Illegal, scheißegal

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Die Ungarische Garde wurde zwar gerichtlich verboten. Dennoch kann die paramilitärische Organisation schon wieder unbehelligt aufmarschieren. Ihr Gedankengut wird auch von anderen ungarischen Parteien und Personen geteilt…

Von Karl Pfeifer
Jungle World 30 v. 23. Juli 2009

Die ehemalige »lustigste Baracke des Sozialismus«, deren Beitrag zur deutschen Einigung vor 20 Jahren diesen Sommer gefeiert wird, ist nicht mehr der Liebling der westlichen Medien. Der aggressive Antisemitismus und die rassistische, zu Meuchelmorden führende Hetze gegen »Zigeunerkriminalität« machen Schlagzeilen. So kann es auch nicht verwundern, dass die rechten Medien Ungarns in jüngster Zeit deutschsprachigen Zeitungen vorwerfen, lediglich über Negatives aus ihrem Land zu berichten. Amüsant ist es, wenn sie Journalisten der FAZ, der Welt oder der NZZ linksradikaler Tendenzen bezichtigen, weil diese die Dinge beim Namen nennen. So brachte es die FAZ am 16. Juli auf den Punkt: »Das Verbot der ›Garde‹ war notwendig; nun gilt es, die Benachteiligung der Zigeuner zu beenden.«

Tatsächlich hat nach einem langen, juristischen Streit Anfang Juli ein Budapester Gericht die paramilitärische Ungarische Garde verboten. Als am ersten Samstag nach dem Verbot uniformierte Mitglieder der Garde lautstark Polizisten als »dreckige Juden« beschimpften, wurden 200 Gardisten für eine Nacht inhaftiert. Ein Gardist, der einen Polizisten tätlich angegriffen hatte, wurde von einem Gericht verurteilt. Doch als die Garde eine Woche später wieder in Budapest demonstrierte – dieses Mal nahmen auch der antisemitische Pfarrer Lóránt Hegedüs junior und der ehemali­ge Verteidigungsminister Lajos Für teil –, blieb die Polizei untätig.

In den Wahlen zum Europa-Parlament im Juni erhielt die rassistische und antisemitische Partei Jobbik, die im Jahr 2007 die Garde gegründet hat, 14,77 Prozent. Sofort nach den Wahlen begannen führende Funktionäre der zum euro­päischen Verband der Volksparteien gehörenden Fidesz, wie István Stumpf, Jobbik für unbedenklich zu erklären. Kein Wunder, koalieren doch Fidesz und Jobbik an etlichen Orten. Freilich sagte Viktor Orbán, der Vorsitzende der Fidesz, am 10. Juli, er werde nach den Wahlen im April 2010 weder mit der sozialistischen Partei (MSZP) noch mit Jobbik eine Koalition eingehen. Aber Jobbiks rassistische Ideologie störte die Fidesz bislang ebenso wenig wie die Tatsache, dass Jobbik dem nationalsozialistischen Muster folgend die uniformierte Garde gründete. So hielt die Fidesz-Parlamentsabgeordnete Maria Wittner Reden auf Veranstaltungen der paramilitärischen Organisation. Doch dass Jobbik im Juni 427 773 Wähler für sich gewinnen konnte – was auch den öffentlichkeitswirksamen Auftritten der Garde zu verdanken ist –, stört die Fidesz. Deren Politiker verbreiten selbst oft genug völkische Parolen, niemand soll ihnen allzu große Konkurrenz machen.

Das schafft Jobbik jedoch ohne Weiteres: Die Ideologie der Partei ist rassistisch, ihre Politik ist nationalsozialistisch, Juden, Zigeuner und Linke zählen für sie nicht zum »Ungarntum«. So spricht beispielsweise Krisztina Morvaí, die Listenführerin von Jobbik in Brüssel, ständig von »unserer Sorte«, was aber auch »unsere Rasse« bedeuten kann und im Kontext auch so zu verstehen ist. Die Juristin Morvai, Lehrbeauftragte an der Universität Budapest, antwortete im Juni auf eine kritische Äußerung mit einem obszönen, antisemitischen Brief: »Ich würde mich sehr freuen, wenn sich als ›stolze ungarische Juden‹ Bezeichnende in ihrer Freizeit mit ihren winzigen, beschnittenen Schwänzchen spielen würden, anstatt mich zu schmähen.« Diese Äußerung, die von Jobbik gutgeheißen wurde, brachte der Partei wahrscheinlich noch einige tausend Wähler mehr ein.

Gábor Vona, der junge Parteivorsitzende von Jobbik, war vor einigen Jahren noch Mitglied einer der Fidesz nahestehenden Organisation. Die Garde war seine Erfindung. Die »patriotische Wirtschaftspolitik«, die die Fidesz vertritt, genügt ihm nicht. So machte er u.a. den originellen Vorschlag, sich von der EU abzuwenden und durch enge Wirtschaftsbeziehungen mit Russland, China, der arabischen Welt und dem Iran in Ungarn Arbeitsplätze zu schaffen. Wie einige an­dere rechtsextremistische Parteien wünscht sich auch Jobbik ein starkes »Eurasien«, denn Ungarn dürfe »kein zweites Palästina« werden.

Nationalistisch äußern sich auch andere: Gergely Pröhle, ungarischer Botschafter in Berlin von 2000 bis 2003 und inoffizieller außenpolitischer Berater von Fidesz, schrieb am 26. Juni über »deutsch-ungarische Mythen« und tadelte in dem Text den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Dieser hatte in Prag den tschechischen und slowakischen Außenminis­ter getroffen und dabei eine Rede Viktor Orbáns kritisiert, in der dieser angekündigt hatte, die ungarischen Abgeordneten des Karpatenbeckens einigen zu wollen. Das Becken umfasst auch Teile der Slowakei, Rumäniens, Kroatiens und Serbiens, sodass die Nachbarländer Ungarns verständlicherweise alarmiert waren.

Was Viktor Orbán angeht, so ist seine kürzlich erfolgte Distanzierung von Jobbik angesichts seines bisherigen Verhaltens kaum ernst zu nehmen. Im Frühjahr 2008 publizierte der der Fidesz nahestehende Journalist Zsolt Bayer einen Artikel in der rechtskonservativen Tageszeitung Magyar Hirlap, in dem er gegen »Zweck-Juden« hetzte, deren »bloße Existenz den Antisemitismus rechtfertigt«. Bayer schrieb: »Lassen wir sie nicht ins Bassin der Nation urinieren oder hineinschneuzen.« Einige Tage nach der Veröffent­lichung ließ sich Orbán mit Bayer fotografieren, auch die Zuschauer des ungarischen Fernsehens sahen Bilder einer engen Freundschaft.

Und erst unlängst schlug die Wochenzeitung Magyar Demokrata vor, deren Bezug Orbán empfiehlt, die ungarische Gendarmerie wieder zu begründen. Diese spielte während des Horthy-­Regimes eine unrühmliche Rolle bei der Unterdrückung linker Agrarbewegungen und prügelte Hunderttausende Jüdinnen und Juden binnen ­einiger Wochen während der deutschen Besatzung 1944 in die Waggons, die nach Auschwitz-Birkenau fuhren.

Einspruch gegen solche und ähnliche Äußerungen wird nur selten erhoben. Die christlichen Kirchen schweigen zur rassistischen und antisemitischen Hetze, die sozialistische Regierung wagt es nicht, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, die Kräfte, die sich der Formierung der völkischen Gemeinschaft entgegenstellen, sind schwach. Und auch die demokratischen Parteien der EU schauen tatenlos zu, während es in Ungarn immer ungemütlicher wird.

15 Kommentare

  1. Oh! Mein Fehler! Ich habe nicht gewußt, dass ihr nur mit eurer Meinung übereinstimmende Leserbriefe gern seht! Das erklärt aber Vieles! In meinem ersten Leserbrief habe ich meine Meinung niedergeschrieben. Jeder Mensch hat eine andere Herkunft, andere Geschickte, andere Erlebnisse, anderes Schicksal und dadurch einen anderen Beobachtungspunkt. Dadurch auch eine andere Meinungen. Ich kenne Sie nicht, Sie kennen mich nicht. Woher wollen Sie wissen, dass ich nicht Jüdischen Großeltern gehabt habe. Woher wollen Sie wissen, wie ich bin, was ich denke, was ich tue. Was meine Familie oder ich erlebt haben. Ich habe in diesem ersten Lesebrief von Juden gar nicht gesprochen und Sie kamen sofort mit Beleidigungen und Veralgemeinungen. Sie armer Mensch, Sie tun mir echt Leid! Ich hasse Sie nicht, weil ich keinen Mensch hasse, deswegen möchte ich Sie auch nicht beleidigen.
    Es konnte nichts Besseres passieren, als das in Ungarn in letzter Zeit sich ein wirklich verbrecherisches Regime entwickelt hat. Deswegen haben die Ungarn sich wieder gefunden und erkannt dass es Zeit ist wieder ihre Köpfe zu erheben und ihr Land zu verteidigen.

    Jesus sagt: “Und wenn ihr ein Land betretet und in den Gegenden umherandert, und man euch aufnimmt, dann esst, was man euch vorsetzt und heilt ihre Kranken. Denn was in euren Mund hineingeht, wird euch nicht verunreinigen, aber was aus eurem Mund herauskommt, genau das wird euch verunreinigen.” So sehen Ihre Beleidigungen aus!

    Ihre Beleidigungen:

    am tiefsten sitzenden Nationalismus in ganz Europa
    Chauvinisten
    Janos-Darling
    abscheuliche Fremdenfeinde
    Judenhasser
    Hass auf Roma
    Lieblingsfeindbilder
    Janos-amigo
    Janos-antisemit
    Du übler magyarischer Judenhasser
    “armen”, “vom Schicksal so malträtierten”, Ungarn.
    Ihr Ungarn (fast kollektiv) nicht solche Menschenrechtsschänder wäret
    Euer opportunistisches Mäntelchen
    papistisch-katholischen Magyarentum
    Ihr Traumtänzer
    Ihr Verharmloser christlicher Schwerstverbrechen
    Ihr Handlanger der österreichischen, katholischen, nationalistischen Habsburger ebenso wie der Hitlerfaschisten
    Verderben und Schimpf über Euch!
    Ewiggestrigen, von Antisemiten
    antisemitische, romafeindliche, katholische Lumpen-und-Verbrecher-Partei!
    warum “fast kollektiv” hier angebracht ist
    erbärmlich
    biederen Staat in Mitteleuropa
    Die Palästinenser sind für Sie doch nur billiges Kanonenfutter,
    zurechtgebogen für Ihren Magyaren-Narzismus der immer noch so hohl ist, dass er auf antisemitische Wahngespinste unmöglich verzichten kann
    Schande für Europa
    Dir sind alle Mittel recht,
    unerträglicher Antisemitismus
    Antiziganismus
    unerträgliche Xenophobie
    nicht bereit oder nicht fähig sind aus der Geschichte zu lernen
    Eurer vermurksten Historie
    dass Vati, Opa, Uropa, ja bereits Ururopa massiv Scheiße gebaut und echtes Unrecht begangen haben
    fahrt Ihr fort dummen Hass und überholten Nationalismus an Eure Kinder weiterzuvererben.
    Wie kann man nur im 21. Jahrh. einer ungarischen Partei (JOBBIK) angehören, deren Vorsitzende bekennende Antisemitin ist
    Wie kann man ferner mit so einer Einstellung ausgerechnet auf einer jüdischen Internetplattform auftreten, siehe Dein Kommentar ganz oben, und uns hier verzapfen wollen
    Hälst Du uns hier für blöde oder was
    Und dann kommst Du auch noch mit den ollsten Kamellen an, der jüdischen Weltverschwörungstheorie
    (wahrscheinlich seid Ihr Ungarn die heimlichen wirklichen Erfinder der Märchen der Weisen von Zion!)
    Ihr katholischen Ungarn fast soviel Schuld auf Euch geladen habt wie die Deutschen
    Du hast Dir durch Deine ungeschickte Argumentation und durch Deine hasserfüllten Anti-Israel-Links die letzten Sympathien verspielt.
    Du hast bewiesen, dass Ihr katholischen Ungarn tatsächlich nichts aus der Geschichte gelernt habt
    dass somit “Vorurteile” oder Klischees auf Euch katholischen Ungarn bezogen ihre volle Berechtigung haben.
    Ihr seid überholt, Schnee von gestern, Schrottware.
    Du hast ausgespielt

    Ein kleiner Hinweis! Nach meiner Kentniss sind mehr als 90% der Juden haben Chasarische Herkunft! Die Chasaren (auch Khasaren, heb. Kuzarim†ÎÂÊ&hibar;È̪†türkƆHazarlar; griech. ÿ˙·ÚÔÈ; russ. Хазары; tatar. Xäzärlär; persisch <http://de.wikipedia.org/wiki/Persische_Sprache&gt;
    ?Œ“—; lat. Gazari oder Cosri) waren ein ursprünglich nomadisches <http://de.wikipedia.org/wiki/Nomadisch&gt;  und später halbnomadisches Turkvolk <http://de.wikipedia.org/wiki/Turkvolk&gt; [1] <http://de.wikipedia.org/wiki/Chasaren#cite_note-0&gt;  in Zentralasien <http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralasien&gt; .) Also die meisten Juden haben keine abrahamische, semitische Herkunft. So gesehen gilt als Antisemit eher, wer die Araber hasst! Araber haben nämlich semitischer Herkunft.
    Es tut mir Leid für Sie.

    Ãœbrigens die Leute welche unsere Diskussion lesen intelligenter als Sie denken. Sie werden Standard, haGalil und Wikipedia nicht als heiliger Schrift betrachten!

    Und noch Etwas, ich würde Ihnen gern, Ihrer Gesundheit wegen, einen Spielfilm empfehlen: Wutprobe. Sie werden sehr viel lachen! Damit wünsche ich Ihnen alles Gute und Selenfrieden.

    Ihr Mitmensch,
    Janos Barat

  2. Gewalt gegen Roma
    Neuer Mordanschlag auf ungarische Romni
    03. August 2009, 20:10

    Seit mehr als einem Jahr reißt die Angriffserie gegen ungarische Roma nicht ab, in der Nacht auf Montag wurde eine Romni in ihrem Haus erschossen, ihre Tochter überlebte schwer verletzt
    Wien/Budapest – Es war gegen Mitternacht, als es „drei- oder viermal“ laut knallte, erzählen die Bewohner des nordostungarischen Dorfes Kislétá am Tag danach. Bis zum Morgengrauen blieb es still, dann machte eine Angehörige der Opfer die grausame Entdeckung: Bisher unbekannte Täter waren in das Haus am Rande der Ortschaft eingedrungen und hatten die beiden Bewohnerinnen – eine 45-jährige Frau und ihre 13-jährige Tochter – niedergeschossen. Die Frau verstarb noch am Tatort, ihre Tochter schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Der Fall sorgte in Ungarn umgehend für massives Aufsehen, denn bei den Opfern handelt es sich um Roma. Das Verbrechen dürfte sich somit in eine ganze Serie von brutalen Angriffen auf Angehörige der Minderheit einreihen.
    Bisher forderten die Angriffe sieben Todesopfer. Der erste Anschlag erfolgte am 21. Juli 2008 unweit von Budapest, damals wurde noch niemand verletzt. Anfang November starben aber zwei Roma, als Unbekannte auf ihr Haus Molotowcocktails warfen und das Feuer eröffneten. Am 18. November wurden zwei weitere Roma ermordet, diesmal schmissen die Täter eine Handgranate in das Haus der beiden im südungarischen Pécs.
    Ende Februar 2009 folgte im zentralungarischen Tatárszentgyörgy der nächste Doppelmord: Unbekannte zündeten ein Haus an und erschossen einen Roma und seinen fünfjährigen Sohn, die sich vor den Flammen retten wollten.
    Die ungarische Polizei gab am Montagnachmittag nur ein knappes Kommuniqué heraus, indem sie erklärte, dass es sich beim jüngsten Mord „wahrscheinlich“ um eine Fortsetzung der Anschlagserie handelt. Umgehend wurde das Kopfgeld zur Ergreifung der Täter von bisher 50 auf 100 Millionen Forint (ca. 380.000 Euro) erhöht. Ansonsten drangen wenige Informationen an die Öffentlichkeit: Die Täter haben nach Medienberichten die Tür des Hauses eingetreten und eine Schrotflinte benutzt.
    Keine Spur von den Tätern
    Obwohl die ungarische Polizei im November 2008 eine Sonderkommission zur Aufklärung der Roma-Morde eingesetzt hat, der nach Auskunft der Behörde 100 Beamte angehören, fehlt von dem Täter oder den Tätern bisher jede Spur.
    Verschiedene Nichtregierungsorganisationen, wie etwa das in Budapest ansäßige European Roma Rights Center (ERRC), werfen der Polizei auch vor, besonders zu Beginn der Mordserie zu zögerlich agiert zu haben. So sei der Doppelmord an dem Vater und seinem Kind in Tatárszentgyörgy zunächst als Unfall gewertet worden, heißt es in einem ERRC-Bericht zur romafeindlichen Gewalt in Ungarn.
    Der jüngste Mordfall schlägt jedenfalls auch schon politische Wellen. Die Liberalen (SZDSZ) forderten umgehend eine parlamentarische Sondersitzung. Auch sie wollen Informationen, warum die Arbeit der Sonderermittler bisher ohne Ergebnis blieb. (András SzigetvariDER STANDARD – Printausgabe, 4.8.2009)/

  3. janos barat ungarischer katholischer nationalist
     
    Nein, die offiziellen Nachrichten entsprechen natürlich nicht den Tatsachen. Alles Lügen, was man über die schlechte Behandlung der Roma in Ungarn in europäischen Medien liest und hört. Auch die Meldungen über den ungarischen Antisemitismus – Phantasiegebilde krankhafter Ungarnfeinde…
     
    Zufällig habe ich auch Romavorfahren und bin bestens durch die verschiedenen Roma-Vorsitzenden in Österreich, Ungarn und Serbien informiert, was sich da bei Euch in Ungarn abspielt. Es ist eine Schande für Europa, was Ihr ungarischen Katholiken, die ihr so fromm und bigott sein könnt, mit Leuten macht, die schwächer, ärmer, hilfloser sind, egal ob Jude oder „Zigeuner“.
     
    Das Pali-Video, das Du uns da eingestellt hast, hat mit der Minderheitenproblematik in Ungarn, unserem Ausgangsthema, nichts zu tun. Wie ich oben schon schrieb: Dir sind alle Mittel recht, um vom Thema abzulenken. Und das Thema lautet: unerträglicher Antisemitismus, Antiziganismus, Nationalismus, unerträgliche Xenophobie von seiten katholischer Ungarn, die nicht bereit oder nicht fähig sind aus der Geschichte zu lernen.
     
    Anstatt aus Eurer vermurksten Historie die nötigen Schlüsse zu ziehen, Eurer Jugend klar zu machen, dass Vati, Opa, Uropa, ja bereits Ururopa massiv Scheiße gebaut und echtes Unrecht begangen haben, fahrt Ihr fort dummen Hass und überholten Nationalismus an Eure Kinder weiterzuvererben.
     
    Wie kann man nur im 21. Jahrh. einer ungarischen Partei (JOBBIK) angehören, deren Vorsitzende bekennende Antisemitin ist (siehe der einschlägige Wikipedia-Artikel)?
     
    Wie kann man ferner mit so einer Einstellung ausgerechnet auf einer jüdischen Internetplattform auftreten, siehe Dein Kommentar ganz oben, und uns hier verzapfen wollen, JOBBIK sei eine Gemeinschaft netter, aufgeschlossener, moderner Menschen?
     
    Hälst Du uns hier für blöde oder was?
     
    Und dann kommst Du auch noch mit den ollsten Kamellen an, der jüdischen Weltverschwörungstheorie (wahrscheinlich seid Ihr Ungarn die heimlichen wirklichen Erfinder der Märchen der Weisen von Zion!), die Du an einem alten Mann aus Israel ausgemacht haben willst (siehe Dein YOUTUBE-Link Nr. 1). Was soll das?
     
    Dass Ihr katholischen Ungarn fast soviel Schuld auf Euch geladen habt wie die Deutschen, weiß doch außerhalb Ungarns jedes Kind. Vollkommen zwecklos uns hier mit was anderem kommen zu wollen.
     
    Auch wenn Du die von mir hier eingestellten Links nicht lesen wirst, andere, die unseren Dialog mitbekommen haben, werden sie lesen. Und glaubst Du im Ernst, man wird Dir JOBIKKISTEN mehr Glauben schenken als dem Standard, haGalil und Wikipedia?
     
    Du hast Dir durch Deine ungeschickte Argumentation und durch Deine hasserfüllten Anti-Israel-Links die letzten Sympathien verspielt. Du hast Deiner Partei geschadet (indem jetzt alle den Wikipedia-Link gelesen haben) und Du hast bewiesen, dass Ihr katholischen Ungarn tatsächlich nichts aus der Geschichte gelernt habt, dass somit „Vorurteile“ oder Klischees auf Euch katholischen Ungarn bezogen ihre volle Berechtigung haben.
     
    Janos, wir leben im 21. Jahrhundert. Es ist Zeit sich von dem alten Quatsch zu verabschiedten. Heute braucht keiner mehr Antisemiten, Romahasser, Katholiken und ungarische Nationalisten. Ihr seid überholt, Schnee von gestern, Schrottware.
     
    Oben schreibst Du „Und Tschüß“, das heißt gewöhnlich soviel wie „mein letztes Wort hier“ – dennoch hast Du Dich wieder gemeldet.
     
    Verzichte jetzt darauf, noch mal auf haGalil das Wort zu ergreifen, Du hast ausgespielt.
     

  4. Ganz schön erbärmlich ihre Ablenkungsmanöver. Einen biederen Staat in Mitteleuropa vergleichen Sie mit einem Krisengebiet in Nahost?

    Also ich glaube nicht, dass die moralische Lage in Ungarn so desolat ist, dass ein Magyar sich mit solchen Tricks entschuldigen müssten. Die Palästinenser sind für Sie doch nur billiges Kanonenfutter, zurechtgebogen für Ihren Magyaren-Narzismus, der immer noch so hohl ist, dass er auf antisemitische Wahngespinste unmöglich verzichten kann.
    Traurig. Kommt endlich in die Gegenwart. 2009!

  5. Lieber karlheinz! Ãœberprüfen Sie mal Ihren Beobachtungspunkt, wo Sie gerade sind, wohin Sie geraten!Hat die Polizei in Ungarn schon  überhaupt die Täter gefasst? Warten wir mal ab. Was sollen diesen Vermutungen? Sie übernehmen so wieso nur offizielle Nachrichten von Ungarn, welche meistens nicht der Wahrheit entsprächen. Ich empfehle Ihnen übrigens ein Buch, mit dessen Hilfe Sie Ihren Hass gegenüber anderen Menschen bewältigen könnten. Von Rabbi Michael Laitmann – Kabbala, ein erster Einblick in die verborgene Weisheit. Insbesonders empfehle ich darin die Geschichte: Die fliegende Raupe.
    Zu Illustration, wie ungarische Faschisten mit Zigaunern umgehen, empfehle ich Ihnen dieses Video: http://www.youtube.com/watch?v=xrqKT_Pwnbs&eurl=http%3A%2F%2Fkkbk.blog.hu%2F&feature=player_embedded

  6. @Janos-antisemit
     
    Wie billig und simpel sich mit so etwas aus der Affäre zu ziehen; Du übler magyarischer Judenhasser nimmst zu keinem der oben erhobenen Vorwürfe Stellung, sondern polemisierst gegen einen alten Mann. Stellst ihn hin als vermeintlichen Beleg für die angebliche Verschwörung des Weltjudentums gegen Euch „armen“, „vom Schicksal so malträtierten“, Ungarn.
     
    Wenn Ihr Ungarn (fast kollektiv) nicht solche Menschenrechtsschänder wäret, könnte man darüber lachen. Zu mehr als zwei Dritteln (68%) seid Ihr (Ungarn) schon wieder Katholiken (nachdem Ihr Euer opportunistisches Mäntelchen für paar kommunistische Jahre in die Truhe gelegt habt) und erneut meint Ihr , dass an Eurem glorreichen papistisch-katholischen Magyarentum die Welt sich ein Vorbild nehmen sollte. Ihr Traumtänzer, Ihr Verharmloser christlicher Schwerstverbrechen, Ihr Handlanger der österreichischen, katholischen, nationalistischen Habsburger ebenso wie der Hitlerfaschisten, Ihr Jobbikisten,
    Verderben und Schimpf über Euch!
     
    Jobbik bringt Schande über das ganze Land, anständige Ungarn, wendet Euch ab von Ewiggestrigen, von Antisemiten, von Leuten, die, wenn an der Macht, dafür sorgen werden, dass Ungarn rasch international isoliert werden wird!
     
    Und überhaupt, wie kann man sich nur JOBBIK nennen!
     
    Ihr Ungarn standet doch lange genug unter Sowjeteinfluß und habt doch viele Jahre lang auch die russische Sprache gelernt.
     
    Dann müsstet Ihr doch wissen, dass die erste Silbe Eures Parteinamens auf russisch nicht mehr und nicht weniger als das amerikanische f…-word bedeutet.
    (Job tvoj mat‘)
     
    Ein wahrhaft passender Name für eine antisemitische, romafeindliche, katholische Lumpen-und-Verbrecher-Partei!

  7. Lieber karlheinz! Kann es sein dass Du ein bischen nervös bist? Guck dass mal an – da kannst Du sehen wie hoch ist die moralische haltung von diesem Herrn. Ich hoffe hast Du keine schlechte Meinung von ihm!?:))) Wir überlegen noch was Moral ist!:)))
    http://www.youtube.com/watch?v=JL4Cu-K17vE
    Und Tschüss!

  8. Eine Meldung aus dem Wiener Standard:

    Roma nahmen Abschied von Ermorderter
    07. August 2009, 15:59

    Suche nach den Tätern bisher erfolglos – Ergreiferprämie und Zeugenschutz sollen helfen – NGO fordert Präsident zu klaren Worten auf
    Budapest (APA) – Auf dem Friedhof in der kleinen nordostungarischen Gemeinde Kisleta wurde am Freitag Maria B. unter Polizeischutz zu Grabe getragen. Mehr als 500 Trauergäste, darunter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, begleiteten die alleinerziehende Mutter auf ihrem letzten Weg. Die 45-jährige Roma war in der Nacht auf Montag brutal ermordet worden. Unbekannte Täter drangen in das Haus am Rande der Ortschaft ein und eröffneten mit Jagdgewehren das Feuer auf Maria B. und ihre 13-jährige Tochter.
    Das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt, liegt auf der Intensivstation des Spitals von Nyiregyhaza und steht unter Polizeischutz. Sie könnte die Täter gesehen haben. Bisher fehlt von ihnen allerdings jede Spur. Die Polizei hat jetzt nicht nur eine Prämie in Höhe von 100 Millionen Forint (366.569 Euro) zur Ergreifung der Täter ausgeschrieben, sondern auch Zeugenschutz und den Tätern einen Deal mit der Staatsanwaltschaft in Aussicht gestellt.
    Allein in einem Jahr gab es 55 Angriffe gegen Roma, acht Menschen starben, fünf wurden verletzt. Auch der jüngste Mord soll Teil dieser Angriffsserie gegen Roma sein. Die Polizei spricht von Serienmorden, dafür spreche die Methode, die verwendeten Mittel und die Wahl der Opfer. Laut Landespolizeipräsident Jozsef Bencze kam eine in Kisleta verwendete Mordwaffe bereits bei anderen Angriffen auf Roma zum Einsatz. Nach den am Tatorten gesicherten Spuren könnte es sich um bis zu vier Angreifer handeln. Er schließt laut Medienberichten nicht aus, dass die Täter bereits den nächsten Angriff vorbereiten.
    Gerüchte, wonach ausländische Geheimdienste hinter den Anschlägen auf Roma stehen könnten, dementierte das Büro für Nationale Sicherheit. Bisher gebe es keine Hinweise darauf.
    Die Gesellschaft für den Schutz der Würde der Roma forderte den ungarischen Staatspräsidenten Laszlo Solyom unterdessen auf, sein „Schweigen zu brechen, das er bisher hinsichtlich der bewaffneten Angriffe gegen Roma an den Tag legte“. Solyom solle endlich seine Stimme als der „die Einheit der Nation verkörpernde Staatschef“ erheben und sein Mitgefühl mit den in Angst und Schrecken lebenden Roma-Mitbürgern demonstrieren.
     

  9. @Janos-amigo
     
    Und hier hast Du Material über Deine Partei, das uns zeigt, dass Euch der Judenhass und der Hass auf Roma ganz nahe liegt. Einst wart Ihr intellektuellen Katholiken gegen die Kommunisten und die Juden und die „Zigeuner“, jetzt, nachdem es kaum noch Kommunisten gibt, schießt Ihr Euch wieder auf Eure Lieblingsfeindbilder von einst ein, Ihr feige Jobbik-Bande!
     
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jobbik

  10. Janos-Darling, Du willst doch nur von Tatsachen ablenken, mit Deinen an den Moralismus gemahnenden Einwänden.
     
    Dass weite Kreise besonders katholischer Ungarn ganz abscheuliche Fremdenfeinde und Judenhasser sind, ist doch wohl allgemein bekannt und auch haGalil berichtete bereits darüber.
    Hier für Dich, auch in Deiner Sprache, zum Nachlesen:
     
    http://test.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=202

  11. Lieber karlheinz. Es ist erstaunlich, wie Sie sich selbst ins Lächerliche Ziehen mit dem was Sie sagen möchten, wenn Sie so eine chauvinistische, ausgrenzende, verallgemeinernde Aussage gegenüber einer europäischen Minderheit, gegenüber den Ungarn, hier einstellen. Sie können es ganz bestimmt nicht verstehen, dass die Dinge nicht nur in eine Richtung gehen können, sondern auch in die Gegenrichtung, dass wenn jemand zum Beispiel die verallgemeinernde Aussage „die Juden“ verbieten möchte, dass er dann  für sich nicht das Recht behalten dürfte „die Deutschen “ oder „die Ungarn“ zu sagen!… …ob dies wohl von Ihrer Erziehung kommt?

  12. „In Ungarn finden wir den stärksten, am tiefsten sitzenden Nationalismus in ganz Europa. Im Wettrennen der Chauvinisten schlagen die Ungarn sogar die Polen. Eine kleine Geschichte ist bezeichnend. Der stolze Vater einer Achtjährigen kauft ihr für den Geographie-Unterricht einen Globus. Sie betrachtet ihn und bricht in Tränen aus: ‚Papa‘, weint sie, ‚ich will einen Globus nur mit Ungarn drauf.‘ “
     
    John Gunther, Inside Europe, 1938

  13. Wer von Hetzkampagnen gegen Roma spricht, müsste erstmal von der Zigaunerkriminalität in Ungarn und den Hetzkampagnen gegen die ungarische Bevölkerung in den westlichen Medien sprechen. Die Bevölkerung hat das Recht diese Kriminalität beim Namen zu nennen und muss sich gegen diese wehren können, wenn die Polizei und Justiz ihre Arbeit nicht tun. Warum spricht keiner über die von den Roma begangenen Morden?

    Die Partei Jobbik und – Gott sei Dank – immer mehr Menschen in Europa erkennen, worauf das ganze globale, neoliberale Entwicklung hinauslauft. Nämlich, dass ein systematisch gut geplanter Raubfeldzug im Gange ist wo das internationale Finanzkapital mit der Großindustrie und Oligarchie, durch korrupte politische Führungen nacheinander die Länder neu kolonialisiert. Diese kaufen, durch ihre finanzstarke Infrastruktur, Landwirtschaft, Grund und Boden, übernehmen den Handel und die Industrie der Länder. Dadurch entziehen sie der Bevölkerung die Lebensgrundlage.

    Durch diese kapitalfaschistische Intervention und Invasion werden die Völker in Abhängigkeit von Feudalherren und den Zustand der Leibeigenen zurückversetzt.

    Die korrupten Kollaboratöre und Politiker hetzen Minderheiten gegeneinander auf und schaffen Chaos in den Ländern. Dann, nach dem gut bekannten Schema – teile und beherrsche – können sie diese Prozesse vorantreiben und gegen unerwünschte Gruppierungen aller Art vorgehen. Dazu gehört die Deformierung und Verleumdung, Anschuldigungen und Vorwürfe wie Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Terrorismus. Mit diesem Totschlag-Argument kann man dann alle ungarischen nationalen Interessen aus dem Weg räumen.

    Die Partei Jobbik ist keine rechtsextreme oder gar nationalsozialistische Partei! Die Partei Jobbik benennt diese Probleme und Gefahren. Versucht durch parlamentarisches und demokratisches Handeln, mit der Einhaltung der Gesetze, dagegen anzutreten, sich dagegen zu wehren. Sie möchte die kapital- und gewinnorientierte Gesellschaft zu einer menschenzentrischen, menschlichen Gesellschaft verändern.

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