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Gam razachta vegam rachaschata:
Nur der guten Ordnung halber!

Auch in Schöneiche bei Berlin wurde das Verschwinden jüdischer Nachbarn verwaltet - "ordnungsgemäß".

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten an nahezu jedem Ort im Deutschen Reich Juden und Nichtjuden, Christen und Nichtchristen gemeinsam. Auch in der damaligen Gemeinde Klein-Schönebeck mit den Ortsteilen Grätzwalde, Fichtenau und Hohenberge sowie im Gutsdorf Schöneiche und in der Villenkolonie Schöneiche verhielt es sich so.

Unter den jüdischen Schöneichern waren Familien, die religiös lebten ebenso wie Familien, die nur an den hohen Feiertagen die Synagoge aufsuchten, Familien, die zum Christentum konvertiert waren und ihre Kinder hatten taufen und konfirmieren bzw. firmen lassen ebenso wie Atheisten oder solche, die aus anderen Gründen aus dem Judentum ausgetreten waren; es gab Frauen mit einem nichtjüdischen Ehemann und Männer mit einer nichtjüdischen Ehefrau; es waren Familien, die in Schöneiche ein eigenes Haus bewohnten oder aber zur Miete wohnten, und damals wie heute gab es Wochenendschöneicher, die ihre Sommerhäuschen während eben dieser Jahreszeit bewohnten.

Sie lebten in der Lindenstraße, in der Berliner Straße, in der heutigen Geschwister-Scholl-Straße und Am Pelsland, in der Parkstraße, am Kieferndamm und vielen anderen Straßen. Sie waren Schöneicher wie ihre Nachbarn und unterschieden sich in nichts von diesen. Unter ihnen waren wohlhabende Familien ebenso wie Familien oder Alleinstehende, denen es wirtschaftlich nicht gut ging. Auch in dieser Hinsicht unterschieden sie sich nicht von den nichtjüdischen Schöneichern.

Sie übten Berufe aus wie eben Schöneicherinnen und Schöneicher es tun, damals wie heute: Die Bandbreite reichte von der Kohlenhändlerin und dem kaufmännischen Angestellten bis zum Stadtschularzt und zur Strumpfwarenverkäuferin, vom Bildhauer über die Schneiderin bis zum Schlachtermeister. Der durchschnittliche Schöneicher der damaligen Zeit war der "Angestellte", auch in diesem Punkt unterschied sich die jüdische nicht von der nichtjüdischen Bevölkerung Schöneiches.

Vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten lebten in Schöneiche bei Berlin mehr als 150 jüdische Menschen.

Die Ausstellung "Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin" - Zeugnisse des verwalteten Verschwindens jüdischer Nachbarn umfasst etwa 70 Dokumente aus Archiven (Brandenburgisches Hauptstaatsarchiv Potsdam, Landesarchiv Berlin, Bundesarchiv Berlin) sowie historische Fotos. Sie dokumentieren beispielhaft das Verschwinden - Vertreibung und Vernichtung - unserer jüdischen Nachbarn.

Von Mai bis Ende Juli 2001 war die Ausstellung erstmalig in den Fluren des Rathauses von Schöneiche bei Berlin zu sehen. Mit der Wahl des Ausstellungsortes wollte die Autorin daran erinnern, dass auch in Amtsstuben eben dieses Rathauses an Vertreibung und Ermordung unserer jüdischen Nachbarn mitgewirkt wurde. Die Ausstellung traf in der Bevölkerung auf so großes Interesse, dass sie an weiteren Orten der Region gezeigt wird, vom 8. November bis 31. Dezember im Landratsamt Beeskow.

Anregungen und weitere Hinweise zur Geschichte der jüdischen Schöneicher sind sehr willkommen, auch wenn inzwischen, infolge der Ausstellung, ein Buch erschienen ist.

"Ich besaß einen Garten
in Schöneiche bei Berlin"
von Jani Pietsch
EUR 24,90, kostenlose Lieferung, gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 2 Tagen.
Broschiert - 300 Seiten - Campus Verlag, Erscheinungsdatum: März 2006
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Nach dem größten Massenraubmord der Geschichte:
Ausgeplündert und auf Almosen angewiesen

Warum sind denn praktisch alle jüdischen Gemeinden in Deutschland von heute mittellos und "reich" nur noch an Schulden?...

 

(Quellen: haArez, Jedioth, Israel Nachrichten)
hagalil.com 13-03-2006

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