Zum Jubiläum des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts

Im März 2001 wurde in Nürnberg ein kleines Institut zur Erforschung des Nationalsozialismus und der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts gegründet. Heute, zehn Jahre später, ist klar, dass das Institut einen Meilenstein in der Vermittlung des Neubeginns nach der Schoa leistet, nämlich die „Darstellung von Juden als politisch handelnde Menschen, die den Aufenthalt in den Displaced Persons Camps als Vorbereitung auf ihre Zukunft im eigenen Staat ansahen“…

Mehr …

Versöhnung über Auschwitz?

Schon seit dem – nicht von den Deutschen herbeigeführten – Ende des Nationalsozialismus gibt es hierzulande Bestrebungen, sich mit den jeweils aktuell ‘brennnenden’ Fragen bundesdeutschen Alltags zu befassen, statt die Auseinandersetzung ‘mit der Vergangenheit’ zu suchen. Daß dabei sowohl die Folgen der nationalsozialistischen Judenvernichtung bei den Überlebenden und ihren Nachkommen als auch die Folgen des Nazi-Erbes auf seiten der Deutschen ‘übersehen’ werden, wird dabei nur allzu gern in Kauf genommen. Eine weit verbreitete Tendenz besteht darin, die NS-Geschichte zu ver-schweigen und zu verleugnen (vgl. Grünberg 1997). Hier verschafft sich die Forderung Gehör, ‘endlich Ruhe zu geben’, einmal müsse doch ‘Schluß’ sein…

Mehr …