Antisemitische Vorfälle in Westeuropa haben einen neuen Höchststand seit Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht. Dies geht aus einer neuen Studie der Jewish Agency hervor, die nun im Vorfeld des Internationalen Holocaust-Gedenktages veröffentlicht wurde…
Im Gefolge von Israels Militäroperation im Gaza-Streifen im vergangenen Winter wurden in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres mehr antisemitische Vorfälle – von verbalen bis zu körperlichen Angriffen – in Europa registriert als im gesamten Jahr 2008. So ereigneten sich im ersten Halbjahr 2009 etwa in Frankreich 631 Vorfälle (im Vergleich zu 431 2008).
Besorgniserregend sind nicht zuletzt die Entwicklungen in ostmitteleuropäischen Staaten wie der Ukraine und Ungarn, wo es im Vorfeld von Wahlen zu öffentlichen Manifestation von Antisemitismus kam.
„Der klassische Antisemitismus befindet sich im Wandel und wird durch einen neuen Antisemitismus ersetzt, der in Gestalt von hemmungslosen Attacken gegen die Idee des jüdischen Staates auftritt“, sagte Natan Sharansky, der derzeitige Vorsitzende der Jewish Agency in Jerusalem.
Zur Unterscheidung zwischen legitimer und illegitimer Israel-Kritik bemerkte Sharansky: „Wir haben [die Kriterien dafür] mittels eines ‚3-D-Prinzips’ bestimmt: „Dämonisierung, Delegtimierung und doppelter Standard. Auch wenn man den Antisemitismus über die Jahrhunderte hinweg betrachtet, sehen wir diese Prinzipien am Werk – die Dämonisierung von Juden, die Delegitimierung der Juden als Nation und ein doppelter Standard gegenüber Juden als Volk und als Religion.“
(The Jerusalem Post, 24.01.10)
Related posts:
- Einwanderung: Aufsteigende Tendenz bei der Aliyah
Zum ersten Mal seit 10 Jahren hat die Zahl der Neueinwanderer nach Israel zugenommen: Im Jahr 2009 belief sich die Zahl... - Welt-AIDS-Tag: Zahl der Neuinfektionen in Israel gestiegen
In Israel leben derzeit 4.525 Menschen, die nachweislich an AIDS erkrankt sind. Das Gesundheitsministerium geht jedoch davon aus, dass tatsächlich mindestens... - Der Antisemitismus nimmt zwar zu, gleichzeitig jedoch auch die Holocausterinnerung
In den letzten Jahren, vor allem seitdem die UNO den 27. Januar vor fünf Jahren zum internationalen Holocausttag erklärt hat, scheint...


![[Druckerfreundliche Version | Print] [Druckerfreundliche Version | Print]](http://www.hagalil.com/archiv/wp-content/plugins/wp-print/images/print.gif)
Erst den Islam hofieren und sich dann ueber Anisemitismus beschweren, manchmal frage ich mich welcher Geist euch treibt… nur der Herr selber weiss wohl wie Elia euch retten kann und wovor…
Paulus war es glaube ich,der die Rettung Israels durch den letzten der Propheten geweissagt hat und egal was passiert dieser Elia wird tun was ihm aufgetragen ist.
Gehabt Euch Wohl!
Oh ja, Paulus ist uns besonders wichtig.
Man darf sich also erst über Antisemitismus beschweren (interessante Wortwahl), wenn man den Islam haßt?
Gehab dich wohl und adieu.
Zarah Leander sang einst: “Kann denn Liebe Sünde sein?” — “Warum ist denn Antisemitiasmus Sünde”– könnte man heute fragen, denn:
Ab wann gilt denn Kritik an einer Kultur oder Religion oder Politik gleich als verachtenswerte Sünde. Vielleicht sollte man da endlich einmal gewisse “Normen” feststellen Gewalt ist sowohl in der Liebe wie in der Kritik gar kein Thema, das ist klar.
Aber freie Meinungsäußerung, die sich auf eigenen Glauben, eigenes Wissen, freie Ansichten bezieht, die ist ja wohl erlaubt und gesetzlich zumeist sogar garantiert. Also ist auch das meiste, was heutzutage sogleich und voreilig oder liebedienerisch als antiaging – Verzeigung: Antisemitismus – geziehen wird, keine “Sünde”.
[...] Hagalil ( The Jerusalem Post, 24.01.10 [...]