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Unser Ali ist gestorben

Der größte Boxer aller Zeiten ist gestorben. Ali war nicht nur ein genialer Boxer mit fliegenden Fäusten und fliegendem Mundwerk. Ali war gegen den Rassismus in den USA und gegen den Vietnamkrieg. Lebe wohl Ali du bleibst unvergessen…

Von Max Brym

Mit dir ist ein Teil meiner Jugend gestorben. Unsere reaktionären Lehrer ( nicht alle) in Waldkraiburg hofften immer auf eine Niederlage von dir. Wir wurden nachts um 3 Uhr geweckt, um zu sehen wie du S. Liston oder später Georg Foreman auf die Bretter geschickt hast. Wir Jungs freuten uns diebisch. Die Reaktionäre waren müde und beleidigt. Wir wollten sein wie du: „Große Klappe und starke Fäuste“.

Du sagtest: „Es ist schwer, bescheiden zu sein, wenn man so großartig ist, wie ich es bin.“ Du hast aber auch zu unserer Politisierung beigetragen. Du konntest nicht nur „wie ein Schmetterling dahinfliegen und wie eine Biene stechen“. Nein du warst unbestechlich. Du wolltest nicht gegen den Vietcong in Vietnam kämpfen. Du erklärtest vor Gericht nachdem man dir deinen Titel aberkannte: „Ich will keinen Streit mit diesem Vietcong bekommen.“ (Alis Erklärung, warum er den Wehrdienst in der US-Armee verweigert)

Du wurdest zu Gefängnis verurteilt, weil du den Mord ablehntest und für die Rechte der Schwarzen eingetreten bist. Du hast dem US Präsidenten die Meinung gegeigt: „Sie machten das, von dem sie dachten, was richtig war. Und ich machte das, von dem ich dachte, was richtig war.“ (Stellungnahme zum langen Bemühen der Regierung, ihn ins Gefängnis zu bringen) Das Establishment hasste dich. Du kamst von UNTEN und provoziertest. Du warst unvergleichlich. Champ, du bleibst unvergessen.

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Foto:  Muhammad Ali 1967, World Journal Tribune photo by Ira Rosenberg