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Kontakt:
Alexander Trofimow
Tropical Music GmbH
POB 2230 D-35010 Marburg
Tel +49-6421-26312
www.tropical-music.com
CD Tropical Music
68.809
Vertrieb BMG Ariola München
ARIS / Best.-Nr. 916.880.92
Texte
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[Adios]
[Mar de
Leche]
[Morenika]
haGalil onLine
21-05-2000
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SuZy lebt in
Israel. Sie ist in der Türkei
geboren und aufgewachsen. SuZy ist Sephardin, ihr Mann ist Ashkenasi und
wenn SuZy singt, versteht er seine Frau nicht mehr, denn SuZy singt
Ladino.
Ladino, oder
Judeo-Spanisch, ist eine sehr alte Sprache, die noch heute von
türkischen, griechischen und bulgarischen Juden gesprochen wird. Ladino
kommt hörbar von der iberischen Halbinsel, wo im 15.Jahrhundert die
Inquisition mit einer grausamen Judenverfolgung eine
Fluchtwelle sephardischer Juden u.a. in das östliche Mittelmeer
zur Folge hatte. Ein anderer Teil jüdischer Kultur, Ashkenasi, hat die
Welt musikalisch bereits mit
Klezmer erobert.
Und nun Ladino in sehr
modernen Arrangements. Und Suzy, die nie vorhatte professionelle
Sängerin zu werden, obwohl sie eine wundervolle Stimme besitzt. Sie hat
zwei Söhne, denen sie immer die alten Wiegenlieder in Ladino vorgesungen
hat, die sie von Ihrer Großmutter und Tante her erinnerte. Bei Suzy
daheim wurde immer Ladino gesprochen und in Ladino gesungen. Als
Großmutter und Tante alt und krank wurden, nahm SuZy eine Kassette mit
ihren Lieblingsliedern auf, um sie eines Tages ihren Söhnen zu
hinterlassen und mit diesem Vermächtnis ('Herencia') die Tradition
weiterleben zu lassen.
Texte
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[Adios] [Mar
de Leche] [Morenika]
Irgendwie kam der
Musikproduzent Ran Bagno zu dieser Kassette und er stellte SuZy einem
kleinen Label vor, das sich ebenso begeistert von SuZy's Gesang zeigte
wie er selbst. Erste professionelle Aufnahmen entstanden 1998. "Ich
wollte mit meinen Liedern gar nicht an die Öffentlichkeit", erinnert
sich SuZy, "denn es war für mich eine rein familiäre Angelegenheit, aber
das Label überzeugte mich davon, dass die Lieder nicht in einer
Schublade verstauben sollten."
Inzwischen waren
Großmutter und Tante gestorben und SuZy wollte ihnen in irgendeiner Form
ein Denkmal setzen. Als sie später die Aufnahmen ihren griechischen und
bulgarischen Freunden sephardischer Abstammung vorspielte, waren sie
voller Melancholie und Freude, als sie die Kassette mit den Liedern
hörten, die auch von ihren Grossmüttern gesungen worden waren.
Es entstand
schließlich dieses erste Album 'Herencia' und schon wenig später fanden
sich einige ihrer Lieder auf Weltmusik-Compilations in Frankreich,
Israel und Griechenland wieder. Sie selber kann es immer noch nicht
fassen gemeinsam mit so berühmten Künstlern wie Sinnead O'Connor, den
Gipsy Kings, Khaled, Hussein Ramzi und anderen gemeinsam auf einer CD zu
erscheinen. Ihre Mutter dämpft jedoch ihren Enthusiasmus und sagt: "Ich
kenne diese Leute nicht, ich kenne nur dich."
SuZy ist offen für die
Zukunft. Sie hält sich nicht gerade aus dem Show-Business heraus, aber
sie arbeitet auch nicht verbissen an ihrer Karriere als Sängerin. Sie
steht fest im Berufsleben und arbeitet als Innenarchitektin an der
Gestaltung der Häuser, die ihr Mann baut. Und wenn noch eine dritte
Karriere auf sie zukommen wird, dann wird sie auch damit umgehen können,
sagt sie: "Ich denke, ich werde immer die Zeit finden, alles das zu tun,
was ich gerne möchte."
Während junge
Sängerinnen all Ihre Energie in den Aufbau ihrer Karriere stecken, steht
SuZy mit 38 Jahren nicht unter Erfolgszwang. "Ich bin zufrieden mit dem,
was ist. Es ist so viel mehr als das, womit ich begonnen habe. Ich
wollte ja eigentlich nur etwas meinen Kindern hinterlassen." Ihr liegt
sehr viel an einer Neuentdeckung des Ladino aber sie ist nicht bereit,
sich deswegen zu irgend etwas zwingen zu lassen.
Bei den Aufnahmen zu
ihrem Video beispielsweise setzte sie durch, daß der Clip mit einer
Szene beginnt, in der sie ihren Kindern ein Schlaflied vorsingt. "Das
ist es, was ich tue. Das ist meine Realität. Es beginnt mit meinen
Kindern und es endet mit Ihnen. Das ist nicht unbedingt das, was meine
Produzenten mögen, aber ich bin hartnäckiger als sie."
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