Verhandlungen im Fall Shalit: Gibt der deutsche Vermittler auf?

„Der deutsche Vermittler beim Shalit-Geschäft, Gerhard Konrad, wird sein Amt voraussichtlich in den kommenden Wochen niederlegen.“ Das behauptet die Hamas und wirft der israelischen Seite vor, ihre Unnachgiebigkeit habe den Vermittler in Verlegenheit gebracht und ihn dazu veranlasst, sein Amt niederzulegen…

Roni Shaked geht in Jedioth der Frage nach, wer die Verhandlungen über die Freilassung des von einem Hamas-Kommando in den Gazastreifen verschleppten Israeli Gilad Shalit weiterführen soll

Hamas: „Der deutsche Vermittler wird wegen Israel die Arbeit niederlegen”

Iman Taha, ein hoher Hamas-Vertreter in Gaza, behauptete in einem Interview mit einer ägyptischen Zeitung: „Der deutsche Vermittler wird in Kürze zurücktreten. Er legt sein Amt nieder, weil sich Israel weigert, die Forderungen der Hamas zu erfüllen, was die Kontakte zwischen den Seiten in eine Sackgasse führte. Die Israelis haben ihn in Verlegenheit gebracht.“

Die Hamas erinnerte gestern daran, dass der deutsche Vermittler bereits vor einiger Zeit erklärt habe, er beabsichtige nicht, seine Bemühungen fortzusetzen, falls bis Anfang 2010 kein Abkommen erzielt werde. Jetzt versucht die Hamas, Israel die Schuld daran zu geben. Allerdings deutete der Hamas-Vertreter Halil Alchia schon vor einem Monat  die Unzufriedenheit seiner Organisation mit der Arbeit Konrads an. „Der deutsche Vermittler war nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein, der bei dem Shalit- Geschäft zwischen den Seiten vermittelt“, sagte er damals.

Vorgestern meldete eine andere ägyptische Zeitung, die Verhandlungen würden schon in einer Woche wieder aufgenommen. In dem Bericht hieß es, dieses Mal werde Frankreich, nicht Deutschland, die Vermittlerrolle übernehmen. Die Franzosen beabsichtigten, das Geschäft in einer Phase durchführen, nicht in drei, wie es im Rahmen der deutschen Vermittlung geplant war.

Ein Kommentar zu “Verhandlungen im Fall Shalit: Gibt der deutsche Vermittler auf?

  1. „El Manar“, eine palästinensische Zeitung, die in Ostjerusalem erscheint, sagt, der deutsche Vermittler bei den Verhandlungen über die Freilassung von Gilad Shavit werde in die Region zurückkommen und zwar vom 23. bis zum 26 Februar. Im Moment befinden sich die Verhandlungen in Stillstand, der von Israel angeregt wurde. Der deutsche Vermittler unternimmt jetzt Bemühungen, die Seiten davon zu überzeugen, dass die die Vereinbarung, so wie sie auf dem Tisch liegt, die bestmögliche ist.
    Der deutsche Vermittler hat sich auch mit Hagai Hadass getroffen.

    Wünschen wir ihm Erfolg und Gilad Shalit Geduld und Gesundheit. Ich bin gegen solche Kidnapper Methoden.

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