antisemitismus.net / klick-nach-rechts.de / nahost-politik.de / zionismus.info

haGalil onLine - http://www.hagalil.com
     

  

Spenden Sie mit PayPal - schnell, kostenlos und sicher!

hagalil.com

Search haGalil

Veranstaltungskalender

Newsletter abonnieren
e-Postkarten
Bcher / Morascha
Musik

Koscher leben...
Tourismus

Aktiv gegen Nazi-Propaganda!
Jdische Weisheit
 

 

Ein neues Ziel der Sochnuth:
Die Einwanderung aus dem Westen

Die Jewish Agency hat sich ein neues strategisches Ziel gesetzt, um die Einwanderung aus westlichen Lndern zu steigern, einschlielich der Staaten Sd-Amerikas, die seit lngerer Zeit als wenig versprechende Quellen fr knftige Israelis angesehen wurden, sagt der Vorsitzende der Jewish Agency, Salai Meridor.

Yair Sheleg, haArez

Meridor sagte, die Einwandererreserve aus Ruland und thiopien - die Hauptquellen des vergangenen Jahrzehnts - habe abgenommen. In den letzten 12 Jahren kamen ber eine Million Einwanderer nach Israel, darunter 900.000 aus der ehemaligen Sovjet-Union, und 40.000 aus thiopien. Diese “Reservoirs” leeren sich jedoch, meint Meridor.

“Es gibt deutliche Anzeichen fr ein Abfall der Einwandererzahlen aus der ehemaligen Sovjet-Union, ausgenommen eines kurzfristigen Aufschwungs in 1999-2000 wegen interner Schwierigkeiten in Ruland”, sagt Meridor. “Unseren Voraussagen gem werden wir dieses Jahr zufrieden sein, wenn aus der ehemaligen Sovjet-Union 40.000 Einwanderer eintreffen, und gegen Ende dieses Jahrzehnts, werden wir nur etwa 20.000 sehen. In thiopien ist die Einwanderung der Falasch Mura bald zu Ende, und danach sind die Bemhungen um Einwanderer von dort vorbei”.

Nach Meridors Ansicht mu auch die demographische Lage  in Israel in Betracht gezogen werden. “Um in Zukunft eine jdische Mehrheit von mindestens 80 Prozent zu bewahren, brauchen wir in den kommenden Jahren mindestens 40.000 Einwanderer jhrlich. Angenommen, da die Quellen in Ruland und thiopien austrocken, mssen wir anderswo nach Menschenreserven fr jdischen Einwanderung suchen”.

Der zionistischen Tradition gem sind die ersten Ziele Orte, in denen Juden in verschiedenen Notlagen leben. Meridor spricht von drei mglichen Standorten. Argentinien (und die gesamte sd-amerikanische jdische Gemeinde berhaupt), wo eine Wirtschaftskrise herrscht und wo 200.000 Juden leben.

Danach kommt Sd-Afrika, wo 80.000 Juden unter den Schwierigkeiten der Postapartheidperiode leiden, mit Wirtschaftsproblemen und steigender Kriminalitt, die den Weien das Leben erschweren.

Die dritte Gemeinschaft auf Meridors Liste ist Frankreich. Dort leben eine Halbe Million Juden, die drittgrte jdische Gemeinde nach den Vereinigten Staaten und Israel. Die Jewish Agency glaubt, da der Anstieg antisemitischer Vorflle in Frankreich seit Beginn der Intifada die Einwanderung frdern knnte. In der Jewish Agency glauben manche sogar, da die zunehmende Kraft der franzsisch-moslemschen Gemeinschaft zur jdischen Unsicherheit beitragen mgen.

Die Jewish Agency hat schon mit dem Einsatz von Aktivitten begonnen, um Einwanderung aus diesen drei Lndern zu verstrken. Meridor sagt “wir haben unsere Aktivitten in Argentinien in Zusammenarbeit mit der Regierung sehr verstrkt, und unseren Geldeinsatz auf circa $10 Million erhht. Wir haben unser Engagement in den jdischen Schulen erhht, bei deren Finanzierung wir helfen und haben in Wohngegenden mit hoher Konzentration jdischer Einwohner Gesandte geschickt. Wir nehmen an, da es Juden gibt, die sich genieren, um unsere Hilfe zu bitten, und wir mssen diese erreichen”.

In Sd-Afrika ist das Problem schwieriger, denn obwohl viele Juden das Land verlassen, ziehen sie zumeist Australien und Neu-Seeland vor, wegen der Sprache, dem Klima und der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen.

Dennoch wurde in beiden Lndern schon das Na’ale Programm der Jewish Agency eingefhrt, in dem Jugendliche vor ihren Eltern ihr Alija nach Israel machen. In Frankreich befindet sich jedoch die groe jdische Gemeinde in keiner Notlage, wie einer der Gemeindeoberhupter, Haim Muzikent, unterstrich.

“Es stimmt zwar, da wir im Oktober letzten Jahren Probleme hatten, aber alle Zeichen weisen auf einzelne Ereignisse hin, nicht auf Antisemitismus auf nationaler Ebene”, sagte er. “Die Ereignisse wurden vom gesamten politischen Spektrum verurteilt, so da Frankreich nicht als antisemitischer Staat angesehen werden kann”. Dennoch meint er, da die Gemeinde gerne mit den Bemhungen der Jewish Agency zusammenarbeiten wird, “nicht aus Not, sondern weil wir der Ansicht sind, da die Einwanderung nach Israel fr die Erhaltung der jdischen Identitt sehr wichtig ist”.

Meridor, dagegen, begngt isich nicht mit diesen drei Lndern als Ziele. Er will eine Einwanderungskampagne, die sich im ganzen Westen ausbreitet - in den U.S.A, Kanada, West-Europa und Australien.

Er sagt “wir mssen den zionistischen Dialog wiederaufnehmen, besonders Einwanderung. Immigration soll als jdische Wertvorstellung angesehen werden, die allen religisen Strmungen gemeinsam ist. Die Einwanderung und Absorption sollten im innerisraelischen Dialog den ihnen gebhrenden Platz einnehmen, damit die Einwanderer, die eintreffen, spren, da sie erwnscht sind und nicht als Dummkpfe angesehen werden”.

Was die Art und Weise der Botschaftsberbringung an westliche Gemeinden, die nie aufgefordert wurden, zu packen und nach Israel zu ziehen, angeht,  meint Meridor: “Wir knnen uns den Luxus nicht leisten, auf den Versuch zu verzichten. Bei der religisen Fhrung smtlicher Bewegungen herrscht sehr viel Offenheit hinsichtlich der Anerkennung der Immigration nach Israel. Es ist sehr schwer das Argument zu beantworten, da wer jdische Kontinuitt wnscht, dies dort besser als in Israel garantieren kann”.

Er sagte, den Gemeinden sei zu erklren, da wenn Israel fr die Diaspora kritische Bedeutung hat und die demographische Frage fr Israel von kritischer Bedeutung ist, dann ist die Einwanderung eine kritische Frage. “Es ist auch wichtig, da die liberale Weltanschauungen, die Einwanderer aus dem Westen nach Israel bringen knnen, dort mehr Wurzeln fassen, was nur dadurch geschehen kann, wenn ihre Anzahl zunimmt”.

 24.5.2001 haGalil onLine 11-06-2001

 

Werben in haGalil?
Ihre Anzeige hier!

Advertize in haGalil?
Your Ad here!

 

haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains verffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine

[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 Mnchen

1995-2006 haGalil onLine bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved