Fidel Castro und Israel

Vor ein paar Tagen publizierte Jeffrey Goldberg im amerikanischen Magazin The Atlantic einen interessanten Bericht über ein langes Gespräch, das er und eine Kollegin mit der Ikone der antiglobalistischen Linken, mit Fidel Castro führte…

Von Karl Pfeifer

Castro nahm eindeutig gegen die Holocaustleugnung des iranischen Präsidenten Stellung. (Siehe The Atlantic)

Heute hat Goldberg noch einige Details dazugefügt.

„Nun, lassen wir uns einbilden, ich wäre Netanjahu,“ sagte Castro, „dass ich dort wäre und nachdenken müsste, Ich würde mich erinnern, dass sechs Millionen jüdische Männer und Frauen aller Altersgruppen in den KZs ermordet wurden“.

Werden diese Erklärungen von Castro den antisemitischen Kurs der Regierung von Venezuela unter Hugo Chavez ändern?

Werden sich die Mitglieder von Attac darüber Gedanken machen?

4 Kommentare zu “Fidel Castro und Israel

  1. Die Aussagen von Castro sind deutlich. Es gilt festzuhalten: Castro positionierte sich gegen den iranischen Hetzer. Castro erteilte jeglichem Antisemitismus eine klare Absage. Dies gilt es zu registrieren. Nebenbei bemerkt, Castro hat in Cuba eine völlig gerechtfertigte Revolution angeführt. Die sozialen Leistungen in Cube gelten als vorbildlich in der gesamten Region. Selbst Herzkranke Us Amerikaner begeben sich heimlich nach Cuba um sich operieren zu lassen.

  2. Das „junge“ Kuba hatte seine Verdienste. Doch wenn ich schrieb
    – „alter kranker Mann“ .. Castro IST alt und krank .. und
    – „der an seinen eigenen Idealen gescheitert ist“ .. ein Staat, der TROTZ seiner unbestreitbaren Errungenschaften von seinen eigenen Einwohnern vielfach als Gefängnis betrachtet wird – „Flucht“ ist strafbar – und der kurz NACH dem Staatsbankrott steht, IST gescheitert.
    Als Analogie .. auch die DDR war in einigen – wenigen – Punkten bürgernäher, sozialer, „idealer“. Trotzdem wollten die Einwohner am Ende mehrheitlich lieber Reisefreiheit, Konsum und „Bananen“. So etwas nenn ich scheitern.

  3. Attac? Hat antisemitische Wurzeln seit seiner Gründung, heutzutage noch besonders auffällig in Polen und auch Frankreich.
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    Und was heißt „alter Mann“ zur Person Fidel Castros. Dieser „alte Mann“ hat es geschafft, vor der Haustür der kapitalismusergebenen USA ein Land zu etablieren, in dem es z.B. im Gegensatz zu diesen kostenlose Krankenversorgung, ein hohes Ärztevolumen, keine Multimillionäre und Milliardäre gibt und in dem alle Lesen und Schreiben können und und und – und das trotz massivster Wirtschaftsblockade durch dieselben USA. Natürlich gibt es auch jede Menge Schattenseiten, keine Frage.
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    Da nun aber Achmachmirdendshihad sich beständig bemüht, seine Fühler auch nach Südamerika auszustrecken, ist die Bemerkung Catros im Zusammenhang gar nicht hoch genug einzuschätzen und wird hoffentlich Sympis wie etwa Chavez zu denken geben.
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    efem

  4. lol

    Der Artikel ist echt witzig.

    „Ikone der antiglobalistischen Linken“ .. vor 30 .. 40 Jahren mal. Heute ist das nur ein alter kranker Mann, der an seinen eigenen Idealen gescheitert ist.

    „Castro nahm eindeutig gegen die Holocaustleugnung des iranischen Präsidenten Stellung“ .. niemand, der kein völliger Vollidiot ist, nimmt NICHT gegen eine Holocaustleugnung Stellung. Und das die Sprüche des iranischen Hampelmanns – sagen wir es mal vorsichtig – nicht von dieser Welt sind, ist ebenfalls Allgemeingut.

    Doch was hat dies mit der israelischen Apartheid zu tun?
    Was soll dies denn den Mitgliedern und Fans von Attac sagen?
    Fragen über Fragen .. und wie immer nur – sagen wir es mal vorsichtig – seltsame Logik.

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