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Breites Berliner Bündnis demonstriert gegen Judenhass und Islamismus

Demonstration gegen den sog. „Quds-Marsch“ und für ein Verbot der Hisbollah…

„Für Solidarität mit Israel und mit der iranischen und syrischen demokratischen Opposition!“

Samstag, 2. Juli, Beginn: 12:30 Uhr, Joachimstaler Straße / Kurfürstendamm, am „Kranzler-Eck“
Die Route führt über den Kurfürstendamm zum Georg-Grosz Platz.

Selten gab es so ein breites Bündnis in Berlin gegen Judenhass und Islamismus. Vertreterinnen und Vertreter aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien sowie viele verschiedene Organisationen der Zivilgesellschaft, von Amadeu Antonio Stiftung bis Zentralrat der Juden, von DIG bis DGB, rufen auf zur Demonstration gegen den antisemitischen „Quds-Marsch“ auf dem Berliner Kurfürstendamm. Der „Quds-Marsch“ wurde vom iranischen Regime 1979 als globaler Kampftag gegen Israel eingeführt, an dem weltweit für die Vernichtung Israels mobilisiert wird.

Volker Beck, Bundestagsabgeordneter der Grünen, stellt klar: „Der Al Quds-Marsch ist ein hardcore-antisemitischer Aufmarsch, der nicht Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zum Ziel hat, sondern einzig und allein die Vernichtung des jüdischen Staates. Dieser islamistische Aufzug will nicht nur Angst und Schrecken unter den Berliner Jüdinnen und Juden verbreiten, er richtet sich gegen die Freiheit von uns allen. Es ist Zeit, dass wir alle gemeinsam, Juden, Muslime, Christen und Atheisten, gegen diesen Hass aufstehen, damit Frieden eine Chance bekommt.“

Die Vizepräsidentin des Bundestages Petra Pau (DIE LINKE) stimmt dem zu: “Wir brauchen breiteste Bündnisse, allen anderen Unterschieden zum Trotz. Wir brauchen sie unter demokratischen Parteien, noch mehr in der Gesellschaft.“

Der Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt (CDU) fordert Konsequenzen gegen antisemitische Hetze: „Was sind das für Menschen, die seit Jahren in unserem Land mit der Wahnsinnsforderung auf die Straße gehen dürfen, ein ganzes Volk auszulöschen? Und was sind wir für ein Staat, dass wir dafür demonstrieren lassen? Eine solche Forderung, die in ihrer Konsequenz einer Wiederholung des Holocaust gleichkommen würde, kann nicht durch die individuelle Meinungsfreiheit gedeckt sein. Sie kann man auch als Anstiftung zum Massenmord verstehen. Darum sollte der Quds-Marsch nach meiner Ansicht nicht allein auf gesetzeskonforme Demonstrationsanträge, sondern auf die tatsächlichen Inhalte vor einer Genehmigung nachdrücklich geprüft werden.“ Weiterhin sagt er: „Ich erwarte von unserer Regierung, dass sie ihre solidarische Haltung gegenüber Israel beibehält. Gegenüber dem angeblich gemäßigteren Regime in Teheran würde ich mir seitens der Bundesregierung  eine öffentlich wahrnehmbare und kritischere Haltung wünschen. Wirtschaftliche Interessen dürfen die Menschenrechtsfrage nie ausklammern.“

Der Mitorganisator der Demonstration Dr. Kazem Moussavi von der oppositionellen Green Party im Iran formuliert sehr deutlich: „Der Antisemitismus der Islamischen Republik und ihres Aufrufes zur Vernichtung Israels bietet eine Plattform für die schlimmsten Formen des Antisemitismus, die es heutzutage gibt. Zur Freiheit Irans gehört die nachdrückliche Bekämpfung des Antisemitismus des iranischen Regimes und die Solidarität mit dem demokratischen Israel.“

Telim Tolan, Präsident des Zentralrats der Jesiden in Deutschland und Redner auf der Demo: “Wegschauen ist der Grund, warum die Juden millionenfach getötet wurden, zuvor der Genozid an den Armeniern und Aramäern geschah und der erste Völkermord des 3. Jahrtausend an den Jesiden möglich wurde. Juden und Jesiden eint nicht nur eine jahrtausendalte Religionsgeschichte, sondern leider auch die ständige Gefahr der Vernichtung ihrer Existenz.“

Mike Delberg, Mitglied der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Mitorganisator sagt im Namen des Bündnisses: „es uns wichtig zu zeigen, dass Berlin nicht tatenlos zusieht, wenn offener Judenhass und Fremdenfeindlichkeit unsere Hauptstadt verschmutzen möchten.“

Unsere Demonstration wird von vielen Organisationen, Mandatsträgern und Einzelpersonen unterstützt. http://no-al-quds-tag.de/de/unterst-tzer/unterst-tzer-2016.html

Zum Initiativkreis gehören die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Potsdam, die EMET-Gruppe in der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, das Junge Forum der deutsch-israelischen Gesellschaft Berlin, das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus, die Green Party of Iran sowie das Mideast Freedom Forum Berlin und die Kampagne STOP THE BOMB. Unterstützt wird die Demonstration außerdem von Vertretern aller Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus, der kurdischen Gemeinde, vom Lesben- und Schwulenverband Deutschlands und vielen anderen.
Die komplette Rednerliste, den Aufruf und Informationen zum Bündnis und den Unterstützern finden Sie auf unserer Webseite www.No-Al-Quds-Tag.de