeichnung „Israelitische Landesgemeinde Südbaden“ führte. Anfang 1946 lebten 45 jüdische Personen in der Stadt. Das Stadtbauamt hatte schon 1945 einen geeigneten Platz für den Neubau einer Synagoge im Rahmen des Wiederaufbaues der Stadt gesucht. Im Austausch für das ehemalige Synagogengrundstück übernahm die Stadt die Wiederherstellung des jüdischen Friedhofes, die Errichtung eines Wärterhauses mit einer Friedhofshalle und die Ummauerung des gesamtes Areals.

    Später kam das Grundstück an die Universität zum Bau des neuen Kollegiengebäudes.

    Nach Fertigstellung des Baus griff das akademische Rektorat eine Anregung des Gemeinderates auf und ließ von dem Freiburger Bildhauer Rissler eine Gedenktafel anfertigen. Am 10. November 1962 enthüllte der Rektor der Universität im Beisein der Dekane aller Fakultäten und zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen und kulturellen Lebens die runde Bronzetafel am ehemaligen Synagogenplatz vor dem Kollegiengebäude II (seit 1996 ‚Platz der Alten Synagoge‘).“

    Vor dem Neubau befinden sich weitere Gedenktafeln, eine erinnert an die Deportation der jüdischen Bürgerinnen und Bürger nach Südfrankreich „unter der NS-Diktatur“, woran lt. Inschrift die Stadt sich in „Scham und Trauer“ erinnere; auf einer anderen steht:

    „Freiburger Synagoge nach Brandschatzung und Zerstörung in der NS-Zeit neu errichtet und wiedereröffnet am 5.November 1987.

    Mein Haus wird ein Haus des Gebetes sein für alle Völker“

    ego

  7. .
    Sucht man das Wort „Freiburg“ in dem Text dieser URL:
    .
    http://www.zigeuner.de/sinti_und_roma_seit_600_jahren.htm ,
    .
    wird man mehrfach fündig.
    .
    Wieso die Gemeinde die beworbene Mahn- und Gedenkstätte in quasi fast „Ideal-Konkurrenz“ zu ihrem Museumsprojekt sieht, obwohl in der Stätte ALLER von den Nazis durch real durchgeführte  Vernichtung verbunden mit von Beginn bis Ende des Braunen Terrors ständiger Bedrohung der (noch)  Lebenden gedacht werden soll, ist nicht einsichtig. Sie scheint sich u.a. dagegen zu stemmen, dass in einer Mahn- und Gedenkstätte verfolgte und zum Großteil ermordete (Freiburger) Juden u.a. mit verfolgten und ermordeten (Freiburger) Homosexuellen „in einen Topf geworfen“  würden.
    .
    Wer diese eigenartige Argumentation teilt: nur zu. Wir haben Meinungsfreiheit.
    .
    Auch die Argumentation, die in der „Antwort“ auf die Stellungnahme der Gemeinde und der DIG erfolgte, arbeitet mit sehr eigenartigen Unterstellungen, die besser nicht geschrieben worden wären.
    .
    Jede Seite scheint die jeweils andere verletzen zu wollen.
    .
    Scha(n)de.
    .
    @ RS: welcher „Magistratstext“ ist gemeint? Wo ist er nachlesbar?
    .
    ego

  8.  
    Gedenkkultur in Freiburg
     
    Zu gedenken gäbe es im Breisgauischen Freiburg einiger Ereignisse:
     
    30. Januar 1349, christliche Freiburger verbrennen ihre jüdischen Mitbürger auf dem Scheiterhaufen und löschen damit fast vollständige die Freiburger jüdische Gemeinde aus. (Wenige Jahre später regeneriert sich jüdisches Leben in der Stadt durch Zuzug von außen.)
    1424, die endgültige Vertreibung der Juden aus Freiburg, das die Angehörigen der Minderheit erst ab dem 19. Jh. wieder betreten dürfen, findet statt.
    10. November 1938, christliche Freiburger legen Feuer an die Synagoge am Werderring, die bis auf die Grundmauern niederbrennt, sie schänden ferner den jüdischen Friedhof und nehmen etwa 140 jüdische Männer gefangen, die sie in das oberbayerische KZ Dachau deportieren.
    Ende Oktober 1940, die etwa 350 in der Stadt Freiburg verbliebenen Juden werden verschleppt, wobei viele auf dem Transport oder später in einem Konzentrationslager grausam zugrunde gehen.
     
    Von beträchtlicher Verlogenheit zeugt der Text der Inschrift auf der Gedenkplatte des gegenüber des Stadttheaters angelegten Mahnmals zur Erinnerung an die während der Reichspogromnacht niedergebrannte Synagoge. Er lautet: „Hier stand die Synagoge der israelitischen Gemeinde Freiburg, erbaut 1870. Sie wurde am 10. November 1938 unter einer Herrschaft der Gewalt und des Unrechts zerstört.
     
    Feige bedient sich derWortlaut des Passivs („wurde“); weder von Freiburger Tätern, noch von Badensischen oder christlichen Tätern, nicht einmal von deutschen Tätern ist hier die Rede; eine personenlose, annonyme, jedweden Bezugs zu heute lebenden Freiburgern beraubte „Herrschaft der Gewalt und des Unrechts“ soll die Verantwortung für die Morde, Schändungen, für Raub und Deportation tragen.
     
    Schande über den Magistrat der Stadt, der sich für diese Folge nichtssagender, keine Spur von Reue oder Bedauern ausdrückender und auch keine Verantwortung übernehmen wollender Worthülsen entschieden hat. Oder hat man gar einen Computer zur Generierung dieses Textes herangezogen?
    Ich würde mich was schämen, Freiburger zu sein. Wie kann man als Bürger nur so einen Text hinnehmen, gutheißen, akzeptieren!
     
    RS
     

  9. an Meckel, Künzel & Co.

    … an den Rektionen sieht man deutlich, wohin diese ganze „Gedenkerei“ geraten ist. Noch´n Denkmal, Mahnmal oder Gedenkstätte … wozu und wer soll´s denn bezahlen. Die Steuerzahler gar ?????? —-

    Es gibt deutlich genug solcher —stätten. Seit Jahren schon, aber bringen die denn überhaupt etwas ? Offenbar doch wohl nicht — auch wenn sie von „erfolgreicher Gedenkarbeit ( welch ein Wort ) sprechen.

    In jedem Dorf stehen seit Urzeiten Denkmäler zu Ehren der Krieger bzw. Gefallenen von 18-hundert und … es gibt noch mehr Denkmäler für die Gefallenen von 1914 … und haben diese Kriege die Machthaber oder die Völker davon abgehalten 1939 in den 2. Weltkrieg einzusteigen ????

    Und seit 1945 gab und gibt es Kriege und sonstige Greueltaten weltweit, die die vorangegangenen noch weit übertreffen…. also gelernt ? Aus Denkmälern ? —-

    Worin also besteht Ihre „erfolgreiche Gedenkarbeit“, sehr geehrte Damen und Herren ????

    Gut, unterscheiden wir noch zwischen politisch und religiös motivierten Auseinandersetzungen. Würden Sie denn aber heute wenigstens kulturell bzw. religiös motievierte Untaten ausschließen und damit ihr Urteil zu Ihrer eigenen Arbeit begründen ????

  10. Da bin ich platt, plattgewalzt!
    Ist das zum Lachen? Nein, das ist eine Unverschämtheit. Ausgerechnet Juden werden wiedermal belehrt, so als ob Diese gedenken sollen und keine Ahnung von Schuld hätten. Zum Schluß werden sie der Verdrängung geziehen. Das zeigt die ganze Infamie, daß die Gutmenschen keine Ahnung haben.
    War es nicht in Freiburg, die Frau F.Langer f.d. BVK vorgeschlagen hatten?  Es ist die Sauce, die für Juden unverdaulich ist.
    Ich weiß wovon ich rede, spreche, schreibe. Ich bin Jg. 1947 und als ich geboren wurde hatt mein jüd. Vater Auschwitz, Todesmarsch, Mauthausen, Melk und Ebensee gerade dank der Amerikaner überlebt.
     
     

  11. .
    Ab ins Stadtarchiv mit dem ganzen Gedenkschmus, Schlussstrich und gut is! Wenden wir uns der Gegenwart zu!

    ???

    Es steht wirklich zur Frage, was die Gemeinde (ca. 750 Mitgieder) und die DIG geritten hat bzw. es ist eigentlich schon klar, denn die DIG lässt die Katze aus dem Sack:

    „Die Kosten für eine weitere Mahn- und Gedenkstätte wären deshalb z. B. sinnvoller in einem aktiven Jugendaustausch investiert oder auch in einem jüdischen Museum, das zu einem Ort lebendiger Begegnung werden kann.“

    Es geht anscheinend um einen Topf, der nur einmal geleert werden kann.

    Abgesehen davon gibt es, wie aus der Aufzählung der DIG hervorgeht, entgegen ihrer Behauptung noch gar keine „Mahn- und Gedenkstätte“ im Sinne der Initiatoren, als städtische Einrichtung nämlich. Und ein Museum ist eben ein Museum, d.h. dokumentiert Vergangenes (was die DIG der geplanten Gedenkstätte aber vorwirft, seltsamer Zirkelschluss), in dem die Besucher genau wie in der Gedenkstätte ins Gespräch kommen können.

    Wenn aber nun die anderen Opfergruppen bzw. ihre Abkömmlinge/Vertreterinnen sich ebenfalls „melden“ und sagen: „wir hätten sie schon gern, diese angedachte städtische Einrichtung, gute Idee“: was dann? Dann hauen sich die lokalen Interessengruppen der Opfer?

    Wer letztendlich allein davon profitieren würde, ist vorstellbar.

    ego

  12. Haha, das ist gut.. Die bösen Juden, wollen sie mal wieder nicht so recht.. Da will man ihrer gedenken und sie sind so undankbar..

    „Die Angriffe gegen uns lassen darüber hinaus jegliches Einfühlungsvermögen in die schwierige Aufgabe der scham- und schuldbesetzten Aufarbeitung vermissen und drücken völliges Unverständnis für unser Engagement aus.“

    Da kommen mir gleich die Tränen, welch bitteres Schicksal..
    Vielleicht hättet Ihr mal vorher mit der jüdischen Gemeinde reden sollen, ob sowas überhaupt erwünscht ist!!! Aber dazu muss man Juden nicht nur als Objekte sehen..

    Sehr unangenehm, diese PM..
    Carla

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