Israelisches Schmuck-Design

Seit 60 Jahren findet im März die Sonderschau SCHMUCK auf der internationalen Handwerksmesse in München statt. Sie ist die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischen Schmucks, und die dort gezeigten Exponate setzen neue Maßstäbe in der Gestaltung und sind Ausgangspunkt stilprägender Strömungen im Bereich der Schmuckkunst. Rund um die Schau finden in der ganzen Stadt Schmuckausstellungen statt, die von internationalen Schmuckkünstlern iniziert und bespielt werden. Israel ist dieses Jahr mit zwei Schmuckausstellungen prominent vertreten…

Am 13.3.19 findet die gemeinsame Vernissage der Ausstellungen Landmarks und Overreacting statt.
Arbeiten von 18 israelischen Schmuckkünstlern werden zu sehen sein.

Land Marks
in der Tragbar Zenettistr. 33, 80337 München.
Künstler: Alona Katzir, Elad Guterman, Hadas Levin, Michal Bar-On, Mor Hirsch, Naama Ben-Zur Shprinz, Noa Liran, Shuli Egozi, Sigal Meshorer.
Vernissage 13.3. von 16 – 19 Uhr
Meet the artist: Samstag 16.3. von 11 – 15 Uhr
Dauer der Ausstellung 13.3. – 16.3. von 11-18 Uhr, Sonntag 17.3. von 11-15 Uhr

Landmarks: die Ausstellung ist das Ergebnis eines andauernden Projektes, welches aus mehreren Workshops mit dem Münchner Künstler Peter Bauhuis entstanden ist. Mit ihren Schmuckarbeiten untersuchen die neun israelischen Künstler Begriffe von heimatlicher Verortung in einer sich immerwährend verändernden Welt. Was ist öffentlich und was privat, wo sind Berührungspunkte zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten und wie können diesen Fragen im Medium Schmuck visualisiert werden.

Overreacting: Jewelry Speaks Feminism and Gender
im Jag Zoeppritz Showroom Zenettistr. 33, 80337 München
Künstler: Tamar Paley, Keren Gispan, Katia Rabey, Daniella Saraya, Anat Aboucaya Grozovski, Yotam Bahat, Sofia Zakharova, Batami Kober, Rill Greenfeld.
Vernissage 13.3. von 16 – 19 Uhr
Meet the artist: Freitag 15.3. von 11 – 13 Uhr
Dauer der Ausstellung 12.3 – 15.3 von 11-18 Uhr

Overreacting: Jewelry Speaks Feminism and Gender: Ebenfalls neun Israelische Schmuckkünstler diskutieren in ihren Schmuckarbeiten über Genderrollen, Körperbilder, Weiblichkeit und die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Sie verwenden dabei das Medium Schmuck als Sprachrohr für diesem Diskurs. Wer Schmuck trägt, positioniert und exponiert sich. Besonders aber der zeitgenössische Schmuck funktioniert wie ein Statement. Die Künstler nutzen diesen Aspekt und so rekurriert der Name der Ausstellung „Overreacting“ auf die allgegenwärtige Meinung, Frauen seien zu dramatisch bzw. hysterisch und würden zu oft überreagieren. Diese negativ konnotieren Attribute verwandeln die Künstler in ihren Arbeiten in emotionale Qualitäten, die es ihnen erlauben aus den vermeintlichen Schwächen einen Wert an sich und einen künstlerischen Wert zu generieren.

Bild oben: Mor Hirsch, Brooch: Dragonfly, 2018. Old Newspapers, Brass, 6 x 4 x 2 cm.

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