Die Quellenwerke der Religionen der Welt: Judentum

Die zentralen religiösen Texte des Judentums sind die hebräische Bibel als schriftlicher Offenbarungstext und die »mündliche Tora«, die sich mit Midrasch (»Bibelauslegung«), Mischna und Talmud (beide bedeuten »Lehre, Studium [der Tora]«) sowohl in ihren gesetzlichen (Halacha) als auch in ihren erzählerischen Teilen (Haggada) entfaltet. Zu den Grundlagen des religiösen Lebens im Judentum gehört die Verpflichtung jedes Einzelnen, die Weisungen der Bibel und ihrer Auslegungen zu befolgen und sich mit den Quellen der Offenbarung und Tradition zu beschäftigen…

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Rabbinermangel: Muss langfristig behoben werden

Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland braucht mehr Rabbiner. Das ist eine zwischen Rhein und Oder immer wieder erhobene Forderung. Zu Recht: Gegenwärtig sind in den 107 jüdischen Gemeinden der Bundesrepublik kaum mehr als 40 Rabbiner tätig. Die Folge: In zahlreichen Orten mangelt es an der notwendigen religiösen Betreuung…

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Jüdische Demokratie: Ein seltsamer Fall?

Israels Charakter als jüdischer und demokratischer Staat wird in der nationalen und internationalen Debatte immer wieder angefochten. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Azure hat nun der israelische Rechtsgelehrte und frühere Minister Amnon Rubinstein einen grundlegenden Aufsatz veröffentlicht, der zu dem Ergebnis kommt, dass sich die beiden Elemente des israelischen Staatsverständnisses keineswegs ausschließen müssen. Als Voraussetzung dafür führt der Autor eine national-kulturelle und eben nicht religiöse Interpretation der jüdischen Identität ins Feld…

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Historische Chanukkageschichten I.: Der makkabaeische Freiheitskampf

Zu Chanukka möchten wir unseren Lesern jeden Tag eine historische Chanukka-Geschichte vorstellen, die einerseits die Stimmung und Probleme der jeweiligen Zeit widerspiegeln und andererseits zeigen, dass viele Überlegungen und Probleme des deutschen Judentums von damals auch heute noch von erstaunlicher Aktualität sind. Die erste Geschichte ist eine Abhandlung von Nathan Birnbaum (veröffentlicht unter seinem Pseudonym) zu den Makkabäern, erschienen 1901 in der Zeitschrift „Ost und West“…

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Vorsicht, Rassismus: Versuche, Völker durch ihr Erbgut zu „erklären“, sind ein gefährlicher Wahn

Der Rechtspopulist Thilo Sarrazin hat erneut für Wirbel gesorgt. Anlass war die Veröffentlichung eines Buches, in dem er vor einer feindlichen Übernahme Deutschlands durch die von ihm zum Hauptfeind ernannten Moslems warnt. Dafür wurde Sarrazin von allen maßgeblichen demokratischen Kräften verurteilt, darunter auch vom Zentralrat der Juden in Deutschland. Damit ist die Affäre aber nicht ausgestanden…

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Pro und kontra: Was sagt Professor Shlomo Sand?

Der israelische Historiker Shlomo Sand will mit seinem Buch “Die Erfindung des jüdischen Volkes” (Der hebräische Titel lautete: „Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden?“) in die innerisraelische Debatte um das Selbstverständnis der israelischen Gesellschaft, über das Verständnis dieses Staates und sein Verhältnis zum Diasporajudentum eingreifen. Dies versteht der Leser erst wirklich, wenn er das Buch von hinten zu lesen beginnt, wo Sand die Schlussfolgerungen aus seinen durchaus lesenswerten und informativen historischen Teilen des Buches zieht…

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Pro und kontra zu Sand: Alle Völker sind erfunden

Prof. Shlomo Sand zufolge gibt es kein jüdisches Volk, sondern nur eine jüdische Religion. So sei die Kennzeichnung „jüdisch“ in der Bestimmung des jüdischen Staates gänzlich religiös („Wie man zu einem Volk gehört“, Haaretz, 26.9.). In seinen Augen widersprechen sich die Konzepte von Religion und Nation oder haben zumindest nichts miteinander zu tun, und daher kann er die Tatsache nicht akzeptieren, dass viele den jüdischen Staat als Nationalstaat des jüdischen Volkes betrachten…

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