US-Studie: Teilnahme am Chorgesang ist ein wichtiges Element jüdischer Identität

„Wo man singt, dort lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“. In dieser absoluten Form ist das vom deutschen Schriftsteller und Dichter Johann Gottfried Seume stammende Zitat sicherlich übertrieben. Auf jüdische Chorsänger bezogen, scheint es aber in gewissem Sinne zuzutreffen: Wie eine in den USA durchgeführte Erhebung zeigt, zeichnen sich Menschen, die bei jüdischen Chören mitwirken – über das rein musikalische Vergnügen hinaus -, durch Engagement, durch Streben nach Wissen und nach Nähe zu Gott sowie den Wunsch nach engerer Bindung an das jüdische Volk und Spiritualität aus…

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Haus der Heiligkeit: Neue Synagoge in Mainz steht

Magenza als bedeutendes jüdisches Zentrum am Rhein hatte jahrhundertelang prägende Synagogenbauten aufzuweisen; diese Tradition endete vorläufig während der Novemberpogrome 1938. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Mainzer Synagoge zunächst nur eine kleine Schar zurückgekehrter Gemeindemitglieder beherbergen. Vor dem Fall der Berliner Mauer umfasste die Gemeinde nach eigenen Angaben 140 Mitglieder. Die hohe Anzahl von Zuwanderern aus Osteuropa vergrösserte die Gemeinde in den 1990er Jahren und neuer Platzbedarf entstand. Im Dezember 2006 umfasste sie rund 1050 Mitglieder…

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‚…die in Sefarad leben‘: Das jüdische Spanien

Noch in unserem Jahrhundert wunderte sich ein spanischer Historiker über die riesigen Schlüssel aus geschmiedetem Eisen, die ihm immer wieder an den Wänden vieler Häuser in Saloniki und auf Rhodos auffielen. Auf die neugierigen Fragen des Forschers antworten ihm die Besitzer in einem antiquierten Spanisch des 15. Jahrhunderts: „Dieser Schlüssel öffnet das Haus unserer Vorfahren in Toledo.“…

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Wie Wien zu seinen Sefarden kam:Die wundersame Geschichte des Diego de Aguilar

Sie sind jung, sie sind hübsch. Und sie heissen fast immer Rahel oder Ester, la ermoza Rahel oder la ermoza Ester. Und sie sind jüdisch, genauer: Sie sind conversas, also Nachkommen von zwangsgetauften Juden. Sie machen wegen angeblicher jüdischer Geheimlehren Bekanntschaft mit der Inquisition, die sie verhört, und gelegentlich foltert…

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Spanische Juden: Die sogenannte jüdische Mentalität?

Die Juden von Saloniki waren Esriel Carlebach, dem späteren Gründer der Zeitung „Ma’ariv“, so wichtig, dass er ihnen in seinem Buch „Exotische Juden“ das erste Kapitel einräumte. Die ersten 3 Abschnitte brachTen wir vor wenigen Tagen. Hier die Fortsetzung…

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„Wir müssen aus der Opferecke raus“

Das von der taz in die Wege geleitete Streitgespräch von Iris Hefets und Stephan Kramer, stand unter dem Titel „Kann Israel jüdisch sein und demokratisch zugleich? Wer spricht für die Juden in Deutschland? Wie weit darf Israelkritik gehen?“…

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Buber-Rosenzweig Medaille an Daniel Libeskind: Maßstäbe vom Ich zum Du

Martin Buber ist der vielleicht berühmteste deutsch-jüdische Philosoph des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Franz Rosenzweig hat er die Torah, die Propheten, die Heilige Schrift“, neu übersetzt. “Das edelste Geschenk an die deutsche Sprache”, so nannte Bubers Zeitgenosse Hermann Hesse das Werk…

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Juden in der Welt: Rumänien

Aus dem alten Königreich Rumänien ist nach dem (I.) Weltkrieg Großrumänien, „Romania mare“, hervorgegangen. Dem Lande sind Transsylvanien, Maramaros Sziget, das Banat, die Bukowina, Bessarabien einverleibt worden. Mit einer rumänischen Bevölkerung hat Rumänien in den neuangeschlossenen Gebieten auch fremde Nationalitäten übernommen, darunter Juden…

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