Von Autisten und Helden

Eine Jugendliche rennt in Panik die Straße entlang; sie bewegt sich dabei nicht in einer Weise, als würde sie befürchten, die Haltestelle nicht rechtzeitig zu erreichen und so einen Bus verpassen, der sie rechtzeitig zu den Abiturprüfungen bringen kann, sondern so, als ob sie in Lebensgefahr schwebt. Man merkt ihr an, kein richtiges Ziel zu haben, und da sie völlig rücksichtlos in Hinblick auf weitere Personen, die sich auf ihrer Strecke befinden, durch die Straßen sprintet, sogar ein Radfahrer ihretwegen zu Fall kommt, vermutet man männliche Verfolger hinter ihr. Da sind tatsächlich welche, sie holen sie ein und werfen sie zu Boden: Die jugendliche Emilie ist ihre Klientin, sie leidet an einer schweren autistischen Störung und wird von den Männern betreut…

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Frau Stern

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen…

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