Scheruth chadasch: Mini-Stadtbus aus Israel erobert Sympathien der Schwaben

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Das renommierte schwäbische Busunternehmen Rübenacker setzt beim neuen Stadtbus in Wildberg (Kreis Calw) auf einen Minibus vom Typ Merkavim M20E. Beste Referenzen in Bezug auf Motorleistung und Verbrauch…

Erste Erfahrungen im ÖPNV mit israelischem Niederflur-Minibus

„Wenn es den Merkavim M20E nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“, macht Karl Rübenacker seinem jüngsten Neuzugang im Fuhrpark der Unternehmensgruppe ein dickes Kompliment. Seit Anfang Mai steht der in den Hausfarben des Busunternehmens perfekt gestylte Minibus aus Israel im regulären Liniendienst der Stadt Wildberg im Landkreis Calw.

Hinter dem Stadtbus Wildberg steht ein für den Personennahverkehr in Deutschland einzigartiges Konzept, das mit der Anbindung des Stadtbusses ans Regionalbus- und S-Bahn-Netz gewissermaßen eine durchgängige ÖPNV-Kette herstellt. Die neue Stadtbuslinie verbindet auf einem Rundkurs von 25 Kilometern die Innenstadt von Wildberg mit den Ortsteilen Effringen, Sulz am Eck und Schönbronn. Der Stadtbus fährt von sieben bis 18 Uhr nach einem festen Fahrplan im Stundentakt und kombiniert fixe Haltestellen mit variablen Stopps in den verschiedenen Ortsteilen, in denen der Bus auf Zuruf der Fahrgäste anhält.

„Für Rufbusse, Bürgerbusse und Citybusse fehlte bislang das geeignete Fahrzeug“, berichtet Karl Rübenacker. Der Merkavim M20E wartet aus seiner Sicht mit handfesten Vorteilen auf, die ihn für den Stadtbus Wildberg geradezu prädestinieren. Dazu gehören der stufenlose Wagenboden in Niederflurtechnik, Rollstuhlrampe sowie Rollstuhl- und Kinderwagenplatz – alles Merkmale, die einen klassischen Linienbus auszeichnen.

Auch in punkto Leistung und Verbrauch stellt Rübenacker dem Merkavim M20E ein gutes Zeugnis aus. Der Stadtbus führt durch ländliches Gebiet, das mit einer Reihe starker Steigungen aufwartet. „Der Merkavim M20E kommt dank dem knapp 160 PS starken Triebwerk mit dieser anspruchsvollen Topographie gut zurecht“, weiß Karl Rübenacker. Zufrieden zeigt sich der Firmenchef über den aktuellen Durchschnittsverbrauch – der Mini-Stadtbus begnügt sich mit rund 10,5 Litern Diesel auf 100 Kilometer.

Über Rübenacker: Die im schwäbischen Altensteig ansässige Unternehmensgruppe Rübenacker zählt mit ihrer auf Reise- und Linienverkehr spezialisierten Bussparte zu den innovativsten Anbietern in Deutschland. Ein Markenzeichen des Unternehmens ist die Flotte mit Buszügen, die in den Varianten Maxi und Midi im Überland- und Stadtverkehr in der Region zum Einsatz kommen. Das Stadtbuskonzept für Wildberg wurde maßgeblich von Rübenacker entwickelt.

Über Merkavim: Merkavim ist der größte Busbauer in Israel. Das 1946 gegründete Unternehmen ist auf die Entwicklung von Omnibussen spezialisiert, aufgebaut werden die Fahrzeug auf Fahrgestellen von Volvo, MAN, Mercedes-Benz und DAF. Sämtliche Busse werden in einer speziellen Edelstahl-Technik gefertigt. Die Busproduktion von Merkavim befindet sich im Industriepark von Caesarea, wo das Unternehmen seit 1998 eine nach europäischen Standards topmoderne Busproduktion betreibt. Merkavim beschäftigt rund 400 Mitarbeiter, im Schnitt verlassen pro Jahr rund 450 Busse die Montagelinien. Siehe: Video…

Warum man in Zürich kein Sherut-Taxi bekommt
Wer kennt sie nicht, die moderne Antwort auf die Taxis und die öffentlichen Verkehrsmittel in Tel Aviv – das Monit Sherut (Monit: Taxi; Sherut: Service). Das Prinzip des Monit Sherut ist in Tel Aviv bereits so fest verankert wie das Geschrei auf dem Marktplatz. Es gehört einfach zum Stadtbild dazu… Ein Plädoyer für und gegen das Prinzip des Monit Sherut, von Benji Epstein…

3 Kommentare

  1. Autoland Israel.
    Dass Autos in Israel gebaut werden und wurden, ist vielleicht nicht allgemein bekannt.
    Keyser-Frazer begann 1951 in Haifa mit der Fahrzeugproduktion; waren Superschlitten, für die heute tolle Preise bezahlt werden!
    In den 50er Jahren unterhielt Renault in der Nähe von Haifa das Werk Eilin und ließ dort PKWs montieren.
    Ab 1960 baute das Werk Eilin dann den amerikanischen PKW Lark von Studebaker in hohen Stückzahlen nach.
    Im Eichmann-Jahr 1961 stellte die israelische Automobilindustrie den Sussita, ein schickes Fiberglaskarosseriemodell her, wurde sogar zweifarbig angeboten.
    Außerdem Lastwagen, Busse, Panzer, Flugzeuge (Arava, Lavi).
     
    Es gab darunter eine ganze Reihe Eigenentwicklungen, auf die das Land mit Recht stolz sein kann!

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