Den „Absaufen“ Rufer*innen entgegentreten

Keine Neonazi- und Holocaustleugnerkundgebung in Köln (Kunibertsviertel)…

Sa. 18.8. ab 13 Uhr, Ebertplatz oder Breslauerplatz

Erneut haben sich Neoazis und „Wutbürger“ aller braunen Schattierungen in Köln angekündigt. Für den 18.08. rufen die „Patrioten NRW“ zu einer Kundgebung auf dem Breslauer Platz auf.

Die „Patrioten NRW“ ist eine Minigruppe, auf deren Kundgebungen recht verwirrte „besorgte Bürger“ mit Hardcorenazis und Leuten aus dem HOGESA-Umfeld zusammenkommen. Auch die verfassungsfeindlichen „Identitären“ haben zur Kundgebung aufgerufen. Meist mobilisieren diese Minigruppen nicht mehr als 20-30 Anhänger. Auf einer Demo Anfang Juni in Solingen schlossen sich den Patrioten NRW allerdings 150 Demonstranten an, darunter ein größerer Block von 50 Anhänger*innen der rechtsextremen Identitären.

Auch für die Demo in Köln rufen mittlerweile mehrere Gruppen mit auf. Die Liste der Gruppen ist ebenso obskur wie ekelerregend. Von den „Patrioten NRW“, dem „Widerstand für Deutschland“, „Widerstand steigt auf“ (eng verknüpft mit den Identitären), dem Frauenbündnis Kandel und einigen anderen rechten Kleingruppen, alles Gruppen, die schon bei diversen Naziaufmärschen quer durch die Republik aufgelaufen sind. Wohl wissend, dass Köln für sie ein schwieriges Pflaster ist, wollen sie auch hier ihre rechten Parolen verbreiten.

Ausgerechnet unter dem Motto „Demo für Meinungsfreiheit“ will dieser rechte Wutbürger- und Leugnermob seine Parolen verbreiten; mehrere Vertreter von ihnen haben in den letzten Monaten für die wegen Holocaustleugnung im Gefängnis sitzende Leugnerin Ursula Haverbeck gesprochen. Nazis, die meinen mit „Absaufen- Absaufen“-Parolen zu der Situation im Mittelmeer ihre Meinungsfreiheit auszuüben, können uns hier in Köln wirklich gestohlen bleiben.

Das Kölner Kunibertsviertel zeigt Flagge. Treffpunkt ab 13 Uhr: Ebertplatz oder aber Breslauer Platz. Die Neonazikundgebung führt ab 14 Uhr vom Breslauer Platz durch das Kunibertsviertel. Das Viertel ist auf die Neonazis vorbereitet.

Bilder (c) J. Marken

Kommentar verfassen