Aus der Retroperspektive: Das Olympia-Attentat von München 1972

Am 5.9.1972 drangen acht Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ in das Olympiaquartier der Israelis ein. Sie nahmen elf Mannschaftsmitglieder als Geiseln. Zwei Athleten töteten sie bereits in den Morgenstunden[i] …

Von Susanne Benöhr-Laqueur
Rezension des Buches: Friedrich Hacker: Terror. Mythos, Realität, Analyse. Wien/München/ Zürich 1973 (Nachdruck, Reinbeck bei Hamburg 2017)

Die Geiselnehmer verlangten die Freilassung zahlreicher inhaftierter Gesinnungsgenossen aus israelischen und deutschen Gefängnissen. Das wurde von der israelischen Regierung kategorisch abgelehnt. Am Nachmittag versuchte die Polizei den Gebäudekomplex zu stürmen und die Geiseln zu befreien. Der Versuch scheiterte, da die Attentäter im Fernsehen die Polizeiaktion verfolgen konnten. In der Folgezeit einigte man sich darauf, die Terroristen und ihre Geiseln über den Flughafen Fürstenfeldbruck auszufliegen.[ii]

Als die Anführer der Terroristen die Lufthansa-Boeing in den späten Abendstunden betraten, mussten sie feststellen, dass die Crew fehlte. Diesen Überraschungsmoment nutzten wiederum die deutschen Sicherheitskräfte und eröffneten das Feuer auf die Geiselnehmer.[iii] Letztendlich gelang es den Terroristen alle israelischen Geiseln zu töten.[iv] Bei dem Schusswechsel starb zudem ein Polizist.[v]

Von den Attentätern überlebten drei Personen. Diese wurden nur sieben Wochen später – am 29.10.1972 – ihrerseits von palästinensischen Flugzeugentführern freigepresst. Die Entführung der Lufthansa-Maschine „Kiel“ endete unblutig.[vi] Die Terroristen ließen ihre Geiseln in Tripolis frei, während die Attentäter von München ein großer Empfang erwartete.[vii] Von den drei überlebenden München-Attentätern hat lediglich Jamal al-Gashey die Strafaktion des Mossad überlebt – er soll sich nach wie vor auf der Flucht befinden.[viii]

Fakt ist: Bereits die versuchte Befreiungsoperation in den Nachmittagsstunden des 5.9.1972 – vor laufender Fernsehkamera und somit für die Kidnapper problemlos verfolgbar – war dilettantisch. Zur völligen Katastrophe wurde die Aktion auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck: Die deutsche Polizei erlag einer systematischen Fehleinschätzung ihres eigenen Könnens sowie ihrer eigener Kompetenzen.[ix]

Das Olympia-Attentat von 1972 und die Ereignisse des 29.10.1972 sind in den letzten vier Jahrzehnten sowohl in publizistischer als auch in filmischer Hinsicht umfangreich betrachtet und analysiert worden.[x] Es stellt sich daher die Frage, warum der Rowohlt Verlag ausgerechnet das Buch „Terror“ von Friedrich Hacker aus dem Jahre 1973 wieder auflegt. In der Tat dürfte die Antwort hierfür in der Terrorwelle der letzten zwei Jahre liegen. Diese verlangt nach Lösungsstrategien.

Friedrich Hacker: Österreicher, Amerikaner, Psychiater, Terror- und Aggressionsforscher, Jude

Die Thesen des Freud-Schülers Friedrich Hacker zu Gewalt und Aggression waren in der Fachwelt durchaus umstritten. Andererseits gab der Erfolg ihm Recht. Sowohl in den spektakulären Entführungsfällen Patty Hearst, der Geiselnahme des österreichischen Botschafters Edgar Selzer in Bogotá 1980 sowie bei der Geiselnahme von Marchegg 1973 in Niederösterreich war er als Vermittler tätig. Seine Expertise im Falle der Mason Family soll zur Klärung des Mordfalles an Sharon Tate und ihren Freunden beigetragen haben. Friederich Hackers Statement war in den 1970´er Jahren sehr gefragt.[xi] Dank seines internationales Renommees gelang es ihm, Interviews zum Münchener Attentat mit dem damaligen Bundesinnenminister (Genscher) und Bundesjustizminister (Jahn) zu führen (S. 15, 52 ff).

Aber bewahrheiten sich auch noch nach über 40 Jahren seine Schlussfolgerungen?

Friedrich Hackers Werk „Terror“ umfasst über 300 Seiten, unterteilt in sieben Kapitel. In zwei Abschnitten widmet er sich explizit dem Münchener Geiseldrama sowie der (gewaltsamen) Entstehungsgeschichte des Staates Israel (S. 23-130). Ferner sind generelle Betrachtungen zum Thema Terrorismus Gegenstand der Untersuchung (S. 166-233) sowie Analysen des Nahostkonflikts zum Zeitpunkt des Jahres 1973 (S. 312 ff). Schlussendlich entwickelt er Lösungsstrategien sowohl für den israelisch-palästinensischen Konflikt im allgemeinen (S. 312 ff) als auch für den Umgang mit Flugzeugentführern im besonderen (S. 277 ff). Daher eigenen sich Friedrich Hackers Ausführungen in vielfältiger Weise auch heute noch als Diskussionsgrundlage.

München `72

Friedrich Hacker benennt als auslösenden Faktor für das Attentat die tiefe Demütigung Palästinas durch das IOC (S. 77, 78). Während alle anderen jungen Nationen in München „mitspielen“ durften, war dies den Palästinensern verwehrt worden (S. 77). Daher sei das Attentat von München in dreifacher Hinsicht gelungen: Die Weltöffentlichkeit, die vor dem Fernseher Platz nahm, wurde auf die Sache der Palästinenser aufmerksam (S. 78). Das das IOC konnte seine „heiteren Spiele“ ad acta legen (S. 61) und nicht zuletzt habe der verhasste Erzfeind Israel eine äußerst schmerzlichen Verlust erlitten (S. 45). Diese Einschätzung bestätigte der Drahtzieher der Attentate, Abu Daoud, in einem Spiegel-Interview aus dem Jahre 2006.[xii]

Somit war das Kalkül der Attentäter und ihrer Hintermänner aufgegangen. Jedoch hatten die palästinensischen Terroristen die Lernfähigkeit und – willigkeit ihrer Gegner unterschätzt. Maßgeblich hierfür war ein weiteres Ereignis, welches von Friedrich Hacker zutreffend analysiert wird. Es handelte sich um die Entführung der Lufthansa-Boeing, LH 615 „Kiel“ (S. 234 ff).

Lufthansa-Boeing, LH 615 „Kiel“

Bereits am 9.9.1972 – also nur vier Tage nach dem Attentat von München – erhielten die deutschen Behörden Kenntnis von einer geplanten Befreiungsaktion der in Deutschland inhaftierten überlebenden Terroristen.[xiii] Sieben Wochen später, am 29.10.1972 kaperten Gesinnungsgenossen des „Schwarzen September“ am frühen Sonntagmorgen eine Lufthansa-Boeing auf dem Flug von Beirut nach Ankara. Es befanden sich nur 13 – ausschließlich männlichen Passagieren – an Bord.[xiv] Die Forderung der Entführer lautete: Die überlebenden Attentäter von München sollten freigelassen werden. Da die deutschen Behörden seit dem 9.9.1972 mit einer Entführung gerechnet hatten, waren bereits alle administrativen Voraussetzungen geschaffen worden. Es zeigte sich aber erneut – wie bereits sieben Wochen zuvor – die völlige Handlungsunfähigkeit des deutschen Krisenstabes.[xv] Wie sehr die Exekutive angesichts der Ereignisse von München an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren hatten, verdeutlichte das eigenmächtige Handeln von Lufthansa-Chef Dr. Culmann. Entgegen der Regierungsdirektive gab er seinem Chefpiloten die Anweisung nach Zagreb zu fliegen, um dort die mit ihm (!) an Bord befindlichen München-Attentäter an Bord der „Kiel“ gehen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt kreiste die „Kiel“ über Zagreb mit ihren letzten Kerosinreserven. Nachdem beide Flugzeuge gelandet waren, bestiegen die Terroristen die Lufthansa-Boeing. Wie bereits zuvor, drohten sie die „Kiel“ zu sprengen, wenn sie nicht unverzüglich aufgetankt werden würde.[xvi]

Entgegen den Weisungen des Auswärtigen Amtes entschloss sich der deutsche Generalkonsul, Kurt Laqueur, die geforderte Unterschrift für die Betankung zu leisten.

In dem Dokumentarfilm von 1975 „LH 615 Operation München“ fasste er dies wie folgt zusammen:

„ Um 17:55 Uhr kam ein klares Ultimatum, wenn nicht bis 18:00 mit dem Auftanken der Maschine begonnen würde, würde die Maschine in die Luft fliegen. In diesem Augenblick wurde mir die Gefährlichkeit der Situation noch klarer als vorher. Innenminister Huzjak, der ein Stockwerk tiefer im Tower saß, ließ mich sofort zu sich herunterkommen und fragte, ob es möglich sei, innerhalb dieser Frist eine Entscheidung in Bonn herbeizuführen. Es war mir klar, dass dies weder sachlich noch technisch möglich war und dass in diesem Augenblick die Verantwortung bei mir lag. Ich habe daraufhin sofort dem Auftanken aus eigener Machtvollkommenheit zugestimmt…“[xvii]

In seinen Lebenserinnerungen schreibt er:

„Dabei spreche ich allerdings allen Leuten – voran dem damaligen bayerischen Innenminister – das Recht zur Kritik ab, die ihrerseits den Erpressern entgegengekommen waren ….die aber von mir verlangten, ich müsse hart bleiben, obgleich sie weich waren. Auch die Kritiker, die meinen, dass die Kidnapper niemals das Flugzeug und damit sich selbst in die Luft gesprengt hätten, können mich nicht überzeugen. Es trifft zwar zu, dass Terroristen sich wohl noch niemals selbst geopfert haben… man ( kann) das Risiko eines Selbstopfers nicht ausschließen…“ .[xviii]

Friedrich Hacker würdigt das gesamte Vorgehen in Zagreb als eine gelungene Demonstration zivilen Ungehorsams zur Rettung von Menschenleben (S. 238). In der Tat war es nicht nur ein Zusammenspiel glücklicher Umstände (S. 238), sondern vor allen Dingen dem großen Verhandlungsgeschick des kroatischen Innenministers zu verdanken. Er alleine führte die Gespräche. Die Hijacker weigerten sich ausdrücklich mit dem deutschen Generalkonsul zu sprechen.[xix] In letzter Konsequenz hatte dies keine Auswirkungen auf die Ereignisse, denn Dank des Zusammenwirkens von drei Personen, nämlich Dr. Culmann, dem kroatischen Innenminister sowie dem Generalkonsul – welchem zu Gute kam, dass er sich seit 1936 fast ununterbrochen im Orient bzw. auf dem Balkan aufgehalten hatte – konnte eine gütliche Einigung herbeigeführt werden.

Aus diesem Grunde kann auch der jüngst erhobene Vorwurf, die Entführung der „Kiel“ und die zügige Freilassung der München-Attentäter sei von der deutschen Regierung geplant gewesen, keinen Bestand haben.[xx]

Lehren ziehen…

Friedrich Hackers Forderung aus der Erfolglosigkeit der bisherigen Methoden die Lehre zu ziehen, andere Prinzipien und Mittel zu finden, zu erfinden und zu erproben (S. 321) haben die deutschen Sicherheitsbehörden konsequent befolgt und in Mogadischu unter Beweis gestellt. Die erfolgreiche Stürmung der Lufthansa-Boeing „Landshut“ im Jahre 1977 wäre ohne die Gründung der paramilitärischen Eliteeinheit GSG-9 – mit tatkräftiger israelischer Unterstützung[xxi] – und der gleichzeitigen Entsendung von Hans-Jürgen Wischnewski („Ben Wisch“) nicht denkbar gewesen. Nach dem unblutigen Ausgang der Entführung der „Kiel“ dürfte der Bundesregierung klar gewesen sein, dass allein ein Kenner der Region, ausgestattet mit allen Handlungsvollmachten nebst einer großen Summe Geldes jeweils vor Ort die Verhandlungen führen muss und kein Krisenstab im weit entfernten Deutschland.[xxii]

2017: Terrordynamik und Terrorpropaganda

Friedrich Hackers Thesen haben auch im Jahre 2017 ihre Gültigkeit nicht verloren. Besonders deutlich wird dies an seiner Analyse der Terrorpropaganda. Bereits Goebbels und die Nationalsozialisten hätten demnach gewusst, was alle Terroristen wissen, nämlich das Grausamkeit anzieht und imponiert. Daher finden sich unter eifrigsten Terroristen immer auch idealistisch getarnte Kriminelle (S. 179). Das System liebäugele mit moralischer Verwilderung, es wisse um seine Anziehungskraft für Psychopathen und Verwahrloste. Es spekuliere auf deren Mitarbeit im taktischen System der Machteroberung und Machterhaltung (S. 179, 180). Betrachtet man sich die Lebensläufe diverser IS Attentäter – allen voran demjenigen von Anis Amri[xxiii] – so kann man Friedrich Hacker vorbehaltlos zustimmen.

Erschreckend visionär lesen sich auch seine Ausführungen zur Terrordynamik. Danach muss unaufhörlich etwas geschehen, schon um die Terroristen selbst pausenlos in ihrer Überzeugung der eigenen Unersetzlichkeit zu bestärken (S. 180). Dazu gehört auch das Terrorpublikum, gleich dem Theaterpublikum, zu bespielen: Etwa durch „öffentliche Hinrichtungsspektakel“ (S. 181).

Zeitlos ist daher auch seine Expertise, das moderne Massenkommunikationsmittel den Nachahmungseffekt von Terror und Terrorismus verstärken und der Terror in weltweiten Epidemien zu einer Alltagserscheinung zu werden droht (S. 286). Wobei gleichzeitig immer spektakuläre Gewalttaten zu Unterhaltungszwecken benützt und missbraucht werden (S. 309), während gleichzeitig die Arbeit der Sicherheitsbehörden behindert wird.

Diesem Phänomen begegneten die Zivilgesellschaft nach dem Barcelona Attentat im August 2017 mit der Einstellung unzähliger Katzenvideos und – fotos in die Sozialen Netzwerke. Was zunächst grotesk klingt, war wohlüberlegt. Denn die zahlreichen Katzenfotos sollten nicht nur verhindern, dass die mutmaßlichen Attentäter an Informationen über polizeiliche Maßnahmen kommen, vielmehr wird somit auch unterbunden, dass die Täter die Anschläge für ihre Propaganda instrumentalisieren.[xxiv]

Keine globale Sofortlösung

Friedrich Hackers Buch „Terror“ ist hochaktuell. Der Verlag hätte jedoch erwägen sollen, den Nachdruck um ein historisches Vorwort zu ergänzen, um so mehr, da es den letzten vier Jahrzehnten deutlich geworden ist, dass es keine „globale Sofortlösung“ (S. 301) gegen den Terror gibt.

Friedrich Hacker: Terror. Mythos, Realität, Analyse. Wien/München/ Zürich 1973 (Nachdruck, Reinbeck bei Hamburg 2017, Rowohlt Repertoire), 334 S., Euro 12,99, Bestellen?

Bild oben: Die Gedenktafel an der Connollystraße 31 im Olympischen Dorf in München im Juni 2012, (c) High Contrast

[i]      Oberloskamp, Eva: Das Olympia-Attentat 1972. Politische Lernprozesse im Umgang mit dem internationalen Terrorismus, in: Vierteljahresheft für Zeitgeschichte 2012, S. 321 ff (S. 323 ff, m.w.N.), https://www.degruyter.com/downloadpdf/j/vfzg.2012.60.issue-3/vfzg.2012.0018/vfzg.2012.0018.pdf (Zugriff am 3.9.2017).

[ii]     „Ich werde heute noch für Palästina sterben“, in: Der SPIEGEL, Nr. 38/1972, S. 21 ff, http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/42891804 (Zugriff am 3.9.1972).

[iii]    Broder, Henryk M.: Olympia Attentat. Die schwierige Erinnerung, in: SPIEGEL ONLINE, 6.9.2007, http://www.spiegel.de/einestages/olympia-attentat-die-schwierige-erinnerung-a-947075.html (Zugriff am 3.9.2017).

[iv]    „Ich werde heute noch für Palästina sterben“, in: Der SPIEGEL, Nr. 38/1972, S. 21 ff, http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/42891804 (Zugriff am 3.9.1972).

[v]     „Ich werde heute noch für Palästina sterben“, in: Der SPIEGEL, Nr. 38/1972, S. 21 ff, http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/42891804 (Zugriff am 3.9.1972).

[vi]    Held des Tages, in: DER SPIEGEL, Nr. 45/1975, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41443421.html (Zugriff am 3.9.2017).

[vii]   „Ein Tag im September“, http://www.imdb.com/title/tt0230591/ (Zeit 1:26:13).

[viii]  Sandomir, Richard: When Innocence died at the Olympics, in: The New York Times, Sept. 3, 2000, http://www.nytimes.com/2000/09/03/movies/television-radio-when-innocence-died-at-the-olympics.html?mcubz=3 (Zugriff am 3.9.2017).

[ix]    „Ich werde heute noch für Palästina sterben“, in: Der SPIEGEL, Nr. 38/1972, S. 21 ff, http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/42891804 (Zugriff am 3.9.1972).

[x]     So u.a. zum Attentat in München, Literatur: Dahlke, Matthias : Der Anschlag auf Olympia ’72. Die politischen Reaktionen auf den internationalen Terrorismus in Deutschland, München 2006; Hell, Matthias: München ´72. Olympia-Architektur damals und heute. Gespräche mit prominenten Zeitzeugen und Akteuren, mit Kapitel „Der Olympische Alptraum – Die Geiselnahme von München“, München 2012; Jonas, Georg: Schwarzer September. Der Mossad im Einsatz, München 2006; Reeve, Simon: Ein Tag im September. Hintergrundbericht zum 21-stündigen Geiseldrama in München 1972, München 2006; Oberloskamp, Eva: Das Olympia-Attentat 1972. Politische Lernprozesse im Umgang mit dem internationalen Terrorismus, in: Vierteljahresheft für Zeitgeschichte 2012, S. 321 ff; Schiller, Kay/Christopher Young: München 1972, Göttingen 2012. Filme: „Ein Tag im September, 1999; „Vom Traum zu, Terror – München ´72, 2012; „München ´72 – Das Attentat, 2011; Der Olympia-Mord – München ´72, 2006 und sicherlich auch mit Vorbehalten „München“ von Steven Spielberg, 2005. Zur Entführung der LH 615 „Kiel“ ist keine eigenständige Buchpublikation ersichtlich. Verfilmungen: LH 615 „Operation München“, 1975; Geheimoperation München. Wie die Olympia-Attentäter ungestraft davon kamen, 2013.

[xi]    Markus, Georg: Friedrich Hacker: Vater des „Freud-Museums“, in: kurier.at, 9.8.2015, https://kurier.at/stars/friedrich-hacker-im-portraet-vater-des-freud-museums/145.710.826 berichtet, dass unbekannte Täter einmal die Worte „Kein Massaker ohne Hacker“ an die Mauer einer Wiener Stadtbahnstation sprayten. Das gefiel ihm durchaus, denn Hacker hatte ganz und gar nichts dagegen, populär zu sein.

[xii]   Die Rache des Mossad. Olympia-Attentat 1972, in: SPIEGEL-TV, 2006, http://www.spiegel.tv/videos/143894-olympia-attentat-1972, (Zeit 00:36:28) (Zugriff am 3.9.2017).

[xiii]  https://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/03626/index-10.html.de (Zugriff am 3.9.2017).

[xiv]  Geheimoperation München. Wie die Olympia-Attentäter ungestraft davon kamen, 18.6.2013, http://archive.is/wweOv#selection-375.0-377.50 (Zugriff am 3.9.2017).

[xv]   In diesem Zusammenhang ist nach wie vor äußerst sehenswert: LH 615 „Operation München“ aus dem Jahre 1975. In dieser zeithistorisch äußerst interessanten Dokumentation wird das Kompetenzchaos zwischen der Münchener Polizei, dem Bayerischen Innenminister, dem Auswärtigen Amt, dem Krisenstab und dem Generalkonsulat in Zagreb überdeutlich. Im Übrigen äußern sich in diesem Dokumentarfilm alle Beteiligten (so u.a. Dr. Culmann, Dr. Merck, Dr. Schreiber, Dr. Lauritzen, Flugkapitän Clausen und Herr Laqueur) ausgesprochen freimütig zu den Ereignissen, vgl. http://www.imdb.com/title/tt0129188/ (Zugriff am 3.9.2017).

[xvi]  Geheimoperation München. Wie die Olympia-Attentäter ungestraft davon kamen, 18.6.2013, http://archive.is/wweOv#selection-375.0-377.50 (Zugriff am 3.9.2017) – https://www.youtube.com/watch?v=icPyyivB4FI. Die Direktive „Zug-um-Zug“ freizulassen, ist bereits im Jahre 1975 von Dr. Schreiber, dem damaligen Polizeichef von München in dem Dokumentarfilm „LH 615 „Operation München“deutlich geäußert worden.

[xvii] LH 615 „Operation München“( Zeit: 1:30:00).

[xviii]       Laqueur, Hans-Peter/ Marcel Laqueur (Hrsg.): Kurt Laqueur: Lebenserinnerungen, Privatdruck, Heidelberg 2014, S. 120, 121.

[xix]  Laqueur, Hans-Peter/ Marcel Laqueur (Hrsg.): Kurt Laqueur: Lebenserinnerungen, Privatdruck, Heidelberg 2014, S. 122.

[xx]   Vgl. in diesem Zusammenhang: Geheimoperation München. Wie die Olympia-Attentäter ungestraft davon kamen, 18.6.2013, http://archive.is/wweOv#selection-375.0-377.50 (Zugriff am 3.9.2017).

[xxi]  Hürter, Johannes (Hrsg.): Terrorismusbekämpfung in Westeuropa: Demokratie und Sicherheit in den 1970er und 1980er Jahren, Berlin/München/Boston 2015, Fn. 1028 m.w.N.

[xxii] Geiger, Tim: Die „Landshut“ in Mogadischu, in: Vierteljahresheft für Zeitgeschichte, 2009, Heft 3, S. 413 ff,  http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2009_3_4_geiger.pdf (Zugriff am 3.9.2017).

[xxiii]       Kretschmer, Bernhard: Wissenschaftliche Analyse und Bewertung im Fall Anis Amri, 27.3.2017, Gutachten für die Landesregierung Nordrhein-Westfalens, https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV16-4937.pdf (Zugriff am 3.9.2017).

[xxiv]       https://www.derwesten.de/panorama/darum-ist-das-netz-nach-der-terror-attacke-von-barcelona-voller-katzen-fotos-id211622253.html (Zugriff am 3.9.2017).

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