Vereidigung der 18. Knesset

Nachdem die 17. Knesset vor drei Monaten aufgelöst wurde, ist am heutigen Dienstag das neue Parlament vereidigt worden, wozu bis zu 1000 Gäste eingeladen waren, darunter Präsident Shimon Peres, die Präsidentin des Obersten Gerichtshofes Dorit Beinisch, die Oberrabbiner Shlomo Amar und Yona Metzger, der Generalstabschef Gabi Ashkenazi und der Polizeichef David Cohen sowie viele andere Offizielle, Diplomaten, frühere Abgeordnete und Minister…

Michael Eitan (Likud), der dienstälteste Abgeordnete der neuen Knesset, wurde mit Beginn der Zeremonie als Parlamentssprecher ernannt, der damit die Kadima-Abgeordnete Dalia Itzik ersetzt, bis ein ständiger Sprecher gewählt werden wird. Itzhik wird für eine neue Amtszeit kandidieren, antretend gegen den Abgeordneten Reuven Rivlin (Likud).

In seiner Rede zur Eröffnung der 18. Knesset wendete sich Präsident Shimon Peres an die Abgeordneten, die Gäste der Zeremonie und die Bürger Israels:

„Vor fünfzig Jahren bin ich in die Knesset gewählt worden. Ich habe dieses Haus mit Verzagtheit und großen Erwartungen betreten. Seither habe ich dieses Haus geliebt. Es ist ein ungemein lebhafter Ort, ohne einen Tropfen Langeweile. (…)

Die neu gewählte Knesset zählt zwölf Parteien, was jedoch nicht bedeutet, dass sie in zwölf Teile geteilt ist. Die Erfordernisse der Stunde müssen uns einen.

Abgeordnete,
mindestens vier Herausforderungen sieht sich Israel derzeit gegenüber:

1. Die Verhandlungen mit den Palästinensern innerhalb dieser Amtszeit abzuschließen,
2. Die Zukunft unserer jungen Generation als oberste Priorität zu setzen,
3. In wissenschaftlicher Hinsicht Israels Qualifikationen weiterzuentwickeln und
4. Israel als eine aufgeklärte Nation zu präsentieren, die eine gerechte Gesellschaft verkörpert. (…)

Wir sind stolz auf unsere Demokratie. Sie hat bewiesen, dass sie in Zeiten des Friedens, aber auch in Zeiten des Krieges funktioniert. Sie hat Probleme und Sorgen überstanden und hat uns befähigt, große Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. So wie wir aufrichtig zu unserer Nation sind, so sind wir loyal gegenüber unserer Demokratie. Israel hat keine Kämpfe verloren, noch haben wir Frieden abgelehnt. Wir haben Redefreiheit und ermöglicht und die Wüste begrünt. (…)

Wie kann man nicht ermutigt sein, angesichts eines solchen Staates? Wie können wir ihn nicht mehr und mehr lieben? Er verdient all unsere Anstrengung. Jedes tapfere Handeln. Jedes Opfer. Jede Hoffnung. Auch wenn ein Fehler gemacht wurde, florierte Israel. Und wenn es gedieh, hat es sich nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht.

Ich eröffne diese Sitzung als ein tief bewegter Mann des Vertrauens.“