Nach dem Eichmann-Prozess war hier ein anderes Land

Diese Woche vor 50 Jahren, am 11. April 1961, fand die erste Sitzung des Eichmann-Prozesses statt – ein Prozess, der sich über mehrere Monate hinzog und den ganzen Staat an die Rundfunkgeräte fesselte. Ich war damals ein junger Bursche, aber wie jeder damals heranwachsende Israeli erinnere ich mich an jedes einzelne Detail dieses Prozesses…

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Simon Wiesenthal: Der Unbequeme

Er hatte viele Freunde. Aber vielen – noch mehr – war er auch ganz einfach unbequem. Dass ihn (mehr oder weniger ehemalige) Nationalsozialisten hassten, weil sie ihn fürchteten, liegt auf der Hand. Aber Simon Wiesenthal war auch so vielen lästig, weil er ein Stachel war. Er erinnerte diejenigen – Juden und andere, dass der Preis zu hoch war, der für ein Arrangement mit einer Schlussstrich-Gesellschaft zu zahlen gewesen wäre…

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Russische Wirtschaft: Die fehlenden Juden

Dass der Holocaust für das jüdische Volk nicht nur einen unvorstellbaren demographischen und kulturellen, sondern auch einen wirtschaftlichen Aderlass bedeutet hat, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Dabei geht es nicht nur um Produktions- und sonstiges Vermögen, das bis auf wenige Ausnahmen unwiderruflich verfallen war, sondern auch und vor allem um das menschliche Entwicklungspotential der jüdischen Gemeinden in Europa, das dem in den USA – dort gehören die Juden zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Bevölkerungsgruppen – in nichts nachstand. Man stelle sich auch vor, um wie viel schneller und erfolgreicher Israel sich entwickelt hätte, wenn selbst nur eine Minderheit der Holocaust-Opfer in den jüdischen Staat eingewandert wäre…

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Münchens braune Gedenkhalle: „Göring in seiner Zeit sehen“

Die Liste seiner Vergehen ist ellenlang und ohne Beispiel. Der Chef der Gestapo hat die ersten Konzentrationslager und die „Endlösung der Judenfrage“ offiziell in Auftrag gegeben. Hermann Göring war ein ausgemachter Nazi und Menschenjäger. Doch nicht nur Menschen, so manch einem Hirschen hat er auch nachgestellt – wofür Göring noch heute im Jagd- und Fischereimuseum geehrt wird ….

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Hitler-, Himmler- und Heydrich-Puppen: In Tschechien werden Nazifiguren verkauft

Auf den ersten Blick sehen die Puppen aus wie Ken, der männliche Gefährte von Barbie. Die Figuren aber, die man in einigen tschechischen Geschäften für Modellwaren kaufen kann, tragen die Züge von führenden Nazis, wie Adolf Hitler oder Joseph Goebbels. Sammlerstücke oder Propagandamaterial? Diese Frage wird derzeit in Tschechien diskutiert…

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Graumann fordert Kita-Erlass gegen Rechts

«Die Initiative Mecklenburg-Vorpommerns, künftig von Kita-Betreibern einen Nachweis zu verlangen, dass sie nicht von Extremisten unterwandert werden, ist ein starkes Beispiel für einen kämpferischen demokratischen Staat, der sich wehren will und den Todfeinden der Freiheit keinesfalls unsere Kinder überlassen darf», sagte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, gegenüber der Onlineausgabe des «Handelsblatt». Graumann fordert von den Bundesländern einen Erlass gegen Rechtsextreme in Kitas…

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