STOP THE BOMB kündigt Kundgebung für Dienstag an und solidarisiert sich mit iranischer Freiheitsbewegung…
Am 23. und 24. Juni bietet die Wirtschaftskammer Österreich ein eigenes Seminar zum Iran an, bei dem Unternehmen gezeigt werden soll, wie sie ihr Business mit dem Iran trotz EU- und UN-Sanktionen noch intensivieren können. Die Sprecherin des überparteilichen Bündnisses STOP THE BOMB Simone Dinah Hartmann sieht darin ein völlig falsches Signal: “Während europaweit und auch von der neuen US-Regierung eine Ausweitung von Sanktionen gegen jenes Regime diskutiert wird, das gerade im Begriff ist, den Freiheitskampf der iranischen Bevölkerung in Blut zu ersticken, marschiert Österreich in die entgegen gesetzte Richtung.”
STOP THE BOMB wird am Dienstag ab 8:30 Uhr vor der Wirtschaftskammer am Stubenring 8 dagegen demonstrieren, dass in Wien österreichische Firmen planen, ihre Geschäftsbeziehungen mit dem iranischen Regime noch auszubauen, während im Iran Demonstranten erschossen, geschlagen, verhaftet und gefoltert werden. Bereits heute wurde in einem Offenen Brief an die WKO, der auch von mehreren Mitgliedern der Wirtschaftskammer unterzeichnet wurde, die Absage des Seminars gefordert.
Wirtschaftskammerpräsident Leitl freute sich anlässlich des Besuchs des Präsidenten der iranischen Handelskammer im März dieses Jahres in Wien über “exzellente Wirtschaftsbeziehungen” mit dem Iran. Hiwa Bahrami von der Demokratischen Partei Kurdistan Iran kritisiert: “Ebenso wie Politiker, die nichts gegen Geschäfte mit dem iranischen Regime unternehmen, fällt die Wirtschaftskammer mit ihren Aktivitäten jener iranischen Opposition in den Rücken, die seit 30 Jahren für einen demokratisch-rechtsstaatlichen und säkularen Iran kämpft und im Augenblick mit massiver Repression durch das Regime konfrontiert ist.”
STOP THE BOMB will sich mit seiner Kundgebung mit der Freiheitsbewegung der iranischen Bevölkerung solidarisieren und fordert von der österreichischen Regierung und dem Parlament, die Wahlfarce im Iran und das iranische Regime nicht weiter anzuerkennen, sich für freie Wahlen zu einem souveränen iranischen Parlament einzusetzen und den Protestierenden im Iran jede erdenkliche Unterstützung zukommen zu lassen und beispielsweise die österreichische Botschaft in Teheran für Verletzte und Flüchtende zu öffnen.
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