Himmlers Tochter oder: Die „Stille Hilfe“ für den Mörder in der Pullacher Seniorenresidenz

„Ich sehe es als meine Lebensaufgabe an, ihn (Himmler, d. Verf.) vor der Welt in ein anderes Licht zu stellen. Mein Vater ist heute als der größte Massenmörder aller Zeiten verschrien. Ich will versuchen, dieses Bild zu revidieren. (…) Ich weiß, dass es eine schwere Aufgabe ist.“
Gudrun Himmler, spätere Burwitz, 1959, über ihren Vater Heinrich Himmler (in: Schröm & Röpke 2002,  S. 113)

„Ich bin in einer furchtbaren Lage, habe keinen Rechtsschutz und wäre für den Falle eines Prozesses nicht haftfähig. (…) Untergebracht bin ich vom Sozialamt München in einem Wohnheim für Alkoholiker, Homosexuelle und Penner. Ich bitte Sie, mich dort herauszuholen und mir zu helfen, da ich völlig mittellos bin.“
Anton Malloth in einem Brief an die „Stille Hilfe“, Frühjahr 1989 (ebd., S. 40)

 

Von 1982 bis 1988 hatte Peter Finkelgruen als Vertreter der Naumann-Stiftung in Israel gelebt, dem Land seiner Jugend. Als er 1988 Israel wieder Richtung Deutschland verließ hatte er eine Idee: Er wollte ein Buch über seine Familiengeschichte schreiben, über die er nahezu nichts wusste. Malloth, der Mörder seines Großvaters Martin, kam ihm dazwischen. Finkelgruen verbrachte viele Jahre damit, Hintergründe über den Mord an seinem Großvater und über den Mörder zu erfahren (Finkelgruen, 2002). Mehrfach reiste er hierfür an die Stationen seiner Kindheit, befragte die wenigen noch auffindbaren Menschen, die sich noch an seine Eltern und an seinen Großvater zu erinnern vermochten. Unterstützung erfuhr er hierbei nur höchst selten.

Gestört, durchbrochen wurde seine familiäre Spurensuche durch den Mörder seines Großvaters. Dieser wirbelte sein Seelenleben auf, löste frühe Traumata wieder aus. Traumata aus einer frühen Kindheit als jüdisches „Shanghai-Baby“. Aus einer Kindheit, in der  Deutsche auch die Ermordung seine eigene Ermordung als jüdisches Flüchtlingskind planten Kleinkindes sehr konkret planten. Auch im fernen Shanghai gab es konkrete Pläne, die ca. 20.000 bis 30.000 aus Nazideutschland geflohenen deutschen und österreichischen Juden zu ermorden. Beteiligt waren hieran Vertreter des Judenreferats der NSdAP wie auch Mitglieder der mehrere Hundert Shanghaier Ortsgruppe der NSdAP. In Shanghai lebten seinerzeit ca. 2500 deutsche Arier. Einer von ihnen schrieb offenkunding von Shanghai aus bereits im Juli 1939 für das NS-Hetzblatt „Der Stürmer“ Denunziationsberichte, u.a. über den nach Shanghai geflohenen Psychoanalytiker Adolf Josef Storfer, in denen es hieß: „Der Jude A. J. Storfer hat sich nun in Schanghai niedergelassen. Er arbeitet daran, sein jüdisches Gift in weite Kreise des chinesischen Volkes hineinzuspritzen. An seinem Gift soll das chinesische Volk, das vom Kommunismus ohnehin schon sehr stark zersetzt ist, vollends untergehen.“ (Kaufhold 2018b, c; haGalil 2018).

Federführend hierbei war wohl Polizeiattaché Josef Meisinger: Dieser bullige Mann, der sich bereits den Ruf des „Schlächters von Warschau“ erworben hatte, tauchte nach Finkelgruen (1999, S. 195) „mit einem Unterseeboot in Shanghai auf, um dort, vom deutschen Generalkonsulat aus, die japanischen Partner zu einer Endlösung des Problems der jüdischen Flüchtlinge in Shanghai zu bewegen.“

Die Pläne reichten von Zwangsarbeit verbunden mit dem Aushungern der Shanghaier Juden, vom Verschicken der Shanghaier jüdischen Flüchtlinge auf manövrierunfähigen Booten ins Meer bis hin zur Errichtung von Gaskammern auf der Halbinsel Potang am jüdischen Neujahrsfest (Finkelgruen 1999, S. 194-196). Als Finkelgruen im Alter von etwa 50 Jahren verstand, dass diese konkreten Vernichtungspläne auch ganz konkret ihm als jüdischem Baby und Kleinkind galten war dies eine schockartige Erkenntnis für ihn.

Dies erinnert mich an den Schock, den Ignatz Bubis erlebte, als er im höheren Alter ein Foto seiner ihm bisher unbekannten Nichte sah. Es war ein vergleichbar schockartiges Erlebnis, was ihn am Ende seines Lebens zu der verzweifelten Erkenntnis . Im bekannten, letzten Stern-Interview (1999), in dem Bubis 1999, wenige Wochen vor seinem Tode, auf sein Leben zurück blickte, führte er aus: „Mich hat eine Sache kaputtgemacht: meine Reise nach Brasilien, nach São Paulo. Seit ich das Bild meiner Nichte Rachel kenne, läßt mir das keine Ruhe mehr. Ich habe ein Bild von meinem Vater gehabt. Mein Vater ist vor meinen Augen deportiert worden. Ich habe in Brasilien Fotos von meinem Bruder, von meiner Schwägerin bekommen. Ich wußte gar nicht, daß es die gibt. Es sind die einzigen Fotos, die mir bis dahin völlig unbekannt waren. Aber erst das Bild meiner Nichte hat mich um 50 Jahre zurückgeworfen. Dieses unbeschwerte Kinderlächeln. Was hat dieses Kind dem Nationalsozialismus getan? Damit werde ich nie fertig. Bei diesem Bild meiner Nichte hat mich die Vergangenheit eingeholt.“  

Als Peter Finkelgruen am 24.2.1989 den Prozess gegen Anton Malloth wegen Mordes mit einer Strafanzeige einleitete vertraute er dem demokratischen Rechtsstaat. 13 Jahre dauerte der Prozess. Mehrere konkrete Angebote, den Mörder auf anderem Wege zur Verantwortung ziehen zu lassen – im „Geiste“ Lischkas und Eichmanns – , lehnte er ab. Verurteilt wurde Malloth schließlich am 30.5.2001 – nicht im (ehemals) „sozialdemokratischen“ Dortmund sondern im „konservativen“ München. Mehr als ein Jahrzehnt lang machte Finkelgruen mit dem Dortmunder Staatsanwalt – dem sein Freund Ralph Giordano in einer Buchbesprechung am 9.1.1993 in der „Frankfurter Rundschau“ die ehrende Bezeichnung „emotionsloser Ochenfrosch“ verlieh, dem „die Untat ins Gesicht geschrieben stand“ (vgl. taz, 11.4.1994) – über Jahre eine beunruhigend-irritierende Erfahrung: Dieser nordrhein-westfälische Staatsanwalt verbrachte scheinbar seine gesamte Energie damit, einen Prozess gegen Malloth zu verhindern. Hiermit nicht genug: Stattdessen verklagte Oberstaatsanwalt Schacht am 6.8.1993 wegen der bewusst schmähenden FR-Rezension Giordanos beim Amtsgericht Frankfurt die einzigen beiden Juden, deren er habhaft werden konnte: Zuerst Ralph Giordano und dann auch Finkelgruen wegen übler Nachrede und Beleidigung.

Wenn man den 13 Jahre andauernden Malloth-Prozess betrachtet, die Dutzenden von Aktenordner mit den Prozessunterlagen durchschaut so könnte man an der Demokratie verzweifeln. Für den unvoreingenommenen Beobachter musste der Eindruck entstehen, dass der Mörder im demokratischen Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland stille Helfer hatte, die ihn diskret, leise, aber kontinuierlich und höchst wirksam unterstützten. Über ein Jahrzehnt lang.

Vielleicht steht dieser bemerkenswerte und verstörende Vorgang aber auch im Kontext eines Naziunterstützervereins. 2002 publizierten die Rechtsextremismus-Experten Andrea Röpke und Oliver Schramm ein Buch über einen rechtsextremen Unterstützerverein: Über die sogenannte „Stille Hilfe“. Dieser „Verein“ hatte sich die Unterstützung für von Verurteilung bedrohte wie auch von verurteilten Nazis und Neonazis zu seiner Hauptaufgabe gemacht: „Stille Hilfe für braune Kameraden. Das geheime Netzwerk von Alt- und Neonazis“, lautete dessen Titel. Das materialienreiche Buch basiert, so heben die Autoren im Vorwort hervor, maßgeblich auf dem Fall Anton Malloth: „Immer wieder“ (S. 9) seien sie bei ihren Recherchen auf Malloth gestoßen. Und sie vermuten, dass sich Finkelgruen durch seine hartnäckigen, über Jahre weitestgehend folgelosen Nachforschungen „nicht nur mit unwilligen Strafbehörden, sondern unwissentlich auch mit einer Organisation angelegt (habe), die von jeher über Geld und Einfluss verfügte, nämlich mit der Stillen Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte e.V.“ (S. 9). Die beiden renommierten Fachjournalisten fügen, die gesellschaftliche Dimension fokussierend, hinzu: „Denn am Fall des SS-Schergen Anton Malloth wird deutlich, wie bisher in der Bundesrepublik mit diesem Thema umgegangen wurde.“ (S. 9)

Waren Finkelgruens Bemühungen auch deshalb über viele Jahre lang weitestgehend ergebnislos, weil die Stille Hilfe maßgeblichen Einfluss auf das Justizsystem von NRW hatte? Wiederholte sich hier eine traumatische Erfahrung, die er bereits in den 1970er Jahren in der FDP gemacht hatte (vgl. Kaufhold 2018d, e)?

Himmlers Tochter Gudrun Burwitz

Heinrich Himmler ist als einer der furchtbarsten Massenmörder in die Geschichte eingegangen. Er war Reichsführer SS, Chef der Polizei und somit oberster Herrscher aller deutschen Vernichtungslager. Sein privates Leben soll er von seinem mörderischen Handeln weitgehend getrennt gehalten haben. Dennoch: In seinem privaten Arbeitszimmer bestanden Stühle und Tische aus Teilen menschlicher Körper.

Himmler hatte nur eine Tochter: Die am 8.8.1929 in München geborene Gudrun, von ihren Eltern „Püppi“ genannt. Als die 16-Jährige 1945 von seinem Selbstmord erfuhr brach sie körperlich zusammen. Danach schwur sie sich, für den Rest ihres Lebens der Welt ihren Vater in einem anderen Licht darzustellen. Sie blieb auch nach 1945 ihrem Vater treu, leugnete die Verbrechen der Nationalsozialisten sowie die ihres Vaters und betätigte sich zeitlebens, bis zu ihrem Tod im Jahr 2018, in rechtsextremen und neonazistischen Kreisen (vgl. Kaufhold 2018a).

Zur Veranschaulichung dieses lebenslang wirkenden Wahns, dieser unerschütterlichen Identifikation mit dem Nazivater mag diese Szene aus dem Dokumentarfilm „Der Anständige. Heinrich Himmler“ (2016) dienen. Dort wird ein Gespräch zwischen Gudrun Himmler und ihre Mutter in dieser Weise wiedergegeben: „„Muss der Onkel Hitler auch sterben?“ Ich beruhigte sie und sagte: „Der Onkel Hitler  lebt noch ganz lange.“ Erfreut rief sie: „Hundert Jahre, ganz lange? Nein Mami, ich weiß: 200 Jahre“. 

Ende 1946 lebte Gudrun Himmler, spätere Burwitz, mit ihrer Mutter in den Bodelschwinghschen Anstalten. Vorgeblich dem Geiste der Nächstenliebe für „Behinderte“ verpflichtet bot diese Einrichtung nach dem Krieg zahlreichen hohen Nazis Unterschlupf; einige von ihnen waren dort sogar angestellt. Mit ihrer Heirat mit Wulf-Dieter Burwitz, einem Journalisten aus dem Umfeld der NPD, nahm sie dessen Namen an. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2018 lebte sie in dem Münchner Vorort Fürstenried (Kaufhold 2018a).

1951 wurde die Stille Hilfe gegründet, ihre erste Vorsitzende war die adelige, katholischen Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg. Bereits unmittelbar nach Kriegsende hatte die Prinzessin ihr Herz für leidende Naziverbrecher im bayrischen Landsberg entdeckt. Deren Begnadigung blieb ihr Hauptanliegen. Die Katholikin wandte sich vertrauensvoll an den Pabst und versicherte diesem, dass sie „in die Seelen“ der Angeklagten „geschaut“ habe. Schröm & Röpke (2002, S. 42) beschreiben, dass dieses Bemühen der Begründerin der Stillen Hilfe nicht erfolglos blieb: „Ihr Anruf vom 4. November 1950 blieb nicht ungehört. Sechs Tage später, am 10. November, versprach Pius XII. der Prinzessin, „daß von Rom aus alles getan wird, um den Landsberger das Leben zu retten.““

Der scheinbar mildtätige, in Wirklichkeit jedoch rechtsradikale Unterstützerverein sah sich in der Tradition der SS „und arbeitete nach dem Motto von Himmlers Schutzstaffel: „Unsere Ehre heißt Treue.““ (ebd., S. 42) Die Stille Hilfe verstand sich von Anfang an als Hilfsorganisation zur Unterstützung von NS-Tätern wie auch von Protagonisten der „Auschwitz-Lüge“, also von Shoahleugnern wie Thies Christophersen, Manfred Roeder und Ursula Haverbeck. Anlässlich ihrer Gründung, sechs Jahre nach Kriegsende, hatten sich „ehemalige hochrangige SS-Offiziere mit Würdenträgern der evangelischen und katholischen Kirche“ getroffen, darunter ein Altbischof und ein Weihbischof (ebd., S. 42).

Prominentestes Aushängeschild und gefeierter „Star“ dieser Szene war von Anfang an die Himmler-Tochter Gudrun Burwitz. Die Stille Hilfe genoss Jahrzehnte lang den Status der Gemeinnützigkeit, so dass sie auch Steuerbescheinigungen ausstellen durfte. Dieses Privileg verlieh der Organisation zugleich auch den Status der „Seriosität“. Dieser Status wurde ihr erst 1999, auch in Folge der Diskussionen um den Malloth-Prozess, nach zahlreichen Anfragen von SPD- und Grünen-Abgeordneten entzogen. Finanziell unterstützt wurden von der Stillen Hilfe u.a. Klaus Barbie, Erich Priebke, Walter Rauf, Josef Schwammberger und Anton Malloth.

Prominentester bzw. wirkmächtigster Unterstützer der Stillen Hilfe war wohl der militärisch hoch dekorierte Altnazi und Kampfflieger Hans-Ulrich Rudel (1916 – 1982). Nach dem Krieg betätigte Rudel sich als NS-Fluchthelfer, Waffenhändler und Unterstützer der rechtsextremen Deutschen Reichspartei (DRP). Rudel verfügte über exzellente Beziehungen und war maßgeblich daran beteiligt, dass viele prominente Nazis auf der „Rattenlinie“ nach Südamerika geschleust wurden. Auf eben diesem Weg war er selbst 1948 nach Argentinien geflohen. Der Vatikan erwies sich hierbei als treuer Unterstützer. Viele dieser gut ausgebildeten Nazis arbeiteten bald darauf mit westlichen sowie mit lateinamerikanischen Geheimdiensten zusammen. Der Nationalsozialismus war besiegt, der Kalte Krieg beherrschte die Tagespolitik. Moralische Skrupel, mit Nazis zusammen zu arbeiten, gab es kaum noch. Es sei angemerkt, dass dies übrigens gleichfalls für die „antifaschistische“ DDR galt. Im Übrigen gab es in der DDR wohl auch nicht weniger Neonazis als in der Bundesrepublik, was sich insbesondere in den 1980er Jahren zeigte; nur durften sich diese phasenweise nicht so eindeutig öffentlich positionieren[1]

Quasi „natürliche“ Kooperationspartner der Stillen Hilfe waren Gruppen wie die legendenumwitterte Organisation Odessa (Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen) sowie die HIAG (Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit). So nahmen Anfang der 1960er Jahre an einem Treffen der Odessa in Südspanien 100 ehemalige SS-Angehörige teil (Schröm & Röpke, S. 58). Der amerikanische Geheimdienst war vom Treffen informiert. Hauptanlass für diese Nazi-Zusammenkunft war die Entführung Eichmanns durch den israelischen Geheimdienst: „Die Odessa erklärt dem Staat Israel den Krieg“, hieß es auf dem Treffen. Deshalb sei eine Kooperation „mit den Kameraden der Arabischen Liga“ sinnvoll (ebd., S. 58). Kritische Journalisten, insbesondere jüdische Journalisten wie Peter Finkelgruen, die sich mit ihren beharrlichen Recherchen dem Verschweigen, dem Untertauchen von hochrangigen SS-Tätern in den Weg stellten, waren selbstverständlich sehr konkrete Gegner für diese nationalsozialistische Gruppierung. Mehr noch: „Insistierende“ Juden wie Peter Finkelgruen – also der Enkel des von Malloth zu Tode getretenen Martin Finkelgruen – waren Feinde, denen viele einen raschen Tod wünschten.

Die Stille Hilfe und die von ihr unterstützten hohen Nazis verfügten, wie Schröm & Röpke sowie zahlreiche weitere Autoren dargelegt haben, auch über exzellente Kontakte zur Justiz sowie zum Auswärtigen Amt. Von Verhaftung bedrohte Nazis wurden in vielen Fällen rechtzeitig gewarnt, konnte so noch vor ihrer drohenden Verhaftung in ein anderes Land fliehen bzw. eine neue Identität annehmen. Dies eben war der Hauptgrund dafür, dass Generalstaatsanwalt Fritz Bauer sich gezwungen sah, den israelischen Geheimdienst bei einem Aufenthalt in Israel über den Aufenthaltsort von Eichmann zu informieren, was im Mai 1960 zur Entführung Eichmanns im Argentinien führte (Kaufhold 2016). Der Jude und erfahrene Jurist Fritz Bauer misstraute – aus guten Gründen – der deutschen Justiz und Politik zutiefst. Er wusste, dass diese kein wirkliches Interesse an einer Verhaftung und Verurteilung Eichmanns hatte.

Neuere zeit- und standesgeschichtliche Forschungen haben diese Einschätzung von Schröm & Röpke vielfältig belegt. „BKA distanziert sich von seinen braunen Wurzeln“ titelte die SZ am 25.6.2012. Und vor wenigen Wochen legte der NRW-Innenminister Reul ein Gutachten vor dass selbst ihn als eher konservativen „Haudegen“ sichtlich erschütterte: Vier von sechs früheren Leitern des LKA NRW waren NS-Verbrecher und „pflegten auch nach dem Krieg alte Seilschaften“ wie der „Spiegel“ (16.12.2019) schrieb. Das Gutachten zeige „ein sehr bedrückendes Ergebnis“, fügte der amtierende LKA-Chef Frank Hoever hinzu. „Von den sechs ehemaligen LKA-Direktoren müssen die ersten vier Direktoren als Täter des NS-Unrechtregimes in der Zeit bis Mai 1945 bezeichnet werden. Das hat mich sehr erschüttert!“ (ebd.) Und NRW-Innenminister Reul konstatierte: „Das Ergebnis ist umso erschreckender, als die Genannten in ihrem Amt teilweise eine Seilschaft aus der NS-Zeit pflegten. (…) „Aus heutiger Sicht hätten sie niemals mehr als Polizisten arbeiten dürfen.“

Es gab auch gegenläufige Engagements: Bekannt ist das Beispiel des 1938 geborenen, engagierten Kölner Staatsanwalts Rolf Holtfort, der sich ab 1973 unermüdlich für die Aufspürung und Inhaftierung von hohen Naziverbrechern engagierte. Sowohl zur Verurteilung von Lischka, Heinrichsohn und Hagen in Köln – bei der ihn Peter Finkelgruen als Journalist hautnah erlebte – als auch zur Verurteilung von Klaus Barbie sowie bei der Verfolgung von Alois Brunner trug Holtfort maßgeblich bei. Holtfort 26-jähriger Sohn kam, dies sei angemerkt, unter nicht eindeutig geklärten Gründen bei einer Radtour ums Leben.

1985 wurde Holtfort wegen seines Eifers auf stillem Wege beruflich degradiert: „Zunächst verbot ihm der Kölner Generalstaatsanwalt Walter Fromm, dessen Nazi-Vergangenheit erst Jahre später publik werden sollte, weitere Ermittlungen in Sachen NS-Verbrechen – und somit auch im Fall Brunner. Danach dauerte es nicht mehr lange und Holtfort wurde versetzt (…) Statt um Kriegsverbrecher kümmerte sich Holtfort fortan um Ladendiebe und Einbrecher.“ (Schröm & Röpke, S. 52; vgl. Kaufhold 2013)

Ein vergleichbarer Fall wie Malloth war  der ehemalige Auschwitz-Aufseher Gottfried Weise (1921 – 2002); auch Weise wurde von der Stillen Hilfe betreut. Weise wurde ab 1986 gleichfalls in NRW – in Wuppertal – wegen fünffachen Mordes angeklagt. 1988 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Er legte Revision ein und floh im April 1989 auf geheimnisvolle Weise in die Schweiz: „Auf seltsamem Wege hatte Gottfried Weise einige Tage vor den Vollzugsbeamten das Urteil in seinem Briefkasten gehabt und konnte so unbehelligt untertauchen.“ (ebd., S. 62) Im internen Rundbrief der Stillen Hilfe wurden kurz danach Einzelheiten der Fahndungsmaßnahmen gegen Weise mitgeteilt: „Die Fahndung soll auf das Ausland ausgedehnt werden“, hieß es dort (ebd.) Wenige Wochen später wurde Weise nach einem Schlaganfall doch inhaftiert – und informierte die Stille Hilfe weiterhin über sein schweres Schicksal. Er blieb ein ewiges Opfer – der „jüdischen Rachsucht“, so die Selbstwahrnehmung im antisemitischen Wahn (Salzborn 2018).

Die stillen politischen Unterstützer der Stillen Hilfe

Die Stille Hilfe vermochte bei ihrer Unterstützerarbeit für verurteilte Nazis auf nicht unbeträchtliche Gelder zurück zu greifen. Sie erhielten Spenden und Nachlässe nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Australien, Canada, Amerika und Österreich. So erhielt sie 1960 über 135.000 Mark; 1994 erhielt der Verein 150.000 Mark an Spenden; 280.000 Mark lagen noch auf Festgeldkonten (S. 80).

Nach Schröm & Röpke (2002) konnte sich der Verein insbesondere auf die Unterstützung hoher konservativer Politiker verlassen. Alfred Dregger, der dem „Stahlhelmflügel“ der hessischen CDU zugerechnet wurde und von 1982 bis 1991 Fraktionsvorsitzender der CDU im Bundestag war, stand in brieflichem Kontakt zur Stillen Hilfe und setzte bei den gemeinsamen Bemühungen um eine Freilassung bzw. Begnadigung von verurteilten Kriegsverbrechern auf eine „stille Diplomatie“. Noch 1999 setzte er sich in einem Brief an den italienischen Staatspräsidenten für eine Begnadigung Priebkes ein. Dieser sei, so schrieb Dregger seinerzeit, „ein Objekt der unversöhnlichen Rache“ geworden (S. 197).

Auch Franz Josef Strauß wird von Schröm & Röpke (2002) als ein enger Vertrauter der Stillen Hilfe beschrieben. Der Kontakt zu ihm lief vor allem über den Juristen Rudolf Aschenauer (1913 – 1983), der als Strafverteidiger in zahlreichen Kriegsverbrecherprozessen auftrat. Er war als Publizist und zeitweiliger Vorsitzender der Stillen Hilfe im rechtsextremen Spektrum tief verankert. Während der Verein per Anwalt um die Freiheit von Anton Malloth kämpfte setzte er sich zeitgleich beim Niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht für die Begnadigung des NSdAP-Mitgliedes Erich Gustav Scharftretter ein.

Öffentlich bekannter wurde die hartnäckige Lobbyarbeit der Stillen Hilfe für Kriegsverbrecher Anfang der 1990er Jahre durch Recherchen einiger Aktivisten wie Michael Quelle, durch einige Pressebeiträge sowie durch parlamentarische Anfragen von SPD-Abgeordneten wie Siegfried Vergin. Anfang Januar 1994 fand in der israelischen Knesset sogar eine Sonderdebatte über die Stille Hilfe statt (ebd., S. 120). Ein Verschweigen ihres Wirkens war nun nicht mehr möglich.

Als im Sommer 1995 in NRW mit Fritz Behrens ein neuer sozialdemokratischer Justizminister ins Amt kam schöpfte Peter Finkelgruen wieder Hoffnung. Bestand doch noch die Chance, dass Malloth wirklich angeklagt, dass seine Verantwortung überprüft würde?  Gab es – 50 Jahre nach dem Ende der Schoah – Anlass für die Hoffnung, dass geschichtsleugnenden Gruppierungen wie der Stillen Hoffnung endlich der Einfluss entzogen wurde? Im Spiegel (21.10.1996, Nr. 43) erschien ein Interview mit Behrens – passend betitelt mit „Bis zum bitteren Ende“ – in dem Behrens auf die bis in die Gegenwart wirksame Verstrickung der NRW-Justiz mit dem Nationalsozialismus angesprochen wurde. Auf die Frage: „Herr Minister, die nordrheinwestfälische Justiz beschäftigt sich derzeit mit mehreren spektakulären Nazi-Verbrechen. Hat die Gerechtigkeit 51 Jahre nach Kriegsende überhaupt noch eine Chance?“ antwortete Behrens: „Da bin ich skeptisch. Aber wir müssen diese Verfahren dennoch führen. Es geht um das Erinnern, das Wachhalten, um Wiedergutmachung.“ Behrens gelobte Aufklärung, Besserung. Den kurzzeitig erwogenen Plan, Malloth zu entführen (vergleichbar mit der gescheiterten Entführung von Lischka (durch die Klarsfelds, 1971) (vgl. Kaufhold 2013) und der gelungenen Entführung von Eichmann (durch den israelischen Mossad, 1960) gab Finkelgruen endgültig auf. Er vertraute auf den demokratischen Rechtsstaat. Finkelgruen vereinbarte ein persönliches Gespräch mit Justizminister Behrens, um zu klären, ob sich dessen eher allgemein gehaltenen Äußerungen auch konkret auf Malloth übertragen ließen. In diesem Gespräch wies er den Justizminister auch darauf hin, dass Gudrun Burwitz persönlich die Betreuung Malloths übernommen hatte (ebd., S. 143). Der Neuanfang in NRW führte jedoch zu keiner Veränderung im Prozessablauf. Oberstaatsanwalt Schacht blieb zuständig. Und zeichnete sich weiterhin vor allem durch Inaktivität aus – solange es nicht um die eigene Person ging, so Finkelgruens über Jahre gewonnene ernüchternde Erfahrung (vgl. Finkelgruen 1999, 2012). 1999 stellte Schacht das Verfahren gegen Malloth wegen Mordes „gemäß Paragraph 170 II StPO“ endgültig ein (ebd., S. 183f,). Für Gudrun Burwitz und ihre Stille Hilfe war dies ein großer Sieg. Vorerst.

Die diskrete Unterstützung Malloths in der Pullacher Seniorenresidenz

Peter Finkelgruen ahnte jahrelang, auch in den ersten Jahren seit Beginn der von ihm eingeleiteten Prozesse gegen Malloth, nichts von den mehr oder weniger „diskreten“, aber dennoch massiven und wirkträchtigen Unterstützungen, die Malloth offenkundig erhielt. Das Wirken der Stillen Hilfe war ihm viele Jahre lang unbekannt. Er recherchierte in Eigeninitiative und selbst finanziert, sammelte Material gegen den Mörder seines Großvaters. Seinen organisierten Gegenspielern war sein Engagement sehr wohl bekannt. Er war einer ihrer Hauptgegner.

Dennoch wunderte sich Finkelgruen immer wieder über die massiven Unterstützungen, einschließlich Sozialhilfe, die der in Italien sowie der CSSR rechtskräftig verurteilte Mörder Malloth in den Jahren von 1992 bis 2002 als Bewohner eines gut situierten Altenheimes in München-Pullach erhielt. Erst in seinem 2002 verfassten, weitgehend retrospektiven Beitrag über den Malloth-Prozess erwähnt Finkelgruen Burwitz´ Beitrag hierzu: „Der ehemalige SS-Mann Anton Malloth, Besitzer eines Hauses in Meran, erhielt aus Steuergeldern Sozialhilfe, die seinen Aufenthalt in einem Altersheim für „Künstler und Selbständige“ in Pullach mit abdecken sollte. Kein Wunder, dass es Gudrun Burwitz, Tochter von Heinrich Himmler und tragende Säule des Vereins „Stille Hilfe“ (…) möglich war, in den Mitteilungen des Vereins mit Zufriedenheit darauf hinzuweisen, Anton Malloth sei in München „gut untergebracht“. Die Sorge, dass dies nicht so sein könnte, war völlig unangebracht. Anton Malloth war von der deutschen Justiz nie bedroht.“ (Finkelgruen 2002, S. 108)

Als Anton Malloth am 10.8.1988 nach einer Entscheidung des Bozener Staatsanwalts Cuno Tarfusser endlich, nach Finkelgruens jahrelangen juristischen und publizistischen bemühungen (Finkelgruen 1992, 1999) von Italien nach Deutschland abgeschoben wurde suchte Burwitz ihm ein gut situiertes, gehobenes Münchner Altersheim und unterstützte ihn dort bis zu dessen Verurteilung im Jahr 2002. Zugleich sorgte sie dafür, dass der Vermögende – er besaß ein Haus im italienischen Meran – zusätzlich noch Sozialhilfe bezog. Acht Monate später, am 26. April 1989, wurde die Mitgliederversammlung der Stillen Hilfe unter Vorsitz von Adelheid Klug durchgeführt. Klug wies gleich zu Beginn der Veranstaltung, ganz im Sinne des bagatellisierenden Vereinsnamens, darauf hin, „dass wir uns gerade in der augenblicklich politisch so aufgeheizten Zeit unauffällig und still verhalten müssen.“ (S. 39) Gudrun Burwitz war als prominentestes Aushängeschild des Vereins klandestin nach Rotenburg am Rande der Lüneburger Heide gereist. Zum Stand der Betreuung Malloths führte sie aus: 12 lebenslänglich Verurteilte, 4 Personen mit Zeitstrafen sowie  8 noch laufende Verfahren. Dann informierte sie über das seit acht Monaten laufende Verfahren gegen Malloth: Dieser werde seit seiner Abschiebung „unter menschenunwürdigen Umständen“ (ebd., S. 40) in München festgehalten. Er habe sich selbst an die Stille Hilfe gewandt. Seine bittere Situation als Opfer bösartiger Verhältnisse beschrieb Malloth, der als nationalsozialistischer SS-Aufseher keinerlei Mitleid mit seinen jüdischen Opfern hatte und Martin Finkelgruen in der Kleinen Festung Theresienstadt am 10.12.1942 tottrat, in wehleidigen Worten: „Ich bin in einer furchtbaren Lage, habe keinen Rechtsschutz (…) Untergebracht bin ich vom Sozialamt München in einem Wohnheim für Alkoholiker, Homosexuelle und Penner. Ich bitte Sie, mich dort herauszuholen und mir zu helfen, da ich völlig mittellos bin.“ (ebd., S. 40) Burwitz kümmerte sich sogleich um Malloth. In den folgenden beiden Heften des internen, zweimal pro Jahr erscheinenden Heftchens, wurden die Erfolge dieser Bemühungen beschrieben: „Unserer Münchener Betreuerin gelang es, Anton Malloth in ein gut geführtes Altersheim einweisen zu lassen, wo er nun auf den Beginn seines Verfahrens wartet.“ (ebd., S. 40)

Zwölf Jahre lang wohnte der Mörder Malloth in diesem gut geführten Haus. Es stand auf historischem Boden: Auf dessen Grundstück hatte Rudolf Heß seinen Alterssitz eingeplant.

Ein Epilog: Am 25.5.2000 wurde Anton Malloth  wegen „hinreichende(n) Verdacht(es) des versuchten Mordes und des vollendeten Mordes in drei Fällen“ (ebd., S. 186) verhaftet und in München-Stadelheim in Untersuchungshaft gebracht. Schröm & Röpke (2002, S. 186) fügen hinzu: „Noch am gleichen Tag fuhr Kuchenbauer nach Südtirol, um bei Malloths Tochter in Meran eine Hausdurchsuchung vorzunehmen. Anschließend arbeitete er eine 82 Seiten umfassende Anklageschrift aus.“ Am 15.12.2000 wurde Malloth vom Münchner Staatsanwalt Konstantin Kuchenbauer angeklagt, am 23.4.2001 begann der Prozess.

Die seinerzeit in München lebende Historikerin und Journalistin Andrea Übelhack (spätere Livnat), seit vielen Jahren Redakteurin des deutsch-jüdischen Internetmagazins haGalil.com und mit Peter Finkelgruens Vita vertraut, veröffentlichte bereits am darauffolgenden Tag auf haGalil einen Beitrag über diesen Prozesstag. „Mitleid mit einem alten Greis?“ ist ihr Prozessbericht überschrieben. Hierin versucht sie ihre ambivalenten Eindrücke in Worte zu fassen: 

„Schon der Weg in den „Gerichtssaal“ ist unangenehm. Der Prozeß gegen den 89-jährigen Anton Malloth findet in der Justizvollzugsanstalt statt, da man dem Angeklagten die Fahrten ins Gerichtsgebäude nicht zumuten möchte. Daher Stadelheim. Warten im Eingangsbereich, eine schwer zu beschreibende Unruhe, auch unter den routinierten Journalisten, Sprachengewirr, Deutsch, Tschechisch, Hebräisch, Zigarettenqualm, ständig der Türsummer. (…)Was bleibt? Welches Gefühl hinterlässt dieser Nachmittag? (…) Mitleid kam mir keine einzige Minute in den Sinn. Was bleibt ist Ekel. Ekel vor einem alten Greis, der von einem Speiseröhrentumor spricht und diesen nicht untersuchen läßt, der bei jeder Visite über Knochenschmerzen klagt, aber die Bedarfsmedikation dann nicht nutzt, der seine Staatsangehörigkeit nicht weiß und angeblich auch der Anklageschrift nicht folgen kann. Der vor 60 Jahren unvorstellbar grausame Taten beging und über den man heute sagen muß, man dürfe kein Mitleid mit ihm haben.“ (Übelhack 2001

Bereits fünf Wochen später, am 30.5.2001, wurde er vom Landgericht München wegen Mordes und versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Zu diesem Zeitpunkt war Malloth 89 Jahre alt.  Nach dem Urteil fühlte Peter Finkelgruen sich erleichtert. Ein furchtbarer Vorgang war auch seelisch abgeschlossen – soweit dies möglich ist.

17 Monate später, am 31.10.2002, verstarb er an Krebs. Zehn Tage zuvor war er als haftunfähig aus der Haft entlassen worden.

Auf der Theaterbühne aufgearbeitet wurde diese furchtbare Geschichte von dem israelischen Regisseur Joshua Sobol in seinem Stück Schöner Toni. Das Theaterstück wurde ab 1994 in Israel sowie auch in Deutschland mehrfach aufgeführt.

Filmisch dokumentiert wurde sie – mit eingebauten Fotos des NS-Täters – von Dietrich Schubert in seinem Dokumentarfilm Unterwegs als sicherer Ort (Deutschland, 1997.

 

Literatur

Finkelgruen, P. (1992): Erlkönigs Reich. Die Geschichte einer Täuschung. Reinbek: Rowohlt

Finkelgruen, P. (1999): Haus Deutschland oder Die Geschichte eines ungesühnten Mordes. Reinbek: Rowohlt

Finkelgruen, P. (2002): Haus Deutschland oder die Geschichte eines ungesühnten Mordes. Berlin: Rowohlt.

Kaufhold, R. (2013): Im KZ-Drillich vor Gericht: Ein Sammelband beschreibt, wie Serge und Beate Klarsfeld Schoa-Täter aufspürten und der Gerechtigkeit zuführten, Jüdische Allgemeine, 6.7.2013: www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16379

Kaufhold, R. (2016): Briefwechsel: Geschichte einer Freundschaft. Die bemerkenswerte Korrespondenz von Fritz Bauer an Thomas Harlan, Jüdische Allgemeine, 7.1.2016: https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24292

Kaufhold, R. (2018a):  Der Tod einer Nazi-Ikone. Gudrun Burwitz, Protagonistin des Nazi-Unterstützervereins Stille Hilfe, ist tot, haGalil, 3.7.2018: http://www.hagalil.com/2018/07/gudrun-burwitz/

Kaufhold, R. (2018c): Adresse der Linksliberalen. In Köln erinnerte eine Festveranstaltung an die Gründung des Liberalen Zentrums vor 40 Jahren, Neues Deutschland, 27.8.2018, Internet: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1098550.linke-bewegung-adresse-der-linksliberalen.html?sstr=roland|kaufhold

Kaufhold, R. (2018d): Radikaldemokraten und Liberale unter einem Dach. Vor 40 Jahren wurde in Köln das Liberale Zentrum gegründet, haGalil, Internet: http://www.hagalil.com/2018/09/lz-koeln/

Kaufhold, R. (2019a): Die Unangepassten. Vor 40 Jahren verfasste Peter Finkelgruen ein Buch über die Kölner Edelweißpiraten, Jüdische Allgemeine, 6.10.2019. Internet: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/die-unangepassten/

Kaufhold, R. (2019b): Die „Kölner Kontroverse“. Bücher über die Edelweißpiraten (1980 – 2019), haGalil: http://www.hagalil.com/2019/09/edelweisspiraten-kontroverse/

Kaufhold, R. (2019c): Eine jüdische APO. Vor 40 Jahren gründeten Henryk M. Broder und Peter Finkelgruen in Köln die »Freie Jüdische Stimme«, Jüdische Allgemeine, 4.7.2019 https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/eine-juedische-apo/

Kaufhold, R. (2019d): Eine „jüdische Apo“. Die Freie jüdische Stimme (1979 – 1980), haGalil, 7.7.2019 http://www.hagalil.com/2019/07/freie-juedische-stimme/

Schlaff, B. / M. Schlaff & G. Hettinger (2016): Der Anständige. Heinrich Himmler, Dokumentarfilm, ARTE, YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=oyU1VaR-YQU

Schröm, O. & und A. Röpke (2002): Stille Hilfe für braune Kameraden. Das geheime Netzwerk der Alt-und Neonazis. Ch. Links Verlag.

Schmitz, T. (2000): Blutbande: „Stille Hilfe“, die letzte Nazi-Organisation. In: Schmitz, T. In Hitlers Schatten, Gerlingen, S. 159-170.

Übelhack, A. (2001): Prozess gegen Anton Malloth eröffnet: Mitleid mit einem alten Greis?, haGalil, 24.4.2001. Internet: http://judentum.net/deutschland/malloth.htm (abgerufen am 19.7.2016)

Wildt, M. & K. Himmler (2014): Himmler privat. Briefe eines Massenmörders. München: Pieper-Verlag.

 

[1] Vgl. u.a.: Sabine Adler (2019): Die DDR und ihre Neonazis. Real existierender Rechtsextremismus, Deutschlandfunk, 10.10.2019:  https://www.deutschlandfunk.de/die-ddr-und-ihre-neonazis-real-existierender.862.de.html?dram:article_id=460746; Rechtsextremismus in der DDR: Real existierende Neonazis, Der Spiegel, 22.1.2015: https://www.spiegel.de/geschichte/neonazis-in-der-ddr-video-zeigt-rechte-szene-1988-a-1013448.html; Roland Kaufhold (2019): Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR, haGalil, 8.6.2019: http://www.hagalil.com/2019/06/schwieriges-erbe-ddr/