Lieberman: Kritik an Zugeständnissen der Vorgängerregierung

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Israels neuer Außenminister Avigdor Lieberman hat am Mittwoch bei seiner Antrittsrede erklärt, er fühle sich nicht an die Vereinbarungen der Friedenskonferenz von Annapolis im November 2007 gebunden. Gültig sei für ihn jedoch der Friedensplan „Roadmap“ – dieser könne Schritt für Schritt umgesetzt werden. Die weitreichenden Zugeständnisse seiner Vorgänger kritisierte Lieberman, damit sei nichts erreicht worden…

„Der Oslo-Prozess begann 1993. 16 Jahre sind seitdem vergangen und ich sehe nicht, dass wir einer umfassenden Vereinbarung irgendwie nähergekommen sind. Es gibt ein Dokument, das uns bindet und das ist nicht die Annapolis-Konferenz. Diese hat keine Gültigkeit. … Im Kabinett habe ich gegen die ‚Roadmap‘ gestimmt, aber sie ist das einzige Dokument, welches vom Kabinett bestätigt wurde und vom Sicherheitsrat – ich glaube als Resolution 1505. Es ist eine bindende Resolution und sie bindet auch diese Regierung. Die israelische Regierung hat das Annapolis-Abkommen niemals bestätigt. Weder das Kabinett noch die Knesset haben dem je zugestimmt. Jeder, der sich noch weiter amüsieren möchte, kann das tun. Ich habe die vielen Vorschläge gesehen, die so großzügig von Ehud Olmert gemacht wurden, aber ich habe nicht ein Ergebnis gesehen“, sagte Liebermann in seiner Rede, die vom israelischen Außenministerium veröffentlicht wurde.

„Keine Klauseln in ‚Roadmap‘ überspringen“

Der neue Außenminister kündigte an, exakt nach der „Roadmap“ zu handeln. Allerdings könnten einzelne Klauseln nicht übersprungen werden, um direkt zur letzten Abmachung zu gelangen, in der es um die Aushandlung eines umfassenden Friedensabkommens gehe. Solche Zugeständnisse erreichten nichts, so Liebermann. Der Plan müsse vielmehr Schritt für Schritt umgesetzt werden. So müssten zuvor die „Auflösung der Terror-Organisationen, die Schaffung einer effektiven Regierung, eine tiefgreifende und grundlegende Veränderung der Palästinensischen Autonomiebehörde“ erreicht werden. „Auch wir sind verpflichtet, die einzelnen Klauseln umzusetzen, aber die andere Seite auch“, betonte Liebermann weiter.

„Wer Frieden will, muss den Krieg vorbereiten“

In seiner Rede kritisierte der Vorsitzende der Partei „Israel Beiteinu“ die Zugeständnisse seiner Vorgänger. Es bringe nichts, das Wort „Frieden 20 Mal am Tag auszusprechen“. Sowohl die Regierung unter Premier Ariel Scharon als auch die unter Ehud Olmert hätten weitreichende Zugeständnisse gemacht. Diese hätten jedoch keinen Frieden gebracht. „Im Gegenteil. Wir haben in dieser Zeit gesehen, dass nach all unseren Gesten, nach all den dramatischen Schritten, die wir unternommen haben, und nach all den weitreichenden Vorschlägen, dieses Land in den vergangenen Jahren durch Kriege gehen musste – den Zweiten Libanonkrieg und die Operation ‚Gegossenes Blei‘ – und das nicht, weil wir es uns ausgesucht haben. Ich habe hier keinen Frieden gesehen“, so Liebermann weiter. Dann zitierte er die altrömische Regel: „Wer Frieden will, muss den Krieg vorbereiten“. Er betonte, dass die neue Regierung Frieden anstrebe, dass aber auch die Palästinenser Verantwortung hätten. Israel habe mehr als jedes andere Land der Welt gezeigt, dass es Frieden suche. Seit 1977 habe es Gebiete abgegeben, welche „drei Mal der Größe des Staates Israels entsprechen“.

„Ägypten ist wichtiger Partner“

Lobende Worte fand Liebermann für Ägypten. Der Nachbarstaat sei „ein wichtiges Land in der arabischen Welt, ein stabilisierender Faktor im regionalen System und wahrscheinlich noch darüber hinaus“. Er sehe es als einen wichtigen Partner und würde sich freuen, Ägypten besuchen und ägyptische Führer in Israel begrüßen zu können, so Liebermann.

inn

25 Kommentare

  1. Der Link bezieht auf das Annapolis-Abkommen aus dem Jahr 2007.

    Findest du die Zitate so abwegig, dass du meinst die könnte Ich mir ausgedacht haben?

  2. Was hat der Link mit deinem Geschreibsel zu tun? Wenn man einen Link so setzt, gehe ich davon aus, dass das nachfolgende ein Zitat aus dem verlinkten Artikel ist, da steht aber sowas nicht. Weder beim Aussenministerium noch bei Hagalil.
    Also wo hast du die Zitate her, oder hast du dir das selbst ausgedacht?

  3. Vom Aussenministerium des Staates Israel  herausgegeben (27.11.07).

    test.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=1528&catid=55

    Wenn Abkommen doch immer so leicht aufgehoben werden können, braucht man ja keine mehr abzuschliessen. Jeder macht was er will. Hängt immer von den regierenden Parteien ab. Unglaublich. Was macht die nächste Regierung?

    Aussagen vom lieben Lieberman:
    Er wollte Gaza „wie Tschetschenien“ behandeln
    Ägyptens Assuan-Staudamm bombardieren
    РMubarek soll zur H̦lle fahren
    Israel soll die Hamas so bekämpfen, wie die USA es im Zweiten Weltkrieg mit den Japanern gemacht hat (Atombombe)
    – Keine Loyalität – keine Staatsbürgerschaft (Lieberman redet dabei nicht nur, er lebt seine Ãœberzeugung und wohnt deshalb in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland.)
    – befürwortet ethnische Säuberungen
    – wollte arabische abgeordnete hinrichten lassen
    – ging auf „Araberjagd“ mit Fahrradketten und Stacheldraht
    -israelische Araber seinen eine fünfte „Kolonne“ (Zehntausenden israelischen Arabern soll die Staatsbürgerschaft entzogen werden) und wünscht den „Transfer“ (ins Westjordanland)
    – in Gaza »keinen Stein auf dem anderen zu lassen« und auch zivile Ziele wie Geschäfte, Banken und Tankstellen »dem Erdboden gleichzumachen
    – Eine Rückgabe der 1967 von Israel eroberten Gebiete an die Palästinenser lehnt er ab – er will lieber seine eigenen Grenzen ziehen. Lieberman schlägt vor, alle jüdischen Siedlungen im Westjordanland zu annektieren und dafür von arabischen Israelis bewohnte Regionen abzugeben. Auch weitere Siedlungen sollen seiner Meinung nach gebaut werden.
    – würde gern im Alleingang den Iran angreifen
    – er bekennt offen, dass „jüdische und zionistische Werte wichtiger sind als demokratische“
    – er fordert eine institutionelle Stärkung der Präsidentschaft auf Kosten des Parlaments – seine Kritiker fürchten, ihm schwebe ein autoritäres System à la Putin in Russland vor.

    Der Politikwissenschaftler Zeev Sternhall von der Hebräischen Universität Jerusalem hat sein Urteil über Lieberman gefällt. Er nennt ihn den „gefährlichsten Politiker in der Geschichte Israels“.

  4. „Leider kann ich, auch nach mehrmaligem lesen der Beiträge, nicht erkennen wo die getroffenen rassistischen und antisemitischen Unterstellungen geschrieben worden sein sollen.“
     
    Nicht nur du nicht, ich auch nicht. Wie sagte Karl Kraus so passend: Noch nicht mal ignorieren.

  5. Lieber Carl, lieber Willow,
    man kann keinen Diskurs führen, wenn andere TeilnehmerInnen nicht willens oder in der Lage sind, sich die Zeit zu nehmen, einen Beitrag zu lesen.
    Da lese ich doch lieber Ha Aretz, auch wenn ich mich nach Shura damit wahrscheinlich als Antisemit oute.
    Pesach sameach vekascher!

  6. Wenn es das  Ziel war einen Austausch von Meinung auf zivilisierter Basis zu beeinträchtigen oder gar zu stoppen wurde das Ziel wohl erreicht.
    Schade, ich fand den ha’aratz artikel von sapientia sehr informativ und den blog Artikel, den Willow verlinkt hat überaus  spannend und interessant und war gespannt, nach lesen der Argumente,  wie der Diskurs wohl weiter ginge.

    Leider kann ich, auch nach mehrmaligem lesen der Beiträge, nicht erkennen wo die getroffenen rassistischen und antisemitischen Unterstellungen geschrieben worden sein sollen.

    Ich unterstell dann mal, dass das unter Umständen auch ne Methode ist zu stoppen, was einem nicht gefällt.

  7. Welche Tat bitte!? Welches Tribunal hat mich verurteilt? Entschuldige, auch wenn das für dich albern sein sollte, ich habe Probleme damit, ungerechtfertig runtergemacht zu werden… ich mache Fehler, keine Frage, und dann ist es auch OK mich zu kritisieren. Aber im Moment fühlt sich das ziemlich kafkesk an. Bist du in der Lage zu formulieren, was genau du mir eigentlich vorwirfst!?

  8. dir wird „Israelkritik“ vorgeworfen und du heulst gleich, als hätte man dir einen „Angriff auf Israel“ vorgeworfen. Durch solche Ãœbertreibung vermeidest du es, dich mit deiner wirklichen Tat zu konfrontieren. Ein typisches Verhalten. Du kannst vermutlich nichts dafür. 

  9. Also weil ich Liebermann nicht ganz (!) so schwarz sehe wie ihr (und israelische Freunde habe) bin ich also ein Antisemit… na Klasse. Haben wir das also auch abgehakt. Wo habe ich eigentlich geschrieben, daß ich jüdische Juden hasse (weil ich Liebermann nicht als Nazi ansehe?) oder weil ich erwähnt habe, daß manche religiösen israelischen Juden russische Lebensmittelgeschäfte meiden? KinderKinder, wie seid ihr nur drauf!?

    Wo bitte, shura, habe ich Israel mit Israel gleichgesetzt? Wo?

    „Die wenigsten Antisemiten kritisieren direkt. Die meisten nennen es Israelkritik“ wo Bitte habe ich Israel angegriffen? Wo? Irgendwie bin ich im falschen Film…

  10. Lieber Willow, Du siehst., es geht nicht sachlicher.
    Aus Deiner Bestreitung, dass Liebermann Rassist ist, wird nun der Vorwurf,
    Du seiest Antisemit. Und der Höhepunkt Deines Antisemitismus ist die Aussage, „dass ich ihn nie wählen würde“. Und endlich wissen wir es: Tzipi Livni ist Antisemitin.

  11. Die wenigsten Antisemiten kritisieren direkt. Die meisten nennen es Israelkritik und fragen dann ganz erstaunt „Wo bitte habe ich die israelische Gesellschaft mit Liebermann gleichgesetzt?“

    Typische ist es für moderne Antisemiten, daß sie ein paar Juden kennen, manche haben sogar die „einer meiner besten Freunde ist Jude„-Masche drauf oder kommen mit der Tour „Weil ich *mehrere* Israelis kenne, die einen Gebietsaustausch für eine interessante Idee halten“.

    Aber ganz klare Meinungen wie „daß ich ihn nie wählen würde… „, hört man selten. Sagen Sie mal, hassen sie nur die russischen Juden oder alle?

  12. Geht es vielleicht etwas sachlicher!?

    Wo bitte habe ich die israelische Gesellschaft mit Liebermann gleichgesetzt? Weil ich *mehrere* Israelis kenne, die einen Gebietsaustausch für eine interessante Idee halten (Meretz- und Kadima-Wähler) ? Ich habe sogar gesagt, daß ich ihn nie wählen würde… vielleicht sollten sie sich etwas beruhigen – und etwas genauer lesen? Aber beleidigen ist wohl einfacher…

  13. Willow, wie kommst du dazu die israelische Gesellschaft mit Lieberman gleichzusetzen?

    Schulamit sprach als erste davon, dass Lieberman Rassist sei. Sie meinte diesen einen Mann, nicht Israel!!!
    Und dass Lieberman Rassist ist, ist bekannt, auch aus seinen rassistischen Sprüchen über jüdische Einwanderer aus Äthiopien oder aus arabischen Staaten. Rede nicht von Dingen, von denen du keine Ahnung hast. Du kannst noch nicht einmal in deutscher Sprache eine Satz verstehen. Oder wie kommt es zu solchen Falschinterpretationen.

    Wie kommst du überhaupt dazu dich hier als Besserwisser aufzuspielen? Willst Juden das Judentum erklären und Israelis und Arabern den Nahostkonflikt. Dabei offenbart sich zwangsläufig deine Dummheit.

  14. Nun Sapentia, hängt natürlich davon ab, wie du „Rassismus“ definierst… aber staatlichen Rassismus gibt es tatsächlich nicht – und das Zusammenleben der verschiedenen Gruppen funktioniert trotz persönlicher Vorurteile (besonders gegen Äthiopier und Russen 😉 ) besser, als uns das die Medien einreden wollen. Wenn es dich interessiert, Lila hat darüber sehr gut geschrieben (ihre ashkenasische Schwägerin ist mit einem irakischen Juden verheiratet …) http://rungholt.wordpress.com/2007/01/22/eine-viel-zu-lange-antwort-an-loco/

    Aber zu Liebermann… ich würde ihn wie gesagt nicht wählen (wobei ich im Moment auch Probleme habe, mit Meretz zu sympatisieren) aber was ist an diesen Forderung „rassistisch“? Wenn du eine Zweistaatenlösung (was ich jetzt einfach mal voraussetze) und den Abbau der Siedlungen in der Westbank unterstützt – dann dürfte dir klar sein, daß es im Zuge erfolgreicher Verhandlungen zu einem Gebietsaustausch kommen wird, neben Ostjerusalem vermutlich Um al Fahm.

    Findest du es rassistisch, die betroffenen „israelischen Palästinenser“ persönlich entscheiden zu lassen, ob sie die israelische oder die palästinensische Staatsbürgerschaft wollen? Oder besteht der Rassismus darin, von orthodoxen und nichtjüdischen Israelis wenn schon keinen obligatorischen (freiwillig gehen aus beiden Lagern etliche) Wehrdienst so doch zumindest einen Zivildienst  -als Bekenntnis zum Staat in den sie leben- zu verlangen?

    Rassismus wäre es, alle Nichtjuden aus Israel vertreiben zu wollen, oder sie durch Gesetze zu Bürgern zweiter Klasse zu machen … davon habe ich bisher nichts gehört.

  15. Zuerst: Der Hinweis auf die Vielfältigkeit der israelischen Gesellschaft als Argument für einen fehlenden Rassismus ist wenig überzeugend; mit gleicher Logik dürfte es in den USA, in Teilen Frankreichs und in Berlin keinen Rassismus geben.

    Lassen wir Herrn Liebermann doch selbst zu Wort kommen:
    http://haaretz.com/hasen/spages/1056942.html

    Your proposal is completely undemocratic. It denies Israeli citizens not only their rights, but also their citizenship.

    „Even the Geneva Initiative allows for the revocation of citizenship. One can revoke citizenship as well as moving a population and expelling people.“

    Are you recommending transfer, Mr. Lieberman?

    „First of all, there is a line equating citizenship and loyalty. The second equation is between national security and national service. But there is also a third component. Just as they have the audacity to demand the right of return, there must also be the right of expulsion. For instigators.“

    Ich gebe  gerne zu, dass ich Ha Aretz -Leser bin und mit der Awoda sympathisiere.

  16. Lieberman ist Lieberman und hat seinen eigenen menschlichen und politischen Hintergrund.
    Den kann man kritisch bis sehr kritisch beleuchten und beurteilen, hinterfragen.
    Gerade das geschieht aktuell in Israel ja auch großflächig in den Zeitungen und in der Bevölkerung.

    Nur die weiteren westlichen Medienlandschaften scheinen eine kritische, mehrere Positionen zu beleuchtende, Berichterstattung nicht nötig zu haben.
    Die deutsche Presselandschaft ließt sich (für mich) zum Teil, als wenn sie bereits wieder fast gleichgeschaltet wäre.
    Ich habe Vergleiche von Lieberman mit Haider aber auch mit der Appeasement Politik von Chamberlains gelesen.
    Sogar die unvermeidlichen härteren faschistischen Vergleiche fehlten natürlich nicht vor allem in den links-linkeren Medien.
    Alles in allem passt es leider wieder einmal in mein Bild, schade.
    Man scheint damit ein gefällig lauschendesPublikum zu begeistern (ich lasse mich gern vom Gegenteil überzegen)

    Gideon Böss hat dann in seiner Kolumne Lieberman’s Position mit den Positionen der PLO verglichen und gefragt, wie müsste man einen palästinensischen Lieberman interpretieren.
    Von der PLO getroffen, würden Lieberman’s Aussagen, die Welt wohl zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen lassen, dass ein Frieden mit Israel kurz bevor stünde…

    Passt zwar nicht: aber trotzdem – zu Willow’s Bemerkung über die Vielfalt der israelischen Bevölkerung: Stichwort Pluralismus: MK Hanin Zoabi (Balad) hat sich positiv zu einer möglichen Atombombe des Iran’s geäußert und in einem Interview beteuert, dass sie größere Angst vor einer israelischen hätte.
    Ich persönlich würde sagen, der Tschador ist ideologisch bereits angelegt…aber trotzdem – der gelebte Pluralismus in Israel macht diese Aussage eines Mitlgiedes der Knesset möglich ohne das die Dame Repressalien oder gar Gewalt befürchen muss (scheint wohl doch auf die Medienlandschaft in Deutschland zu passen, denn auch von MK Zoabi habe ich hier nichts gelesen)

    Ich stelle mir aber die bevorstehende Arbeit der Regierung trotzdem als sehr schwierig vor.
    Likud, Avoda, Yisrael Beiteinu, Shas und UTJ habe ja zum Teil sehr weit auseindergehende Meinung und Positionen.
    Hoffentlich müssen nicht in kurzer Zeit wieder Neuwahlen angesetzt werden, da kein Konsenz, trotz Koalitionsverträge, die aber von Likud mit jeder Partei einzeln abgeschlossen wurde, erzielt werden kann.
    Würde mich interessieren, ob mir hier jemand seine Einschätzung(en) geben kann?

    Ich bin gespannt, wann die seriöse Presse oder weitere Medien mir erklären, wann die PA denn einmal ihr gegebenes Wort im Friedensprozess gehalten hat?
    Insofern…es geht weiter auf Grundlage der Roadmap…

  17. @sapientia

    … vielleicht ist Lieberman ja gar kein „richtiger“ Rassist – denn woran macht man denn Rassismus normalerweise fest? Zählen Ideologien inzwischen tatsächlich als Rasse!?

    Er hat Probleme mit moslemischen Arabern, speziell antiisraelischen – sein „Rassismus“ richtet sich also gegen Personen, die Israel aus rassistischen Gründen hassen und bekämpfen… dagegen läßt sich einiges sagen, aber „Rassist“? Warum sollten ihn denn dann z.B. die Drusen so zahlreich wählen?

    Wenn du dir die israelische Bevölkerung ansiehst, die ist derart vielfältig und bunt (Europäer, Norafrikaner, Jemeniten, Ähiopier….) wo soll da Rassismus sein?

  18. Schulamith: „Liebermann ist ein Rassist, aber weder blöd noch unpragamatisch.“
    Ich denke, man muss schon ziemlich blöd sein, um Rassist zu sein.

  19. Lieber Admin,

    Danke für den Hinweis.
    Ich hab’s nicht bös  gemeint.
    Wenn mein Post unhöflich hagalil gegenüber war entschuldige ich mich gern.
    Der Infobrief war so ausführlich und schon bei der Hand.

    Danke auch für die Info im PS.
    Das wusste ich nicht.
    Ich möchte euch bestimmt nicht schaden.

    Lieber Carl, vielen Dank für die prompte Reaktion. Ich verstehe schon, dass man nicht immer alles nachprüfen kann und will. Trotzdem müssen wir ab und zu auch auf sowas hinweisen. Machen wir eh viel zu selten, glaub's mir.

  20. xxx Beitrag gelöscht xxx

    Danke Carl, aber die von dir verlinkten Informationen finden sich auch auf dieser Website.
    Ein ganz klein wenig Höflichkeit erwarten wir schon auch.

    Mit freundlichen Grüßen
    Administration haGalil

    PS die ständige Verlinkung auf Seiten, die keine entsprechende Rückverlinkung zu haGalil haben, verursacht in den Suchmaschinen zwar die Aufwertung der verlinkten Seite - allerdings bei gleichzeitiger Abwertung von haGalil.

  21. Und lesen will gelernt sein, gell Johann Sebastian? 😀
     
    Gültig sei für ihn jedoch der Friedensplan “Roadmap” – dieser könne Schritt für Schritt umgesetzt werden.

  22. Kriegsverbrechen waren “Gerüchte”

    Der militärische Anwalt hat die Akte zu vermeintlichen Kriegsverbrechen israelischer Soldaten während des Gazakrieges im Januar geschlossen. Die Anwälte der Armee hatten zwei vermeintliche Fälle der Erschießung von „unbeteiligten Nicht-Kombattanten“ untersucht…

    Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. März 2009

    Nach Angaben von Soldaten bei einer Konferenz im Rabin-Militärischen Vorbereitungs-Zentrum sei während des Krieges eine alte Frau erschossen worden, die sich trotz Warnschüssen und Handzeichen und trotz Ausgangssperre einer Gruppe von Soldaten genähert habe, bis sie niedergeschossen wurde. An ihrer Leiche habe man keine Sprengstoffjacke gefunden. In einem anderen Fall wurden eine Mutter und ihre zwei Kinder erschossen, weil sie sich in die falsche Richtung bewegten, als von den Militärs vorgegeben. 

    Diese Ereignisse habe es nicht gegeben. Die vermeintlichen Augenzeugen hätten gegenüber dem Militäranwalt gestanden, nur Gerüchte gehört zu haben und dann beiden Geschichten „übertrieben und bewusst übertrieben“ erzählt zu haben, um anderen Soldaten „ein Zeichen zu setzen“. Sie gestanden, nicht Beteiligte gewesen zu sein und konnten deshalb auch keine Angaben über den Ort und Zeitpunkt der von ihnen beschriebenen vermeintlichen Kriegsverbrechen machen. Die angebliche Ermordung der zwei Frauen und Kinder hatten in Israel wie in der Welt einen Sturm der Empörung ausgelöst.

    Zu dem Fall der angeblich erschossenen Frau und ihren zwei Kindern ergab die Untersuchung, dass es ein „ähnliches“ Ereignis gegeben habe, bei dem jedoch die Soldaten auf zwei Hamas-Kämpfer geschossen hätten, nicht aber auf die in der Nähe stehenden Frau und Kinder.

    Einige Soldaten hatten sich auch zu dem Einsatz von Phosphormunition geäußert. Auch in diesem Fall stellte sich heraus, dass sie ihre Aussagen nicht aufgrund eigener Erlebnisse oder Erkenntnisse gemacht hätten, sondern ungeprüfte Presseberichte zitierten.

    http://test.hagalil.com/2009/03/30/kriegsverbrechen/

  23. @Johann Sebastian
     
    Liebermann hat sich für die 2 Staaten-Lösung ausgesprochen, da können Sie noch sooft das Gegenteil behaupten, diese Lüge wird nicht besser.
    Und wissen Sie was noch: Liebermann ist sogar bereit Jerusalem zu teilen, auch das haben Hetzer wie Sie auch noch nicht mitbekommen. Da ist es eben leichter, Israel Kriegsverbrecher anzudichten, obwohl die längst widerlegt sind. Liebermann ist ein Rassist, aber weder blöd noch unpragamatisch.

    Und von Apartheid haben Sie soviel Ahnung wie der Papst von Sexualität.

    Suchen Sie sich ein anderen Platz, in dem Sie Ihre antisemitische Propaganda ablabern können. Auf Hetzer kann Hagalil verzichten.

  24. @Johann Sebastian

    Du findest also, es liegt nur an den Israelis, wenn ein erfolgreiches Friedensabkommen im Moment in weiter Ferne liegt? Na klar, wenn Israel für dich soetwas wie SA ist, dann sind es einzig die Juden, die Zugeständnisse machen müssen (waren ja auch bisher die Einzigen, die zugunsten des Friedens schmerzliche Opfer brachten – oder hast du ein Beispiel für das Gegenteil?) … wie paßt es da in dein Weltbild, daß die Araber in Israel alle Bürgerrechte haben – die Juden in arabischen Ländern aber fast keine Rechte haben (wenn sie nicht totgeschlagen oder vertrieben wurden) Wo ist da Apartheid? Im multikulturellen und multiethnischen Israel!? Und zur palästinensischen Friedenbereitschaft solltest du dir dies hier durchlesen – http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/03/18/dahlan-fatah-hat-israel-nie-anerkannt/

  25. Wer keine Zwei-Staaten-Lösung will, der wird am Ende die Ein-Staaten-Lösung bekommen. Der wird dann in einem binationalen Einheitsstaat leben müssen.
    Und wer in Israel glaubt, die Juden könnten dort auf ewig über ein anderes Volk herrschen, der schaue sich die Geschichte der Apartheid in Südafrika an. Dort glaubten die weissen burischen Herrenmenschen auch, sie könnten aufgrund ihrer völkischen Ãœberlegenheit und ihrer militärischen Stärke und ihrer Atombomben die verachteten schwarzen „Terroristen“ auf ewig in Ghettos und Reservate und Bantustans einpferchen.
    Und mussten am Ende doch die Macht an sie abtreten.
     

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