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"Fürsprecher der wachsenden Freundschaft"

American-Jewish-Committee eröffnet Vertretung in Berlin - Bundespräsident Herzog würdigt Engagement für Aussöhnung

MAYA ZEHDEN

Berlin - Das American-Jewish Committee (AJC) hat gestern in Berlin sein erstes europäisches Büro eröffnet. Mit dem Anbringen einer hebräischen Gebetstafel wurde die Vertretung im Mosse-Palais am Leipziger Platz eingeweiht. Das AJC ist die erste amerikanisch-jüdische Organisation seit Ende des Nazi-Terrors mit einem Büro in Deutschland. Die Außenstelle des 75 000 Mitglieder starken Verbands will vor allem Austausch- und Informationsprogramme organisieren.

AJC-Direktor David Harris erklärte, Deutschland sei nicht nur der "Schlüssel zu Europas Zukunft", es habe wegen der Zuwanderung aus Osteuropa auch die am schnellsten wachsende jüdische Gemeinde. Das AJC verstehe sich als "Fürsprecher wachsender deutsch-amerikanischer Freundschaften". Aufsichtsratsmitglied Lawrence Ramer sagte, amerikanische Juden reagierten oft noch mit "hochgezogenen Augenbrauen", wenn es um Deutschland gehe. Darüber hätten sie sich zugunsten der Aussöhnung hinweggesetzt.

Bundespräsident Roman Herzog verwies darauf, daß es mehr als 50 Jahre nach Ende der Nazi-Herrschaft vielen amerikanischen Juden schwerfalle, Kontakt mit der Bundesrepublik aufzunehmen. Umso wichtiger sei das Gespräch. Mit dem AJC sei nun eine der wichtigsten amerikanisch-jüdischen Organisationen präsent. "Darüber freue ich mich und dafür danke ich Ihnen", sagte Herzog laut vorab verbreiteten Redetext. Er unterstrich, daß das AJC in Berlin auch einen Beitrag zu den deutsch-amerikanischen Beziehungen insgesamt leisten könne. "Die Lektion der Geschichte für das nächste Jahrhundert lautet, die Würde des Menschen, die Menschenrechte, den Rechtsstaat, die Demokratie weltweit zu sichern."

Gegründet wurde das AJC 1906 von deutsch-jüdischen Einwanderern, um Antisemitismus im In- und Ausland zu bekämpfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützte das AJC Programme an deutschen Schulen, die sich mit dem Verständnis und dem Einsatz für die Demokratie beschäftigten. In den achtziger Jahren begann das AJC mit deutschen Stiftungen in Austauschprogrammen zusammenzuarbeiten.

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, sagte, die AJC-Vertretung bereichere das jüdische Leben in Deutschland. Zudem werde das AJC zu einer Verbesserung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses beitragen, indem es in den USA "sehr weit verbreitete Vorurteile" gegenüber Deutschland und in der Bundesrepublik herrschende Vorbehalte gegenüber dem Judentum abbauen helfe.

Copyright: DIE WELT, 10.2.1998

 


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