Israel verurteilt

Eine Mehrheit stimmte für eine Verurteilung Israels und will den Goldstone-Report der UNO-Vollversammlung übergeben. Das erklärte Ziel der palästinensischen Autonomiebehörde sei „Gerechtigkeit für die Palästinenser“…

Ein Kommentar von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 16. Oktober 2009

Das ganze Vorhaben hinkt fürchterlich. Vielleicht haben israelische Soldaten Kriegsverbrechen begangen oder den Befehl dazu von oben erhalten. Das sollte geahndet werden, nicht wegen „Gerechtigkeit“ für die Opfer, sondern wegen Israels Anspruch, ein Rechtsstaat zu sein. Doch der südafrikanische Richter Richard Goldstone gestand selber, „keine gerichtsfähigen Beweise“ gefunden zu haben. Schlimmer noch: Dem Bericht wurden Versäumnisse, Fehler, schlechte Recherchen und Einseitigkeit nachgewiesen. Der jahrelange Raketenbeschuss ziviler Ziele in Israel wurde nur am Rande erwähnt. Die bewährte Methode der Hamas, Moscheen als Raketenlager zu verwenden und Kinder als menschliche Schutzschilde, wurde völlig ausgeblendet. Zeugenaussagen israelischer Raketenopfer wurden unterschlagen.

Niemand rechnet damit, dass die Hamas ihren Raketenbeschuss Israels als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ einstufen könnte, zumal das jahrelang ihre offizielle Politik war. Für die UNO war das irrelevant. Sie nahm auch nicht über 200 israelische Protestnoten ernst, die es laut Goldstone-Report nicht gegeben habe, aber im Internet im Wortlaut als offizielle UNO-Dokumente nachzulesen sind.

An den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und seine Verbündeten stellt sich die Frage nach ihrem Zweck. Um Gerechtigkeit geht es ihnen nicht, solange nur eine Seite beschuldigt wird. Auch um Frieden geht es ihnen nicht, wenn Abbas im Frühjahr noch die Israelis mit Infos beliefert hat, damit Israel die Islamisten möglichst effektiv schlagen und entmachten möge. Wer wirklich Gerechtigkeit und Frieden auf Erden will, sollte sich erst mal in Darfur, im Kongo, in Pakistan oder Sri Lanka umschauen, wo täglich Tausende unschuldige Zivilisten abgeschlachtet werden. Die doppelten Standards und meist falschen Vorwürfe gegen Israel allein sind kein Ruhmesblatt für die UNO, deren Menschenrechtskommission, Richter Goldstone und gewiss nicht für die automatische Mehrheit arabischer Länder und der Drittweltstaaten.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

Ein Kommentar zu “Israel verurteilt

  1. Das Schweigen, ja jahrelang zustimmende Kopfnicken während des terroristischen Raketenbeschusses der Hamas aus Gaza gegen die friedliche Zivilbevölkerung Israels seitens der allumfassend „zivilisierten“ Staatengemeinschaft der UNO und der man muß es fast sagen abscheulich und verachtend-, konsequenten rechtlich, moralisch wie menschlichen Verurteilung Israels klar Hand in Hand gehen.
     
    Warum? Nun, ganz einfach! Es kann nicht sein was nicht sein darf, nämlich dass Israel als einziger demokratisch legitimierter Staat im gesamten Nahen Osten als moralischer Gewinner vor der ganzen Welt dasteht und sich selbst eventuell eines Tages zum Ankläger der „zivilisieren Weltenignoranz“ aufspielt und diese panische Angst vor diesem Spiegel, der diesen Weltenlenkern schon längst hätte vorgehalten werden sollen man dadurch zu verhindern sucht, indem eine Ablenkung auf „sehr hohem Niveau“ inszeniert wird. Eine Ablenkung nicht so sehr von eigen versäumter, rechtzeitiger und entschlossener Reaktion auf den vom Iran gewollten, geförderten und auch weiter finanziertem Staatsterror der Hamas und Hisbollah – Nein!
     
    Eher handelt es sich dabei um eine Ablenkung von der gesellschaftlichen wie politischen Ablehnung der staatlichen Souveränität-, demokratischen Legitimität und insbesondere der Nichtanerkennung des religiös- wie moralischen Anspruches der israelischen Gesellschaft auf Frieden und partnerschaftlichem Zusammenleben aller in und um Israel lebenden friedensliebenden Menschen im Nahen Osten.
     
    Klingt absurd, jedoch bei genauerem Betrachten der eigenen Wirtschafts-Interessen bei gleichzeitiger vollständiger Ausblendung moralischer Gesichtspunkte und gerade deswegen vorgeheuchelter „uneingeschränkter“ Solidarität und Verständnis für das Recht auf Selbstverteidigung des Staates Israel – die UNO es in kürzester Zeit zum endgültigen Handlanger der Marionettenspieler aus Teheran gebracht hat.
     
    WOW!!!
     
    Was für eine gelungene Erpressung und was für eine abgrundtief beschämende Enttäuschung und zivilisatorische SCHANDE!!!

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