Faschistische Traditionen

Die vom italienischen Innenminister Matteo Salvini angekündigte Sondererfassung von Sinti und Roma in Italien wird vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma als gezielter Vorstoß gewertet, um die Grenzen des italienischen Rechtsstaats aufzulösen und in der Tradition faschistischer Regime zuerst die Vertreibung von Migranten aus Italien und dann die Ausgrenzung von nationalen Minderheiten aus der Staatsbürgerschaft voranzutreiben. Roma mit italienischem Paß müsse man „unglücklicherweise behalten“, so der italienische Innenminister…

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Die Geschichte des Ghettos von Venedig

Vor 500 Jahren, am 29. März 1516, wurde das Ghetto in Venedig gegründet, das zum Namensgeber für die abgesonderten Wohnviertel von Juden in mittelalterlichen Städten Europas werden sollte. Das Jubiläum im vergangenen Jahr nahm die Europäische Janusz Korczak Akademie zum Anlass, um ein bisher auf deutsch nicht erhältliches Standardwerk zum Ghetto zu übersetzen und herauszugeben…

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Shalom Italia

Dies ist die Geschichte dreier Brüder (73, 82 und 84 Jahre alt), die sich auf die Suche nach jener Höhle in den toskanischen Wäldern begeben, in der sie sich als Kinder vor den Nazis versteckten. Sie suchen nicht nur einen geographischen Ort, sondern wollen auch eine gemeinsame Basis für ihre Erinnerungen finden und die einander widersprechenden Versionen ihrer Geschichten übereinbringen…

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Venedig – Die Juden und Europa 1516-2016

Hochtechnologisch präsentiert sich die reichlich bestückte Ausstellung „Venedig. Die Juden und Europa“, die bis zum 13. November 2016 in den privaten Gemächern der venezianischen Dogen im Dogenpalast die Geschichte der komplexen Beziehungen zwischen Venezianern und Juden wieder aufrollt, die ab der ersten Jahrtausendwende Zuflucht in die Lagunenstadt fanden…

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500 Jahre Ghetto von Venedig

„Chatzer“, Einzäunung, nannten die venezianischen Juden ihr Ghetto, das erste der Geschichte, das vor 500 Jahren, am 29. März 1516 gegründet wurde. Die Bezeichnung „Ghetto“ findet ihren Ursprung in der Aussprache des Wortes  „Geto“ seiner allerersten Bewohner, Ashkenazim aus dem deutschsprachigen Raum. Geto (Guß), das für eine ehemalige Gießerei  steht, die sich im so genannten Ghetto Novo befand. Ein Gebiet am Stadtrand mit dicht übereinander gestapelten Wohnungen, die mit dem Edikt vom Dogen Ludovico Dolfin den Juden zu drei Mal so hohen Mietpreisen zugewiesen wurden. Eine heute noch abgesonderte Ecke Venedigs jenseits stets wachsender Touristenströme, die sich – etwas versteckt – dem Besucher wie eine Oase der Ruhe entgegen öffnet…

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Tod in der Wüste: Wer hat den Befehl gegeben?

Zum Thema Organ- und Menschenhandel, auch im Sinai, ist anzumerken, dass eine Änderung der entsetzlichen Zustände nicht nur durch Druck und Abschiebung auf weiter vorgelagerte Staaten, wie Italien, Ägypten oder Israel, erreicht werden kann. Auch die humanitäre Hilfe für die Betroffenen, ob auf der Flucht oder noch in der Heimat, ist eher symptomatisch als kurativ und braucht lange Zeit, bis der Einsatz Früchte zeigt…

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Menschenhandel im Sinai: Tod in der Wüste

Menschenhandel wird oft als „moderne Sklaverei“ bezeichnet. In den meisten Fällen handelt es sich um ausgesprochen gut organisierte und international agierende Netzwerke, die Menschen entführen und sie z.B. als Arbeitssklaven oder als Zwangsprostituierte missbrauchen. In vielen Fällen ist Menschenhandel mit den ebenfalls sehr profitablen Strukturen des Drogen- und Waffenschmuggels verbunden…

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