„Breaking the Silence“

Bis 29.9. im Willy Brandt Haus Berlin…

Über kaum einen Konflikt wird so viel und so kontrovers diskutiert wie über den Nahost-Konflikt – gerade in Deutschland mit seiner historischen Verantwortung für den Staat Israel. Aber wie immer sind es die Menschen, Israelis und Palästinenser, die einen hohen Preis für diesen Konflikt bezahlen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse: Israelis und Palästinenser sind längst Opfer eines Konflikts, der sie zu seinen Gefangenen gemacht hat und sie einschließt in die ungleichen Positionen und Rollen, die die gegebenen Machtverhältnisse ihnen zuweisen.

Die Organisation „Das Schweigen brechen“ (Breaking the Silence) wird getragen von Reservistinnen und Reservisten der Israelischen Verteidigungsarmee. Diese haben sich zur Aufgabe gemacht, im Anschluss an ihren Militärdienst über die Besatzungsrealität, die sie als Soldaten selbst erlebt haben, zu berichten.

Dem Konflikt Kontur verleihen

Die Ausstellung von Breaking the Silence, die bereits in verschiedenen Hauptstädten Europas wie auch im israelischen Parlament, der Knesset, zu sehen war, zeigt Fotografien, die israelische Soldatinnen und Soldaten für private Zwecke aus dem Besatzungsalltag aufgenommen haben. Mit dieser Ausstellung erhalten Besucher Einblicke in einen Konflikt, der hierzulande große mediale Präsenz erfährt, jedoch selten so klare Konturen erhält.

Parallel zur Ausstellung erscheint das Buch „Breaking the Silence: Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten“ erstmals auf Deutsch im Econ Verlag.

Für die Dauer der Ausstellung bieten israelische Reservisten von „Breaking the Silence“ zu unregelmäßigen Terminen kostenfreie Führungen in englischer Sprache an. Eine Konsekutivübersetzung ins Deutsche ist ebenfalls möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte beachten Sie: Am 26. September 2012 finden aufgrund des jüdischen Feiertages Jom Kippur keine Führungen statt.

Dauer der Ausstellung
14. Juli bis 29. September 2012

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 12 bis 20 Uhr;
Eintritt frei, Personalausweis erforderlich.

Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 140 / Stresemannstraße 28
10963 Berlin-Kreuzberg

32 Kommentare zu “„Breaking the Silence“

  1. Liebe Jane-

    Ich wundere mich mit wieviel Selbsthass und anti-israelischer Motivation du deiner moralischen Berufung nachgehst, Israel anzuprangern.

    Es scheint für dich momentan keine dringenderen Probleme auf der Welt zu geben, als das, durchaus strengstens zu verurteilende, Schikanieren pal. Zivilisten an israelischen Checkpoints.

    Weder der andauernde Raketenbeschuss israelischer Zivilisten durch die Hamas aus dem Gaza Streifen, noch die zigtausend toten Zivilisten in Syrien, oder die iranische Drohung, Israel auszulöschen, scheinen als Themen wichtig genug zu sein, um im Willy Brandt Haus ausgestellt oder von dir dargestellt zu werden.
    Nein, es sind die israelischen Soldaten an den Checkpoints, die schwerste
    „Menschenrechtsverletzungen“ und „Verbrechen gegen die Menschheit“ begehen – sie schikanieren die armen Palestinänser.

    Weißt du was, liebe Jane, hier geht es gar nicht um die israelische Schikane
    einfältiger und arroganter 18jähriger Soldaten an den Checkpoints.
    Vielmehr geht es um die Existenz Israels, die vielen Linken und Rechten (jawohl, der Israelhass vereint rot und braun), in Europa und vielen Ländern auf der Welt ein Dorn im Auge ist.

    Und da, liebe Jane, befindest dich durchaus in bester Gesellschaft mit den Holocoust Leugnern und Israel Hassern, die immer mehr Zulauf gewinnen, nicht zuletzt durch hausgemachte Nestbeschmutzer.

    LG aus dem einzigen demokratischen Land im Nahen Osten, aus Israel.

    Goren

  2. Jens hat es auf den Punkt gebracht. Nichts geht über die Solidarität der deutschen „Volksgenossen“. Wenn aber israelische Juden etwas kritisches über ihr eigenes Land bringen, dann ist der Jubel groß in Germanien, denn das appelliert an das uralte Ressentiment und dessen moderne Ausdrucksform, jetzt können viele sagen, die israelischen Juden machen das mit den Palästinensern, was unsere Vorfahren mit den Juden machten.
    Denn die selbstgerechten „Volksgenossen“, die hier posten haben nur eine Sorge: Israel.
    In Syrien gibt es bereits über 30.000 Opfer. Keine Ausstellung widmet das Willy Brandt Haus diesen, es gibt auch keine Syrien-Flottila. Man denkt nicht daran, den Opfern der verfolgten Minderheiten im Nahen Osten eine Ausstellung zu widmen. Auch keine Ausstellung über gesteinigte Frauen und gehängte Homosexuelle im Iran, oder über das Abhacken von Gliedern in Saudi-Arabien. All das interessiert anscheinend die „Volksgenossen“ nicht.

    • Ach, irgendwie muss man sich doch spezialisieren, wenn man alles kritisieren wollte, dann würde man ja nie fertig. Es gibt doch bei uns auch genug Kritik an den islamischen Regimen, das ist ziemlich unfair, was Sie hier behaupten.

      Wir machen doch auch ständig Ausstellungen über die Naziverbrechen, ich weiß nicht was das soll, soll man den ganzen Tag mit Trauermiene rumlaufen? Nein, Herr Pfeifer, dafür bin ich zu jung und ich habe dieses Trauma nicht und ich will es auch nicht, natürlich tut es mir für die Opfer leid, aber ich halte überhaupt gar nichts davon, seine Traumata zu vererben. Das ist mal wirklich ernsthafte Kritik am Judentum und dem jüdischen Denken. Da können wir auch noch ausgiebig darüber diskutieren, manchmal hat man den Eindruck, es gibt Juden die sind 1500 Jahre alt.

      Was wollen Sie denn andauernd mit Syrien? In Syrien sind die Islamisten einmarschiert, unterstützt von Saudi-Arabien, Katar, Türkei, Frankreich, den USA und auch von Deutschland, ganz offiziell mittlerweile. Die 30.000 Toten gehen auf das Konto des Westens und seinen Verbündeten, das ist nicht weiter schlimm, genau wie die 70.000 Opfer der Flugverbotszone in Libyen. Es geht doch um Freiheit und Demokratie, da muss man auch mal Opfer bringen können. Aber wem sag ich das?

      Soll man um solche – für die Freiheit gefallenen – trauern oder soll man sie stolz ehren, ich weiß nicht genau.

    • Auf diese Frage?

      „Warum veranstalten deutsche Antirassisten, keine Ausstellungen im Ausland über die Morde des NSU und das Scheitern der deutschen Behörden, diesen rassistischen Serienmord aufzuklären?“

      Man geht doch nicht in fremde Länder und rühmt sich für die Untaten seiner Volksgenossen. Aber wir könnten natürlich, weil die deutschen Behörden wenigstens den Eindruck machen, als ob sie was dagegen unternehmen und auch ihre eigenen Fehler suchen. Aber vorher muss das natürlich erstmal aufgeklärt und der Fall abgeschlossen sein.

      Ich persönlich glaube aber nicht, dass so etwas was bringt, weil Rassisten und Radikale sich so was eh nicht anschauen.

  3. M.Thomas, Sie sind einfach gewöhnt in schwarz-weiß Kategorien zu denken, wenn Sie mir etwas zum Vorwurf machen, was ich nicht meine.
    Meine Fragen gehören beantwortet. Warum denn die deutschen und österreichischen NGOs nicht im Ausland Ausstellungen darüber machen, welche Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land passieren. Beispiele dafür habe ich ja gegeben.
    Ihnen liegt es daran viele Tausende IDF Angehörige zu dämonisieren, weil einige wenige, die Gesetze und Vorschriften nicht einhalten.
    Und noch eine Frage, hat das Willy Brandt Haus z.B. schon eine Ausstellung über Menschenrechtsverletzungen im Iran und/oder Saudi-Arabien gemacht?

  4. @ Karl Pfeifer:

    Wissen Sie … ich bin weder Israeli noch Palästinenser. Aber nach der Lektüre Ihrer Beiträge aufgrund Ihrer sehr verbissenen Art beinahe davon überzeugt, dass Sie im Unrecht stehen.
    Diese Annahme fusst nicht nur auf den überzeugenden Beiträgen, die sich Ihnen hier entgegenstellen sondern gerade aufgrund Ihrer Art damit umzugehen; darin entdeckt man sehr einfach das wütend-verbissene Totschweigen solcher wie der hier geschilderten Übergriffe auch seitens der israelischen Regierung.
    Herr Pfeifer, Sie gestalten damit das von der IDF vielfach produzierte Entsetzen nicht erträglicher, Sie mildern es nicht ab – eher im Gegenteil. Gerade Ihr wütendes Negieren produziert Argwohn gegen die offiziell-israelische Stellungnahme.

  5. Und noch eine Frage. Warum veranstalten deutsche Antirassisten, keine Ausstellungen im Ausland über die Morde des NSU und das Scheitern der deutschen Behörden, diesen rassistischen Serienmord aufzuklären?

  6. In Österreich hat es rassistische Gewalt von Polizisten gegen Schwarze gegeben, die mit dem Tod eines Schwarzen oder mit Verletzungen des schwarzen Opfers endete.
    Warum gehen unsere antirassistischen NGOs nicht ins Ausland, und machen Ausstellungen darüber?
    Vielleicht sollte sich das Willy Brandt Haus in Berlin auch um solch eine Ausstellung bemühen.
    Es gibt in Europa auch eine schlimme Diskriminierung von Roma. Gerade jetzt setzt der sozialistische Präsident Frankreichs die Romapolitik seines Vorgängers fort. Vielleicht könnte das Willy Brandt Haus auch darüber eine Ausstellung bringen?

  7. Uri Deganja, ich würde das nicht bei der Vergangenheit belassen. Es gilt auch – Ehre den wenigen Ausnahmen – ihrer Hinnahme, dass sieben Jahrzehnte nach dem begangenen Völkermord, ein Rabbiner in Berlin nicht mehr mit der Kippa gehen kann und sich zur eigener Sicherheit eine Baseballkappe anziehen muss.
    In dieser Lage kommen diese nicht mehr schweigen könnende – angeblich eine Masse von anonymen ihrer Genossen vertretenden junge Leute nach Berlin, um der Masse der schweigenden Deutschen Argumente zu liefern: Seht her die Juden sind ja auch nicht besser.
    Wenn es Menschenrechtsverletzungen gibt, dann soll man dagegen nicht anonym Jahre später weinerlich erzählen, was da alles passiert ist, sondern mit den Mitteln des Rechtsstaates dagegen ankämpfen.
    Die Neonazi leugnen den Holocaust. Und ihre linksextremen antisemitischenGesinnungsgenossen[ich schreibe von solchen wie Jane] leugnen unverschämt und frech auch auf Hagalil, die Tatsache, dass deutsche Terroristen lediglich 31 Jahre nach Kriegsende wieder J u d e n in Entebbe selektiert hatten.
    Die Empörung über die Menschenrechtsverletzungen im Iran und in Saudi-Arabien werden vielleicht im Willy Brandthaus bei einer wissenschaftlichen Tagung thematisiert oder gar verharmlost. Jedoch eine Ausstellung wie diese machen sie nicht. Könnte doch die guten Wirtschaftsbeziehungen stören.
    Ausserdem wissen doch all diese Millionen von „Nahostsachverständigen“ in D und A, dass das Hauptproblem des Nahen Ostens Israel sei. Die Vorfahren hatten sich für „der Jud‘ ist schuld“ entschieden. Viele Nachkommen glauben mit „Israel ist schuld“ die Lösung dafür gefunden zu haben, warum der Nahe Osten in dem Zustand ist. Insgeheim hoffen viele, wenn nur Israel von der Karte verschwinden würde, dann würde der Nahe Osten zum Paradies auf Erden.
    Sie lernten nicht die Lektion. Es hoffte ja auch die Mehrheit der deutschen und österreichischen Gesellschaft, dass wenn „der Jud'“ weg ist, alles viel besser wird.
    Heute vergiessen die Sonntagsredner Krokodilstränen, welcher Verlust entstanden ist.
    Der Maler Liebermann hatte Recht. Ich kann gar nicht soviel essen….

  8. Grundsätzlich sind mir solche „randständigen“ Initiativen sympathisch.
    Karl Pfeifer fragt:
    „Eine Frage, hat das Willi Brandt Haus schon eine Ausstellung über die Menschenrechtsverletzungen im Iran und in Saudi Arabien gemacht?“
    Noch bedeutsamer und aussagekräftiger die Ergänzungsfrage – wenn unmittelbar nach dieser Ausstellung eine Ausstellung zu Menschenrechtsverletzungen im Iran und in Saudi Arabien gezeigt würde: Und wieviel Deutsche gehen dahin? Wieviele dieser vorgeblichen Moralisten (insbesondere von der evangelischen Kirche und von „Friedensgruppen“) fühlen sich seelisch gleichermaßen „betroffen“ von diesen Bildern? Die Antwort dürfte offenkundig sein.
    Es bleibt Zvi Rix hier schon mehrfach zitierte Feststellung: „Die Deutschen werden den Juden den Holocaust niemals verzeihen.“
    Ihre Moral, ihre Empörung, ihr Agieren gilt ihrer deutschen Vergangenheit. Sie gilt ihrem Schweigen.

    • Lieber Uri, Du hast es sehr treffend ausgedrückt!

      Leider werden manche Deutsche diese Ausstellung nutzen um, wie es Götz Aly sagt:
      „Sich nicht mehr länger vergegenwärtigen zu müssen, dass Himmlers Einsatztruppen im Sommer und Herbst 1941, also binnen weniger Monate, mehr als eine Millionen wehrloser Menschen, vorwiegend Juden, darunter Hunderttausende Kinder, erschossen hatten. Das Ressentiment gewinnt die Oberhand.“

      Das ist die Krux, wenn man eine solche Ausstellung in Deutschland zeigt.

      Ob die Aussteller des Willy Brand Hauses sich dessen bewusst sind, und ob die Besucher der Ausstellung in Erinnerung haben, was z.B. Jim G. Tobias in seinem Beitrag „Nach dem Massaker weinte der Himmel“ berichtet?

  9. Jane bringt hier wieder einmal die anonymen Beschuldigungen. Was ich aufgezeigt habe: Jeder Soldat kann sich über ungesetzliche Befehle beschweren.
    Die Palästinenser erleben angeblich eine Hölle, und wenn man einigen Propagandisten glauben könnte, behandeln die israelischen Juden sie so, wie die deutsche Volksgemeinschaft die Juden behandelt hat.
    Es ist interessant, dass von all den angeblich hunderten, die Aussagen gemacht haben, ganze drei sich namentlich melden.
    Ich habe keine Zweifel daran, dass die israelischen Soldaten, nicht alle Engel sind, aber sie sind keineswegs in der überwiegenden Mehrheit Teufel, wie Jane uns das versucht zu beweisen.
    Eine Frage, hat das Willi Brandt Haus schon eine Ausstellung über die Menschenrechtsverletzungen im Iran und in Saudi Arabien gemacht?

  10. „Hätte “Breaking the Silence” die Absicht, über Probleme während der Dienstzeit in den “besetzten Gebieten” zu berichten, sollte das doch in Israel geschehen.“

    Dazu ein ehemaliger israelischer Soldat:

    „Die Soldaten in den besetzten Gebieten nehmen zwar Teil am Alltag der Palästinenser, machen diesen jedoch vielfach das Leben zur Hölle. Ein Soldat berichtet:

    „Es gibt viele Vorfälle. Einfach allen möglichen Blödsinn, den wir gemacht haben. Wir haben dauernd Araber zusammengeschlagen, das war nichts Besonderes. Einfach zum Zeitvertreib.“

    Die Berichte sind eine Herausforderung: So wichtig das Buch ist, so wenig Freude macht seine Lektüre. Denn es geht nicht nur um die Willkür der Soldaten, sondern auch darum, wie wenig Kritik geschweige denn Widerstand Armee und israelische Bevölkerung am Umgang mit den Palästinensern zeigen. Wenn den Soldaten bewusst wird, was sie eigentlich tun, wirken sie oft hilflos. So etwa der Fallschirmspringer, der von „Breaking the Silence“ interviewt wurde:

    Es klingt dämlich, aber man weiß nicht, was für üble Sachen man da macht. Erst später, vielleicht nach zwei Jahren, vielleicht wenn man Unteroffizier geworden ist, kommt man langsam zur Besinnung, wird erwachsen. Man beginnt zu verstehen, was man angestellt hat.

    „Das alles geschieht hier, im Staat Israel. Und niemand weiß davon. Und niemand will es wissen . Und niemand berichtet darüber. Die Leute ziehen es vor, nicht zu wissen und nicht zu verstehen, dass nicht weit von uns entfernt etwas Schreckliches geschieht. Es interessiert keinen.“

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1869592/

    Dass niemand das wissen will, diese Erfahrung macht man ja auch hier in diesem Forum – in Israel wird es kaum anders sein und der Soldat selbst bestätigt das ja auch.

  11. „Jane lügt wieder ganz unverschämt. In Israel werden Verstöße gegen Gesetze, ohne auf die gesellschaftliche Stellung des Beschuldigten Rücksicht zu nehmen, verfolgt“

    Das stimmt natürlich nur für Muslime mit israelischem Pass, wobei eine Studie auch hier eklatante Unterschiede festgestellt hat. Muslime bekommen durchweg härtere Strafen als Juden für die gleichen Vergehen – aber darum ging es mir nicht – natürlich ging es mir um die Palästinenser in den besetzten Gebieten, die ja immer wieder, offensichtlich auch sehr willkürlich, von israelischen Sicherheitskräften verhaftet werden, und genauso um Übergriffe israelischer Soldaten – das eigentliche Thema der ehemaligen Soldaten von Breaking The Silence. So schreibt der ehemalige isr. Soldat Nadav Bigelman:

    „Die Siedler von Hebron sind extremer als anderswo. Ich habe während meiner Zeit in der Stadt Tagebuch geführt und notiert, was ich sah. Am 6. April 2008 zum Beispiel: „Ein jüdisches Kind schreit eine palästinensische Frau an: ,Mohammed ist ein Schwein’.“ Oder am 28. Mai 2008: „Ein jüdischer Siedler tyrannisiert arabische Kinder und spuckt sie neben unserem Posten an.“ Solche Dinge habe ich unzählige Male beobachtet, mindestens einmal in der Woche. Als Soldat musst du dann beide Seiten trennen, wie im Kindergarten.

    Das Komplizierte ist: Für die Siedler gilt israelisches Recht, als Soldat darf ich sie nicht verhaften, höchstens wenn es um Leben und Tod geht, sonst kann ich bloß die Polizei rufen. Für die Palästinenser hingegen gilt eine Art Kriegsrecht, gegen die kann man als Soldat vorgehen. Wenn die Siedler jemanden provozieren, sind sie deshalb immer im Vorteil. “

    http://www.tagesspiegel.de/zeitung/nahostkonflikt-kriegsrecht-in-hebron/7135888.html

    Die Folgen der bizarren Rechtslage, welche die isr. Soldaten mit umfassender Macht über die Palästinenser ausstattet, ohne jedoch den Auftrag zu haben AUCH diese zu schützen sehen dann z.Bsp. aus wie folgt:

    „Am Morgen des 28. August 2012 kamen etwa 30 Siedler aus Ma’ale Levona, bewaffnet mit Gewehren und Stöcken, zu einem palästinensischen Haus in Khan al-Luban in der besetzten Westbank und griffen die Familie Daradhmah an.

    2002 bestätigte das israelische Oberste Gericht die Besitzrechte der Familie auf das Land in Khan, aber israelische Siedler wollen das Landstück zur öffentlichen Quelle/Brunnen erklären.

    Ein Teil der Siedlergruppe drang in das Schlafzimmer ein und griff die Kinder und ihre Mutter an. Ein Siedler warf Nour gegen die Wand und die Mutter Taghrid beschreibt, dass ein Siedler mit einem Stock auf sie einschlug, sie am Kragen packte und ihre Kleidung zerriss:“ Dann schlug er auf meinen Oberkörper, meine Beine, und schliesslich meine Hüfte.“

    Die Mutter und ihre zwei jüngeren Söhne flohen auf das Dach des Hauses, um dem Angriff zu entfliehen. Die Siedler zerstörten die Einrichtung des Schlafzimmers und warfen die Kleider der Familie in den Brunnen neben dem Haus. Mu’min filmte die Vorgänge mit seinem Telephon. „Nachdem wir eine Weile auf dem Hausdach gewesen waren, rannten mein Vater und Jalaal vom Haus weg, damit die Siedler ihnen folgen würden. Als sie weit genug entfernt waren, brachte ich meine Mutter und Nour ins Schlafzimmer und verschloss es, damit sie sicher waren. Dann feuerten die Siedler in die Luft und warfen Steine auf die Schlafzimmerfenster,“ sagte Mu’min.

    Der Vater, Khalid und sein sechszehnjähriger Sohn Jalaal versuchten derweil, die Siedler aus dem Haus zu drängen. Jalaal Daraghmah griff zu einer Spitzhacke, stellte sich an den Eingang und schlug damit auf einen Siedler ein, der in das Hausinnere eindringen wollte. Khalid griff bei dem einstündigen Angriff zu Steinen, um die Siedler abzuwehren, die mit Steinen und dem Abfeuern ihrer Gewehre reagierten.

    Als israelische Soldaten und die Polizei ankamen, war das Familienauto zerstört und die beiden jüngeren Kinder waren krankenhausreif geschlagen. Die israelischen Sicherheitskräfte folgten dem Protokoll der Besatzungsarmee: Vater und Sohn wuden festgenommen und abgeführt.

    Ynet berichtete in einem Artikel und einem Video über die Ereignisse. Die Schlagzeile lautete: „Siedler mit Axt angegriffen“. Aus den Verteidigern des Hauses wurden Terroristen, die Siedler gingen straffrei.

    Ein Richter setzte die Kaution für die Freilassung von Jalaal auf 5000 Shekel, die bis zum 13. September bezahlt werden musste, sollte er nicht über die Feiertage (Rosh Hashanah) in einem israelischen Gefängnis einsitzen…“

    http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/widerstand_in_nilin_bilin-7.htm

    Zu meinem Beispiel Omri Burbag, das war der Offizier, der einen Soldaten aufforderte auf einen gefesselten, mit einer Augenbinde verbundenen Palästinenser zu schießen. Das ganze kam wohl nur deshalb vor Gericht, weil eine Palästinenserin das ganze mit einer Videokamera aufnahm und die entsprechenden Bilder in die internationalen Medien kamen.

    „Date: 13 / 08 / 2008 Time: 20:20

    Omri Burbag, the battalion commander who had been suspended for ordering a soldier to shoot the bound and blindfolded Palestinian peace activist, Ashraf Abu Rahma, in the village of Ni’lin, has been appointed to an army traniner.

    Major General Avi Mizrahi, the head of the Israeli occupation ground forces, said on Wednesday that Burbag would be appointed as a trainer for Israeli army personnel.

    The Hebrew version of the Israeli newspaper Yedioth Ahronoth also quoted Israeli Chief of Staff Gabi Ashkenazi as saying that he did doubt that Burbag would become a unit commander once again, and would even become an officer in Ni’lin in the future.

    Burbag was videotaped ordering an Israeli soldier to shoot a blindfolded Palestinian demonstrator in the leg with a rubber-coated metal bullet. The video, released by the Israeli human rights group B’Tselem, resulted in an investigation and the eventual suspension of Burbag.

    http://www.ccun.org/News/2008/August/13%20n/Israeli%20War%20Criminal%20Omri%20Burbag,%20Involved%20in%20Shooting%20Ashraf%20Abu%20Rahma%20in%20Ni%27lin,%20Appointed%20as%20Army%20Trainer.htm

    “ B’Tselem, the organization that exposed the Ni’lin shooting, said in reaction to today’s military court verdict that it hoped the military internalized the court’s ruling that the Ni’lin shooting was a grave and disgraceful event.

    At the same time, B’Tselem noted the gap between the condemnation and the lenient sentence. B’Tselem reiterated that there had been far more severe cases of harm to Palestinians that the military justice system chose to ignore.

    http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=205471

    Übrigens haben sich die IDF an der Palästinenserin 2 Wochen später gerächt, indem sie ihren Vater verhafteten. Die israelischen Militärgerichte, welcher die Palästinenser unterworfen sind, erfüllen keinerlei Standards an transparente und rechtmäige Rechtssprechung. Oft werden Verhaftete gar gezwungen ‚Geständnisse’zu unterschreiben, die sie nicht einmal verstehen – da in hebräischer Sprache (nur EIN Beispiel).

    Weiterhin :

    „Neue Regelungen versperren Palästinensern den Weg vor israelische Gerichte

    Israels Justizminister Yaakov Neeman unterzeichnete eine neue Regelung, die Palästinensern und Emigranten ohne Aufenthaltsberechtigung von der Möglichkeit ausschließt, mit Klagen vor israelischen Gerichten aufzutreten. ? so die israelische Tageszeitung Haaretz vom heutigen Montag.

    Oded Feller, ein Anwalt der Gesellschaft für Bürgerrechte in Israel, erklärte, dass diese neue Regelung, die am 1. September in Kraft treten wird, hunderte palästinensische Klagen gegen Israel und seine Armee vom Tisch wischt. “

    http://www.freunde-palaestinas.de/12/ph_0806.html

    Last but not Least – kann man sich ja das Material von den Soldaten von Breaking The Silence zu Gemüte führen – mir ist es natürlich schon lange bekannt und ich habe es ja auch schon des öfteren verlinkt – um zu sehen, dass Übergriffe auf Palästinenser Routine sind und Missachtung ihrer Menschenrechte keine Ausnahme darstellen.

    • Jane, das mit dem Befehlsgeber, dem Gefesselten und dem Soldaten, der ihn ins Bein schoss, hast du schon öfters gebracht. Zuerst im damaligen Forum unter dem Nick Catia. Worauf ich damals die Videoszene analysierte und per Bild zeigte, dass der Gefangene nicht getroffen sein konnte, aber, gewollt oder nicht, sofort „ne Schwalbe machte“ (Fußballerjargon für vorgetäuschtes Foul).

      http://forum.hagalil.com/cgi-bin/a/show.pl?tpc=279&post=180772#POST180772

      Warum das trotzdem als realer Beinschuss auch durch israelische Medien lief? No clue. Vielleicht hat niemand das Video genau angeguckt, nicht mal die IDF. Außerdem hat, wie Du in Deiner anschließenden Antwort an mich sagst, der Befehlsgeber selber zugegeben, einen Beinschuss befohlen zu haben. Dann hat der unbekannte Soldat den Befehl eben nicht „richtig“ befolgt. Ich schätze mal zu seinen Gunsten aus moralischen Gründen – solche Leute gibts ja, garantiert ist es eine überwältigende Mehrheit, wie auch die besonders Mutigen und in „Break the silence“ ehrlich Aussagenden -, aber um sich dabei trotzdem keiner Befehlsverweigerung schuldig zu machen, doch rel. dicht danebengehalten und abgedrückt. Denn bekanntlich trifft längst nicht jeder Schuss, selbst auf kürzere Entfernung, und so konnte es, wenn das auffiel, wie ein unbeabsichtigter Fehlschuss aussehen. Hauptsache der als sadistisch oder zumindest da temporär als völlig durchgeknallt zu betrachtende Vorgesetzte war zufrieden.

      Weißt Du, ob das Video noch aufrufbar ist? Dann könnte jede/r hier sich davon überzeugen und das Geschehen anhand meiner Abbildung nachvollziehen. Guck mal in Deinen Zettelkasten und poste den Link dann hier, falls du es findest. O.K.?

    • @efem,

      da du dich ja offensichtlich auskennst .. meine Frage.
      Zu wievielen Jahren Gefängnis wurde der Befehlgeber denn nun verurteilt?
      Oder doch wieder nur einen Abend ohne Abendessen ins Bett geschickt?

  12. Jane lügt wieder ganz unverschämt. In Israel werden Verstöße gegen Gesetze, ohne auf die gesellschaftliche Stellung des Beschuldigten Rücksicht zu nehmen, verfolgt. Ein arabischer Richter hat den ehemaligen Staatspräsidenten Kazav verurteilt, der jetzt seine Strafe im Gefängnis verbüßt.
    Soldaten und Offiziere der israelischen Armee werden auch bestraft.
    Und das Oberste Gericht hat z.B. auch verfügt, den Sicherheitszaun, den man wegen dem Terrorismus errichten musste, anders zu verlegen.
    Die Menschenrechte werden vom Rechtsstaat gewahrt. Natürlich würden gerne Israelbasher die Sache so sehen, wenn einer in Israel einen f….. läßt, dann muss sofort der Sicherheitsrat angerufen werden, wenn aber in den muslimischen Staaten die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, wenn z.B. im Iran Frauen gesteinigt, Homosexuelle aufgehängt werden, wenn es in Syrien schon mehr als 30.000 Opfer gibt, da wird keine Aktion gefordert, im Gegenteil man deckt jede Schweinerei. Denn man hat nur einen Lebenszweck: Israel zu bashen. Und Jane liefert uns die Beweise.
    Die Menschenrechte sind also in der Praxis teilbar, man schaue sich nur an wie die Menschenrechtskommission der UNO in Genf einen doppeltem Maßstab anwendet. Man kann das
    auf http://www.unwatch.org/ anschauen.

  13. Breakin The Silence ist schon lange in Israel aktiv – und anders als Herr Pfeifers Wunschdenken es zu meinen glaubt, hat man in Israel überhaupt kein Interesse Vergehen des Militärs aufzudecken oder zu verhindern. Man muss sie schon eher als systemisch immanent bezeichnen.

    Was immer vor Gericht landet und dann zumeist mit völlig unzureichenden PseudeoStrafen verhandelt wird, kam überhaupt nur deshalb dahin, weil unumstößliche Beweise es international in die Medien schafften. Dann muss man halt leider so tun als ob, schließlich muss Isreal ja zumindest ein wenig versuchen die Reste eines guten Rufs zu erhalten und Offiziere die z.Bsp. auf gefesselte Palästinenser schießen machen halt eine schlechte PR.

    Ja da fackelt man nicht lange. Der Mann wird schwer ‚bestraft‘. Er verliert sein Kommando, um dann, man höre und staune, zukünftig jungen Rekruten als Ausbilder zu dienen.

    Israel ist schon viel zu lange und viel zu tief im naitonalistisch-chauvinistischen Sumpf. In den 90ern dachte ich noch,dass Israel die Kurve kriegen könnte – da hatte man zumindest noch eine Hoffnung auf eine Wende.

    Diese Zeiten sind vorbei – ich denke ohne Druck von außen wird Israel sich und die Region mehr ins Unglück reißen.

    „Hätte “Breaking the Silence” die Absicht, über Probleme während der Dienstzeit in den “besetzten Gebieten” zu berichten, sollte das doch in Israel geschehen.“

    Damit haben sie leider keinen Erfolg und wenn der Fisch vom Kopf stinkt, dann ist dies der angezeigte Weg um den Menschenrechten Geltung zu verschaffen.

    Man denke nur an die Stürmung der Mavi Marmara – unzählige Hin- und Herargumentationen, wer sich angeblich gegen wen verteidigt hat auf Grund welcher echten oder manipulierten Beweise – diese Diskussionen möchte ich wirklich nicht noch mal führen – allerdings gibt es meines Erachtens ein untrügliches Zeichen, für die Unaufrichtigkeit der israelischen Darstellung.

    Die Israelis haben eine handverlesene Untersuchungskommission aufgestellt mit lauter Teilnehmern, national, wie international, die grundstäzlich dem zionistischen Projekt gewogen sind – dennoch – war es dieser ‚Untersuchungskommission‘ nicht gestattet die eigentlichen Zeugen, der angeblichen ‚Selbstverteidigung‘ zu befragen.

    Man sollte meinen, dass diese vor einem, in jeder Hinsicht wohlwollenden Gremium gerne berichtet hätten, wie sie angeblich von Aktivisten angegriffen wurden – aber nichts – gar nichts – nada – keine Aussagen erwünscht – keine Zeugeaussage möglich.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt.

    Zu den Checkpoints – was sollen denn Ballons die alles aufnehmen, wenn das Material keinerlei unabhängigen Gremien zugänglich ist?

    Übrigens wird auch den Frauen von Machsom Watch vorgeworfen sie seine Landesverräterinnen – wenn Israel tatsächlich ein Rechtsstaat werden will, dh. heißt ein Staat der Menschen Recht zukommen lässt, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und Nationalität, dann sollten die Israelis, jedenfalls ein Gutteil Israelis und Juden, mit dieser Wagenburgmentalität aufhören, die immer meint das Unrecht unter den Teppich kehren zu müssen, wenn man es schon nicht leugnen kann.

    Diese Wagenburgmentalität korrumpiert das Land mehr und mehr und führt aus naheligenden Gründen zu gar keiner guten Wahrnehmung in der Welt.

    Die Menschenrechte sind unteilbar und wer ihnen zur Durchsetzng verhilft, ohne Anschauung von Nationalität und Religion, ist ein würdiger Vertreter seines nationalen, religiösen etc.Kollektivs und der menschlichen Familie im Allgemeinen – und nicht umgekehrt.

    Hier übrigens Videos von MachsomWatch:

    http://www.youtube.com/user/machsomwatchvid

    Es gibt übrigens tatsächlich auch israelische Offiziere, die die Arbeit der Machsom Watch Frauen befürworten, aber es gibt keinen Widerspruch zwischen Machsom Watch und Breaking the Silende – dabei gehts um die gleiche Sache mit der gleichen Intention.

    Den Mut den die ehemaligen Soldaten in der Organisation aufbringen, um dem System permanenter und willkürlicher Degradierung der Palästinenser die Stirn zu bieten, unde für sich selbst ihre Menschlichkeit zu wahren, gebührt Respekt und Anerkennung.

    Ich denke es sind Frauen wie die von Machsom Watch und Soldaten, wie die von Breaking The Silence,Leute die sich von der Wagenburgmentatlität nicht einschüchtern lassen, die maßgeblich dazu beitragen, Israelis und Juden nicht einsetig negativ wahrzunehmen und damit Judenfeindlichkeit entgegenwirken, mal abgesehen von dem eigentlichen Grund ihrer Aufklärung, den Palästinensern zu dem zu verhelfen, was jedem Menschen zugestanden sein muss, der Wahrung ihrer Menschenrechte.

  14. In Österreich haben Polizisten einen Schwarzen, der nicht ausgewiesen werden wollte halbtot geschlagen und das ist nicht das einzige rassistische Phänomen. Aber wir haben keine Polizisten, die das „Schweigen brechen“ und sich dafür aus dem Ausland finanzieren lassen.
    Die Verleumdung des Staates Israel wird von einigen EU Staaten und Stiftungen subventioniert und das wurde bereits für einige zur Existengrundlage.

  15. Hätte “Breaking the Silence” die Absicht, über Probleme während der Dienstzeit in den „besetzten Gebieten“ zu berichten, sollte das doch in Israel geschehen.
    Bei einer Ausstellung dazu (ausgerechnet)in Berlin vermag ich nicht mehr, irgendwelche hehren Motive zu sehen – da geht’s darum, Israel zu diffamieren. Zum Kotzen, diese „mutigen“ Reservisten.

  16. Israel ist ein Rechtsstaat. Wenn irgendetwas gegen das Recht verstößt, kann und soll man eine Anzeige erstatten.
    Ich habe einige Male einen Checkpoint besucht. Über diese schwebt in der Regel ein Ballon, aus dem alles aufgenommen wird. Ausserdem stehen dort – mit Genehmigung der Armee – die Damen von Machsom Watch. Die israelischen Soldaten versehen im allgemeinen ihre verantwortungsvolle Arbeit nach Vorschrift auch wenn manchmal Palästinenser sie provozieren.
    Wären die Soldaten schlampig, dann könnten Terroristen leicht auf israelisches Gebiet geraten.
    Es gibt ein politisches Problem, die von der israelischen Armee 1967 besetzten Gebiete. Da gab es gute Vorschläge von Barak in Camp David und von Olmert. Doch diese wurden von der palästinensischen Seite abgelehnt.
    Ich erinnere mich an die vielen Artikel und Erklärungen palästinensischer Politiker, die erklärten, es bestehe überhaupt kein Unterschied zwischen Linken und Rechten in Israel. Heute merken sie den Unterschied.
    Sie haben nach Camp David die zweite Intifada, eine bis dahin nie dagewesene Terrorwelle gegen israelische Zivilisten gestartet. Damit erleichterten sie den politischen Vorstoß der Rechten. Denn die konnten auf diese traurige Realität hinweisen.
    Wenn jetzt der Terrorismus nicht mehr so erfolgreich ist, dann ist das der Armee und den Sicherheitsdiensten zu verdanken. Daher denke ich, sollten diese nicht schlechtgemacht werden. Dort wo es Gesetzverletzungen gibt, sollten dies die Zeugen anzeigen und nicht wie die allermeisten dieser das Schweigen brechender Soldaten anonym bleiben.

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